Auf gleich mehreren Wegen ermöglicht Miles & More einen Beitrag zur CO₂-Einsparung für Flüge mit Lufthansa und anderen Konzernairlines. Doch in welchen Fällen lohnt sich das dank der gebotenen Prämien? Wir zeigen es Euch in unserem ausführlichen Ratgeber!
Inhaltsverzeichnis
- Welche Möglichkeiten zur CO₂-Einsparung gibt es bei Miles & More?
- Wie funktioniert die CO₂-Einsparung über Green Fares?
- Lohnt sich die CO₂-Einsparung durch Green Fares?
- Wie funktioniert die CO₂-Einsparung über Eurowings PlanetBlu?
- Lohnt sich die CO₂-Einsparung durch Eurowings PlanetBlu?
- Wie funktionieren die Pakete zur CO₂-Einsparung bei Miles & More?
- Was kosten die Pakete zur CO₂-Einsparung bei Miles & More?
- Lohnt sich die CO₂-Einsparung über die Pakete von Miles & More?
- Was macht das Sammeln von Qualifying Points über Pakete zur CO₂-Einsparung interessant?
- Fazit zur CO₂-Einsparung bei Miles & More
Miles & More geht bei den Vielfliegerprogrammen fraglos voran, was das Thema CO₂-Einsparung angeht. Schon seit Längerem werden bei der Buchung sogenannte Green Fares angeboten, bei bei Eurowings gibt es mit der Tarifklasse PlanetBlu Ähnliches. Doch besonders interessant ist das Thema durch einen allgemeinen und auch nachträglich möglichen Beitrag zur CO₂-Einsparung im gesamten Miles & More Kosmos geworden. In diesem Ratgeber werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Möglichkeiten!
Welche Möglichkeiten zur CO₂-Einsparung gibt es bei Miles & More?
In unserem Ratgeber möchten wir im Kontext von Miles & More auf die CO₂-Einsparung bei Flügen eingehen, weswegen der Blick hier nur auf meilenrelevante Möglichkeiten geworfen wird. Hier werden insgesamt drei verschiedene Optionen angeboten:
- Beitrag zur CO₂-Einsparung bei der Buchung über Green Fares / PlanetBlu
- Beitrag bei der Buchung oder bis zum Abflug mit Paketen zur CO₂-Einsparung
- Nachträglicher Beitrag nach dem Flug mit Paketen zur CO₂-Einsparung
Im Detail wird es dabei kompliziert, denn die verschiedenen Varianten unterscheiden sich sowohl beim Preis als auch bei der Gegenleistung für den Beitrag zur CO₂-Einsparung. Je nachdem, welche Rolle das Meilensammeln sowie alternativ auch andere Zusatzleistungen spielen, kann sich die eine oder andere Variante mehr lohnen.
Unterschiede gibt es mit Blick auf die verschiedenen Arten der CO₂-Einsparung auch zwischen den Reiseklassen sowie den verschiedenen Airlines der Lufthansa Group sowie möglichen Miles & More Partnern, sodass ein Blick ins Detail von entscheidender Bedeutung ist.
Wie funktioniert die CO₂-Einsparung über Green Fares?
Bei der Buchung von Flügen mit der Lufthansa Group ist es schon im Buchungsprozess möglich, sich für einen Tarif mit inkludiertem Beitrag zur CO₂-Einsparung zu entscheiden. Möglich ist dies bei Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Lufthansa (inklusive Lufthansa City Airlines) und SWISS, innerhalb Europas in der Economy und der Business Class.
Bei der Buchung von Green Fares deckt die Lufthansa auf der Kurz- und Mittelstrecke 20 Prozent der Emissionen über nachhaltigen Kraftstoff (SAF) und 80 Prozent über Ausgaben für Klimaprojekte ab. Auf der Langstrecke sind es dagegen 10 bzw. 90 Prozent.
Seit dem 28. April 2026 gilt in Europa eine neue Tarifstruktur. Die frühere Economy Green heißt seitdem Economy Comfort Green und baut auf dem Tarif Economy Comfort auf, dem früheren Classic. In der Business Class gibt es mit Business Comfort Green und Business Flex Green sogar zwei grüne Varianten. Gebucht werden können die Green-Tarife nur direkt bei den Airlines, also über deren Websites oder NDC, nicht über klassische Reisebüro-Systeme. Die Leistungen in der Economy Class im Überblick, mit Stand Oktober 2026:
| Leistung | Economy Comfort | Economy Comfort Green |
|---|---|---|
| Gepäck | 1 × 23 kg Freigepäck und 1 × 8 kg Handgepäck | 1 × 23 kg Freigepäck und 1 × 8 kg Handgepäck |
| Umbuchung | 80 Euro zzgl. Tarifdifferenz | 80 Euro zzgl. Tarifdifferenz |
| Erstattung | nicht möglich | nicht möglich |
| Sitzplatzreservierung | gegen Gebühr | gegen Gebühr |
| CO₂-Einsparung | gegen Aufpreis | inklusive (20 Prozent SAF) |
| Zusätzliche Meilen und Points | keine | 20 Prozent |
In der Business Class gibt es den grünen Zusatz sowohl im Comfort- als auch im Flex-Tarif. Die übrigen Leistungen entsprechen jeweils dem Tarif ohne Green:
| Leistung | Business Comfort Green | Business Flex Green |
|---|---|---|
| Umbuchung | nicht möglich | inklusive |
| Erstattung | nicht möglich | möglich |
| Freigepäck | 1 × 32 kg | 2 × 32 kg |
| Lounge, Sitzplatz und freier Nebensitz | inklusive | inklusive |
| Zusätzliche Meilen und Points | 20 Prozent | 20 Prozent |
Wichtig: Gegenüber dem regulären Tarif bringt die Green-Variante seit der Umstellung keine zusätzliche Flexibilität mehr. Die kostenlose Umbuchung und die Sitzplatzreservierung, die früher im Economy-Green-Tarif enthalten waren, entfallen. Der Mehrwert liegt damit allein in der CO₂-Einsparung und den 20 Prozent zusätzlichen Meilen, Points und Qualifying Points.
Angeboten werden die Green Fares darüber hinaus auch auf der Langstrecke, wobei sich das Angebot hier auf alle vier Reiseklassen erstreckt, sofern sie angeboten werden.
Die Aufpreise für die Green Fare sind hier je nach Reiseklasse im Verhältnis zu Flügen innerhalb Europas etwas geringer, in der First Class sind es beispielsweise in der Regel weniger als 5 Prozent Aufpreis gegenüber dem günstigsten Basic-Tarif, wie dieses Beispiel aus dem Herbst 2025 von einem Flug von Berlin nach Los Angeles zeigt:

Auch auf der Langstrecke gilt, dass diese Tarifklasse einige Zusatzleistungen gegenüber den anderen Tarifen aufweist.
In der Economy Class sind die folgenden Leistungen beim Green Tarif gegenüber anderen Tarifklassen enthalten:
- kostenfreie Umbuchung zuzüglich Tarifdifferenz (sonst nur in Flex enthalten)
- kostenfreies Gepäckstück mit 23 Kilogramm (sonst nur im Basic, Basic Plus & Flex Tarif enthalten)
- 10 Prozent zusätzliche Meilen und (Qualifying) Points
In der Premium Economy Class, Business Class und First Class sind die Inklusivleistungen dagegen identisch und weniger umfangreich:
- kostenfreie Umbuchung zuzüglich Tarifdifferenz (sonst nur in Flex enthalten)
- 10 Prozent zusätzliche Meilen und (Qualifying) Points
Die Gutschrift der zusätzlichen Meilen funktioniert dabei automatisch nach dem Flug mit der regulären Meilengutschrift:

Zusammenfassend ist der Beitrag zur CO₂-Einsparung bei der Buchung von Green Fares vergleichsweise simpel und mittlerweile auch gut eingebunden.
Lohnt sich die CO₂-Einsparung durch Green Fares?
Eine Einschätzung dazu, wie attraktiv die Nutzung der Green Fares mit Blick auf das Meilen sammeln und das Erlangen eines Status bei Miles & More, ist nicht ganz einfach. Das liegt daran, dass es auch andere Inklusivleistungen gibt, die einen theoretischen Wert haben.
Annähern kann man sich mit einem Beispiel: Wer innerhalb Europas einen Business Class Flug für 500 Euro hin und zurück bucht, bekommt im Tarif Business Comfort Green außer der CO₂-Einsparung keine zusätzlichen Leistungen, den Aufpreis gegenüber Business Comfort zeigt erst die Buchung. Bei der Gutschrift ergeben sich folgende Effekte:
- rund 1.680 statt 1.400 Prämienmeilen (ohne Status)
- rund 2.520 statt 2.100 Prämienmeilen (mit Status)
- 192 statt 160 (Qualifying) Points
Nimmt man einen durchschnittlichen Wert pro Miles & More Meile von 1,7 Cent an, haben die zusätzlichen Meilen einen Wert von rund 5 bis 7 Euro. Dazu kommen allerdings die zusätzlichen Qualifying Points, die für diejenigen, die einen Frequent Traveller oder Senator Status anstreben, durchaus auch von Relevanz sein können.
Dennoch gilt in der Regel: Rein aus der Perspektive des Meilen sammelns lohnt sich der Beitrag zur CO₂-Einsparung durch Green Fares selten. Einzig mit Blick auf die zusätzlichen Qualifying Points und die eigene Perspektive auf die Sinnhaftigkeit eines Beitrags zur CO₂-Einsparung kann dieser Weg sinnvoll sein.
Wie funktioniert die CO₂-Einsparung über Eurowings PlanetBlu?
Nach einem verwandten Muster wie die Green Fares bei den “Premium”-Airlines der Lufthansa Group funktioniert die CO₂-Einsparung auch bei Eurowings. Hier allerdings geht es nicht um eine eigene Tarifklasse, sondern um ein ergänzend zubuchbares Paket. Im Grunde also eine Art Zwischenlösung zwischen den Paketen zur CO₂-Einsparung von Miles & More und den Green Fares der Lufthansa.
Konkret lassen sich dabei bei jedem Flug drei verschiedene Pakete buchen, die auf unterschiedliche Weise zur CO₂-Einsparung beitragen:
- PlanetBlu Light: 5 Prozent zusätzliche Miles & More Points
- PlanetBlu Plus: 10 Prozent zusätzliche Miles & More Points
- PlanetBlu Pro: 50 Prozent zusätzliche Miles & More Points
Zwar spricht Eurowings auf der eigenen Webseite von Points, konkret gutgeschrieben werden aber auch Qualifying Points.
Im Light Tarif werden 5 Prozent der Emissionen über nachhaltige Treibstoffe abgedeckt, bei Plus sind es 10 Prozent und bei PlanetBlu Pro liegt der SAF-Anteil bei 50 Prozent. Der Rest der Emissionen wird jeweils über Investitionen in Klimaschutzprojekte abgedeckt, auch hier auf Basis von Berechnungen von myclimate je nach Streckenlänge.

Neben den zusätzlichen Points gibt es bei Eurowings keine weiteren Vorzüge, also weder mehr Prämienmeilen noch Leistungen im Sinne einer flexibleren Umbuchung. Einzig beim PlanetBlu Pro Paket ist ergänzend noch ein Heißgetränk an Bord als zusätzliche Leistung enthalten.
Beim Beitrag zur CO₂-Einsparung über Eurowings PlanetBlu werden auch bis zu 20 Prozent zusätzliche HON Circle Points gewährt, sofern es sich um eine Buchung in der BizClass handelt.
Die Preise liegen dabei mit Blick auf den Fokus von Eurowings auf Kurz- und Mittelstrecken im einstelligen Euro-Bereich für die beiden kleineren Pakete (Plus kostet auf den langen Mittelstrecken teils knapp über 10 Euro) und im Bereich von 15 bis 40 Euro für das größte Paket.
Lohnt sich die CO₂-Einsparung durch Eurowings PlanetBlu?
Geht es rein um das Erreichen von einem Status, kann der Beitrag zur CO₂-Einsparung mit den Eurowings PlanetBlu-Paketen in Sonderfällen attraktiver sein als die Green Fares der Lufthansa. Das zeigt sich am Beispiel der Strecken nach Dubai oder Jeddah, die teilweise im Bereich von weniger als 500 Euro für einen Hin- und Rückflug in der Business Class gebucht werden können:
Auf der beispielhaften Route von Stuttgart nach Dubai ergaben sich dabei im Herbst 2025 pro Richtung die folgenden Werte für die Pakete:
- PlanetBlu Light: 5 Qualifying Points für 8,76 Euro
- PlanetBlu Plus: 10 Qualifying Points für 12,10 Euro
- PlanetBlu Pro: 50 Qualifying Points für 38,82 Euro
Schon auf den ersten Blick zeigt sich dabei, wie extrem attraktiv die verschiedenen Pakete sein können. So ergibt sich teilweise ein Preis von unter 80 Cent pro Qualifying Point, was mit Blick auf die Statuserreichung, aber auch den Lifetime Status und Extra Benefits sehr spannend sein kann.

Auf kontinentalen Strecken und auch in der Economy Class sieht es dagegen ganz anders aus. Hier lassen sich gerade auf den kürzeren Kontinentalstrecken, etwa innerhalb von Deutschland, etwas bessere Werte erzielen. Attraktiver als die Pakete zur CO₂-Einsparung von Miles & More ist diese aber in der Regel nicht.
An einem Beispiel aus dem Herbst 2025 von einem Flug von Berlin nach Ibiza zeigt sich das hervorragend. Hier kosten die Pakete zwischen 5,22 und 23,14 Euro bei einem Economy Class Flug, womit es selbst im Bestfall gerade einmal einen Qualifying Point für 2,31 Euro gäbe, im schlechtesten sogar nur für 5,22 Euro:

Entsprechend ist Eurowings PlanetBlu nur in Ausnahmefällen empfehlenswert, besonders auf den Strecken in den Nahen Osten und in der BizClass. Hier gibt es im Verhältnis eine vergleichsweise hohe zusätzliche Gutschrift an Qualifying Points für einen recht moderaten Preis. Bei den regulären Eurowings-Strecken innerhalb Europas lohnt sich diese Art der CO₂-Einsparung dagegen deutlich seltener.
Wie funktionieren die Pakete zur CO₂-Einsparung bei Miles & More?
Seit September 2025 bietet Miles & More ergänzend zu den Green Fares noch weitere Möglichkeiten für einen Beitrag zur CO₂-Einsparung auf Flügen, konkret sogenannte Pakete zur CO₂-Einsparung:
Hinzugebucht werden können diese sowohl bei der Buchung als auch noch vor dem Abflug oder sogar nach dem Flug. Bei dieser Art der CO₂-Einsparung gibt es entsprechend auch keinen konkreten Einfluss auf das Flugerlebnis, die Tarifklasse und die Inklusivleistungen ändern sich durch den Kauf der Pakete nicht. Ein Beitrag zur CO₂-Einsparung ist jeweils für alle Flüge des jeweiligen Kalenderjahres bis zum 31. Dezember des Jahres möglich. Die nachträgliche Buchung war von Mitte März bis zum 13. Oktober 2026 wegen einer Überarbeitung ausgesetzt. Seitdem lässt sich die CO₂-Einsparung auch für mehrere Flüge in einem Vorgang buchen, ausgenommen sind unter anderem Prämienflüge sowie Bahn- und Busverbindungen unter Flugnummer.
Passagiere müssen sich zwischen den Green Fares und den Paketen zur CO₂-Einsparung entscheiden. Eine Nutzung von beiden Optionen für denselben Flug ist nicht möglich.
Entsprechend dient das Paket ausschließlich der CO₂-Einsparung, die im Gegenzug mit Meilen und Qualifying Points belohnt wird. Bei der nachträglichen Buchung gibt es seit dem Relaunch im Oktober 2026 auf allen Strecken vier Pakete: Small, Medium, Large und X-Large. Der Anteil an nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) liegt dabei bei 5, 20, 50 beziehungsweise 80 Prozent, der Rest wird über Investitionen in Klimaschutzprojekte abgedeckt. Genau dieser SAF-Anteil bestimmt auch die Gutschrift: Es gibt 5, 20, 50 oder 80 Prozent der regulär für den Flug gutgeschriebenen Points und Qualifying Points zusätzlich.
Durch den unterschiedlich hohen Anteil der Reduktion durch SAF, gibt es bei den Preisen für die Pakete auch massive Unterschiede. Bei den kleinen Paketen mit geringer SAF-Quote werden auf Europastrecken oft nur wenige Euro fällig:
Bei den größeren Paketen und insbesondere auf Langstrecken sind es dagegen teilweise mehrere hundert Euro, wie dieses Beispiel von Hongkong nach Zürich in der First Class zeigt:
Als Gegenleistung für den Beitrag zur CO₂-Einsparung werden dabei sowohl Prämienmeilen als auch (Qualifying) Points ausgelobt. Relevant ist hierbei die Unterscheidung zwischen Miles & More Airlines und Star Alliance Partnern, denn für den Beitrag gibt es nur bei Ersteren auch Qualifying Points. Wie auch bei der regulären Gutschrift gibt es dagegen bei Partnern der Star Alliance “nur” reguläre Points. In unserer Abfrage im Oktober 2026 brachten etwa Flüge mit Turkish Airlines und South African Airways zwar zusätzliche Points, aber keine Qualifying Points.
Die gutgeschriebenen Miles & More Qualifying Points gelten auch für die Extra Benefits und den Lifetime Status, was ein attraktiver Nebeneffekt sein kann.
Konkret gibt es dabei bei der nachträglichen Buchung auf Kontinentalstrecken die folgende Anzahl an zusätzlichen (Qualifying) Points je nach Paket, mit Stand Oktober 2026:
| Economy Class | Business Class | |
| Small | 1 (Qualifying) Point | 2 (Qualifying) Points |
| Medium | 4 (Qualifying) Points | 8 (Qualifying) Points |
| Large | 10 (Qualifying) Points | 20 (Qualifying) Points |
| X-Large | 16 (Qualifying) Points | 32 (Qualifying) Points |
Auf der Langstrecke gibt es ebenfalls vier Pakete, die First-Class-Werte ergeben sich rechnerisch aus den seit 2026 gutgeschriebenen 400 Points je Segment (der Übersicht halber haben wir auf die Erwähnung von Qualifying Points verzichtet, diese werden bei Flügen mit der Lufthansa Group natürlich dennoch gewährt):
| Economy | Premium Economy | Business | First | |
| Small | 3 Points | 4 Points | 10 Points | 20 Points |
| Medium | 12 Points | 16 Points | 40 Points | 80 Points |
| Large | 30 Points | 40 Points | 100 Points | 200 Points |
| X-Large | 48 Points | 64 Points | 160 Points | 320 Points |
Neben den (Qualifying) Points werden für die Pakete auch noch Prämienmeilen auf den jeweiligen Preis dieser abzüglich Mehrwertsteuer gewährt. Ohne Status bei Miles & More gibt es hierfür vier Meilen je Euro Umsatz, also zum Beispiel 400 Prämienmeilen für ein Paket, das 119 Euro kostet (100 Euro ohne Mehrwertsteuer).
Neben Qualifying Points werden beim Beitrag zur CO₂-Einsparung für Business und First Class Flüge mit Miles & More Airlines auch HON Circle Points gutgeschrieben. Diese sind allerdings auf 20 Prozent der regulären Gutschrift gedeckelt, in der Business Class also auf 8 HON Circle Points auf Kontinentalstrecken und 40 HON Circle Points auf der Langstrecke.
Mit einem Frequent Traveller Status, Senator Status oder HON Circle Status gibt es entweder sechs Meilen je Euro Umsatz (Miles & More Airlines sowie Air Canada, ANA und United Airlines) oder fünf Meilen je Euro Umsatz (alle anderen Partnerfluggesellschaften). Entsprechend werden im oben genannten Beispiel in diesem Fall entweder 500 oder 600 Prämienmeilen gutgeschrieben.
Was kosten die Pakete zur CO₂-Einsparung bei Miles & More?
Der Preis der verschiedenen Pakete zur CO₂-Einsparung bei Miles & More richtet sich nach Berechnungen des Anbieters myclimate, wobei drei Faktoren eine Rolle für die Preisbildung spielen:
- die Distanz des jeweiligen Fluges
- die gewählte Reiseklasse
- der Anteil an SAF
Letzterer Punkt kann durch die Wahl der entsprechenden Pakete selbst gesteuert werden, die beiden anderen Faktoren sind vom gebuchten Ticket abhängig. Unterschiede bezüglich der ausführenden Airline oder dem Flugzeugtyp gibt es bei dieser vereinfachten Berechnung der Emission nach reisetopia Recherchen nicht.
Wie strikt das gilt, zeigt unsere Abfrage aller 24 nachbuchbaren Flüge aus einem Miles & More Konto im Oktober 2026: Das X-Large-Paket kostet auf jeder Strecke exakt 233 Euro pro Tonne CO₂, Large 154 Euro, Medium 75 Euro und Small 36 Euro. Der Paketpreis spiegelt damit eins zu eins die von Lufthansa angesetzten Emissionen des Flugs wider.
Konkret sind die Pakete dabei auch immer gleich teuer, wenn man auf derselben Strecke unterwegs ist, egal in welche Richtung und egal mit welcher Airline. Unterschiede gibt es in diesem Fall nur zwischen den Reiseklassen.
Auf der Kurz- und Mittelstrecke gibt es bei der nachträglichen Buchung beispielsweise die folgenden Paketpreise, mit Stand Oktober 2026:
| Strecke | Reiseklasse | Small | Medium | Large | X-Large |
| Berlin – Frankfurt | Business | 4,20 Euro | 8,81 Euro | 18,03 Euro | 27,26 Euro |
| Frankfurt – Berlin | Economy | 2,91 Euro | 6,10 Euro | 12,49 Euro | 18,87 Euro |
| Wien – Budapest | Economy | 2,04 Euro | 4,29 Euro | 8,79 Euro | 13,28 Euro |
| Frankfurt – Madrid | Business | 8,00 Euro | 16,79 Euro | 34,37 Euro | 51,96 Euro |
| Berlin – Palma | Economy | 6,13 Euro | 12,88 Euro | 26,36 Euro | 39,84 Euro |
Auf der Langstrecke werden auf unseren Beispielstrecken die folgenden Optionen angeboten. Frankfurt – Hongkong stammt aus unserer Abfrage im Oktober 2026, die übrigen Werte aus dem Herbst 2025:
| Strecke | Reiseklasse | Small | Medium | Large | X-Large |
| Frankfurt – Hongkong (10/2026) | Business | 76,15 Euro | 159,85 Euro | 327,24 Euro | 494,63 Euro |
| Jeddah – Rom | Business | 9,04 Euro | 14,61 Euro | 31,30 Euro | 72,84 Euro |
| München – Mumbai | First | 50,83 Euro | 70,22 Euro | 136,54 Euro | 427,98 Euro |
| Zürich – Dubai | Business | 22,75 Euro | 36,77 Euro | 78,85 Euro | 247,15 Euro |
| Bangkok – Zürich | First | 94,81 Euro | 130,97 Euro | 203,29 Euro | 637,20 Euro |
Bei allen Beispielen zeigt sich dabei, dass neben der Reiseklasse insbesondere die Streckenlänge eine Rolle spielt. Das ist insofern entscheidend, als sich auf dieser Basis auch klären lässt, wann sich diese Art der CO₂-Einsparung mit Blick auf das Sammeln für einen Vielfliegerstatus lohnt.
Lohnt sich die CO₂-Einsparung über die Pakete von Miles & More?
In unserer umfangreichen Analyse der Pakete zur CO₂-Einsparung bei Miles & More haben wir auf Basis von mehr als 50 Flügen in verschiedenen Reiseklassen eine Matrix erstellt. Dabei haben wir die Gutschrift der verschiedenen Pakete mit der jeweiligen Reiseklasse und der Distanz ins Verhältnis gesetzt, um zu ermitteln, wann sich ein Paket mit Blick auf die Statuserlangung wirklich lohnt. Im Oktober 2026 haben wir das nach dem Relaunch mit 24 weiteren Flügen aus dem laufenden Jahr gegengeprüft. Die Preise für Kontinentalflüge sind dabei praktisch unverändert geblieben: Berlin – Frankfurt in der Business Class kostet im größten Paket heute 27,26 Euro, im Herbst 2025 waren es 27,23 Euro.
Natürlich ist dies immer auch von der individuellen Situation abhängig. Dennoch solltet Ihr grundlegend die folgenden Leitlinien im Blick haben:
- das Paket lohnt sich besonders bei Flügen mit der Lufthansa Group (wegen der Qualifying Points)
- das Paket lohnt sich in keinem Fall nur für die Prämienmeilen
- die Buchung sollte idealerweise am Jahresende erfolgen
- das Paket lohnt sich nur in Verbindung mit einem konkreten Ziel
- am meisten lohnt sich jeweils das größte Paket
Ferner gilt die grundlegende Regel, dass sich das Paket umso mehr lohnt, je kürzer ein Flug innerhalb der kontinentalen oder interkontinentalen Spannen liegt. Ebenfalls ist das Paket im Verhältnis attraktiver, je höher die gewählte Reiseklasse ist. So ist das Verhältnis von (Qualifying) Points zum bezahlten Paketpreis in den höheren Klassen immer attraktiver als in den niedrigeren.
Hinsichtlich der konkreten Distanzen lässt sich grob Folgendes sagen, wenn man Einlösungen bis zu einem Preis von 1 bis 1,5 Euro je Qualifying Point als attraktiv ansieht:
- in der Economy Class lohnen sich Einlösungen auf kontinentalen Flügen bis zu einer Distanz von etwa 650 Kilometern
- in der Business Class lohnen sich Einlösungen auf kontinentalen Flügen bis zu einer Distanz von etwa 1.200 Kilometern
Als ausgesprochen attraktiv darf man dagegen Einlösungen beschreiben, bei denen die Distanz bei etwa der Hälfte der oben aufgeführten Richtwerte liegt. In diesem Fall lassen sich Werte von unter 1 Euro pro Qualifying Point erreichen, in unserer Abfrage etwa 85 Cent für Berlin – Frankfurt in der Business Class und 83 Cent für Wien – Budapest in der Economy Class. So sieht etwa die Paketauswahl für Wien – Budapest in der Economy Class aus:
Geht es um interkontinentale Flüge, sieht es noch einmal ein wenig anders aus. Unsere Recherchen zeigen hier ein sehr differenziertes Bild, denn auf den meisten “echten” Langstrecken ist das Paket im Verhältnis eher wenig attraktiv. Die Ratio für (Qualifying) Points pro Euro Paketpreis ist hier im Schnitt deutlich weniger gut. In unserer Abfrage kostet der Punkt auf Frankfurt – Hongkong in der Business Class 3,09 Euro, ähnlich sah es im Herbst 2025 bei diesem First Class Flug von Bangkok nach Zürich aus:

Dass es allerdings auch anders geht, zeigen vergleichsweise kurze Interkontinentalflüge, hier etwa an einem Beispiel aus dem Herbst 2025 von einem ITA Airways Business Class Flug von Jeddah nach Rom zu sehen:

Grundlegend lässt sich mit Bezug auf die beiden Premiumklassen folgendes Fazit hinsichtlich der Attraktivität der Pakete ziehen: Attraktiv im Sinne eines Preises von 1 bis 1,5 Euro pro Qualifying Point sind interkontinentale Flüge:
- mit einer Distanz von weniger als 5.000 Kilometern in der First Class
- mit einer Distanz von weniger als 4.500 Kilometern in der Business Class
Von einer ausgesprochen attraktiven Nutzung der neuen Möglichkeit auf dem Weg zum Status mit Werten pro (Qualifying) Point von teils deutlich weniger als 1 Euro pro Punkt sind dagegen Flüge mit einer Distanz von weniger als 3.500 Kilometern in der Business Class oder 4.000 Kilometern in der First Class. Nimmt man nur die Lufthansa Group (wegen der qualifizierenden Punkte) kommen demnach allerdings großenteils nur Routen in den Nahen Osten infrage. Selbst Flüge nach Indien bringen nach unseren Recherchen keinen allzu attraktiven Gegenwert, wie dieses Beispiel von einem First Class Flug zeigt:

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Beitrag zur CO₂-Einsparung über die Pakete gerade zum Sammeln von Statuspunkten attraktiv sein kann. Dafür sollte man ein klares Ziel haben, etwa die restlichen Qualifying Points für die nächste Statusstufe zu sammeln, das nächste Extra Benefit zu erreichen oder den Weg zum Lifetime-Status zu verkürzen. Je nach konkretem Zweck, dürften dabei teilweise auch Preise von bis zu 2 Euro pro Qualifying Point akzeptabel sein.
Enorm attraktiv ist die neue Möglichkeit zum Meilen sammeln aber insbesondere bei besonders kurzen Flügen, kontinental wie interkontinental, und vornehmlich auch in hohen Reiseklassen. In diesen Fällen kann sich ein Paket vielfach lohnen, besonders wenn sie mit strategischen Überlegungen verbunden ist.
Was macht das Sammeln von Qualifying Points über Pakete zur CO₂-Einsparung interessant?
Attraktiv ist der neue Weg zum Sammeln von Qualifying Points aus verschiedenen Gründen. Da ist zum einen der Fakt, dass man mit dieser ergänzenden Möglichkeit deutlich weniger Flüge benötigt, um etwa den Senator Status und den Frequent Traveller Status zu erreichen. Ergänzt etwa um Punkte, die man über die Miles & More Kreditkarte, die UpTrip App oder auch die Partnerschaft mit Marriott sammelt, lassen sich teilweise fast die Hälfte aller Punkte außerhalb des Flugzeugs sammeln.
Besonders toll an der neuen Möglichkeit ist dabei die strategische Komponente, ist der Beitrag zur CO₂-Einsparung doch bis zum Ende des jeweiligen Kalenderjahres rückwirkend möglich. So kann man sich die besten Flüge herauspicken und gezielt noch notwendige Qualifying Points sammeln, die man für die nächste Statusstufe benötigt. In Maßen gilt das sogar für HON Circle Points, die aber nicht ähnlich großzügig vergeben werden.
Neben dem Erreichen des Status jedes Jahr dürfte allerdings auch der Lifetime Status in diesem Fall von Interesse sein. Für diesen wird die folgende Anzahl an Punkten benötigt:
- 30.000 Qualifying Points für den Frequent Traveller Status
- 40.000 Qualifying Points für den Senator Status
Ergänzt um die Punkte, die man für die Pakete zur CO₂-Einsparung erhält, dürfte sich der Status für den einen oder anderen zukünftig schneller erreichen lassen.
Attraktiv ist hier insbesondere auch eine Kombination, denn zusätzlich kann man mit den über die Pakete generierten Punkten auch die Extra Benefits erreichen. Im Kontext der CO₂-Einsparung dürften hier insbesondere zwei Schwellen besonders spannend sein:
- 700 Qualifying Points für einen eVoucher als Frequent Traveller
- 2.500 Qualifying Points für zwei eVoucher als Senator
Der Wert eines einzelnen Vouchers dürfte bei einer geschickten Einlösung irgendwo zwischen 200 und 400 Euro liegen, zwei Voucher wären demnach das Doppelte wert. Wer nun beispielsweise nur wenige hundert Punkte von einer dieser Schwellen entfernt ist, kann darüber nachdenken, diese durch den Punktekauf zu erkaufen.
Die Rechnung ist dabei sicherlich alles andere als einfach, denn die Pakete spielen auf die Statuserreichung im jeweiligen Jahr, die Extra Benefits, den Lifetime Status und nicht zuletzt auch das Prämienmeilenkonto ein. In jedem Fall dürfte es, je nach konkretem Flugprofil, allerdings für den einen oder anderen in den kommenden Jahren zum Jahresende einige interessante Optionen geben!
Fazit zur CO₂-Einsparung bei Miles & More
Zusammenfassend lässt sich zur CO₂-Einsparung bei Miles & More sagen, dass es nicht nur mehrere Wege gibt, einen Beitrag zu leisten. Es gibt dank der Pakete zur CO₂-Einsparung sogar eine Variante, die mit Blick auf das Sammeln von Meilen sowie den Status sogar ausgesprochen attraktiv sein kann. Für Statusjäger bei Miles & More gilt es zukünftig, auch diesen Weg zu berücksichtigen und am Ende des Jahres die eine oder andere Rechnung anzustellen!





Hallo Moritz, hab vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung einer eher komplexen Angelegenheit. LG M.M. Senator
Funktioniert leider nur bedingt. Für meinen Flug von München nach Madrid wurden mit die Punkte gutgeschrieben. Für die Flüge nach Amsterdam und Rom jeweils nur in eine Richtung. M&M nicht erreichbar. Schriftlich ist ein Fall angelegt. Dieser ist seit einem Monat in Bearbeitung. LH ist mittlerweile nur noch ein großes Ärgernis.
Und wie schaut es im Jahr 2026 aus, wird diese nachträgliche Kompensation ebenfalls möglich sein? Da diese Info, zumindest nicht auf den ersten Blick, zu finden ist, wäre es schön, wenn die Redaktion es herausfinden könnte…
Hallo Arturo, vielen Dank für Deine Frage. Die Info ist noch nicht zu finden, da es noch kein offizielles Startdatum gibt zu wann das möglich sein wird. 😉 Wir vermuten es wird im März starten, sobald die aktuelle Aktion für die Flüge 2025 Ende Februar ausgelaufen ist. Viele Grüße
wie ist das konkret? Ich könnte aus 2025 noch für 6 Flüge über den CO2 Ausgleich bis zum 28.2. 2026 Meilen bekommen. Gelten dann diese Meilen für den Status in 2025 oder in 2026?
Natürlich lohnt sie sich – für LHG. So, wie im Mittelalter der Ablasshandel für die Kirche.
Zum Thema CO2 Kompensation: EW Business Class Flüge werden bei mir und einigen anderen Vielfliegern nicht als solche in der betreffenden App Liste angezeigt sondern nur als Economy Flüge mit der damit verbundenen geringeren Points Anzahl angegeben. Senator Service kann/will hier nicht helfen !?! Wer hat diese Erfahrung ebenfalls gemacht bzw. Kennt eine Lösung ?
Hi Alwin,
gleiches Problem – wären die letzten Punkte zum HON; mir konnte bisher auch noch keiner helfen außer mit einem Ticket bei der Fachabteilung, welche jedoch leider ~2 Wochen Bearbeitungszeit hat.
Mir werden auch 5 Flüge gar nicht angezeigt – alles ein großes Mysterium
Hallo Paul, bei mir ist bereits seid 12.10. einen Vorgang angelegt ; bisherige Antworten immer an der Frage vorbei! Obwohl das Thema inzwischen bekannt ist sind die Ansprechpartner beim Senator Service offenbar angewiesen sich ahnungslos zu stellen.
Erbärmlich !!
Ich habe dieses Jahr zu einem sehr günstigen Preis meinen FTL verlängert, dank der Umwandlung. Danke LH!
Vor ein paar Wochen verlangte LH für meinen Flug ATH-TLV noch 46,55 Euro für die X-Large Kompensation, mittlerweile rufen Sie mehr als das Dreifache dafür auf. Für TLV-MUC waren es 80,76 Euro, jetzt einmal mehr als das Dreifache, einmal mehr als das Doppelte. Völlig intransparent. Ihnen ist wohl aufgefallen, wie günstig hier die Relation Punkt pro Euro war. Ich habe das Gefühl, dass LH uns Kunden für dumm verkauft. Auch werden die zu erwartenden Punkte nicht mehr angezeigt.
Hat Lufthansa die CO2 Kompensation schon wieder geändert?
Mir werden mittlerweile wesentlich weniger Qualifying Points und HON Circle Points angezeigt für die unterschiedlichen Pakete als zur Einführung des Systems vor ein paar Wochen.
Das ändert sich laufend. Skurril fand ich auch, dass bei 2 gleich gebuchten Flügen auf Meilen einmal eine nachträgliche Kompensation möglich war und beim anderen nicht. Es wurden auch nciht alle Flüge für die nachträgliche Kompensation angezeigt. Ein paar hundert Punkte für den Status hat es trotzdem gebracht 🙂