Die Amex Platinum Card ist eine der beliebtesten und zugleich umstrittensten Kreditkarten. Doch lohnt sich die Kreditkarte wirklich? Wir unterziehen die Leistungen einer kritischen Analyse.

Es ist kein Geheimnis, dass die American Express Platinum Card eine der teuersten Kreditkarten überhaupt ist. Wer die Karte in Deutschland nutzt, muss eine Jahresgebühr von satten 720 Euro berappen. Für eine Kreditkarte? Klingt im ersten Moment natürlich ziemlich verrückt, aber dennoch schwört eine ziemlich große Community auf die Karte, und zwar keineswegs nur, weil sie ein Prestigeobjekt aus Metall ist. Vielmehr kann sich die Karte auch aufgrund ihrer Leistungen lohnen, aber eben auch sicherlich nicht für jeden. Schauen wir uns die Karte also genau an, um herauszufinden, was die American Express Platinum Card wirklich taugt! Dass die Karte aus “echtem” Metall ist und sich hochwertig anfühlt, ist übrigens kein Punkt, den ich in meine Analyse aufnehmen möchte.

American Express Platinum Card

Bis zu 85.000 Punkte Bonus
  • 200 Euro Online-Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels und mehr
  • 200 Euro SIXT ride Guthaben pro Jahr
  • 150 Euro Restaurantguthaben pro Jahr
  • 120 Euro Lounge on the Go Guthaben an den Flughäfen Frankfurt und München bis 31.03.2027
  • 100 Euro LODENFREY Shoppingguthaben pro Jahr
  • Bis zu 200 Euro Rabatt & Priority Vorteile bei Condor Flugbuchungen
  • Exklusive Kreditkarte aus Metall
  • Wertvolle Membership Rewards Punkte sammeln
  • Kostenfreie Platinum Zusatzkarte
  • Bestes Versicherungspaket in Deutschland
  • Kostenloser Lounge-Zugang in über 1.550 Lounges weltweit (Priority Pass: 50 Besuche pro Jahr inkl. Gäste)
  • Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels, u.a. bei Hilton, Marriott und ALL Accor
  • Für Selbstständige und Unternehmer: Amex Business Platinum Card mit 200.000 Punkten Bonus
720 Euro Jahresgebühr
Moritz
Dank 770 Euro Guthaben im Jahr & weltweitem Lounge-Zugang die perfekte Kreditkarte für Reisen & Lifestyle!

770 Euro Guthaben im Jahr – aber auch wirklich attraktiv?

Fangen wir mit einem der offensichtlichsten Vorteile der American Express Platinum Card an. Die Karte bietet insgesamt fünf verschiedene Guthaben, die die Jahresgebühr von 720 Euro auf dem Papier sogar übersteigen. Konkret handelt es sich um:

  • 200 Euro Reiseguthaben im Jahr
  • 200 Euro Sixt Ride Guthaben im Jahr
  • 150 Euro Restaurantguthaben im Jahr
  • 100 Euro LODENFREY Shoppingguthaben im Jahr
  • 120 Euro Lounge on the Go Verzehrguthaben (befristet bis 31. März 2027)

Dabei sollte man von Anfang an ehrlich sein: Den kompletten Gegenwert sollte man bei keinem der Guthaben anrechnen, damit man gar nicht erst anfängt, sich die Kreditkarte “schönzurechnen”.

Das Reiseguthaben unter der Lupe

Das beginnt mit dem Reiseguthaben, das man nur dann nutzen kann, wenn man auch direkt bei American Express Travel bucht – hier allerdings immerhin für alle verschiedenen Kategorien. So kann man Mietwagen, Flüge oder Hotels mit dem Guthaben buchen, wobei allerdings zu bedenken ist, dass American Express bei allen Leistungen nicht zwingend der günstigste Anbieter ist. Sofern man einen Preisvergleich bemüht, findet man teilweise auch günstigere Angebote bei der Konkurrenz, wobei die Unterschiede sich vielfach in Grenzen halten. Wie das Amex Platinum Reiseguthaben im Detail funktioniert, erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Beitrag dazu.

Moritz Waldorf Astoria Maldives
Mit dem Amex Reiseguthaben könnt Ihr Hotels genauso wie Flüge buchen

Persönlich wäre meine Einschätzung, dass man gegenüber anderen Buchungswegen – zum Beispiel könnte man alternativ auch Luxushotels mit Vorteilen bei suitespot buchen – etwa zehn bis 20 Prozent weniger Gegenwert erhält, wobei das natürlich immer vom Einzelfall abhängt. Fairerweise würde ich das Guthaben also mit einem Gegenwert von etwa 160 bis 180 Euro im Jahr ansetzen. Genutzt werden kann das Guthaben übrigens nur ab einem Buchungswert von 200 Euro in einer Transaktion, eine aufgeteilte Nutzung funktioniert nicht. Ein weiterer Nachteil ist, dass Ihr das Guthaben bei einer Stornierung nicht zurückerhaltet, womit es für spontane oder nicht-stornierbare Buchungen besser genutzt ist als flexible Raten.

Das Sixt Ride Guthaben kritisch betrachtet

Kommen wir zum zweiten Guthaben, das sicherlich zu Recht am meisten Kritik in der Community auf sich zieht. Im ersten Moment klingen 200 Euro Guthaben beim Fahrdienst Sixt Ride gut, zumal man bei diesem über die App auch Taxis buchen kann. Doch hier kommen wir auch zum größten Problem: Das Guthaben ist in acht Teilbeträge zu je 25 Euro gestückelt, die Ihr jeweils einzeln einlösen könnt – und zwar nur für Fahrten über Sixt Ride, der in vielen Fällen deutlich teurer ist als etwa ein Taxi.

Im Vergleich zu anderen Limousinenanbietern ist Sixt Ride zwar nicht immer teurer, allerdings würde ich dennoch immer einen Preisvergleich durchführen. Durch die Komplexität und Stückelung sowie die eher hohen Preise ist dieses Guthaben für mich am wenigsten wert, obwohl ich es durchaus zumindest ein paar Mal im Jahr nutze. Der Gesamtwert liegt für mich realistisch betrachtet allerdings eher bei 100 Euro. An diesem Beispiel zeigt sich, dass es sich durchaus lohnt, genau darauf zu schauen, ob die Amex Platinum Card wirklich etwas taugt.

Simpel Geld zurück dank Restaurantguthaben

Nicht ganz so kritisch muss man sicherlich auf das Restaurantguthaben schauen. Denn obwohl es hier einige Einschränkungen mit Blick darauf gibt, wo man das Guthaben nutzen kann (insgesamt sind es allerdings immerhin mehr als 1.400 Restaurants in über 20 Ländern), sollte man es ganz gut hinbekommen, das Guthaben Jahr für Jahr einzulösen. Besonders praktisch: Man muss einfach nur im Restaurant bezahlen und die Gutschrift erfolgt dann automatisch auf das eigene Kartenkonto.

Amex Platinum Wien Lugeck Restaurant 2
Das Restaurantguthaben hat tatsächlich einen hohen Wert

Besonders angenehm finde ich daran persönlich auch, dass man das Guthaben auch bei mehreren Besuchen nutzen kann. Wer also etwa 3 x 50 Euro ausgibt, bekommt ebenfalls die ganzen 150 Euro zurück, was dazu führt, dass man das Guthaben nicht zwingend in sehr teuren Restaurants ausgeben muss. So gibt es unter den teilnehmenden Restaurants auch einige deutlich günstigere Optionen, etwa Jim Block oder auch ALEX.

100 Euro Shoppingguthaben bei LODENFREY

Das LODENFREY-Guthaben von 100 Euro im Jahr ist das jüngste unter den Guthaben und hat die früheren Gutschriften für Entertainment-Abos und Net-a-Porter abgelöst. Wer bei dem Münchner Modehaus ohnehin einkauft – online oder im Stammhaus am Marienplatz – nimmt die 100 Euro nahezu eins zu eins mit. An sich finde ich das Guthaben praktisch, weil es ohne Stückelung auskommt und automatisch gutgeschrieben wird.

Wer dagegen mit dem Sortiment nichts anfangen kann, geht leer aus – einen echten Gegenwert hat das Guthaben nur, wenn man etwas findet, das man auch ohne Gutschrift gekauft hätte. Die Spanne ist bei diesem Guthaben also sicherlich besonders groß, wenn es um die Frage geht, ob es sich um einen echten Gegenwert der American Express Platinum Card handelt oder eben eher nicht.

120 Euro Lounge on the Go – befristet, aber praktisch

Nicht jeder nutzt auch jedes Guthaben. Das gilt besonders für das neue Lounge-on-the-Go-Verzehrguthaben, das bis zum 31. März 2027 befristet ist: sechs Gutschriften zu je 20 Euro bei 37 Partnern an den Flughäfen Frankfurt und München. Wer von dort regelmäßig abfliegt, löst das nebenbei ein – ein Kaffee und ein Sandwich vor dem Flug kosten schnell 20 Euro. Wer selten über Frankfurt oder München fliegt, sollte den Posten dagegen gar nicht erst einrechnen. Daher wollte ich auch diesen Vorteil in der Analyse nicht außen vor lassen, ihn aber bewusst vorsichtig bewerten.

Was sind die American Express Platinum Card Guthaben wirklich wert?

Für mich gehört zu einer ehrlichen Einschätzung dessen, ob die Amex Platinum wirklich etwas taugt, ein fairer Blick darauf, wie viel die Vorteile wirklich wert sind. Bei den Guthaben ist das sicherlich stark vom eigenen Lebenswandel abhängig, aber ich würde aus meiner Perspektive die folgende grobe Kalkulation in den Raum stellen:

  • Reiseguthaben – etwa 150 Euro Gegenwert
  • Sixt Ride-Guthaben – etwa 80 Euro Gegenwert
  • Restaurantguthaben – volle 150 Euro Gegenwert
  • LODENFREY-Guthaben – etwa 70 Euro Gegenwert
  • Lounge-on-the-Go-Guthaben – etwa 80 Euro Gegenwert, sofern Ihr ab Frankfurt oder München fliegt

Für mich liegt der Gesamtwert der Guthaben also bei etwas mehr als 500 Euro, allerdings ändert sich das natürlich, wenn man etwa bei LODENFREY nichts findet, selten ab Frankfurt oder München fliegt oder bei Restaurants andere Präferenzen hat. In jedem Fall würde ich aber eine faire Spanne von etwa 400 bis 650 Euro beim Gegenwert der Guthaben ansetzen.

American Express Platinum Card

Bis zu 85.000 Punkte Bonus
  • 200 Euro Online-Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels und mehr
  • 200 Euro SIXT ride Guthaben pro Jahr
  • 150 Euro Restaurantguthaben pro Jahr
  • 120 Euro Lounge on the Go Guthaben an den Flughäfen Frankfurt und München bis 31.03.2027
  • 100 Euro LODENFREY Shoppingguthaben pro Jahr
  • Bis zu 200 Euro Rabatt & Priority Vorteile bei Condor Flugbuchungen
  • Exklusive Kreditkarte aus Metall
  • Wertvolle Membership Rewards Punkte sammeln
  • Kostenfreie Platinum Zusatzkarte
  • Bestes Versicherungspaket in Deutschland
  • Kostenloser Lounge-Zugang in über 1.550 Lounges weltweit (Priority Pass: 50 Besuche pro Jahr inkl. Gäste)
  • Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels, u.a. bei Hilton, Marriott und ALL Accor
  • Für Selbstständige und Unternehmer: Amex Business Platinum Card mit 200.000 Punkten Bonus
720 Euro Jahresgebühr
Moritz
Dank 770 Euro Guthaben im Jahr & weltweitem Lounge-Zugang die perfekte Kreditkarte für Reisen & Lifestyle!

Lounges & Hotel-Status – echtes Upgrade für Reisen?

Nun bietet American Express ja seit jeher auch noch viele weitere Vorteile für diejenigen, die sich für eine exklusive American Express Platinum Card entscheiden.

Eine richtig gute Priority Pass Mitgliedschaft

Zu den wichtigsten gehört dabei der Priority Pass, der einem automatisch die Tür zu mehr als 1.550 Lounges an Flughäfen weltweit öffnet. Doch ist das wirklich so toll, wie es klingt? Im Grunde genommen tatsächlich ja, denn anders als man vermuten mag, ist bei der Amex Platinum keine abgespeckte Version enthalten. Zur Einordnung, es gibt bei Priority Pass drei Mitgliedschaften:

  • Standard (89 Euro Jahresgebühr): 30 Euro pro Besuch (& Gast)
  • Standard Plus (289 Euro Jahresgebühr): 10 kostenfreie Besuche, 30 Euro für jeden weiteren Besuch (& Gast)
  • Prestige (459 Euro Jahresgebühr): unlimitiert kostenfreie Besuche, 30 Euro für jeden Gast

Nun wirbt so manch ein Unternehmen gerne mit Priority Pass, bietet aber die zumindest aus meiner Perspektive nahezu wertlose Standard-Mitgliedschaft, andere bieten immerhin Standard Plus. Bei American Express erlebt man hier tatsächlich das Gegenteil von Etikettenschwindel, denn enthalten ist im Kern die Prestige-Mitgliedschaft, bei der auch jeweils der Gast kostenfrei mit in die Lounge kommt. Einen Deckel gibt es allerdings: Haupt- und Zusatzkarte stehen zusammen 50 Priority-Pass-Besuche pro Kalenderjahr zu, und ein mitgenommener Gast zählt dabei als zweiter Besuch. Für die allermeisten Vielflieger reicht das locker, wer aber wöchentlich mit Begleitung fliegt, stößt an die Grenze.

Airport World Lounge München 4
Der Lounge-Zugang gehört zu den beliebtesten Amex Platinum Vorteilen

Damit aber nicht genug, denn es gibt auch noch eine zweite Mitgliedschaft – ebenfalls mit kostenfreiem Gast-Zugang – für die Partnerkarte obendrauf. Wer mit ganz spitzem Bleistift rechnet, könnte hier also 918 Euro Gegenwert oder sogar noch mehr als das ausmachen. Das ist aber natürlich keine realistische Kalkulation, weil man den regulären Preis ja niemals bezahlen würde – auch hier gilt also, dass es doch enorm darauf ankommt, wie man die Lounges auch wirklich nutzt. Einen Haken will ich auch noch genannt haben: Mit der Amex Platinum kann man nicht die Priority Pass Experiences (z.B. Sleeping Pods) oder Restaurants nutzen – diese wären bei einer regulären Mitgliedschaft enthalten.

Centurion, Delta & Co. als kleines Extra

Generell will ich in diesem Artikel keinen Streit darüber lostreten, ob es sich nun lohnt, in eine Flughafen-Lounge zu gehen, und wie viel ein Besuch wirklich wert ist. Ich sehe persönlich einen Gegenwert von etwa 15 Euro pro Besuch, egal ob nun Priority Pass oder andere Lounges. Das mag jeder anders bewerten, aber anhand dieses Wertes und des eigenen Reiseverhaltens kann man ganz einfach einen Gegenwert von Lounge-Mitgliedschaften bei Priority Pass & Co ausrechnen. Das gilt dann auch für die anderen netten Add-Ons von American Express, denn hier sind sogar ein paar mehr Lounges dabei als bei Priority Pass.

Zugang erhaltet Ihr zu Delta Lounges, wenn ein Flug über Delta gebucht wurde, zu Priority Pass Lounges und Centurion Lounges. Pro Karteninhaber dürft Ihr einen Gast in die Centurion Lounges mitnehmen, der auf demselben Flug reisen muss. Diese Beschränkung gilt seit dem 8. Juli 2026 für die Centurion Lounges in den USA sowie in London, Hongkong, Tokio, Melbourne und Sydney. In den übrigen Centurion Lounges dürft Ihr weiterhin zwei Gäste pro Karteninhaber mitbringen. Man sieht: Tatsächlich gibt es fast überall eine passende Lounge, was dann doch ein netter Gegenwert ist. Eine vollständige Übersicht zu den Amex Platinum Lounges haben wir für Euch zusammengestellt. Nicht für jeden gleich, aber gerade für diejenigen, die viel unterwegs sind, ein nettes Gimmick, das insgesamt sicher ein paar hundert Euro wert ist.

💡 Bis zum 31. März 2027 erhaltet Ihr ein Lounge-on-the-Go-Verzehrguthaben von 120 Euro, das Ihr in sechs Einlösungen zu je 20 Euro bei 37 Partnern an den Flughäfen Frankfurt und München nutzen könnt.

Hilton Gold als wirklich relevanter Hotelstatus

Wenn wir schon von Dingen sprechen, über deren Gegenwert man sich fürstlich streiten kann, kommen wir doch mal zu den verschiedenen Hotelstatus, die bei der Amex ausgelobt werden. Hier gibt es so etwas wie Marriott Bonvoy Gold, Meliá Rewards Gold, Radisson Rewards Premium, ALL Accor Gold oder GHA Discovery Platinum nebst ein paar Gold-Mitgliedschaften bei Mietwagenfirmen. Nett ist das allemal, falls man einmal bei den Ketten schläft oder mietet und dann mal ein kleines Upgrade oder ein Willkommensgetränk bekommt. Es kommt sicher ein wenig darauf an, wie wertvoll man eine solche “VIP-Behandlung light” findet. Ich freue mich zwar auch in solchen Fällen immer darüber, mal schneller beim Check-in dran zu kommen, zwei Flaschen Wasser im Zimmer vorzufinden oder auch mal ein schöneres Zimmer bekommen, finde die Vorzüge aber nicht unbedingt entscheidend.

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Es gibt aber doch eine Ausnahme, denn den Hilton Honors Gold Status finde ich tatsächlich ganz cool. Warum? Weil es mit diesem nicht nur Soft-Benefits gibt, sondern tatsächlich neben einem Upgrade auch kostenloses Frühstück für zwei Personen. Das macht dann doch schnell 40 Euro pro Nacht aus, sofern man in einem Hilton übernachtet. Dennoch würde ich die ganzen Status-Upgrades nicht unbedingt überbewerten, denn außer dem Hilton Gold Status dürften die meisten “Vorteile” doch eher theoretischer Natur sein. Die Statuslevels sind auch ein Punkt, wo man sicher die berechtigte Frage anbringen, was die Amex Platinum Card wirklich taugt – hier finden Kritiker auf jeden Fall Futter!

American Express Platinum Card

Bis zu 85.000 Punkte Bonus
  • 200 Euro Online-Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels und mehr
  • 200 Euro SIXT ride Guthaben pro Jahr
  • 150 Euro Restaurantguthaben pro Jahr
  • 120 Euro Lounge on the Go Guthaben an den Flughäfen Frankfurt und München bis 31.03.2027
  • 100 Euro LODENFREY Shoppingguthaben pro Jahr
  • Bis zu 200 Euro Rabatt & Priority Vorteile bei Condor Flugbuchungen
  • Exklusive Kreditkarte aus Metall
  • Wertvolle Membership Rewards Punkte sammeln
  • Kostenfreie Platinum Zusatzkarte
  • Bestes Versicherungspaket in Deutschland
  • Kostenloser Lounge-Zugang in über 1.550 Lounges weltweit (Priority Pass: 50 Besuche pro Jahr inkl. Gäste)
  • Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels, u.a. bei Hilton, Marriott und ALL Accor
  • Für Selbstständige und Unternehmer: Amex Business Platinum Card mit 200.000 Punkten Bonus
720 Euro Jahresgebühr
Moritz
Dank 770 Euro Guthaben im Jahr & weltweitem Lounge-Zugang die perfekte Kreditkarte für Reisen & Lifestyle!

Membership Rewards – nur ein weiteres Loyalitätsprogramm?

Ich sehe die American Express Platinum Card seit jeher nicht unbedingt als eine Karte, die sich einer einzelnen Leistung wegen lohnt, sondern der Kombination vieler Vorteile wegen. Deshalb ist das Membership Rewards Programm auch etwas, das ich hier zwar erwähnen, aber auch nicht unendlich ausführen möchte. Warum? Weil jede American Express Kreditkarte dasselbe MR anbietet und Ihr in unserem American Express Membership Rewards Guide sowieso viel bessere und detailliertere Informationen findet. Wenn es also nur um das Sammeln von Punkten geht, kann man zum Beispiel auch auf eine American Express Green Card oder eine American Express Gold Card setzen. Einen ausführlichen Amex Gold oder Platinum Vergleich findet Ihr in unserem separaten Artikel. Bin ich dennoch ein Fan von Membership Rewards? Absolut, immerhin hat mir Membership Rewards schon den einen oder anderen verrückten First Class Flug, etwa in der neuen Emirates First Class ermöglicht.

Emirates First Class Moritz Pyjama
Membership Rewards hat mir jede Menge verrückte Flüge ermöglicht

Es ist nur eben wichtig ins Verhältnis zu setzen, dass man Membership Rewards auch nutzen kann, wenn man auf eine deutlich günstigere American Express Kreditkarte setzt, sodass ich den Gegenwert eben auch nur da ansetzen würde, wo die günstigeren Karten liegen – also im mittleren zweistelligen Euro-Bereich. Dennoch kann ich nur jedem ans Herz legen, die Karte idealerweise wirklich bei jeder Transaktion zu zücken & damit Punkte zu sammeln, denn die vielen Business und First Class Flüge, die ich dank Membership Rewards genießen konnte, werde ich so schnell definitiv nicht vermissen! Wie sich die gesammelten Punkte am besten einsetzen lassen, zeigen wir Euch bei den Amex Punkte einlösen.

Amex Offers – langweilige Gutscheine oder echte Rabatte?

Kommen wir zu einem Thema, in das ich mich ein bisschen verliebt habe – schon weil ich mir am Anfang dachte, dass es doch sowieso blöd ist. In meiner Welt sind Coupons für Rabatte meist nur ein Lockmittel – das kennen wir ja alle aus dem Amazon-Paket oder von Rabattgutscheinen, die einem auf der Straße in die Hand gedrückt werden. 5 Euro Rabatt bei 100 Euro Mindestumsatz? Wow. Nun ist ja auch bei American Express sicherlich nicht alles Gold, was glänzt, aber ich bin doch überrascht, wie oft ich die Amex Offers dann doch nutze. Das liegt sicher auch daran, dass es viel für Reisen gibt…

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… aber eben auch allen voran daran, dass ich oftmals gar nicht mein Reise- oder Ausgabeverhalten verändern muss, um die Gutschriften zu bekommen. Klar, zwei von drei Offers sind für mich völlig irrelevant und auch von denen, die ich cool finde und aktiviere, nutze ich am Ende vermutlich nur eins von zehn. Aber am Ende des Jahres bin ich dann doch schockiert, dass ich allein durch die Hotel-Angebote mehrere hundert Euro zurückbekommen habe. Wohlgemerkt, obwohl ich nicht extra in einem spezifischen Hotel übernachtet habe, sondern einfach über suitespot gebucht habe. Zu meiner eigenen Überraschung nutze ich manchmal sogar die Shopping-Offers, teilweise auch ohne, dass ich es wusste, weil ich das Angebot Wochen vorher aktiviert und dann irgendwo einkaufen war und mit Amex bezahlt habe.

2. Grand Hyatt Berlin
Allein das Hyatt-Offer nutze ich jedes Jahr mehrfach

Wenn Ihr verstehen wollt, wie toll ich die Amex Offers wirklich finde, kann ich noch eine kleine Anekdote preisgeben: Ich habe doch tatsächlich noch eine Amex Gold Card neben meiner Platinum und bezahle 240 Euro im Jahr als Gebühr, um doppelt von Offers profitieren zu können – das lohnt sich für mich locker. Aber auch hier will ich nochmal festhalten: Amex Offers gibt es auch bei allen Amex-Karten, da braucht es nicht unbedingt die Platinum. ABER: Die Offers unterscheiden sich zwischen den Kartentypen und bei der Platinum gibt es zumindest für mich (insbesondere bei Hotels und Flügen) meist die attraktivsten Offers, sodass es hier anders als bei Membership Rewards tatsächlich auch Unterschiede gibt.

Gebühren & Akzeptanz – so schlecht wie man immer hört?

Bleiben zwei Punkte, die ich zumindest nicht außen vor lassen möchte: Gebühren & Akzeptanz. Es steht außer Frage, dass American Express bis heute nicht ganz an die Akzeptanz herankommt, die in Deutschland die girocard und international Visa und Mastercard bieten. Dennoch bin ich positiv überrascht, wie sich die Akzeptanz in den letzten Jahren entwickelt hat. Kann ich mittlerweile überall mit meiner Amex bezahlen? Leider nein. Dennoch habe ich das Gefühl, dass ich in zwei von drei Fällen mittlerweile problemlos die Amex zücken kann – in der Hälfte dieser Situationen hätte mir nur Bargeld weitergeholfen, in der anderen Hälfte hätte ich entweder mit einer anderen Kreditkarte oder zumindest mit einer girocard bezahlen können. Das führt dazu, dass man die Amex nicht universal verwenden kann, ist zumindest für mich aber kein Deal-Breaker, da ich für solche Situationen eine weitere Kreditkarte im Portemonnaie habe. Praktisch finde ich im Übrigen auch die Apple Pay-Anbindung von Amex, was das Bezahlen doch deutlich leichter macht.

Amex Platinum Venedig
Bei Reisen innerhalb von Europa sind die Fremdwährungsgebühren meist kein Problem

Bleibt ein anderes Ärgernis, das einen bei der Amex Platinum erwartet und das sicher auch eine offene Flanke ist. Die Rede ist von den Gebühren für Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährungen. Wer mit einer Amex im Einzelhandel oder in einem Hotel in Euro bezahlt, der muss keinen Cent extra bezahlen. Sofern man aber in US-Dollar, Schweizer Franken oder etwa Britischen Pfund zahlt, fällt eine satte Fremdwährungsgebühr für die Zahlungen an. Dasselbe gilt immer dann, wenn man Geld am Automaten abhebt – egal, ob im In- oder Ausland – weitere Details zu den Gebühren findet Ihr natürlich auch in unserer Amex Platinum Card Analyse. Es steht außer Frage, dass es diese Gebühren auch bei den meisten anderen Kreditkarten gibt. Wer etwa eine Kreditkarte der Sparkassen oder anderen Hausbanken nutzt, bezahlt ähnliche Gebühren.

Dennoch sei erwähnt, dass es auch einige Karten gibt – selbst Kreditkarten zum Meilen sammeln – bei denen man um diese Gebühren für Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährungen herumkommt. Hier bin ich dann doch auch kritisch gegenüber Amex, denn wenngleich es viele Punkte gibt, die ich in diesem Guide positiv hervorgehoben habe, möchte ich diesen eher kritischen doch auch erwähnt haben. Da lässt sich dann auch wenig drumherum reden, in diesem Bereich ist die Amex Platinum leider nicht die perfekte Kreditkarte, die man unbedingt im Portemonnaie haben möchte. Für mich machen die anderen Vorteile das zwar locker wett, aber ich kann verstehen, dass die Perspektiven hier auseinandergehen.

Versicherungen – mehr als nur ein Werbeversprechen?

Die Frage, ob die American Express Platinum Card wirklich etwas taugt, steht und fällt vermutlich nicht mit den Versicherungsleistungen. Amex spricht hier selbst von einem “umfassenden” Versicherungspaket:

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Das kann man sicherlich so unterschreiben, denn eine Sache sollte man auf jeden Fall nicht machen: Sich einfach ohne einmal die Bedingungen zu lesen darauf verlassen, dass man in jeder Situation bestens abgesichert ist. Die Auslandsreisekrankenversicherung ist genauso wie die Unfallversicherung im Ausland ziemlich gut, hat aber auch ihre Limitierungen – besonders bei längeren Aufenthalten im Ausland.

Die Reisekomfortversicherungen (z.B. bei Gepäckverlust) sind ebenfalls ganz nett, noch wichtiger ist für mich die Reiserücktrittskostenversicherung, die einen dann schützt, wenn man eine Reise wegen Krankheit nicht antreten oder abbrechen muss. Bei dieser ist die maximale Erstattung nicht gerade enorm hoch, sodass keineswegs jede Luxusreise abgedeckt ist. Bei der Mietwagenversicherung kommt der nervige Aspekt dazu, dass es zwar einen Vollkaskoschutz gibt, aber eben nur auf Reisen – also eben nicht, wenn man einen Mietwagen in Deutschland für einen Tag mietet. Das Kleingedruckte wirkt hier ehrlich gesagt nicht besonders Premium, was doch ein bisschen nervt.

Sixt Mietwagen Südfrankreich
Von den Versicherungen konnte ich auch schon profitieren

Das gilt auch für den Aspekt, dass die Versicherungsleistungen nur bei Karteneinsatz (da muss man gerade bei Reisen mit mehreren Bestandteilen genau hinsehen) gelten und zudem auch noch immer eine Selbstbeteiligung anfällt (je nach Baustein 100 bis 200 Euro). Ich will aber nicht nur negativ sein, denn bei einem Schadensfall in der Vergangenheit war die Abwicklung sehr einfach und vertrauensvoll, sodass ich auch durch die Versicherungen schon tausende Euro (es ging um einen Mietwagen) sparen konnte.

Meinen kritischen Worten zum Trotz finde ich den gebotenen Schutz der Amex Platinum also wirklich gut, man sollte sich aber eben genau informieren und auch das Kleingedruckte lesen. Einen “perfekten” und “vollständigen” Schutz bietet eben auch die American Express Platinum Card nicht. Wer das im Hinterkopf hat, darf sich über Versicherungen freuen, die sonst in der Kombination sicher mehrere hundert Euro kosten würden – mit der Platinum Card gibt es diese einfach oben drauf. Alle Details zu den Amex Platinum Versicherungen haben wir ausführlich zusammengefasst.

Fazit zur echten Leistung der Amex Platinum Card

Klar, die American Express Platinum Card ist aus Metall und sieht schick aus. Das allein wäre für mich aber noch lange kein Grund, auf die Karte zu setzen. Es gibt fraglos auch Nachteile, etwa hohe Gebühren beim Abheben oder bei Zahlungen in Fremdwährungen und die noch nicht überall sehr gute Akzeptanz. Bei den Vorteilen ist sicherlich auch nicht alles Gold (oder Metall), was glänzt – allerdings kommt man realistisch je nach Nutzung locker auf einen Gegenwert der Vorteile von 1.000 Euro und mehr, was zumindest für mich dazu führt, dass sich die Amex Platinum trotz ihres hohen Preises tatsächlich lohnt. Ganz wichtig ist und bleibt allerdings: Jeder hat eine andere Perspektive auf den Gegenwert von Vorteilen und einen anderen Lebenswandel, sodass sich die Karte nicht für jedermann lohnt – schaut Euch die Analyse in diesem Artikel also genau an und entscheidet dann für Euch, ob die Karte auch für Euch taugt! Wer die Karte neu beantragen möchte, sollte vorab die Voraussetzungen Amex Platinum prüfen.

American Express Platinum Card

Bis zu 85.000 Punkte Bonus
  • 200 Euro Online-Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels und mehr
  • 200 Euro SIXT ride Guthaben pro Jahr
  • 150 Euro Restaurantguthaben pro Jahr
  • 120 Euro Lounge on the Go Guthaben an den Flughäfen Frankfurt und München bis 31.03.2027
  • 100 Euro LODENFREY Shoppingguthaben pro Jahr
  • Bis zu 200 Euro Rabatt & Priority Vorteile bei Condor Flugbuchungen
  • Exklusive Kreditkarte aus Metall
  • Wertvolle Membership Rewards Punkte sammeln
  • Kostenfreie Platinum Zusatzkarte
  • Bestes Versicherungspaket in Deutschland
  • Kostenloser Lounge-Zugang in über 1.550 Lounges weltweit (Priority Pass: 50 Besuche pro Jahr inkl. Gäste)
  • Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels, u.a. bei Hilton, Marriott und ALL Accor
  • Für Selbstständige und Unternehmer: Amex Business Platinum Card mit 200.000 Punkten Bonus
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Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.

  • Hallo Moritz,

    bezüglich des Guthabens bei Lodenfrey ist Dein Informationsstand überholt.

    Nach zahlreichen Stornierungen von Bestellungen durch Lodenfrey kann man das Guthaben gestückelt auf 2 x 50€ nun erst ab einem MBW von 200€ einsetzen.

    Das sollte man schon wissen, wenn man die AMEX Platinum hier aktiv bewirbt und an Vermittlungen über reisetopia Provision kassiert.

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