Ein Priority Pass ist der ideale Begleiter für jeden Reisenden, der keinen Lounge-Zugang durch einen Vielflieger Status hat. Die Lounge-Mitgliedschaft bietet Zugang zur Lounge bei jedem Flug, unabhängig von Status und Airline.

Auf dieser Seite stellen wir Euch das Programm vor, zeigen was Euch in den Lounges des Netzwerkes erwartet und ob sich eine Mitgliedschaft lohnt. Darüber hinaus möchten wir Euch die besten Wege zeigen, um sich einen Priority Pass günstig zu sichern!

Neben der Direktbestellung gibt es nämlich auch noch einige weitere Angebote, die Ihr nutzen könnt, um Euch kostenfreien Lounge-Zugang bei jedem Flug zu sichern! Diese führen etwa über Kreditkarten oder andere Mitgliedschaften, die Euch einen Rabatt auf den Priority Pass bescheren.

Welche Vorteile bietet ein Priority Pass?

Die Mitgliedschaft bei Priority Pass ermöglicht es Euch, Flughafen Lounges zu nutzen, ohne Mitglied in einem Vielfliegerprogramm zu sein. Dabei habt Ihr die Auswahl von über 1.000 Lounges weltweit. Wir haben Euch hier alle Lounges in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgeführt – alle internationalen Lounges findet Ihr auf der Webseite von Priority Pass heraus. Neben dem reinen Zugang zu Lounges gibt es aktuell noch ein weiteres Modell, welches Priority Pass aktuell einführt. Dieses bietet einen Verzehrgutschein in bestimmten Flughäfen, anstatt dem Zugang zu einer Lounge. Ihr könnt somit in bestimmten Restaurants kostenfrei bis zu einem bestimmten Betrag Speisen und Getränke bestellen – nur durch Eure Priority Pass Mitgliedschaft. Vor allem an kleinen Flughäfen in den USA und in Australien ist dieses Modell bereits recht verbreitet. Es bleibt aber zu hoffen, dass es auch in Europa Einzug findet!

Premium Traveller Lounge Paris Orly Priority Pass

Zusätzlich gibt es auch eine App für Android und iOS, die Euch das Suchen nach einer Lounge vereinfacht und auch als digitale Version der Zutrittskarte gilt. Allerdings sind bis dato noch nicht alle Lounges ausgerüstet, um die digitale Zutrittskarte nutzen zu können. Ob Ihr Eure physische Karte zum Betreten der Lounge benötigt, verrät Euch aber auch die App. Außerdem ist zu beachten, dass es bei einigen Lounges eine maximale Aufenthaltsdauer von drei Stunden gibt.

Welche Mitgliedschaften gibt es bei Priority Pass und wie sehen die Kosten aus?

Priority Pass ist nicht gleich Priority Pass, denn insgesamt werden bei dem Programm drei Mitgliedschaften angeboten, die sich doch recht deutlich unterscheiden. Die Mitgliedschaften werden immer für ein Jahr abgeschlossen und kommen mit den folgenden Kosten und Loungezugangs-Vorteilen daher:

  • Standard Mitgliedschaft: 99 Euro (89 Euro mit Rabatt) – jeder Besuch in einer Lounge kostet 28 Euro.
  • Standard Plus Mitgliedschaft: 249 Euro (224 Euro mit  Rabatt) – 10 Eintritte pro Jahr gratis
  • Prestige Mitgliedschaft: 399 Euro (359 Euro mit Rabatt) – unbegrenzte Aufenthalte innerhalb eines Jahres.

Dabei gilt der Zugang entsprechend der jeweiligen Regeln immer für den Inhaber der Mitgliedschaft. Eine Ausnahme stellen hierbei die zehn kostenfreien Zugänge der Standard Plus Mitgliedschaft dar. Offiziell können diese zwar nur für einzelne Besuche des Inhabers genutzt werden, in der Praxis ist die Nutzung von zwei Zugängen für den Inhaber und einen Gast aber problemlos möglich. Generell können Gäste ebenfalls Zugang zur Lounge erhalten, kosten aber bei jeder Mitgliedschaft 28 Euro.

Wie kann ich den Priority Pass günstig erhalten?

Da die Mitgliedschaft beim Kauf direkt über die Priority Pass Webseite recht hoch ist, möchten wir Euch im folgenden die verschiedenen Wege aufzeigen, die es gibt, um den Priority Pass günstig zu erhalten. Am günstigsten erhaltet Ihr die beliebte Mitgliedschaft durch Kreditkarten, doch auch mit einigen Tricks lässt sich einiges sparen. Dabei beziehen sich die meisten dieser Deals auf die Priority Pass Prestige Mitgliedschaft, die sich bei mehreren Lounge-Zugängen pro Jahr zweifellos lohnt.

Zwei Priority Pass Mitgliedschaften mit der Amex Platinum

Die American Express Platinum Card gehört nicht nur zu den bekanntesten Kreditkarten für Vielreisende, sondern definitiv auch zu den besten. Zwar hat sie mit einer Jahresgebühr von 600 Euro auch einen stolzen Preis, doch die vielen Vorteile rechtfertigen die Gebühr. Ihr erhaltet beispielsweise ein jährliches Reiseguthaben in Höhe von 200 Euro, dass Ihr für Flüge, Hotels oder Mietwagen einsetzen könnt. Spätestens durch die optimale Nutzung des genialen Willkommensbonus in Höhe von 75.000 Punkten (nur bis 30. September), habt Ihr die Jahresgebühr wieder reingeholt und könnt somit die restlichen Vorteile quasi kostenlos nutzen. Im Prinzip könnt Ihr dank dem Bonus, der einen Wert von mehr als 2.000 Euro hat, sogar richtig Geld verdienen! Zu den weiteren Vorteilen zählen neben einem umfangreichen Versicherungspaket auch kostenloses Premium WLAN sowie kostenlose Statuskarten von diversen Hotelketten.

American Express Platinum Card

Doch eigentlich geht es in diesem Beitrag ja um den Priority Pass. Schließt Ihr die American Express Platinum Card ab, erhaltet Ihr gleichzeitig eine zweite kostenfreie Partnerkarte. Für beide Platinum-Karten erhaltet Ihr jeweils einen Priority Pass in der Prestige Variante im Wert von je 399 Euro. Nachdem Ihr Eure Platinum Card beantragt habt und diese zugestellt wurde, könnt Ihr ganz einfach per Formular die Amex Priority Pass Mitgliedschaften für beide Karteninhaber anfordern. Diese werden wenige Tage später dann postalisch zugestellt und können direkt genutzt werden. Wie Ihr sehen könnt bringt die Platinum Card viele Vorteile mit und ist eigentlich ein Muss für jeden Vielflieger, der gerne luxuriös reisen möchte.

American Express Platinum Kreditkarte

  • Aktion: 75.000 Membership Rewards Punkte als Willkommensbonus
  • 200 Euro Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels und mehr
  • Wertvolle Punkte sammeln mit jedem Euro Umsatz
  • Kostenfreie Platinum Partnerkarte inkl. aller Vorteile
  • Bestes Versicherungspaket in Deutschland
  • Kostenloser Lounge-Zugang an über 1.000 Flughäfen
  • Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels

Priority Pass für gerade einmal 200 Euro mit der Deutschen Bank MasterCard Platin

Doch die Platinum Card von American Express ist nicht die einzige Möglichkeit den Priority Pass zu erhalten. Auch die Deutsche Bank bietet eine sogenannte MasterCard Platin an. Diese gibt es für eine Jahresgebühr von nur 200 Euro. Die Karte bringt Euch dafür ebenfalls zahlreiche Vorteile. Auch die MasterCard Platin bietet einen Concierge Service an, der ähnlich dem Platinum-Service bei American Express versucht Euch alle Wünsche zu ermöglichen. Des Weiteren gibt es auch bei dieser Karte ein umfassendes Paket an Versicherungsleistungen, die die Bedürfnisse eines Vielreisenden sehr gut abdeckt.

Premium Traveller Lounge Paris Orly Priority Pass 2

Auch der Priority Pass der MasterCard Platin ist eine Mitgliedschaft in der Prestige Variante. Zwar erwarten Euch etwas weniger Vorteile als bei der American Express Platinum Card, doch durch die etwas geringere Jahresgebühr, ist die Platin Card der Deutschen Bank dennoch interessant. Beachtet man, dass der reguläre Preis der Prestige Variante bei Priority Pass 399 Euro im Jahr liegt, so sind die 200 Euro für die Platin Card der Deutschen Bank wirklich ein guter Deal. Allerdings solltet Ihr beachten, dass die Deutsche Bank bei der Vergabe der Platin Karten sehr streng ist und diese nur an besonders gute Bestandskunden und ausgewählte Neukunden ausgibt. Anders als die Amex Platinum könnt Ihr diese Kreditkarte also nicht einfach so beantragen.

Priority Pass ab 7.500 Euro Jahresumsatz kostenlos mit der SpardaMasterCard Platinum

Die wohl günstigste Möglichkeit an den Priority Pass zu gelangen, ist allerdings die SpardaMasterCard Platinum. Dabei gibt es jedoch zwischen den einzelnen Bundesländern einen sehr großen Unterschied. Grundsätzlich ist bei der MasterCard Platinum immer ein Priority Pass kostenfrei enthalten, allerdings gibt es lediglich in Hessen den Priority Pass in der Prestige Variante, während Ihr  bei den anderen Banken nur den Pass in der Standard-Version erhaltet und somit 28 Euro je Loungebesuch zahlen müsst. Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle nur auf die lukrativste Möglichkeit eingehen und dass ist die SpardaBank in Hessen. Die PlatinumCard bringt Euch hier viele Vorteile. So gibt es ein umfangreiches Versicherungspaket, einen Travel- und Concierge Service und es werden keine Auslandseinsatzentgelte fällig.

Puerta del Sol Lounge Madrid Seating

Bei der SpardaBank Hessen erhaltet Ihr wie bereits erwähnt mit der MasterCard den Priority Pass in der Prestige Variante und profitiert dadurch von einer unbegrenzten Anzahl an kostenlosen Loungebesuchen pro Jahr. Die Jahresgebühr liegt bei dieser Kreditkarte bei 195 Euro jährlich. Allerdings wird die gesamte Jahresgebühr zurückerstattet, wenn Ihr im betreffenden Kartenlaufzeitjahr einen Umsatz von 7.500 Euro erzielt habt. In diesem Fall wäre dann die Karte, inklusive der Vorteile, kostenlos. Allerdings gibt es einen Haken: Die Karte lässt sich nur von Personen abschließen, deren Wohnsitz oder Arbeitsplatz in Hessen liegt.

SpardaBank Hessen MasterCard Platinum

  • ein Priority Pass Prestige
  • Travel- und Concierge Service
  • umfangreiches Versicherungspaket
  • keine Auslandseinsatzentgelte
  • Erstattung der Jahresgebühr ab einem Jahresumsatz von mindestens 7.500 Euro

Priority Pass mit 20 Euro Ersparnis

Wollt Ihr den Priority Pass nicht im Rahmen einer Kreditkarte beantragen, aber dennoch nicht den vollen Preis, so gibt es auch hier eine günstigere Lösung. Beantragt Ihr den Pass über die englische Seite von Priority Pass, so könnt Ihr von günstigeren Preisen profitieren. Leider wurden diese vor Kurzem angehoben, so dass diese Variante nicht mehr ganz so attraktiv ist, wie noch vor einem halben Jahr.

Priority Pass UK

Für einen Priority Pass Standard bezahlt Ihr nur 69 britische Pfund. Beim derzeitigen Wechselkurs entsprecht dies etwa 72 Euro und somit einer Ersparnis von 22 Euro. Bei der Standard Plus Variante ist diese Ersparnis ähnlich. Hier bezahlt Ihr 19 Pfund. Da dies etwa 212 Euro entspricht, spart Ihr 37 Euro im Vergleich zum Kauf auf der deutschen Seite. Die Vollversion, der Priority Pass Prestige, ist für Vielreisende natürlich die interessanteste Variante. Hier ist die Ersparnis allerdings mittlerweile zu vernachlässigen. Für den Pass bezahlt Ihr statt 399 Euro etwa 381 Euro und erhaltet somit von einer Ersparnis von 18 Euro. Möchtet Ihr Euch nicht über eine Kreditkarte einen Priority Pass sichern, ist die Bestellung über britische Seite in jedem Fall die beste Variante.

Weitere Wege zum Priority Pass

Neben der Möglichkeit einen Priority Pass per Kreditkarte oder direkt zu erhalten, gibt es auch noch einen weiteren Weg zur Mitgliedschaft. Dieser läuft über die Leading Hotels of the World, die bei Ihrem Mitgliedsprogramm, dem Leaders Club eine Standard Plus Mitgliedschaft mit dem höchsten Status vergeben. Der Unlimited Status kostet allerdings auch 1.200 US-Dollar pro Jahr. Wir haben Euch in einem gesonderten Guide alle7s Wissenswerte dazu zusammengefasst!

Was bieten Priority Pass Lounges?

In den meisten Fällen sind Lounges, die am Programm teilnehmen, Vertragslounges und keine Airline-Lounges. Einige Fluggesellschaften machen hier jedoch Ausnahmen und öffnen sich beispielsweise für bestimmte Randzeiten auch Priority Pass Teilnehmern. Weiterhin gibt es einige Ausnahmen, wie etwa die Star Alliance Lounge Paris oder die Air China First Class Lounge Peking, die ebenfalls für Mitglieder zugänglich sind.

Die Airport Lounge in Hamburg ist beispielsweise eine gute Priority Pass Lounge

Generell ist es natürlich schwierig, alle Priority Pass Lounges über einen Kamm zu scheren, da diese unabhängig betrieben werden. Aus unserer Erfahrung mit knapp 100 Priority Pass Lounges weltweit möchten wir Euch einen kleinen Einblick darin geben, was Ihr in den exklusiven Bereichen des Flughafens erwarten könnt. Genauere Details solltet Ihr aber immer im jeweiligen Lounge-Review nachlesen!

Die größte Variation gibt es in Flughafen-Lounges generell bei den Sitzgelegenheiten. Das gilt selbstverständlich auch für die Priority Pass Lounges, die sich sowohl bei der Größe als auch bei der Qualität sowie dem Zustand der Sitzmöbel enorm stark unterscheiden. Teilweise ist eine Priority Pass Lounge sehr klein und bietet nur wenige Sitzplätze, etwa der Berlin Airport Club.

Berlin Airport Club

Andere Lounges, die ebenfalls Teil des Netzwerks sind, bieten dafür eine Vielzahl an modernen Sitzmöbeln, die teilweise auch von hoher Qualität sind. Grundsätzlich haben wir bisher die Erfahrung gemacht, dass eine jede Priority Pass Lounge in jedem Fall typische Lounge-Sessel bietet. Darüber hinaus gibt es meist noch einige andere Sitzgelegenheiten, darunter oft Couches.

Aspire Lounge Manchester Airport Sitzgelegenhaiten 2

Auch einen Arbeitsbereich gibt es in vielen Lounges, die Teil des Netzwerks sind. Was Ihr nicht zwingend in jeder Priority Lounge erwarten solltet, sind dagegen beispielsweise Daybeds oder andere Arten von “Liegemöbeln”. Zwar gibt es auch hier positive Ausnahmen, etwa die S7 Lounge in Moskau, die Regel sind diese aber eher nicht. Auch bezüglich des Alters und des allgemeinen Designs sind die Unterschiede groß. Die neue Premium Traveller Lounge in Paris Orly ist beispielsweise sehr stilvoll eingerichtet.

Premium Traveller Lounge Paris

Insgesamt lässt sich also nur bei einem Blick auf ein konkretes Lounge Review wirklich sagen, wie eine Lounge in dieser Hinsicht abschneidet. Je nach Airport gibt es hier wirklich große Unterschiede, wenngleich die Lounges gerade an größeren Airports leider häufig sehr voll sind und bezüglich der Sitzgelegenheiten allein deshalb nicht vollends überzeugen können.

Welche Speisen und Getränke kann man in einer Priority Pass Lounge erwarten?

Wir werden häufig gefragt, was das Speisenangebot in einer Priority Pass Lounge hergibt. Auch hier gilt es von Beginn an klar zu sagen, dass die Unterschiede enorm sind, je nach Weltregion und auch je nach Lounge. Konstanter als das Essensangebot ist generell das Angebot an Getränken. In fast allen Priority Pass Lounges, die wir bislang besuchen durften, gibt es eine recht große Auswahl an Alkohol, darunter Spirituosen, Wein und Bier.

Sala Montale Milan Buffet 5

Auch Softdrinks, Säfte und eine Kaffeemaschine gibt es eigentlich in jeder Priority Pass Lounge. Beim Speisenangebot sind gerade die Lounges in Europa häufig enttäuschend. In vielen Lounges gibt es außer Keksen, Chips, Nüssen und teilweise noch abgepacktem Kuchen nicht viel. Ein Beispiel hierfür ist zum Beispiel die Green Wings Lounge in Berlin Schönefeld.

Greenwings Lounge Berlin Schönefeld

In vielen Lounges der Vereinigung gibt es allerdings zumindest ein Angebot an Snacks. Dazu gehören in den meisten Fällen Sandwiches, Salate oder kleine kalte Speisen. Viele deutsche Lounges fallen in diese Kategorie, beispielsweise auch die Hamburg Airport Lounge.

Hamburg Airport Lounge Buffet

In wirklich guten Priority Pass Lounges gibt es sogar ein umfangreiches Angebot an warmen Speisen und mehrere kalte Optionen. Ein gutes Beispiel ist hier die Aspire Lounge London. Dennoch würden wir Euch raten, in einer Lounge, die Ihr mit einem Priority Pass betreten könnt, maximal eine gute Auswahl an Snacks erwarten dürft. Alles andere ist eine Zugabe, die Ihr aber in jedem Fall nicht generell erwarten solltet.

Welche Art von Entertainment erwartet mich in den Lounges?

Eine Priority Pass Lounge bietet in eigentlich jedem Fall kostenloses WLAN. In diesen könnt Ihr Euch je nach Lounge mit einem Passwort, einem Code auf das Mobiltelefon oder einen Code, den Ihr an der Rezeption erhaltet, einloggen. In vielen Fällen ist die Geschwindigkeit gut, ich war allerdings auch schon in der ein oder anderen Priority Pass Lounge mit wirklich schlechtem WLAN.

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Neben Internet dürft Ihr Euch im Prinzip auch garantiert auf ein Angebot von Zeitschriften und Zeitungen freuen. Dieses begrenzt sich in den meisten Fällen allerdings auf die Landessprache sowie englische Ausgaben. Im Ausland solltet Ihr keine deutschen Tageszeitungen erwarten, wenngleich manche europäische Lounges auch solche vorhalten.

Rose Lounge Saigon Newspapers

Einige Priority Pass Lounges bieten zudem noch ein Business Center, in dem Ihr entweder reine Arbeitsplätze findet oder sogar solche mit Computer. Teilweise gibt es auch einen Drucker. Die Qualität dieser Möglichkeiten unterscheidet sich stark, ist teilweise aber wirklich gut. Hier besticht zum Beispiel die Air Canada Lounge Paris Charles de Gaulle.

Was sind Priority Pass Restaurants?

Eine Besonderheit und gleichzeitig ein recht neues Angebot im Priority Pass Programm sind Restaurants am Flughafen in denen Ihr als Mitglied über einen Verzehrgutschein verfügen könnt. Das ist ein wirklich praktisches Angebot, denn nur durch das Präsentieren Eurer Priority Pass Karte genießt Ihr sozusagen ein kostenfreies Essen in einem Restaurant. Bislang ist das Angebot vorwiegend in den USA und Australien präsent, hoffentlich wird dieses aber auch in Europa eingeführt.

corona beach house miami airport priority pass

Dabei ist die Höhe des Guthabens, welches Ihr in dem Restaurant genießt unterschiedlich, reicht aber in der Regel problemlos aus. Wenn Ihr einen kostenfreien Gast in Eurer Mitgliedschaft inbegriffen habt, wird das doppelte Guthaben gewährt, ansonsten könnt Ihr den normalen Preis für einen Gast auch bezahlen (meist 28 Euro) und erhaltet dann ebenfalls das doppelte Guthaben.

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5 US-Dollar für zwei Corona und Quesadilla im Flughafen-Restaurant

Auf der Rechnung wird das Guthaben dann einfach abgezogen und Ihr bezahlt die Differenz. Achtet aber (vor allem in den USA) darauf, dass oftmals ein nicht unwesentlicher Betrag pauschal für Trinkgeld abgezogen wird.

Lohnt sich ein Priority Pass?

Die Beantwortung dieser Frage ist natürlich nicht pauschal möglich, was daran liegt, dass jeder von Euch den Zugang zu einer Lounge anders bewertet. Schlussendlich ist natürlich die Frage, wie viel Euch der Zugang zur Lounge am Flughafen wirklich wert ist. Könnt Ihr hierfür eine genaue Zahl festlegen, lässt sich schnell sagen, welche Mitgliedschaft sich für Euch lohnen kann.  Der große Vorteile der Mitgliedschaft ist sicherlich, dass Ihr von keiner Fluggesellschaft oder Allianz abhängig seid.

Air Canada Lounge Paris CDG Priority Pass

Fliegt Ihr etwa 30 Segmente im Jahr ab Hamburg und wählt einfach immer die günstigste Airline, kann sich ein Priority Pass durchaus lohnen. Entsprechend der hohen Anzahl an Abflügen und damit auch Zugängen, ist der Priority Pass Prestige sicher die beste Option. Wer seltener fliegt, auf den Komofrt aber trotzdem nicht verzichten kann, ist mit der Standard Plus Mitgliedschaft besser bedient. Außerdem lohnt sich natürlich auch ein Blick auf die von Euch am häufigsten besuchten Flughäfen. Hamburg bietet beispielsweise eine gute Priority Pass Lounge, in Frankfurt oder München sind die Lounges aber deutlich schlechter als die der Airlines. Zudem gibt es teilweise, etwa im Münchner Terminal 2, überhaupt keine Lounge von Priority Pass.

Fazit zum Priority Pass

Die Entscheidung für oder gegen einen Priority Pass ist extrem subjektiv und hängt von Euren Vorlieben ab. Doch vor allem durch die vielen Vergünstigungen oder eine Premium Kreditkarte kann sich eine Mitgliedschaft auf jeden Fall lohnen! Benötigt Ihr ohnehin zwei Priority Passes, da Ihr mit Begleitung reist, oder könnt eine der zahlreichen weiteren Vorteile in Anspruch nehmen, kann sich für Euch die American Express Platinum Card extrem lohnen. Wer sich den Aufwand einer Priority Pass Kreditkarte sparen möchte, macht auch mit dem reduzierten Priority Pass einen guten Deal.

Lust auf mehr reisetopia Artikel? Dann folgt uns:

  • Wollte gerade via Amex Platinum bestellen und im FOrmular sind ja direkt beide Karten – Haupt- und Zusatzkarte – möglich. Jetzt würde ich nur meine Hauptkarte nutzen und dann für die Zusatzkarte in einem Monat den PP beantragen. WIsst ihr, ob das über das gleiche Formular machbar ist? Frage ist sicher etwas dumm, aber naja… 😀

    • Hallo Jan, du kannst auch erstmal nur den PP für die Hauptkarte beantragen und dann später für die Partnerkarte, wo der echte Vorteil davon liegt, ist mir allerdings nicht klar 😀

  • Bei der Premium Kreditkarte der Commerzbank gibt es den Standard PP kostenlos hinzu. Aus meiner Sicht wird diese Kreditkarte häufig unterschätzt, da man Visa + Mastercard bekommt, viele Reiseversicherungen dabei hat (ohne Karteneinsatz) und recht häufig kostenlos im Jahr Geld abheben kann.

  • Danke für den Artikel!
    So wie‘s aussieht hat PP UK die Preise auch angehoben auf Ihrer Website… Jedenfalls sehe ich einen anderen Preis als den auf eurem Screenshot wenn ich auf euren Link klicke.

  • In der gut gemachten Darstellung fehlen mir einige Angaben.
    Bis auf sehr wenige Ausnahmen handelt es sich den sog. Priority Pass Lounges um reine Bezahllounges, d.h. der Eintritt muß in Relation zur Anzahl der Flüge, bei denen ein Loungebesuch überhaupt in Frage kommt, mit dem Geld für PP gegengerechnet werden.
    In den Lounges an Großflughäfen wie z.B. FRA, aber auch HAM, ist die Aufenthaltsdauer mit 3 Std. limitiert. Weiterhin liegen etliche Lounges landseitig, also vor der SiKo.
    PP mitzunehmen, weil in der Jahresgebühr enthalten, lohnt sich daher m.E. nur für Inhaber der Amex Platinum und Zusatzkarteninhaber/in. Ansonsten allenfalls für Fluggäste, die noch keinen loungerelevanten Status erflogen haben, aber oft genug mit dem Flieger unterwegs sind. MUC bietet z.B. keine Bezahllounge (PP) im T2. Passagiere sind auf den Shuttle-Bus zwischen den Terminals angewiesen und müssen diese Strecke inkl. Zeit sorgfältig planen, um keine Connecting Flights zu verpassen. Dann kann es immer noch passieren, daß gerade wegen Überfüllung temporär geschlossen ist. PP gewährt keinen priorisierten Einlaß in diesen Fällen. Schlußendlich kosten etliche Leistungen extra, darunter zum Teil auch höherwertigere Alkoholika, Faxversand, Nutzung von Schlafmöglichkeiten und Konferenzräumen (soweit überhaupt angeboten bzw. verfügbar).
    Also nicht meinen, mit PP könne für kleines Geld ein Status für Lounges erkauft werden, der nicht auch anderweitig bezahlt werden könnte.

    • Hallo Martin,

      da hast du in gewissen Maße sicher recht. Wie wir im Abschnitt “Lohnt sich ein Priority Pass” auch feststellen, muss jeder selbst anhand seines Flugverhaltens entscheiden, ob die Investition sinnvoll ist. Das Argument der Lounges, die landseitig liegen ist mir bislang noch nicht so stark aufgefallen. Bis auf Frankfurt im Terminal 1 fallen mir nicht so viele Lounges ein, wo das der Fall wäre. Die maximale Aufenthaltsdauer ist sicherlich ein Argument, welches sich aber auch bereits in dem Beitrag findet 🙂

      • Grüß‘ dich Jan,
        nicht als Kritik an Reisetopia mißverstehen. Es gibt weltweit eine ganze Menge landseitiger Bezahllounges, die auch über das PP zugänglich sind. Gelegentlich muß ich über Filterfunktion bei PP ausprobieren, ob sich diese gesammelt „auswerfen“ lassen. Insofern handelt es sich bei PP um ein Vorauszahlsystem, eine Art gestaffeltes Abonnement, bei dem sich die erste Stufe überhaupt nicht lohnt. Die Aufenthaltsdauer wird vielfach zusätzlich nochmals reglementiert, indem erst eine bestimmte Anzahl von Studen vor Abflug die Lounge überhaupt erst betreten werden darf. PP hin oder her. Die Öffnungszeiten bewirken ein Übriges. Zu Rushzeiten oder gar Peak im Rush ist es speziell an den Hubs in D richtig „brechend“ voll. Das gilt jedoch auch für die Statuslounges der Airlines. Speziell „Senatoren“ (pars pro toto) gibt es offenbar wie Sand am Meer – in Relation zu den Kapazitäten der Lounges. Mir ging es lediglich darum, mehr in den Vordergrund zu stellen, daß sich PP mitnehmen läßt, wenn es – wie bei Amex Platinum – zweimal in der „besten“ Stufe im Jahrespreis sowieso enthalten ist, sich die vergleichbare Stufe im Jahresabonnement jedoch nur in den seltensten Fällen tatsächlich lohnt. Etwa bei hoher Flugfrequenz, jedoch nur bei Airlines ohne Statusprogramm bzw. bei anderen Airlines immer in der billigsten Klasse, so daß sich trotz hoher Zahl von Flügen absehbar kein Status erreichen läßt, der Zugang zu den Lounges aus den Statusprorammen inkludiert hat. PP beruht als Geschäftsidee auf dem Eitelkeitsfaktor. Es verhält sich nicht so, als ob mit diesem Faktor kein Geld verdient werden kann. Ganz im Gegenteil. Funktioniert weltweit bestens.

  • Hallo zusammen 🙂 eine Frage zum Priority Pass auf der UK Website hätte ich: sobald ich diesen auswählen will, muss ich ja Country of Residence angeben und dann schaltet sich der Preis wieder auf den deutschen um – ist das irgendwie zu umgehen?

    • Hallo Kilian,

      das ist überhaupt kein Problem. Du gibst bei dem Country of Residence einfach Großbritannien an und setzt den Bestellungsprozess fort. Anschließend wirst du nach der Lieferungsadresse der Karte gefragt, wo du einfach eine deutsche Adresse eingeben kannst. So sollte die Bestellung dann problemlos abzuschließen sein 🙂

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