Deutschlands Santander-Kunden haben seit ein paar Wochen eine neue Bank – zumindest auf dem Papier: Die Santander Consumer Bank AG firmiert inzwischen als Openbank Deutschland AG. Am Marktauftritt ändert sich vorerst wenig, hinter den Kulissen sortiert die spanische Banco Santander ihr Deutschland-Geschäft aber neu. Wir erklären Euch, was hinter dem Namenswechsel steckt und was er konkret für Bestandskunden bedeutet.

Die Umfirmierung fällt in eine Phase, in der auf dem deutschen Zinsmarkt ohnehin viel Bewegung herrscht – einen laufend aktualisierten Überblick über die besten Angebote liefert unser Tagesgeld-Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Santander Consumer Bank AG firmiert jetzt als Openbank Deutschland AG
  • Verträge, Konditionen, Karten und Einlagensicherung bleiben für Bestandskunden unverändert
  • Das Tagesgeld der bisherigen spanischen Openbank gibt es für Neukunden nicht mehr

Neuer Name, vertraute Bank: Warum aus Santander jetzt Openbank wird

Hintergrund des Namenswechsels ist ein Konzernumbau: Die Banco Santander hat ihre Digitalbank Openbank und die Santander Consumer Finance in Europa zusammengelegt – die Verschmelzung wurde im Mai 2026 formalisiert. In Deutschland wurde daraufhin die Santander Consumer Bank AG in Openbank Deutschland AG umbenannt. Sitz (Mönchengladbach), Handelsregister-Eintrag und BaFin-Aufsicht bleiben unverändert; im Impressum und Copyright von santander.de steht bereits die Openbank Deutschland AG.

Nach außen tritt die Bank vorerst weiter als Santander auf: Die Webseite läuft unter santander.de, das Logo bleibt, und auch die Produktnamen wie das BestGiro oder die BestCard-Kreditkarten ändern sich nicht. Erste Vorboten der neuen Marke sind aber schon sichtbar – im Hilfebereich heißt das Tagesgeldkonto bereits „Openbank Tagesgeld”, und die Adresse openbank.de soll künftig von der Openbank Deutschland AG genutzt werden.

Konten, Karten, Login – für Bestandskunden bleibt alles beim Alten

Die wichtigste Nachricht zuerst: Wer bereits Kunde der Santander ist, muss nichts unternehmen. Nach Angaben der Bank bleiben sämtliche Verträge, Konditionen und Leistungen unverändert – Girokonto, Kreditkarten, Tagesgeld, Festgeld und Kredite laufen unter dem neuen Firmennamen einfach weiter. Auch der Zugang zum Online Banking und zur App bleibt wie gewohnt über santander.de bestehen.

Das gilt ausdrücklich auch für die Karten im Portemonnaie: Kredit- und Girocards mit dem Aufdruck „Santander Consumer Bank AG” bleiben laut Bank uneingeschränkt gültig und funktionieren wie bisher. Ein Kartentausch ist nicht nötig; neue Karten mit dem Openbank-Branding kommen erst nach und nach mit dem regulären Austauschzyklus.

Santander Karte bleibt nach der Umfirmierung zur Openbank gueltig
Karten mit dem alten Santander-Aufdruck bleiben auch unter der Openbank Deutschland AG gültig

Auch bei der Einlagensicherung bleibt alles beim Alten – und das ist für Sparer der entscheidende Punkt: Die Openbank Deutschland AG ist weiterhin der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) angeschlossen, die Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde gesetzlich absichert. Darüber hinaus bleibt die Bank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, der je Privatperson Beträge bis zu drei Millionen Euro schützt. Anders als beim Tagesgeld der bisherigen spanischen Openbank greift hier also die deutsche Sicherung.

Mittelfristig werdet Ihr den neuen Namen dann häufiger sehen: In Kontounterlagen, Preisverzeichnissen und der App wird die Santander-Beschriftung Schritt für Schritt durch Openbank ersetzt. An Kontonummern und IBANs kündigt die Bank in ihren Informationen zum Namenswechsel keine Änderungen an.

Verwechslungsgefahr Openbank: Das alte spanische Tagesgeld ist Geschichte

Verwirrung kann der Name „Openbank” bei denen auslösen, die schon eines haben: Die spanische Open Bank S.A. betrieb in Deutschland bislang eine eigene Zweigniederlassung mit einem beliebten Openbank Tagesgeld. Dieses Angebot ist seit Mitte Juli 2026 für Neukunden eingestellt – sämtliche Produktseiten von openbank.de leiten nur noch auf eine Login-Seite weiter.

Bestandskunden der Zweigniederlassung verwalten ihre Konten seither über die neue Webadresse openbank-espana-zweigniederlassung.de; ihre Einlagen sind unverändert über den spanischen Einlagensicherungsfonds (Fondo de Garantía de Depósitos) bis 100.000 Euro geschützt. Die Marke Openbank wandert damit vollständig zur neuen deutschen Openbank Deutschland AG. Wer sein Tagesgeld künftig lieber mit deutscher Einlagensicherung führen möchte, findet im hauseigenen Santander Tagesgeld das Nachfolgeangebot – aktuell mit 2,75 Prozent für die ersten vier Monate (mehr dazu am Ende des Artikels).

Santander Tagesgeld

  • 2,75 Prozent Zinsen für vier Monate
  • 0,3 Prozent Zinsen für Bestandskunden
  • Beliebig hoher Anlagebetrag
  • Monatliche Zinsausschüttung
  • Hervorragende Einlagensicherung

Ein Namenswechsel ohne Haken – und mit frisch erhöhten Zinsen

Für Bestandskunden der bisherigen Santander Consumer Bank ist der Wechsel zur Openbank Deutschland AG eine reine Formalie – gleiche Konten, gleiche Karten, gleiche deutsche Einlagensicherung. Zuletzt hat die Bank ihr Sparangebot sogar spürbar aufgewertet und die Festgeldzinsen auf bis zu 2,65 Prozent angehoben. Weniger erfreulich ist die Lage für Sparer, die auf das alte Openbank Tagesgeld der spanischen Zweigniederlassung gesetzt haben: Für sie endet das Neugeschäft, Bestandskonten laufen vorerst weiter.

Am Produktregal ändert der neue Name derweil nichts: Wer ein dauerhaft kostenloses Konto sucht, bekommt das Santander BestGiro weiterhin ohne Mindestgeldeingang – auf Wunsch inklusive kostenloser Visa Karte. Auch bei den Kreditkarten bleibt alles an seinem Platz: Vom kostenlosen Einstiegsmodell bis zur Premium-Variante mit Reiseversicherungen behalten alle vier Santander BestCard-Modelle ihre Konditionen.

Santander Produkte laufen unter dem neuen Namen Openbank weiter
Vom BestGiro bis zum Festgeld: Die Produktpalette läuft unter neuem Namen unverändert weiter

Sparer haben ebenfalls die Wahl: Flexibel bleibt Ihr mit dem Santander Tagesgeld, das Neukunden aktuell 2,75 Prozent für die ersten vier Monate zahlt. Wer sich die Konditionen lieber langfristig sichert, legt sein Geld im frisch aufgewerteten Santander Festgeld für sechs Monate bis vier Jahre fest an.

Wir behalten die Übergangsphase im Blick und aktualisieren unsere Artikel, sobald die Bank weitere Schritte – etwa den vollständigen Wechsel auf openbank.de – vollzieht.

Ihr habt spannende Informationen, Euch fehlen wichtige Themen oder Ihr habt einfach eine Anregung für neue Content Ideen? Dann sendet sie uns über dieses Formular!

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.