Allure of the Seas

Die Allure of the Seas ist das zweite Schiff der Oasis-Klasse und seit Dezember 2010 im Dienst. Sie ist damit das Zwillingsschiff der Oasis of the Seas – und innerhalb der Klasse ein Sonderfall: Als einziges der sechs Schiffe hat sie den großen Modernisierungsumbau nie erhalten, der für März 2020 geplant war und pandemiebedingt ausfiel.

Kreuzfahrt mit Royal Caribbean

  • Karibik, Mittelmeer und Alaska im Programm
  • Größte Schiffe der Welt mit Icon- und Oasis-Klasse
  • Crown & Anchor Punkte ab der ersten Nacht sammeln
  • Umfangreiches Bordprogramm für Familien

Wer an Bord geht, erlebt die Oasis-Klasse deshalb weitgehend so, wie sie ursprünglich konzipiert wurde. Das ist je nach Erwartung ein Vorteil oder ein Nachteil. Diese Seite klärt die Baudaten, was an Bord geboten wird, was im Vergleich zu den umgebauten Schwestern fehlt und für wen sich eine Reise trotzdem lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kategorie: Großes Familienschiff – 5.484 Gäste; als einziges Oasis-Schiff hat sie den geplanten Modernisierungsumbau nie erhalten
  • Die Allure of the Seas ging im Dezember 2010 in Dienst und wurde bei STX Finland in Turku gebaut
  • Sie misst rund 226.600 BRZ bei etwa 362 Metern Länge und verfügt über 16 Gästedecks
  • An Bord stehen 2.742 Kabinen für 5.484 Gäste bei Doppelbelegung, bei Maximalbelegung sind es bis zu rund 6.780
  • Als einziges Schiff der Oasis-Klasse hat sie den geplanten Modernisierungsumbau nie erhalten

Wir sehen uns zuerst die Baudaten an, dann die Bereiche an Bord, und ordnen das Schiff anschließend gegenüber den Schwestern ein.

Was macht die Allure of the Seas besonders?

Die Allure of the Seas kam nur gut ein Jahr nach ihrem Schwesterschiff in Fahrt und war damals gemeinsam mit ihm das größte Passagierschiff der Welt. Beide Schiffe sind baugleich; der oft zitierte Größenunterschied von wenigen Zentimetern ist eine Kuriosität ohne praktische Bedeutung.

Interessanter ist, was seither passiert ist – beziehungsweise nicht passiert. Royal Caribbean hat mit dem Programm Royal Amplified nach und nach ältere Schiffe modernisiert und ihnen neue Attraktionen, Kabinen und gastronomische Konzepte verpasst. Für die Allure of the Seas war ein solcher Umbau im März 2020 terminiert. Er wurde wegen des weltweiten Kreuzfahrtstopps abgesagt und bis heute nicht nachgeholt.

Allure of the Seas Aussenansicht
Die Allure of the Seas bei Sonnenuntergang auf offener See.

Konkret heißt das: Attraktionen, die auf jüngeren oder umgebauten Schwesterschiffen selbstverständlich sind – etwa die Trockenrutsche The Ultimate Abyss oder die Perfect-Storm-Wasserrutschen – gibt es hier nicht. Wer diese Angebote erwartet, weil sie in vielen Beschreibungen der Oasis-Klasse auftauchen, sollte vor der Buchung genau hinsehen.

Historisch ist die Allure of the Seas ohnehin ein bemerkenswertes Schiff: Zusammen mit ihrem Zwilling markierte sie 2010 den Sprung in eine neue Größenordnung. Der Central Park mit echter Bepflanzung unter freiem Himmel und die nach innen gerichteten Balkone waren damals Neuheiten, die inzwischen die gesamte Branche beeinflusst haben. Wer sich für Schiffsarchitektur interessiert, reist hier auf einem Stück Kreuzfahrtgeschichte.

Wie alt ist die Allure of the Seas?

Sie ging im Dezember 2010 in Dienst und ist damit nach der Oasis of the Seas das zweitälteste Schiff ihrer Klasse. Gebaut wurde sie bei STX Finland im finnischen Turku, wo auch das Schwesterschiff entstand. Die späteren Oasis-Schiffe kamen dagegen aus Saint-Nazaire in Frankreich.

Wie groß ist die Allure of the Seas?

Die Allure of the Seas ging 2010 als zweites Schiff ihrer Klasse in Dienst, ein Jahr nach dem Typschiff. Sie führt 2.742 Kabinen auf 16 Gästedecks; Royal Caribbean nennt 5.484 Gäste bei Doppelbelegung und bis zu rund 6.780, wenn alle Zusatzbetten belegt sind. Die Hauptabmessungen von 226.600 BRZ und etwa 362 Metern hat die Reederei über die gesamte Klasse hinweg beibehalten — die späteren Schwesterschiffe unterscheiden sich nicht in der Größe, sondern in der Einrichtung.

Zu den Angaben zur Vermessung kursieren unterschiedliche Werte, weil Schiffe im Lauf ihres Lebens neu vermessen werden. Die Abweichungen bewegen sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich und sind für die Buchungsentscheidung ohne Belang – im Alltag an Bord unterscheiden sich die sechs Oasis-Schiffe ohnehin kaum in ihren Dimensionen.

Zur Einordnung des Alters gehört ein realistischer Blick auf den Zustand. Royal Caribbean hält auch nicht modernisierte Schiffe technisch instand; Kabinen und öffentliche Bereiche sind gepflegt, aber gestalterisch auf dem Stand ihrer Zeit. Wer aus einem neu gebauten Hotel kommt, merkt den Unterschied; wer ein funktionierendes, gut gewartetes Schiff erwartet, findet genau das vor.

Welche Bereiche gibt es an Bord?

Auch die Allure of the Seas ist in die sieben Nachbarschaften der Oasis-Klasse gegliedert:

  • Royal Promenade – die überdachte Hauptachse mit Bars, Shops und Cafés
  • Central Park – offener Parkbereich mit echter Bepflanzung
  • Boardwalk – Promenade am Heck mit Karussell und AquaTheater
  • Pool and Sports Zone – Sonnendecks, Pools und Sportanlagen
  • Vitality Spa & Fitness – Spa, Fitness und Solarium für Erwachsene
  • Entertainment Place – Theater, Eisarena und Casino
  • Youth Zone – Kinder- und Jugendbereiche nach Altersgruppen

Die Struktur ist also identisch zu den Schwesterschiffen. Der Unterschied liegt nicht im Grundriss, sondern in dem, was in den einzelnen Vierteln steht.

Wie ist die Allure of the Seas ausgestattet?

Der Aufbau folgt dem bewährten Muster: eine überdachte Innenachse als Rückgrat, darüber ein offener Park, am Heck eine Promenade mit Freiluftbühne. Was die Allure of the Seas von den umgebauten Schwestern trennt, ist die Ausstattung innerhalb dieser Struktur – sie ist näher am Originalzustand von 2010.

Für manche Gäste ist genau das ein Argument. Die frühen Oasis-Schiffe setzten stärker auf Fläche und Ruhezonen als auf Attraktionsdichte; wer ein großes Schiff sucht, ohne dass an jeder Ecke eine Rutsche steht, findet hier die entspanntere Variante der Klasse.

Was fehlt im Vergleich zu den umgebauten Schwesterschiffen?

Am deutlichsten fällt das Fehlen der großen Rutschen auf. Die Trockenrutsche The Ultimate Abyss, die auf der Harmony of the Seas debütierte, und die Perfect-Storm-Wasserrutschen gehören nicht zum Bestand dieses Schiffes. Auch einzelne gastronomische Konzepte, die im Zuge der Modernisierungen eingeführt wurden, sind hier nicht vertreten.

Vorhanden sind dagegen die Kernelemente der Klasse: der FlowRider als stehende Welle, die Zip Line über den Boardwalk, Kletterwände, Minigolf, die Eisarena und das AquaTheater am Heck. Für Familien, die zum ersten Mal auf einem Schiff dieser Größe reisen, reicht das erfahrungsgemäß vollkommen aus – der Unterschied fällt insbesondere denen auf, die bereits eine umgebaute Schwester kennen.

Wie viele Kabinen hat die Allure of the Seas?

Das Schiff bietet 2.742 Kabinen. Wie bei allen Oasis-Einheiten gibt es neben den üblichen Kategorien auch Balkone, die nach innen zeigen – entweder in den begrünten Central Park oder auf die Boardwalk-Promenade am Heck. Diese Bauweise war 2010 eine Neuheit und ist bis heute ein Erkennungsmerkmal der Klasse.

Wie findet man sich an Bord zurecht?

Die Oasis-Klasse arbeitet mit drei Aufzugsgruppen – vorn, mittschiffs und achtern –, die jeweils andere Bereiche erschließen. Wer sich am ersten Tag merkt, welche Gruppe zum eigenen Kabinengang gehört, spart über eine Woche spürbar Zeit. Die Nachbarschaften sind gestalterisch klar voneinander abgesetzt, sodass die Orientierung nach ein bis zwei Rundgängen sitzt.

Ein Detail, das auf diesem Schiff hilft: Weil die Attraktionsdichte geringer ist als auf den umgebauten Schwestern, verteilen sich die Gäste gleichmäßiger. Engpässe an einzelnen Stationen, wie sie auf Schiffen mit mehreren großen Rutschen entstehen, gibt es hier praktisch nicht – das macht Seetage ruhiger, als die reine Passagierzahl vermuten lässt.

Welche Restaurants und Bars gibt es an Bord der Allure of the Seas?

Die Gastronomie ist wie überall bei Royal Caribbean zweigeteilt: ein solides Grundangebot ohne Aufpreis, dazu Spezialitätenrestaurants gegen Gebühr. Die Auswahl entspricht weitgehend dem Stand, den die Klasse zur Indienststellung hatte.

Welche Restaurants sind im Reisepreis enthalten?

Im Preis inbegriffen sind das dreistöckige Hauptrestaurant mit täglich wechselnder Karte, das Buffet im Windjammer Marketplace, ein Café im Central Park, das Bistro im Solarium sowie kleinere Stationen für Pizza und schnelle Gerichte. Damit lässt sich eine ganze Woche ohne Zusatzkosten bestreiten, ohne dass es eintönig wird.

Welche Spezialitätenrestaurants kosten Aufpreis?

Aufpreispflichtig sind unter anderem ein Steakhaus, ein italienisches Restaurant, ein japanisches Konzept und das gehobene Restaurant im Central Park. Weil dieses Schiff keinen Modernisierungsumbau durchlaufen hat, fehlen einzelne neuere Formate, die auf anderen Oasis-Schiffen hinzugekommen sind – die klassischen Adressen sind aber alle vertreten.

Unser Tipp vor der Buchung

  • Beschreibungen zur „Oasis-Klasse” listen oft Attraktionen auf, die es auf diesem Schiff nicht gibt – die Ausstattung schiffsgenau prüfen.
  • Spezialitätenrestaurants vorab reservieren; die Abendtermine sind an Bord meist vergeben.
  • Wer die großen Rutschen erwartet, sollte auf ein umgebautes Schwesterschiff ausweichen.

Die Barlandschaft umfasst unter anderem eine Piano-Bar, mehrere Poolbars und die bewegliche Rising Tide Bar, die zwischen Promenade und Central Park pendelt. Getränke sind separat zu zahlen; die Pakete der Reederei lohnen sich üblicherweise ab drei bis vier Getränken täglich.

Was können Familien an Bord unternehmen?

Das Betreuungsprogramm Adventure Ocean arbeitet auch hier nach Altersgruppen getrennt, von Kleinkindern bis zu Jugendlichen mit eigener Lounge. Dazu kommen der Wasserspielplatz für die Kleinsten, das Karussell am Boardwalk und die Sportflächen auf dem Sonnendeck.

Weil die Attraktionsdichte geringer ausfällt als auf den umgebauten Schwestern, eignet sich die Allure of the Seas besonders für Familien mit jüngeren Kindern, die von den großen Rutschen ohnehin ausgeschlossen wären. Für Jugendliche, die gezielt wegen Ultimate Abyss und Perfect Storm buchen, ist sie dagegen die falsche Wahl.

Worauf Familien achten sollten

  • Die Attraktionsliste unterscheidet sich von den anderen Oasis-Schiffen – vor der Buchung schiffsgenau abgleichen.
  • Kabinen mit Boardwalk-Balkon liegen über der Freiluftbühne und sind abends laut.
  • Für FlowRider und Zip Line gelten Mindestgrößen.

Wie sieht das Unterhaltungs- und Wellnessangebot aus?

Die vier Bühnenformate der Klasse sind vollständig vorhanden: Theaterproduktionen, Eisshows in der Arena, Wasser- und Akrobatikvorführungen im AquaTheater sowie Livemusik an mehreren Orten. Die Allure of the Seas zeigte über Jahre eine bekannte Musical-Produktion, was ihr unter Stammgästen einen guten Ruf für das Bühnenprogramm eingebracht hat.

Wie auf allen Oasis-Schiffen liegt das AquaTheater unter freiem Himmel. Bei Regen entfallen Vorstellungen oder werden verschoben – anders als bei der Icon-Klasse mit ihrer überdachten Wasserbühne. Wer sichergehen will, wählt einen frühen Termin in der Reisewoche.

Der Wellnessbereich umfasst Spa, Sauna und einen großen Fitnessraum. Das angrenzende Solarium ist ein überdachter Poolbereich ausschließlich für Erwachsene und der ruhigste Ort an Bord – auf einem Schiff mit über 5.000 Gästen ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Wie viele Pools hat die Allure of the Seas?

Auf dem Sonnendeck verteilen sich mehrere Becken: Hauptpools, ein Sportpool, der ruhige Erwachsenenpool im Solarium sowie flache Wasserflächen für Kinder. Dazu kommen mehrere Whirlpools, von denen einige über die Bordwand hinausragen. Wasserrutschen gehören auf diesem Schiff nicht dazu.

Welche Kabinen gibt es auf der Allure of the Seas?

Die Kategorien entsprechen dem Standard der Klasse, ergänzt um die nach innen gerichteten Balkone.

  • Innenkabine – die günstigste Variante
  • Außenkabine – mit Fenster, ohne Balkon
  • Balkonkabine – klassisch mit Seeblick
  • Central-Park-Balkon – zum begrünten Innenhof, die ruhigste Lage
  • Boardwalk-Balkon – Blick auf die Freiluftbühne, entsprechend lebhaft
  • Familienkabinen – mehr Fläche und abgetrennte Schlafbereiche
  • Suiten – von der Junior Suite bis zu den oberen Kategorien der Royal Suite Class

Ein Hinweis speziell zu diesem Schiff: Weil kein Modernisierungsumbau stattgefunden hat, entspricht die Kabinenausstattung weitgehend dem Auslieferungszustand. Wer Wert auf frisch renovierte Kabinen legt, sollte das einkalkulieren – funktional sind sie einwandfrei, optisch aber älter als auf den umgebauten Schwestern.

Lohnt sich eine Suite auf der Allure of the Seas?

Suitengäste bekommen Zugang zur Suite Lounge und zum Restaurant Coastal Kitchen; die oberen Stufen der Royal Suite Class bringen zusätzlich Leistungen wie Getränkepaket und Butlerservice. Ein abgetrenntes Suitenviertel mit eigenem Pool, wie es die Wonder of the Seas bietet, gibt es hier nicht.

Da die Suiten hier nicht renoviert wurden, fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis in den oberen Kategorien schwächer aus als auf jüngeren Schiffen. Wer eine Suite sucht, sollte den Aufpreis gegen ein neueres Schwesterschiff abwägen – in den günstigen Kategorien ist die Rechnung dagegen klar zugunsten der Allure.

Allure of the Seas oder Oasis of the Seas – worin unterscheiden sie sich?

Diese beiden Schiffe sind die engsten Verwandten der gesamten Flotte: gebaut auf derselben Werft, in Dienst gestellt im Abstand von rund einem Jahr, praktisch identisch in Größe und Grundriss. Wer an Bord ist, merkt ohne Blick auf die Beschilderung kaum, auf welchem der beiden er sich befindet.

Der wesentliche Unterschied ist der Modernisierungsstand. Die Oasis of the Seas hat ihren großen Umbau erhalten und dabei unter anderem neue Attraktionen und gastronomische Konzepte bekommen. Bei der Allure of the Seas fiel dieser Umbau aus. Wer die volle Ausstattung möchte, wählt die Oasis; wer den günstigeren Preis mitnimmt und auf Rutschen verzichten kann, die Allure.

Ansonsten entscheiden Route und Abfahrtshafen. Wer die Unterschiede zum ein Jahr älteren Typschiff nachlesen möchte, findet die Eckdaten der Oasis of the Seas auf einer eigenen Seite.

Praktisch heißt das für die Planung: Prüft vor der Buchung die Attraktionsliste dieses konkreten Schiffes statt allgemeiner Beschreibungen zur Oasis-Klasse. Viele Übersichten fassen die sechs Schiffe zusammen und listen Angebote auf, die nur auf einem Teil davon existieren. Bei der Allure of the Seas führt das regelmäßig zu Enttäuschungen, die sich mit einem Blick in den offiziellen Schiffssteckbrief vermeiden lassen.

Wie ordnet sich die Allure of the Seas in die Flotte ein?

Sie gehört zu den ältesten der sechs Oasis-Einheiten und liegt in der Gesamtflotte damit im unteren Bereich der Spitzengruppe. Die Übersicht ordnet sie ein – Angaben nach den veröffentlichten Werten, Stand August 2026:

SchiffKlasseIndienststellungVermessungUmbau erhalten
Icon of the SeasIcon2024248.663 BRZneu
Wonder of the SeasOasis2022236.857 BRZneu
Utopia of the SeasOasis2024236.473 BRZneu
Symphony of the SeasOasis2018228.081 BRZ
Harmony of the SeasOasis2016226.963 BRZja, 2026
Allure of the SeasOasis2010rund 226.600 BRZnein

Die letzte Spalte ist bei dieser Klasse aussagekräftiger als das Baujahr: Ein umgebautes Schiff von 2016 kann an Bord aktueller wirken als ein unverändertes von 2010. Einen Überblick über die gesamte Flotte gibt unser Royal Caribbean Guide; das jüngst modernisierte Schwesterschiff stellen wir auf der Seite zur Harmony of the Seas vor.

Lohnt sich die Crown & Anchor Society auf der Allure of the Seas?

Für den Statusaufbau ist dieses Schiff eine der günstigsten Möglichkeiten im Portfolio. Cruise Points fallen pro Nacht an Bord an, unabhängig davon, wie teuer die Reise war – und die Allure of the Seas gehört preislich zu den zugänglichsten Oasis-Einheiten. Wer gezielt Stufen sammelt, kommt hier mit geringerem Einsatz voran.

Die Mitgliedschaft selbst kostet nichts. Vorteile beginnen bei Rabatten und kleineren Annehmlichkeiten und reichen in den höheren Stufen bis zu Getränkegutscheinen, Loungezugang und Nachlässen auf das Internetpaket. In Suiten zählen die Nächte doppelt.

Wer daneben mit Celebrity Cruises oder Silversea reist, sollte sich die seit Januar 2026 verfügbare Option Points Choice ansehen. Alle Stufen und Schwellen stehen in unserer Übersicht zur Crown & Anchor Society.

Für wen lohnt sich die Allure of the Seas?

Sie ist die richtige Wahl für alle, die ein sehr großes Schiff zum vergleichsweise niedrigen Preis suchen und auf die neuesten Attraktionen verzichten können. Familien mit jüngeren Kindern, Erstbucher und Reisende, die vor allem wegen der Route unterwegs sind, fahren hier gut – das Grundangebot der Oasis-Klasse ist vollständig vorhanden.

Weniger geeignet ist sie für alle, die gezielt wegen bestimmter Attraktionen buchen, für Suitengäste mit hohen Ansprüchen an die Ausstattung und für Reisende, die ein frisch renoviertes Schiff erwarten. In diesen Fällen lohnt der Aufpreis für ein jüngeres oder umgebautes Schwesterschiff.

Was kostet eine Reise auf der Allure of the Seas?

Preislich ist sie die zugänglichste Tür in die Oasis-Klasse. Royal Caribbean lenkt die Nachfrage konsequent auf die neuesten Schiffe, wovon ältere Einheiten profitieren – und die Allure of the Seas ist durch den ausgebliebenen Umbau zusätzlich günstiger positioniert als ihre modernisierten Schwestern. Für Reisende, denen das Grundkonzept genügt, ist das der beste Hebel im gesamten Portfolio.

Enthalten sind Kabine, die Restaurants ohne Aufpreis, das Bühnenprogramm und der Zugang zu den vorhandenen Attraktionen. Extra kosten Getränke, Spezialitätenrestaurants, Landausflüge, Spa, Internet sowie das Serviceentgelt pro Person und Nacht. Gerade weil der Grundpreis niedrig liegt, fallen diese Posten anteilig stärker ins Gewicht – wer den Preisvorteil realisieren will, sollte sie bewusst begrenzen.

Welche Routen fährt die Allure of the Seas?

Eingesetzt wird die Allure of the Seas überwiegend ab Florida auf siebennächtigen Karibikrouten, in einzelnen Saisons auch im westlichen Mittelmeer. Für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum ist das ein handfester Unterschied: Die Karibikvariante verlangt einen Transatlantikflug und mindestens eine Hotelnacht vor der Einschiffung. Dieser Kostenblock taucht im Kreuzfahrtpreis nicht auf und verzerrt jeden Vergleich mit einer Mittelmeerroute.

Da die Reederei ihre Schiffe zwischen den Revieren verschiebt, gilt auch hier: aktuellen Fahrplan prüfen statt älteren Angaben vertrauen. Auf Karibikrouten steht üblicherweise ein Besuch der reedereieigenen Privatinsel auf dem Programm.

Wie bezahlt man an Bord der Allure of the Seas?

Abgerechnet wird bargeldlos über das Bordkonto. Die Bordkarte fungiert gleichzeitig als Kabinenschlüssel; bei der Anmeldung hinterlegt man eine Kreditkarte. Die Bordwährung ist der US-Dollar, unabhängig vom Fahrtgebiet.

Wer die Reise wegen des günstigen Preises gewählt hat, sollte diesen Punkt nicht übersehen: Rund 1,75 Prozent Fremdwährungsgebühr, die viele Karten auf Dollar-Umsätze berechnen, fallen auf jeden Posten der Bordrechnung an und fressen einen Teil der Ersparnis wieder auf. Mit einer Kreditkarte ohne diese Gebühr entfällt der Aufschlag komplett.

Kreuzfahrt mit Royal Caribbean

  • Karibik, Mittelmeer und Alaska im Programm
  • Größte Schiffe der Welt mit Icon- und Oasis-Klasse
  • Crown & Anchor Punkte ab der ersten Nacht sammeln
  • Umfangreiches Bordprogramm für Familien

Unser Fazit zur Allure of the Seas

Die Allure of the Seas ist das ehrlichste Preis-Leistungs-Angebot der Oasis-Klasse – vorausgesetzt, man weiß, worauf man verzichtet. Der ausgefallene Modernisierungsumbau macht sie zum einzigen Schiff der Baureihe, das weitgehend im Originalzustand fährt. Wer das Grundkonzept sucht und nicht die Attraktionsliste abarbeiten will, bekommt hier viel Schiff für wenig Geld.

Wer dagegen die großen Rutschen, renovierte Kabinen oder die neuesten gastronomischen Konzepte erwartet, sollte zu einem umgebauten oder jüngeren Schwesterschiff greifen. Weitere Reedereien im Vergleich stehen in unserer Übersicht der Kreuzfahrt-Reedereien.

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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