Royal Caribbean betreibt die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt und macht das Schiff selbst zum Reiseziel. Wir zeigen Euch die Flotte, die Routen, das Treueprogramm Crown & Anchor Society und für wen sich eine Reise mit der US-Reederei wirklich lohnt.
Kaum eine Reederei polarisiert so wie Royal Caribbean International: Wer Ruhe sucht, ist hier falsch. Wer dagegen Achterbahnen, Eisshows, Kletterwände und einen Wasserpark auf See erwartet, findet nirgendwo sonst ein vergleichbares Angebot. Wir aktualisieren diesen Guide laufend – zuletzt im August 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Royal Caribbean?
- Welche Schiffe gehören zur Flotte von Royal Caribbean?
- Was macht die Schiffe von Royal Caribbean besonders?
- Welche Routen fährt Royal Caribbean?
- Was erwartet Euch auf den Privatzielen von Royal Caribbean?
- Welche Kabinen gibt es bei Royal Caribbean?
- Was kostet eine Kreuzfahrt mit Royal Caribbean?
- Wie bezahlt man an Bord von Royal Caribbean?
- Wie funktioniert die Crown & Anchor Society?
- Für wen lohnt sich eine Kreuzfahrt mit Royal Caribbean?
- Weitere Kreuzfahrtanbieter im Überblick
- Unser Fazit zu Royal Caribbean
Was ist Royal Caribbean?
Royal Caribbean International ist eine US-amerikanische Reederei und die bekannteste Marke der Royal Caribbean Group. Zum selben Konzern gehören außerdem Silversea im Ultra-Luxussegment und Celebrity Cruises im Premiumbereich. Royal Caribbean bedient dabei bewusst das Familien- und Erlebnissegment.
Der Anspruch der Reederei lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Das Schiff soll mehr Attraktionen bieten als die meisten Häfen. Entsprechend groß sind die Neubauten – die Schiffe der Icon-Klasse zählen zu den größten Passagierschiffen, die je gebaut wurden.
Royal Caribbean ist keine klassische Erholungsreederei. Wer einen ruhigen Seetag mit Buchdeck sucht, findet ihn an Bord zwar auch – das Konzept ist aber auf Unterhaltung, Familien und aktive Gäste ausgelegt.
Welche Schiffe gehören zur Flotte von Royal Caribbean?
Royal Caribbean fährt mit über 30 Schiffen und damit einer der größten Flotten weltweit. Die Schiffe sind in Klassen organisiert, die sich in Größe, Baujahr und Ausstattung deutlich unterscheiden. Wer die Klassen kennt, versteht das Angebot der Reederei sehr schnell.
Icon-Klasse
Die Icon-Klasse ist die jüngste und größte Baureihe der Reederei. Zu ihr gehören die Icon of the Seas, die Star of the Seas, die Legend of the Seas und die Hero of the Seas. An Bord finden sich unter anderem der Wasserpark Category 6 sowie die Crown’s Edge, ein Parcours in rund 47 Metern Höhe über dem offenen Meer.
Die Schiffe dieser Klasse sind konsequent in Erlebniswelten gegliedert, sodass Familien, Paare und ruhesuchende Gäste jeweils eigene Bereiche an Bord finden. Genau darin liegt der konzeptionelle Unterschied zu älteren Baureihen.

Wer zum ersten Mal mit Royal Caribbean fährt, sollte sich bewusst machen, dass ein Schiff dieser Größenordnung eher einer schwimmenden Kleinstadt gleicht als einem klassischen Kreuzfahrtschiff.
Oasis-Klasse
Die Oasis-Klasse umfasst sechs Schiffe: Oasis of the Seas, Allure of the Seas, Harmony of the Seas, Symphony of the Seas, Wonder of the Seas und Utopia of the Seas. Bis zum Start der Icon-Klasse stellte diese Baureihe die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt.
Kennzeichnend ist die Aufteilung in sieben Nachbarschaften, darunter der begrünte Central Park und die Boardwalk mit Karussell und AquaTheater. Die Utopia of the Seas ist dabei auf kurze Reisen ab Florida ausgelegt. Die Wonder of the Seas ergänzt als einziges Schiff der Klasse ein achtes Viertel, das ausschließlich Suitengästen vorbehalten ist.

Für den europäischen Markt sind die Schiffe der Oasis-Klasse besonders interessant, weil einzelne Einheiten regelmäßig Sommersaisons im Mittelmeer fahren.
Quantum-Klasse
Zur Quantum-Klasse zählen Quantum of the Seas, Anthem of the Seas, Ovation of the Seas, Spectrum of the Seas und Odyssey of the Seas. Diese Schiffe sind etwas kleiner als die Oasis-Klasse, dafür technisch besonders auffällig ausgestattet.
Bekannt sind sie vor allem für den North Star, eine Aussichtskapsel an einem Kranarm, sowie für den Skydiving-Simulator RipCord by iFly. Die Anthem of the Seas fährt regelmäßig Europarouten.
Freedom-, Voyager-, Radiance- und Vision-Klasse
Die älteren Baureihen bilden das Rückgrat der Flotte und sind meist günstiger buchbar. Sie bieten weniger spektakuläre Attraktionen, dafür oft ein ruhigeres Bordgefühl und kleinere Häfen im Programm.
- Freedom-Klasse: Freedom of the Seas, Liberty of the Seas und Independence of the Seas
- Voyager-Klasse: Voyager, Explorer, Adventure, Navigator und Mariner of the Seas
- Radiance-Klasse: Radiance, Brilliance, Serenade und Jewel of the Seas
- Vision-Klasse: Grandeur, Rhapsody, Vision und Enchantment of the Seas
Gerade die Radiance-Klasse gilt unter erfahrenen Gästen als Geheimtipp, weil diese Schiffe viel Glasfläche besitzen und dadurch auf landschaftlich reizvollen Routen wie Alaska besonders gut funktionieren.
Was macht die Schiffe von Royal Caribbean besonders?
Royal Caribbean baut Attraktionen an Bord, die man sonst aus Freizeitparks kennt. Der Wasserpark Category 6 auf der Icon-Klasse ist der größte auf See, dazu kommen Wasserrutschen, Surfsimulatoren und mehrstöckige Trockenrutschen.

Unterhaltung spielt eine ebenso große Rolle wie die Technik. Auf den größeren Schiffen laufen abends Eisshows, Wassershows im AquaTheater und aufwendige Musicalproduktionen – meist ohne Aufpreis.

Kulinarisch trennt die Reederei zwischen inkludierten Restaurants und Zuzahlrestaurants. Hauptrestaurant, Buffet und mehrere Imbissangebote sind im Reisepreis enthalten, Spezialitätenrestaurants kosten extra oder lassen sich über ein Dining-Paket buchen.
Welche Routen fährt Royal Caribbean?
Der Schwerpunkt der Reederei liegt eindeutig in der Karibik, ab Häfen in Florida, Texas und Puerto Rico. Dort fahren die neuesten und größten Schiffe, häufig auf Reisen zwischen drei und acht Nächten.
Für Gäste aus dem deutschsprachigen Raum sind vor allem die Europasaisons interessant. Im Sommer fahren einzelne Schiffe im Mittelmeer, dazu kommen Routen in Nordeuropa. Ergänzt wird das Programm durch Alaska, Asien, Australien und Transatlantikpassagen im Frühjahr und Herbst.
Wer aus Deutschland ohne Langstreckenflug reisen möchte, sollte gezielt nach Abfahrten ab Barcelona, Civitavecchia oder Southampton suchen – dort liegen die europäischen Heimathäfen der Reederei.
Was erwartet Euch auf den Privatzielen von Royal Caribbean?
Ein zentraler Baustein der Karibikrouten ist Perfect Day at CocoCay, eine reederei-eigene Insel auf den Bahamas. Der Zugang ist im Reisepreis enthalten, einzelne Bereiche wie der Wasserpark oder das Beach Club-Areal kosten jedoch Aufpreis.
Ergänzend baut die Reederei unter dem Namen Royal Beach Club weitere Strandanlagen auf, unter anderem auf Paradise Island vor Nassau, in Cozumel und auf Santorini. Diese Ziele funktionieren wie ein Tagesausflug mit fester Infrastruktur.

Für Familien sind die Privatziele ein echtes Argument, weil Anreise und Organisation entfallen. Wer authentische Landerlebnisse sucht, wird sie hier dagegen nicht finden.
Welche Kabinen gibt es bei Royal Caribbean?
Die Kabinenstruktur folgt dem üblichen Muster aus Innen-, Außen- und Balkonkabinen sowie Suiten. Royal Caribbean hat das Angebot allerdings um einige Sonderformen erweitert, die es so nicht überall gibt.
- Innenkabinen mit virtuellem Balkon: eine Bildschirmwand zeigt die Außenansicht in Echtzeit
- Promenade- und Central-Park-Kabinen: Blick nach innen auf die Nachbarschaften des Schiffes
- Familienkabinen: teils mit separaten Schlafbereichen für Kinder
- Suiten der Royal Suite Class: gestaffelt in Sea, Sky und Star mit eigenem Restaurant und Concierge
Wer eine Suite bucht, sollte die Staffelung genau prüfen: Erst ab der mittleren Stufe sind Leistungen wie das Suitenrestaurant Coastal Kitchen oder ein eigener Sonnendeckbereich enthalten. Suiten verdoppeln zudem die Punkte im Treueprogramm.
Was kostet eine Kreuzfahrt mit Royal Caribbean?
Die Reisepreise schwanken stark nach Schiff, Saison und Vorlaufzeit. Karibikreisen auf älteren Schiffen sind vergleichsweise günstig zu haben, während die Icon-Klasse in den Ferienzeiten zu den teuersten Angeboten im Massenmarkt zählt.
Wichtiger als der Startpreis ist die Kostenstruktur an Bord. Im Reisepreis enthalten sind Unterkunft, Hauptrestaurants, Buffet, Shows und die meisten Sportangebote. Nicht enthalten sind in der Regel Getränke, Spezialitätenrestaurants, Landausflüge, WLAN und das Trinkgeld, das automatisch auf das Bordkonto gebucht wird.
Kalkuliert das automatische Serviceentgelt und ein mögliches Getränkepaket von Anfang an mit ein. Beides zusammen kann den effektiven Reisepreis pro Person und Tag deutlich erhöhen – der niedrige Einstiegspreis ist ohne diese Posten nicht aussagekräftig.
Die tagesaktuellen Preise und die Verfügbarkeit einzelner Abfahrten prüft Ihr am besten direkt in der Angebotsübersicht, da die Reederei mit kurzfristigen Aktionen arbeitet.
Wie bezahlt man an Bord von Royal Caribbean?
An Bord wird bargeldlos abgerechnet. Beim Check-in hinterlegt Ihr eine Kreditkarte, alle Ausgaben laufen anschließend über das Bordkonto und werden am Ende der Reise abgerechnet. Da Royal Caribbean grundsätzlich in US-Dollar abrechnet, entstehen bei einer Karte mit Fremdwährungsgebühr schnell zusätzliche Kosten.
Sinnvoll ist deshalb eine Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr. Sie spart bei einer Reise mit Getränkepaket, Ausflügen und Trinkgeld je nach Bordausgaben einen spürbaren Betrag – und ist auch im Hafen bei Zahlungen an Land nützlich.
Wie funktioniert die Crown & Anchor Society?
Die Crown & Anchor Society ist das Treueprogramm von Royal Caribbean. Ihr sammelt einen Kreuzfahrtpunkt pro Nacht an Bord, in einer Suite zählt jede Nacht doppelt. Über die Punktzahl steigt Ihr in sechs Stufen auf, von Gold bis zum Pinnacle Club.
Seit dem 30. Januar 2026 gilt zusätzlich Points Choice: Ihr könnt die Punkte einer Reise wahlweise der Crown & Anchor Society, dem Captain’s Club von Celebrity Cruises oder der Venetian Society von Silversea gutschreiben lassen. Damit lässt sich Loyalität erstmals über die drei Marken der Royal Caribbean Group hinweg bündeln.
Die automatische Aufnahme ins Programm gilt laut Royal Caribbean nur für Gäste aus den USA und Kanada. Wer aus Europa bucht, sollte sich vor der ersten Reise aktiv registrieren, damit die Punkte sauber gutgeschrieben werden.
Für wen lohnt sich eine Kreuzfahrt mit Royal Caribbean?
Royal Caribbean ist die richtige Wahl für Familien mit Kindern und Jugendlichen, für Erstkreuzfahrer, die ein breites Unterhaltungsangebot suchen, und für aktive Gäste, denen ein Seetag ohne Programm zu wenig ist. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist im Massenmarkt stark, solange man die Zusatzkosten realistisch einplant.
Weniger geeignet ist die Reederei für Gäste, die kleine Schiffe, ruhige Seetage oder ein durchgängig deutschsprachiges Bordprogramm erwarten. Bordsprache ist Englisch, deutschsprachige Betreuung gibt es nur eingeschränkt. Wer das sucht, ist bei TUI Cruises oder AIDA Cruises besser aufgehoben.

Wer zwischen den großen Anbietern schwankt, sollte weniger auf den Reisepreis als auf das Bordkonzept schauen – dort liegen die eigentlichen Unterschiede.
Weitere Kreuzfahrtanbieter im Überblick
Royal Caribbean ist einer von vielen Anbietern im Markt. Einen strukturierten Überblick über alle Reedereien, die wir ausführlich vorstellen, findet Ihr in unserer Übersicht der Kreuzfahrt-Reedereien. Dort sind die Anbieter nach Segmenten von Mainstream bis Ultra-Luxus sortiert.
Im direkten Wettbewerb stehen vor allem MSC Cruises und Norwegian Cruise Line sowie im Familiensegment Disney Cruise Line. Alle drei sprechen ein ähnliches Publikum an, takten ihre Schiffe aber deutlich anders.
Unser Fazit zu Royal Caribbean
Royal Caribbean liefert das konsequenteste Erlebniskonzept im Kreuzfahrtmarkt. Die Schiffe sind riesig, technisch beeindruckend und für Familien hervorragend durchdacht – wer Attraktionen sucht, bekommt hier mehr als bei jeder anderen Reederei.
Der Preis dafür ist eine gewisse Reizüberflutung und eine Kostenstruktur, die man kennen muss. Wer den Einstiegspreis für den Endpreis hält, wird an Bord überrascht. Kalkuliert Ihr Getränke, Trinkgeld und Ausflüge dagegen von vornherein ein, ist Royal Caribbean im Massenmarkt schwer zu schlagen.









