Business Kreditkarten

Die richtige Firmenkreditkarte trennt Geschäftliches sauber von Privatem, verschafft Euch Liquidität und wirft im besten Fall noch Meilen oder Cashback ab. Wir vergleichen die wichtigsten Business Kreditkarten für Selbstständige, Kapitalgesellschaften und ganze Teams.

Amex Business Platinum

  • Aktion: 200.000 Punkte Willkommensbonus
  • 1.440 Euro Guthaben bei verschiedenen Partnern
  • Kostenloser Lounge-Zugang mit Gast
  • Verlängertes Zahlungsziel von 58 Tagen
  • Upgrades, Status, Frühstück & mehr in Hotels

FINOM Business Visa Debitkarte

  • Bis zu 3 Prozent Cashback auf alle Kartenumsätze
  • Kostenlose physische und virtuelle Karten möglich
  • Kostenloses digitales Geschäftskonto mit deutscher IBAN innerhalb von 24 Stunden
  • All-in-One: Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung

Miles & More Mastercard Gold Business

  • 4.000 Meilen + 40 Points + 100 € Gutschein bei Erstantrag 
  • 1 Meile je Euro Umsatz sammeln
  • Unbegrenzte Meilengültigkeit
  • Umfangreiche Versicherungen & Zusatzleistungen

Wallester Business Visa

  • Kostenlos für Unternehmen jeder Größe
  • Bis zu 300 virtuelle Visa-Karten erstellen
  • Kostenlose Ausgabenmanagement-Tools
  • Kostenloser Währungsumtausch in 10 Währungen
  • Buchhaltungsintegrationen mit Xero und QuickBooks

American Express Business Gold Card

  • Aktion: 50.000 Punkte Willkommensbonus
  • Kostenlos im ersten Jahr
  • Bis zu 1,5 Punkte pro Euro
  • Wertvolle Reiseversicherungen

Welche Karte am Ende passt, entscheidet sich weniger am Namen als an drei Fragen: Wie viel Umsatz läuft über die Karte, wie viele Mitarbeiter brauchen eine eigene Karte – und ist Euch ein verlängertes Zahlungsziel wichtiger als eine Jahresgebühr von null Euro?

Das Wichtigste in Kürze

  • Die beste Firmenkreditkarte hängt vor allem davon ab, ob Ihr Wert auf Meilen und Reisevorteile legt oder schlicht auf günstige Karten für Euer Team.
  • Für Vielreisende führt kaum ein Weg an der American Express Business Platinum Card vorbei, die Lounge-Zugang, Guthaben und ein Zahlungsziel von bis zu 58 Tagen bündelt.
  • Wer einfach nur Karten für Mitarbeiter braucht, fährt mit einem dauerhaft kostenlosen Anbieter deutlich günstiger und spart sich die Jahresgebühr komplett.
  • Nicht jedes Angebot, das als Firmenkreditkarte beworben wird, ist auch eine echte Kreditkarte – viele Fintech-Karten sind Debitkarten ganz ohne Zahlungsziel.

In diesem Vergleich findet Ihr alle relevanten Anbieter mit Gebühren, Kartentyp und Zielgruppe in einer Übersicht, dazu die Voraussetzungen für die Beantragung und eine klare Empfehlung unserer Finanzexperten.

🌟 Auch im August 2026 haben die reisetopia Finanzexperten wieder zahlreiche Kreditkarten für Euch getestet. So könnt Ihr Euch darauf verlassen, dass unsere Empfehlungen fundiert sind und Euch bei der richtigen Entscheidung unterstützen.

Firmenkreditkarte Vergleich: Die besten Business Kreditkarten im August 2026

Die folgende Übersicht bündelt die Karten, die unsere Finanzexperten in Deutschland für Selbstständige und Unternehmen empfehlen. Entscheidend sind dabei nicht nur die Kosten, sondern auch der Kartentyp und die Frage, wie viel jeder ausgegebene Euro zurückbringt. Alle Konditionen haben wir zuletzt im August 2026 geprüft:

KarteJahresgebührKartentypRückvergütung
Amex Business Platinum850 €Charge Card1 Punkt je €
Amex Business Gold175 €Charge Card1 Punkt je €
Miles & More Gold Business11,50 € / MonatKreditkarte1 Meile je €
Miles & More Blue Business5,50 € / MonatKreditkarte1 Meile je €
Wallester Business0 €Visa Debit
Finomab 0 €Visa Debitbis 3 % Cashback
Vivid Businessab 0 €Visa DebitCashback
PlianttarifabhängigVisa Kreditbis 1 % Cashback

Ein Zahlungsziel bieten nur die Charge- und Kreditkarten der oberen Hälfte, bei der Amex Business Platinum bis zu 58 Tage. Wofür welche Karte taugt, steht direkt darunter. Auffällig ist zunächst die Zweiteilung des Marktes: Auf der einen Seite stehen die klassischen Charge- und Kreditkarten von American Express und Miles & More mit Jahresgebühr, Zahlungsziel und Bonusprogramm. Auf der anderen Seite stehen die Fintech-Anbieter, deren Karten meist Debitkarten sind – dafür kosten sie im Einstieg nichts. Was das konkret bedeutet, erklären wir weiter unten bei den Kartentypen.

American Express Business Platinum – unser Favorit für Vielreisende

Die American Express Business Platinum Card ist die leistungsstärkste Firmenkreditkarte auf dem deutschen Markt. Für 850 Euro im Jahr bekommt Ihr nicht nur Lounge-Zugang und ein umfangreiches Versicherungspaket, sondern auch mehrere jährliche Guthaben, die die Gebühr rechnerisch weitgehend auffangen. Dazu kommt mit bis zu 58 Tagen das längste Zahlungsziel im Vergleich.

American Express Business Platinum Card

200.000 Membership Rewards Punkte
  • 200 Euro Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels und vieles mehr
  • 200 Euro Dell Technologies Guthaben pro Jahr
  • Bis zu 440 Euro Sixt Mobilitätsguthaben (Ride & Plus) pro Jahr
  • Bis zu 600 Euro Co-Working- und Telefonserviceguthaben pro Jahr
  • Bis zu 20.000 MR Punkte für die private Zusatzkarte
  • Digitales Rechnungs-Management: GetMyInvoices Mitgliedschaft
  • Wertvolle Membership Rewards Punkte sammeln mit jedem Euro Umsatz
  • Bis zu 99 kostenfreie Business Zusatzkarten inklusive
  • Zusätzliche Liquidität durch bis zu 58 Tage verzögerte Abrechnung
  • Umfangreiches Versicherungspaket
  • Bis zu 200 Euro Rabatt & Priority Vorteile bei Condor Flugbuchungen
  • Kostenloser Lounge-Zugang für bis zu 4 Personen in 1.550 Lounges weltweit
  • Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels, u.a. bei Hilton, Marriott und ALL Accor
850 Euro Jahresgebühr
Regina
Keine Kreditkarte in Deutschland bietet mehr Leistungen für Geschäftsleute & Selbstständige

Der eigentliche Hebel liegt aber in den bis zu 99 kostenfreien Zusatzkarten: Jeder Mitarbeiterumsatz sammelt Punkte auf dasselbe Konto. Wer viele reisende Mitarbeiter hat, amortisiert die Jahresgebühr deshalb schneller, als es eine Beispielrechnung mit einer einzelnen Karte vermuten lässt.

American Express Business Gold – der günstige Einstieg ins Punktesammeln

Wer die Reisevorteile der Platinum nicht braucht, aber trotzdem mit Geschäftsausgaben Punkte sammeln möchte, ist mit der American Express Business Gold Card besser bedient. Sie kostet 175 Euro im Jahr, ist im ersten Jahr kostenlos und sammelt dieselben Membership Rewards Punkte wie die große Schwester.

American Express Business Gold Card

Aktion: 50.000 Membership Rewards Punkte Bonus
  • Kostenlose Kreditkarte im ersten Jahr
  • 100 Euro Guthaben pro Jahr für Dell Technologies
  • Zusätzliche Liquidität durch verlängertes Zahlungsziel
  • Wertvolle Membership Rewards Punkte sammeln mit jedem Euro Umsatz
  • Bis zu 99 kostenlose Zusatzkarten inklusive
  • Reiserücktrittskosten-Versicherung
  • Auslandsreise-Krankenversicherung (weltweit)
  • Reisekomfort-Versicherung
175 Euro Jahresgebühr
Regina
Die perfekte Einstiegskreditkarte für jeden, der mit geschäftlichen Ausgaben Punkte sammeln möchte

Auch die Business Gold lässt sich mit bis zu 99 Zusatzkarten für Mitarbeiter ausstatten und bietet ein verlängertes Zahlungsziel. Sie ist damit die naheliegende Wahl für Selbstständige und kleine Teams, die den Punktehebel wollen, ohne dreistellig ins Risiko zu gehen.

Miles & More Gold Business – Meilen ohne Umweg

Die Miles & More Kreditkarte Gold Business ist die einzige Karte im Vergleich, die direkt Meilen im Lufthansa-Programm sammelt statt einer flexiblen Punktewährung. Für 11,50 Euro im Monat erhaltet Ihr eine Meile je ausgegebenem Euro – doppelt so viel wie mit der privaten Variante der Karte.

Miles & More Kreditkarte Gold Business

4.000 Meilen + 40 Points + 100 € Gutschein bei Erstantrag
  • Frequent Traveller Status bis 30. September 2026 für 650 Euro oder 80.000 Meilen erwerbbar
  • Unbegrenzte Gültigkeit von Miles & More Meilen
  • 1 Miles & More Meile für jeden Euro Umsatz sammeln
  • Relevante Versicherungen für Reisen & Mietwagen
  • Zwei kostenfreie Abhebungen im Ausland pro Jahr
  • Marriott Bonvoy Silver Elite Status
  • Kostenloses Wolt+ inklusive doppelter Meilen
Regina
Dank Willkommensbonus und Stopp des Meilenverfalls die ideale Kreditkarte für Miles & More Sammler

Der Vorteil ist die Einfachheit: Wer ohnehin überwiegend mit der Lufthansa Group fliegt, spart sich den Umweg über einen Transferpartner. Der Nachteil ist die fehlende Flexibilität, denn die Meilen sind an ein einziges Programm gebunden.

Wallester Business – die beste kostenlose Firmenkreditkarte

Wer keine Meilen braucht, sondern schlicht viele Karten, kommt an der Wallester Business Card kaum vorbei. Der Free-Tarif ist dauerhaft gratis und enthält 300 virtuelle Visa-Karten sowie eine unbegrenzte Zahl physischer Karten – lediglich der Versand kostet fünf Euro je Karte.

Wallester Business Visa

  • Kostenlos für Unternehmen jeder Größe
  • Bis zu 300 virtuelle Visa-Karten erstellen
  • Kostenlose Ausgabenmanagement-Tools
  • Kostenloser Währungsumtausch in 10 Währungen
  • Buchhaltungsintegrationen mit Xero und QuickBooks

Dazu kommen Ausgabenlimits je Karte, Echtzeit-Benachrichtigungen und Schnittstellen zu gängigen Buchhaltungssystemen. Der Haken: Es handelt sich um eine Debitkarte auf Guthabenbasis, ein Zahlungsziel oder einen Kreditrahmen gibt es nicht.

Firmenkreditkarten bieten zusaetzliche finanzielle Liquiditaet
Virtuelle Firmenkarten lassen sich in Sekunden für einzelne Zwecke ausstellen

Damit deckt Wallester genau den Bedarf ab, an dem die Premium-Karten scheitern: viele Karten, klare Limits, keine Fixkosten. Wer zusätzlich Cashback möchte, schaut sich den nächsten Anbieter an.

Finom – Cashback und Buchhaltung in einem

Die Finom Business Kreditkarte ist streng genommen eine Visa Debitkarte zum Finom Geschäftskonto. Ihr Reiz liegt weniger in der Karte selbst als im Paket: Rechnungsstellung, Buchhaltung und Konto laufen über dieselbe Oberfläche, und je nach Tarif gibt es bis zu drei Prozent Cashback auf Kartenumsätze. In den günstigen Tarifen ist dieses Cashback allerdings monatlich gedeckelt. Auf ungenutztes Guthaben zahlt Finom zudem bis zu 5 Prozent Zinsen.

Finom Business Kreditkarte

  • Bis zu 3 Prozent Cashback auf alle Kartenumsätze
  • Kostenlose physische und virtuelle Karten möglich
  • Kostenloses digitales Geschäftskonto mit deutscher IBAN innerhalb von 24 Stunden
  • All-in-One: Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung

Für Freiberufler und Einzelunternehmer, die ohnehin eine Lösung für die Buchhaltung suchen, ist das eine der effizientesten Kombinationen am Markt. Wer dagegen ein echtes Zahlungsziel braucht, findet es hier nicht.

Was ist eine Firmenkreditkarte?

Obwohl der Begriff selbsterklärend klingt, gibt es bei Firmenkreditkarten – also Kreditkarten für Unternehmen und Selbstständige – einige wichtige Unterschiede zu normalen Kreditkarten für Privatpersonen.

In der Regel werden Geschäftskreditkarten, ähnlich wie Geschäftskonten, als eigener Zweig von Banken parallel zum Privatkundengeschäft ausgegeben, sodass es sich um eine komplett eigene Kategorie handelt. Aus diesem Grund können Firmenkreditkarten auch nur von Unternehmern und Selbstständigen beantragt werden.

Spannend oder relevant für Euch wird es jedoch bei der Frage danach, wer genau zu dieser Gruppe zählt und für wen eine Firmenkreditkarte das Richtige ist. Solche Kreditkarten richten sich nämlich meist gezielt an kleinere und mittlere Unternehmen mit einer relativ geringen Mitarbeiterzahl.

Business Kreditkarte Geschaeftsreise
Vor allem für Geschäftsreisen kann eine Business Kreditkarte sinnvoll sein

Bei größeren Firmen wird dann größtenteils der Wechsel auf sogenannte Corporate Cards vorgenommen, mit denen auch oftmals eine zentrale Reisekostenabrechnung einhergeht. Ein bekanntes Beispiel bilden die American Express® Corporate Kreditkarten, welche sich ideal für Mittel- und Großunternehmen eignen.

Hinweis: Die meisten hier aufgeführten Firmenkreditkarten können nur von Selbstständigen, Freiberuflern oder Eigentümern beziehungsweise Geschäftsführern eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens beantragt werden.

Bei den American Express Business Cards empfiehlt Amex beispielsweise den Cut zwischen Geschäfts- und Corporate Card ab einem Jahresumsatz von 30 Millionen Euro und zehn reisenden Mitarbeitern. Bei der Miles & More Kreditkarte Gold Business ist es zudem möglich, als Inhaber oder Geschäftsführer einer kleinen Aktiengesellschaft eine Geschäftskreditkarte zu beantragen.

Je nach Unternehmensgroeße ist eine Corporate Card die bessere Wahl
Je nach Unternehmensgröße ist eine Corporate Card die bessere Wahl

Über diese Differenzierung hinaus ist eine Geschäftskreditkarte natürlich eine normale Kreditkarte, die in der Regel von einer der drei großen Kreditkartenanbieter Visa, Mastercard und American Express ausgegeben wird. Ihr könnt mit dieser Firmenkreditkarte bei allen Akzeptanzstellen bezahlen und so perfekt zwischen geschäftlichen und privaten Ausgaben unterscheiden.

Als Abrechnungskonto der jeweiligen Firmenkreditkarte dient dann in der Regel Euer Geschäftskonto bzw. das Konto Eurer Firma. In einigen Fällen wird aber auch entschieden, dass etwa reisende Mitarbeiter mit der Geschäftskreditkarte bezahlen, die Belastungen jedoch vom Privatkonto des Mitarbeiters abgehen und anschließend über eine Abrechnung ausgeglichen werden.

Bezahlen lässt sich damit alles, was im Betrieb anfällt: Reisekosten, Hotelübernachtungen, Bewirtungen, Online-Einkäufe, Software-Abos, Werbebudgets, Tankfüllungen oder Bürobedarf. Genau diese Bündelung ist der eigentliche Zweck – die Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Ausgaben bleibt jederzeit nachvollziehbar.

Kreditkarte, Charge Card oder Debitkarte – die drei Typen im Überblick

Der wichtigste Punkt vor jedem Vergleich: Nicht jede Karte, die als Firmenkreditkarte vermarktet wird, ist eine echte Kreditkarte. Der Unterschied entscheidet darüber, ob Ihr zusätzliche Liquidität bekommt oder nicht.

KartentypAbrechnungLiquiditätseffektTypische Anbieter
Charge CardMonatliche Sammelabrechnung, Ausgleich in voller HöheHoch, bis zu 58 Tage ZahlungszielAmerican Express Business
Echte KreditkarteMonatliche Abrechnung mit KreditrahmenMittel bis hochMiles & More Business, Pliant
DebitkarteSofortige Abbuchung vom GeschäftskontoKeinerWallester, Finom, Vivid, Qonto
Prepaid-KarteNur vorher aufgeladenes GuthabenKeiner, dafür volle KostenkontrolleEinzelne Fintech-Tarife

Für die Buchhaltung macht das kaum einen Unterschied, für die Finanzplanung dagegen sehr wohl. Wer Lieferanten vorfinanzieren oder Skonti ziehen will, braucht eine Charge Card oder eine echte Kreditkarte. Wer nur Ausgaben sauber trennen und Limits je Mitarbeiter setzen möchte, fährt mit einer Debitkarte oft günstiger. Wer Karte und Konto ohnehin aus einer Hand will, findet die passenden Kombinationen in unserem Überblick zum Geschäftskonto mit Kreditkarte.

Für wen lohnt sich eine Firmenkreditkarte?

Eine Firmenkreditkarte lohnt sich immer dann, wenn regelmäßig geschäftliche Ausgaben anfallen, die sauber vom Privatvermögen getrennt werden müssen. Wie groß der Nutzen ausfällt, hängt allerdings stark von der Unternehmensform und der Art der Ausgaben ab. Besonders profitieren diese Gruppen:

  • Freiberufler und Selbstständige, die Betriebsausgaben belegsicher trennen müssen
  • Einzelunternehmer und Kleingewerbe mit überschaubarem, aber regelmäßigem Kartenumsatz
  • Start-ups, die schnell und digital an Karten für ein wachsendes Team kommen wollen
  • Kleine und mittlere Unternehmen mit mehreren Kostenstellen
  • Unternehmen mit reisenden Mitarbeitern und laufenden Spesenabrechnungen
  • Digital-affine Unternehmen aus E-Commerce oder Software mit vielen Online-Abos
  • Betriebe mit regelmäßigen Ausgaben in Fremdwährungen

Umgekehrt gibt es Konstellationen, in denen eine eigene Karte kaum etwas bringt. Die folgende Übersicht ordnet ein, für wen sich der Schritt lohnt:

Geeignet fürWeniger geeignet für
✔️ Selbstständige mit regelmäßigen Betriebsausgaben✘ Gewerbe ohne nennenswerte laufende Ausgaben
✔️ Unternehmen mit mehreren Kartennutzern✘ Einzelunternehmer, die alles per Überweisung zahlen
✔️ Firmen mit hoher Reisetätigkeit✘ Rein lokal tätige Betriebe ohne Reisekosten
✔️ Betriebe, die Liquiditätsspielraum brauchen✘ Unternehmen mit angespannter Bonität
✔️ Konzerne mit zentraler Reisekostenabrechnung✘ Vereine und nicht gewerbliche Organisationen

Bei sehr großen Unternehmen endet der Bereich der Firmenkreditkarte übrigens: Ab einer bestimmten Größe wechseln Betriebe auf American Express Corporate Kreditkarten mit zentraler Reisekostenabrechnung.

Kreditkarte für Selbstständige und Freiberufler

Für Selbstständige und Freiberufler ist die Trennung von privaten und geschäftlichen Ausgaben kein Komfortthema, sondern eine Frage der Buchhaltung. Wer beides über ein Konto laufen lässt, sortiert am Jahresende jede einzelne Position von Hand. Eine eigene Kreditkarte für Selbstständige löst das Problem an der Wurzel.

Die Hürden sind dabei überschaubar: Gefordert werden in der Regel eine positive Bonität, ein Nachweis der selbstständigen Tätigkeit und – je nach Anbieter – ein Geschäftskonto für Freiberufler und Selbstständige. Viele Fintechs verlangen kein Mindestalter des Unternehmens, klassische Banken hingegen häufig zwei Jahre Geschäftstätigkeit.

Geschaeftsmann mit Kreditkarte
Geschäftskreditkarten bieten häufig zusätzliche Vorteile auf Reisen

Wer erst startet, fährt deshalb mit einem der kostenlosen Anbieter am besten und kann später auf eine Karte mit Bonusprogramm wechseln, sobald der Umsatz es rechtfertigt.

Kreditkarte für GmbH, UG und andere Kapitalgesellschaften

Bei einer Kreditkarte für die GmbH läuft der Antrag nicht über die Privatperson, sondern über die Gesellschaft. Entsprechend prüfen Anbieter neben der Bonität des Geschäftsführers auch die der Gesellschaft und verlangen in der Regel einen Handelsregisterauszug sowie Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten.

Der Vorteil: Die Haftung liegt bei der Gesellschaft, nicht beim Geschäftsführer persönlich. Der Nachteil: Der Antrag dauert länger als bei Einzelunternehmern, und einzelne Anbieter richten sich ausschließlich an eingetragene Gesellschaften. Ein passendes Geschäftskonto für die GmbH ist dabei fast immer Voraussetzung.

Welche Kreditkarten für Mitarbeiter gibt es?

Viele Unternehmen setzen auf Kreditkarten für Mitarbeiter, um Spesen und Reisekosten einfacher zu verwalten. Dabei kann jeder Mitarbeiter eine eigene Karte erhalten, die zentral über das Unternehmenskonto abgerechnet wird.

American Express Business Platinum
Bis zu 99 kostenfreie Business Zusatzkarten inklusive mit American Express

Banken wie American Express oder Revolut bieten entsprechende Zusatzkarten oder Unterkarten mit individuellen Ausgabenlimits an. Das sorgt für mehr Transparenz und Kontrolle über alle geschäftlichen Zahlungen.

Gibt es eine kostenlose Firmenkreditkarte?

Ja – eine kostenlose Firmenkreditkarte gibt es inzwischen von mehreren Anbietern, allerdings fast ausschließlich als Debitkarte zu einem Geschäftskonto. Eine dauerhaft gebührenfreie Karte mit echtem Kreditrahmen und Zahlungsziel ist am deutschen Markt praktisch nicht zu bekommen, weil genau diese Vorfinanzierung den Anbieter Geld kostet.

Am weitesten geht Wallester Business: Der Free-Tarif kostet null Euro im Monat und enthält 300 virtuelle Karten sowie unbegrenzt viele physische Karten. Auch Vivid Business und Finom starten bei null Euro, koppeln die Karte dort aber an ein kostenloses Geschäftskonto mit begrenztem Funktionsumfang.

Vivid Geschäftskonto

  • Kostenloses Geschäftskonto (je nach Modell)
  • Kostenlose Kreditkarte mit Cashback
  • Kostenfreie Überweisungen (je nach Modell)
  • Guthabenverzinsung von bis zu 5 Prozent

Mit Vivid Business bekommt Ihr eine intuitive App, Unterkonten, Ausgabenübersichten in Echtzeit, Cashback auf Kartenzahlungen und eine automatische Kategorisierung der Ausgaben. Das Konto verzinst ungenutztes Guthaben mit bis zu 5 Prozent, was gerade bei schwankenden Rücklagen ein echter Zusatznutzen ist.

Eine weitere dauerhaft gebührenfreie Option ist die Tide Card Mastercard, die speziell auf Selbstständige und Freiberufler zugeschnitten ist und die wichtigsten Grundfunktionen abdeckt.

Tide Geschäftskonto

Aktion: 200 Euro Bonus + 4,50% Zinsen p.a.
  • Kostenlose Kontoführung
  • Kostenlose Tide Card Mastercard für Online- und Kartenzahlungen
  • Einfache und schnelle Kontoeröffnung
  • Finanzen sicher und unkompliziert in der Tide App managen

Wichtig bleibt der Blick aufs Kleingedruckte: Kostenlos heißt bei diesen Anbietern kostenlos in der Kontoführung – Fremdwährungseinsatz, Bargeldabhebungen oder zusätzliche Karten können weiterhin Gebühren auslösen.

Visa, Mastercard oder American Express – welches Netzwerk passt?

Neben Kosten und Kartentyp entscheidet das Zahlungsnetzwerk darüber, wo Ihr die Karte tatsächlich einsetzen könnt. Visa und Mastercard sind nahezu überall akzeptiert, American Express bietet dafür die deutlich wertvolleren Zusatzleistungen.

Welche Visa Firmenkreditkarten gibt es?

Neben den bekannten Business Kreditkarten von American Express finden sich auch zahlreiche Visa Firmenkreditkarten, die sich vor allem durch ihre breite Akzeptanz und unkomplizierte Handhabung auszeichnen. Besonders beliebt sind hier moderne Anbieter wie die FINOM Business Visa Debitkarte, die Vivid Business Visa sowie die Wallester Business Visa. Diese Karten eignen sich sowohl für Selbstständige als auch für kleinere und mittlere Unternehmen, die geschäftliche Ausgaben digital verwalten möchten. Viele dieser Angebote sind mit einem kostenlosen oder günstigen Geschäftskonto kombinierbar – und teilweise sogar als Business Kreditkarte kostenlos erhältlich.

Visa Mastercard
Visa und Mastercard werden nahezu überall akzeptiert

Dank integrierter App-Funktionen lassen sich Ausgaben in Echtzeit nachverfolgen, Belege automatisch zuordnen und individuelle Kartenlimits festlegen. Damit sind Visa Firmenkreditkarten eine flexible und transparente Lösung für alle, die geschäftliche Zahlungen effizient steuern wollen.

Welche Mastercard Firmenkreditkarten gibt es?

Auch im Bereich der Mastercard Firmenkreditkarten stehen Unternehmen heute mehrere attraktive Optionen zur Verfügung. Besonders hervorzuheben sind die Revolut Business Mastercard, die N26 Business Mastercard sowie die Qonto One Card. Diese Anbieter kombinieren ihre Karten häufig mit modernen Geschäftskonten und digitalen Tools, die Buchhaltung, Spesenabrechnung und Team-Management deutlich vereinfachen.

Viele Mastercards für Unternehmen sind als Debit- oder Prepaid-Variante verfügbar und bieten so volle Kostenkontrolle, da Zahlungen direkt vom Geschäftskonto abgebucht werden. Durch die weltweite Akzeptanz des Mastercard-Netzwerks eignen sie sich optimal für Geschäftsreisen oder internationale Zahlungen.

American Express Business Kreditkarten

Die American Express Kreditkarten bilden im Business-Bereich eine eigene Klasse: Sie sind die einzigen Karten im Vergleich mit echtem Charge-Modell, umfangreichem Versicherungspaket und einem übertragbaren Punkteprogramm. Der Preis dafür ist die Akzeptanz, die in Deutschland weiterhin unter der von Visa und Mastercard liegt.

In der Praxis führt das zu einer verbreiteten Kombination: eine Amex Business Karte für die großen, planbaren Ausgaben und eine kostenlose Visa- oder Mastercard-Debitkarte als Ergänzung für alles, wo Amex nicht angenommen wird.

Welche Vorteile bietet eine Firmenkreditkarte?

Der wichtigste Vorteil einer Firmenkreditkarte – die saubere Trennung von privaten und geschäftlichen Ausgaben – ist damit geklärt. Doch darüber hinaus gibt es noch weitere sehr attraktive Vorteile, die eine Firmenkreditkarte zu einer wertvollen Ergänzung im Geldbeutel machen.

Die wichtigsten Vorteile von Firmenkreditkarten im Überblick:

  • Zusätzliche Leistungen wie Versicherungen oder Rabatte
  • Erhöhte Liquidität
  • Meilen sammeln
  • Vorteile auf Reisen

Zusätzliche Leistungen

Das Gute an einer Business Kreditkarte ist zum Beispiel nicht nur, dass man die privaten und geschäftlichen Ausgaben strikt trennen kann, sondern allen voran die zusätzlichen Vorteile, die viele der Modelle bieten. Diese gibt es üblicherweise übrigens, weil bei der Zahlung mit einer Firmenkreditkarte höhere Transaktionskosten genommen werden.

Vorteile Business Kreditkarte
Business Kreditkarten bieten viele zusätzliche Vorteile

So verdienen die Kreditkartenausgeber mehr als bei privaten Karten und können Euch entsprechend auch mehr Zusatzleistungen bieten. Diese variieren von umfangreichen Vorteilen und Versicherungen auf Reisen über großzügige Guthaben und Rabatte bis hin zu attraktiven Willkommensboni.

Erhöhte Liquidität

Ein weiterer Vorteil einer Firmenkreditkarte, den man auf jeden Fall nennen sollte, ist die zusätzliche Liquidität, die bestimmte Karten bieten. Für Selbstständige und Unternehmen kann die Abrechnung und Bezahlung bestimmter Kosten einen signifikanten Unterschied in der Finanzplanung machen.

Werden etwa Lieferanten mit der Kreditkarte bezahlt, die ein Zahlungsziel von 30 Tagen nach Lieferung einräumen, müsste man normalerweise 30 Tage nach Erhalt der Waren spätestens die Zahlung leisten.

Business Kreditkarten verlaengertes Zahlungsziel
Business Kreditkarten bieten meist ein verlängertes Zahlungsziel

Die meisten Business Kreditkarten bieten aber mindestens eine verzögerte Abrechnung von 30 Tagen, sodass Ihr somit 30 Tage mehr Zeit habt, die Zahlung zu leisten. Karten wie die Amex Business Platinum Card bieten sogar ein verlängertes Zahlungsziel von bis zu 58 Tagen, sodass Ihr hier bis zu zwei Monate mehr Zeit habt, die Zahlung zu tätigen.

Dazu kommt, dass gegenüber dem Lieferanten die Zahlung natürlich bereits getätigt ist, sodass Ihr etwaige Skonti für frühzeitige Zahlungen erhaltet, ohne die Mittel direkt zu haben.

Firmenkreditkarte Liquiditaet Buero
Ein verlängertes Zahlungsziel verschafft Unternehmen echten Spielraum

Somit kann eine Firmenkreditkarte als eine Art kostenloser Factoring-Dienstleister angesehen werden, der Euch bis zu 58 Tage zusätzliche Liquidität ermöglicht. Allein für diesen Vorteil kann es sich lohnen, die Jahresgebühr einer Firmenkreditkarte zu bezahlen.

Hinweis: Ihr müsst allerdings darauf achten, dass Eure Lieferanten oder Partner bei einer Zahlung auch Kreditkarten akzeptieren.

Meilen sammeln mit Business Kreditkarten

Der für uns auf reisetopia wohl wichtigste Vorteil besteht in der kostenfreien Rückvergütung, die Ihr mit einer Firmenkreditkarte erhalten könnt. Aufgrund der Tatsache, dass sich mit vielen Firmenkreditkarten Meilen sammeln lassen, wird eine solche Karte noch attraktiver.

Für jeden ausgegebenen Euro erhaltet Ihr mit den meisten Business Kreditkarten eine Meile oder einen Punkt in verschiedenen Bonusprogrammen. Diese könnt Ihr anschließend für Prämienflüge einlösen und so in der First Class die nächste Reise antreten – und das vollkommen kostenlos und nebenbei.

Sitze in der Lufthansa First Class A340
Dank Meilen in die Lufthansa First Class

Die wichtigsten Firmenkreditkarten, mit denen Ihr Meilen sammeln könnt, sind die folgenden:

Bei den Amex Kreditkarten sammelt Ihr nicht direkt Meilen, sondern Punkte im Membership Rewards® Programm. Dieses hat allerdings den einmaligen Vorteil, dass man seine Punkte zu neun verschiedenen Vielfliegerprogrammen übertragen kann. Wie viel Amex Punkte wert sein können und wie Ihr das Maximum aus Euren Membership Rewards Punkten herausholen könnt, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

So habt Ihr die Möglichkeit, Prämienflüge bei den besten Airlines der Welt zu buchen. Durch die Nutzung von Amex Punkten konnten wir beispielsweise bereits Flüge in First Class Produkten von Swiss, Cathay Pacific, Japan Airlines, Thai Airways oder auch Lufthansa genießen.

Blick in die Swiss First Class Boeing 777 Suite
Suite in der Swiss First Class Boeing 777

Ein weiterer Vorteil von Membership Rewards ist, dass die Punkte von American Express bereits pauschal versteuert werden, sodass Ihr diese auch privat nutzen könnt! Folglich könnt Ihr das ganze Jahr über Eure Rechnungen mit der Kreditkarte bezahlen und fliegt am Ende fast kostenlos in der First Class in den verdienten Urlaub! In unserem Ratgeber zum Thema Meilen für Freiflüge mit Geschäftsausgaben sammeln haben wir Euch das Ganze noch einmal im Detail erklärt.

Hinweis zur Pauschalversteuerung: Werden durch den Einsatz einer Firmenkreditkarte Punkte gesammelt, so gehören diese dem Unternehmen und werden als Gewinn verbucht. Möchte man diese Punkte nun für private Zwecke einlösen, dann ist eine Versteuerung als Privatentnahme notwendig, da die Punkte als geldwerter Vorteil gelten. Aufgrund der unzureichenden Festlegung eines konkreten Gegenwerts gestaltet sich die Versteuerung jedoch ziemlich komplex. An dieser Stelle kommt die Pauschalversteuerung ins Spiel: American Express übernimmt die pauschale Versteuerung der geschäftlich gesammelten Punkte. Die Membership Rewards Punkte werden von American Express also automatisch pauschal versteuert, was bedeutet, dass Ihr die Punkte als Privatpersonen ohne Einschränkungen nutzen können.

Die goldene sowie die blaue Miles and More Kreditkarte sammelt je eine Meile im Vielfliegerprogramm der Lufthansa pro ausgegebenen Euro, was ein guter Gegenwert ist. Im Vergleich zur privaten Version der Karte sammelt Ihr doppelt so viele Meilen. Miles and More Meilen lassen sich für zahlreiche exklusive Reiseerlebnisse einlösen und sind, wie Ihr in unserer Analyse zum Wert von Miles & More Meilen nachlesen könnt, bis zu fünf Cent pro Meile wert!

Vorteile auf Reisen mit Firmenkreditkarten

Wer von Euch nicht nur Selbstständiger oder Unternehmer ist, sondern dazu auch noch regelmäßig beruflich oder auch privat auf Reisen ist, kann mit einigen Geschäftskreditkarten eine Menge Vorteile genießen.

Business Kreditkarte Geschaeftsreise
Bei Geschäftsreisen etwa in die USA sollte man in jedem Fall versichert sein

Das beste Beispiel dafür ist sicherlich die Amex Business Platinum Card, bei der Ihr zahlreiche Vorteile auf Reisen erhaltet, darunter beispielsweise das beste Versicherungspaket in Deutschland oder auch ein großzügiges Reiseguthaben.

Diese Vorteile gibt es vor allem, weil Ihr mit der geschäftlichen Version der Karte auch noch eine Haupt- sowie eine Partnerkarte der privaten Amex Platinum erhaltet und so die Vorteile auf Reisen nutzen könnt. Dabei ist es natürlich egal, ob die Reise geschäftlich oder privat ist.

Firmenkreditkarte Lounge Zugang Flughafen
Premium-Firmenkreditkarten öffnen die Tür zu Flughafen-Lounges

Sei es der Priority Pass, der Euch Lounge Zugang an über 1.500 Flughäfen bietet, das flexibel einlösbare Reiseguthaben oder die verschiedenen Statusvorteile in Hotels, die Ihr erhaltet. Wer viel verreist, ist mit der Amex Business Platinum auf jeden Fall perfekt bedient.

Wie Ihr seht, bieten Business Kreditkarten eine Menge wertvoller Vorteile auf Reisen – oftmals sogar noch mehr Vorteile als die jeweiligen Versionen der Karten für den privaten Einsatz. Dennoch stellt sich die Frage, welche die beste Kreditkarte für welchen Einsatz ist.

Welche Nachteile haben Firmenkreditkarten?

Während die Vorteile einer Geschäftskreditkarte in den meisten Fällen überwiegen, gibt es einige Nachteile, die man vor der Beantragung kennen sollte.

Die wichtigsten Nachteile von Firmenkreditkarten im Überblick:

  • Hohe Jahresgebühren bei den leistungsstarken Karten
  • Fremdwährungsgebühren bei Zahlungen außerhalb des Euroraums
  • Eingeschränkte Akzeptanz von American Express in Deutschland
  • Bonitätsprüfung und je nach Rechtsform persönliche Mithaftung
  • Steuerpflicht bei privat genutzten Bonuspunkten

Hohe Jahresgebühren und Zinsen

Einer der größten Nachteile von Business Kreditkarten sind die häufig hohen Gebühren und Zinsen, die mit einer solchen Karte verbunden sind. Insbesondere im Premium-Bereich gibt es Karten, die mehrere hundert Euro im Jahr kosten, dafür aber mit einem entsprechend üppigen Leistungspaket daherkommen.

Ob die Nutzung einer solchen Karte sinnvoll ist, hängt von den individuellen Anforderungen und Situation des Selbstständigen oder Geschäftsführers ab. Es gibt jedoch auch dauerhaft kostenlose Geschäftskarten, etwa die gebührenfreie Tide Card Mastercard, die speziell auf die Bedürfnisse von Selbstständigen und Freiberuflern zugeschnitten ist und die wichtigsten Leistungen abdeckt.

Fremdwährungsgebühren im Auslandseinsatz

Fast alle klassischen Firmenkreditkarten berechnen ein Auslandseinsatzentgelt, wenn Ihr außerhalb des Euroraums bezahlt. Bei regelmäßigen Einkäufen in US-Dollar oder britischen Pfund summiert sich das schnell auf einen dreistelligen Betrag im Jahr und frisst den Gegenwert der gesammelten Punkte teilweise wieder auf.

Wer viel in Fremdwährung zahlt, sollte deshalb entweder gezielt eine Karte ohne Fremdwährungsgebühr wählen oder eine zweite, kostenlose Karte für genau diese Umsätze einsetzen. Ein Blick auf unseren Überblick zu Kreditkartengebühren lohnt sich vor der Entscheidung.

Eingeschränkte Akzeptanz

Die leistungsstärksten Business Kreditkarten stammen von American Express – und genau dort ist die Akzeptanz in Deutschland am schwächsten. Handwerksbetriebe, kleinere Dienstleister und viele Behörden nehmen ausschließlich Visa oder Mastercard. Für Unternehmen mit vielen kleinteiligen Ausgaben im Inland ist das ein echter Alltagsnachteil.

Bonitätsprüfung und Haftungsfragen

Anders als bei einer privaten Karte prüfen Anbieter bei Firmenkreditkarten sowohl die Bonität des Unternehmens als auch die des Antragstellers. Junge Unternehmen ohne Bilanzhistorie bekommen deshalb häufig eine Absage – oder nur eine Debitkarte auf Guthabenbasis. Bei Einzelunternehmern und Personengesellschaften kommt hinzu, dass sie in der Regel persönlich mithaften.

Was kostet eine Firmenkreditkarte?

Die Spanne ist groß: Von null Euro bis 850 Euro im Jahr ist alles vertreten. Entscheidend für die Bewertung ist aber nicht die Gebühr allein, sondern was ihr gegenübersteht. Die folgende Übersicht zeigt die typischen Kostenblöcke, die bei einer Firmenkreditkarte anfallen können:

KostenblockTypische HöheAnmerkung
Jahresgebühr Hauptkarte0 bis 850 EuroBei Premium-Karten oft durch Guthaben ausgeglichen
Zusatzkarten für Mitarbeiter0 bis 100 Euro je KarteBei American Express bis zu 99 Karten kostenfrei
Auslandseinsatzentgeltrund 2 Prozent des UmsatzesEntfällt bei einzelnen Fintech-Karten
Bargeldabhebung2 bis 4 ProzentBei Geschäftskarten selten relevant
Virtuelle Zusatzkarten0 bis 0,35 Euro je Karte und MonatNur bei Kartenplattformen wie Wallester
Sollzinsen bei Teilzahlungab rund 15 Prozent p.a.Bei Charge Cards nicht vorgesehen

Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied greifbar: Ein Beratungsunternehmen mit 60.000 Euro Jahresumsatz auf der Karte sammelt mit der Amex Business Platinum 60.000 Membership Rewards Punkte. Rechnet man konservativ mit einem Gegenwert von einem Cent je Punkt, stehen 600 Euro Gegenwert einer Jahresgebühr von 850 Euro gegenüber – die jährlichen Guthaben für Reisen, Mobilität und Co-Working sind dabei noch gar nicht eingerechnet.

Dieselben 60.000 Euro bringen mit einer kostenlosen Debitkarte null Euro Gegenwert, kosten dafür aber auch nichts. Die Faustregel lautet daher: Unter etwa 20.000 Euro Jahresumsatz rechnet sich eine Premium-Karte selten, darüber fast immer – vorausgesetzt, die Reisevorteile werden auch genutzt.

Pliant Starter

  • Dauerhaft kostenlos 
  • Bis zu 10 Nutzer möglich
  • Eine Visa Platinum Business pro Nutzer und 25 virtuelle Karten inklusive
  • Bis zu 5 virtuelle Einmal-Karten pro Monat
  • Smartes Karten- und Belegmanagement
  • Unbegrenztes Cashback bis zu 1 Prozent

Wer einen echten Kreditrahmen sucht, ohne eine hohe Jahresgebühr zu zahlen, findet in der Pliant Kreditkarte einen Mittelweg: Sie kombiniert ein Cashback von bis zu einem Prozent mit individuellen Budgets je Mitarbeiter.

Wie beantrage ich eine Firmenkreditkarte?

Der Antrag läuft bei allen Anbietern vollständig online. Wie lange er dauert, hängt vor allem an der Rechtsform: Einzelunternehmer sind je nach Anbieter innerhalb von 24 Stunden startklar, bei einer GmbH kommen Handelsregisterauszug und die Prüfung der wirtschaftlich Berechtigten hinzu. Diese Unterlagen solltet Ihr bereithalten:

  • Gültiges Ausweisdokument des Antragstellers
  • Nachweis der selbstständigen oder unternehmerischen Tätigkeit, etwa Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug
  • Angaben zu Umsatz und wirtschaftlicher Situation des Unternehmens
  • Bestehendes Geschäftskonto als Abrechnungskonto
  • Bei Kapitalgesellschaften: Angaben zu allen wirtschaftlich Berechtigten

Der eigentliche Ablauf ist danach in vier Schritten erledigt:

  1. Karte auswählen und den Antrag beim Anbieter online ausfüllen
  2. Identität per Video- oder Foto-Ident bestätigen
  3. Bonitätsprüfung von Unternehmen und Antragsteller abwarten
  4. Karte aktivieren, Zusatzkarten für Mitarbeiter bestellen und Limits festlegen

Ein häufiger Stolperstein bei Gründern: Viele klassische Banken setzen mindestens zwei Jahre Geschäftstätigkeit ohne Verluste voraus. Wer frisch gegründet hat, sollte deshalb zuerst bei einem Fintech-Anbieter starten. Grundsätzliches zum Ablauf erklären wir auch in unserem Ratgeber zum Thema Kreditkarte beantragen.

💡 Steuerhinweis zu Startguthaben und Bonusaktionen: Startguthaben oder Bonuszahlungen bei der Karteneröffnung können steuerlich als Betriebseinnahme gelten und müssen entsprechend verbucht werden. Das gilt insbesondere dann, wenn der Bonus im geschäftlichen Kontext gewährt wird. Die genaue Behandlung kann je nach Einzelfall variieren – klärt dies im Zweifel mit Eurem Steuerberater.

Ob und wie sich die Kosten einer Firmenkreditkarte beim Finanzamt geltend machen lassen, erklärt unser Ratgeber zur Frage, ob eine Geschäftskreditkarte steuerlich absetzbar ist.

Was bedeutet der Antrag für die private SCHUFA?

Zwischen geschäftlich und privat trennt die SCHUFA weniger scharf, als viele annehmen. Bei den gängigen Business Cards für inhabergeführte Firmen, Freelancer und Selbstständige ist der Karteninhaber als natürliche Person der Vertragspartner – die Bonitätsprüfung läuft über die private Auskunft, und zwar unabhängig von der Rechtsform. Auch als Geschäftsführer einer GmbH oder UG steht Ihr dort persönlich. Eine echte Firmenhaftung mit Unternehmensbonität gibt es erst bei den Corporate Cards, die Anbieter üblicherweise ab rund zehn Millionen Euro Jahresumsatz vergeben. Für alles darunter zählt der Antrag im selben Kriterium wie ein privater:

Anträge für Karten und Konten, privat wie geschäftlichPunkte
kein Antrag in zwölf Monaten117
ein Antrag – oder mehrere in 28 Tagen82
zwei Anträge44
ab dem dritten Antrag0

Geschäftliche und private Kartenwünsche landen damit in einem gemeinsamen Topf. Wer im Frühjahr die Firmenkarte beantragt und im Herbst privat ein Konto eröffnet, steht am Jahresende bei 44 statt 82 Punkten. Fallen beide Vorgänge dagegen in dieselben 28 Tage, wertet die SCHUFA sie als einen einzigen – gerechnet ab der ersten Anfrage.

Bei der SCHUFA gespeicherte Vertragsdaten
In den Vertragsdaten steht jeder gemeldete Kartenvertrag einzeln mit Herausgeber

Nach der Zusage wird der Vertrag als privater Kreditkartenvertrag geführt. Das hat auch eine gute Seite: Er wirkt damit auf das Kriterium „Alter der ältesten Kreditkarte“, das bis zu 81 Punkte bringt und ab 15 Jahren vollständig anfällt. Wer seine Firmenkarte über Jahre behält, baut also ganz privat Vertragsalter auf – und verliert es, sobald ein Vertragsende gemeldet wird.

reisetopia Tipp: Wenn geschäftlich und privat ohnehin etwas Neues ansteht, erledigt beides in derselben Woche statt über das Jahr verteilt. Und prüft vor einem Anbieterwechsel, ob der Herausgeber ein günstigeres Modell führt: Ein Downgrade hält den Vertrag am Leben, die Kündigung setzt sein Alter zurück.

Position für Position nachgezeichnet haben wir das an einem realen Score in unserem Erfahrungsbericht zum SCHUFA Score.

Wer haftet, wenn die Firmenkreditkarte missbraucht wird?

Wird eine Firmenkreditkarte verloren oder missbraucht, hängt die Haftung von den vertraglichen Bedingungen und der Kartennutzung ab. In der Regel haftet zuerst das Unternehmen, sofern der Schaden innerhalb des geschäftlichen Rahmens entstanden ist. Bei nachgewiesenem Diebstahl oder Betrug übernehmen allerdings die Banken oder Kreditkartenanbieter den Großteil der Haftung, sofern der Vorfall sofort gemeldet wird. Wichtig ist daher, Kartenverlust oder unautorisierte Zahlungen umgehend zu sperren und an die Bank zu melden.

Praktisch heißt das: Sperrt die Karte sofort über die Notrufnummer des Anbieters, dokumentiert den Vorfall und widersprecht den betroffenen Abbuchungen schriftlich. Bei grober Fahrlässigkeit – etwa einer notierten PIN – kann die Haftung allerdings vollständig beim Unternehmen bleiben. Wer Karten an Mitarbeiter ausgibt, sollte deshalb schriftlich regeln, wofür sie eingesetzt werden dürfen.

Firmenkreditkarten im Vergleich: Das sagen unsere Finanzexperten

Ein Vergleich lohnt sich bei Firmenkreditkarten mehr als bei fast jedem anderen Finanzprodukt, weil die Karten sich weniger im Preis als im Nutzen unterscheiden. Zwei Karten mit identischer Jahresgebühr können sich im Gegenwert um mehrere hundert Euro pro Jahr unterscheiden – je nachdem, ob Ihr die Zusatzleistungen tatsächlich einsetzt.

Unsere Finanzexperten bewerten die Karten deshalb entlang von fünf Kriterien:

  • Tatsächliche Kosten – Jahresgebühr abzüglich der Guthaben, die sich realistisch einlösen lassen
  • Kartentyp und Liquidität – ob es ein echtes Zahlungsziel gibt oder sofort abgebucht wird
  • Rückvergütung – Punkte, Meilen oder Cashback, umgerechnet auf einen Euro-Gegenwert
  • Team-Tauglichkeit – Anzahl und Kosten der Zusatzkarten sowie Limits je Karte
  • Zugang – welche Rechtsformen und welches Unternehmensalter der Anbieter akzeptiert

Bewusst nicht in die Bewertung fließen kurzfristige Willkommensboni. Sie ändern sich mehrmals im Jahr und sagen wenig darüber aus, ob eine Karte auf Dauer die richtige ist. Wie wir Punkte und Meilen bewerten, könnt Ihr in unserer Analyse zum Wert von Amex Punkten im Detail nachlesen.

Getestet werden die Karten von unserer Redaktion im echten Einsatz – auf Geschäftsreisen, in Lounges und bei der Abrechnung im Alltag. Auffälligkeiten aus Kundenbewertungen auf Trustpilot ziehen wir ergänzend heran, ersetzen damit aber nicht die eigene Prüfung.

Diese Firmenkreditkarte lohnt sich, wenn …

Statt einer pauschalen Empfehlung hilft der Blick auf den konkreten Anwendungsfall. Eine Business Kreditkarte zahlt sich vor allem dann aus, wenn einer dieser Punkte auf Euch zutrifft:

  • Ihr wollt Finanzen sauber trennen – mit klarer Struktur und einer Buchhaltung, die am Jahresende nicht sortiert werden muss
  • Ihr wollt Ausgaben zentral verwalten – über ein Dashboard mit allen Karten und Limits an einem Ort
  • Ihr zahlt viele Online-Abos und Werbebudgets – idealerweise über virtuelle Karten je Dienstleister
  • Ihr wollt Mitarbeiterausgaben steuern – mit individuellen Limits statt Vorkasse und Spesenformular
  • Ihr braucht Liquiditätsspielraum – durch ein Zahlungsziel von bis zu 58 Tagen
  • Ihr reist geschäftlich – und wollt aus ohnehin anfallenden Ausgaben Meilen und Reisevorteile ziehen

Trifft keiner dieser Punkte zu, reicht in aller Regel die Debitkarte zum Geschäftskonto vollkommen aus. Auch das ist ein legitimes Ergebnis dieses Vergleichs.

Unser Fazit & Empfehlung zur besten Firmenkreditkarte

Die beste Firmenkreditkarte gibt es nicht als einzelne Karte, sondern als zwei klare Empfehlungen für zwei unterschiedliche Bedarfe. Wer geschäftlich reist und einen nennenswerten Umsatz über die Karte laufen lässt, fährt mit der American Express Business Platinum Card am besten: Kein anderes Produkt am deutschen Markt bündelt Lounge-Zugang, Versicherungen, Guthaben und ein Zahlungsziel von bis zu 58 Tagen in diesem Umfang. Wer den Reiseteil nicht braucht, bekommt mit der Amex Business Gold denselben Punktehebel zu einem Bruchteil der Gebühr.

Geht es dagegen schlicht darum, Ausgaben zu trennen und Karten für ein Team auszugeben, ist eine kostenlose Lösung die ehrlichere Antwort. Wallester Business liefert dafür im Free-Tarif mehr als jeder Wettbewerber, und Finom ergänzt das um Cashback und Buchhaltung in einer Oberfläche. Entscheidend bleibt die Frage nach dem Kartentyp: Nur Charge- und echte Kreditkarten verschaffen Euch zusätzliche Liquidität, Debitkarten nicht.

Noch nicht die richtige Karte gefunden? In unserem Kreditkarten Vergleich könnt Ihr beliebig viele Funktionen auswählen und so das passende Modell für Eure individuellen Anforderungen finden.

Und wenn Ihr direkt bei den Business Karten bleiben wollt, findet Ihr hier noch einmal die Anbieter aus unserem Vergleich auf einen Blick.

Amex Business Platinum

  • Aktion: 200.000 Punkte Willkommensbonus
  • 1.440 Euro Guthaben bei verschiedenen Partnern
  • Kostenloser Lounge-Zugang mit Gast
  • Verlängertes Zahlungsziel von 58 Tagen
  • Upgrades, Status, Frühstück & mehr in Hotels

FINOM Business Visa Debitkarte

  • Bis zu 3 Prozent Cashback auf alle Kartenumsätze
  • Kostenlose physische und virtuelle Karten möglich
  • Kostenloses digitales Geschäftskonto mit deutscher IBAN innerhalb von 24 Stunden
  • All-in-One: Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung

Miles & More Mastercard Gold Business

  • 4.000 Meilen + 40 Points + 100 € Gutschein bei Erstantrag 
  • 1 Meile je Euro Umsatz sammeln
  • Unbegrenzte Meilengültigkeit
  • Umfangreiche Versicherungen & Zusatzleistungen

Wallester Business Visa

  • Kostenlos für Unternehmen jeder Größe
  • Bis zu 300 virtuelle Visa-Karten erstellen
  • Kostenlose Ausgabenmanagement-Tools
  • Kostenloser Währungsumtausch in 10 Währungen
  • Buchhaltungsintegrationen mit Xero und QuickBooks

American Express Business Gold Card

  • Aktion: 50.000 Punkte Willkommensbonus
  • Kostenlos im ersten Jahr
  • Bis zu 1,5 Punkte pro Euro
  • Wertvolle Reiseversicherungen

Autor

Regina verantwortet als Team Lead die Weiterentwicklung der organischen Sichtbarkeit. Mit ihrem tourismusbezogenen Hintergrund kombiniert sie ihre Leidenschaft fürs Reisen mit fundierter Finanzexpertise. Ihr Fokus liegt darauf, Luxusreisen durch clevere finanzielle Strategien zu optimieren – von der gezielten Nutzung von Kreditkarten über Meilen- und Punktesammeln bis hin zu exklusiven Vorteilen wie Lounge-Zugang oder Versicherungsleistungen. Durch ihre eigenen Erfahrungen liefert sie praxisnahe Tipps, mit denen Reisen nicht nur komfortabler, sondern auch finanziell effizienter werden.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.

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