Die Silver Cloud war 1994 das allererste Schiff von Silversea – und fährt heute als Expeditionsschiff mit verstärktem Rumpf in die Polarregionen. 254 Gäste, 212 Crewmitglieder und 20 Zodiacs an Bord.
Kreuzfahrt mit Silversea
- All-Suite-Schiffe mit persönlichem Butlerservice
- All-Inclusive Plus mit Guthaben für Landausflüge
- Getränke, Trinkgeld und WLAN im Preis enthalten
- Expeditionsreisen bis in die Antarktis
Die Eckdaten der Reederei: 17.400 Bruttoraumzahl, 156,7 Meter Länge, 21,5 Meter Breite und die Eisklasse 1C. Sieben Decks stehen Gästen offen, gefahren wird mit bis zu 18 Knoten unter der Flagge der Bahamas.
Der Umbau zum Expeditionsschiff ist der eigentliche Punkt dieses Schiffes: Aus einem klassischen Suiten-Schiff der ersten Generation wurde eine Einheit, die in der Antarktis anlanden kann – ohne den Bordkomfort aufzugeben, für den Silversea steht.
Das Wichtigste in Kürze
- Kategorie: Luxus-Expedition – Eisklasse 1C, 20 Zodiacs und höchstens 240 Gäste in Polargewässern, dabei Suiten-Standard
- Erstes Schiff der Reederei von 1994, 2017 zum Expeditionsschiff umgebaut
- 254 Gäste und 212 Crewmitglieder, in Polargewässern höchstens 240 Gäste
- Eisklasse 1C, 20 Zodiacs und 10 Kajaks an Bord
- Vier Restaurants und acht Suitenkategorien – 80 Prozent der Suiten mit Veranda
Diese Seite erklärt, was der Umbau verändert hat, welche Suiten es gibt, was auf welchem Deck liegt, wie eine Anlandung abläuft und für wen sich das Schiff rechnet.
Inhaltsverzeichnis
- Die Silver Cloud im Überblick
- Wie läuft eine Expedition auf der Silver Cloud ab?
- Deckplan der Silver Cloud: Was liegt auf welchem Deck?
- Die Suiten auf der Silver Cloud
- Die Kulinarik an Bord der Silver Cloud
- Was ist im Reisepreis der Silver Cloud enthalten?
- Für wen lohnt sich die Silver Cloud?
- Welche Routen fährt die Silver Cloud?
- Wellness und Bordleben auf der Silver Cloud
- Mit der Silver Cloud unterwegs
- Weitere Schiffe von Silversea im Überblick
Die Silver Cloud im Überblick
Die Silver Cloud ist der Ursprung der Flotte. Mit ihr und der ein Jahr jüngeren Silver Wind startete Silversea Mitte der Neunziger in ein Segment, das es so noch nicht gab: kleine Schiffe mit ausschließlich Suiten und einem Serviceniveau, das sonst nur Grandhotels boten.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Indienststellung | 1994, erstes Schiff der Reederei |
| Umbau zum Expeditionsschiff | 2017 |
| Vermessung | 17.400 Bruttoraumzahl |
| Länge und Breite | 156,7 Meter × 21,5 Meter |
| Gäste | 254, in Polargewässern höchstens 240 |
| Crew | 212 |
| Eisklasse | 1C |
| Gästedecks | sieben, Deck 3 bis Deck 9 |
| Reisegeschwindigkeit | 18 Knoten |
Eine Zahl in dieser Tabelle verdient eine Erklärung. Der Deckplan der Reederei nennt 240 Gäste in Polargewässern, das Datenblatt dagegen 254. Beides stimmt: Für Anlandungen in der Antarktis gelten strengere Obergrenzen als auf normalen Routen, deshalb fährt das Schiff dort mit reduzierter Belegung.
Was bedeutet die Eisklasse 1C?
Die Eisklasse beschreibt, wie viel Eis ein Rumpf verträgt. 1C ist die niedrigste der finnisch-schwedischen Klassen und erlaubt die Fahrt in dünnem, losem Eis – nicht aber das Brechen geschlossener Decken. Für Antarktis-Sommerreisen und die Arktis reicht das; wer in schwereres Eis will, braucht ein Schiff mit Polar-Code-Einstufung wie die Silver Endeavour.
Was hat der Umbau 2017 verändert?
Der Werftaufenthalt hat aus einem Ozeanschiff eine Expeditionseinheit gemacht: verstärkter Rumpf, reduzierte Gästezahl, ein Expedition Office auf Deck 6 als Zentrale des Expeditionsteams sowie Stauraum und Aussetzvorrichtungen für 20 Zodiacs und 10 Kajaks auf Deck 9. Hinzu kam die Explorer Lounge als Ort für Vorträge und Einweisungen.
Wie läuft eine Expedition auf der Silver Cloud ab?
Der Tagesablauf unterscheidet sich grundlegend von einer Ozeanreise. Statt Häfen und Liegezeiten gibt es Anlandungen, und die richten sich nach Wetter, Eis und Tierwelt – der Fahrplan ist eine Absichtserklärung, kein Versprechen.
Praktisch heißt das: Am Vorabend gibt das Expeditionsteam in der Explorer Lounge eine Einweisung, morgens wird in Gruppen ausgebootet. Die Zodiacs fassen jeweils eine Handvoll Gäste; mit 20 Booten und höchstens 240 Personen an Bord bleiben die Wartezeiten kurz. Vor der Rückkehr an Bord werden Stiefel und Kleidung gereinigt – Vorschrift in der Antarktis, damit keine fremden Organismen eingeschleppt werden.
Begleitet werden die Reisen von einem Expeditionsteam aus Biologen, Geologen, Historikern und Fotografen. An Seetagen übernehmen deren Vorträge einen großen Teil des Programms – auf einem Expeditionsschiff ersetzt das Wissen die Bühnenshow.
Was man dabei realistisch erwarten sollte: Anlandungen fallen aus. Wind, Seegang oder Eis machen einzelne Stopps unmöglich, und dann bleibt es bei einer Zodiac-Rundfahrt oder einem Seetag. Wer mit einer festen Erwartungshaltung an Bord geht, wird enttäuscht; wer den Plan als Vorschlag versteht, erlebt genau den Teil der Reise, der eine Expedition von einer Kreuzfahrt unterscheidet.
Die Ausrüstung stellt die Reederei zum großen Teil: Parka und Gummistiefel gehören bei Polarreisen dazu, wasserdichte Hosen und Handschuhe bringt Ihr selbst mit. Vor der ersten Anlandung gibt es eine verbindliche Einweisung nach den Regeln der IAATO, des Verbands der Antarktis-Reiseveranstalter – ohne Teilnahme geht niemand von Bord.
Deckplan der Silver Cloud: Was liegt auf welchem Deck?
Sieben Decks stehen Gästen offen. Auffällig ist, wie viel Fläche die Expeditionsinfrastruktur beansprucht – auf einem gleich großen Ozeanschiff säßen dort Kabinen.
| Deck | Was sich dort befindet |
|---|---|
| 3 | Bordhospital und Umkleide für die Anlandungen |
| 4 | The Restaurant, La Dame und Wäscherei |
| 5 | Dolce Vita, Boutique und Photo Studio |
| 6 | Explorer Lounge, Rezeption, Expedition Office und Fitnessbereich |
| 7 | La Terrazza, Zagara Beauty Spa mit Sauna, Beauty Salon und Bibliothek |
| 8 | Pool, Pool Bar, The Grill, Panorama Lounge und Connoisseur’s Corner |
| 9 | Observation Lounge, Joggingstrecke und die Zodiac-Aufstellfläche |
Für die Suitenwahl heißt das: Die Umkleide auf Deck 3 ist bei Anlandungen der Engpass, deshalb sind Suiten in ihrer Nähe morgens lauter als andere. Am ruhigsten liegen die Suiten auf Deck 7, weil darüber nur Pool und Aussichtsdeck folgen.
Den vollständigen Grundriss mit allen Suitennummern veröffentlicht die Reederei selbst: der offizielle Deckplan der Silver Cloud.
Die Suiten auf der Silver Cloud
Innenkabinen führt Silversea nicht – auch auf dem Expeditionsschiff sind sämtliche Unterkünfte Suiten, und zu jeder gehört ein persönlicher Butler. Nach Angaben der Reederei haben 80 Prozent der Suiten eine Veranda.
| Kategorie | Einordnung |
|---|---|
| Vista Suite | Einstieg, großes Panoramafenster statt Veranda |
| Veranda Suite | erste Kategorie mit eigenem Balkon |
| Deluxe Veranda Suite | mehr Fläche, günstigere Lage im Schiff |
| Medallion Suite | getrennter Wohn- und Essbereich |
| Silver Suite | deutlich mehr Fläche, eigener Essplatz |
| Royal Suite | mit Veranda-Suite zur Zweizimmer-Variante kombinierbar |
| Grand Suite | mehrere Räume mit eigenem Essbereich |
| Owner’s Suite | Spitzenkategorie an Bord |
Die Verteilung ist typisch für ein umgebautes Schiff: Weil der Rumpf aus dem Jahr 1994 stammt, fallen die Verandas kleiner aus als auf den Neubauten der Muse- und Nova-Klasse. Dafür ist der Anteil der Suiten mit Balkon mit 80 Prozent hoch – bei Expeditionsschiffen anderer Anbieter liegt er oft deutlich darunter.
Ein Hinweis, der auf Expeditionsreisen mehr zählt als auf Ozeanrouten: Auf Antarktis- und Arktisfahrten verbringt man weniger Zeit auf der Veranda, als man vorher denkt – draußen ist es kalt, und die interessanten Momente passieren an Deck oder im Zodiac. Die Vista Suite ohne Balkon ist hier deshalb ein deutlich besseres Geschäft als im Mittelmeer.
Die Kulinarik an Bord der Silver Cloud
Vier Restaurants stehen zur Wahl, alle im Reisepreis enthalten. Für ein Expeditionsschiff ist das viel – vergleichbare Einheiten anderer Anbieter kommen mit einem Hauptrestaurant und einem Buffet aus.
| Restaurant | Was Euch dort erwartet |
|---|---|
| The Restaurant | Hauptrestaurant auf Deck 4, offene Sitzordnung |
| La Dame | französisches Feinschmeckerrestaurant mit wenigen Tischen |
| La Terrazza | italienische Küche auf Deck 7 |
| The Grill | Grill am Pooldeck, abends auf heißem Lavastein |
Dass es dieses Angebot überhaupt gibt, liegt am Ursprung des Schiffes: Die Silver Cloud wurde als Luxusschiff gebaut und erst später umgerüstet. Ein von Grund auf geplantes Expeditionsschiff würde die Fläche für vier Restaurants kaum aufbringen.
Auf Expeditionsreisen verschiebt sich der Ablauf: Weil Anlandungen früh beginnen und lange dauern, wird häufiger zu ungewöhnlichen Zeiten gegessen. Die offene Sitzordnung ohne feste Tischzeiten ist hier keine Bequemlichkeit, sondern Voraussetzung.
Welche Bars und Lounges gibt es an Bord?
Der gesellige Mittelpunkt ist die Dolce Vita auf Deck 5. Dazu kommen die Explorer Lounge auf Deck 6, in der auch die Einweisungen stattfinden, die Panorama Lounge und die Connoisseur’s Corner auf Deck 8 sowie die Observation Lounge ganz oben auf Deck 9.
Was ist im Reisepreis der Silver Cloud enthalten?
Der Reisepreis deckt den kompletten Bordbetrieb ab. Auf Expeditionsreisen kommt ein Punkt hinzu, der auf Ozeanrouten fehlt: Die Zodiac-Ausfahrten und Anlandungen sind Teil des Expeditionsprogramms und nicht als Landausflug zu buchen.
| Leistung | Im Reisepreis |
|---|---|
| Suite mit Meerblick | enthalten |
| Butler in jeder Kategorie | enthalten |
| Alle vier Restaurants | enthalten |
| Weine, Spirituosen und Champagner | enthalten |
| Trinkgelder an Bord | enthalten |
| WLAN im Standardnetz | enthalten |
| Zodiac-Ausfahrten des Expeditionsprogramms | enthalten |
| Flüge, Transfers und Hotelnächte | je nach Tarif |
Zum 11. September 2025 hat Silversea seine Preisstruktur umgestellt. Geblieben sind drei Tarife: All-Inclusive Plus mit Ausflugsguthaben und erstattungsfähiger Anzahlung, All-Inclusive ohne Guthaben sowie Last Minute für Abfahrten innerhalb von fünf Monaten.
Bei Expeditionsreisen ist der Tarif besonders relevant, weil dort An- und Abreiseleistungen einen erheblichen Teil des Gesamtpreises ausmachen. Wer nach Ushuaia oder Longyearbyen fliegt, sollte genau prüfen, welche Flüge und Hotelnächte der gewählte Tarif abdeckt.
Für wen lohnt sich die Silver Cloud?
Das Schiff richtet sich an Reisende, die in entlegene Regionen wollen, ohne auf den Komfort eines Luxusschiffes zu verzichten.
| Geeignet für | Weniger geeignet für |
|---|---|
| Wer die Antarktis oder die Arktis mit Anlandungen erleben will | Wer eine klassische Hafenrundreise sucht |
| Reisende, die Vorträge und Naturbeobachtung dem Bordprogramm vorziehen | Wer ein umfangreiches Abendprogramm erwartet |
| Wer ein kleines Schiff mit vier Restaurants möchte | Wer schweres Eis befahren will – dafür reicht die Eisklasse 1C nicht |
| Wer Wert auf Butler und Inklusivleistungen auch im Eis legt | Wer nach dem günstigsten Preis je Nacht sucht |
Welche Routen fährt die Silver Cloud?
Die Silver Cloud pendelt saisonal zwischen den Polarregionen: im Nordsommer Arktis, Spitzbergen und Grönland, im Südsommer die Antarktische Halbinsel ab Südamerika. Dazwischen liegen Überführungsreisen entlang der Küsten Südamerikas und Afrikas, die sich als eigenständige Reisen buchen lassen.
Welche Region für Euren Wunschtermin ansteht, wechselt jährlich. Verbindlich ist immer die Abfrage im Buchungsportal – gerade bei Expeditionsreisen sind die Startpunkte ungewöhnlich und die Anreise will früh geplant sein.
Antarktis oder Arktis: Was ist der Unterschied?
Beide Regionen liefern Eis und Tierbeobachtung, sonst haben sie wenig gemeinsam. Die Antarktis wird ab Ushuaia in Argentinien angesteuert, die Überfahrt führt durch die Drakestraße und dauert rund zwei Tage – wetterabhängig ist das der unangenehmste Teil der Reise. Dafür stehen am Ziel Pinguinkolonien, Wale und Gletscherabbrüche in einer Dichte, die es nirgendwo sonst gibt.
Die Arktis beginnt meist in Spitzbergen oder Island und kommt ohne berüchtigte Passage aus. Landschaftlich ist sie abwechslungsreicher, weil Siedlungen, Fjorde und Tundra dazukommen; die Tierbeobachtung ist dafür weniger planbar. Wer Eisbären sehen will, sollte wissen, dass es dafür keine Garantie gibt.
Was kostet eine Expeditionsreise?
Expeditionsreisen liegen deutlich über den Ozeanrouten derselben Reederei. Eine Antarktis-Reise erreicht je Person schnell einen hohen fünfstelligen Bereich, weil neben dem Bordkomfort auch das Expeditionsprogramm, die Ausrüstung und oft An- und Abreiseleistungen einkalkuliert sind. Verbindlich ist immer die Tagesabfrage im Buchungsportal.
Wellness und Bordleben auf der Silver Cloud
Der Zagara Beauty Spa auf Deck 7 bringt einen Vorteil mit, der auf Polarreisen mehr wert ist als im Mittelmeer: eine Sauna. Nach mehreren Stunden im Zodiac bei Wind und Gischt ist das kein Wellness-Luxus, sondern der schnellste Weg zurück auf Betriebstemperatur. Daneben liegen Beauty Salon und Bibliothek, der Fitnessbereich sitzt ein Deck tiefer.
Das Abendprogramm ist auf einem Expeditionsschiff bewusst schlank. Statt Bühnenshows gibt es die Zusammenfassung des Tages durch das Expeditionsteam, Vorträge und den Austausch in der Explorer Lounge. Wer schon einmal im Eis war, weiß, dass der Tag ohnehin lang genug ist.
Ein praktischer Punkt zum Photo Studio auf Deck 5: Auf Polarreisen gehört ein Fotograf zum Expeditionsteam, der Einweisungen zu Kameraeinstellungen bei Schnee und Gegenlicht gibt. Für die meisten Gäste ist das der nützlichste Programmpunkt der ganzen Reise – und einer, den es auf den Ozeanschiffen der Flotte so nicht gibt.
Mit der Silver Cloud unterwegs
Die Silver Cloud verbindet zwei Dinge, die selten zusammenkommen: ein echtes Expeditionsprogramm mit Zodiacs und Anlandungen – und den Bordstandard einer Ultra-Luxus-Reederei mit Butler, vier Restaurants und inkludierten Getränken.
Wer schwereres Eis befahren möchte, ist mit der Silver Endeavour und ihrer Polar-Code-Einstufung besser bedient. Wer keine Anlandungen braucht, findet auf den Ozeanschiffen mehr Auswahl an Bord. Und wer die Galápagos-Inseln im Blick hat, schaut auf die Silver Origin.
Für Stammgäste zählt außerdem die Venetian Society: Gezählt werden Tage an Bord, ab 350 gesammelten Tagen gibt es eine kostenfreie siebentägige Reise. Alleinreisende sammeln doppelt – auf Expeditionsreisen ein spürbarer Vorteil.
Kreuzfahrt mit Silversea
- All-Suite-Schiffe mit persönlichem Butlerservice
- All-Inclusive Plus mit Guthaben für Landausflüge
- Getränke, Trinkgeld und WLAN im Preis enthalten
- Expeditionsreisen bis in die Antarktis
Weitere Schiffe von Silversea im Überblick
Diese Seiten helfen beim Vergleich innerhalb der Flotte weiter:
- Silver Wind – das baugleiche Schwesterschiff mit 274 Gästen
- Silver Endeavour – das Expeditionsschiff mit Polar-Code-Einstufung
- Silver Origin – der Spezialist für die Galápagos-Inseln
- Silver Whisper – ein klassisches Ozeanschiff zum Vergleich
- Silversea Guide mit der kompletten Flotte, den Tarifen und den Preisspannen
