Seven Seas Splendor

Auf der Seven Seas Splendor gibt es keine Unterkunft ohne eigenen Balkon: Regent Seven Seas Cruises hat das Schiff durchgehend als Suitenschiff angelegt. Die Grundrisse reichen von 28,5 bis 413 Quadratmetern, zwischen der kleinsten Veranda Suite und der Regent Suite an der Spitze liegt damit rund das Vierzehnfache an Wohnfläche.

Zahlen zu Gästen, Crew oder Vermessung hält die Reederei für dieses Schiff allerdings zurück. Wir haben deshalb zusammengetragen, was Regent selbst dokumentiert: sämtliche Suitenkategorien, die Restaurants, die öffentlichen Räume an Bord und die Preisspanne der buchbaren Reisen.

Welche Daten nennt Regent zur Seven Seas Splendor?

Die offizielle Schiffsseite der Seven Seas Splendor folgt einem anderen Aufbau als die Seite des Schwesterschiffs Seven Seas Grandeur. Ein Kennzahlenblock mit Gästezahl, Crewstärke, Länge oder Bruttoraumzahl fehlt dort vollständig. Solche Werte übernehmen wir grundsätzlich nicht aus dritter Hand, deshalb bleiben sie auf dieser Seite bewusst offen.

Belegt sind dagegen die Ausstattungsmerkmale, und zwar erfreulich detailliert: die durchgehende Balkonausstattung, die Spanne der Suitenflächen, alle zehn Suitenkategorien mit Namen und Zuschnitt, die Restaurants, die öffentlichen Räume sowie sämtliche Reisen, die Regent für das Schiff verkauft. Darauf stützt sich alles Weitere in diesem Überblick.

Wie sind die Suiten auf der Seven Seas Splendor aufgeteilt?

Regent verzichtet auf der Splendor auf jede Form von Innen- oder Außenkabine. Jede Unterkunft an Bord ist eine Suite mit möblierter privater Veranda, unabhängig von der gebuchten Kategorie. Der Unterschied zwischen den Kategorien liegt damit nicht in der Frage, ob es einen Balkon gibt, sondern ausschließlich in Fläche, Schnitt und Serviceumfang.

Welche Suitenkategorien gibt es an Bord?

Zehn Kategorien bilden die Treppe von der Einstiegssuite bis zur Wohnung an der Schiffsspitze. Regent beschreibt sie folgendermaßen:

  • Veranda Suite mit europäischem Queensize-Bett, Sitzecke und privater Veranda
  • Deluxe Veranda Suite mit bodentiefen Fenstern und Marmordetails im Bad
  • Serenity Suite mit mehr als 37 Quadratmetern Fläche, Ankleide und Doppelwaschtisch
  • Concierge Suite mit illy-Espressomaschine und Kaschmirdecken als Zusatzleistungen
  • Penthouse Suite mit begehbarer Ankleide und Schiebetüren zwischen Wohn- und Schlafbereich
  • Seven Seas Suite mit Sitzbereich, Butlerservice und bis zu anderthalb Bädern
  • Splendor Suite mit mehr als 84 Quadratmetern Fläche, eigener Barausstattung und Kaviarservice
  • Grand Suite mit separatem Essbereich in Smaragdgrün und zwei vollwertigen Bädern
  • Signature Suite mit zwei Schlafzimmern, Flügel und umlaufender Veranda
  • Regent Suite als größte Unterkunft an Bord

Ab der Concierge-Ebene kommen Leistungen hinzu, die in den unteren Kategorien nicht vorgesehen sind. Einen persönlichen Butler führt Regent in seinen Beschreibungen erst ab der Seven Seas Suite auf, er gehört hier also nicht zu jeder Kategorie. Silversea reicht ihn dagegen quer durch alle Suitenklassen aus.

Seven Seas Splendor von Regent Seven Seas Cruises auf hoher See
Die Seven Seas Splendor fährt als reines Balkonschiff. Foto: Regent Seven Seas Cruises

Wie weit Regent den Abstand zwischen Einstieg und Spitze treibt, zeigt sich am oberen Ende der Liste besonders deutlich.

Was zeichnet die Regent Suite aus?

Die Regent Suite liegt weit oben im Schiff und misst nach Angaben der Reederei mehr als 4.000 Quadratfuß, also gut 370 Quadratmeter. Damit füllt sie das obere Ende der genannten Flächenspanne fast vollständig aus und ist eher als Apartment mit mehreren Räumen zu verstehen denn als Kabine.

Ihr eigentliches Alleinstellungsmerkmal ist ein privater Spa-Bereich innerhalb der Suite. Regent bezeichnet ihn als Premiere für ein Kreuzfahrtschiff. Dazu kommen eigens ausgewählte Kunstwerke sowie mehrere private Balkone mit Blick über die Bordwand. Wer diese Kategorie bucht, mietet damit weniger eine Unterkunft als einen abgetrennten Bereich des Schiffes.

Wo wird an Bord gegessen?

Fünf gastronomische Konzepte weist Regent für die Seven Seas Splendor aus. Weil Speisen und Getränke bei der Reederei zum Reisepreis gehören, entfällt die sonst übliche Trennung zwischen inbegriffenem Hauptrestaurant und kostenpflichtigem Spezialitätenlokal:

  • Compass Rose als größtes Spezialitätenrestaurant an Bord, in dem Gäste ihr Hauptgericht aus Beilagen, Saucen und Grundzutaten selbst zusammenstellen
  • Chartreuse mit französischer Küche in moderner Auslegung und Blick aufs Meer
  • Pacific Rim mit panasiatischen Gerichten, gedämpftem Licht und lotusförmigen Fenstern
  • La Veranda für Frühstück und Mittagessen, mit Omeletts nach Wunsch und warmen Tranchierstationen
  • Coffee Connection als Café im großstädtischen Zuschnitt mit Meerblick

Das Compass Rose öffnet sich zum Atrium des Schiffes, wodurch der zentrale Treppenbereich und das Hauptrestaurant räumlich ineinander übergehen. Zum Vergleich: Auf der Seven Seas Grandeur führt Regent sieben Restaurants.

Welche öffentlichen Bereiche gibt es auf der Seven Seas Splendor?

Weil die Reederei im Luxussegment mit vergleichsweise wenigen Gästen fährt, verteilen sich die öffentlichen Räume großzügiger als auf Schiffen des Massenmarkts. Diese Bereiche dokumentiert Regent für die Splendor:

  • Atrium mit geschwungenem Treppenhaus, Kunstobjekten und Kronleuchter als zentraler Treffpunkt
  • Splendor Lounge für Cocktails, mit kleiner Bühne unter einem Bühnenportal
  • Observation Lounge mit floral inspirierten Bezugsstoffen, handbemalten Glaswänden und Klavierbegleitung am Abend
  • Constellation Theater über zwei Decks, bespielt von einem eigenen Team aus Broadway-Regie und -Choreografie
  • Serene Spa & Wellness mit Massagen, Körperpackungen, Gesichtsbehandlungen sowie Maniküre und Pediküre
  • Casino mit Poker, Blackjack und Roulette
  • Bibliothek mit Reiseführern, Belletristik und Klassikern
  • Rezeption rund um die Uhr besetzt, hier ist auch der Concierge erreichbar

Auffällig ist die Observation Lounge: Regent hebt sie ausdrücklich als den Raum hervor, der das Schiff von den übrigen Einheiten der Flotte abhebt. Bei Ein- und Auslaufmanövern ist sie der Platz mit der besten Sicht.

Was bietet die Culinary Arts Kitchen?

Neben den Restaurants betreibt Regent auf der Splendor eine eigene Kochschule. In der Culinary Arts Kitchen stehen die Gäste selbst am Herd, statt nur bedient zu werden. Das Lehrprogramm stammt von Kathryn Kelly, die bei der Reederei als Executive Chef und Director of Culinary Enrichment für die kulinarische Weiterbildung verantwortlich ist.

Die Kurse greifen die Regionen auf, die auf der jeweiligen Route angelaufen werden. Auf einer Mittelmeerreise sieht das Programm also anders aus als auf einer Karibikroute, was die Kochschule enger an die Reise bindet als ein festes Standardangebot.

Wohin fährt die Seven Seas Splendor?

Das Fahrtgebiet wechselt saisonal. Für den Sommer weist Regent unter anderem Routen im östlichen Mittelmeer ab Athen aus, im Herbst folgen Transatlantikstrecken zwischen Nordamerika und Europa, im Winter geht es in die Karibik, den Golf von Mexiko und weiter in den Pazifik.

Die Reisedauern liegen weit auseinander: Das kürzeste Angebot umfasst sieben Nächte, die längste Strecke im Programm führt in 42 Nächten von Miami bis nach Papeete auf Tahiti. Insgesamt stehen für die Splendor über hundert buchbare Termine im Verkauf, das Schiff wird also nicht auf eine einzelne Region festgelegt.

Was kostet eine Reise auf der Seven Seas Splendor?

Regent weist die Preise als All-inclusive-Tarife aus, in denen die Suite, die Verpflegung, die Getränke und das Bordprogramm bereits enthalten sind. Diese Beispiele aus dem offiziellen Buchungssystem zeigen die Spanne:

  • 11 Nächte ab und bis Houston mit Zielen in der Karibik ab 3.921 Euro pro Person
  • 16 Nächte von Montréal nach Miami ab 6.022 Euro pro Person
  • 7 Nächte ab und bis Athen im östlichen Mittelmeer ab 7.399 Euro pro Person
  • 42 Nächte von Miami nach Papeete ab 16.329 Euro pro Person

Auf den Tag heruntergerechnet ist die lange Pazifikroute damit günstiger als die kurze Mittelmeerwoche. Wer Angebote verschiedener Reedereien nebeneinanderlegt, sollte außerdem gegenrechnen, welche Leistungen dort separat berechnet werden. Welche Positionen Regent im Detail einschließt, steht in unserem Regent Seven Seas Cruises Guide.

Worin unterscheidet sich die Seven Seas Splendor von der Seven Seas Grandeur?

Beide Schiffe teilen dieselbe Flächenspanne der Suiten von 28,5 bis 413 Quadratmetern und dasselbe Grundprinzip der reinen Balkonausstattung. Wer nach unterschiedlichen Kennzahlen sucht, wird kaum fündig werden. Die Unterschiede liegen im Bordangebot.

Die Grandeur setzt inhaltlich auf ihre Kunstsammlung mit rund 1.600 Werken und führt sieben Restaurants. Die Splendor kommt mit fünf gastronomischen Konzepten aus, dafür hebt Regent hier die Observation Lounge und die Regent Suite mit ihrem privaten Spa-Bereich hervor. Eine Entscheidung zwischen den beiden Schwestern fällt deshalb in der Praxis meist über Route und Termin, nicht über die Ausstattung.

Für wen lohnt sich die Seven Seas Splendor?

Das Schiff passt zu Reisenden, denen eine eigene Veranda nicht verhandelbar ist und die vor der Buchung wissen möchten, was am Ende wirklich zu zahlen ist. Beides ist hier bauartbedingt gelöst: Die Veranda gibt es in jeder Kategorie, und die Nebenkosten fallen wegen des Inklusivmodells deutlich geringer aus als bei Anbietern mit umfangreicher Zuzahlliste.

Wer dagegen eine möglichst günstige Möglichkeit sucht, überhaupt einmal im Ultra-Luxus-Segment zu reisen, fährt mit der Silver Muse und ihrer Einstiegskategorie ohne Veranda meist günstiger. Und wer ein größeres Schiff mit modernerem Grundriss bevorzugt, sollte sich die Silver Nova ansehen.

Weitere Schiffe und Anbieter im Überblick

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Welche Reederei welchem Reisetyp entspricht, ordnet unsere Übersicht der Kreuzfahrt-Reedereien ein.

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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