Die Finanzwelt in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren relevant verändert. Ein Trend, der sich wohl fortsetzen dürfte, gerade bei Kreditkarten. Eine Vorausschau auf ein spannendes Jahr!
Blickt man auch nur fünf Jahre zurück, war der Markt für Zahlungskarten in Deutschland noch ziemlich dröge. Doch seitdem ist viel passiert, ob nun bei klassischen Kreditkarten oder auch sogenannten Debitkarten, die ohne Kreditrahmen, aber mit ähnlichen Funktionen auskommen. Aus Kundensicht hat sich dabei viel zum Positiven gewendet. Mit Blick auf die immer weiter zunehmende Konkurrenz dürfte sich dieser Trend auch im Jahr 2026 fortsetzen, wodurch sich nicht zuletzt bei der Auswahl im Kreditkarten-Vergleich spannende Möglichkeiten ergeben!
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Neue Spieler auf dem deutschen Kredit- und Debitkartenmarkt
Was das Premium-Segment angeht, darf man wohl besonders gespannt sein. Hier gab es in den vergangenen Jahren vorwiegend bei den American Express Kreditkarten Bewegung. Bei Konkurrenzprodukten wie dem Barclays Platinum Double oder auch der Miles & More Kreditkarten hielten sich Neuerungen in Grenzen, das bisherige Produkt der DKB war nach dem bekannt gewordenen Übergang des Portfolios gar in eine Art Winterschlaf verfallen.

Doch was schon im vergangenen Jahr begonnen hat, dürfte sich in diesem Jahr in noch größerer Art und Weise fortsetzen. Zum einen sind da neue Spieler auf dem Markt. Besonders zu nennen sind hier fraglos Klarna und Revolut, die bereits im Jahr 2025 massiv in den Ausbau ihres Produkts (Revolut) oder den Start der Premium-Abonnements (Klarna) investiert haben. Aktuell gibt es beide Produkte zwar nur als Debitkarte, aber im Laufe der kommenden Monate könnte zumindest bei Revolut auch eine Kreditkarte folgen.
Spannend könnten allerdings auch andere Entwicklungen werden, denn schon länger ist bekannt, dass auch N26 noch stärker im Premium-Segment angreifen möchte. Erste Abonnements, beispielsweise N26 Metal, gibt es bereits. Doch um mit der Konkurrenz mithalten zu können und Premium-Kunden zu gewinnen, muss noch mehr passieren. 2026 könnte es so weit sein.
Inspiriert könnte davon mit Blick auf den starken Expansionsdrang auch Trade Republic sein, immerhin bietet der Neobroker ebenfalls schon länger eine (kostenlose) Debitkarte. Eine Premium-Variante nach dem Vorbild der Konkurrenz scheint dabei nicht gänzlich fern.
Noch nicht so weit dürfte es auf jeden Fall bei J.P. Morgan Chase sein, denn die US-Großbank startet zwar 2026 auf dem deutschen Markt, allerdings nicht mit einem Produkt wie der Chase Sapphire Reserve Card. Diese ist in den USA zu einem der größten Konkurrenten der American Express Platinum Card gereift. Zumindest starten möchte Chase in Deutschland mit einem Tagesgeldprodukt, eine Kreditkarte dürfte es erst in den Folgejahren geben.
Deutsche Bank greift mit der neuen Miles & More Kreditkarte an
Garantiert spannend wird es rund um ein anderes Produkt, denn die Deutsche Bank startet im kommenden Jahr endlich mit der breiten Vermarktung der Miles & More Kreditkarte. Nach Jahren des Stillstands und dem Start der Gewinnung von Bestandskunden, die bislang die Karte der DKB hatten, dürfte es 2026 deutlich intensiver mit der Vermarktung für Neukunden losgehen.
Spannend werden dabei verschiedene Aspekte, denn zum einen könnte es bei den Leistungen mittelfristig noch Verbesserungen geben. Zum anderen dürfte gerade der Bonus für Neukunden zu einem sehr spannenden Thema werden, war dieser doch auch in der Vergangenheit oft ein gutes Argument, die Miles & More Kreditkarte zu beantragen.
Je nach Bonus für die American Express Gold Card, dürfte man sich auch bei der Deutschen Bank anpassen – in diesem Jahr lag dieser sogar bei teilweise bei bis zu 55.000 Membership Rewards Punkten. So dürften fünfstellige Boni in Form von Miles & More Meilen sicherlich realistisch sein, was die Konkurrenz am Markt fraglos anheizen dürfte.
American Express setzt auf ein zuletzt aktualisiertes Produktportfolio
Voraussichtlich keine allzu großen Veränderungen kündigen sich bei American Express an. Das liegt primär daran, dass es nicht allzu lange her ist, dass die American Express Rosé Gold Card vorgestellt wurde und auch die American Express Business Platinum Card ein neues Gesicht bekommen hat. Zwar sind Veränderungen an den Produkten nie auszuschließen, man sollte sie mit Blick auf die viele Bewegung in den Monaten zuvor aber zumindest nicht zum Jahresstart erwarten.
Gespannt sein darf man auf die Neukundenaktionen, denn bei diesem Aspekt ist American Express der Konkurrenz in den vergangenen Jahren weit enteilt. Während es bei anderen Karten entweder gar keine Boni oder nur einige Tausend Meilen Bonus wie bei den Eurowings Visa Krediktarten gab, wurden bei American Express im laufenden Jahr im Business-Segment bis zu 200.000 und im Privatkundenbereich bis zu 85.000 Punkte Bonus ausgelobt.
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Ob sich dieser Trend fortsetzen wird, bleibt abzuwarten. Zumindest sofern aber auch die Deutsche Bank aggressiv in die Vermarktung geht und auch andere Wettbewerber wie Revolut oder Klarna weiter in den Premiummarkt drängen, wäre es eine faustdicke Überraschung, sofern American Express nicht auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2025 werben würde.
Intensiver Wettbewerb bei kostenlosen Kreditkarten setzt sich fort
Blickt man über das Segment der Premium-Kreditkarten hinaus, dürfte sich 2026 ebenfalls ein scharfer Wettbewerb ankündigen. Einerseits sind mittlerweile wieder zahlreiche Anbieter in die Neukundengewinnung eingestiegen, nachdem sie zwischendurch auf die Bremse getreten sind. Das gilt etwa für die Hanseatic Bank GenialCard oder auch die Bank Norwegian Visa Card.
Bank Norwegian Visa Kreditkarte
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Andererseits sind in den vergangenen Wochen und Monaten die Neukundenboni auch bei kostenlosen Kreditkarten deutlich gestiegen, was auf einen zunehmenden Wettbewerbsdruck hindeutet. Die Barclays Visa Krediktarte wird beispielsweise mittlerweile mit 40 Euro Bonus beworben, bei der TF Bank Mastercard Gold gibt es immerhin 30 Euro.
Mit Blick darauf, dass dieser Markt oft volatiler ist, lohnt sich die Beantragung mit Bonus für diejenigen, die ohnehin auf der Suche sind, vermutlich auch noch zum Jahresende. Allerdings muss man sich wohl zumindest keine Sorgen machen, dass die konkurrierenden Anbieter auch im neuen Jahr wieder mit attraktiven Boni werben.
Barclays Visa Kreditkarte
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Bedenken sollte man hinsichtlich des Timings nur, dass der Januar und der Februar üblicherweise ohnehin sehr starke Phasen für die Kartenanbieter sind. Entsprechend könnten die Neukundenboni erst etwas später zurückkehren, was je nach Produkt dazu führen könnte, dass eine Beantragung noch im September besser ist.
Rekorde auch bei Aktionen für Girokonten mit Debitkarten
Zuletzt sei auch noch auf ein weiteres Marktsegment verwiesen, denn immer mehr Banken bieten Girokonten mit Debitkarten an. Dies ist per se nichts Neues, allerdings hat sich gerade im Kontobereich der Wettbewerb enorm vertieft. Das gilt umso mehr, als viele neue Banken auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen versuchen. Besonders attraktiv ist so etwa das Neukundenangebot beim BBVA Girokonto mit angeschlossener Debitkarte mit Cashback aufgefallen.
BBVA Girokonto
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- 3 Prozent Zinsen für sechs Monate
- Kostenlose Debitkarte mit 3 Prozent Cashback inklusive
- Kostenfreie Zahlungen in Fremdwährungen inklusive
Dass diese Entwicklungen nicht spurlos an den etablierten Konkurrenten vorbeigehen, ist so keine Überraschung. Beim Consorsbank Girokonto mit Debit- oder Kreditkarte wurde etwa in den vergangenen Wochen immer wieder ein attraktiver Bonus ausgeblendet und auch beim ING Girokonto gab es im Rahmen der sogenannten Black Week gleich mehrere interessante Aktionen mit Bonus.
Eben jener Trend dürfte sich bei weiter zunehmenden Wettbewerb im kommenden Jahr fortsetzen, sodass man auch bei Debitkarten oder Kreditkarten, die mit einem Girokonto in Verbindung stehen, bessere Konditionen und attraktive Willkommensboni erwarten darf. Ein Zeichen in diese Richtung war etwa auch schon die Vorstellung einer Premium-Kreditkarte zum Girokonto bei der Nürnberger Consorsbank.
Generell zeigt sich über alle Marktsegmente hinweg: Der steigende Wettbewerbsdruck zwingt die Banken nicht nur dazu, die Konditionen mindestens konstant zu halten oder gar zu verbessern, sondern auch dazu, attraktive Neukundenboni zu bieten. Unter diesen Vorzeichen darf man sich mit Blick auf den Kreditkartenmarkt also fraglos auf das neue Jahr freuen!
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Moin. Ich besitze bereits die Eurowings-Kreditkarte, und meine bisher gesammelten Meilen sind aktuell nicht vom Verfall bedroht. Allerdings überlege ich, zusätzlich eine Miles & More Kreditkarte abzuschließen. Aus Ihrem Text verstehe ich, dass es für mich als potenziellen Neukunden voraussichtlich vorteilhafter sein könnte, damit bis 2026 zu warten – ist das richtig?
Hi Maurice, garantieren können wir das natürlich nicht, aber in der Vergangenheit waren die Boni für Neukunden oft deutlich höher. Entsprechend ist es gut vorstellbar, dass es auch 2026 höhere Boni geben könnte.
Reisetopia entwickelt sich immer mehr zu einem Finanzportal …
Hi Theo, wir haben bei reisetopia einen klaren Fokus auf Luxusreisen, Loyalitätsprogramme und Finanzprodukte. Wir zeigen, wie man gerade durch die Kombination dieser Bereiche besonders viel herausholen kann, daher sehen wir uns in der Tat mitunter auch als Finanzportal.
Hallo Moritz,
sehr interessanter Beitrag, vielen Dank.
Leider ist der Kreditkartenmarkt in Deutschland, im Gegensatz zu anderen Ländern, immer noch ein großes Trauerspiel!
Ich habe mich, eigentlich eher zufällig, in letzter Zeit mal intensiver mit den US Kreditkarten beschäftigt.
Das sind ja wirklich, sowohl was Willkommesboni angeht, wie auch die Bepunktung von Umsätzen, eine komplett eigene Welt.
Klar, die Beantragung ist mit einigen Hürden verbunden und bedarf definitv deutlich mehr Aufwand. Ich habe es für 2026 trotzdem mal auf meiner To-do-Liste…schau mer mal.
In dem Sinne noch schöne restliche Weihnachten.
Gruß
Alex