Seven Seas Grandeur

Die Seven Seas Grandeur ist seit Dezember 2023 im Dienst und das jüngste Schiff von Regent Seven Seas Cruises. Sie nimmt 744 Gäste auf, betreut von 548 Crewmitgliedern, und verteilt 372 Suiten auf zehn Decks. Bei 224 Metern Länge und 55.500 Tonnen bleibt sie damit bewusst überschaubar.

Ihr Alleinstellungsmerkmal liegt allerdings nicht in den Kennzahlen, sondern in der Ausstattung: An Bord hängt eine Kunstsammlung mit rund 1.600 Werken, darunter mehrere Picassos — und das erste Fabergé-Ei, das dauerhaft auf See zu Hause ist. Wir zeigen Euch, was das Schiff sonst noch ausmacht.

Die Seven Seas Grandeur im Überblick

Regent Seven Seas Cruises positioniert sich mit dem Anspruch, das umfassendste All-inclusive-Angebot im Luxussegment zu bieten. Die Seven Seas Grandeur ist die jüngste Umsetzung dieses Konzepts und wurde im November 2023 im italienischen Ancona abgeliefert.

Wie viele Gäste passen auf die Seven Seas Grandeur?

An Bord reisen 744 Gäste, versorgt von 548 Crewmitgliedern. Das ergibt rund 1,36 Gäste je Besatzungsmitglied und liegt damit auf dem Niveau der stärksten Anbieter im Ultra-Luxus-Segment. Bei 372 Suiten kommt statistisch auf jede Suite mehr als ein Crewmitglied.

Wie groß ist die Seven Seas Grandeur?

Das Schiff misst 224 Meter in der Länge und 31 Meter in der Breite bei einer Vermessung von 55.500 Tonnen. Verteilt ist das Angebot auf zehn Decks. Zum Einordnen: Die Nova-Klasse von Silversea liegt bei 54.700 Tonnen, nimmt mit 728 Gästen aber etwas weniger Passagiere auf.

Wann wurde die Seven Seas Grandeur getauft?

Die Taufe fand am 11. Dezember 2023 in Miami statt. Taufpatin ist Sarah Fabergé, Gründungsmitglied des Fabergé Heritage Council — eine Wahl, die unmittelbar mit dem Kunstkonzept des Schiffes zusammenhängt.

Die Kunstsammlung an Bord

Kaum ein Kreuzfahrtschiff stellt seine Kunst so in den Mittelpunkt wie die Seven Seas Grandeur. Die Sammlung umfasst rund 1.600 Einzelwerke und ist damit kein dekoratives Beiwerk, sondern ein eigenständiger Teil des Bordkonzepts.

Zu den Stücken gehören mehrere Arbeiten von Picasso sowie eine handgewebte Tapisserie von knapp zwölf Metern Höhe. Das meistdiskutierte Objekt ist jedoch ein Fabergé-Ei: Nach Angaben der Reederei ist es das erste, das dauerhaft auf einem Schiff verbleibt. Für Gäste gibt es dazu einen digitalen Kunstrundgang.

Seven Seas Grandeur von Regent Seven Seas Cruises auf See
Die Seven Seas Grandeur ist seit Dezember 2023 im Dienst. Foto: Regent Seven Seas Cruises

So ungewöhnlich der kunsthistorische Anspruch ist — im Alltag an Bord entscheidet vor allem, wie die Suiten geschnitten sind.

Was ist Regent Seven Seas Cruises?

Regent Seven Seas Cruises ist eine Reederei im Ultra-Luxus-Segment und gehört zur Norwegian Cruise Line Holdings. Das Selbstverständnis steht im Markenauftritt: Regent bezeichnet sich als Anbieter der umfassendsten Inklusivleistungen im Luxusmarkt.

Die Flotte besteht aus wenigen, durchgehend kleinen Schiffen. Alle sind reine Balkonschiffe, alle arbeiten mit einem sehr hohen Betreuungsschlüssel. Einen vollständigen Überblick über Reederei und Flotte findet Ihr in unserem Regent Seven Seas Cruises Guide.

Die Seven Seas Grandeur ist innerhalb dieser Flotte das jüngste Schiff und markiert nach Angaben der Reederei den Höhepunkt aus über drei Jahrzehnten Erfahrung im Luxussegment.

Wie ist das Schiff aufgebaut?

Zehn Decks nehmen 372 Suiten und die öffentlichen Bereiche auf. Weil die Gästezahl mit 744 vergleichsweise niedrig ist, fällt der Anteil öffentlicher Flächen je Gast hoch aus — das ist der eigentliche Unterschied zu Schiffen des Massenmarkts, die bei ähnlicher Tonnage ein Vielfaches an Passagieren aufnehmen.

Mit 224 Metern Länge und 31 Metern Breite liegt die Seven Seas Grandeur in einer Größenordnung, die auch kleinere Häfen anlaufen kann. Für Routen abseits der großen Kreuzfahrtterminals ist das eine praktische Voraussetzung, keine Nebensache.

Die Suiten auf der Seven Seas Grandeur

Regent baut ausschließlich Balkonsuiten. Alle 372 Unterkünfte verfügen über einen möblierten privaten Balkon — es gibt weder Innenkabinen noch Suiten mit bloßem Panoramafenster. Das ist ein spürbarer Unterschied etwa zur Silver Muse von Silversea, wo die Einstiegskategorie ohne Veranda auskommt.

Die Spanne der Grundrisse ist außergewöhnlich weit: Sie reicht von 28,5 bis 413 Quadratmetern. Zwischen der kleinsten und der größten Suite liegt damit mehr als der Faktor vierzehn — vom kompakten Doppelzimmer mit Balkon bis zur Wohnung mit mehreren Räumen.

Wohnbereich einer Suite auf der Seven Seas Grandeur
Alle 372 Suiten verfügen über einen möblierten privaten Balkon.

An der Spitze des Angebots steht die Regent Suite, die den größten Grundriss an Bord einnimmt und als eigenständiges Apartment ausgelegt ist.

Die Kulinarik auf der Seven Seas Grandeur

Sieben Restaurants stehen 744 Gästen gegenüber. Zur Indienststellung hat das Küchenteam unter Bernhard Klotz, bei Regent als Vice President Food & Beverage verantwortlich, über 130 neue Gerichte entwickelt und bestehende Rezepte überarbeitet.

Zu den Spezialitätenrestaurants zählt das Pacific Rim mit asiatischer Ausrichtung. Weil bei Regent Speisen und Getränke zum Reisepreis gehören, sind auch die Spezialitätenrestaurants ohne Aufpreis zugänglich — anders als bei Reedereien, die einzelne Konzepte separat berechnen.

Spezialitaetenrestaurant Pacific Rim an Bord der Seven Seas Grandeur
Das Pacific Rim gehört zu den sieben Restaurants an Bord.

Ergänzt wird das gastronomische Angebot durch die Culinary Arts Kitchen, eine Kochschule an Bord, in der Gäste selbst am Herd stehen.

Wellness und Unterhaltung an Bord

Der Wellnessbereich läuft unter dem Namen Serene Spa & Wellness. Zum Behandlungsangebot gehören ungewöhnliche Formate wie eine Anwendung auf einem Bett aus Bernstein und Quarzkristall sowie eine Zero-Gravity-Massage auf einer speziell konstruierten Liege.

Beim Unterhaltungsprogramm hat Regent zur Indienststellung vier neue Bühnenproduktionen entwickelt, an denen unter anderem ein Broadway-Regisseur, international bekannte Choreografen und Grammy-prämierte Musiker beteiligt waren. Für ein Schiff mit 744 Gästen ist dieser Aufwand bemerkenswert.

Was ist im Reisepreis enthalten?

Regent wirbt mit dem Anspruch, das umfassendste All-inclusive-Angebot der Branche zu bieten. Enthalten sind neben der Suite mit Balkon auch Speisen und Getränke einschließlich der Spezialitätenrestaurants sowie das Unterhaltungsprogramm an Bord.

Das verändert den Preisvergleich grundlegend: Der ausgewiesene Reisepreis liegt deutlich näher am tatsächlichen Gesamtpreis als bei Anbietern, die Getränkepakete, Zuzahlrestaurants und Serviceentgelte separat berechnen. Wer Tagespreise ohne Gegenrechnung der Inklusivleistungen vergleicht, kommt zu falschen Ergebnissen.

Für wen lohnt sich die Seven Seas Grandeur?

Das Schiff passt zu Reisenden, die im Luxussegment nicht nur Service, sondern auch eine inhaltliche Idee erwarten. Die Kunstsammlung ist kein Marketingbeiwerk, sondern prägt den Aufenthalt an Bord — wer sich dafür nicht interessiert, zahlt sie trotzdem mit.

Für alle, denen ein eigener Balkon wichtig ist, ist die durchgehende Balkonausstattung ein handfestes Argument. Wer dagegen die günstigste Möglichkeit sucht, überhaupt im Ultra-Luxus-Segment zu reisen, findet sie eher bei der Silver Muse mit ihrer Vista Suite ohne Veranda.

Wer ein etwas größeres Schiff bevorzugt, sollte sich die Silver Nova mit 728 Gästen auf 54.700 Tonnen ansehen — vergleichbar in der Größe, aber mit anderem inhaltlichem Schwerpunkt.

Weitere Schiffe und Anbieter im Überblick

Für den Vergleich helfen diese Seiten weiter:

Wo Regent zwischen den übrigen Luxusanbietern steht, zeigt unsere Übersicht der Kreuzfahrt-Reedereien.

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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