Auf der Seven Seas Splendor gibt es keine Unterkunft ohne eigenen Balkon: Regent Seven Seas Cruises hat das Schiff durchgehend als Suitenschiff angelegt. Die Grundrisse reichen von 28,5 bis 413 Quadratmetern, zwischen der kleinsten Veranda Suite und der Regent Suite an der Spitze liegt damit rund das Vierzehnfache an Wohnfläche.
Die Eckdaten nennt Regent auf der eigenen Schiffsseite allerdings nicht — sie stehen bei der Werft, die das Schiff gebaut hat. Wir haben sie dort zusammengetragen und ergänzen, was Regent selbst dokumentiert: sämtliche Suitenkategorien, die Restaurants, die öffentlichen Räume an Bord und die Preisspanne der buchbaren Reisen.
Das Wichtigste in Kürze
- Kategorie: Luxusklasse – 375 Suiten, jede mit eigener Veranda; Innen- oder Außenkabinen gibt es an Bord nicht
- Die Seven Seas Splendor wurde am 30. Januar 2020 von Fincantieri in Ancona abgeliefert
- Die Werft nennt 55.000 BRZ, 224 Meter Länge, 750 Gäste und 375 Suiten
- Jede Unterkunft ist eine Suite mit eigener Veranda – Innen- oder Außenkabinen gibt es nicht
- Die Grundrisse reichen von 28,5 bis 413 Quadratmetern, an der Spitze steht die Regent Suite mit privatem Spa
- Sie ist das mittlere Schiff der Explorer-Klasse, zwischen Seven Seas Explorer (2016) und Seven Seas Grandeur (2023)
Die folgenden Abschnitte gehen durch Baudaten, Suiten, Gastronomie und Preise – und beantworten die Frage, die bei drei nahezu baugleichen Schwesterschiffen als einzige wirklich zählt: welches davon zu Eurer Route passt.
Inhaltsverzeichnis
- Welche Daten nennt Regent zur Seven Seas Splendor?
- Wie sind die Suiten auf der Seven Seas Splendor aufgeteilt?
- Was zeichnet die Regent Suite aus?
- Wo wird an Bord gegessen?
- Welche öffentlichen Bereiche gibt es auf der Seven Seas Splendor?
- Was bietet die Culinary Arts Kitchen?
- Wohin fährt die Seven Seas Splendor?
- Was kostet eine Reise auf der Seven Seas Splendor?
- Worin unterscheidet sich die Seven Seas Splendor von der Seven Seas Grandeur?
- Für wen lohnt sich die Seven Seas Splendor?
- Weitere Schiffe und Anbieter im Überblick
Welche Daten nennt Regent zur Seven Seas Splendor?
Die offizielle Schiffsseite der Seven Seas Splendor folgt einem anderen Aufbau als die des Schwesterschiffs Seven Seas Grandeur: Ein Kennzahlenblock mit Gästezahl, Crewstärke, Länge oder Bruttoraumzahl fehlt dort. Belastbar sind die Werte trotzdem, sie stehen nur an anderer Stelle — nämlich bei Fincantieri. Die Werft hat das Schiff gebaut und nennt in ihrer Ablieferungsmeldung die Eckdaten.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Vermessung | 55.000 BRZ |
| Länge | 224 Meter |
| Gäste | 750 |
| Suiten | 375 |
| Ablieferung | 30. Januar 2020 |
| Werft | Fincantieri, Ancona |
Eine Zahl fehlt bewusst: die Crewstärke. Regent veröffentlicht sie für dieses Schiff nicht, und die Angaben Dritter schwanken um mehrere Dutzend Personen — teils, weil Werte des Schwesterschiffs übernommen werden. Gesichert ist nur die Größenordnung: Regent fährt flottenweit mit einem Betreuungsschlüssel nahe eins zu eins bis eins zu 1,4, und die Splendor bildet dabei keine Ausnahme.
Kreuzfahrt mit Regent Seven Seas
- Unbegrenzte Landausflüge in jedem Hafen inklusive
- All-Suite-Schiffe mit Balkon in jeder Kategorie
- Getränke, Trinkgeld und WLAN im Reisepreis
- Doppelte Loyalty-Nächte für Alleinreisende
Belegt sind dagegen die Ausstattungsmerkmale, und zwar erfreulich detailliert: die durchgehende Balkonausstattung, die Spanne der Suitenflächen, alle zehn Suitenkategorien mit Namen und Zuschnitt, die Restaurants, die öffentlichen Räume sowie sämtliche Reisen, die Regent für das Schiff verkauft. Darauf stützt sich alles Weitere in diesem Überblick.
Wer hat die Seven Seas Splendor gebaut?
Gebaut wurde die Splendor bei Fincantieri im italienischen Ancona und am 30. Januar 2020 an Regent übergeben. Sie ist damit das zweite Schiff der Explorer-Klasse, zwischen der Seven Seas Explorer von 2016 und der Seven Seas Grandeur von 2023.
Der Zeitpunkt war denkbar ungünstig: Die Splendor kam wenige Wochen vor dem weltweiten Stillstand der Kreuzfahrt in Dienst und verbrachte einen erheblichen Teil ihres ersten Betriebsjahres ohne Gäste. Für Reisende hat das heute einen praktischen Nebeneffekt — das Schiff hat trotz Baujahr 2020 deutlich weniger Betriebsjahre hinter sich, als das Datum vermuten lässt.
Wie sind die Suiten auf der Seven Seas Splendor aufgeteilt?
Regent verzichtet auf der Splendor auf jede Form von Innen- oder Außenkabine. Jede Unterkunft an Bord ist eine Suite mit möblierter privater Veranda, unabhängig von der gebuchten Kategorie. Der Unterschied zwischen den Kategorien liegt damit nicht in der Frage, ob es einen Balkon gibt, sondern ausschließlich in Fläche, Schnitt und Serviceumfang.
Diese Bauweise hat einen Nebeneffekt, der sich erst beim Buchen zeigt: Es gibt keine schlechten Kabinen. Auf Schiffen mit Innen- und Außenkabinen entscheidet die Kategorie darüber, ob man morgens Tageslicht sieht; hier entscheidet sie nur darüber, wie viel Platz man hat. Wer knapp kalkuliert, kann die Einstiegskategorie deshalb ohne Bauchschmerzen buchen.
Welche Suitenkategorien gibt es an Bord?
Zehn Kategorien bilden die Treppe von der Einstiegssuite bis zur Wohnung an der Schiffsspitze. Regent beschreibt sie folgendermaßen:
- Veranda Suite mit europäischem Queensize-Bett, Sitzecke und privater Veranda
- Deluxe Veranda Suite mit bodentiefen Fenstern und Marmordetails im Bad
- Serenity Suite mit mehr als 37 Quadratmetern Fläche, Ankleide und Doppelwaschtisch
- Concierge Suite mit illy-Espressomaschine und Kaschmirdecken als Zusatzleistungen
- Penthouse Suite mit begehbarer Ankleide und Schiebetüren zwischen Wohn- und Schlafbereich
- Seven Seas Suite mit Sitzbereich, Butlerservice und bis zu anderthalb Bädern
- Splendor Suite mit mehr als 84 Quadratmetern Fläche, eigener Barausstattung und Kaviarservice
- Grand Suite mit separatem Essbereich in Smaragdgrün und zwei vollwertigen Bädern
- Signature Suite mit zwei Schlafzimmern, Flügel und umlaufender Veranda
- Regent Suite als größte Unterkunft an Bord
Über den Serviceumfang entscheidet nicht die Fläche, sondern zwei Schwellen in der Kategorienliste. Ab der Concierge-Ebene kommen eine Hotelnacht vor der Einschiffung sowie der bevorzugte Zugriff auf Ausflugs- und Restaurantreservierungen hinzu. Der persönliche Butler beginnt eine Stufe höher, ab der Penthouse Suite: Regent fasst diese und alle darüberliegenden Kategorien als Distinctive Suites zusammen — 88 Suiten an Bord. Silversea reicht den Butler dagegen quer durch alle Suitenklassen aus.
Welche Schwelle bringt welche Leistung?
Wer zwischen zwei benachbarten Kategorien schwankt, sollte weniger auf die Quadratmeter schauen als darauf, ob der Sprung eine dieser Schwellen überschreitet:
| Ab dieser Kategorie | Kommt hinzu |
|---|---|
| Veranda Suite | Balkon, Verpflegung, Getränke |
| Concierge Suite | Hotelnacht, bevorzugte Reservierung |
| Penthouse Suite | Persönlicher Butler |
| Regent Suite | Privater Spa-Bereich |
Praktisch heißt das: Der Sprung von der Deluxe Veranda zur Serenity Suite bringt Fläche, aber keine zusätzliche Leistung. Der Sprung von der Serenity zur Concierge Suite bringt weniger Fläche als erwartet, dafür die Hotelnacht und den früheren Zugriff auf die gefragten Restaurants — und der ist auf einem Schiff, dessen Spezialitätenlokale ohnehin im Preis enthalten sind, mehr wert als ein paar Quadratmeter.
Wer den Butler nicht braucht, kann sich die Penthouse-Schwelle also sparen. Wer ihn erwartet, sollte wissen, dass er in den drei untersten Kategorien nicht vorgesehen ist — das ist der auffälligste Unterschied zu Silversea, wo er auch zur günstigsten Suite gehört.
Wie weit Regent den Abstand zwischen Einstieg und Spitze treibt, zeigt sich am oberen Ende der Liste besonders deutlich.
Was zeichnet die Regent Suite aus?
Die Regent Suite liegt weit oben im Schiff und misst nach Angaben der Reederei mehr als 4.000 Quadratfuß, also gut 370 Quadratmeter. Damit füllt sie das obere Ende der genannten Flächenspanne fast vollständig aus und ist eher als Apartment mit mehreren Räumen zu verstehen denn als Kabine.
Ihr eigentliches Alleinstellungsmerkmal ist ein privater Spa-Bereich innerhalb der Suite. Regent bezeichnet ihn als Premiere für ein Kreuzfahrtschiff. Dazu kommen eigens ausgewählte Kunstwerke sowie mehrere private Balkone mit Blick über die Bordwand. Wer diese Kategorie bucht, mietet damit weniger eine Unterkunft als einen abgetrennten Bereich des Schiffes.
Wo wird an Bord gegessen?
Fünf gastronomische Konzepte weist Regent für die Seven Seas Splendor aus. Weil Speisen und Getränke bei der Reederei zum Reisepreis gehören, entfällt die sonst übliche Trennung zwischen inbegriffenem Hauptrestaurant und kostenpflichtigem Spezialitätenlokal:
- Compass Rose als größtes Spezialitätenrestaurant an Bord, in dem Gäste ihr Hauptgericht aus Beilagen, Saucen und Grundzutaten selbst zusammenstellen
- Chartreuse mit französischer Küche in moderner Auslegung und Blick aufs Meer
- Pacific Rim mit panasiatischen Gerichten, gedämpftem Licht und lotusförmigen Fenstern
- La Veranda für Frühstück und Mittagessen, mit Omeletts nach Wunsch und warmen Tranchierstationen
- Coffee Connection als Café im großstädtischen Zuschnitt mit Meerblick
Das Compass Rose öffnet sich zum Atrium des Schiffes, wodurch der zentrale Treppenbereich und das Hauptrestaurant räumlich ineinander übergehen. Zum Vergleich: Auf der Seven Seas Grandeur führt Regent sieben Restaurants.
Welche öffentlichen Bereiche gibt es auf der Seven Seas Splendor?
Weil die Reederei im Luxussegment mit vergleichsweise wenigen Gästen fährt, verteilen sich die öffentlichen Räume großzügiger als auf Schiffen des Massenmarkts. Diese Bereiche dokumentiert Regent für die Splendor:
- Atrium mit geschwungenem Treppenhaus, Kunstobjekten und Kronleuchter als zentraler Treffpunkt
- Splendor Lounge für Cocktails, mit kleiner Bühne unter einem Bühnenportal
- Observation Lounge mit floral inspirierten Bezugsstoffen, handbemalten Glaswänden und Klavierbegleitung am Abend
- Constellation Theater über zwei Decks, bespielt von einem eigenen Team aus Broadway-Regie und -Choreografie
- Serene Spa & Wellness mit Massagen, Körperpackungen, Gesichtsbehandlungen sowie Maniküre und Pediküre
- Casino mit Poker, Blackjack und Roulette
- Bibliothek mit Reiseführern, Belletristik und Klassikern
- Rezeption rund um die Uhr besetzt, hier ist auch der Concierge erreichbar
Auffällig ist die Observation Lounge: Regent hebt sie ausdrücklich als den Raum hervor, der das Schiff von den übrigen Einheiten der Flotte abhebt. Bei Ein- und Auslaufmanövern ist sie der Platz mit der besten Sicht.
Was kostet an Bord trotzdem extra?
Die Liste ist kurz, aber sie existiert. Behandlungen im Serene Spa werden einzeln abgerechnet, ebenso Einsätze im Casino und Käufe in den Boutiquen. Dazu kommen besonders hochwertige Weine außerhalb der Standardauswahl und, je nach Termin, die Kurse der Kochschule.
Alles andere, was auf anderen Schiffen die Bordrechnung füllt, entfällt hier: Getränke, sämtliche Restaurants, Trinkgelder, das WLAN und die Landausflüge sind abgedeckt. Der Unterschied zeigt sich am Ende der Reise — wo auf einem Mainstream-Schiff ein vierstelliger Betrag für zwei Personen zusammenkommt, steht hier oft eine Rechnung im niedrigen dreistelligen Bereich oder gar keine.
Für die Planung heißt das: Spa-Termine und Kochkurse gehören zu den wenigen Posten, die Ihr vorab einkalkulieren solltet. Beide sind zudem kontingentiert und auf Seetagen zuerst ausgebucht.
Diese Räume erklären, warum sich ein Schiff mit 750 Gästen anders anfühlt als eines mit 5.000. Auf der Splendor verteilen sich Atrium, zwei Lounges, Theater, Spa, Casino und Bibliothek auf dieselbe Gästezahl, die auf einem Großschiff in eine einzige Showbühne passt. Warteschlangen und reservierte Plätze sind hier deshalb schlicht kein Thema — ein Punkt, der sich im Prospekt schlecht darstellen lässt und im Alltag an Bord den größten Unterschied macht.
Umgekehrt gilt: Wer ein dichtes Unterhaltungsprogramm sucht, findet es hier nicht. Das Constellation Theater bespielt zwei Decks mit einem eigenen Ensemble, aber es ersetzt keine Aquashow und keinen Kletterpark. Im Ultra-Luxus-Segment ist das die Regel und keine Auslassung.
Was bietet die Culinary Arts Kitchen?
Neben den Restaurants betreibt Regent auf der Splendor eine eigene Kochschule. In der Culinary Arts Kitchen stehen die Gäste selbst am Herd, statt nur bedient zu werden. Das Lehrprogramm stammt von Kathryn Kelly, die bei der Reederei als Executive Chef und Director of Culinary Enrichment für die kulinarische Weiterbildung verantwortlich ist.
Die Kurse greifen die Regionen auf, die auf der jeweiligen Route angelaufen werden. Auf einer Mittelmeerreise sieht das Programm also anders aus als auf einer Karibikroute, was die Kochschule enger an die Reise bindet als ein festes Standardangebot.
Ein Hinweis zur Kalkulation: Die Kochkurse sind einer der wenigen Bereiche an Bord, für die trotz des Inklusivmodells eine gesonderte Gebühr anfallen kann. Die Plätze sind zudem begrenzt, weil jeder Teilnehmer einen eigenen Arbeitsplatz braucht — wer die Kochschule als Grund für die Buchung sieht, sollte den Kurs deshalb früh reservieren und nicht erst an Bord danach fragen.
Wohin fährt die Seven Seas Splendor?
Das Fahrtgebiet wechselt saisonal. Für den Sommer weist Regent unter anderem Routen im östlichen Mittelmeer ab Athen aus, im Herbst folgen Transatlantikstrecken zwischen Nordamerika und Europa, im Winter geht es in die Karibik, den Golf von Mexiko und weiter in den Pazifik.
Die Reisedauern liegen weit auseinander: Das kürzeste Angebot umfasst sieben Nächte, die längste Strecke im Programm führt in 42 Nächten von Miami bis nach Papeete auf Tahiti. Insgesamt stehen für die Splendor über hundert buchbare Termine im Verkauf, das Schiff wird also nicht auf eine einzelne Region festgelegt.
Was sind Transatlantik- und Positionierungsreisen?
Zwischen den Saisons muss ein Schiff das Revier wechseln, und diese Überführungen verkauft Regent als eigene Reisen. Sie erklären, warum im Programm der Splendor Strecken zwischen Nordamerika und Europa auftauchen, die keiner klassischen Rundreise entsprechen.
Für Reisende sind sie aus zwei Gründen interessant. Erstens liegt der Preis je Nacht deutlich unter dem der gefragten Sommerrouten. Zweitens haben sie einen anderen Charakter: mehrere Seetage am Stück, ein volleres Bordprogramm und mehr Zeit, das Schiff tatsächlich zu nutzen, statt jeden Morgen von Bord zu gehen.
Der Gegentest ist ebenso einfach: Wer Kreuzfahrt als Aneinanderreihung von Zielen versteht, ist auf einer Überführung falsch. Die 42-Nächte-Strecke von Miami nach Papeete ist der Extremfall dieses Formats — sechs Wochen, in denen das Schiff selbst das Reiseziel ist.
Was kostet eine Reise auf der Seven Seas Splendor?
Regent weist die Preise als All-inclusive-Tarife aus, in denen die Suite, die Verpflegung, die Getränke und das Bordprogramm bereits enthalten sind. Diese Beispiele aus dem offiziellen Buchungssystem zeigen die Spanne:
- 11 Nächte ab und bis Houston mit Zielen in der Karibik ab 3.921 Euro pro Person
- 16 Nächte von Montréal nach Miami ab 6.022 Euro pro Person
- 7 Nächte ab und bis Athen im östlichen Mittelmeer ab 7.399 Euro pro Person
- 42 Nächte von Miami nach Papeete ab 16.329 Euro pro Person
Auf den Tag heruntergerechnet ist die lange Pazifikroute damit günstiger als die kurze Mittelmeerwoche. Wer Angebote verschiedener Reedereien nebeneinanderlegt, sollte außerdem gegenrechnen, welche Leistungen dort separat berechnet werden. Welche Positionen Regent im Detail einschließt, steht in unserem Regent Seven Seas Cruises Guide.
Was kostet eine Nacht an Bord?
Der Reisepreis allein sagt bei so unterschiedlichen Reisedauern wenig aus. Rechnet man die Beispiele oben auf die einzelne Nacht herunter, ergibt sich ein Bild, das der ersten Intuition widerspricht:
| Reise | Preis je Nacht |
|---|---|
| 42 Nächte Miami–Papeete | rund 389 Euro |
| 11 Nächte ab Houston | rund 357 Euro |
| 16 Nächte Montréal–Miami | rund 376 Euro |
| 7 Nächte ab Athen | rund 1.057 Euro |
Die kurze Mittelmeerwoche ist je Nacht damit fast dreimal so teuer wie die sechswöchige Pazifikpassage. Der Grund liegt in der Nachfrage: Eine Woche ab Athen im Sommer lässt sich an Berufstätige verkaufen, eine Reise über sechs Wochen an deutlich weniger Menschen. Wer zeitlich flexibel ist, bekommt im Luxussegment für dasselbe Tagesbudget also erheblich mehr Reise.
Zwei Punkte gehören in diese Rechnung hinein. Erstens sind es Startpreise der günstigsten Kategorie; die Spanne nach oben ist auf einem Schiff mit 375 Suiten erheblich. Zweitens fällt bei den Karibik- und Pazifikrouten eine Langstreckenanreise an, die im Preis nicht enthalten ist — bei der Mittelmeerwoche dagegen nur ein Kurzstreckenflug. Auf die Gesamtkosten gerechnet schrumpft der Abstand dadurch spürbar.
Das solltet Ihr vor der Buchung klären
- Ob Ihr einen Butler erwartet – Regent führt ihn erst ab der Penthouse Suite
- Ob der gebuchte Tarif die Flüge enthält, denn bei Karibik- und Pazifikrouten ist das der größte Einzelposten
- Ob die gewünschte Route auf der Splendor oder auf einem der Schwesterschiffe liegt
- Ob Ihr die Preisbeispiele auf die Nacht umrechnet, bevor Ihr Angebote vergleicht
Worin unterscheidet sich die Seven Seas Splendor von der Seven Seas Grandeur?
Beide Schiffe teilen dieselbe Flächenspanne der Suiten von 28,5 bis 413 Quadratmetern und dasselbe Grundprinzip der reinen Balkonausstattung. Wer nach unterschiedlichen Kennzahlen sucht, wird kaum fündig werden. Die Unterschiede liegen im Bordangebot.
Die Grandeur setzt inhaltlich auf ihre Kunstsammlung mit rund 1.600 Werken und führt sieben Restaurants. Die Splendor kommt mit fünf gastronomischen Konzepten aus, dafür hebt Regent hier die Observation Lounge und die Regent Suite mit ihrem privaten Spa-Bereich hervor. Eine Entscheidung zwischen den beiden Schwestern fällt deshalb in der Praxis meist über Route und Termin, nicht über die Ausstattung.
Unter den drei Schwesterschiffen ist die Splendor die unauffälligste — und genau das kann ein Argument sein. Sie hat weder die Kunstsammlung der Grandeur noch den Status des Erstlings wie die Explorer, fährt aber dieselbe Klasse zu häufig niedrigeren Preisen. Wer das Konzept von Regent testen möchte, ohne den Aufschlag für das jeweils meistbeworbene Schiff zu zahlen, findet hier den nüchternsten Einstieg.
Ein letzter Punkt zur Einordnung: Regent baut die Klasse weiter. Mit der Seven Seas Prestige steht der nächste Neubau bereits im Wasser. An der Splendor ändert das nichts, es verschiebt aber die Aufmerksamkeit — und erfahrungsgemäß auch die Preise der älteren Schwesterschiffe nach unten.
Was unterscheidet die drei Schiffe der Explorer-Klasse?
Regent hat den Entwurf über sieben Jahre hinweg dreimal gebaut und dabei kaum an den Hauptabmessungen gerührt. Alle drei Schiffe kommen aus Ancona, alle drei bewegen sich um 55.000 BRZ und 224 Meter, alle drei sind reine Balkonschiffe. Wer zwischen ihnen entscheidet, entscheidet also nicht über Größe oder Grundprinzip.
Verändert hat sich das Bordangebot. Die Seven Seas Explorer eröffnete die Klasse 2016 und war seinerzeit der Beleg, dass sich ein Schiff dieser Größe im obersten Preissegment füllen lässt. Die Splendor folgte 2020 mit einer überarbeiteten Regent Suite samt privatem Spa-Bereich und der Observation Lounge, die Regent selbst als ihr Unterscheidungsmerkmal hervorhebt. Die Grandeur kam 2023 mit einer Kunstsammlung von rund 1.600 Werken und zwei zusätzlichen Restaurants.
Daraus folgt eine unbequeme, aber ehrliche Antwort auf die Frage nach dem besten Schiff der Klasse: Es gibt keine. Der Unterschied zwischen fünf und sieben Restaurants fällt bei 750 Gästen kaum ins Gewicht, und eine Kunstsammlung ist Geschmackssache. Entscheidend bleiben Route, Termin und Preis — in dieser Reihenfolge.
Für wen lohnt sich die Seven Seas Splendor?
Das Schiff passt zu Reisenden, denen eine eigene Veranda nicht verhandelbar ist und die vor der Buchung wissen möchten, was am Ende wirklich zu zahlen ist. Beides ist hier bauartbedingt gelöst: Die Veranda gibt es in jeder Kategorie, und die Nebenkosten fallen wegen des Inklusivmodells deutlich geringer aus als bei Anbietern mit umfangreicher Zuzahlliste.
Wer dagegen eine möglichst günstige Möglichkeit sucht, überhaupt einmal im Ultra-Luxus-Segment zu reisen, fährt mit der Silver Muse und ihrer Einstiegskategorie ohne Veranda meist günstiger. Und wer ein größeres Schiff mit modernerem Grundriss bevorzugt, sollte sich die Silver Nova ansehen.
Für Stammgäste lohnt der Blick auf die Seven Seas Society: Ab Gold gibt es 100 US-Dollar Bordguthaben und unbegrenztes WLAN, ab Diamond fünf Prozent auf den Reisepreis. Mehr dazu im Guide zur Seven Seas Society.
Dafür ist die Seven Seas Splendor die richtige Wahl
- Wenn eine eigene Veranda nicht verhandelbar ist – es gibt an Bord keine Unterkunft ohne
- Wenn Ihr vor der Buchung wissen wollt, was am Ende zu zahlen ist
- Wenn Ihr Zeit habt: Lange Strecken kosten je Nacht deutlich weniger als kurze
- Wenn Euch ein überschaubares Schiff lieber ist als ein großes Bordprogramm
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