Die Silver Shadow ist das ältere der beiden Millennium-Schiffe von Silversea und seit dem Jahr 2000 unterwegs. Sie fasst 392 Gäste, führt ausschließlich Suiten und fährt bis heute klassische Ozeanrouten statt Expeditionen.
Kreuzfahrt mit Silversea
- All-Suite-Schiffe mit persönlichem Butlerservice
- All-Inclusive Plus mit Guthaben für Landausflüge
- Getränke, Trinkgeld und WLAN im Preis enthalten
- Expeditionsreisen bis in die Antarktis
Die Eckdaten der Reederei: 28.258 Bruttoraumzahl, 186 Meter Länge, 24,9 Meter Breite und 302 Crewmitglieder. Sieben Decks sind für Gäste zugänglich, gefahren wird mit bis zu 18,5 Knoten unter der Flagge der Bahamas.
Innerhalb der Flotte markiert sie zusammen mit der ein Jahr jüngeren Silver Whisper die Grenze zwischen den ganz kleinen Einheiten und den Suiten-Schiffen mittlerer Größe. Beide Schiffe sind baugleich – der interessantere Vergleich ist deshalb nicht der zum Schwesterschiff, sondern der zur Muse- und zur Nova-Klasse.
Das Wichtigste in Kürze
- Kategorie: Luxusklasse – das älteste Ozeanschiff der Flotte, 392 Gäste auf 28.258 Bruttoraumzahl, ausschließlich Suiten
- Seit 2000 im Dienst, zuletzt 2019 überholt – das älteste Ozeanschiff der Flotte
- 392 Gäste und 302 Crewmitglieder auf 28.258 Bruttoraumzahl
- Neun Suitenkategorien, von der Vista Suite mit Fenster bis zur Owner’s Suite
- Vier Restaurants, alle ohne Zuschlag – dafür kein S.A.L.T.-Programm an Bord
Diese Seite ordnet ein, was das Schiff bietet, wo die Grenzen seines Alters liegen, welche Suiten es gibt, was auf welchem Deck liegt und für wen sich die Buchung rechnet.
Inhaltsverzeichnis
- Die Silver Shadow im Überblick
- Deckplan der Silver Shadow: Was liegt auf welchem Deck?
- Die Suiten auf der Silver Shadow
- Die Kulinarik an Bord der Silver Shadow
- Was ist im Reisepreis der Silver Shadow enthalten?
- Für wen lohnt sich die Silver Shadow?
- Welche Routen fährt die Silver Shadow?
- Wellness und Bordleben auf der Silver Shadow
- Mit der Silver Shadow unterwegs
- Weitere Schiffe von Silversea im Überblick
Die Silver Shadow im Überblick
Die Silver Shadow gehört zur Millennium-Generation, mit der Silversea um die Jahrtausendwende einen Schritt nach oben machte: Die ersten Schiffe der Reederei – Silver Cloud und Silver Wind – fassten rund 250 Gäste, die Millennium-Schiffe knapp 400. Für ein Ultra-Luxus-Schiff ist das bis heute klein.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Indienststellung | 2000, erstes Schiff der Millennium-Generation |
| Letzte Überholung | 2019 |
| Vermessung | 28.258 Bruttoraumzahl |
| Länge und Breite | 186 Meter × 24,9 Meter |
| Gäste | 392 |
| Crew | 302 |
| Gästedecks | sieben, Deck 4 bis Deck 10 |
| Reisegeschwindigkeit | 18,5 Knoten |
| Flagge | Bahamas |
Interessant ist weniger die einzelne Zahl als ihr Verhältnis: 302 Crewmitglieder auf 392 Gäste ergeben rund 1,3 Gäste je Besatzungsmitglied. Dieser Schlüssel ist der eigentliche Grund, warum ein Butler in jeder Suite überhaupt darstellbar ist.
Wie alt ist die Silver Shadow – und stört das?
Das Schiff ist ein Vierteljahrhundert alt, die letzte dokumentierte Überholung liegt im Jahr 2019. Damit ist die Silver Shadow das Ozeanschiff der Flotte mit dem größten Abstand zur letzten Werft. Was das praktisch bedeutet, hängt davon ab, worauf Ihr achtet: Oberflächen, Bäder und Textilien sind erneuert worden, der Grundriss stammt aber unverändert aus dem Jahr 2000.
Konkret heißt das kleinere Verandas als auf der Muse-Klasse, engere Bäder in den unteren Kategorien und keine der neueren Bordkonzepte. Wer moderne Architektur erwartet, ist hier falsch. Wer ein kleines Schiff mit kurzen Wegen sucht, bekommt genau das.
Was fehlt gegenüber den neueren Schiffen?
Drei Dinge, die auf den jüngeren Einheiten selbstverständlich sind, gibt es an Bord nicht: das kulinarische Programm S.A.L.T. samt eigenem Restaurant und eigener Bar, die Pizzeria Spaccanapoli und das japanische Kaiseki. Statt acht gastronomischer Adressen wie auf der Silver Muse sind es hier vier.
Deckplan der Silver Shadow: Was liegt auf welchem Deck?
Sieben Decks stehen Gästen offen. Der Aufbau folgt dem klassischen Muster: unten das Hauptrestaurant, in der Mitte Rezeption, Bar und Show Lounge, darüber die Suiten, ganz oben Pool, Grill und Wellness.
| Deck | Was sich dort befindet |
|---|---|
| 4 | The Restaurant, Wäscherei und die untersten Suiten |
| 5 | Atrium, Rezeption, Shore Concierge, The Bar, Boutiquen und The Show Lounge |
| 6 | La Terrazza, La Dame, Konferenzraum und Kartenraum |
| 7 | Panorama Lounge und Suiten |
| 8 | Pooldeck, Pool Bar, The Grill, Connoisseur’s Corner und Casino |
| 9 | Suiten und Joggingstrecke |
| 10 | Fitnessbereich, Zagara Beauty Spa und Observation Library |
Bei der Suitenwahl lohnt der Blick auf die Nachbarschaft: Deck 7 liegt zwischen Panorama Lounge und Pooldeck und ist damit ruhiger als es klingt, weil die Lounge selbst kein Lärmerzeuger ist. Wer empfindlich schläft, meidet die Suiten unmittelbar unter dem Pooldeck auf Deck 8.
Zwei Suiten auf Deck 5 sind barrierefrei ausgelegt, mehrere Kategorien lassen sich zu Zweizimmer-Einheiten verbinden. Welche Nummern das im Einzelnen sind, steht im offiziellen Deckplan der Silver Shadow.
Die Suiten auf der Silver Shadow
Innenkabinen führt Silversea nicht. Alle Unterkünfte an Bord sind Suiten mit Meerblick, und zu jeder gehört ein persönlicher Butler – unabhängig von der Kategorie. Das Schiff verteilt neun Kategorien auf die Decks 4 bis 10.
| Kategorie | Einordnung |
|---|---|
| Vista Suite | Einstieg, großes Panoramafenster statt Veranda |
| Classic Veranda Suite | erste Kategorie mit eigener Veranda |
| Superior Veranda Suite | gleicher Grundriss, günstigere Lage im Schiff |
| Deluxe Veranda Suite | mittschiffs gelegen, ruhigste der Veranda-Kategorien |
| Medallion Suite | rund 49 Quadratmeter samt Veranda, für drei Gäste |
| Silver Suite | 61 bis 65 Quadratmeter mit getrenntem Essbereich |
| Royal Suite | als Zweizimmer-Variante kombinierbar |
| Grand Suite | bis zu 133 Quadratmeter in der Zweizimmer-Variante |
| Owner’s Suite | Spitzenkategorie mit eigenem Wohn- und Essbereich |
Die drei Veranda-Kategorien teilen sich denselben Grundriss. Was sie unterscheidet, ist ausschließlich die Position im Schiff – Deck, Lage zum Bug und Nachbarschaft zu den öffentlichen Bereichen. Wer beim Preis vergleicht, vergleicht hier also Lage, nicht Ausstattung.
Der Sprung, der sich im Bordalltag am deutlichsten bemerkbar macht, liegt zwischen den Veranda-Kategorien und der Medallion Suite: Erst dort gibt es einen echten Wohnbereich mit Essplatz. Alles darunter ist ein großzügiger, aber einteiliger Raum.
Welche Kategorie lohnt sich?
Weil Butler, Restaurants und Getränke in jeder Kategorie gleich sind, kauft Ihr mit dem Aufpreis ausschließlich Fläche und Lage. Wer viel Zeit an Deck und in den Restaurants verbringt, fährt mit einer Veranda-Suite gut. Wer die Suite als Rückzugsort nutzt und dort auch isst, merkt den Unterschied ab der Medallion Suite.
Die Kulinarik an Bord der Silver Shadow
Vier Restaurants stehen zur Wahl, und keines davon kostet Aufpreis. Feste Essenszeiten gibt es nicht – Ihr kommt, wann Ihr wollt, und setzt Euch an einen freien Tisch.
| Restaurant | Was Euch dort erwartet |
|---|---|
| The Restaurant | Hauptrestaurant auf Deck 4, wechselnde Menüs, offene Sitzordnung |
| La Terrazza | italienische Küche auf Deck 6, abends mit Reservierung |
| La Dame | französisches Feinschmeckerrestaurant mit wenigen Tischen |
| The Grill | Grill am Pooldeck, abends auf heißem Lavastein direkt am Tisch |
The Grill ist dabei die Adresse mit dem eigenwilligsten Format: Serviert wird ein heißer Lavastein, auf dem Ihr Fleisch, Fisch und Gemüse selbst auf den Punkt gart. Das dauert länger als ein normales Abendessen und ist genau deshalb beliebt.
Welche Bars und Lounges gibt es an Bord?
Der gesellige Mittelpunkt ist The Bar am Atrium auf Deck 5. Dazu kommen die Panorama Lounge auf Deck 7 mit Blick über das Heck, die Connoisseur’s Corner als Zigarren- und Cognacbar sowie die Pool Bar auf Deck 8. Auf Deck 10 liegt die Observation Library.
Weil Getränke im Reisepreis enthalten sind, entfällt die Rechnung am Ende des Abends – und damit auch die Zurückhaltung beim Ausprobieren. Wer sonst beim Preis eines Glases guten Weins zögert, bestellt hier einfach.
Was ist im Reisepreis der Silver Shadow enthalten?
Der Reisepreis deckt den kompletten Bordbetrieb ab. Das ist der Punkt, an dem sich ein Vergleich mit Premium-Reedereien überhaupt erst rechnen lässt: Was dort einzeln auf die Bordrechnung wandert, steckt hier bereits im Katalogpreis.
| Leistung | Im Reisepreis |
|---|---|
| Suite mit Meerblick | enthalten |
| Butler in jeder Kategorie | enthalten |
| Alle vier Restaurants | enthalten |
| Weine, Spirituosen und Champagner | enthalten |
| Trinkgelder an Bord | enthalten |
| WLAN im Standardnetz | enthalten |
| Landausflüge | nur im Tarif All-Inclusive Plus |
| Flüge, Transfers und Hotelnächte | gegen Aufpreis |
Welche Tarife gelten seit der Umstellung 2025?
Zum 11. September 2025 hat Silversea sein Preissystem neu geordnet. Die alten Namen Door-to-Door, Port-to-Port und Essential sind verschwunden. Geblieben sind drei Tarife: All-Inclusive Plus mit Ausflugsguthaben und erstattungsfähiger Anzahlung, All-Inclusive ohne Guthaben und mit nicht erstattungsfähiger Anzahlung sowie Last Minute für Abfahrten innerhalb von fünf Monaten.
Der praktisch wichtigste Punkt daran wird oft überlesen: Flüge und Transfers sind seit dieser Umstellung in keinem Tarif mehr automatisch enthalten. Wer eine ältere Buchung hat, behält seine ursprünglichen Konditionen bis zur Abreise.
Wie funktioniert das WLAN an Bord?
Ein Standardnetz für Mails, Nachrichten und normales Surfen gehört zu jeder Suite. Das schnellere Premium-Netz für Streaming und mehrere Geräte ist an die Kategorie gekoppelt: Ab der Medallion Suite ist es enthalten, in den Veranda-Kategorien kostet es Aufpreis. Wer an Bord arbeiten will, sollte das bei der Kategoriewahl mitdenken.
Für wen lohnt sich die Silver Shadow?
Das Schiff ist eine bewusste Entscheidung gegen Größe und für Beständigkeit. Wer das nicht sucht, findet in derselben Flotte bessere Alternativen.
| Geeignet für | Weniger geeignet für |
|---|---|
| Wer ein kleines Schiff mit kurzen Wegen sucht | Wer moderne Architektur und große Verandas erwartet |
| Stammgäste, denen das klassische Silversea-Format vertraut ist | Wer die Vielfalt der Muse-Klasse mit acht Restaurants möchte |
| Reisende auf langen Strecken und Weltreiseabschnitten | Familien mit Kindern, für die es kein Programm gibt |
| Wer Häfen abseits der großen Kreuzfahrtrouten ansteuern will | Wer den niedrigsten Preis je Nacht sucht |
Ein Argument spricht besonders für dieses Schiff: Der Preis liegt innerhalb der Flotte in der Regel unter dem der jüngeren Einheiten, während Service, Butler und Inklusivleistungen identisch sind. Wer beim Ultra-Luxus einsteigen will, tut das hier am günstigsten.
Was kostet eine Reise mit der Silver Shadow?
Silversea bewegt sich deutlich über dem Niveau klassischer Premium-Kreuzfahrten. Als grobe Orientierung könnt Ihr für eine Woche in einer Veranda-Suite im Mittelmeer mit einem mittleren vierstelligen Betrag je Person rechnen; je nach Kategorie, Saison und Fahrtgebiet liegt der Preis auch deutlich darüber. Verbindlich ist immer die Tagesabfrage im Buchungsportal.
Beim Vergleich mit anderen Anbietern lohnt eine ehrliche Gegenrechnung: Getränkepaket, Servicepauschale und Zuzahlrestaurants kommen bei Premium-Reedereien schnell auf einen dreistelligen Betrag je Person und Woche. Genau diese Posten sind hier bereits abgegolten – der ausgewiesene Preis liegt also näher am tatsächlichen Endpreis, auch wenn er zunächst höher aussieht.
Welche Routen fährt die Silver Shadow?
Die Silver Shadow ist weltweit unterwegs und wird gern auf langen Strecken eingesetzt. Mit 186 Metern Länge erreicht sie Häfen, an denen Großschiffe nicht festmachen können – der eigentliche Vorteil eines kleinen Schiffes.
Zum Programm gehören klassischerweise Asien, Australien und Neuseeland, der Pazifik sowie Abschnitte von Weltreisen und Grand Voyages. Weil Silversea seine Schwesterschiffe selten zeitgleich in dieselbe Region schickt, entscheidet in der Praxis die Route über das Schiff.
Wellness und Bordleben auf der Silver Shadow
Ganz oben auf Deck 10 liegen der Zagara Beauty Spa mit Behandlungsräumen und Friseur, der Fitnessbereich und die Observation Library. Auf Deck 9 verläuft die Joggingstrecke, auf Deck 8 liegt der Pool.
Das Abendprogramm bleibt bewusst klein: The Show Lounge auf Deck 5 bietet Musik und kleinere Bühnenformate, dazu kommt ein überschaubares Casino. Wer große Revuen erwartet, sollte im Ultra-Luxus-Segment grundsätzlich nicht suchen – dort ersetzt Ruhe das Programm.
Tagsüber besteht das Programm vor allem aus Vorträgen, Kartenspiel und Deckstunden. Auf Seereisen mit vielen Seetagen – und davon hat die Silver Shadow überdurchschnittlich viele – übernimmt das Gästeprogramm der Reederei mit Referenten und thematischen Vorträgen einen größeren Teil des Tages, als es die Beschreibung vermuten lässt.
Wer regelmäßig mit der Reederei fährt, sollte die Venetian Society kennen. Gezählt werden Tage an Bord; ab 350 gesammelten Tagen gibt es eine kostenfreie siebentägige Reise, Alleinreisende sammeln doppelt.
Mit der Silver Shadow unterwegs
Die Silver Shadow ist das Schiff für alle, die das klassische Silversea-Format wollen und mit dem Alter des Rumpfes leben können. Vier Restaurants, 392 Gäste und ein Butler in jeder Suite – mehr Programm gibt es hier nicht, und genau das ist der Punkt.
Wer mehr Auswahl an Bord sucht, findet sie eine Klasse höher: Die Muse-Klasse verdoppelt das gastronomische Angebot, die Nova-Klasse setzt zusätzlich auf ein anderes Raumkonzept. Wer dagegen ins Eis will, ist bei der Expeditionsflotte richtig.
Kreuzfahrt mit Silversea
- All-Suite-Schiffe mit persönlichem Butlerservice
- All-Inclusive Plus mit Guthaben für Landausflüge
- Getränke, Trinkgeld und WLAN im Preis enthalten
- Expeditionsreisen bis in die Antarktis
Weitere Schiffe von Silversea im Überblick
Diese Seiten helfen beim Vergleich innerhalb der Flotte weiter:
- Silver Whisper – das baugleiche Schwesterschiff, zuletzt 2024 überholt
- Silver Spirit – 636 Gäste, 2018 verlängert und 2026 überholt
- Silver Moon – die Muse-Klasse mit acht gastronomischen Adressen
- Silver Cloud und Silver Wind – die zu Expeditionsschiffen umgebauten Erstlinge der Flotte
- Silversea Guide mit der kompletten Flotte, den Tarifen und den Preisspannen
