Der Anbieter Pliant gehört zu den neueren Fintechs auf dem Markt und bietet eine digitale Kreditkartenlösung für Unternehmen an. Doch was genau steckt eigentlich dahinter?
Pliant Light
- Eine Standardkarte pro Nutzer
- 25 virtuelle Kreditkarten inklusive
- Eine Standard-Integration inklusive
- Bis zu 5 virtuelle Einmal-Karten pro Monat
- Smartes Karten- und Belegmanagement
- Preis individuell nach Transaktionsvolumen
Unlimitiertes Cashback und smartes integriertes Karten- und Belegmanagement klingen vielversprechend für alle, die noch auf der Suche nach einer geeigneten Firmenkreditkarte sind. Außerdem soll sich das Produkt ideal für Unternehmen eignen, die viele Zahlungen im Ausland, beispielsweise auf Reisen tätigen.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Tarife – Light, Standard und Custom; Preise nennt Pliant nur individuell nach einer Demo
- Abrechnung zum Visa-Kurs, dazu 2,5 Prozent Devisengebühr, die monatlich separat berechnet wird
- Cashback ab dem Standard-Tarif unbegrenzt – die Höhe hängt vom Transaktionsvolumen ab
- Gedacht für Gesellschaften ab 10.000 Euro Kartenausgaben im Monat – Freiberufler sind ausgeschlossen
Wir haben die Pliant Firmenkreditkarte im August 2026 geprüft – Konditionen, Funktionen und für welche Unternehmen sie sich lohnt.
Inhaltsverzeichnis
- Für wen eignet sich eine Pliant Kreditkarte?
- Was steckt hinter Pliant?
- Welche Vorteile bietet eine Pliant Kreditkarte?
- Welche Nachteile kann eine Pliant Kreditkarte haben?
- Welche Voraussetzungen müssen bei Pliant erfüllt werden?
- Welche Alternativen gibt es zur Pliant Kreditkarte?
- Pliant Kreditkarte: Unser Fazit
Für wen eignet sich eine Pliant Kreditkarte?
Pliant zieht die Grenze selbst sehr deutlich: Der Anbieter nennt 10.000 Euro Kreditkartenausgaben pro Monat als Untergrenze und schließt Freiberufler, Einzelunternehmer und Kleinstunternehmen ausdrücklich aus. Wer darüber liegt, bekommt ein Produkt, das sich besonders für Unternehmen lohnt, die ein smartes Karten- und Belegmanagement haben möchten und zudem auf die Flexibilität der Kreditkartenlimits zugreifen wollen. Das Praktische an Pliant ist, dass im Gegensatz zu anderen Anbietern nicht nur eine oder wenige Firmenkreditkarten zur Verfügung stehen. Denn oftmals benötigen Firmen mehrere Kartenmodelle, um Transaktionen schnell und sicher abzuwickeln. Die übersichtliche Pliant App ermöglicht derweil eine kontrollierte Ansicht aller Zahlungsvorgänge innerhalb des Unternehmens. Alle Konditionen in diesem Test haben wir zuletzt im August 2026 direkt beim Anbieter geprüft.

Auch auf Reisen können die Pliant Leistungen sehr vorteilhaft sein. Unternehmen, die viele Zahlungen im Ausland tätigen, können nämlich ebenfalls von Pliant profitieren. Pliant rechnet Fremdwährungsumsätze zwar zum Visa-Kurs ab, stellt die Devisengebühr von 2,5 Prozent aber separat einmal im Monat in Rechnung. Nutzern der Visa Infinite Business stehen zudem ein Versicherungspaket und weltweiter Lounge-Zugang offen. Auch die CO₂-Kompensation durch Pliant Earth ist in diesem Zusammenhang attraktiv. Allerdings muss man, wie bereits erwähnt, auch die hohen Anforderungen erfüllen, um die Leistungen zu nutzen.
Der Anbieter spezialisiert sich auf Unternehmen mit größeren Teams, denn das digitale Finanzmanagement-Tool ermöglichen einen transparenten Umgang mit den Firmenkreditkarten für alle Mitarbeitenden. Wir haben uns die Business Kreditkarten von Pliant genauer angesehen und verraten, ob sich das Produkt mit Blick auf die Vor- und Nachteile lohnt!
Was steckt hinter Pliant?
Gerade bei neueren finanziellen Produkten stellt man sich vorab einmal die Frage, was genau eigentlich hinter dem Unternehmen oder der Bank steckt. Auch Pliant ist hier keine Ausnahme. Der Anbieter für Geschäftskreditkarten sitzt seit dem Launch 2020 in Berlin und bietet seither eine digitale Kreditkartenlösung für Firmen an. Herausgegeben werden die Karten inzwischen von der finnischen Pliant Oy, einem E-Geld-Institut unter Aufsicht der finnischen Finanzaufsichtsbehörde mit eigener Visa-Lizenz – eine Partnerbank braucht Pliant dafür nicht mehr. Dabei richtet sich das Fintech vorwiegend an Unternehmen, die einen besonders guten Überblick über Finanzausgaben behalten möchten. Zudem bietet Pliant eine Vielzahl von Kreditkarten mit individuellen Budgets, die sich durch ein lohnenswertes Cashback auszeichnen. Allerdings gibt es aber auch noch einige weitere Vorteile, auf die wir genauer eingehen wollen.

Der Firmenkreditkartenanbieter stellt zwei verschiedene physische sowie auch virtuelle Kartenmodelle zur Verfügung. Eine Standardkarte ist pro Nutzer enthalten. Bei den physischen Karten haben Unternehmen die Wahl zwischen der schwarzen Kreditkarte Visa Platinum Business und der Metal-Karte Visa Infinite Business. Die Premium-Karten gibt es nur auf Anfrage – Zugang erhalten Unternehmen laut Pliant über ein hohes Kartenvolumen oder ein kostenpflichtiges Premium-Paket. Folgende Tarife sind bei Pliant verfügbar:
- Light (eine Standardkarte pro Nutzer, 25 virtuelle Karten, 5 virtuelle Einmal-Karten im Monat, eine Standard-Integration)
- Standard (unbegrenztes Cashback, unbegrenzt viele virtuelle Karten und Einmal-Karten, unbegrenzte Integrationen, Versicherungspaket gegen Aufpreis)
- Custom (individuell zugeschnitten, mit eigenem Onboarding, Customer Success Manager und Zugriff auf die Pro API)
Preise nennt Pliant für keinen dieser Tarife öffentlich – sie hängen nach Angaben des Anbieters vom Transaktionsvolumen ab und werden erst im Gespräch nach einer Demo genannt. Die früheren Tarifnamen Starter, Premium und Enterprise samt fester Monatsgebühr gibt es nicht mehr. Seit Anfang des Jahres 2022 bietet Pliant außerdem Kreditkarten in Österreich an, sodass die Leistungen auch hier nutzbar sind.
Welche Vorteile bietet eine Pliant Kreditkarte?
Das FinTech Pliant bietet eine Reihe von Vorteilen, mit denen es von der Konkurrenz hervorsticht. Schon der Einstiegstarif Light bringt eine Standardkarte pro Nutzer und 25 virtuelle Karten mit, dazu bis zu fünf virtuelle Einmal-Karten im Monat – auf die wir später noch genauer eingehen. Wer den Standard-Tarif bucht, bekommt virtuelle Karten und Einmal-Karten ohne Limit, unbegrenzte Integrationen und das unbegrenzte Cashback.
Pliant Standard
- Unbegrenztes Cashback je nach Transaktionsvolumen
- Alle Leistungen des Light-Tarifs enthalten
- Unlimitierte virtuelle Karten und virtuelle Einmal-Karten inklusive
- Versicherungspaket gegen Aufpreis
- Unbegrenzte Software- und Buchhaltungs-Integrationen
Welcher Tarif am Ende passt, entscheidet sich damit weniger an einer Preisliste als am eigenen Kartenvolumen – die Pakete unterscheiden sich vor allem bei virtuellen Karten, Integrationen und Support.

Zum anderen ist die Akzeptanz kein Thema, denn die inkludierten Visa Kreditkarten werden nach Angaben des Anbieters von über 40 Millionen Händlern in mehr als 200 Ländern akzeptiert. Praktisch ist auch, dass die digitale Kreditkartenlösung mit dem bestehenden Firmenkonto verknüpft wird. Auch eine Verknüpfung mit Google Pay und Apple Pay ist möglich. Außerdem wird bei Pliant ein Gesamtlimit für die Firma festgelegt, welches dann auf die einzelnen Karten verteilt werden kann – somit müssen die Limits nicht einzeln geprüft und können flexibel angepasst werden. Ferner kann Pliant jedoch auch mit weiteren Funktionen punkten.
Fremdwährung: Visa-Kurs plus 2,5 Prozent Devisengebühr
Lange war der Wegfall der Fremdwährungsgebühren das stärkste Argument für Pliant. Das gilt so nicht mehr: Der Anbieter weist inzwischen eine Devisengebühr von 2,5 Prozent aus und stellt sie monatlich separat in Rechnung, statt sie auf den Umrechnungskurs aufzuschlagen. Der Kurs selbst bleibt der Visa-Kurs, den Pliant ohne eigenen Aufschlag weitergibt. Transparent ist diese Trennung durchaus – günstiger als bei vielen klassischen Firmenkreditkarten ist Pliant im Auslandsgeschäft damit aber nicht mehr. Wer viel in Fremdwährung zahlt, sollte die 2,5 Prozent fest einkalkulieren.
Smartes Banking mit der Pliant App
Hervorzuheben ist ebenfalls das vereinfachte Management-Tool, welches Unternehmen bei der finanziellen Organisation unter die Arme greift. Das Fintech Pliant setzt hier einen Fokus auf die Vereinfachung des Karten- und Belegmanagements, was die Buchhaltung deutlich erleichtert. So haben Mitarbeitende Zugang zu der Pliant Plattform mit eigenem Dashboard mit verschiedenen Ansichten. Dadurch können Führungskräfte zum Beispiel sehen, wie sich die Firmenkreditkarten auf Mitarbeitende verteilen – denn diese können mehrere erhalten. Die Karten werden durch ein Monats- bzw. Transaktionslimit gedeckelt, sodass man hier nicht den Überblick verliert.

Praktisch ist auch, dass die Erstellung von Firmenkreditkarten für Mitarbeitende unkompliziert verläuft. Dies können Nutzer mit Adminrechten nämlich selbstständig, genau wie die Kartenvergabe, direkt in der Plattform erledigen. Mitarbeitenden können hier die individuellen Limits der jeweiligen Karten anfragen, auch die digitalen Einmal-Karten werden hier verwaltet. Diese ermöglichen eine noch kontrolliertere und sichere Abwicklung von Zahlungen, da Transaktionen nur einmalig mit einem festgelegten Limit getätigt werden können. Die Übersicht behält man derweil im Dashboard in Echtzeit. Neue Nutzer kann man ebenfalls ganz einfach einladen und ins System einfügen.
Vereinfachte Buchhaltung mit Software-Integration
Zudem ist das smarte digitale Buchhaltungssystem von Pliant definitiv einer der Hauptgründe, warum man sich eine Beantragung überlegen sollte. In der Pliant Plattform sind Transaktionen und Belege miteinander verknüpft, sodass dies direkt in die Buchhaltung übertragen werden kann. Nutzer können Belege direkt per Drag-and-drop hochladen. Sollte ein Beleg fehlen, wird dies im System angezeigt, zudem gibt es ebenfalls die Option, Benachrichtigungsmails für fehlende Belege an die Mitarbeitenden zu schicken.

Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit, verschiedene Kostenstellen für unterschiedliche Teams anzulegen, um den Prozess an dieser Stelle ebenfalls zu erleichtern. In Kombination mit der fließenden Integration der Buchhaltung spart dies viel Zeit und Organisation. Auch das Reisekostenabrechnungstool ist sehr hilfreich, da Pliant hier mit Systemen zusammenarbeitet, die eine direkte Schnittstelle liefern, wie zum Beispiel:
- DATEV
- Circula
- tidely
- Buchhaltungsbutler
- candis
Ansonsten hat man jedoch natürlich auch die Möglichkeit, CSV-Exporte in die bestehenden Buchhaltungssysteme zu importieren. Des Weiteren könnten auch die individuellen Spesenmanagementlösungen und Buchhaltung-Integrationen von Pliant eine Option sein.
Unbegrenztes Cashback ab dem Standard-Tarif
Mit den Pliant Karten fließt für nahezu jede Transaktion ein Teil des Umsatzes als Cashback zurück – ab dem Standard-Tarif ohne Deckel. Wie hoch der Satz ausfällt, nennt Pliant öffentlich allerdings nicht mehr: Der Anbieter spricht von unterschiedlichen Prozentsätzen je nach Rückzahlungsfrequenz und macht das unbegrenzte Cashback zusätzlich vom Transaktionsvolumen abhängig. Wer zügig ausgleicht, bekommt mehr zurück. Ausgezahlt wird in Euro, da das Cashback an kein Punkteprogramm gebunden ist – es lässt sich also frei einsetzen. Durch die Partner Deals von Pliant können außerdem weitere Cashbacks genutzt werden, die sich in die Bereiche Hotels und Reisen, Bürobedarf und Hardware kategorisieren lassen.
Tipp: Die besten Cashback-Kreditkarten
American Express Platinum Card
- Aktion: Bis zu 85.000 Punkte Rekordbonus
- 150 Euro Restaurantguthaben
- 200 Euro Reiseguthaben
- 200 Euro SIXT ride Guthaben
- Kostenloser Lounge-Zugang mit Gast
- Bestes Versicherungspaket in Deutschland
Payback American Express Kreditkarte
- Aktion: 3.000 Punkte Bonus
- 0 Euro Jahresgebühr
- Punkte (Meilen) mit jeder Zahlung
- Kostenfreie Zusatzkarte
Revolut Debitkarte
- Aktion: 20 Euro Willkommensbonus
- 0 Euro Jahresgebühr
- RevPoints sammeln und in Flugmeilen umwandeln
- Bargeld abheben – kostenlos bis 200 €/Monat (danach 2 %)
Miles & More Mastercard Gold
- 4.000 Meilen + 40 Points + 100 € Gutschein bei Erstantrag
- Unbegrenzte Meilengültigkeit
- 1 Meile pro 2 Euro Umsatz sammeln
- Premium Reiseversicherungen inklusive
C24 Mastercard
- Aktion: 75 Euro Startguthaben
- 0 Euro Jahresgebühr
- Kostenlose Zahlungen weltweit möglich
- Kostenloses Girokonto mit Zinsen inklusive
- Tagesgeldfunktion mit extra Zinsen inklusive
Pliant Earth
Überdies verfügt Pliant noch über ein Feature, welches einen CO₂-Ausgleich von Reisen sicherstellt. Die Kompensierung von Ausgaben zugunsten des Klimaschutzes erfolgt automatisch und kann ein wichtiger Aspekt für Unternehmen sein, die besonders umweltfreundlich agieren möchten.
Versicherungen und Lounge Zugang mit der Visa Infinite Business
Bei Pliant lässt sich zusätzlich die Visa Infinite Business dazubuchen – die Metal-Karte im Portfolio. Einen festen Kartenpreis nennt Pliant dafür nicht mehr: Die Premium-Karten gibt es auf Anfrage, Zugang bekommen Unternehmen laut Anbieter über ein hohes Kartenvolumen oder ein kostenpflichtiges Premium-Paket. Was die Premium Kreditkarte am Ende kostet, klärt sich damit erst im Angebot.

Denn die Pliant Visa Infinite Business bringt ein Versicherungspaket mit, in dem zum Beispiel eine Reiseversicherung sowie eine Einkaufsschutzversicherung steckt. Kostenlos ist das Paket allerdings nicht: Pliant führt es im Standard-Tarif mit einer zusätzlichen Gebühr, deren Höhe vom Tarif und der Zahl der Nutzer abhängt. Dazu kommt Zugang zu über 1.000 Flughafen-Lounges weltweit, den Pliant über LoungeKey abwickelt – unabhängig von Airline und Reiseklasse.
Sicherheit
Zuletzt sollte auch noch einmal auf die Sicherheit von Pliant eingegangen werden. Zum einen wird die Plattform durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt, bei Einkäufen im Internet wird außerdem der 3D-Secure Service aktiviert.
Welche Nachteile kann eine Pliant Kreditkarte haben?
Neben den vielen Vorteilen kann man bei Pliant natürlich auch ein paar Nachteile feststellen. Zum einen gibt es nach der Buchung einer Demo einen vergleichsweise langen Beantragungsprozess, da der Finanzanbieter echte Kreditkarten herausgibt und somit die Bonitätsprüfung etwas Zeit in Anspruch nimmt. Zum anderen sticht das Finanzunternehmen durch hohe Anforderungen heraus, denn nicht jeder kann auf die Dienstleistungen zugreifen – Freiberufler und Selbstständige können demnach keine Firmenkreditkarte bei Pliant beantragen. Allerdings sind die Funktionen des Anbieters auch auf Unternehmen mit größeren Teams spezialisiert. Hinzu kommt eine Umsatzhürde: Unter 10.000 Euro Kreditkartenausgaben im Monat ist Pliant nach eigener Aussage nicht die richtige Wahl. Welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen und welche Unternehmensformen noch von der Beantragung ausgeschlossen sind, haben wir weiter unten aufgelistet.

Außerdem sollte erwähnt werden, dass mit den Pliant Firmenkreditkarten keine Bargeldabhebungen möglich sind. Das Cashback klingt auf den ersten Blick sehr attraktiv, und das kann es auch sein – allerdings gibt es nennenswerte Einschränkungen. Denn wie hoch der Satz am Ende ausfällt, hängt vom Zeitpunkt des Ausgleichs und vom Transaktionsvolumen ab – feste Prozentsätze nennt Pliant dafür nicht mehr. Wer zügig ausgleicht, holt mehr heraus. Für Umsätze in Fremdwährung fällt das Cashback geringer aus, und auch bei Personenverkehr, Reiseagenturen, Kraftstoffen und Supermärkten gelten reduzierte Sätze. Vor allem aber schmälert die Devisengebühr von 2,5 Prozent den Cashback-Vorteil im Auslandsgeschäft spürbar. Allerdings sollte man an dieser Stelle ebenfalls erwähnen, dass das Cashback bei anderen Anbietern teils nur limitiert oder nur bei bestimmten Händlern einlösbar ist – hier liegt bei Pliant klar ein Vorteil.
Welche Voraussetzungen müssen bei Pliant erfüllt werden?
Sollten die Vorteile von Pliant zusagen, kann man über eine Beantragung nachdenken. Doch wer wird überhaupt als Kunde akzeptiert? Pliant nimmt eingetragene Kapital- und Personengesellschaften sowie Partnergesellschaften und Vereine auf, die eine gute Bonität vorweisen können. Dies bedeutet also, dass das Produkt auch für Unternehmensformen wie GmbHs, AGs, GbR oder KG zugänglich ist. Wie bereits in den Nachteilen erwähnt, können jedoch keine Freiberufler (selbst mit Mitarbeitenden) auf die Leistungen zugreifen. Ebenso wenig taugt Pliant für Kleinstunternehmen: Der Anbieter setzt neben guter Bonität hohe Kreditkartenausgaben voraus und beziffert die Untergrenze mit 10.000 Euro pro Monat.

Der Beantragungsprozess differenziert sich etwas von vergleichbaren Produkten, da viele Angaben schon vorab gemacht werden müssen. Dies bedeutet jedoch auch, dass im Nachhinein nicht mehr so viele Informationen abgefragt werden. Auch die Kreditwürdigkeit wird im Voraus geprüft, denn es gibt bei Pliant durchaus höhere Anforderungen an die Unternehmen, die den Beantragungsprozess starten wollen. Erfüllt ein Unternehmen jedoch alle Voraussetzungen, kann es den Pliant Tarif vollkommen digital beantragen und von allen Vorteilen profitieren. Nach der Beantragung werden die physischen Karten bereits nach wenigen Tagen auf dem Postweg zugestellt.
Wird die Pliant Kreditkarte der SCHUFA gemeldet?
Pliant gibt echte Firmenkreditkarten aus und nimmt dafür ausschließlich eingetragene Gesellschaften, Partnergesellschaften und Vereine auf – Privatpersonen und reine Einzelgründer gehören nicht zur Zielgruppe. Vergeben wird ein Gesamtlimit für das Unternehmen, das intern auf die einzelnen Karten verteilt wird.
| SCHUFA-Check | Was passiert |
|---|---|
| Beim Antrag | Keine private SCHUFA-Abfrage. Geprüft wird nach Angaben des Anbieters die Bonität des Unternehmens, und die Anforderungen daran sind hoch. |
| Nach Vertragsabschluss | Eingemeldet wird ein Firmenengagement, kein privater Kartenvertrag. In der Auskunft der Geschäftsführung taucht die Karte nicht auf. |
| Für Euren Score | Für Euren persönlichen Score ist Pliant damit neutral – weder baut die Karte Vertragsalter auf, noch belastet sie die Auskunft. Das unterscheidet die Karte deutlich von den Business Cards, bei denen der Inhaber persönlich haftet. Wer eine Gesellschaft führt und private wie geschäftliche Bonität sauber getrennt halten will, hat hier den klareren Schnitt. |
| Bei negativer SCHUFA | Ohne Belang für den Antrag, solange die Gesellschaft selbst tragfähig ist. Umgekehrt hilft eine gute private Auskunft nicht, wenn das Unternehmen die Anforderungen verfehlt. |
Welche Alternativen gibt es zur Pliant Kreditkarte?
Wer keine Pliant Kreditkarte beantragen kann oder möchte, hat jedoch auch einige Alternativen zu Auswahl. Erwähnenswert sind selbstverständlich die American Express Business Kreditkarten. Diese kommen ebenso wie die Pliant Kreditkarten nicht mit einem eigenen Firmenkonto daher. Sowohl die American Express Business Gold Card als auch die Amex Business Platinum Card können sich für Unternehmen lohnen, denn Ihr sammelt mit jedem Umsatz Punkte im Membership Rewards Programm und könnt diese dann gegen wertvolle Prämien eintauschen. Außerdem gibt es zur Beantragung einen attraktiven Willkommensbonus. Wer zum Beispiel plant, mit der Business Kreditkarte Meilen zu sammeln, hat hier einen großen Vorsprung.
American Express Business Platinum Card
- 200 Euro Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels und vieles mehr
- 200 Euro Dell Technologies Guthaben pro Jahr
- Bis zu 440 Euro Sixt Mobilitätsguthaben (Ride & Plus) pro Jahr
- Bis zu 600 Euro Co-Working- und Telefonserviceguthaben pro Jahr
- Bis zu 20.000 MR Punkte für die private Zusatzkarte
- Digitales Rechnungs-Management: GetMyInvoices Mitgliedschaft
- Wertvolle Membership Rewards Punkte sammeln mit jedem Euro Umsatz
- Bis zu 99 kostenfreie Business Zusatzkarten inklusive
- Zusätzliche Liquidität durch bis zu 58 Tage verzögerte Abrechnung
- Umfangreiches Versicherungspaket
- Bis zu 200 Euro Rabatt & Priority Vorteile bei Condor Flugbuchungen
- Kostenloser Lounge-Zugang für bis zu 4 Personen in 1.550 Lounges weltweit
- Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels, u.a. bei Hilton, Marriott und ALL Accor
Allerdings gibt es nicht nur unabhängige Firmenkreditkarten, sondern auch Geschäftskonten mit Kreditkarten die alternativ interessant sein könnten. Denn auf der Suche nach einem Geschäftskonto ist, hat auch hier die Auswahl zwischen einigen interessanten Anbietern, vor allem da bei Pliant einige Unternehmensgruppen von einer Beantragung ausgeschlossen sind. Das FYRST Geschäftskonto bietet beispielsweise eine gratis Visa Business Card, einen günstigen Auslandszahlungsverkehr, außerdem handelt es sich auch um ein Konto für Freiberufler.
Fyrst Geschäftskonto
- Kostenloses online Geschäftskonto
- Kostenlose Fyrst Debit Card & Visa Business Card inkludiert
- Für Freiberufler, Unternehmen in Gründung und juristische Personen
- Bargeldein- und Auszahlungen
- Integrierbare Buchhaltungssoftware
- Auslandstransaktionen zu günstigen Konditionen
Ähnlich wie bei Kontist handelt es sich auch bei FINOM um ein kostenloses Geschäftskonto, welches eine gratis Visa Business Card inkludiert. Ferner sind auch Qonto und Holvi digitale Firmenkonten, die sich durch ein smartes Buchhaltungsmanagement hervorheben. Allerdings ist besonders das Postbank Geschäftskonto erwähnenswert, da neben vielen weiteren Vorteilen für eine flächendeckende Bargeldversorgung gesorgt ist.
Postbank Business Giro
- Aktion: Keine Kontoführungsgebühren bis 31.3.2027
- Günstige Grundgebühr
- Kostenlose Bargeldabhebungen
- Kostenlose Business Girocard
- Günstiger Dispo-Kredit
Welche dieser Alternativen passt, entscheidet sich vor allem daran, ob nur Karten gebraucht werden oder gleich ein vollwertiges Geschäftskonto: Reine Kartenanbieter punkten bei Limits und Verwaltung, Kontolösungen bei Bargeld und Buchhaltung aus einer Hand.
Spar-Tipp: Pliant punktet vor allem über das unbegrenzte Cashback ab dem Standard-Tarif – das rechnet sich erst ab einem höheren monatlichen Kartenumsatz, und die Devisengebühr von 2,5 Prozent frisst im Auslandsgeschäft einen Teil davon wieder auf. Wer statt einer reinen Firmenkreditkarte ein komplettes Geschäftskonto samt Karte sucht, fährt mit der Finom Business Kreditkarte oder dem Qonto Geschäftskonto oft runder.
Pliant Kreditkarte: Unser Fazit
Vereinfachtes Karten- und Belegmanagement und ein unbegrenztes Cashback ab dem Standard-Tarif sind die stärksten Argumente für Pliant. Der günstigste Weg für Auslandszahlungen ist die Karte dagegen nicht mehr, seit der Anbieter 2,5 Prozent Devisengebühr separat berechnet. Den Unternehmensalltag kann das Finanzprodukt definitiv auf mehrere Weisen und gerade auf Reisen sowie bei Zahlungen im Ausland erleichtern, denn auch Kreditkarten ermöglichen eine Menge Zusatzleistungen. Das Finanzprodukt spezialisiert sich auf Unternehmen, die den Zahlungsalltag der Mitarbeitenden effizient erleichtern wollen. Allerdings müssen die Unternehmen auch einige Voraussetzungen erfüllen, um den Beantragungsprozess zu starten – neben guter Bonität sind das mindestens 10.000 Euro Kartenausgaben im Monat. Und da Pliant für Light, Standard und Custom keine Listenpreise mehr veröffentlicht, lässt sich der Preis erst nach einer Demo beurteilen – so stellt sich das Angebot im August 2026 dar.
Pliant Light
- Eine Standardkarte pro Nutzer
- 25 virtuelle Kreditkarten inklusive
- Eine Standard-Integration inklusive
- Bis zu 5 virtuelle Einmal-Karten pro Monat
- Smartes Karten- und Belegmanagement
- Preis individuell nach Transaktionsvolumen






Ich hatte aus Interesse eine Demotermin gemacht. Es wurde nicht direkt gesagt, aber wer weniger als 10k EUR pro Monat ausgibt, ist bei Pliant unerwünscht. >> https://www.getpliant.com/de/preise/