Seit SAS im September 2024 von der Star Alliance zu SkyTeam gewechselt ist, hat sich beim SAS EuroBonus Meilen einlösen einiges verändert. Prämienflüge mit SAS selbst bleiben die beste Einlösung, sind aber seit Dezember 2025 auf der Langstrecke teurer geworden. Bei den Partnerairlines gilt inzwischen eine eigene SkyTeam Tabelle.

In diesem Guide zeigen wir, wie viele Punkte Ihr für Prämienflüge mit SAS und den Partnern braucht, welche Gebühren anfallen und wie die Buchung funktioniert.

Das Wichtigste in Kürze: Ein Business Class Prämienflug mit SAS auf der Langstrecke kostet seit dem 1. Dezember 2025 60.000 Punkte pro Strecke, Flüge zwischen Deutschland und Skandinavien gibt es ab 10.000 Punkten in der Economy Class. Treibstoffzuschläge erhebt SAS EuroBonus nicht. Prämienflüge mit SkyTeam Partnern wie Air France, KLM oder Delta kosten deutlich mehr Punkte.

Wie funktioniert das Einlösen bei SAS EuroBonus?

Im Vielfliegerprogramm von SAS gibt es zwei Arten von Punkten: Bonuspunkte, mit denen Ihr Prämien bezahlt, und Levelpunkte, die nur für den Status zählen. Die früheren Begriffe Basic Points und Extra Points gibt es seit dem Wechsel zu SkyTeam nicht mehr. Einlösen könnt Ihr ausschließlich Bonuspunkte.

Seit dem 1. September 2024 ist SAS Mitglied von SkyTeam. Prämienflüge mit Lufthansa, Swiss oder anderen Star Alliance Airlines lassen sich seitdem nicht mehr mit EuroBonus Punkten buchen. Dafür stehen Euch Air France, KLM, Delta, Virgin Atlantic, Korean Air und die übrigen SkyTeam Airlines offen.

Scandinavian Airlines A320neo
Auf Flügen mit SAS bekommt Ihr für Eure EuroBonus Punkte meist den besten Gegenwert

Auch abseits der Allianz hat sich das Partnernetz verändert. Widerøe ist seit dem 16. Oktober 2025 kein EuroBonus Partner mehr, Prämienflüge mit der norwegischen Regionalairline sind seitdem nicht mehr buchbar. Neu hinzugekommen ist dagegen TAP Air Portugal, deren Flüge Ihr inzwischen auch mit Punkten buchen könnt, Etihad Airways bleibt als Partner erhalten.

Eure Bonuspunkte sind bis zum Ende des vierten Jahres nach dem Qualifikationszeitraum gültig, in dem Ihr sie gesammelt habt, also je nach Zeitpunkt rund vier bis fünf Jahre. Nur bei Diamond Mitgliedern verfallen sie nicht.

Wie viele Punkte kostet ein Prämienflug mit SAS?

Für Flüge mit SAS gibt es weiterhin eine feste Prämientabelle nach Zonen. Wichtig für Euch: Deutschland gehört zur Zone Nordic+, zusammen mit Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen und Polen. Ein Flug von Hamburg nach Oslo kostet deshalb genauso viele Punkte wie ein Flug innerhalb Skandinaviens zwischen zwei Ländern. So sieht die Tabelle für einen Oneway Flug aus:

Strecke (Oneway)Economy ClassBusiness Class
Inland Dänemark, Norwegen, Schweden5.000 Punktenicht verfügbar
Innerhalb Nordic+ (inkl. Deutschland)10.000 Punkte20.000 Punkte
Nordic+ und übriges Europa15.000 Punkte35.000 Punkte
Zwischen zwei Ländern im übrigen Europa25.000 Punkte40.000 Punkte
Nordamerika und Asien30.000 Punkte60.000 Punkte

Auf der Langstrecke gibt es zusätzlich die Premium Economy für 45.000 Punkte pro Strecke. Die Werte für die Business Class auf Kurz- und Mittelstrecken gelten seit dem 1. Oktober 2025, als SAS in Europa die neue Business Class eingeführt und SAS Plus abgeschafft hat. Am 1. Dezember 2025 folgte die Erhöhung auf der Langstrecke: Die Business Class stieg von 50.000 auf 60.000 Punkte, die Premium Economy von 40.000 auf 45.000 Punkte. Details dazu lest Ihr in unserer News zur Abwertung.

SAS Business Class Europa seit Oktober 2025
Seit Oktober 2025 bietet SAS in Europa wieder eine Business Class an, als Prämie ab 20.000 Punkten

Ein Hin- und Rückflug in der Business Class von Deutschland nach Nordamerika oder Asien kostet damit 120.000 statt früher 100.000 Punkte. Trotz der Erhöhung bleibt das ein fairer Wert, zumal der Zubringer ab Deutschland über Kopenhagen, Oslo oder Stockholm im Preis enthalten ist, sofern Prämienplätze verfügbar sind.

Besonders gut ist der Gegenwert bei Zielen, die bezahlt teuer sind, etwa Spitzbergen, die Färöer Inseln oder Nordnorwegen. Für 10.000 Punkte pro Strecke kommt Ihr ab Deutschland zu jedem SAS Ziel in der Zone Nordic+, auch wenn ein Ticket dorthin oft mehrere hundert Euro kostet.

Welche Steuern und Gebühren fallen bei SAS Prämienflügen an?

Der große Vorteil von SAS EuroBonus: Auf Prämienflüge werden keine Treibstoffzuschläge erhoben. Ihr zahlt nur Steuern und Flughafengebühren, die je nach Abflugort und Strecke unterschiedlich hoch sind. Bei unseren Stichproben im Jahr 2025 lagen die Zuzahlungen für einen Business Class Hin- und Rückflug ab Deutschland auf die Langstrecke bei rund 100 bis 190 Euro.

Bei Abflügen aus den USA sind die Gebühren oft noch niedriger, weil dort kaum Abgaben anfallen. Für Flüge mit Partnerairlines können die Zuzahlungen dagegen höher ausfallen, sie hängen von der ausführenden Airline und dem Abflugland ab.

Achtung: Innerhalb von 24 Stunden nach der Buchung könnt Ihr Prämienflüge kostenlos stornieren. Danach verlangt SAS für Änderungen und Stornierungen von Partnerprämien 25 Euro innerhalb Europas und 75 Euro auf internationalen Strecken pro Person.

Ändern oder stornieren könnt Ihr bis 24 Stunden vor Abflug, gültige Punkte werden Eurem Konto dann wieder gutgeschrieben, abgelaufene Punkte allerdings nicht.

Wie löst man EuroBonus Punkte bei SkyTeam Partnern ein?

Für Prämienflüge mit Partnerairlines gilt eine eigene Tabelle, die nach Regionen gestaffelt ist. Sie ist auf Hin- und Rückflüge ausgelegt, ein Oneway Flug kostet 60 Prozent davon. Seit dem 1. Dezember 2025 gelten deutlich höhere Werte, besonders innerhalb Europas. Für einen Hin- und Rückflug in der Business Class ab Europa braucht Ihr:

Region ab EuropaBusiness Class (Hin- und Rückflug)
Innerhalb Europas80.000 Punkte
Nordafrika und Naher Osten130.000 Punkte
Nordamerika140.000 Punkte
Zentralamerika und Karibik180.000 Punkte
Südliches Afrika180.000 Punkte
Zentral-, Ost- und Südasien180.000 Punkte
Südamerika190.000 Punkte
Südostasien190.000 Punkte
Pazifik280.000 Punkte

Im Vergleich zu SAS selbst sind Partnerflüge also deutlich teurer: Nach Nordamerika zahlt Ihr mit Air France, KLM oder Delta 140.000 Punkte, mit SAS nur 120.000. Interessant sind die Partner vor allem für Ziele, die SAS nicht anfliegt, etwa in Afrika, Südamerika oder Südostasien.

KLM Boeing 737 900 in SkyTeam Lackierung
Seit dem SkyTeam Beitritt löst Ihr EuroBonus Punkte auch bei KLM, Air France und Delta ein

Die Partnersuche findet Ihr auf der SAS Website erst nach dem Login in Euer EuroBonus Konto. Economy und Business Class mit den meisten SkyTeam Airlines sind online buchbar, seit 2026 auch die Premium Economy bei Delta und Virgin Atlantic. Prämienflüge mit Etihad gibt es nur zwischen Skandinavien oder Europa und Abu Dhabi, nach einer eigenen Tabelle ab 70.000 Punkten in der Economy Class. Für Partnerprämien erhebt SAS eine Buchungsgebühr, die seit dem 5. Mai 2026 je nach Strecke und Klasse 25, 45 oder 95 Euro pro Person beträgt und bei einer Stornierung erstattet wird.

Prüft vor der Buchung mit Air France oder KLM immer auch Flying Blue. Durch die dynamischen Preise ist Flying Blue häufig teurer, an einzelnen Terminen oder mit Promo Awards aber auch günstiger als EuroBonus.

Wie bucht man einen Prämienflug bei SAS EuroBonus?

Prämienflüge mit SAS bucht Ihr direkt auf flysas.com oder in der SAS App. So geht Ihr vor:

  1. In Euer EuroBonus Konto einloggen.
  2. In der Flugsuche Strecke und Datum eingeben und die Suche mit Punkten auswählen.
  3. Im Kalender die Tage mit verfügbaren Prämienplätzen prüfen und Flug sowie Reiseklasse wählen.
  4. Punkte einlösen und Steuern und Gebühren mit Karte bezahlen.

Prämienplätze bei SAS sind auf beliebten Langstrecken schnell vergeben, vor allem in der Business Class und in den Ferienzeiten. Mit etwas Flexibilität beim Datum und frühzeitiger Planung steigen Eure Chancen deutlich. Für Partnerairlines lohnt es sich, Verfügbarkeiten vorab mit Suchtools zu prüfen, wie wir es in unserem Guide zu Prämienverfügbarkeiten im SkyTeam zeigen.

SAS Business Class Airbus A330
Die SAS Business Class auf der Langstrecke kostet seit Dezember 2025 60.000 Punkte pro Strecke

Neben klassischen Prämienflügen könnt Ihr auch jeden regulären SAS Flug ganz oder teilweise mit Punkten bezahlen. Silver, Gold und Diamond Mitglieder erhalten dabei 5, 10 beziehungsweise 30 Prozent Rabatt. Der Gegenwert pro Punkt liegt dabei aber deutlich unter dem eines Prämienflugs aus der Tabelle.

Welche anderen Einlösemöglichkeiten gibt es?

Außer für Flüge könnt Ihr EuroBonus Punkte für Upgrades auf SAS Flügen einsetzen. Dafür gebt Ihr ein Gebot ab, wie viele Punkte Ihr für die höhere Reiseklasse zahlen wollt. Statusmitglieder erhalten dabei einen Aufschlag von 10 bis 30 Prozent auf ihr Gebot, ob es angenommen wird, entscheidet SAS kurz vor Abflug.

Daneben gibt es Hotelnächte, Mietwagen und Produkte im EuroBonus Shop. Wie bei den meisten Vielfliegerprogrammen ist der Gegenwert hier aber deutlich schlechter als bei Prämienflügen. Wir raten Euch deshalb, die Punkte für Flüge zu sparen.

Wie kommt man an EuroBonus Punkte?

Für Reisende aus Deutschland ist American Express der einfachste Weg. Membership Rewards Punkte lassen sich im Verhältnis 5:4 zu SAS EuroBonus übertragen, ab 1.000 Punkten. Aus 75.000 Membership Rewards Punkten werden so 60.000 EuroBonus Punkte und damit ein Business Class Oneway Flug mit SAS auf die Langstrecke. Alle Partner und Kurse findet Ihr in unserer Übersicht der Amex Transferpartner.

Scandinavian Airlines Airbus A350
Membership Rewards Punkte von American Express tauscht Ihr im Verhältnis 5:4 in EuroBonus Punkte

Natürlich sammelt Ihr auch auf Flügen mit SAS und den SkyTeam Partnern Punkte. Wer bereits einen Status hat, bekommt auf SAS Flügen zusätzlich einen Bonus von 25 bis 75 Prozent auf die Bonuspunkte. Welche Statusstufen es gibt und was sie bringen, lest Ihr in unserem Guide zu den SAS EuroBonus Statuslevel.

Überweist Punkte erst dann, wenn Ihr einen konkreten Prämienflug gefunden habt. Ein Transfer von Amex ist nicht umkehrbar, und Prämienplätze bei SAS können schnell wieder verschwinden.

Fazit: Lohnt sich das Meilen einlösen bei SAS EuroBonus?

Auch nach dem Wechsel zu SkyTeam und den Abwertungen im Herbst 2025 lohnt sich das Einlösen bei SAS EuroBonus, vor allem für Flüge mit SAS selbst. Mit 60.000 Punkten pro Strecke in der Business Class nach Nordamerika oder Asien, ohne Treibstoffzuschläge und mit Zubringer ab Deutschland, bleibt das Programm konkurrenzfähig. Auch Kurzstrecken in abgelegene Ecken Skandinaviens sind ab 10.000 Punkten ein guter Deal.

Prämienflüge mit Air France, KLM, Delta und den anderen Partnern sind dagegen spürbar teurer und lohnen sich vor allem für Ziele außerhalb des SAS Netzes. Vergleicht dort am besten immer mit Flying Blue, bevor Ihr Punkte von Amex überweist.

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Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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