Die BBVA legt beim Tagesgeld erneut nach: Seit dem 1. Oktober 2026 zahlt die spanische Direktbank nach dem Ende der Aktionsphase 2,5 statt 2,25 Prozent Zinsen. Wer sein Gehalt auf das Konto überweisen lässt oder monatlich mindestens 1.500 Euro mit den BBVA-Karten umsetzt, bekommt sogar 3 statt 2,75 Prozent. Der Aktionszins für Neukunden bleibt bei 3,75 Prozent für sechs Monate.
BBVA Tagesgeld
- 3,75 Prozent Zinsen für sechs Monate
- 2,5 bis 3 Prozent Anschlusszins (variabel)
- Hoher Anlagebetrag bis 500.000 Euro
- Monatliche Zinsausschüttung
- Solide Einlagensicherung
Das BBVA Tagesgeld gehört damit erneut zu den stärksten Angeboten im Tagesgeld-Vergleich. Von der Erhöhung profitieren vor allem Bestandskunden, deren Aktionsphase bereits abgelaufen ist – die neuen Zinsen gelten für Guthaben bis 500.000 Euro auf dem Girokonto und in der Sparbox.
Das Wichtigste in Kürze
- BBVA erhöht den Anschlusszins zum 1. Oktober 2026 von 2,25 auf 2,5 Prozent
- Mit Gehaltseingang oder 1.500 Euro Kartenumsatz im Monat steigt er von 2,75 auf 3 Prozent
- Neukunden erhalten weiterhin 3,75 Prozent für sechs Monate auf bis zu 200.000 Euro
Anschlusszins steigt auf 2,5 Prozent – mit Gehaltseingang auf 3 Prozent
Nach Ablauf der Aktionsphase greift automatisch der variable Anschlusszins. Seit dem 1. Oktober 2026 liegt er bei 2,5 Prozent statt bisher 2,25 Prozent – bereits im Juli 2026 hatte die BBVA ihn von 1,5 Prozent angehoben. Die Zinsen gelten für Guthaben bis 500.000 Euro und werden weiterhin monatlich gutgeschrieben.
Wer sein Gehalt oder seine Rente monatlich auf das BBVA Girokonto überweisen lässt oder mindestens 1.500 Euro im Monat mit der BBVA Debit- oder Kreditkarte bezahlt, erhält sogar 3 Prozent statt bisher 2,75 Prozent. Damit zählt die BBVA auch bei der regulären Verzinsung zu den stärkeren Anbietern auf dem Markt. Eine Garantie gibt es allerdings nicht: Die Bank überprüft die variablen Zinssätze vierteljährlich.
3,75 Prozent für Neukunden – sechs Monate garantiert
An den Konditionen für Neukunden ändert sich nichts: BBVA gewährt weiterhin einen Aktionszins von 3,75 Prozent pro Jahr auf Einlagen bis 200.000 Euro. Voraussetzung ist die Eröffnung eines BBVA Girokontos ab dem 15. September 2026. Die Zinsgarantie gilt für sechs Monate ab Kontoeröffnung, die Gutschrift erfolgt monatlich.
Bei einer Anlage von 10.000 Euro fließen in den sechs Aktionsmonaten rund 188 Euro Zinsen aufs Konto. Danach geht es nahtlos mit dem höheren Anschlusszins weiter – ein Wechsel zum nächsten Aktionsangebot ist also weniger dringend als bei vielen anderen Banken.
| Konditionen | Details |
|---|---|
| Zinssatz (Aktion) | 3,75 % p.a. |
| Zinsgarantie | 6 Monate |
| Anschlussverzinsung | 2,5–3 % p.a. |
| Aktionszins gilt bis | 200.000 Euro |
| Einlagensicherung | 100.000 Euro (Spanien) |
| Zinsausschüttung | Monatlich |
Auf Zwölf-Monats-Sicht ein starkes Gesamtpaket
Wer den Gesamtertrag über 12 Monate betrachtet, sieht, dass die BBVA stark abschneidet: Mit 3,75 Prozent für sechs Monate und 2,5 Prozent im Anschluss ergibt sich ein kombinierter 12-Monats-Ertrag von rund 313 Euro auf 10.000 Euro – bisher waren es rund 300 Euro. Mit Gehaltseingang oder ausreichend Kartenumsatz sind es sogar rund 338 Euro.
Für Sparer mit längerem Zeithorizont ist die BBVA nach der erneuten Zinserhöhung damit eine ernsthafte Alternative zu Angeboten, die nur kurzfristig hohe Zinsen bieten.
Die durchschnittlichen Zinsen für Tagesgeld- sowie Festgeldkonten richten sich grob nach der Entwicklung der EZB-Leitzinsen, die bis ins Jahr 2022 für lange Zeit negativ oder auf der Nulllinie lagen. Im September 2023 erreichte der Leitzins mit 4,5 Prozent seinen Höchststand und zog das Zinsniveau mit nach oben. Ab Juni 2024 senkte die EZB schrittweise wieder, entsprechend ging es auch beim Tagesgeld spürbar abwärts.
Am 11. Juni 2026 hat die EZB die Leitzinsen erstmals seit September 2023 wieder angehoben: Der Einlagenzins stieg zum 17. Juni 2026 von 2 auf 2,25 Prozent. Nach einer Zinspause im Juli 2026 hob die EZB die Leitzinsen am 10. September 2026 erneut an: Der Einlagenzins liegt seit dem 16. September 2026 bei 2,50 Prozent. Hintergrund ist die durch den Nahost-Konflikt weiterhin erhöhte Inflation, die laut EZB-Prognose noch länger über dem Zielwert bleiben dürfte – das dürfte das Zinsniveau beim Tagesgeld weiter stützen.
Nach Analyse der reisetopia Finanzexperten liegt der Zinssatz zahlreicher Tagesgeldanbieter weiterhin unterhalb des EZB-Leitzinses, die besten Angebote überschreiten diesen Wert mittlerweile aber vielfach deutlich. Teilweise gilt das inzwischen sogar außerhalb von Aktionszeiträumen. Auch im Jahr 2026 zeigt sich dabei ein stetig steigendes Zinsniveau, wie unsere Grafik verdeutlicht:

Folgend findet Ihr eine Übersicht der Tagesgeldzinsen inklusive Aktionszinsen (reguläre Zinsen) der Anbieter im reisetopia Tagesgeldvergleich in den vergangenen sechs Monaten:
- April 2026: 2,81 Prozent (1,22 Prozent)
- Mai 2026: 2,83 Prozent (1,28 Prozent)
- Juni 2026: 2,92 Prozent (1,31 Prozent)
- Juli 2026: 3,07 Prozent (1,41 Prozent)
- August 2026: 3,11 Prozent (1,41 Prozent)
- September 2026: 3,15 Prozent (1,42 Prozent)
Im Oktober 2026 liegt der Durchschnittszins für Tagesgeldkonten bei Angeboten mit zeitlich befristeten Aktionszinsen bei 3,31 Prozent. Der reguläre Zinssatz nach Ablauf der Aktionsphase liegt bei 1,49 Prozent. Beide Werte legen gegenüber dem Vormonat deutlich zu – das Plus von 0,16 Prozentpunkten bei den Aktionszinsen ist der stärkste Monatssprung der vergangenen zwölf Monate.
Alternativen zum BBVA Tagesgeld
Der Aktionszins von 3,75 Prozent gilt für Einlagen bis 200.000 Euro, abgesichert sind über den spanischen Einlagensicherungsfonds bis zu 100.000 Euro pro Person. Wer eine deutsche Einlagensicherung, einen höheren Neukundenzins oder ein höheres Aktionslimit sucht, sollte sich die folgenden Alternativen ansehen.
Auch andere Anbieter haben zuletzt ihre Konditionen angepasst. Wer die aktuellen Top-Angebote vergleichen möchte, findet im Tagesgeld-Vergleich stets die besten Zinsen im direkten Überblick.
Bank of Scotland Tagesgeld
- Zinssatz: 3 Prozent p.a. (Willkommenszins)
- Zinsgarantie: bis zu 12 Monate
- Anlagebetrag: bis 50.000 Euro
- Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: jährlich
Revolut Tagesgeld
- Zinssatz: 4,25 Prozent p.a. (Neukunden)
- Zinsgarantie: keine (Aktionszins 4 Monate)
- Anlagebetrag: 25.000 Euro (Aktionszins)
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: täglich
Suresse Tagesgeld
- Zinssatz: 3,70 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 6 Monate
- Anlagebetrag: bis 999.999 Euro
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: monatlich
Den höchsten Ertrag über zwölf Monate bietet unter den Alternativen aktuell das Bank of Scotland Tagesgeld: Neukunden erhalten seit dem 27. Juli 2026 einen Willkommenszins von 3 Prozent pro Jahr für bis zu zwölf Monate auf ein Guthaben bis 50.000 Euro.
Danach greift der reguläre Zins von 1,25 Prozent pro Jahr. Die Zinsen werden allerdings nur jährlich zum Jahresende gutgeschrieben. Die Einlagen sind über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.
Bank of Scotland Tagesgeld
- 3 Prozent Zinsen für Neukunden bis zu zwölf Monate
- 1,25 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Aktionszins bis 50.000 Euro
- Jährliche Zinsausschüttung
- Gute Einlagensicherung
Den höchsten Neukundenzins zahlt derzeit das Revolut Tagesgeld: 4,25 Prozent pro Jahr für vier Monate ab Kontoeröffnung, gültig für Neukunden und ein Guthaben bis 25.000 Euro. Die Zinsen werden täglich gutgeschrieben, eine Mindesteinlage verlangt Revolut nicht.
In den ersten 30 Tagen gilt der Aktionszins ohne Bedingung, danach bleibt er nur bestehen, wenn innerhalb von 30 Tagen drei Kartenzahlungen über jeweils mindestens 5 Euro anfallen; nach den vier Monaten hängt der Zinssatz vom jeweiligen Revolut-Abo ab. Neu eröffnete Konten liegen bei der Deutschen Bank und sind damit über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.
Revolut Tagesgeld
- 4,25 Prozent Zinsen p.a. für Neukunden (vier Monate)
- Danach Zinssatz je nach Revolut-Abo
- Aktionszins bis 25.000 Euro Guthaben
- Tägliche Zinsausschüttung
- Deutsche Einlagensicherung für neue Konten
Wer die volle Zinsbindung ohne Bedingungen möchte, findet sie beim Suresse Tagesgeld: Neukunden sichern sich 3,7 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate (für Einlagen bis 250.000 Euro), danach greift ein weiterhin überdurchschnittlicher regulärer Zins von 2,25 Prozent pro Jahr. Der reguläre Zins wird sogar bis zu einer Höhe von 999.999 Euro gewährt.
Der Aktionszins für Neukunden ist über die entsprechende Laufzeit garantiert, die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben. Die Einlagen sind über die spanische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt. Bestandskunden erhalten durchgängig 2,25 Prozent auf bis zu 999.999 Euro, profitieren aber nicht vom Aktionszins.
Suresse Direkt Bank Tagesgeld
- 3,70 Prozent Zinsen für sechs Monate auf bis zu 250.000 Euro, danach 2,25 Prozent
- 2,25 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Hoher Anlagebetrag insgesamt bis zu 999.999 Euro
- Monatliche Zinsausschüttung
- Solide Einlagensicherung
Für alle, die lieber langfristig planen und nach einer stabilen Rendite suchen, kann sich ein Festgeldkonto oder Sparbrief eher lohnen. Im Unterschied zu Tagesgeldkonten bieten Festgeldkonten in der Regel höhere Zinssätze, da das Geld für eine bestimmte Laufzeit gebunden ist.
Den höchsten Ertrag über zwölf Monate liefert im Test der reisetopia Finanzexperten im Oktober 2026 aktuell das Bigbank Festgeld: 3,40 Prozent pro Jahr bei einjähriger Laufzeit, 3,50 Prozent bei zwei Jahren und ebenfalls 3,50 Prozent bei drei Jahren. Die Mindestanlage liegt bei 1.000 Euro, abgesichert sind die Einlagen über die estnische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person.
Bigbank Festgeld
- 2,35 bis 3,50 Prozent Zinsen pro Jahr
- 1 Monat bis 10 Jahre Anlagedauer
- Ab 1.000 Euro Anlagebetrag
- Zinsausschüttung: zum Laufzeitende oder jährlich
- Ausbaufähige Einlagensicherung



