Klarna hat seine Mitgliedschaften im August 2026 grundlegend umgebaut – mehr Cashback, neue Reisevorteile und teils höhere Preise. Zeit für einen neuen Vergleich mit American Express und Revolut, denn die Antwort fällt inzwischen anders aus als noch im Frühsommer.
Als wir die Klarna-Abos im Juni eingeordnet haben, lautete das Fazit: Klarna holt auf, ist aber noch nicht auf Augenhöhe. Seither hat der Anbieter zweimal nachgelegt – am 7. August bei den Cashback-Regeln und am 19. August bei den Mitgliedschaften selbst. Beides zusammen verschiebt den Vergleich deutlich, und zwar ausgerechnet bei den Punkten, die wir damals kritisiert hatten.
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Beim Leistungspaket löst sich Klarna langsam vom Revolut-Vorbild
Zum Start orientierte sich Klarna bei den Leistungen erkennbar stärker an Revolut als an American Express – in der App sah die Übersicht der Vorteile nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch nahezu identisch aus:
Keine großen Unterschiede zwischen beiden Produkten gibt es beispielsweise mit Blick auf die Versicherungen. Neben typischen Reiseversicherungen, die man auch bei American Express Kreditkarten findet, gibt es genauso wie bei Revolut Ultra auch bei Klarna Max eine “Stornierung aus jedem Grund”-Versicherung. Die Detailbedingungen unterscheiden sich dabei nur minimal.
Beim Lounge-Zugang hat Klarna mit der Umstellung nachgelegt. Revolut arbeitet mit DragonPass, Klarna mit LoungeKey und kommt inzwischen auf über 1.900 Flughäfen. Bei Max ist der Zugang unbegrenzt und kostenlos, und erstmals bekommen auch die günstigeren Stufen etwas ab: vergünstigte Besuche für 40 Euro bei Everywhere, 35 Euro bei Plus und 30 Euro bei Premium. Mit dem Amex Platinum Lounge-Zugang können aber weiterhin beide nicht mithalten – schon deshalb, weil weder bei Klarna noch bei Revolut eine Begleitperson kostenlos mit hineinkommt.
Vorteile im Wert von bis zu 6.000 Euro
Etwas kurios mutete schon zum Start an, wie freihändig Klarna den Gegenwert der Abos beziffert: Erst war in einer Pressemitteilung von „über 5.000 Euro” die Rede, dann bewarb die Landing Page „bis zu 4.760 Euro”. Seit der Umstellung sind es „bis zu 6.000 Euro” pro Jahr für Klarna Max. Solche Zahlen unterstellen, dass man wirklich jeden einzelnen Vorteil ausschöpft – vom letzten ClassPass-Credit bis zur Zeitschriften-App. Als Orientierung taugen sie wenig, als Marketing-Instrument offensichtlich schon.
Bei einem Blick auf die Details zeigt sich, dass es hier neben dem Lounge-Zugang und den Versicherungen primär um die enthaltenen Abonnements geht. Auch hier fällt auf, dass man sich stark am Revolut-Weg orientiert und es auch die eine oder andere Überschneidung gibt, etwa bei ClassPass (mit der identischen Zahl an Credits) oder Headspace.
Auf den ersten Blick kann man möglicherweise etwas mehr Wert in den bei Revolut Ultra enthaltenen Abonnements sehen, etwa mit Blick auf WeWork, Uber One, NordVPN, Freeletics oder Perplexity Pro. Gleichzeitig fällt auf, dass Klarna die Angebote regionaler zuschneidet. So gibt es in Deutschland etwa kostenfreie Abonnements für WELTplus und BILDplus, was manch einer als Vorteil sehen mag.
Inwieweit die Aboflut mit dem Restaurant-Guthaben und dem Reiseguthaben der American Express Platinum Card mithalten kann, ist sicherlich Geschmackssache. Generell kann gesagt werden: Wer viele der jeweils inkludierten Services nutzen kann, hat mit Revolut oder Klarna möglicherweise etwas mehr monetären Gegenwert. Ist dem aber nicht so, dürfte die American Express Platinum Card mit den jeweils recht hohen Guthaben vermeintlich die bessere Option sein.
Metallkarten bei allen Anbietern – Neukundenboni inzwischen nicht mehr nur bei Amex
Eine Metallkarte wird in allen Fällen angeboten, wobei nur American Express eine Kreditkarte bietet. Bei Revolut genauso wie beim Angebot von Klarna handelt es sich dagegen um eine Debitkarte. Einfacher ist dadurch allerdings die Beantragung beziehungsweise das Upgrade des Abonnements, das jeweils in wenigen Minuten in der App durchgeführt werden kann.
Ein Punkt spricht weiterhin klar für American Express: Nur bei der American Express Gold Card und der American Express Platinum Card wird derzeit mit einem wirklich relevanten Neukundenbonus geworben. Klarna hat zwar gezeigt, dass man es kann – im Frühsommer gab es einmalig bis zu 20.000 SAS-EuroBonus-Meilen für neue Premium- und Max-Mitglieder. Aktuell läuft aber keine solche Aktion, und auch Revolut lockt lediglich mit 20 Euro. Was bei Klarna bleibt, sind der erste Monat kostenfrei bei Everywhere und Plus sowie 30 Prozent Rabatt in den ersten drei Monaten bei Premium und Max.
Beim Anlocken neuer Kunden bleibt Amex damit die Referenz – ein einmaliger Bonus im Wert mehrerer Hundert Euro ist eine andere Hausnummer als ein Rabatt auf die ersten Monatsbeiträge. Dass Klarna die Meilen-Aktion überhaupt gefahren hat, zeigt allerdings, dass der Anbieter diesen Hebel kennt und wieder ziehen dürfte.
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Beim Cashback räumt Klarna genau die eigenen Schwächen ab
Genau hier lag im Juni der größte Abstand zur besten Meilen-Kreditkarte – und genau hier hat Klarna am gründlichsten nachgebessert. Die Sammelrate liegt bei Max jetzt bei 1,5 Prozent statt bei einem Prozent, bei Premium bei einem Prozent statt bei 0,5. Und sie gilt seit August auf jede Zahlung mit Klarna, unabhängig davon, ob sofort, später oder in Raten abgerechnet wird – vorher zählte nur „Sofort bezahlen”.
Rechnet man den Gegenwert durch, führt Klarna Max damit sogar. Für 100 Euro Umsatz gibt es 150 Punkte, die bei einer guten Umwandlung in Meilen rund 1,5 Cent pro Punkt bringen – macht 2,25 Euro. Die American Express Platinum Card sammelt einen Membership Rewards Punkt je Euro, bei unserem Punktwert von 1,7 Cent also 1,70 Euro. Revolut Ultra kommt mit einem RevPoint je Euro und zwei Cent Gegenwert auf 2 Euro.
| Abo | Gegenwert je 100 Euro Umsatz |
|---|---|
| Klarna Max | 2,25 Euro (150 Punkte à rund 1,5 Cent) |
| Revolut Ultra | 2 Euro (100 RevPoints à 2 Cent) |
| American Express Platinum Card | 1,70 Euro (100 Membership Rewards Punkte à 1,7 Cent) |
Auch der zweite Kritikpunkt von damals ist weitgehend erledigt. Wir hatten bemängelt, dass Klarna kein Cashback auf wiederkehrende Abo-Zahlungen und auf Werbeausgaben gewährt. In den seit dem 7. August gültigen Cashback-Bedingungen tauchen diese Ausschlüsse nicht mehr auf. Was bleibt, ist unspektakulär und bei der Konkurrenz ähnlich: kein Cashback auf Steuern, Liefergebühren, Zinsen und Mahngebühren, und keine Kombination mit Rabattcodes oder anderen Cashback-Diensten.
Sogar die krumme Stückelung, die wir damals bemängelt haben, ist weg. Bislang sammelte man je Euro Umsatz „0,005 oder 0,01 Cashback” – eine Einheit, mit der niemand rechnen wollte. Seit dem 7. August zählt Klarna in Punkten, von denen 100 einen Euro ergeben. Aus derselben Sache werden damit 0,5 bis 1,5 Punkte pro Euro, und die Umrechnung in Meilen liest sich endlich wie bei allen anderen Programmen auch.
Beim Start bot Klarna zudem deutlich weniger Partnerprogramme als American Express und Revolut – doch genau hier hat sich seitdem am meisten getan. Inzwischen lässt sich das Cashback unter anderem zu Flying Blue (Air France-KLM), Avios (British Airways und Iberia Plus), Turkish Miles&Smiles, SAS EuroBonus, Finnair Plus und United MileagePlus sowie Avianca LifeMiles, Thai Royal Orchid Plus und Vueling Club umwandeln, dazu kommen Hotelpartner wie Hilton Honors, Radisson Rewards, Accor und IHG. Bei einigen Programmen – etwa Avianca LifeMiles oder Thai – ist Klarna sogar die erste transferierbare Währung überhaupt. Die Auswahl an Transferpartnern ist für Meilensammler damit kein klares Manko mehr.
Dass Klarna inzwischen sogar erstmals mit einem Neukundenbonus um Mitglieder wirbt, unterstreicht zusätzlich, wie ernst der Anbieter den Wettbewerb um Meilensammler mittlerweile nimmt.
Beim Hotelstatus hat Amex die Breite – Klarna die höhere Stufe
Der auffälligste neue Reisevorteil ist ein Status bei GHA Discovery: Klarna Max bringt Titanium, Premium bringt Platinum und Plus bringt Gold. Kurios daran ist, dass Klarna diesen Vorteil bislang ausschließlich in der App führt – auf der Webseite taucht er nirgends auf.
| Abo | Hotelstatus |
|---|---|
| Klarna Max | GHA Discovery Titanium |
| Revolut Ultra | kein Hotelstatus |
| American Express Platinum Card | Hilton Honors Gold, Marriott Bonvoy Gold, Meliá Rewards Gold, Radisson Rewards Gold, ALL Accor Gold und GHA Discovery Platinum |
Wer daraus einen klaren Vorsprung für Klarna ableitet, macht es sich allerdings zu einfach. Die Platinum Card vergibt bei GHA Discovery selbst Platinum – Klarna Max liegt dort also genau eine Stufe höher, nicht in einer eigenen Liga. Dafür deckt American Express gleich sechs Hotelprogramme ab und hat Ende Juli 2026 mit ALL Accor Gold noch eines ergänzt. Klarnas Vorteil ist eine Spitze, der von Amex ist die Breite – und für die meisten Reisenden dürfte die Breite mehr wert sein.
Beim Preis haben sich Klarna und Revolut entkoppelt
Die Preisparallele zu Revolut, die zum Start noch auffiel, ist mit der Umstellung verschwunden. Die Einstiegsstufe heißt jetzt Everywhere statt Core und kostet 4,99 Euro, Plus liegt bei 9,99 statt 7,99 Euro und Premium bei 19,99 statt 17,99 Euro. Zwei der vier Stufen sind also teurer geworden, ohne dass Revolut mitgezogen hätte.
Auffällig bleibt, dass das höchste Abonnement bei Klarna das günstigste der drei ist – und der Abstand ist zuletzt gewachsen. Klarna Max kostet unverändert 44,99 Euro im Monat, also rund 540 Euro im Jahr. Revolut hat den Preis für Ultra im Mai von 60 auf 65 Euro monatlich angehoben (650 Euro im Jahr), die American Express Platinum Card liegt bei 60 Euro im Monat (720 Euro im Jahr). Klarna Max ist damit gut 110 Euro günstiger als Revolut Ultra und rund 180 Euro günstiger als die Platinum Card – bei gleichzeitig gestiegener Leistung.
| Abo | Preis pro Jahr |
|---|---|
| Klarna Max | 539,88 Euro |
| Revolut Ultra | 650 Euro |
| American Express Platinum Card | 720 Euro |
Unterschiede gibt es mit Blick auf die Kosten ansonsten auch bei Abhebungen. Bei Revolut Ultra sind beispielsweise alle Abhebungen kostenfrei, bei der Amex Platinum sind sie generell kostenpflichtig. Bei Klarna sind es je nach Abo zwischen zwei und zehn kostenlose Abhebungen pro Abrechnungszyklus. Gebühren für Zahlungen in Fremdwährungen gibt es, genauso wie bei Revolut, nicht.
Revolut Ultra
- Exklusive Platin-Debitkarte
- Unbegrenzter Lounge-Zugang
- Kostenfreie Überweisungen in 36 Währungen
- Kostenlose Aufladung mit Kreditkarten möglich
- Kostenlose Bargeldabhebungen
- Bis zu 1 Prozent Cashback auf Umsätze
- 1 RevPoint je Euro Umsatz sammeln
Klarna holt weiter auf – und liegt beim Cashback erstmals vorn
Im Juni lautete unser Fazit an dieser Stelle, Klarna habe aufgeholt, sei aber noch nicht auf Augenhöhe. Im Kern gilt das weiterhin – der Abstand ist allerdings deutlich kleiner geworden. In zwei Disziplinen liegt Klarna inzwischen sogar vorn: beim Gegenwert je Euro Umsatz und beim Preis. Beim Hotelstatus ist das Bild differenzierter, als es zunächst wirkt: Klarna Max liegt bei GHA Discovery mit Titanium eine Stufe über der Platinum Card – die deckt dafür sechs Programme statt einem ab.

Eine Einschränkung gehört aber dazu, und sie wiegt schwer: Klarna deckelt das Sammeln seit August bei 50.000 Punkten im Monat, also 500 Euro Cashback. Wer viel umsetzt, stößt damit an eine Grenze, die man im Blick behalten sollte. Dazu kommt, dass sich die Punkte nur mit aktiver Mitgliedschaft zu Partnern transferieren lassen – und beim Lounge-Zugang bleibt die Platinum Card mit den Centurion Lounges qualitativ die stärkere Karte.
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- 200 Euro SIXT ride Guthaben pro Jahr
- 150 Euro Restaurantguthaben pro Jahr
- 100 Euro Shoppingguthaben pro Jahr
- Bis zu 200 Euro Rabatt & Priority Vorteile bei Condor Flugbuchungen
- Exklusive Kreditkarte aus Metall
- Wertvolle Punkte sammeln mit jedem Euro Umsatz
- Kostenfreie Platinum Partnerkarte
- Bestes Versicherungspaket in Deutschland
- Kostenloser Lounge-Zugang inkl. Gast in 1.550 Lounges weltweit
- Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels, u.a. bei Hilton, Marriott und ALL Accor
- Für Selbstständige und Unternehmer: Amex Business Platinum mit 200.000 Punkten Bonus
Wer das Maximum aus einer Premiumkarte herausholen will, dürfte daher weiterhin zwischen Revolut Ultra und der American Express Platinum Kreditkarte schwanken. Für preisbewusste Meilensammler ist Klarna Max mit 44,99 Euro – in den ersten drei Monaten dank des aktuellen 30-Prozent-Rabatts sogar nur rund 31 Euro – und dem inzwischen breiten Transferpartner-Netzwerk aber zu einer ernstzunehmenden Alternative gereift – gerade weil der Abstand zur Konkurrenz zuletzt spürbar geschrumpft ist.
Die besten Tipps von reisetopia findet Ihr auch auf Instagram und TikTok. Austauschen könnt Ihr Euch auch in unserer Facebook Gruppe!

