Amex Platinum Card vs. Revolut Ultra: Die American Express Platinum Card und Revolut Ultra gehören zu den exklusivsten Premium-Karten auf dem deutschen Markt: Die Amex Platinum Card ist ein Klassiker, Revolut Ultra der deutlich jüngere digitale Herausforderer. Doch welche Premium-Karte bietet Euch mehr für Euer Geld und passt besser zu Eurem Lifestyle?
Wenn Ihr eine Karte sucht, die mehr kann als nur bezahlen, landet Ihr unweigerlich bei den Premium-Angeboten der großen Anbieter. Die Amex Platinum Card und die Revolut Ultra Karte stehen dabei ganz oben auf der Liste – und das nicht ohne Grund. Beide versprechen exklusive Vorteile, umfangreiche Versicherungspakete und Lifestyle-Vorteile, die weit über das normale Maß hinausgehen. Doch der Teufel steckt im Detail – und genau diese Details schauen wir uns an. Diesen Vergleich aktualisieren wir laufend, zuletzt im Oktober 2026.
Die Entscheidung zwischen diesen beiden Premium-Karten ist keine leichte, denn beide Anbieter haben ihre eigenen Stärken und sprechen unterschiedliche Zielgruppen an. Bevor wir die beiden Kontrahenten genauer unter die Lupe nehmen, hier die Kurzfassung:
Kurz gesagt: Die Amex Platinum ist die richtige Wahl, wenn Ihr einen echten Kreditrahmen, ein starkes Versicherungspaket, Hotelstatus und persönlichen Service wollt. Revolut Ultra passt besser zu Euch, wenn Ihr viel in Fremdwährung bezahlt, die inkludierten Digital-Abos nutzt und keine Schufa-Abfrage möchtet.
American Express Platinum Card
Die Platinum Card von American Express ist der absolute Klassiker unter den Premium-Kreditkarten. Sie gilt seit Jahrzehnten als Statussymbol und öffnet Türen zu einer Welt voller exklusiver Vorteile.
Die Amex Platinum Card gilt als Klassiker unter den Premium-Kreditkarten
Mit der Metallkreditkarte in der Hand signalisiert Ihr nicht nur Zahlungskraft, sondern erhaltet Zugang zu wertvollen Reisevorteilen, Versicherungsleistungen und einem der besten Bonusprogramme am Markt. Im Gegensatz zur Revolut Karte bekommt Ihr hier bis zu sechs Karten zum Preis von einer, nämlich die Hauptkarte, eine kostenlose Platinum-Zusatzkarte und bis zu vier weitere Zusatzkarten – praktisch, wenn Ihr gleich die ganze Familie ausstatten wollt.
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Der Sommer ist vorbei, doch die schönsten Auszeiten müssen nicht bis zum nächsten Urlaub warten. Jetzt ist die Zeit für lange Abende bei gutem Essen, ein Wochenende in Paris oder ein gemütliches Hotel für eine kleine Flucht aus dem Alltag.
Mit der Amex Platinum wird auch ein gewöhnlicher Herbst zum besonderen Erlebnis: vom entspannten Start in der Lounge über besondere Hotelaufenthalte bis zum Business Class Flug, den man sich dank gesammelter Membership Rewards Punkte erfüllt. So fühlt sich Herbst auf Platinum-Niveau an.
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Revolut Ultra
Revolut Ultra ist das Top-Abo des FinTechs Revolut und tritt klar gegen American Express an – vieles am Paket erinnert an die Platinum Card.
Zwar gibt es bei Revolut auch ein kostenloses Abo, in Revolut Ultra findet Ihr allerdings ein Angebot, das sich definitiv mit den besten Premium-Kreditkarten messen kann.
Revolut Ultra ist das Premium-Abo von Revolut mit platinbeschichteter Karte
Es gibt allerdings einen wichtigen Unterschied zur Amex: Bei der Revolut Ultra handelt es sich technisch gesehen um eine Debitkarte ohne klassischen Kreditrahmen – das Geld wird direkt vom verknüpften Revolut-Konto abgebucht. Diese Eigenschaft kann jedoch durchaus von Vorteil sein, besonders wenn Ihr Eure Ausgaben im Blick behalten wollt.
Amex Platinum Card vs. Revolut Ultra im Vergleich
Schauen wir uns die wichtigsten Eckdaten beider Karten mit Stand Oktober 2026 im direkten Vergleich an:
Kategorie
American Express Platinum
Revolut Ultra
Gebühr
60 Euro im Monat (720 Euro im Jahr)
65 Euro im Monat oder 650 Euro im Jahr, Abo über 12 Monate
Kartentyp
Echte Kreditkarte mit Kreditrahmen
Debitkarte ohne Kreditrahmen
Kostenlose Zusatzkarten
Bis zu 5 (1 Platinum, 4 Gold Card oder American Express Card)
Bis 2.000 Euro im Monat gebührenfrei, danach 2 Prozent
Lounge-Zugang
Priority Pass mit 50 Besuchen pro Jahr für Haupt- und Zusatzkarten zusammen (Begleitpersonen zählen als Besuch), Centurion Lounges unbegrenzt
Unbegrenzt, Gäste kostenpflichtig
Fast Track
Nicht enthalten
Unbegrenzt inklusive
Kundenservice
24/7 Telefon auf Deutsch
24/7 In-App-Chat und Anruf in der App (auf Englisch)
Schufa-Prüfung
Ja
Nein
Akzeptanz
Gut, ideal für Kautionen bei Hotels und Mietwagen
Sehr gut, bei Kautionen für Hotels und Mietwagen teils eingeschränkt
Kosten und Gebühren: Amex Platinum vs. Revolut Ultra
Kommen wir direkt zum wichtigsten Punkt: den Jahresgebühren. Die Amex Platinum kostet 60 Euro pro Monat, also 720 Euro im Jahr. Bei der Revolut Ultra müsst Ihr 65 Euro monatlich bezahlen. Damit gehören beide zu den teuersten frei beantragbaren Karten ihrer Anbieter – teurer ist bei Amex etwa die Centurion Card, die es nur auf Einladung gibt. Bei Revolut könnt Ihr ein wenig Geld sparen, wenn Ihr jährlich zahlt: Dann sind es 650 Euro pro Jahr.
Wichtig bei Revolut: Ultra ist immer ein Abo über 12 Monate, egal ob Ihr monatlich oder jährlich zahlt. Wer vorzeitig kündigt, muss je nach Zeitpunkt mit einer Gebühr rechnen. Wer Ultra schon vor dem 7. Mai 2026 abgeschlossen hat, zahlt übrigens weiterhin den alten Preis von 60 Euro im Monat beziehungsweise 600 Euro im Jahr.
Für beide Karten zahlt Ihr eine monatliche oder jährliche Gebühr
Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Ihr hinsichtlich der Kosten nicht vergessen dürft, sind die Fremdwährungsgebühren. Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied: American Express berechnet bei Transaktionen in Fremdwährung satte 2 Prozent Gebühr – das kann sich schnell summieren, wenn Ihr viel reist.
Revolut Ultra hingegen glänzt hier mit fairen Wechselkursen: Ihr tauscht ohne Limit zum Revolut-Wechselkurs, und die Aufschläge am Wochenende, die Ihr vielleicht von Revolut Standard und Plus kennt, entfallen.
Auch beim Geldabheben liegt Revolut vorn: Bis zu 2.000 Euro pro Monat sind mit Ultra gebührenfrei, erst darüber werden 2 Prozent fällig. American Express berechnet für Bargeldabhebungen dagegen 4 Prozent, mindestens aber 5 Euro.
Bonusprogramme im Vergleich: Membership Rewards vs. RevPoints
Das Herzstück der beiden Premium-Karten ist das jeweilige Bonusprogramm. Das Membership Rewards Programm von American Express ist nicht ohne Grund eines der beliebtesten Programme auf dem Markt. Pro ausgegebenem Euro sammelt Ihr einen Membership Rewards Punkt. Dann ist da noch der Membership Rewards Turbo: Für 15 Euro im Jahr gibt es mit aktiviertem Turbo je Euro Umsatz mit der American Express Karte 1,5 Membership Rewards Punkte – auch Zusatzkarten sammeln dabei mit.
Das Bonusprogramm von Amex bietet Membership Rewards Punkte
Eure gesammelten Punkte könnt Ihr direkt gegen Positionen auf Eurer Kartenabrechnung verrechnen, bei neun Airlines in Meilen und bei mehreren Hotelprogrammen in Punkte umwandeln oder für Hotelbuchungen, Gutscheine und sogar Spenden einsetzen.
Wer geschickt plant und Business- oder First-Class-Flüge bucht, kann den Wert seiner Punkte im Amex-Programm vervielfachen. Zudem verfallen die Punkte nicht, solange Euer Kartenkonto besteht – Ihr könnt also in Ruhe sammeln und auf die perfekte Einlösemöglichkeit warten.
Revolut setzt mit den RevPoints auf ein ähnliches Konzept: Mit Revolut Ultra erhaltet Ihr einen Punkt pro Euro Umsatz. Die Einlösemöglichkeiten sind vielfältig, aber anders strukturiert. RevPoints könnt Ihr ebenfalls für Flugmeilen einlösen, wobei Revolut mit deutlich mehr Airlines kooperiert: Den neun Airline-Partnern von Amex stehen bei Revolut doppelt so viele Vielfliegerprogramme gegenüber (18), die laut Revolut über 30 Airlines abdecken – mehrere Fluggesellschaften teilen sich etwa die Avios.
Das Bonusprogramm von Revolut bietet RevPoints
Auch die Transferraten unterscheiden sich bei American Express und Revolut: Bei den meisten Partner-Fluggesellschaften entspricht ein RevPoint einer Meile. Ausnahmen sind Singapore Airlines KrisFlyer und Emirates Skywards, wo zwei RevPoints zu einer Meile werden, sowie die JAL Mileage Bank, bei der drei RevPoints zwei Meilen ergeben. Bei American Express Kreditkarten bekommt Ihr für einen Amex Membership Rewards Punkt je nach Airline zwischen 0,5 und 0,8 Meilen.
Seit Oktober 2026 lassen sich RevPoints außerdem in vier Hotelprogramme übertragen. Die vollständige Liste der Revolut-Transferpartner samt Verhältnis sieht so aus:
Interessant ist auch die Option, Punkte für globale mobile Daten zu nutzen – praktisch für alle, die viel unterwegs sind und nicht ständig neue SIM-Karten kaufen wollen. Auch Hotelbuchungen und andere Reisevorteile lassen sich mit RevPoints bezahlen.
Reise- & Versicherungsleistungen im Vergleich
Für viele von Euch sind die Versicherungsleistungen der Karte wahrscheinlich ein zentrales Entscheidungskriterium. Weder bei Amex noch bei Revolut werdet Ihr diesbezüglich enttäuscht.
Allerdings müsst Ihr die Reisen in der Regel mit Eurer Karte bezahlt haben, damit die Reiseversicherungen greifen – sowohl bei Revolut als auch bei Amex. Bei Amex sind neben dem Hauptkarteninhaber auch Zusatzkarteninhaber und häufig Lebenspartner, Kinder und sogar Enkelkinder mitversichert, die genauen Voraussetzungen stehen in den Versicherungsbedingungen. Bei Revolut gilt die Auslandskrankenversicherung ebenfalls für Eure engsten Familienmitglieder.
Die American Express Platinum Card kommt mit einem klassischen Rundum-Sorglos-Paket für Reisende:
Alle Versicherungen der Amex Platinum Card auf einen Blick:
Auslandsreise-Krankenversicherung
Auslandsreise-Haftpflicht-Versicherung (bis 1 Million Euro)
Reiserücktrittskosten- und Reiseabbruch-Versicherung (bis 6.000 Euro pro Person und Reise)
Reisekomfort-Versicherung bei Flug- und Gepäckverspätung
Reisegepäck-Versicherung
Mietwagen-Vollkasko- und Mietwagen-Haftpflichtversicherung
Reise-Unfallversicherung
Kfz-Schutzbrief für Fahrten in Europa
Einkaufsversicherung (ShopGarant) und 90-Tage-Rückgaberecht
Die Auslandsreise-Krankenversicherung deckt medizinische Notfälle weltweit ab – und das nicht nur für den Karteninhaber, sondern auch für mitreisende Familienmitglieder. Die Reiserücktrittsversicherung springt ein, wenn Ihr eine gebuchte Reise aus abgedeckten Gründen nicht antreten könnt, und zahlt auch, wenn Ihr eine Reise abbrechen müsst – mit bis zu 6.000 Euro pro Person und Reise.
Besonders wertvoll ist die Reisegepäck-Versicherung, die bei Verlust oder Beschädigung Eures Gepäcks mit bis zu 3.000 Euro pro Reise greift. Dazu kommen die Reisekomfort-Versicherung, die bei Flugverspätungen und verspätetem Gepäck einspringt, eine Reise-Unfallversicherung und eine Auslandsreise-Haftpflicht mit bis zu 1 Million Euro pro Versicherungsfall. Ebenfalls stark: Die Mietwagen-Vollkasko-Versicherung deckt Schäden am Mietwagen bis zu 75.000 Euro ab, und mit dem Kfz-Schutzbrief seid Ihr bei Pannen mit dem eigenen Auto in Europa abgesichert, sobald Ihr mehr als 50 Kilometer von zu Hause entfernt seid.
Beide Karten sichern Euch mit umfangreichen Versicherungen ab
Dazu kommt ein 90-Tage-Rückgaberecht, das Euch erlaubt, mit der Karte gekaufte Waren auch dann zurückzugeben, wenn der Händler sich weigert. Der Einkaufsschutz ShopGarant sichert Eure Käufe 90 Tage lang gegen Einbruchdiebstahl, Raub und Beschädigung ab.
Revolut Ultra kontert mit einem Versicherungspaket, das einige innovative Features bietet. Auch hier gibt es das 90-Tage-Rückgaberecht und einen Schutz bei Diebstahl oder Schaden.
Alle Versicherungen der Revolut Ultra auf einen Blick:
Stornoversicherung für Reisen und Events aus beliebigem Grund
Wie bei der Amex ist auch eine Privathaftpflicht für Schäden im Ausland bis zu 1 Million Euro dabei, und bei verspäteten Flügen oder verlorenem Gepäck zahlt Revolut ebenfalls Kompensationen. Neu ist zudem eine Versicherung, die Eure Selbstbeteiligung bei Mietwagen abdeckt.
Ein Extra, das Revolut Ultra eigens ausweist, ist die Wintersportversicherung: Sie deckt Verletzungen (außer bei Extremsportarten) sowie verlorene, gestohlene oder beschädigte Sportausrüstung ab – praktisch für alle Ski- und Snowboard-Fans unter Euch, denn bei vielen Reiseversicherungen sind diese Sportarten ausgeschlossen. Aber auch die Amex lässt Wintersportler nicht allein: Über die Auslandsreise-Krankenversicherung übernimmt sie Such- und Rettungskosten bis 150.000 Euro und erstattet vorausbezahlte Leihausrüstung, Liftpässe und Skikurse bis 750 Euro, wenn Ihr nach einem Unfall oder einer Erkrankung auf ärztlichen Rat pausieren müsst. Den Schutz für die eigene Ausrüstung bietet in dieser Form aber nur Revolut.
Was das Revolut-Ultra-Angebot aber besonders von Amex unterscheidet, ist die Stornoversicherung als besonders flexible Form der Reiserücktrittsversicherung: Hier zählen nicht nur ernsthafte Unfälle oder Erkrankungen, sondern Ihr könnt Buchungen für Züge, Flüge, Hotels und Events aus beliebigen Gründen stornieren und bekommt bis zu 70 Prozent Eurer Ausgaben zurück – auch ohne triftigen Grund. Voraussetzung ist, dass Ihr mit Revolut bezahlt und mindestens 72 Stunden vor Abreise gebucht habt, erstattet werden maximal 5.000 Euro pro Jahr. Hier überzeugt Revolut also mit Flexibilität.
Mit der Stornoversicherung von Revolut Ultra könnt Ihr Reisen aus beliebigem Grund stornieren
Ebenfalls wichtig: die Selbstbeteiligung. Denn nur weil Ihr versichert seid, heißt es nicht, dass Ihr im Versicherungsfall nichts bezahlen müsst. Wie hoch die Selbstbeteiligung ist, kommt auf die einzelnen Versicherungen an: Bei manchen müsst Ihr gar nichts bezahlen, bei anderen einen Fixbetrag von zum Beispiel 50 Euro pro Versicherungsfall, bei wieder anderen einen Prozentsatz.
Bei Revolut Ultra haben einige Versicherungen keine Selbstbeteiligung, bei ein paar müsst Ihr aber mit 10 Prozent rechnen (beispielsweise Reiseunterbrechung, zahnmedizinische Notfälle und Gepäckschutz).
Bei Amex fallen die Selbstbeteiligungen meist etwas höher aus: Bei der Auslandskrankenversicherung und der Reisegepäck-Versicherung zieht Amex 10 Prozent ab, mindestens 100 Euro pro Versicherungsfall. Bei der Auslandskrankenversicherung ist der Selbstbehalt auf 500 Euro pro Person begrenzt.
Generell solltet Ihr also die Versicherungsbedingungen und Deckungssummen beider Anbieter vergleichen, wenn Ihr besonderen Wert auf diesen Aspekt Eurer Karte legt.
Für wen lohnt sich welche Karte: Amex Platinum oder Revolut Ultra?
Bei den Kosten liegen beide Karten nah beieinander: Die Amex Platinum kostet 720 Euro im Jahr, Revolut Ultra 650 Euro bei jährlicher und 780 Euro bei monatlicher Zahlung. Entscheidend ist daher vielmehr, was Euch wichtig ist und welche Lifestyle-Vorteile Ihr wirklich nutzt.
Die American Express Platinum Card ist ideal für Euch, wenn Ihr:
Einen echten Kreditrahmen benötigt
Wert auf persönlichen Service und telefonische Erreichbarkeit legt
Die traditionellen Luxusvorteile wie Upgrades und Statuslevel schätzt
Häufig mit Familie oder Geschäftspartnern reist und Partnerkarten benötigt
Das etablierte Membership Rewards Programm mit Fokus auf Meilen nutzen wollt
Den Prestige-Faktor einer Metallkarte von Amex schätzt
Es scheint, als hätten die Karten tatsächlich unterschiedliche Zielgruppen im Blick: American Express spricht die klassischen Luxus-Liebhaber an – Menschen, die Wert auf etablierte Premium-Services, persönliche Betreuung und traditionelle Statussymbole legen.
Revolut Ultra hingegen zielt auf die neue Generation von Gutverdienern – junge, internetaffine Menschen, die sich etwas Besonderes leisten wollen, aber dabei moderne, digitale Lösungen bevorzugen. Start-up-Gründer, Digital Nomads, Tech-Professionals und Kreative fühlen sich hier womöglich eher zu Hause als bei American Express.
Amex Platinum Card vs. Revolut Ultra – Zusatzleistungen und Vorteile: Welche bietet mehr?
60 beziehungsweise 65 Euro im Monat für eine Premium-Karte – das will gut überlegt sein. Deshalb schauen wir uns jetzt genau an, welche Zusatzservices und Vorteile die beiden Premium-Karten Euch bieten, um diesen stolzen Preis zu rechtfertigen.
American Express Platinum Extras
Die Amex Platinum lockt neue Kunden mit einem attraktiven Willkommensbonus von aktuell bis zu 85.000 Membership Rewards Punkten, wahlweise auch als Startguthaben. Beachtet hier die Aktionsbedingungen: Für den vollen Bonus müsst Ihr innerhalb der ersten sechs Monate 10.000 Euro Umsatz machen, 40.000 Punkte gibt es bereits ab 6.000 Euro.
Mit Eurer Amex Platinum Card bekommt Ihr jedes Jahr verschiedene Guthaben, die die Jahresgebühr relativieren:
Außerdem bekommt Ihr weltweit in über 3.000 handverlesenen Hotels von Fine Hotels + Resorts und The Hotel Collection exklusive Vorteile.
Mit der Amex Platinum erhaltet Ihr zahlreiche Guthaben
Der Lounge-Zugang zu über 1.550 Lounges weltweit dank Priority Pass und American Express Global Lounge Collection ist für Vielflieger Gold wert. Beim Priority Pass teilen sich Haupt- und Zusatzkarteninhaber allerdings insgesamt 50 Besuche pro Kalenderjahr, wobei jede Begleitperson als eigener Besuch zählt. In den Centurion Lounges von American Express ist der Zugang dagegen unbegrenzt, und mit der kostenlosen Platinum-Zusatzkarte hat auch Eure Begleitung eigenen Lounge-Zugang.
Dazu kommen Statusvorteile bei Hotelprogrammen wie Hilton Honors, Marriott Bonvoy, ALL Accor, Radisson Rewards, MeliáRewards und GHA Discovery sowie bei den Mietwagenanbietern SIXT, Avis und Hertz. An den Flughäfen Frankfurt und München gibt es mit Lounge on the Go zudem sechsmal ein Verzehrguthaben von 20 Euro, und bei Condor profitiert Ihr von Preisnachlässen, Zusatzgepäck und Priority Services.
Für Golf-Enthusiasten gibt es die Möglichkeit, eine reduzierte Golf Fee Card zu bestellen, die Euch Ermäßigungen auf Golfplätzen weltweit gibt. Eine vergünstigte Mitgliedschaft im Fine Wine Club der Sylter Sansibar rundet das Angebot ab, auch das ist allerdings eine kostenpflichtige Zusatzleistung.
Diese Vorteile sprechen klar eine etablierte, luxusaffine Zielgruppe an, die Wert auf traditionelle Premium-Erlebnisse legt – ob Ihr das ganze Spektrum an Leistungen wirklich nutzt, sei allerdings dahingestellt.
Revolut Ultra Benefits
Revolut beziffert den Gegenwert der Vorteile für seine Ultra-Kunden auf über 10.000 Euro im Jahr, eingerechnet sind dabei auch geschätzte Ersparnisse bei Gebühren und Zinsen. Das klingt erst mal vollmundig, aber schauen wir uns die Details an:
Bei Revolut bekommt Ihr zwar keine Priority-Pass-Mitgliedschaft, aber eine Alternative: Der Lounge-Zugang wird direkt über die App gebucht und ist unbegrenzt, allerdings gibt es keine Zusatzkarten, und Gäste müsst Ihr kostenpflichtig dazubuchen. Neu ist außerdem unbegrenzter Fast Track, mit dem Ihr an teilnehmenden Flughäfen schneller durch die Sicherheitskontrolle kommt.
Auch mit der Revolut Ultra habt Ihr Lounge-Zugang
Ein weiterer Vorteil sind die inkludierten Abos von Top-Marken, deren Wert Revolut mit 4.100 Euro pro Jahr angibt. Dazu gehören unter anderem ChatGPT Go, Uber One, MasterClass, NordVPN Complete, WeWork-Credits für flexible Arbeitsplätze, ClassPass für Fitnesskurse, Headspace, Financial Times Premium Digital, Super Duolingo, Headway Premium und sogar Tinder Gold für alle Singles unter Euch.
Jeden Monat bekommt Ihr außerdem fünf Gigabyte eSIM-Daten für über 100 Länder – das allein kann auf Reisen viel Geld sparen.
Diese digitale Ausrichtung zeigt deutlich, dass Revolut eine jüngere, tech-affine Zielgruppe im Visier hat. Während Amex auf Golf und Fine Wine setzt, punktet Revolut mit KI-Tools, VPN und Dating-Apps. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung – es kommt ganz auf Euren Lifestyle an.
Akzeptanz & Flexibilität: Wo werden Amex Platinum und Revolut Ultra angenommen?
Auf dem Papier geben sich beide Karten bei der weltweiten Akzeptanz nicht viel: Sowohl die Amex Platinum als auch die Revolut Ultra werden international an Millionen von Akzeptanzstellen angenommen.
In der Praxis wird American Express aber noch immer seltener akzeptiert als Visa oder Mastercard. Die Lücke schrumpft allerdings: Laut American Express nehmen inzwischen über 190 Millionen Händler weltweit die Karten an, allein 2026 kamen rund 20 Millionen Akzeptanzstellen hinzu, und in Europa hat sich ihre Zahl seit 2021 verdreifacht. In den USA akzeptieren 99 Prozent der Verkaufsstellen Amex, in manch anderen Regionen solltet Ihr aber weiterhin eine Alternative dabeihaben.
Bei der Revolut Ultra kann es dagegen an anderer Stelle haken, etwa bei manchen Hotels in den USA oder bei Mietwagen. Dort muss häufig eine Kaution hinterlegt werden, und dafür akzeptieren viele Anbieter nur echte Kreditkarten statt Debitkarten wie die Revolut Ultra.
Beide Karten werden weltweit an Millionen Akzeptanzstellen angenommen
Der bereits erwähnte Unterschied bei den Fremdwährungsgebühren ist hier nochmals hervorzuheben: Mit der Amex Platinum zahlt Ihr bei jeder Zahlung in Fremdwährung 2 Prozent drauf.
Für internationale Reisende und Weltenbummler kann das über die Jahre einen gewaltigen Unterschied machen. Allerdings kann hier eine kostenlose Reisekreditkarte schnell Abhilfe schaffen.
Unser Tipp: Ihr müsst Euch nicht zwingend für eine Karte entscheiden. Viele Vielreisende kombinieren beide: Die Amex Platinum nutzen sie für Membership Rewards Punkte, Versicherungen und Hotelstatus, Revolut (auch in einem günstigeren Abo) für Zahlungen und Abhebungen in Fremdwährung.
Beide unterstützen Apple Pay und Google Pay für kontaktloses Bezahlen. Ein weiterer Flexibilitätsvorteil der Revolut Ultra sind die virtuellen Karten. Ihr könnt in der App beliebig viele virtuelle Karten erstellen, für verschiedene Zwecke nutzen und bei Bedarf sofort sperren oder löschen.
Sicherheit & Kundenservice: Wie unterscheiden sich Amex und Revolut?
In puncto Sicherheit spielen beide Anbieter in der obersten Liga. Sowohl bei Amex als auch bei Revolut könnt Ihr Limits für verschiedene Transaktionstypen einstellen, Karten temporär sperren und Push-Benachrichtigungen für jede Transaktion aktivieren.
Die Revolut App bietet hier durch ihr digitales Konzept einen kleinen Vorteil: Alle Sicherheitseinstellungen sind in Echtzeit in der App änderbar, während Ihr bei Amex teilweise noch den Kundenservice kontaktieren müsst.
In der Revolut-App ändert Ihr Sicherheitseinstellungen in Echtzeit
Der Kundenservice ist ein Bereich, in dem die unterschiedlichen Philosophien deutlich werden. American Express bietet einen persönlichen telefonischen Service rund um die Uhr. Der Online-Reiseservice unterstützt Euch bei der Buchung von Hotels, Mietwagen und Flügen weltweit.
Revolut setzt hingegen primär auf digitalen Support. Der In-App-Chat ist rund um die Uhr erreichbar, Ultra-Kunden werden dabei bevorzugt behandelt. Zusätzlich könnt Ihr den Support per Anruf in der App erreichen, allerdings nur auf Englisch. Für Digital Natives ist das kein Problem – im Gegenteil, viele bevorzugen die schnelle Lösung per Chat. Wenn Ihr aber Wert auf persönliche, deutschsprachige Betreuung legt, ist Amex klar im Vorteil.
Welche Unterschiede gibt es bei der Beantragung?
Die Beantragung offenbart einen fundamentalen Unterschied zwischen den beiden Karten. Das liegt aber nicht wirklich am Anbieter, sondern vielmehr daran, dass es sich bei der Platinum Card um eine echte Kreditkarte handelt und bei Revolut Ultra um eine Debitkarte.
Bei der Beantragung unterscheiden sich beide Karten deutlich
Der Knackpunkt ist die Bonitätsprüfung. Amex führt eine gründliche Schufa-Prüfung durch und entscheidet basierend auf Eurer finanziellen Situation, ob Ihr die Platinum Card erhaltet.
Wie viel Einkommen Ihr genau braucht, verrät American Express nicht offiziell, wichtig ist vor allem ein regelmäßiges Einkommen. Bei erfolgreichem Antrag kommt die Karte in der Regel innerhalb von fünf Werktagen, eine Ablehnung ist aber durchaus möglich.
Bei Revolut Ultra läuft das ganz anders. Da es sich um eine Debitkarte handelt, findet keine Schufa-Prüfung statt. Ihr ladet einfach die App herunter, bestätigt Eure Identität mit einem Foto Eures Ausweises und einem Selfie, wechselt in den Ultra-Plan und erhaltet Eure virtuelle Karte sofort.
Die physische Karte kommt dann per Post. Der ganze Prozess dauert keine 15 Minuten. Das macht die Revolut Ultra auch für Menschen mit negativer Schufa attraktiv, die es bei Amex eher schwer haben werden.
Unser Fazit zu Amex Platinum Card vs. Revolut Ultra
Amex Platinum oder Revolut Ultra – hier treffen Tradition und Tech aufeinander. Wer einen echten Kreditrahmen, das stärkere Versicherungspaket, Hotelstatus und Meilen mit persönlichem Service sucht, ist mit der Amex Platinum besser bedient. Revolut Ultra spielt seine Stärken bei Fremdwährung, unbegrenztem Lounge-Zugang und digitalen Abos aus und kommt ohne Schufa-Abfrage aus. Rechnet am besten durch, welche Benefits Ihr wirklich nutzt, und wählt dann die Karte, die am besten zu Euch passt.
Melina ist duale Studentin im Marketing bei reisetopia und unterstützt das Team bei der Erstellung und Optimierung von Inhalten rund um Finanzen und smarten Luxus. Ihr Ziel ist es, Finanzwissen verständlich aufzubereiten und zu zeigen, dass Luxus nicht zwangsläufig teuer sein muss – sondern oft das Ergebnis kluger Entscheidungen ist.
Ihre Begeisterung für den Tourismus und ihr Interesse an Finanzthemen verbindet sie dort, wo beide Welten aufeinandertreffen: beim clever finanzierten Luxusreisen. Fasziniert von exklusiven Reiseerlebnissen und den Möglichkeiten digitaler Inhalte entschied sich Melina, ihre Interessen gezielt zu kombinieren. Bei reisetopia gestaltet sie Content, der inspiriert und gleichzeitig vermittelt, wie sich luxuriöses Reisen mit durchdachter Finanzplanung vereinbaren lässt.
Bei dem Tableau unter “Amex Platinum Card vs. Revolut Ultra im Vergleich” würde ich noch einen Fehler korrigieren.
Diesen findet ihr aber bestimmt selbst.
Hallo Katrin,
vielen Dank für den Hinweis!
Liebe Grüße