Rund 35 Millionen Menschen in Deutschland sammeln bei Payback – aber längst nicht alle lösen ihre Punkte auch rechtzeitig ein. Jedes Jahr am 30. September werden Punkte, die älter als 36 Monate sind, ersatzlos gestrichen. Dass Eure Payback Punkte verfallen, könnt Ihr allerdings mit wenigen Handgriffen verhindern. In diesem Guide zeigen wir Euch, wie Ihr bedrohte Punkte erkennt und welche Wege es gibt, sie zu retten – vom cleveren Einlösen über die Auszahlung bis zum Meilentransfer.

Alle Angaben in diesem Guide halten wir laufend aktuell, zuletzt geprüft im Juli 2026. Wer sich zunächst einen Überblick über das gesamte Programm verschaffen möchte, findet in unserem großen Payback Guide alles zum Sammeln, Einlösen und zum Meilentransfer an einem Ort.

Wann verfallen Payback Punkte?

Eure Punkte haben ab der Gutschrift eine Gültigkeit von 36 Monaten. Gelöscht werden sie allerdings nicht tagesgenau drei Jahre nach dem Einkauf, sondern gebündelt an einem festen Stichtag: dem 30. September. Konkret heißt das für dieses Jahr: Am 30. September 2026 verschwinden alle Punkte aus Eurem Konto, deren Gutschrift länger als 36 Monate zurückliegt – also im Wesentlichen alles, was Ihr bis September 2023 gesammelt habt.

Payback App mit Punkten und Coupons
Im Payback Konto läuft für jeden Punkt eine eigene Frist

Wichtig zu verstehen: Jeder Punkt trägt sein eigenes Gutschriftsdatum. Wer heute fleißig weitersammelt, verlängert damit nicht die Gültigkeit seiner alten Punkte – die Frist läuft für jede Gutschrift separat. Ein Beispiel: Punkte aus einem Einkauf im August 2023 erreichen im August 2026 ihr Fristende und verfallen zum 30. September 2026. Punkte aus dem November 2023 laufen dagegen erst nach dem diesjährigen Stichtag ab – sie stehen damit erst zum 30. September 2027 auf der Streichliste.

Achtung: Der Punkteverfall passiert automatisch und ohne gesonderte Rückfrage. Wer den 30. September verpasst, kann gestrichene Punkte nicht mehr zurückholen.

Die gute Nachricht: Payback lässt niemanden ins offene Messer laufen. Verfallsbedrohte Punkte werden lange im Voraus angekündigt – wie Ihr das prüft, zeigen wir Euch jetzt.

Wie erfahrt Ihr, welche Payback Punkte verfallen?

Den schnellsten Überblick liefert Euer Payback Punktestand in der App oder im Online-Punktekonto: Dort weist Payback verfallsbedrohte Punkte gesondert aus – und zwar ein ganzes Jahr lang, jeweils bis zum nächsten 30. September. Es gibt also keinen Grund, vom Stichtag überrascht zu werden.

Payback Punktestand in der App pruefen
Die App zeigt verfallsbedrohte Punkte ein Jahr im Voraus an

Zusätzlich informiert Euch das Programm aktiv, wenn ein Teil Eures Guthabens auf der Kippe steht – je nach Einstellung per App-Benachrichtigung, E-Mail oder über die Punktepost. Ein Blick ins Punktekonto lohnt sich trotzdem besonders im Spätsommer: Dann bleibt noch genug Zeit, um bedrohte Punkte in Ruhe einzulösen, statt in den letzten Septembertagen hektisch zu werden.

reisetopia Tipp: Prüft bei der Gelegenheit auch, ob alle Einkäufe korrekt gutgeschrieben wurden. Fehlende Punkte könnt Ihr Euch nachträglich sichern – wie das geht, erklären wir im Guide zum Payback Punkte nachtragen.

Wie könnt Ihr den Payback Punkteverfall verhindern?

So ärgerlich der Stichtag ist – gegen den Payback Punkteverfall gibt es zwei wirksame Hebel. Alles andere, insbesondere bloßes Weitersammeln, schützt Eure alten Punkte dagegen nicht.

Welcher Weg der richtige ist, hängt von Eurem Sammelverhalten ab: Wer ohnehin regelmäßig einlöst, braucht keinen zusätzlichen Schutz. Wer dagegen über Jahre auf eine große Prämie oder einen Meilentransfer spart, fährt mit der Kreditkarten-Lösung deutlich entspannter. Wie Ihr überhaupt möglichst schnell Punkte aufbaut, lest Ihr in unserem Guide zum Payback Punkte sammeln.

Payback Punkte sammeln beim Elektrofachhandel
Neue Einkäufe starten eigene Fristen, retten aber keine alten Punkte

Beide Wege schauen wir uns jetzt im Detail an – zuerst das Einlösen mit seinen verschiedenen Spielarten, danach den dauerhaften Schutz über die Kreditkarte.

Wie löst Ihr verfallende Payback Punkte am besten ein?

Steht der 30. September vor der Tür, führt der sicherste Weg über das Einlösen. Payback bietet dafür gleich mehrere Möglichkeiten, die sich im Gegenwert allerdings deutlich unterscheiden:

Als Faustregel gilt: Ein Punkt ist einen Cent wert – bei Sachprämien teils weniger, beim Meilentransfer oft mehr. Welche Einlösung wie viel bringt, rechnen wir im Detail in unserem Guide zum Payback Punkte Wert vor. Und wem kurz vor einer Wunschprämie ein paar Punkte fehlen, für den kann sich unter Umständen sogar das Payback Punkte kaufen lohnen.

Payback Praemienshop Einloesungen im Ueberblick
Der Prämienshop ist einer von mehreren Wegen zum Einlösen

Für welchen Weg Ihr Euch auch entscheidet: Entscheidend ist allein, dass die bedrohten Punkte vor dem Stichtag das Konto verlassen – der Rest ist Geschmacks- und Rechenfrage.

reisetopia Tipp: Wenn die Zeit knapp wird, ist die Auszahlung aufs Bankkonto die verlässliche Notbremse – 1 Cent pro Punkt gibt es garantiert, ganz ohne Mindestprämie im Shop.

Wie rettet Ihr Payback Punkte per Transfer zu Miles & More?

Für alle, die mit Meilen etwas anfangen können, ist der Transfer zu Miles & More meist die wertvollste Rettung: Payback wandelt Punkte im Verhältnis 1:1 in Prämienmeilen um, schon ab 200 Punkten. Da eine Meile bei geschickter Einlösung – etwa für Business Class Flüge – deutlich mehr als einen Cent wert sein kann, schlägt dieser Weg die nüchterne Auszahlung oft um Längen.

Payback Punkte in Miles and More Meilen umwandeln
Der Transfer zu Miles & More gelingt schon ab 200 Punkten

Wie der Transfer im Detail funktioniert und worauf Ihr achten solltet, erklären wir Schritt für Schritt in unserem Guide zum Payback Punkte zu Miles & More transferieren. Voraussetzung ist lediglich ein Miles & More Konto – das ist kostenlos und in wenigen Minuten angelegt.

Achtung: Der Transfer ist unumkehrbar – einmal übertragene Punkte könnt Ihr nicht zu Payback zurückholen. Und auch Prämienmeilen laufen ab: Bei Miles & More gilt ebenfalls eine Frist von 36 Monaten, sofern kein Status oder keine Miles & More Kreditkarte den Verfall aussetzt.

Richtig eingesetzt wird aus dem drohenden Verfall so ein Upgrade: Statt Punkte zu verlieren, sitzt Ihr im besten Fall in einer Kabine, die Ihr sonst nie gebucht hättet.

Mit transferierten Meilen in der Lufthansa Business Class fliegen
Geschickt eingelöste Meilen bringen deutlich mehr als einen Cent pro Punkt

Der Umtausch eignet sich deshalb vor allem für alle, die ohnehin ein Meilenkonto pflegen – denn aus wenigen Hundert Punkten allein wird noch kein Prämienflug.

Schützt eine Payback Kreditkarte vor dem Punkteverfall?

Ja – und dieser Schutz ist eines der stärksten, aber am wenigsten bekannten Argumente für die Karten: Sobald zu Eurem Konto eine Payback American Express oder eine Payback Visa Kreditkarte gehört, sind Eure Punkte vom Verfall ausgenommen. Die einzige Bedingung: Ihr müsst weiterhin aktiv am Programm teilnehmen. Wer drei Jahre lang überhaupt keine Punkte mehr sammelt, verliert den Schutz laut den Teilnahmebedingungen trotzdem.

Payback Kreditkarte beantragen und Punkteverfall vermeiden
Mit einer Payback Kreditkarte sind die Punkte vor dem Verfall geschützt

Da die Payback Amex dauerhaft ohne Jahresgebühr auskommt, kostet dieser Dauerschutz im Zweifel keinen Cent – für Langzeitsparer ist das allein schon ein Grund zur Beantragung. Die Payback Visa schlägt mit 29 Euro Jahresgebühr zu Buche, punktet dafür an anderer Stelle. Welche Karte besser zu Euch passt, klärt unser Payback Kreditkarte Vergleich.

Payback Kreditkarten im Vergleich
Payback Amex und Payback Visa im direkten Vergleich

Beide Karten bringen neben dem Verfallsschutz eigene Stärken beim Punktesammeln mit – ein Blick in den Vergleich lohnt sich also doppelt, bevor Ihr Euch nur wegen des Stichtags festlegt.

reisetopia Tipp: Der Verfallsschutz greift, solange die Karte mit Eurem Payback Konto verknüpft ist. Behaltet das im Hinterkopf, falls Ihr die Karte irgendwann kündigt – ab dann läuft für Eure Punkte wieder die reguläre Frist.

Was passiert mit verfallenen Payback Punkten?

Ist der Stichtag verstrichen, werden die betroffenen Punkte vom Konto storniert. Ganz unsichtbar sind sie damit zunächst nicht: Vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember weist das Punktekonto die verfallenen Punkte noch aus – allerdings nur zur Information. Eine Wiedergutschrift sieht Payback nicht vor, und auch auf Kulanz solltet Ihr Euch nicht verlassen.

Umso wichtiger ist es, die Ankündigungen ernst zu nehmen: Zwischen der ersten Warnung im Punktekonto und dem tatsächlichen Verfall liegt ein ganzes Jahr – genug Zeit, um selbst größere Punktestände sinnvoll einzulösen.

Unser Fazit zum Payback Punkteverfall

Der 30. September ist der wichtigste Termin im Payback-Jahr – und zugleich der am leichtesten zu entschärfende. Wer seinen Punktestand einmal im Spätsommer prüft, hat alle Optionen: bedrohte Punkte einlösen, auszahlen lassen oder in Meilen verwandeln. Den Rundum-Schutz gibt es obendrein geschenkt, denn mit einer gebührenfreien Payback Amex im Konto verfallen Eure Punkte gar nicht erst.

Unsere Empfehlung: Für Gelegenheitssammler reicht der jährliche Konto-Check völlig aus. Wer dagegen gezielt auf Meilen und Prämienflüge hinarbeitet, kombiniert am besten beides – den Verfallsschutz der Kreditkarte für die Ruhe im Alltag und den Transfer zu Miles & More, sobald sich ein lohnendes Einlöseziel zeigt.

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Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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