Die BahnCard 100 ist die Mobilitäts-Flatrate der Deutschen Bahn: ein Jahr lang unbegrenzt Nah- und Fernverkehr, ohne ein einziges Ticket zu lösen. Doch für wen lohnt sich die „Black Mamba“ unter den BahnCards wirklich – und was bringt die deutlich teurere Variante für die 1. Klasse?

Eure Vorteile mit der BahnCard 100

  • Unbegrenzt Reisen in Nah- und Fernverkehr
  • 120 kostenlose Sitzplatzreservierungen in der 1. Klasse ab dem 2. September 2026
  • BahnBonus Platin in der 1. Klasse, Gold in der 2. Klasse
  • Inklusive Deutschlandticket für den Nahverkehr
  • Ein Fahrrad kostenfrei mitnehmen
  • Als digitale BahnCard im DB Navigator

Für einen jährlichen Festpreis reist Ihr ohne Ticket durch ganz Deutschland. Neben dem Fernverkehr nutzt Ihr über das inkludierte Deutschlandticket auch den gesamten Nahverkehr. Die BahnCard 100 allein ist dabei Euer Fahrausweis. Seit dem 14. Juni 2026 gibt es sie beim Neukauf allerdings nur noch digital.

Was ist die BahnCard 100?

Die BahnCard 100 ist die teuerste Rabattkarte der Deutschen Bahn – und streng genommen gar keine Rabattkarte, sondern eine Zeitfahrkarte. Statt einen prozentualen Nachlass auf einzelne Tickets zu geben, ersetzt sie das Ticket komplett. Je nach Variante gilt sie ein ganzes Jahr oder drei Monate lang für beliebig viele Fahrten innerhalb Deutschlands.

Hauptbahnhof Hamburg als Ziel mit der BahnCard 100
Die Deutsche Bahn bietet Rabattkarten in verschiedenen Preisklassen an

Wie weit dieses Versprechen reicht, zeigt der Blick auf die Zuggattungen, die tatsächlich enthalten sind.

In welchen Zügen gilt die BahnCard 100?

Die BahnCard 100 ermöglicht unbegrenztes Reisen in allen Zügen der Deutschen Bahn, also in ICE, IC und EC ebenso wie in den Nahverkehrszügen IRE, RE, RB und S-Bahn. Auch viele Verkehrsverbünde, Busse und private Nahverkehrsbahnen erkennen sie an. Seit dem 1. Mai 2023 ist zusätzlich das Deutschlandticket enthalten, wodurch der gesamte öffentliche Nahverkehr bundesweit abgedeckt ist.

Nicht enthalten: Für FlixBus und FlixTrain gilt die BahnCard 100 nicht. Auch die Nightjet-Nachtzüge der ÖBB sind ausgenommen – dort ist die BahnCard kein Fahrschein, sondern es wird ein Aufpreis fällig, den die Bahn derzeit nicht online, sondern nur im Reisezentrum verkauft. Für internationale Fahrten braucht Ihr ohnehin ab der deutschen Grenze ein separates Ticket.

Unterschiede zu anderen BahnCards

Während die BahnCard 25 und die BahnCard 50 Rabatte von 25 oder 50 Prozent auf Spar- oder Flexpreise gewähren, macht die BahnCard 100 das Ticket überflüssig. Dafür liegen die Anschaffungskosten um ein Vielfaches höher. Sie eignet sich damit primär für Reisende, die nahezu täglich mit der Bahn unterwegs sind und volle Flexibilität wollen.

Auch bei den Zusatzleistungen liegt die BahnCard 100 vorn: Inhaber bekommen automatisch einen BahnBonus Status und damit unter anderem Zugang zu den DB Lounges an größeren Bahnhöfen. Bei den anderen BahnCards ist das nicht inklusive.

Wie viel kostet die BahnCard 100?

Die BahnCard 100 gibt es in drei Varianten, jeweils für die 1. und die 2. Klasse. Alle Preise nennen wir mit Stand August 2026, bezahlt wird grundsätzlich einmalig – eine Ratenzahlung bietet die Bahn nicht an:

Variante1. Klasse2. Klasse
BahnCard 1007.999 Euro4.899 Euro
Probe BahnCard 1002.599 Euro1.459 Euro
My BahnCard 1005.999 Euro3.199 Euro

Die reguläre BahnCard 100 gilt zwölf Monate. Die Probe BahnCard 100 läuft drei Monate, die My BahnCard 100 richtet sich an alle, die am ersten Geltungstag unter 27 Jahre alt sind, und gilt ebenfalls ein Jahr.

Auf den Monat heruntergerechnet ergibt das für die 2. Klasse rund 408 Euro und für die 1. Klasse rund 667 Euro. Die My BahnCard 100 der 2. Klasse liegt bei rund 267 Euro monatlich und ist damit für junge Vielfahrer das mit Abstand attraktivste Angebot.

Tipp zur Probe BahnCard 100: Sie ist als einmaliger Test gedacht, es gibt aber keine Begrenzung, wie oft Ihr sie kaufen dürft. Wer nur in bestimmten Monaten viel fährt, kann sie also zum Beispiel jeden Sommer erneut beantragen und drei Monate lang alle Vorteile nutzen.

Was kostet der Aufpreis für die 1. Klasse?

Zwischen der 2. und der 1. Klasse liegen bei der Jahreskarte genau 3.100 Euro, also rund 258 Euro pro Monat. Bei der My BahnCard 100 sind es 2.800 Euro Unterschied, bei der Probe BahnCard 100 1.140 Euro. Ob sich dieser Aufpreis lohnt, hängt weniger am Sitzkomfort als an den Zusatzleistungen.

Wo kann man eine BahnCard 100 kaufen?

Die BahnCard 100 bekommt Ihr online über bahn.de, im DB Navigator oder in den Reisezentren der Deutschen Bahn. Seit der Umstellung auf die digitale Karte entfällt die frühere Vorkaufsfrist von zwölf Tagen: Die Karte ist unmittelbar nach dem Kauf nutzbar.

Was bringt die BahnCard 100 in der 1. Klasse?

Der Aufpreis für die 1. Klasse kauft nicht nur breitere Sitze und mehr Ruhe im Zug. Vier Leistungen unterscheiden die beiden Varianten substanziell voneinander – und genau daran entscheidet sich, ob die 3.100 Euro Mehrpreis sinnvoll investiert sind.

Freikontingent an Sitzplatzreservierungen

Mit einer BahnCard 100 der 1. Klasse bekommt Ihr ein Kontingent kostenloser Sitzplatzreservierungen. Bislang waren das 100 Reservierungen pro Geltungsdauer, in der 2. Klasse gab es überhaupt kein Freikontingent. Für BahnCards 100, die ab dem 2. September 2026 gekauft werden, stockt die Bahn dieses Kontingent deutlich auf, wie wir in unserer aktuellen News berichtet haben:

VarianteBis 1. SeptemberAb 2. September
BahnCard 100, 1. Klasse100120
BahnCard 100, 2. Klasse020
Probe BahnCard 100, 1. Klasse2530
Probe BahnCard 100, 2. Klasse05

Neu ist außerdem, dass sich das Kontingent nicht mehr nur für Sitzplätze, sondern auch für Fahrradreservierungen einlösen lässt. Eingelöst wird es weiterhin ausschließlich im eingeloggten Bereich auf bahn.de sowie im DB Navigator, und zwar für alle nicht reservierungspflichtigen Züge der Produktklassen ICE und IC/EC innerhalb Deutschlands. Nicht genutzte Reservierungen verfallen zum Ende der Geltungsdauer.

Wichtig zu wissen: Die neuen Werte stehen bislang ausschließlich in den Beförderungsbedingungen. Auf der Produktseite und in den FAQ nennt die Bahn mit Stand Anfang September 2026 weiterhin 100 Reservierungen und kein Kontingent für die 2. Klasse.

Wichtig: Maßgeblich ist das Kaufdatum, nicht der Reisezeitraum. Wer seine Karte vor dem 2. September 2026 erworben hat, behält bis zum Ende der Geltungsdauer das bisherige Kontingent und profitiert erst mit der nächsten Verlängerung.

BahnBonus Platin statt Gold

Wer sich beim Kauf für das Bonusprogramm registriert, erhält mit der BahnCard 100 der 1. Klasse direkt den Status BahnBonus Platin. Dazu gehören der Zugang zu den Premium Lounges und 30 Prozent Rabatt auf die Bordgastronomie. Mit der 2. Klasse gibt es stattdessen den Status Gold, der ebenfalls Lounge-Zugang und Freigetränke im Bordrestaurant umfasst, aber eben nicht die Premium-Ebene.

Erste Klasse im ICE der Deutschen Bahn
In der 1. Klasse erwarten Euch mehr Platz, mehr Ruhe und Service am Platz

Zugang zur DB Lounge auch ohne Ticket

Inhaber der BahnCard 100 der 1. Klasse kommen jederzeit in die DB Lounges – und dort sogar in den 1. Klasse Bereich, sofern die jeweilige Lounge über einen solchen verfügt. Ein gültiges Ticket ist dafür nicht nötig, die BahnCard allein berechtigt zum Zutritt. Das ist im Alltag oft der unterschätzteste Vorteil der teureren Variante.

Fruehstueck im DB Premium Bereich der Lounge
Im Premium Bereich der DB Lounge gehören Frühstück und Barista-Kaffee dazu

Höhere Entschädigung bei Verspätungen

Auch bei den Fahrgastrechten macht die Reiseklasse einen Unterschied. Als Inhaber einer Zeitfahrkarte bekommt Ihr bei einer Verspätung von mindestens 60 Minuten am Zielbahnhof eine Pauschale: 15 Euro in der 1. Klasse gegenüber 10 Euro in der 2. Klasse. Entschädigungsbeträge unter 4 Euro zahlt die Bahn nicht aus.

Welche Vorteile bietet die BahnCard 100?

Das Kernprodukt ist natürlich das unbegrenzte Fahren in Nah- und Fernverkehr. Grundsätzlich dürft Ihr alle Züge nutzen, in denen der DB-Tarif anerkannt wird – und das sind nahezu alle Züge der Deutschen Bahn sowie die allermeisten Züge privater Bahnunternehmen. Einen bestimmten Zug müsst Ihr im Fernverkehr in der Regel nicht vorab reservieren, sondern könnt wie beim Flexpreis jeden ICE oder IC nehmen.

ICE der Deutschen Bahn auf einem Viadukt
Die BahnCard 100 bietet Euch vor allem Flexibilität

Darüber hinaus profitiert Ihr von zügiger Abfertigung im Reisezentrum, einer bevorzugten Hotline, speziellen Parkplätzen am Bahnhof und reservierten Sitzplatzbereichen im Zug. Auch Partner wie SIXT bieten BahnBonus Statuskunden besondere Konditionen.

Ein Fahrrad kostenfrei mitnehmen

Inhaber einer BahnCard 100 dürfen ein Fahrrad ohne den Kauf einer gesonderten Fahrradkarte mitnehmen. In Zügen der Produktklassen ICE und IC/EC bleibt allerdings eine Stellplatzreservierung erforderlich – und genau die lässt sich bei diesen Karten aus dem Freikontingent bestreiten.

Kinder und Enkelkinder kostenlos mitnehmen

Mit einer BahnCard 100 nehmt Ihr bis zu vier eigene Kinder oder Enkelkinder bis einschließlich 14 Jahren kostenfrei mit. Diese Regelung gilt allerdings nicht für das enthaltene Deutschlandticket, und die Sitzplatzreservierung ist für die mitgenommenen Passagiere ebenfalls kostenpflichtig.

Kostenfreier Nahverkehr durch das Deutschlandticket

In der BahnCard 100 steckt ein kostenfreies Deutschlandticket. Damit fahrt Ihr im gesamten deutschen Nahverkehr unbeschränkt – dazu zählen Regionalzüge, S- und U-Bahnen, Straßenbahnen sowie Busse.

Strassenbahn in Berlin im Stadtverkehr
Mit dem inkludierten Deutschlandticket ist auch der städtische Nahverkehr abgedeckt

Damit ist der Nahverkehr vollständig abgedeckt – bleibt die Frage nach der Reiseklasse, wenn Ihr die günstigere Variante gewählt habt.

Upgrade in die 1. Klasse

Wollt Ihr mit einer BahnCard 100 der 2. Klasse doch einmal in der 1. Klasse fahren, habt Ihr zwei Möglichkeiten. Zum einen könnt Ihr wie bei regulären Fahrkarten gegen Zahlung der Differenz zwischen dem Flexpreis der 1. und der 2. Klasse einen einmaligen Klassenübergang erwerben.

Zum anderen lässt sich das Upgrade mit BahnBonus Punkten bezahlen. Für 500 Punkte bestellt Ihr einen sogenannten eToken, mit dem Ihr für eine einfache Fahrt nach Verfügbarkeit in die 1. Klasse wechselt.

Eure Vorteile mit der BahnCard 100

  • Unbegrenzt Reisen in Nah- und Fernverkehr
  • 120 kostenlose Sitzplatzreservierungen in der 1. Klasse ab dem 2. September 2026
  • BahnBonus Platin in der 1. Klasse, Gold in der 2. Klasse
  • Inklusive Deutschlandticket für den Nahverkehr
  • Ein Fahrrad kostenfrei mitnehmen
  • Als digitale BahnCard im DB Navigator

Was ändert sich 2026 bei der BahnCard 100?

2026 ist für die BahnCard 100 ein Umbruchjahr. Zwei Änderungen solltet Ihr vor dem Kauf kennen.

Die BahnCard 100 gibt es nur noch digital

Seit dem 14. Juni 2026 gibt die Deutsche Bahn neu gekaufte BahnCards 100 ausschließlich als digitale Karte aus. Die schwarze Plastikkarte, über Jahre das Statussymbol unter den Vielfahrern, wird nicht mehr produziert und verschickt. Die BahnCard 100 war das letzte Produkt der Reihe, das noch physisch ausgegeben wurde.

Die BahnCard 100 der Deutschen Bahn
Die schwarze Plastikkarte läuft aus und wird durch die digitale BahnCard ersetzt

Für die Nutzung braucht Ihr ein DB Kundenkonto und die App DB Navigator. Wer bereits eine gültige Plastikkarte besitzt, kann sie bis zum aufgedruckten Gültigkeitsende weiter nutzen – endgültig Geschichte ist sie damit erst im Sommer 2027. Ein positiver Nebeneffekt der Umstellung: Die frühere Vorkaufsfrist entfällt, die Karte ist sofort ab Kauf gültig.

Kein Smartphone, keine App? Wer die digitale Karte nicht nutzen kann oder will, findet im Kundenkonto auf bahn.de ein Ersatzdokument, das sich ausdrucken lässt und im Zug als Nachweis dient.

Mehr kostenlose Reservierungen bei Neukauf

Die zweite Änderung betrifft das Freikontingent an Reservierungen, das für Karten ab dem 2. September 2026 in beiden Klassen höher liegt und sich auch für Fahrräder einlösen lässt. Die genauen Werte findet Ihr weiter oben im Abschnitt zur 1. Klasse.

Welche Nachteile hat die BahnCard 100?

Die BahnCard 100 bietet umfassende Vorteile und uneingeschränkte Mobilität. Die Schattenseiten sollte man vor dem Kauf trotzdem kennen.

Hohe Anschaffungskosten: Der größte Nachteil sind die Kosten. 4.899 Euro in der 2. Klasse und 7.999 Euro in der 1. Klasse werden per Einmalzahlung fällig, eine Ratenzahlung gibt es nicht. Das ist eine erhebliche Einstiegshürde.

Die Rentabilität hängt allein an der Nutzung: Wer kein Vielfahrer ist und die Karte nicht mehrfach im Monat für lange Strecken einsetzt, schöpft ihren Wert nie aus. Anders als bei BahnCard 25 und 50 gibt es keinen Teilnutzen: Entweder Ihr fahrt genug, oder die Karte war zu teuer.

DB ICE im Fernverkehr der Deutschen Bahn
Die BahnCard 100 rechnet sich erst ab einer hohen Zahl an Fahrten

Zusätzliche Kosten für internationale Reisen: Die BahnCard 100 gilt nur im deutschen Bahnnetz. Für Fahrten ins Ausland braucht Ihr ab der Grenze ein zusätzliches Ticket, und für die Nightjet-Nachtzüge der ÖBB fällt ein Aufpreis an, den Ihr derzeit nur im Reisezentrum bekommt.

Gedeckelte Entschädigung bei Verspätungen: Als Zeitfahrkarte ist die BahnCard 100 von der prozentualen Verspätungsentschädigung ausgenommen. Statt 25 oder 50 Prozent des Ticketpreises gibt es eine Pauschale von 10 Euro in der 2. Klasse beziehungsweise 15 Euro in der 1. Klasse ab 60 Minuten Verspätung. Zusätzlich ist die Gesamtentschädigung auf maximal 25 Prozent des Kartenwerts pro Geltungsdauer begrenzt.

Gerade bei der 2. Klasse für 4.899 Euro bedeutet das: Selbst im Extremfall bekommt Ihr über das ganze Jahr höchstens rund 1.225 Euro zurück, unabhängig davon, wie viele Verspätungen tatsächlich zusammenkommen.

Für wen lohnt sich die BahnCard 100?

Kurz gesagt: Sobald Eure jährlichen Kosten für Bahntickets und eventuelle BahnCards die Gebühr einer BahnCard 100 von 4.899 Euro in der 2. Klasse oder 7.999 Euro in der 1. Klasse übersteigen, solltet Ihr über eine Anschaffung nachdenken. Nicht zu vergessen ist das inkludierte Deutschlandticket, das Eure Fahrkarte im Nahverkehr gleich mit ersetzt.

Wer unter 27 Jahre alt ist und mehr als rund 267 Euro pro Monat für Bahnfahrten ausgibt, sollte sich die My BahnCard 100 ansehen. Sie ist die Variante, bei der sich die Rechnung schon bei moderater Nutzung trägt.

Berlin Hauptbahnhof mit Zuegen der Deutschen Bahn
Die BahnCard 100 lohnt sich vor allem für Pendler und Vielfahrer

Wie sich das konkret rechnet, zeigt ein Beispiel aus der Redaktion:

Ein kurzes Rechenbeispiel aus erster Hand: Ich selbst fahre regelmäßig mit dem ICE auf der Strecke Berlin – Hamm in der 2. Klasse. Ein Ticket kostet mich mit BahnCard 25 Rabatt durchschnittlich 40 Euro pro Strecke, also 80 Euro pro Aufenthalt. Die BahnCard 100 in der 2. Klasse kostet einmalig 4.899 Euro, das entspricht monatlich rund 408 Euro. Nach dieser Rechnung müsste ich also gut fünfmal im Monat zwischen Hamm und Berlin hin- und zurückpendeln, um überhaupt auf die Kosten zu kommen. Ab der sechsten Fahrt im Monat spart mir die BahnCard 100 dann Geld – vorausgesetzt, ich fahre jeden Monat so viel.

Samer von reisetopia

Solltet Ihr eine BahnCard 50 besitzen und stets Flexpreise nutzen, sieht die Rechnung anders aus: Dann müssen Eure Fahrtkosten inklusive BahnCard 50 Rabatt den Kaufpreis der BahnCard 100 übersteigen. Die eigenen Bahnkosten einmal sauber auszurechnen, ist deshalb der unumgängliche erste Schritt.

Neben den finanziellen Aspekten zählt der Komfort. Die BahnCard 100 ermöglicht ticketloses Reisen: Ihr müsst keine konkrete Verbindung heraussuchen, sondern steigt einfach in den nächsten ICE Richtung Zielort. Besonders wenn Termine länger dauern oder kurzfristig umgeplant werden, ist das im Alltag viel wert.

ICE der Deutschen Bahn in Stuttgart
Die BahnCard 100 ermöglicht ticketloses Reisen im gesamten Fernverkehr

Welche Kreditkarte passt zur BahnCard 100?

Eine BahnCard 100 ist mit bis zu 7.999 Euro eine der größten Einzelausgaben, die viele Reisende im Jahr tätigen. Genau deshalb lohnt der Blick darauf, womit Ihr sie bezahlt – und welche Karte die Lücken absichert, die die BahnCard offen lässt.

KarteStärke im Zusammenspiel mit der BahnCard 100
American Express Platinum Card720 Euro Jahresgebühr, dafür Reiserücktritts- und Reisegepäckversicherung sowie Lounge-Zugang weltweit
American Express Gold Card240 Euro Jahresgebühr, solides Versicherungspaket und Membership Rewards Punkte auf jeden Umsatz
Hanseatic Bank GenialCard0 Euro Jahresgebühr und keine Fremdwährungsgebühr, die günstige Lösung für den reinen Kartenkauf

Der wichtigste Hebel ist die Zahlung selbst: Wer die BahnCard 100 mit einer Punktekarte begleicht, sammelt auf einen Schlag einen vierstelligen Umsatz an Membership Rewards Punkten. Wie viel diese Punkte wert sind, haben wir im Guide zum Wert von Amex Punkten aufgeschlüsselt.

Beim Versicherungsschutz lohnt der genaue Blick. Die Reiserücktrittsversicherung der American Express Platinum Card greift mit bis zu 6.000 Euro pro Person, ebenso die Reisegepäckversicherung. Beides sind starke Leistungen für alles, was Ihr rund um die Bahnfahrt bucht, etwa Hotels, Mietwagen oder Flüge.

Der Haken beim ticketlosen Reisen: Kreditkarten-Reiseversicherungen setzen fast immer voraus, dass die Reise mit der Karte bezahlt wurde. Genau das entfällt bei der BahnCard 100, weil Ihr für die einzelne Fahrt gar kein Ticket mehr löst. Für die Bahnfahrt selbst greift der Schutz deshalb in der Regel nicht, wohl aber für alles, was Ihr drumherum mit der Karte bucht.

Welche Alternativen gibt es zur BahnCard 100?

Nicht für jeden ist die BahnCard 100 die richtige Wahl. Je nach Fahrprofil sind die günstigeren Rabattkarten oder ganz andere Verkehrsmittel die bessere Lösung.

Die BahnCard 25

Wer nicht täglich unterwegs ist und Reisen mit etwas Vorlauf planen kann, fährt mit Sparpreisen plus BahnCard 25 meist günstiger. Sie kostet 62,90 Euro in der 2. Klasse und 125 Euro in der 1. Klasse und amortisiert sich schon nach wenigen Fahrten im Jahr.

Eure Vorteile mit der BahnCard 25

  • 25 Prozent Rabatt auf alle Tickets (Spar- und Flexpreis)
  • Ab 62,90 Euro pro Jahr in der 2. Klasse
  • Reduzierter Preis für Personen unter 27 mit der My BahnCard

Die BahnCard 50

Wer die Flexibilität der Flexpreise schätzt und häufiger unterwegs ist, fährt mit der BahnCard 50 gut. Sie kostet 244 Euro in der 2. Klasse und 492 Euro in der 1. Klasse und gibt 50 Prozent Rabatt auf den Flexpreis. Damit reist Ihr fast so flexibel wie mit der BahnCard 100, müsst aber weiterhin für jede Fahrt ein Ticket lösen.

Eure Vorteile mit der BahnCard 50

  • 50 Prozent Rabatt auf den Fahrpreis im Flex Tarif
  • 25 Prozent Rabatt auf die Sparpreistarife
  • Reduzierter Preis für Personen unter 27 mit der My BahnCard

Das Deutschlandticket allein

Für viele ist das ehrlichste Gegenmodell schlicht das Deutschlandticket zum monatlichen Abopreis. Es deckt den kompletten Nahverkehr ab und kostet einen Bruchteil der BahnCard 100. Was fehlt, sind der Fernverkehr, der Lounge-Zugang und die Reservierungen. Wer den Fernverkehr nur gelegentlich braucht, kombiniert das Deutschlandticket deshalb oft günstiger mit einer BahnCard 25 oder BahnCard 50.

Andere Mobilitätsformen

Fernbusse: Mit Anbietern wie FlixBus legt Ihr lange Strecken kostengünstig zurück, sowohl innerhalb Deutschlands als auch in ganz Europa. Mit der BahnCard 100 nutzbar sind sie allerdings nicht.

Mitfahrzentralen: Plattformen wie BlaBlaCar vermitteln Mitfahrgelegenheiten, die oft günstiger sind als der ICE, dafür aber weniger planbar.

SIXT Station
Auch ein Mietwagen kann eine Alternative zur Bahn darstellen

Mietwagen: Je nach Reiseprofil lohnt sich ein Mietwagen über SIXT oder einen anderen Anbieter. Das ist meist teurer als die Bahn, erlaubt aber deutlich mehr Gepäck und volle Unabhängigkeit vom Fahrplan.

Komfortabel reisen mit SIXT

  • Die Welt der Mobilität: Mietwagen, Car-Sharing oder Limousinenservice
  • Rent: Knapp 250.000 Fahrzeuge in über 100 Ländern
  • Ride: exklusiver Limousinenservice in über 250 Städten weltweit
  • attraktive Preise und Angebote
  • exklusive Vorteile mit SIXT Gold oder Platinum dank Amex Gold und Amex Platinum Card
Samer
Dank weltweitem Angebot und exklusiver Vorteile immer die besten Angebote für Mietwagen und Rides finden

Wie kündigt man die BahnCard 100?

Die BahnCard 100 und die Probe BahnCard 100 sind, anders als BahnCard 25 und 50, keine Abomodelle. Sie laufen genau für den Zeitraum, für den Ihr sie gekauft habt, und enden danach automatisch. Wollt Ihr sie weiter nutzen, müsst Ihr sie neu erwerben. Einer Kündigung bedarf es also nicht.

Fazit zur BahnCard 100

Trotz mehrerer Preiserhöhungen bleibt die BahnCard 100 ein starkes Angebot für Vielfahrer und Pendler. Übersteigen Eure jährlichen Ticketkosten den Kartenpreis, ist die Rechnung eindeutig, der Komfortgewinn durch ticketloses Reisen kommt obendrauf.

Der Aufpreis von 3.100 Euro für die 1. Klasse rechnet sich vor allem über die Zusatzleistungen: 120 kostenlose Reservierungen bei Neukauf ab dem 2. September, BahnBonus Platin mit Zugang zu den Premium Lounges und die höhere Verspätungspauschale. Wer diese Leistungen tatsächlich nutzt, holt einen großen Teil der Differenz wieder herein. Wer nur sitzen will, ist in der 2. Klasse besser aufgehoben.

Fahrt Ihr seltener, sind BahnCard 25 oder BahnCard 50 die klügere Wahl, weil sie sich schon bei deutlich geringeren Ticketkosten amortisieren. Diesen Guide aktualisieren wir laufend, zuletzt im August 2026.

Eure Vorteile mit der BahnCard 100

  • Unbegrenzt Reisen in Nah- und Fernverkehr
  • 120 kostenlose Sitzplatzreservierungen in der 1. Klasse ab dem 2. September 2026
  • BahnBonus Platin in der 1. Klasse, Gold in der 2. Klasse
  • Inklusive Deutschlandticket für den Nahverkehr
  • Ein Fahrrad kostenfrei mitnehmen
  • Als digitale BahnCard im DB Navigator
Ihr habt spannende Informationen, Euch fehlen wichtige Themen oder Ihr habt einfach eine Anregung für neue Content Ideen? Dann sendet sie uns über dieses Formular!

Autor

Als Affiliate-Marketing-Manager kümmert sich Samer um die Betreuung der Affiliate-Partner sowie um die Empfehlungen für Finanzprodukte. Dabei stellt er sicher, dass reisetopia Euch stets die besten Produkte zu den besten Konditionen anbieten kann. In seiner täglichen Arbeit sorgt er dafür, dass die von reisetopia empfohlenen Finanzprodukte stets aktuell sind und einen Mehrwert für Euch bieten.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.