Die Zahl der Fluggesellschaften mit einer echten First Class wird kleiner. Wir zeigen Euch, welche SkyTeam Airlines mit First Class aktuell unterwegs sind, auf welchen Strecken Ihr das jeweilige Produkt findet und wie Ihr es mit Meilen buchen könnt.
Ein Flug in der First Class ist für viele Menschen ein Traum, mit Meilen rückt er allerdings deutlich näher. Da uns immer wieder die Frage erreicht, für welche Produkte der ersten Klasse man seine Meilen einsetzen kann, schauen wir uns in diesem Ratgeber alle Mitglieder der SkyTeam Allianz an, die noch eine First Class anbieten. Diesen Guide aktualisieren wir laufend – zuletzt im September 2026.
Die Allianz selbst ist dabei kräftig in Bewegung: Aeroflot ruht seit 2022, Czech Airlines schied im Oktober 2024 aus, SAS kam im September 2024 hinzu und ITA Airways wechselte im April 2026 zur Star Alliance. Von den verbliebenen Mitgliedern führen gerade einmal sieben Fluggesellschaften eine First Class – und bei einigen davon steht das Produkt auf der Kippe.
Inhaltsverzeichnis
- Welche SkyTeam Airlines bieten aktuell eine First Class?
- Air France La Première: die einzige First Class in Europa
- China Eastern First Class: sechs Suiten in der Boeing 777-300ER
- Garuda Indonesia First Class: Was ist von der Suite geblieben?
- Korean Air First Class: Kosmo Suites in A380 und Boeing 747-8i
- Saudia First Suites: die First Class aus Saudi-Arabien
- Xiamen Airlines First Class: vier Plätze in der Boeing 787-8
- Delta First: Was bietet die First Class von Delta Air Lines?
- Fazit zu den SkyTeam Airlines mit First Class
Welche SkyTeam Airlines bieten aktuell eine First Class?
Bevor wir uns die einzelnen Produkte im Detail ansehen, hier der Überblick über alle SkyTeam Airlines mit First Class und die Flugzeuge, in denen Ihr die erste Klasse tatsächlich antrefft, mit Stand September 2026:
| Airline | First Class an Bord von | Plätze |
|---|---|---|
| Air France | Boeing 777-300ER (La Première) | 4 |
| China Eastern | Boeing 777-300ER | 6 |
| Delta Air Lines | Nordamerika-Flotte (Delta First) | 12 bis 20 |
| Garuda Indonesia | Boeing 777-300ER | 8 |
| Korean Air | Airbus A380, Boeing 747-8i, Teile der Boeing 777-300ER | 6 bis 12 |
| Saudia | Boeing 777-300ER | 8 bis 12 |
| Xiamen Airlines | Boeing 787-8 | 4 |
Auffällig ist die geografische Verteilung: Mit Air France stellt nur eine einzige europäische Airline eine echte First Class, die Delta First ist ein reines Nordamerika-Produkt und der Rest des Feldes kommt aus Asien und dem Nahen Osten. Welche Meilen Ihr dafür am besten sammelt, zeigen wir Euch in unserem Ratgeber zu den besten Vielfliegerprogrammen im SkyTeam.
Air France La Première: die einzige First Class in Europa
Eines der wohl bekanntesten Mitglieder der SkyTeam Allianz ist die französische Airline Air France. Als einziges europäisches SkyTeam Mitglied bieten die Franzosen auch eine First Class an. Zu finden ist das La Première genannte Produkt allerdings nur an Bord ausgewählter Boeing 777-300ER. Die erste Klasse bei Air France kommt dabei mit gerade einmal vier Sitzen daher. Entsprechend persönlich ist auch das Flugerlebnis. Gleich zu Beginn stellt sich die Crew, die sich ausschließlich um die Passagiere der First Class kümmert, persönlich vor und führt Euch zu Eurem Platz. In der Kabine erwartet Euch eine schlichte, elegante Aufmachung mit ruhigen Farben und hochwertigen Materialien.
Die Sitze sind großzügig gestaltet und allesamt mit einer Ottomane und einem Tisch für ein gemeinsames Essen mit der Begleitung ausgestattet. Zum Schlafen verwandeln sich die Sitze in der Boeing 777 in ein über zwei Meter langes und etwa 77 Zentimeter breites Bett samt Memoryschaum-Matratze, hochwertigem Kissen und einer großen Decke.
Um das Flugerlebnis noch besser genießen zu können, gibt es in La Première selbstverständlich auch ein Amenity Kit, in dem Ihr hochwertige Kosmetikprodukte findet. Auch Ohrstöpsel, eine Schlafmaske, ein Pyjama sowie Hausschuhe und Bordsocken sind in dem Kit enthalten.
Zu den Highlights der First Class bei Air France dürfte aber ohne Frage das gastronomische Angebot zählen. Als Passagier der ersten Klasse könnt Ihr bei Air France selbst bestimmen, wann Ihr speisen möchtet. Zur Auswahl stehen dabei regelmäßig wechselnde Gerichte der französischen Gourmet-Küche und besondere Kreationen von unterschiedlichen Sterneköchen, je nach Abflugort.
Serviert werden die Gerichte auf Porzellan von Bernardaud, das Besteck stammt von Christofle und die Weine kommen in Kristallgläsern von Saint-Louis an den Platz. Auch inhaltlich kann sich die Auswahl von Air France sehen lassen, schließlich wird die Weinkarte alle paar Monate überarbeitet und die Flugbegleiter werden entsprechend geschult, sodass sie Euch zu jedem Gericht den passendsten Wein empfehlen können.
Seit 2025 rollt Air France zudem eine überarbeitete La Première aus. Die neue Suite schirmt den Platz deutlich stärker ab als das bisherige Produkt und lässt sich komplett schließen. Bis Ende 2026 soll das gesamte La Première Netz auf die neue Kabine umgestellt sein, auf den Strecken nach New York und Los Angeles kommt sie nach Angaben der Airline bereits auf allen Flügen zum Einsatz. Wer gezielt die neue Suite fliegen möchte, sollte den eingesetzten Jet daher vor der Buchung prüfen.

Das Erlebnis First Class beginnt für Air France Passagiere aber schon am Flughafen. Gäste von La Première werden an einem zentralen Punkt in Terminal 2E beim Eingang 17 des Pariser Flughafens Charles-de-Gaulle in Empfang genommen. Dort befreit man Euch auch gleich von Eurem Gepäck und kümmert sich um alle Formalitäten rund um den Check-in. Vor Eurem Abflug könnt Ihr Euch in der La Première Lounge aufhalten. Auch hier erwartet Euch ein Gourmet-Angebot verschiedener Speisen, zudem könnt Ihr im Lounge-eigenen Spa entspannen oder Eurer Arbeit nachgehen.

Kurz vor dem Abflug bringen Euch Mitarbeiter von Air France dann schnellstmöglich durch die Sicherheits- und Passkontrolle. Danach geht es in einem Porsche Cayenne Hybrid direkt zum Flugzeug. Auch nach der Ankunft endet der Service von Air France noch nicht. Im Transit und bei der Einreise werdet Ihr von einem Betreuer der Airline begleitet, bis Ihr schließlich Euer Gepäck in Empfang nehmt und den Flughafen verlasst. Als Passagiere von La Première genießt Ihr übrigens sowohl beim Ausstieg als auch bei der Gepäckausgabe Priorität und seid stets die Ersten.

Unterwegs ist die First Class von Air France ausschließlich ab Paris Charles de Gaulle. Im Sommerflugplan 2026 und im anschließenden Winterflugplan stehen dafür Atlanta, Houston, Los Angeles, Miami, New York JFK, São Paulo, San Francisco und Washington D.C. im Plan, dazu Abidjan, Dubai, Singapur, Tel Aviv und Tokio Haneda. Die ursprünglich für Juli 2026 angekündigte Verbindung nach Boston ist dagegen wieder aus dem Flugplan gefallen.
Das Buchen von First Class Flügen bei Air France über Meilen ist leider alles andere als einfach. Anders als bei anderen Airlines lässt sich La Première ausschließlich über das eigene Vielfliegerprogramm Flying Blue buchen, nicht über die Programme anderer SkyTeam Airlines – an Partner gibt Air France überhaupt keine Prämienplätze ab. Und selbst innerhalb von Flying Blue gilt eine hohe Hürde: Prämientickets in der First Class können ausschließlich Mitglieder mit Platinum- oder Ultimate-Status buchen, Gold-Mitglieder sind seit Dezember 2022 ausgeschlossen. Pro Flug wird zudem maximal ein Prämienplatz freigegeben. Die früher beliebte Möglichkeit, ein Business Class Prämienticket gegen Geld in die First Class hochzustufen, ist zum 1. Juli 2023 entfallen.
Auf welchen Strecken La Première im Detail unterwegs ist, findet Ihr hier:
China Eastern First Class: sechs Suiten in der Boeing 777-300ER
In Sachen First Class sind bei der SkyTeam Allianz vor allem die asiatischen Airlines breit aufgestellt. Den Anfang macht China Eastern mit einem sehr guten First Class Produkt. Denn hier finden sich an Bord der Boeing 777-300ER sechs private First Class Suiten.
Die Suiten in der China Eastern First Class sind dezent gestaltet, wirken aber auf den ersten Blick qualitativ weniger hochwertig als etwa die First Class bei Air France. Trotzdem sind die Sitze sehr bequem und bieten ein gutes Platzangebot. Auch für das Handgepäck stehen gleich mehrere Fächer zur Verfügung. Längere Gegenstände lassen sich etwa in einem Schrank in der Abgrenzung der Suite verstauen. Die Sitze sind in einem 1-2-1 Layout angeordnet, die beiden mittleren Suiten lassen sich zu einem Doppelbett zusammenlegen.

Dafür bemüht man sich um andere Annehmlichkeiten. So wartet schon beim Einstieg ein gut ausgestattetes Amenity Kit auf Euch, in dem sich unter anderem Kosmetikprodukte, Slipper und ein Pyjama finden. Auch eine Flasche Wasser, eine Decke und ein Kissen liegen auf Eurem Sitz bereit. Kurz nachdem Ihr Euch hingesetzt habt, dürft Ihr Euch auch schon auf den ersten Besuch eines Flugbegleiters freuen. Hier wird Euch ein Willkommensgetränk angeboten und man teilt Euch unter anderem die voraussichtliche Flugzeit mit. Zudem erhaltet Ihr das Menü, aus dem Ihr Eure Mahlzeiten und Getränke wählen könnt.
Ähnlich zu anderen Airlines kümmern sich auch bei China Eastern einige Flugbegleiter ausschließlich um die First Class Passagiere. Anders als bei Air France gibt es bei China Eastern aber kein Dine-on-Demand. Stattdessen wird das erste Menü zügig nach dem Start serviert. Bei der Auswahl der Speisen orientiert man sich an der gehobenen Küche, wenngleich die Qualität teilweise nicht mit anderen Airlines mithalten kann. In jedem Fall gibt es aber reichlich Verpflegung. Gerade die Zwischengänge in Form einer Käse- und Obstplatte fallen üppig aus. Die zweite Mahlzeit wird vor der Landung serviert.
Wer an Bord schlafen möchte, der muss einfach die Flugbegleiter ansprechen, die dann umgehend das Bett vorbereiten. Dazu wird eine eher dünne Matte auf den Sitz gelegt, die das Liegegefühl leider nicht nennenswert verbessert. Alles in allem sollte aber auch in der China Eastern First Class erholsamer Schlaf möglich sein.
In Europa habt Ihr gleich zwei Gelegenheiten, in der China Eastern First Class Platz zu nehmen: Die Boeing 777-300ER fliegt sowohl nach Frankfurt – seit Juni 2026 sogar neunmal pro Woche – als auch nach London. Dazu kommen Verbindungen nach Los Angeles, San Francisco und New York. Für ein Meilenticket ruft das Airline-eigene Programm Eastern Miles rund 135.000 Meilen pro Strecke auf, für Hin- und Rückflug bewegen sich die Preise je nach Verbindung etwa zwischen 200.000 und 240.000 Meilen. Auch möglich ist es, das Meilenticket über Delta SkyMiles zu buchen. Delta SkyMiles sind zwar einfacher zu sammeln, jedoch sind die Meilenwerte dort noch einmal höher. Zudem ist es nicht allzu einfach, über die Flugsuche von Delta Verfügbarkeiten in der First Class zu finden.
Garuda Indonesia First Class: Was ist von der Suite geblieben?
Wer an Airlines mit einer guten First Class denkt, dem kommen sicherlich schnell Airlines wie Emirates, Singapore Airlines oder Swiss in den Kopf. Garuda Indonesia wird den wenigsten auf Anhieb einfallen. Und doch bietet die indonesische Airline ein sehr gutes First Class Produkt an. Auch hier findet sich die First Class in nur einem Flugzeugtyp, der Boeing 777-300ER. Angeordnet sind die acht Sitze in einer 1-2-1 Konfiguration. Jeder Sitz verfügt damit über einen direkten Gangzugang. Ähnlich wie China Eastern setzt auch Garuda Indonesia auf private Suiten mit viel Privatsphäre.
Auch wenn die Suiten auf den ersten Blick etwas einfach und schlicht anmuten mögen, sollte man sich hiervon nicht täuschen lassen. Bei Garuda Indonesia dominieren in der First Class gedeckte Farben und dunkles Holz. Eines der Highlights ist dabei sicherlich der Sitz, der zwar etwas weniger breit ist als bei anderen Airlines, dafür aber sehr bequem sein soll. Zudem lässt sich dieser nicht nur in ein flaches Bett verwandeln, er bietet sogar eine integrierte Massagefunktion, die über die Steuerung in der Seitenkonsole kontrolliert werden kann.

Wer zum Verstellen des Sitzes oder zum Ein- und Abschalten der Beleuchtung einfach liegen bleiben möchte, der kann auch die Fernbedienung nutzen, über die zahlreiche Features des Sitzes, der Suite und des Entertainment-Systems steuerbar sind. Zum Komfort trägt ohne Frage auch das Amenity Kit bei, das beim Einstieg bereits auf den Gast wartet und sehr persönlich gestaltet ist.
An Bord setzt sich der herausragende Service weiter fort. Für die gerade einmal acht Sitzplätze in der First Class stehen mehrere Flugbegleiter für die Wünsche der Passagiere zur Verfügung. Jeder der Flugbegleiter stellt sich persönlich bei Euch vor, ebenso wie der Purser. Neben generellen Informationen wie der Flugzeit informiert man Euch auch über die Funktionen des Sitzes, die Möglichkeiten der Suite sowie das kulinarische Angebot. Dieses kann bereits im Voraus online ausgewählt werden.
Zur Auswahl steht eine recht breite Palette an Speisen und Getränken. Auch Garuda Indonesia orientiert sich stark an der gehobenen Küche, wenngleich die Speisen qualitativ noch nicht auf dem Niveau der Sterneküche anderer Airlines angekommen sind. Wett macht das aber der hervorragende Service, der Eure Speisen und Getränke zügig serviert und auch sonst darauf bedacht ist, Euch möglichst jeden Wunsch zu erfüllen.
Sobald die Tür Eurer Suite geschlossen ist, genießt Ihr absolute Privatsphäre und könnt entspannen oder schlafen. Selbstredend wird der Sitz vor dem Schlafen zu einem Bett umfunktioniert und dazu mit einer Matratze, Kissen und Decke ausgestattet. Solltet Ihr zwischendurch einmal Eure Suite verlassen, sorgen die Flugbegleiter dafür, dass Euer Bett wieder aufgelockert ist. Auch nach dem Schlaf zeigen sich die Flugbegleiter äußerst aufmerksam und bieten Euch umgehend ein Getränk an oder bringen Euch auf Wunsch gleich das Frühstück.
Startet Ihr Euren First Class Flug ab Jakarta, werdet Ihr mit einer Limousine am Hotel abgeholt und von einem Personal Assistant begleitet. Endet Euer Flug in Jakarta, warten am dortigen Flughafen nach der Ankunft gleich mehrere Mitarbeiter der Airline auf Euch, die Euch durch Einreise und Gepäckabholung begleiten, bevor es in einer Limousine zum Terminal geht.
Der Limousinen-Service wird ausschließlich für Reisende zwischen Jabodetabek (Jakarta, Bogor, Depok, Tangerang & Bekasi) und dem Soekarno-Hatta International Airport angeboten.
Am Flughafen steht Euch dann die Lounge der Airline zur Verfügung. Diese ist recht klein gehalten, was aber wohl an den wenigen First Class Flügen der Airline liegen dürfte. Trotzdem finden sich hier Arbeitsplätze, Ruheplätze und ein À-la-carte-Restaurant.
So verlockend das alles klingt: Buchbar ist die Garuda First Class nur noch punktuell. Die Airline hat die erste Klasse ausschließlich in zwei Boeing 777-300ER, von denen eine seit Januar 2026 abgestellt ist. Die frühere Paradestrecke Jakarta–Amsterdam wird längst ohne First Class geflogen, und zu Beginn des Jahres 2026 nahm Garuda das Produkt zeitweise komplett aus dem Verkauf. Seit dem 11. Juni 2026 ist die First Class wieder buchbar, allerdings nur auf einem einzigen Umlauf: Denpasar nach Tokio Narita, einmal pro Woche donnerstags. Für ein Prämienticket verlangt das Airline-eigene Programm GarudaMiles dort rund 108.000 Meilen pro Strecke zuzüglich Steuern, Inhaber der Co-Brand-Kreditkarte zahlen etwas weniger. Prämienflüge lassen sich grundsätzlich auch über Partnerprogramme wie Flying Blue buchen, dort allerdings zu deutlich höheren Meilenpreisen.
Die beiden First Class Jets von Garuda Indonesia dienen zugleich als Regierungsflugzeuge. Kurzfristige Flugzeugwechsel und Downgrades in die Business Class kommen deshalb vor – verlasst Euch bei einer Buchung also nicht fest auf die erste Klasse.
Korean Air First Class: Kosmo Suites in A380 und Boeing 747-8i
Bei einer weiteren asiatischen Airline ist das Produkt der First Class nicht ganz so einheitlich. Korean Air bietet verschiedene First Class Kabinen an. Dabei variieren diese zwischen offenen Sitzen und modernen, verschließbaren Suiten, wie sie auch bei Garuda Indonesia zum Einsatz kommen.
Unter dem Namen Kosmo Suites 2.0 bietet Korean Air ein modernes First Class Produkt an Bord der Boeing 747-8i sowie an Bord eines Teils der Boeing 777-300ER an. In der 747-8i sind die sechs Plätze in einer 1-1 Konfiguration in der Flugzeugnase untergebracht, in der 777-300ER stehen acht Plätze in einer 1-2-1 Anordnung zur Verfügung. Verglichen mit dem Vorgänger, den einfachen Kosmo Suites, lassen sich bei der 2.0-Variante auch die Türen der Suite schließen. Dazu nutzt Korean Air spezielle Lamellen, durch die Ihr von Eurem Platz aus zwar in den Gang schauen könnt, aber niemand vom Gang aus auf Euren Sitz.

Im Airbus A380 fliegt dagegen weiterhin die ältere Kosmo Suite ohne Schiebetür, dort allerdings mit zwölf Plätzen in einer 1-2-1 Konfiguration die größte First Class Kabine der Airline. Gemeinsam ist allen Varianten, dass sich die Sitze zu einem gänzlich flachen Bett verstellen lassen und Ihr Euch über einen sehr aufmerksamen und hilfsbereiten Service freuen dürft.
Dieses Bild verschiebt sich allerdings gerade: Korean Air rüstet elf Boeing 777-300ER um und ersetzt die First Class dort durch eine neue Premium Economy sowie zusätzliche Plätze der Prestige Suites 2.0. Abgeschlossen sein soll der Umbau im Jahr 2026. Ersatzlos verschwindet die erste Klasse deshalb nicht, denn im Zuge ihres Rebrandings hat die Airline eine komplett neue First Class angekündigt – sie soll in Airbus A350, Boeing 787 und Boeing 777-9 einziehen. Auch die A380 bleiben länger im Dienst als gedacht: Statt der ursprünglich für 2026 geplanten Ausflottung schickt Korean Air die Riesen in die schwere Wartung. Hintergrund der vielen Veränderungen ist nicht zuletzt die Übernahme von Asiana Airlines.
Zum Bordprodukt gehören natürlich auch ein Amenity Kit sowie die Verpflegung an Bord. Korean Air verfolgt hier einen möglichst nachhaltigen Ansatz und versucht bestmöglich auf Bio-Produkte und etwa Fleisch aus nachhaltiger Züchtung zurückzugreifen. Die Menügestaltung ist dabei ein Mix aus fernöstlicher Küche mit europäischem Einfluss, ein besonderes Augenmerk liegt aber auf den traditionellen Gerichten der koreanischen Küche. Begleitet werden die Gerichte von einer soliden Wein- und Champagner-Auswahl.

Gästen der First Class an Bord des Airbus A380 steht noch eine weitere Besonderheit zur Verfügung. In der Celestial Bar können Fluggäste entspannen oder mit anderen Reisenden ins Gespräch kommen. Dazu lassen sich eigens von Korean Air entworfene und frisch zubereitete Cocktails genießen.
Natürlich erstreckt sich auch bei Korean Air der First Class Service nicht nur auf das Flugerlebnis. Auch am Boden erwartet Euch ein spezieller Service, der unter anderem einen bevorzugten Check-in sowie schnellere Sicherheitskontrollen und Boarding umfasst. Sofern Eure Reise am Flughafen Incheon in Seoul beginnt, begleitet Euch ab dem Check-in ein Personal Assistant bis zum Boarding.
Dieser Service muss mindestens 24 Stunden vor Abflug angefragt werden.
In einem eigenen First-Class-Lounge-Bereich könnt Ihr entspannen und weitere kulinarische Highlights genießen.

Um mit Meilen in den Genuss der Korean Air First Class zu kommen, könnt Ihr über das eigene Vielfliegerprogramm SkyPass buchen oder über Partner wie Delta SkyMiles und Emirates Skywards. Für einen Flug zwischen Europa und Seoul ruft SkyPass je nach Saison zwischen 80.000 Meilen in der Nebensaison und 120.000 Meilen in der Hauptsaison auf, und zwar pro Strecke. Wichtig zu wissen: Kombiniert Ihr Korean Air mit anderen SkyTeam Airlines, sind über SkyPass ausschließlich Hin- und Rückflüge buchbar, einfache Strecken gibt es nur auf eigenem Metall.
Saudia First Suites: die First Class aus Saudi-Arabien
Natürlich darf in der Riege der Airlines mit einer First Class auch eine arabische Fluggesellschaft nicht fehlen. Im Falle der SkyTeam Allianz ist das Saudia. Die staatliche Airline führt ihre erste Klasse ausschließlich in der Boeing 777-300ER, dort allerdings in zwei sehr unterschiedlichen Generationen. Das ältere Produkt kommt in einer 2-2-2 Konfiguration daher: Hier verfügt nicht jeder Platz über einen direkten Gangzugang, und die Sitze lassen sich nicht zu einem komplett flachen Bett verstellen.
Besser sieht das in den First Suites aus, die sich in den neueren Boeing 777-300ER finden. Hier sind die Sitze in einer 1-2-1 Konfiguration angeordnet und gewährleisten dank des Suite-Designs ein hohes Maß an Privatsphäre. Auch lassen sich die Sitze zu einem komplett flachen Bett verstellen, das auf Wunsch mit einer Matratze ergänzt wird. Zudem erwarten die Gäste hier hochwertige Amenity Kits samt Kosmetikprodukten und einem Pyjama. Je nach Unterversion der Boeing 777-300ER stehen acht bis zwölf Plätze zur Verfügung.
Gleich zu Beginn stellen sich die Flugbegleiter vor. Nach einer kurzen Einführung zum Sitz und den Annehmlichkeiten der First Class wird das Menü vorgestellt und ein Willkommensgetränk sowie Snacks angeboten. Bedenkt dabei, dass es sich bei Saudia um eine staatliche arabische Airline handelt: Alkoholische Getränke gibt es an Bord nicht, dafür bietet Saudia einige nicht-alkoholische Alternativen.
Im Hinblick auf die Verpflegung unterscheiden sich das ältere First Class Produkt und die First Suites kaum. Hier dürfen sich Gäste in jedem Fall auf gehobene Küche freuen. Die Gerichte wurden von renommierten Sterneköchen entwickelt und werden als Vier-Gänge-Menüs serviert, wobei Ihr eine Auswahl zwischen verschiedenen Menüs habt. Auch am Zielort orientiert man sich und stellt ein lokales Menü zur Auswahl. Ansonsten stehen Gerichte der orientalischen und der westlichen Küche zur Auswahl. Für Obst und kleinere Snacks steht den Gästen eine Bar zur Verfügung.
Um die Saudia First Class selbst erleben zu können, lassen sich auch Meilen einsetzen. Beachtet bei Eurer Auswahl, dass nicht jede Boeing 777-300ER die neuen First Suites an Bord hat. Eingesetzt wird die erste Klasse vor allem auf den Langstrecken nach New York, Washington und Los Angeles sowie nach London und Paris, dazu auf ausgewählten Verbindungen nach Dubai. Wer von Europa aus einen Prämienflug nach Dschidda oder Riad in der First Class buchen will, benötigt beim Airline-eigenen Vielfliegerprogramm ALFURSAN 62.500 Meilen pro Strecke. Für Flüge zwischen Saudi-Arabien und Nordamerika sind je nach Ziel 105.000 bis 120.000 Meilen pro Strecke fällig.
Xiamen Airlines First Class: vier Plätze in der Boeing 787-8
Die letzte Airline im Bunde jener SkyTeam Airlines, die eine First Class bieten, ist die chinesische Xiamen Airlines. Hierzulande ist die Fluggesellschaft weitgehend unbekannt, tatsächlich operiert sie auch vorwiegend auf dem asiatischen Markt. Mit Amsterdam bedient die Airline aber auch ein wichtiges europäisches Ziel. Die First Class findet man dabei ausschließlich an Bord der Boeing 787-8. Gerade einmal vier Passagiere finden in der sehr privaten Kabine Platz und werden von den Flugbegleitern persönlich in Empfang genommen.
Die First Class von Xiamen nimmt gerade einmal eine Reihe ein, wobei die vier Plätze in einer 1-2-1 Konfiguration angeordnet sind. Die Sitze erinnern dabei eher an die Business Class einiger Airlines und bieten im Vergleich zu den anderen First Class Produkten der SkyTeam Allianz deutlich weniger Privatsphäre und Komfort. Trotzdem lassen sich aber auch hier die Sitze in ein flaches Bett verwandeln und werden zu diesem Zweck mit einer Matratze sowie Kissen und Decke ausgestattet.
Besonders hervorzuheben ist in der Xiamen First Class die Verpflegung, die für eine chinesische Airline wirklich gut ist. Das Menü ist zwar deutlich kleiner als bei anderen Airlines, dafür kann die Qualität der Produkte überzeugen. An dieser Stelle sei dazu gesagt, dass sich die Menüs der Business Class und First Class bei Xiamen zumeist nicht unterscheiden, wobei das Essen der First Class jedoch ansprechender serviert wird. Insgesamt ist das Angebot der Verpflegung in der First Class aber noch ausbaufähig, gleiches gilt für die Getränkeauswahl.
Ab Europa mit Xiamen zu fliegen, ist nicht ganz so einfach. Mit Amsterdam wird aber zumindest ein nicht allzu weit entferntes Ziel direkt angeflogen, im Sommerflugplan 2026 fünfmal pro Woche. Daneben steuert Xiamen seit September 2026 auch London-Heathrow an, dort allerdings dreimal wöchentlich mit der Boeing 787-9, die keine First Class an Bord hat.
Beachtet, dass Xiamen auch nach Amsterdam nicht durchgehend die Boeing 787-8 einsetzt. Kommt stattdessen die Boeing 787-9 zum Zug, gibt es auf dem Flug keine First Class.
Prämientickets in der Xiamen First Class lassen sich über das Airline-eigene Programm Egret Miles sowie über SkyTeam-Partner wie Flying Blue buchen. Eine belastbare, öffentlich einsehbare Award-Chart für die erste Klasse veröffentlicht Xiamen allerdings nicht – die konkreten Meilenpreise erfahrt Ihr erst in der Buchungsstrecke beziehungsweise auf Anfrage bei der Airline.
Delta First: Was bietet die First Class von Delta Air Lines?
Ein weiterer bekannter Vertreter der SkyTeam Allianz ist die US-amerikanische Delta Air Lines. Das Gründungsmitglied der Allianz bietet seinen Passagieren allerdings keine echte internationale First Class mehr an. Die höchste Reiseklasse auf Flügen innerhalb Nordamerikas heißt seit der Umbenennung der Delta-Kabinen offiziell Delta First und lief zuvor schlicht als First Class. Dahinter verbirgt sich eine klassische amerikanische Inlands-First, die mit einer internationalen First Class wenig gemein hat. Die Sitze sind breiter, der Sitzabstand ist größer, zu einem flachen Bett lassen sie sich allerdings nicht verstellen. Für die Gäste an Bord gibt es zumeist Steckdosen und WLAN zum Arbeiten.
Dafür gibt es Delta First in so gut wie jedem Flugzeug, das innerhalb Nordamerikas unterwegs ist. Selbst das kurze Stück von Atlanta nach Orlando lässt sich so in der ersten Reihe genießen. Je nach Flugzeugmuster stehen dabei zwölf bis zwanzig Plätze zur Verfügung.
Je nach Dauer des Flugs dürfen sich Passagiere der Delta First auch auf ein Speisenangebot freuen, die Getränke sind stets im Preis enthalten, ganz gleich, ob alkoholischer oder nicht-alkoholischer Natur. Betreut werden die Passagiere von ausgewählten Flugbegleitern, die sich ausschließlich um die vorderste Kabine kümmern. Auch vor und nach dem Flug genießen die Gäste besondere Services wie Priorität an Check-in, Sicherheitskontrollen und Gepäckausgabe.

Auf längeren internationalen Strecken ist Delta mittlerweile mit Delta One unterwegs. Anders als der Name vermuten lässt, verbirgt sich dahinter aber eher eine Business Class. In puncto Komfort ist auch diese nicht zu vernachlässigen und kann aufgrund ihrer hohen Privatsphäre durchaus punkten. Vergleichbar ist das Bordprodukt trotz der Anlehnung an die First Class definitiv eher mit einer internationalen Business Class.
Wer innerhalb Nordamerikas einmal in der Delta First fliegen möchte, kann ein entsprechendes Ticket auch mit Meilen erwerben. Einen festen Meilenpreis gibt es dabei allerdings nicht: Delta SkyMiles arbeitet vollständig dynamisch und veröffentlicht keine Award-Chart. Je nach Strecke, Datum und Nachfrage reicht die Spanne von rund 25.000 Meilen auf kurzen Verbindungen bis deutlich über 100.000 Meilen für gefragte Transkontinentalflüge. Bei Partnerprogrammen könnt Ihr die Delta First häufig zu Business Class Preisen buchen – das ist auch nachvollziehbar, denn mit einer echten internationalen First Class hat das Produkt nichts zu tun.
Fazit zu den SkyTeam Airlines mit First Class
Anders als man es vielleicht vermuten mag, haben tatsächlich einige Mitglieder der SkyTeam Allianz eine First Class. Dahinter verstecken sich sogar Airlines, die man nicht direkt im Kopf hat, wenn man an das Thema First Class denkt. Mit Air France ist zwar auch ein europäischer Vertreter dabei, die Mehrheit der First Class Kabinen im SkyTeam findet sich aber in Asien und im Nahen Osten. Und die Zahl der Anbieter schrumpft weiter: Korean Air baut die erste Klasse aus der Boeing 777-300ER aus, Garuda Indonesia verkauft sie nur noch auf einer einzigen Strecke.
Wer die First Class im SkyTeam gezielt ansteuern will, hat es realistisch mit drei Kandidaten zu tun. Air France bietet das mit Abstand beste Gesamterlebnis, verlangt dafür aber mindestens Flying Blue Platinum und gibt keine Prämienplätze an Partner ab. Korean Air ist mit 80.000 SkyPass Meilen pro Strecke in der Nebensaison die attraktivste Einlösung, verliert die First Class aber schrittweise. Und Saudia ist mit 62.500 ALFURSAN Meilen ab Europa der günstigste Einstieg, sofern Ihr auf Alkohol an Bord verzichten könnt. China Eastern und Xiamen bleiben Nischenoptionen, und bei Garuda Indonesia solltet Ihr das Produkt eher als Glücksfall denn als planbare Buchung betrachten.





