Silver Nova

Mit der Silver Nova hat Silversea 2023 eine neue Schiffsgeneration eröffnet. Sie ist mit 54.700 Tonnen deutlich größer als die klassischen Silversea-Schiffe, bleibt mit 728 Gästen aber klar im Ultra-Luxus-Format. Betreut werden sie von 544 Crewmitgliedern, also rund 1,3 Gäste je Besatzungsmitglied.

Damit ist die Silver Nova das größte Schiff der Flotte und trotzdem kleiner als jedes Mainstream-Schiff. Wir zeigen Euch, was an Bord erwartet, welche Suiten und Restaurants es gibt und worin sie sich von ihrem baugleichen Schwesterschiff unterscheidet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kategorie: Luxusklasse – 728 Gäste, 364 Suiten in 13 Kategorien, Butler und Getränke in jedem Tarif enthalten
  • Die Silver Nova wurde 2023 von der Meyer Werft in Papenburg abgeliefert und ist das erste Schiff der Nova-Klasse
  • Sie misst 54.700 Tonnen und nimmt 728 Gäste auf, betreut von 544 Crewmitgliedern
  • An Bord liegen 364 Suiten in 13 Kategorien – Innenkabinen führt Silversea nicht
  • Seit dem 11. September 2025 gelten drei Tarife: All-Inclusive Plus, All-Inclusive und Last Minute
  • Butler, Getränke, Trinkgelder und WLAN sind in jedem dieser Tarife enthalten

Die folgenden Abschnitte gehen durch Baudaten, Suiten, Gastronomie und Service – und klären vor allem die Frage, die bei Silversea über den Endpreis entscheidet: welcher Tarif welche Leistung abdeckt.

Die Silver Nova im Überblick

Die Silver Nova lief 2023 als erstes Schiff ihrer Klasse in Dienst und markiert für Silversea einen Sprung nach oben, ohne den Charakter der Reederei zu verlassen. Auch bei 54.700 Tonnen bleibt die Gästezahl so niedrig, dass das Schiff nie überfüllt wirkt.

Kreuzfahrt mit Silversea

  • All-Suite-Schiffe mit persönlichem Butlerservice
  • All-Inclusive Plus mit Guthaben für Landausflüge
  • Getränke, Trinkgeld und WLAN im Preis enthalten
  • Expeditionsreisen bis in die Antarktis

Wie viele Gäste passen auf die Silver Nova?

An Bord finden maximal 728 Gäste Platz, versorgt von 544 Crewmitgliedern. Zum Vergleich: Die klassischen Schiffe Silver Dawn und Silver Moon fassen je 596 Gäste bei 411 Crew, die deutlich kleinere Silver Wind nur 274 Gäste bei 239 Crew. Die Nova-Klasse ist damit das größte Format der Flotte.

Wie groß ist die Silver Nova?

Die Vermessung liegt bei 54.700 Tonnen. Damit ist die Silver Nova rund ein Drittel größer als die Silver Muse mit 40.700 Tonnen. Der Zugewinn kommt vor allem den öffentlichen Bereichen zugute und nicht der Gästezahl — genau darin unterscheiden sich Luxusschiffe von Einheiten des Massenmarkts.

Was ist Silversea?

Silversea ist eine Reederei im Ultra-Luxus-Segment: durchgehend Suiten statt Kabinen, Butlerservice und ein weitreichender All-inclusive-Ansatz. Einen vollständigen Überblick über Reederei und Flotte findet Ihr in unserem Silversea Guide.

Wer hat die Silver Nova gebaut?

Gebaut wurde die Silver Nova bei der Meyer Werft in Papenburg, die sie 2023 als erstes Schiff ihrer Klasse ablieferte. Werftintern läuft der Entwurf unter der Baureihe Evolution. Für Silversea war das mehr als ein weiterer Neubau: Die Nova-Klasse ist die erste Baureihe der Reederei, die verflüssigtes Erdgas als Hauptkraftstoff nutzt.

Dazu kommen eine Brennstoffzellenanlage und Batterien, mit denen sich der Hotelbetrieb im Hafen ohne laufende Hauptmaschinen versorgen lässt, sowie ein Landstromanschluss. Gegenüber der Vorgängerklasse sinken die Treibhausgasemissionen je Doppelsuite nach Angaben der Werft um rund 40 Prozent. Die technischen Einzelheiten dieser Antriebskombination beschreiben wir ausführlich auf der Seite zur Silver Ray.

Silver Nova oder Silver Ray: Worin unterscheiden sie sich?

Die ehrliche Antwort lautet: in den Kennzahlen gar nicht. Silver Nova und Silver Ray gehören derselben Klasse an und stimmen in jedem messbaren Wert überein — 728 Gäste, 544 Crewmitglieder, 54.700 Tonnen. Auch die Bordlokale sind identisch besetzt.

Der einzige Unterschied ist das Baujahr: Die Silver Nova wurde 2023 in Dienst gestellt, die Silver Ray folgte 2024. Ein Jahr Altersunterschied rechtfertigt bei Schiffen dieser Kategorie keinen Aufpreis, zumal beide auf demselben technischen Stand sind.

Entscheidet deshalb nach Route und Termin. Wer eine bestimmte Region ansteuern möchte, findet ohnehin meist nur eines der beiden Schiffe dort — und bekommt in jedem Fall dieselbe Ausstattung.

Was zeichnet die Architektur der Nova-Klasse aus?

Silversea beschreibt die Silver Nova selbst über ihre asymmetrische Bauweise. Statt die öffentlichen Bereiche spiegelbildlich auf beide Schiffsseiten zu verteilen, sind sie bewusst versetzt angeordnet. Das schafft weite Blickachsen auf Meer, Himmel und Küste, wo auf klassisch gebauten Schiffen eine Wand stünde.

Praktisch heißt das: Mehr Bereiche haben Außenbezug, und die Wege an Bord folgen keiner symmetrischen Logik, sondern führen an den Aussichtspunkten entlang. Für Gäste, die viel Zeit an Deck verbringen, ist das der spürbarste Unterschied zu den älteren Schiffen der Flotte.

Dazu kommt ein weiterer Superlativ innerhalb der Flotte: Die Nova-Klasse verfügt nach Angaben der Reederei über das größte Pooldeck aller Silversea-Schiffe. Auch die Suiten sind konsequent mit privaten Glasbalkonen ausgestattet.

Ein zweiter Baustein der Klasse trägt den Namen Otium und ist eher ein Konzept als ein Ort. Silversea fasst darunter den Wellnessbereich, die Ruhezonen an Deck und die gleichnamige Spitzenkategorie unter den Suiten zusammen. Der lateinische Begriff für Muße ist dabei Programm: Die Nova-Klasse setzt bewusst auf Rückzugsflächen statt auf ein dichtes Bordprogramm.

Wer von einem Großschiff kommt, sollte diese Erwartung mitbringen. Es gibt kein Kinderprogramm im Umfang der Mainstream-Anbieter, keine Wasserrutschen und keine Show-Maschinerie für tausende Gäste. Was es stattdessen gibt, ist Platz: Das Pooldeck ist nach Angaben der Reederei das größte der Flotte.

Was ist im Reisepreis enthalten?

Silversea arbeitet mit einem weitreichenden All-inclusive-Ansatz, der sich deutlich von dem unterscheidet, was Mainstream-Reedereien so nennen. Zum Standard gehören die Unterbringung in einer Suite mit Meerblick, ein persönlicher Butler für jede Suite sowie Speisen und Getränke an Bord.

Dieser Zuschnitt verändert die Preisrechnung grundlegend. Während bei Mainstream-Anbietern Getränkepakete, Spezialitätenrestaurants und Serviceentgelte den Endpreis oft um einen erheblichen Betrag erhöhen, ist bei Silversea der ausgewiesene Reisepreis näher am tatsächlichen Gesamtpreis. Ein direkter Preisvergleich pro Nacht führt deshalb in die Irre, wenn man die Inklusivleistungen nicht gegenrechnet.

Ergänzt wird das Bordangebot durch zwei Programme, die Silversea markenweit führt: S.A.L.T. als kulinarisches Konzept, das die Küche der bereisten Region aufgreift und um Marktbesuche und Kochkurse ergänzt, sowie den Otium Spa als Wellnessbereich.

Welche Tarife bietet Silversea an?

Am 11. September 2025 hat Silversea seine Preisstruktur umgestellt. Die früheren Bezeichnungen Door-to-Door, Port-to-Port und Essential sind entfallen; an ihre Stelle sind drei Tarife getreten: All-Inclusive Plus, All-Inclusive und Last Minute. Wer eine ältere Buchung hat, behält seinen ursprünglichen Tarif bis zur Abreise.

Der Unterschied zwischen den beiden Haupttarifen liegt nicht an Bord, sondern an Land. All-Inclusive Plus enthält ein Guthaben für Landausflüge, dessen Höhe sich nach Dauer und Region der Reise richtet, und lässt sich mit einer erstattungsfähigen Anzahlung buchen. Beim Tarif All-Inclusive bucht Ihr Ausflüge einzeln hinzu, die Anzahlung ist dafür nicht erstattungsfähig.

Der dritte Tarif heißt Last Minute und ist auf ausgewählte Abfahrten innerhalb von fünf Monaten vor Reisebeginn beschränkt. Er ist günstiger, verlangt aber die vollständige Zahlung schon bei der Buchung. Für die Silver Nova als gefragtes Neubauschiff ist er eher die Ausnahme als der Regelfall.

Was steckt in jedem Tarif?

Unabhängig vom gewählten Tarif deckt der Reisepreis den kompletten Bordbetrieb ab. Die folgende Übersicht zeigt, was auf der Silver Nova ohne weitere Zahlung nutzbar ist und was nicht:

LeistungIm Reisepreis
Suite mit Meerblick und Balkonenthalten
Butler in jeder Kategorieenthalten
Alle Restaurants an Bordenthalten
Weine und Spirituosenenthalten
Trinkgelder an Bordenthalten
WLAN im Standardnetzenthalten
Landausflügenur mit All-Inclusive Plus
Flüge, Transfers, Hotelgegen Aufpreis

Der praktische Effekt dieser Aufstellung zeigt sich erst im Vergleich. Auf einem Mainstream-Schiff kommen Getränkepaket, Servicepauschale und Zuzahlrestaurants schnell auf einen dreistelligen Betrag je Person und Woche. Auf der Silver Nova sind genau diese Posten bereits abgegolten – der ausgewiesene Preis liegt deshalb näher am tatsächlichen Endpreis, auch wenn er zunächst höher aussieht.

Diese Leistungen gelten auf der Silver Nova in jedem Tarif

  • Persönlicher Butler, unabhängig von der gebuchten Suitenkategorie
  • Speisen in sämtlichen Restaurants, ohne Zuschlag für einzelne Konzepte
  • Getränke einschließlich Weinen und Spirituosen
  • Trinkgelder für die Bordcrew
  • WLAN im Standardnetz für jede Suite

Was kostet an Bord zusätzlich?

Drei Posten bleiben außerhalb des Reisepreises. Der erste ist die An- und Abreise: Flüge, Transfers und Hotelnächte gehören seit der Tarifumstellung nicht mehr automatisch dazu, lassen sich aber über Silversea zubuchen. Der zweite sind Landausflüge, sofern Ihr nicht All-Inclusive Plus gebucht habt.

Der dritte Posten ist das schnellere WLAN. Das Standardnetz reicht für Mails, Nachrichten und normales Surfen und ist in jeder Suite enthalten. Das Premium-Netz erlaubt Streaming und mehrere Geräte gleichzeitig – es gehört ab der Medallion Suite aufwärts zum Standard, in den Veranda-Kategorien kostet es Aufpreis. Wer an Bord arbeiten möchte, sollte das bei der Kategoriewahl mitdenken.

Für wen lohnt sich welcher Tarif?

Die Frage lässt sich an einem einzigen Punkt festmachen: Wie viel Zeit verbringt Ihr an Land? Wer in jedem Hafen eine geführte Tour bucht, fährt mit All-Inclusive Plus in der Regel günstiger, weil das enthaltene Guthaben mehrere Ausflüge abdeckt. Wer Häfen lieber auf eigene Faust erkundet, zahlt beim Tarif All-Inclusive für ein Guthaben nicht mit, das er ohnehin nicht abruft.

Der zweite Faktor ist die Planungssicherheit. All-Inclusive Plus lässt sich mit erstattungsfähiger Anzahlung buchen – relevant bei Reisen, die weit im Voraus gelegt werden. Beim günstigeren Tarif ist die Anzahlung verloren, wenn Ihr storniert. Bei einer Luxuskreuzfahrt fällt dieser Betrag spürbar aus, weshalb sich die Differenz zwischen beiden Tarifen nicht allein über den Ausflugswert rechnen lässt.

Welche Routen fährt die Silver Nova?

Silversea gliedert sein Programm in mehrere Reisearten. Neben den regulären Routen gibt es Weltreisen, sogenannte Grand Voyages für längere zusammenhängende Abschnitte sowie Expeditionsreisen in entlegene Regionen — letztere fährt allerdings die spezialisierte Expeditionsflotte, nicht die Nova-Klasse.

Die Silver Nova selbst ist weltweit im Einsatz. Weil das Schiff mit 728 Gästen klein genug für Häfen bleibt, die Großschiffen verschlossen sind, gehören auch weniger frequentierte Ziele zum Programm. Welche Regionen für Euren Wunschtermin anstehen, wechselt saisonal und sollte direkt geprüft werden.

Im europäischen Sommer verlagert Silversea einen großen Teil der Flotte nach Nordeuropa und ins Mittelmeer. Für ein Schiff dieser Größe ist besonders der Norden interessant: Fjorde, Inselgruppen und kleine Anlaufpunkte lassen sich mit 54.700 Tonnen noch erreichen, während Schiffe mit mehreren tausend Gästen dort außen vor bleiben.

Norwegische Fjordlandschaft mit Bergen und Ort am Wasser
Die norwegische Küste zählt zu den Regionen, die kleinere Luxusschiffe im Sommer ansteuern.

Weil beide Schiffe der Nova-Klasse selten gleichzeitig in derselben Region unterwegs sind, entscheidet in der Praxis die Route über das Schiff und nicht umgekehrt. Prüft deshalb zuerst Termin und Fahrtgebiet und erst danach, welche der beiden Einheiten dort fährt.

Die Kulinarik auf der Silver Nova

Neun gastronomische Adressen auf einem Schiff mit 728 Gästen sind selbst im Luxussegment bemerkenswert. Weil bei Silversea Speisen und Getränke weitgehend im Reisepreis enthalten sind, entfällt die auf Mainstream-Schiffen übliche Trennung zwischen kostenfreien und aufpreispflichtigen Restaurants weitgehend.

Zum Angebot zählen das Atlantide als Hauptrestaurant, das italienische La Terrazza, das französisch geprägte La Dame, das japanische Kaiseki, der Supper Club Silver Note, die Pizzeria Spaccanapoli und das Grill-Konzept The Marquee an Deck. Dazu kommen die S.A.L.T. Kitchen und der S.A.L.T. Chef’s Table.

Wofür steht S.A.L.T. an Bord?

Hinter dem Kürzel steht Sea and Land Taste, ein Programm, das Silversea flottenweit führt und auf der Nova-Klasse mit gleich drei Adressen umsetzt. Die S.A.L.T. Kitchen wechselt ihre Karte mit dem Fahrtgebiet, der S.A.L.T. Chef’s Table arbeitet als kleiner Kochtisch, und die S.A.L.T. Bar greift regionale Spirituosen auf.

Der Gedanke dahinter ist weniger kulinarisch als reisepraktisch: Wer eine Region ansteuert, soll sie auch am Tisch wiederfinden statt überall dieselbe internationale Hotelküche vorgesetzt zu bekommen. Ergänzt wird das an Land durch Marktbesuche und Kochkurse, die sich als Ausflug buchen lassen.

Silver Nova von Silversea in Fahrt
Die Silver Nova ist seit 2023 im Einsatz. Foto: Silversea Cruises

Ergänzt wird das Angebot durch Bars und Aufenthaltsbereiche, die den Tagesablauf strukturieren.

Welche Bars und Lounges gibt es an Bord?

Prägend sind das Arts Café als Treffpunkt mit Kaffee- und Snackangebot, die Panorama Lounge mit Blick über das Heck, das Silver Note als Jazz- und Musikbar sowie das Observation Deck. Auf der Nova-Klasse kommen die Dusk Bar und der Marquee-Bereich hinzu, die es auf den älteren Schiffen so nicht gibt.

Weil die Getränke im Reisepreis enthalten sind, verhalten sich Gäste an Bord anders als auf Schiffen mit Einzelabrechnung: Es wird eher gewechselt und ausprobiert, was die Bars über den Abend gleichmäßiger auslastet.

Die Suiten auf der Silver Nova

Silversea verzichtet vollständig auf Innenkabinen. Sämtliche Unterkünfte sind Suiten mit Meerblick und privatem Glasbalkon, und zu jeder gehört ein persönlicher Butler. Das ist der zentrale Unterschied zu Premium-Reedereien, bei denen Suiten eine gehobene Sonderkategorie über der Masse an Innen- und Außenkabinen bilden.

Die Silver Nova verteilt 364 Suiten auf 13 Kategorien, die sich in Lage, Größe und Ausstattung unterscheiden. Zwei davon gibt es ausschließlich auf diesem Schiff und seinem Schwesterschiff.

Die Einstiegskategorien

Den Einstieg bilden die Veranda-Suiten. Die Superior Veranda Suite misst 28 Quadratmeter Innenfläche und liegt im vorderen und hinteren Schiffsbereich, ebenso die Classic Veranda Suite an Bug und Heck. Dazwischen rangiert die Deluxe Veranda Suite.

Auch in diesen Kategorien gehören Meerblick, Balkon und Butlerservice zum Standard. Wer bei Silversea die günstigste Suite bucht, verzichtet also nicht auf die Merkmale, die die Reederei ausmachen, sondern lediglich auf Fläche und Lage.

Die mittleren Kategorien

Darüber liegen die Medallion Suite und die Premium Medallion Suite. Beide teilen sich die Ausstattung, die Premium-Variante ist jedoch am Heck platziert, was Silversea als besonders günstige Lage hervorhebt. Die Silver Suite gehört nach Angaben der Reederei zu den beliebtesten Kategorien bei Stammgästen der Venetian Society.

Die Top-Kategorien

An der Spitze stehen Suiten mit dem Charakter kleiner Apartments. Die Otium Suite ist die jüngste Kategorie und bietet einen 270-Grad-Rundblick, den Silversea in dieser Form als beispiellos bezeichnet. Die Master Suite und die Signature Suite wurden eigens für die Nova-Klasse entwickelt und existieren auf keinem älteren Silversea-Schiff.

Ergänzt wird die Spitze durch die Owner’s Suite, die Grand Suite und die Junior Grand Suite. Weil das Schiff insgesamt nur 728 Gäste aufnimmt, ist die Zahl der Suiten je Kategorie klein — die Top-Kategorien sind entsprechend früh ausgebucht.

Wie sind die Suiten auf dem Schiff verteilt?

Die Nova-Klasse bricht mit einem Grundsatz des klassischen Schiffbaus. Statt die Kategorien vertikal übereinander zu stapeln, zieht Silversea sie horizontal über vier Decks von vorn nach achtern. Möglich wird das, weil Maschinengeräusche und Vibrationen so weit gedämpft sind, dass auch achtern gelegene Suiten als hochwertige Kategorien vermarktet werden können.

Für Euch heißt das: Die Lage sagt hier weniger über den Preis aus als auf anderen Schiffen. Am Heck liegen mit der Otium Suite und der Master Suite ausgerechnet zwei Spitzenkategorien – dort, wo auf klassisch geschnittenen Schiffen die günstigen Kabinen sitzen. Die Otium Suite kommt auf rund 123 Quadratmeter und bietet aus dem Inneren einen 270-Grad-Blick, die Master Suite liegt je nach Grundriss zwischen 67 und 77 Quadratmetern.

Die Medallion Suite ist nach Angaben der Reederei rund die Hälfte breiter als eine Standard-Veranda-Suite und hat auch den größeren Balkon. Sie markiert damit die Schwelle, ab der sich der Aufpreis in Fläche und nicht nur in Lage niederschlägt.

Welcher Service ist an Bord inbegriffen?

Der Butlerservice gilt für jede Suite, unabhängig von der Kategorie. Silversea beschreibt den Bordservice als „white glove service” und meint damit einen Betreuungsgrad, der bei 728 Gästen und 544 Crewmitgliedern personell auch darstellbar ist.

Was übernimmt der Butler an Bord?

Der Begriff klingt nach Etikette, meint an Bord aber vor allem Organisation. Der Butler packt auf Wunsch Koffer aus und wieder ein, übernimmt Tischreservierungen in den Restaurants, richtet die Suite nach Euren Gewohnheiten ein und serviert auf Wunsch komplette Menüs in der Suite statt im Restaurant.

Entscheidend ist, dass diese Betreuung nicht an die Kategorie gekoppelt ist. Wer die günstigste Veranda-Suite bucht, bekommt denselben Butler wie ein Gast in der Otium Suite – der Unterschied liegt in Fläche und Lage, nicht im Service. Genau darin unterscheidet sich Silversea von Wettbewerbern im Luxussegment, die den Butler erst ab den oberen Kategorien vorsehen.

Rechnerisch getragen wird das vom Personalschlüssel: 544 Crewmitglieder für maximal 728 Gäste bedeuten rund 1,3 Gäste je Besatzungsmitglied. Ein Betreuungsgrad dieser Größenordnung ist der eigentliche Grund, warum sich ein solches Serviceversprechen im Alltag überhaupt einlösen lässt.

Zum Bordangebot gehören außerdem der Otium Spa als Wellnessbereich, ein Fitnessbereich sowie das Casino. Das kulinarische Programm S.A.L.T. bindet die Region der jeweiligen Reise ein und reicht über das Restaurantangebot hinaus bis zu Marktbesuchen und Kochkursen an Land.

Für Stammgäste führt Silversea mit der Venetian Society ein eigenes Treueprogramm. Wer mehrfach mit der Reederei fährt, sollte es von der ersten Reise an nutzen, weil sich die Vorteile über die gefahrenen Tage aufbauen.

Das Internet ist entgegen einer verbreiteten Annahme bereits abgedeckt: Jede Suite hat Zugang zum Standardnetz für Mails, Nachrichten und normales Surfen. Nur das schnellere Premium-Netz ist an die Kategorie gekoppelt.

Diese vier Punkte solltet Ihr vor der Buchung klären

  • Welcher Tarif gebucht wird – nur All-Inclusive Plus enthält ein Guthaben für Landausflüge
  • Ob die Anzahlung erstattungsfähig sein soll, denn daran hängt die Tarifwahl
  • Ob Ihr das Premium-WLAN braucht, das erst ab der Medallion Suite ohne Aufpreis dabei ist
  • Wie Ihr an- und abreist, weil Flüge und Transfers seit 2025 nicht mehr automatisch enthalten sind

Für wen lohnt sich die Silver Nova?

Die Silver Nova passt zu Reisenden, die den Komfort eines größeren Schiffes wollen, ohne die Gästezahl eines Großschiffes in Kauf zu nehmen. Mit 728 Gästen auf 54.700 Tonnen ist das Platzverhältnis eines der großzügigsten im Markt.

Wer dagegen die intime Atmosphäre der kleinen Silversea-Schiffe sucht, ist mit der Silver Wind bei 274 Gästen oder der Silver Muse bei 632 Gästen besser bedient. Und wer ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm erwartet, sollte grundsätzlich nicht im Ultra-Luxus-Segment suchen — dort ersetzt Ruhe das Programm.

Rechnerisch lohnt sich das Schiff vor allem für Reisende, die die Inklusivleistungen auch abrufen. Wer an Bord ohnehin Wein zum Essen trinkt, in mehreren Restaurants isst und den Butler nutzt, zahlt bei Silversea unter dem Strich weniger als bei einem Premium-Anbieter mit langer Zusatzliste. Wer dagegen kaum trinkt und selten essen geht, subventioniert die anderen mit.

Wer regelmäßig mit Silversea reist, sollte die Venetian Society kennen: Ab 350 gesammelten Tagen an Bord gibt es eine kostenfreie siebentägige Reise, Alleinreisende sammeln doppelt. Alle sieben Stufen erklären wir im Guide zur Venetian Society.

Weitere Schiffe von Silversea im Überblick

Für den Vergleich innerhalb der Flotte helfen diese Seiten:

Kreuzfahrt mit Silversea

  • All-Suite-Schiffe mit persönlichem Butlerservice
  • All-Inclusive Plus mit Guthaben für Landausflüge
  • Getränke, Trinkgeld und WLAN im Preis enthalten
  • Expeditionsreisen bis in die Antarktis

Wie sich Silversea gegenüber anderen Luxusanbietern einordnet, zeigt unsere Übersicht der Kreuzfahrt-Reedereien mit allen Segmenten im Vergleich. Aus dem direkten Wettbewerb lohnt vor allem der Blick auf die Seven Seas Splendor von Regent, die ausschließlich Balkonsuiten anbietet.

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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