Die Silver Muse war bei ihrer Indienststellung 2017 das damals größte Schiff von Silversea und ist bis heute eines der prägendsten der Flotte. Mit 40.700 Tonnen, 632 Gästen und 415 Crewmitgliedern liegt sie genau zwischen den kompakten klassischen Einheiten und der neuen Nova-Klasse.
2025 hat Silversea sie umfassend überholt. Damit ist sie technisch und optisch näher an den jüngsten Schiffen, als ihr Baujahr vermuten lässt — und bietet zugleich eine Suitenauswahl, die es in dieser Form auf den Neubauten nicht gibt.
Das Wichtigste in Kürze
- Kategorie: Luxusklasse – 632 Gäste auf 40.700 Tonnen, jede Unterkunft eine Suite mit Butler – Innenkabinen führt Silversea nicht
- Die Silver Muse lief 2017 bei Fincantieri in Genua vom Stapel und war damals das größte Schiff der Reederei
- Sie misst 40.700 Tonnen und wird von 415 Crewmitgliedern betreut
- Ein Werftaufenthalt im Winter 2025 hat die Kapazität von 596 auf 632 Gäste erhöht
- Dabei wichen große Silver Suiten kleineren Kategorien – ihre Zahl sank von 34 auf acht
- Die Vista Suite ohne Balkon ist der günstigste Einstieg in die Silversea-Flotte
Der Umbau ist damit mehr als eine Auffrischung der Innenausstattung – er hat den Zuschnitt des Schiffes verändert. Was das für Suitenwahl und Buchungszeitpunkt bedeutet, klären wir weiter unten im Detail.
Inhaltsverzeichnis
- Die Silver Muse im Überblick
- Was hat der Werftaufenthalt 2025 verändert?
- Die Kulinarik auf der Silver Muse
- Die Suiten auf der Silver Muse
- Welcher Service ist an Bord inbegriffen?
- Welche Routen fährt die Silver Muse?
- Was ist im Reisepreis enthalten?
- Für wen lohnt sich die Silver Muse?
- Weitere Schiffe von Silversea im Überblick
Die Silver Muse im Überblick
Silversea führt die Silver Muse unter den klassischen Schiffen, obwohl sie deutlich größer ist als die älteren Einheiten der Flotte. Ihr Zuschnitt zielt auf Gäste, die ein umfangreiches Bordangebot möchten, ohne auf die überschaubare Gästezahl zu verzichten, für die die Reederei steht.
Kreuzfahrt mit Silversea
- All-Suite-Schiffe mit persönlichem Butlerservice
- All-Inclusive Plus mit Guthaben für Landausflüge
- Getränke, Trinkgeld und WLAN im Preis enthalten
- Expeditionsreisen bis in die Antarktis
Wie viele Gäste passen auf die Silver Muse?
An Bord reisen maximal 632 Gäste, betreut von 415 Crewmitgliedern. Das entspricht rund 1,5 Gästen je Besatzungsmitglied. In der Flotte liegt sie damit knapp unter der Silver Spirit mit 636 Gästen und deutlich über der Silver Shadow und der Silver Whisper mit je 392 Gästen.
Nach oben grenzen sich die beiden Schiffe der Nova-Klasse ab: Silver Nova und Silver Ray nehmen je 728 Gäste auf. Wer bewusst kleiner reisen möchte, findet mit der Silver Wind bei 274 Gästen das andere Ende der Skala.
Wie groß ist die Silver Muse?
Die Vermessung liegt bei 40.700 Tonnen. Gegenüber der Nova-Klasse mit 54.700 Tonnen ist sie rund ein Viertel kleiner, nimmt aber nur etwa 13 Prozent weniger Gäste auf. Das Platzverhältnis je Gast fällt auf der Silver Muse also etwas knapper aus als auf den Neubauten — im Marktvergleich bleibt es dennoch großzügig.
Wer hat die Silver Muse gebaut?
Gebaut wurde die Silver Muse bei Fincantieri in Genua und im April 2017 abgeliefert. Sie ist das Typschiff ihrer Baureihe: Zur selben Klasse gehören die Silver Moon und die Silver Dawn, die einige Jahre später folgten und je 596 Gäste aufnehmen. Alle drei teilen sich Rumpfform und Grundriss.
Genau deshalb ist der Werftaufenthalt von 2025 für die Einordnung so wichtig. Er hat die Silver Muse innerhalb ihrer eigenen Klasse zum Sonderfall gemacht – sie führt heute mehr Gäste und ein anderes Restaurantkonzept als ihre beiden Schwestern, obwohl die Schiffe baugleich sind.
Was bedeutet die Modernisierung von 2025?
Silversea hat die Silver Muse Ende 2025 umfassend überarbeitet. Für die Buchungsentscheidung ist das der wichtigste Punkt an diesem Schiff: Wer zwischen ihr und einer älteren Einheit der Flotte schwankt, bekommt hier den frischeren Innenausbau, ohne auf den Charakter der klassischen Schiffe verzichten zu müssen. Was genau verändert wurde, steht weiter unten in einem eigenen Abschnitt.
Gegenüber der Nova-Klasse bleibt der bauliche Unterschied dagegen bestehen. Die asymmetrische Architektur und Neuerungen wie die Dusk Bar oder der Marquee-Bereich sind den beiden Neubauten vorbehalten und lassen sich durch eine Modernisierung nicht nachrüsten.
Was ist Silversea?
Silversea zählt zum Ultra-Luxus-Segment: ausschließlich Suiten, Butlerservice und ein weitreichender All-inclusive-Ansatz, der Speisen und Getränke einschließt. Die komplette Flotte und die Einordnung der Reederei findet Ihr in unserem Silversea Guide.
Was hat der Werftaufenthalt 2025 verändert?
Die Silver Muse lag im November 2025 bei Fincantieri in Palermo im Dock. Am 14. Dezember 2025 nahm sie den Dienst wieder auf, mit einer Abfahrt ab Civitavecchia. Anders als bei den üblichen Auffrischungen ging es dabei nicht nur um Teppiche und Polster: Silversea hat den Grundriss ganzer Decks verändert.
Warum passen jetzt mehr Gäste an Bord?
Auf den Decks 9, 10 und 11 sind große Suiten kleineren Kategorien gewichen. Aus sechs Silver Suiten auf Deck 9 wurden zwölf kleinere Einheiten, und dieses Muster wiederholte sich weiter oben. Unter dem Strich stieg die Kapazität bei Doppelbelegung von 596 auf 632 Gäste, also um rund sieben Prozent.
Die auffälligste Folge betrifft eine einzelne Kategorie: Die Zahl der Silver Suiten sank von 34 auf acht. Wer diese Kategorie kennt und wiederbuchen möchte, trifft also auf ein deutlich knapperes Angebot als vor dem Umbau.
| Merkmal | Vorher | Heute |
|---|---|---|
| Gäste bei Doppelbelegung | 596 | 632 |
| Crewmitglieder | 411 | 415 |
| Silver Suiten | 34 | 8 |
Das Platzverhältnis je Gast ist damit etwas enger geworden. Bei 40.700 Tonnen und 632 Gästen bleibt es im Marktvergleich trotzdem großzügig – es liegt lediglich nicht mehr auf dem Niveau der Nova-Klasse, die bei 54.700 Tonnen nur 728 Gäste aufnimmt.
Unverändert geblieben ist alles, was sich baulich nicht lösen lässt. Rumpf, Tonnage und Deckaufteilung sind dieselben wie 2017, ebenso der konventionelle Antrieb. Ein Werftaufenthalt kann Innenräume neu ordnen und Kategorien verschieben – er macht aus einem Schiff von 2017 aber kein Schiff der Nova-Klasse. Wer den Unterschied zwischen beiden Generationen sucht, findet ihn deshalb nicht im Ausbauzustand, sondern in der Bauweise.
Was hat sich beim Restaurantangebot getan?
Die zweite große Änderung betrifft die Gastronomie. Das frühere asiatische Restaurant Indochine ist entfallen und wurde durch S.A.L.T. ersetzt, das kulinarische Regionalkonzept der Reederei. Damit führt die Silver Muse dieses Programm erstmals – zuvor war es den jüngeren Schiffen der Flotte vorbehalten.
Gleichzeitig wurde das Hauptrestaurant La Dolce Vita verkleinert, um Platz für technische Flächen zu schaffen. Für Gäste heißt das: etwas weniger Sitzplätze im Hauptrestaurant bei zugleich gestiegener Gästezahl. Wer zu den Stoßzeiten essen möchte, sollte sich früher um einen Tisch kümmern als vor dem Umbau.
Lohnt sich die Silver Muse nach dem Umbau noch?
Für die meisten Reisenden ja, und zwar aus einem einfachen Grund: Der frische Innenausbau und das neue Restaurantkonzept sind ein sichtbarer Gewinn, während die Kapazitätserhöhung um sieben Prozent im Alltag kaum spürbar ist. Ein Schiff mit 632 Gästen fühlt sich nicht messbar voller an als eines mit 596.
Anders liegt der Fall bei zwei Gruppen. Wer regelmäßig eine Silver Suite gebucht hat, findet die Kategorie nur noch in acht Exemplaren vor und muss deutlich früher buchen. Und wer Wert auf ein leeres Hauptrestaurant zur Hauptzeit legt, sollte einkalkulieren, dass dort heute mehr Gäste auf weniger Fläche treffen.
Was der Umbau für Eure Buchung bedeutet
- Silver Suiten gibt es nur noch acht statt 34 – diese Kategorie früh buchen
- Das Hauptrestaurant ist kleiner geworden, die Gästezahl größer: Tische zeitig reservieren
- Neu an Bord ist S.A.L.T. als regionales Küchenkonzept anstelle des früheren Indochine
- Reiseberichte und Bewertungen von vor Dezember 2025 beschreiben ein anderes Schiff
Die Kulinarik auf der Silver Muse
Beim Restaurantangebot spielt die Silver Muse ihre Größe aus. Weil Speisen und Getränke bei Silversea weitgehend zum Reisepreis gehören, steht die Auswahl allen Gästen offen, unabhängig von der gebuchten Suitenkategorie.
Zum Angebot zählen das Atlantide, das italienische La Terrazza, das französisch geprägte La Dame, das japanische Kaiseki, ein Grill-Konzept und die Pizzeria Spaccanapoli. Hinzu kommt S.A.L.T., das kulinarische Programm der Reederei, das die Küche der jeweiligen Reiseregion aufgreift und um Marktbesuche und Kochkurse an Land ergänzt.
Neben den Restaurants prägen die Bars und Aufenthaltsbereiche den Tagesablauf an Bord.
Gibt es feste Tischzeiten?
Nein. Silversea arbeitet ohne die auf klassischen Hochseeschiffen üblichen Sitzungen, bei denen Gäste einem festen Tisch und einer festen Uhrzeit zugeteilt werden. Ihr entscheidet jeden Abend neu, wo und wann Ihr esst – und mit wem, denn feste Tischgemeinschaften entfallen damit ebenfalls.
Das ist bequemer, verlagert aber die Planung zu Euch. In den kleineren Lokalen ist eine Reservierung faktisch Pflicht, besonders seit das Hauptrestaurant beim Umbau Sitzplätze verloren hat und mehr Gäste an Bord sind. Wer erst um halb acht überlegt, wo er essen möchte, landet an vollen Abenden im Buffetbereich.
Welche Bars und Lounges gibt es an Bord?
Das Arts Café ist der Treffpunkt für Kaffee und kleine Speisen, die Panorama Lounge bietet Blick über das Heck, das Silver Note ist als Jazz- und Musikbar angelegt. Dazu kommen das Observation Deck und der Connoisseur’s Corner als Zigarrenlounge.
Die Dusk Bar und den Marquee-Bereich sucht Ihr hier vergeblich — beide gibt es ausschließlich auf der Nova-Klasse. Dafür führt die Silver Muse mit dem Zagara Beauty Spa einen Wellnessbereich, den die Reederei unter eigenem Namen ausweist.
Das Dolce Vita ist dabei der Bereich, an dem sich der Charakter dieses Schiffes am ehesten zeigt. Es funktioniert als zentraler Treffpunkt vor und nach dem Abendessen, mit Livemusik und ohne festes Programm – näher an einer Hotelbar als an einem Bordveranstaltungsraum.
Der Connoisseur’s Corner als Zigarrenlounge ist die zweite Besonderheit. Auf den Neubauten der Nova-Klasse gibt es ihn nicht, was für einen Teil der Stammgäste tatsächlich ein Argument für das ältere Schiff ist. Wer damit nichts anfangen kann, verliert dagegen nichts: Der Raum ist abgetrennt und belüftet, der Rest des Schiffes bleibt davon unberührt.
Was auf der Silver Muse dagegen fehlt, ist ein durchgehendes Abendprogramm im Sinne großer Bühnenshows. Das Silver Note übernimmt diese Rolle mit Livemusik im kleinen Rahmen. Wer Unterhaltung im Umfang eines Mainstream-Schiffes erwartet, wird sie im Ultra-Luxus-Segment generell nicht finden – dort tritt Ruhe an die Stelle des Programms.
Die Suiten auf der Silver Muse
Innenkabinen gibt es bei Silversea nicht. Die Silver Muse führt zehn Suitenkategorien, und ihre Staffelung unterscheidet sich merklich von der Nova-Klasse — hier finden sich Kategorien, die es auf den Neubauten so nicht gibt.
Vista und Panorama Suite
Die Vista Suite ist der Einstieg und zugleich die Besonderheit dieses Schiffes: Statt einer Veranda hat sie große Panoramafenster. Silversea beschreibt sie als ruhigen Rückzugsort — wer auf einen eigenen Balkon verzichten kann, reist hier am günstigsten und liegt zugleich in einem ruhigeren Bereich des Schiffes.
Darüber rangiert die Panorama Suite. Wichtig für die Erwartungshaltung: Anders als auf der Nova-Klasse, wo jede Suite einen privaten Glasbalkon hat, ist ein Außenbereich auf der Silver Muse nicht durchgehend Standard. Wer unbedingt eine Veranda möchte, sollte gezielt eine der Veranda-Kategorien buchen.
Vista oder Panorama: Welche Suite ohne Balkon?
Beide Kategorien verzichten auf die Veranda, unterscheiden sich aber in Lage und Zuschnitt. Die Vista Suite ist die kleinere und liegt in einem ruhigeren Bereich des Schiffes, die Panorama Suite rangiert eine Stufe darüber. Wer ohnehin keinen Balkon nutzt, weil er die Zeit an Deck oder in den Lounges verbringt, spart hier am wirkungsvollsten.
Ein Punkt sollte dabei klar sein: Die Fenster dieser Kategorien lassen sich nicht öffnen. Wer Wert auf frische Luft im eigenen Bereich legt, ist mit einer Veranda-Kategorie besser bedient, auch wenn sie mehr kostet. Der Unterschied zwischen Panoramafenster und eigenem Balkon ist auf einer längeren Reise deutlich größer, als er auf dem Deckplan aussieht.
Die Veranda-Kategorien
Die Classic Veranda Suite und die Deluxe Veranda Suite liegen nah am Zentrum des Schiffes. Die Superior Veranda Suite befindet sich auf einem oberen Deck und bietet nach Angaben der Reederei besonders gute Blickverhältnisse auf den Sonnenuntergang.
Die Medallion Suite bietet einen großzügigeren Wohnbereich mit privater Veranda, die Silver Suite darüber hinaus deutlich größere Verandaflächen. Beide zählen zu den beliebten Kategorien bei Stammgästen der Venetian Society.
Die Spitzenkategorien
An der Spitze stehen drei Kategorien mit Apartmentcharakter: die Grand Suite, die Owner’s Suite und die Royal Suite, die Silversea selbst als Höhepunkt des Angebots beschreibt. Bei 632 Gästen ist die Stückzahl je Kategorie klein, entsprechend früh sind diese Suiten ausgebucht.
Warum ist die Vista Suite der günstigste Zugang zu Silversea?
Auf der Nova-Klasse hat jede Suite einen privaten Glasbalkon – das ist komfortabel, hebt aber zugleich den Einstiegspreis der ganzen Baureihe an. Die Silver Muse führt mit der Vista Suite eine Kategorie, die es dort nicht gibt: Statt einer Veranda hat sie große Panoramafenster.
Wer auf den eigenen Außenbereich verzichten kann, kommt darüber am günstigsten in die Flotte – und bekommt trotzdem den vollen Leistungsumfang: Butler, Speisen, Getränke, Trinkgelder und Standard-WLAN sind auch in dieser Kategorie enthalten. Der Verzicht betrifft ausschließlich den Balkon, nicht den Service.
Wie viel dieser Verzicht wert ist, hängt vom Fahrtgebiet ab. Auf einer Mittelmeerroute im Sommer mit vielen Hafentagen fällt ein fehlender Balkon kaum ins Gewicht. Auf einer Route mit mehreren Seetagen oder in einer Landschaftsregion wie den Fjorden ist er dagegen das, wofür viele überhaupt Kreuzfahrt buchen.
Welcher Service ist an Bord inbegriffen?
Der Butlerservice gilt für jede Suite, unabhängig von der Kategorie. Bei 415 Crewmitgliedern für 632 Gäste ist dieser Betreuungsgrad auch personell hinterlegt.
Zum Bordangebot gehören das Zagara Beauty Spa, ein Fitnessbereich und das Casino. Für Stammgäste führt Silversea das Treueprogramm Venetian Society.
Was wird an Bord gesondert berechnet?
Trotz des weitreichenden Inklusivansatzes bleiben einige Posten außen vor. Behandlungen im Zagara Beauty Spa werden einzeln abgerechnet, ebenso Einsätze im Casino und Käufe in den Boutiquen an Bord. Auch besonders hochwertige Weine und Spirituosen außerhalb der Standardauswahl stehen auf einer eigenen Karte.
Dazu kommen die Landausflüge, sofern Ihr nicht den Tarif mit Ausflugsguthaben gebucht habt, sowie das Premium-WLAN in den unteren Kategorien. Diese Liste ist kurz genug, dass die Bordrechnung am Ende einer Reise bei den meisten Gästen überschaubar bleibt – ein spürbarer Unterschied zu Schiffen, auf denen jedes Getränk einzeln bucht.
Beim Internet hält sich die Annahme, Silversea rechne es gesondert ab. Das trifft nicht zu: Jede Suite hat Zugang zum Standardnetz, das für Mails, Nachrichten und normales Surfen ausgelegt ist. Kategorieabhängig ist nur das Premium-Netz mit Streaming und mehreren Geräten – auf der Silver Muse gehört es ab der Medallion Suite dazu, in den Vista- und Veranda-Kategorien kostet es Aufpreis.
Für die Silver Muse ist dieser Punkt besonders relevant, weil ihr Einstieg über die Vista Suite läuft. Wer den günstigsten Zugang zur Flotte wählt und trotzdem an Bord arbeiten möchte, sollte das Premium-Paket von vornherein einkalkulieren, statt es als Randposten zu behandeln.
Welche Routen fährt die Silver Muse?
Das Fahrtgebiet der Silver Muse wechselt saisonal zwischen Mittelmeer, Nordeuropa, Karibik und längeren Etappen im Pazifik. Expeditionsreisen in die Polarregionen betreffen sie nicht — dafür führt Silversea eine eigene Flotte mit eisverstärkten Schiffen, die baulich für Anlandungen ausgelegt sind.
Mit 40.700 Tonnen ist die Silver Muse klein genug für Häfen, die großen Schiffen verschlossen bleiben, und groß genug für lange Etappen auf offener See. Diese Kombination macht sie für Weltreise-Abschnitte interessant, bei denen sich abgelegene Ziele und mehrtägige Seepassagen abwechseln.
Welche Regionen zu Eurem Wunschtermin anstehen, wechselt saisonal. Weil die Flotte weltweit verteilt fährt, lohnt der Vergleich mehrerer Schiffe für dieselbe Region — häufig bedient nur eines davon das gewünschte Fahrtgebiet zum passenden Zeitpunkt.

Ihre Größe macht die Silver Muse dabei zu einem Zwischenformat mit praktischem Vorteil. Sie ist kompakt genug für Anlaufpunkte, die den Neubauten der Nova-Klasse zu eng sind, und groß genug, um auf mehrtägigen Seepassagen ruhig im Wasser zu liegen. Diese Kombination ist der Grund, warum sie regelmäßig auf Abschnitten längerer Reisen eingesetzt wird.
Was ist im Reisepreis enthalten?
Der All-inclusive-Ansatz von Silversea geht deutlich über das hinaus, was Mainstream-Reedereien so nennen. Zum Standard gehören die Suite mit Meerblick, der persönliche Butler sowie Speisen und Getränke an Bord.
Für den Preisvergleich ist das entscheidend: Während bei anderen Anbietern Getränkepakete, Zuzahlrestaurants und Serviceentgelte den Endbetrag deutlich anheben, liegt der ausgewiesene Reisepreis hier näher am tatsächlichen Gesamtpreis. Ein reiner Vergleich des Tagespreises führt deshalb in die Irre, wenn die Inklusivleistungen nicht gegengerechnet werden.
Zu beachten ist die Tarifumstellung vom 11. September 2025. Silversea führt seither drei Tarife statt der früheren Bezeichnungen Door-to-Door und Port-to-Port: All-Inclusive Plus mit einem Guthaben für Landausflüge, All-Inclusive ohne dieses Guthaben sowie Last Minute für kurzfristige Buchungen. Flüge, Transfers und Hotelnächte sind seither in keinem der Tarife automatisch enthalten. Wie sich die Tarife im Einzelnen unterscheiden, haben wir auf der Seite zur Silver Nova aufgeschlüsselt.
Für wen lohnt sich die Silver Muse?
Die Silver Muse ist derzeit die interessanteste Wahl für alle, die ein modernisiertes Schiff wollen, ohne die Größe der Nova-Klasse. Der Refit von 2025 verschafft ihr den aktuellsten Zustand unter den klassischen Einheiten, bei 632 statt 728 Gästen.
Sie ist außerdem das Schiff für preisbewusste Einsteiger ins Silversea-Segment: Die Vista Suite ohne Veranda gibt es auf der Nova-Klasse nicht, sie ist damit der günstigste Zugang zur Reederei. Wer dagegen unbedingt einen eigenen Balkon möchte, sollte entweder eine Veranda-Kategorie buchen oder gleich zur Silver Nova greifen, wo der Balkon zum Standard gehört.
Nicht die richtige Wahl ist sie dagegen für zwei Ansprüche. Wer die neueste Technik erwartet, findet sie in der Nova-Klasse: LNG-Antrieb, Brennstoffzelle und asymmetrische Bauweise lassen sich in keinem Werftaufenthalt nachrüsten. Und wer unbedingt einen Balkon möchte, sollte gezielt eine Veranda-Kategorie buchen, weil der Außenbereich auf diesem Schiff eben nicht in jeder Suite Standard ist.
Für Wiederholungsgäste zahlt sich die Venetian Society aus: Schon ab 50 Tagen an Bord gibt es Bordguthaben, ab 100 einen dauerhaften Buchungsvorteil. Die Details stehen im Guide zur Venetian Society.
Ein Hinweis zur Recherche: Weil das Schiff erst seit Dezember 2025 in seiner heutigen Form fährt, beschreiben ältere Reiseberichte und Bewertungsportale einen anderen Zustand – andere Suitenverteilung, anderes Restaurantangebot, weniger Gäste. Prüft deshalb bei jeder Quelle das Datum, bevor Ihr Eure Erwartung daran ausrichtet.
Dafür ist die Silver Muse die richtige Wahl
- Wenn Ihr ein frisch überholtes Schiff wollt, ohne die Größe der Nova-Klasse
- Wenn der Einstiegspreis zählt – die Vista Suite ohne Balkon gibt es nur hier
- Wenn Ihr Häfen ansteuern möchtet, die für größere Einheiten zu eng sind
- Wenn Ihr eine Zigarrenlounge sucht: Den Connoisseur’s Corner gibt es auf den Neubauten nicht
Weitere Schiffe von Silversea im Überblick
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