Es war doch eine kleine Überraschung: Am Sonntag wurde Philippine Airlines als neues Mitglied oneworld Allianz vorgestellt. Für Meilensammler und Vielflieger sind das gute Nachrichten.
In den vergangenen Jahren stand die Zukunft großer Luftfahrtallianzen teilweise infrage. Individuelle Joint Venture, Austritte und eine fehlende Dynamik haben dafür gesorgt, dass die Modelle veraltet wirkten. Doch mit den Entwicklungen rund um die oneworld Allianz – eine der drei großen Allianzen neben der Star Alliance und SkyTeam – scheint sich das Blatt zu wenden – aus Verbrauchersicht ergeben sich dadurch gleich mehrere positive Effekte.
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Noch mehr Flexibilität bei der Einlösung von Meilen
Das liegt schon daran, dass jede Erweiterung einer Luftfahrtallianz die Meilen und damit auch Vielfliegerprogramme aller teilnehmenden Fluggesellschaften automatisch aufwertet. Wer etwa im British Airways Club sammelt, kann diese Meilen seit wenigen Jahren bei Alaska Airlines, Hawaiian Airlines, Oman Air und in Kürze dann auch bei Philippine Airlines einlösen.
Sicherlich ist dabei nicht jede Option für jeden Reisenden gleich relevant, doch allein die zusätzliche Flexibilität und die damit einhergehenden Möglichkeiten sind eine positive Entwicklung. So darf man sich mitunter auch schlicht auf bessere Verfügbarkeiten freuen, wenn mit einer bestimmten Meilenwährung mehr Airlines gebucht werden können als zuvor.

Aus deutscher Perspektive ist das sogar besonders wichtig, denn hierzulande sind flexible Punktewährungen deutlich weniger verbreitet als etwa in Nordamerika. Zwar gibt es mit American Express Membership Rewards, Klarna Cashback und Revolut RevPoints mittlerweile drei Optionen, doch auf ganz so viele Partner wie bei nordamerikanischen Programmen kann man dennoch nicht zugreifen.
Wenn nun allerdings zumindest eine Allianz wieder verstärkt wächst und damit mehr Möglichkeiten zum Einlösen bietet, sind das hervorragende Möglichkeiten. Gerade dank der flexiblen Avios-Währungen, die nahezu überall eingebunden sind, ergeben sich etwa für Inhaber einer American Express Kreditkarte spannende neue Optionen.
Neue Partner waren zuvor vielfach kaum mit Meilen buchbar
Dass das neue Wachstum der Allianzen aus Sicht von Meilensammlern ein großer Gewinn ist, liegt auch an den spezifischen Fluggesellschaften. Vor dem Beitritt von Alaska Airlines zur oneworld Allianz war es kaum möglich, an Meilen zu kommen, mit denen sich die US-amerikanische Airline buchen lässt. In den USA war das durch die Einbindung von Alaska Atmos (früher noch unter dem Namen Alaska Mileage Plan) in verschiedene Programme deutlich einfacher.
Ganz ähnlich sah es auch bei Hawaiian Airlines aus, die mit einem Umweg – der Übernahme durch Alaska Airlines – den Weg in die Allianz gefunden hat. Die mit Blick auf Flüge nach Hawaii sicherlich aus vielerlei Perspektive besonders spannende Airline lässt sich mittlerweile etwa über das Programm von British Airways problemlos mit Meilen buchen – noch vor drei Jahren war das undenkbar.

Zumindest nicht komplett unmöglich war derweil in der Vergangenheit die Buchung von Flügen mit Oman Air, dem letzten Mitglied, das sich der oneworld Allianz angeschlossen hat. Über Etihad Guest gab es zwar Optionen einer Buchung mit Meilen, diese waren technisch aber kompliziert zu buchen und sind über die Jahre auch immer teurer geworden.
Kurioserweise sieht es bei Philippine Airlines nahezu genauso aus, auch diese Airline ist über Etihad Guest buchbar. Doch mit dem Abschied des Programms aus der Welt der American Express Transferpartner fällt diese Option weg. Umso attraktiver ist es, dass die Buchung zukünftig problemlos etwa über den Qatar Airways Privilege Club möglich ist – genauso wie auch bei Oman Air.
Zusätzliche Vorteile für Vielflieger und Statusinhaber
Dass die Erweiterung von Allianzen eine gute Sache ist, liegt allerdings nicht nur an den Optionen für Prämienflüge. Generell dürften sich auch Vielflieger freuen, denn ob bei Oman Air oder Hawaiian Airlines – auf einmal bringt ein Status bei einer der Airlines der Allianz in mehr Regionen und auf mehr Flügen auch echte Vorteile.
Diejenigen, die sich dabei auf die oneworld Allianz konzentrieren, dürften sich dabei in den vergangenen Jahren besonders freuen – gerade auch in aufstrebenden Weltregionen sowie rund um beliebte Urlaubsziele. Ob Royal Air Maroc, Oman Air oder zukünftig eben Philippine Airlines – in Regionen Meilen auf Flügen sammeln zu können und von Statusvorteilen zu profitieren, in denen es zuvor kaum Optionen gab, ist ein großer Gewinn.

Dazu kommt, dass die neuen Mitglieder der oneworld Allianz allesamt auf Expansion und eine moderne Flotte setzen. Ob Alaska Airlines mit ihrer Langstreckenexpansion, Philippine Airlines mit einer Flotte neuer Airbus A350 oder Oman Air mit seinem gewohnt guten Produkt – auch qualitativ ergeben sich für oneworld-Vielflieger attraktive neue Optionen.
Genau dasselbe gilt natürlich auch für Meilensammler, die sich schon jetzt, aber mit dem Beitritt von Philippine Airlines in einigen Monaten noch umso mehr, auf mehr Möglichkeiten zum Meilen einlösen freuen dürfen. Dass gerade flexible Punktewährungen hier neue Optionen bieten, auch auf Flügen von Europa nach Asien, dürfte in komplexen Zeiten rund um die Entwertung von Meilen fraglos eine angenehme Nachricht sein.
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