Mit dem Morea House Camps Bay hat Ende 2025 ein neues Boutique-Hotel der Autograph Collection in einer der schönsten Lagen Kapstadts eröffnet – direkt am Strand. Alle Eindrücke, Stärken und Schwächen fasse ich in meiner ausführlichen Morea House Camps Bay Bewertung mit vielen Fotos zusammen!
Inhaltsverzeichnis
Der Markt an Luxushotels in Kapstadt ist ausgesprochen spannend: Die meisten Häuser liegen an der schicken Waterfront, dazu kommen ausgewählte Adressen in der Stadt selbst – etwa das The Westin Kapstadt oder das Mount Nelson, das ich in meiner Belmond Mount Nelson Bewertung ausführlich vorgestellt habe. Echte Strandhotels im Luxussegment gab es dagegen lange nicht – das hat sich nun geändert. Inwieweit es sich lohnt, ein wenig außerhalb der Innenstadt direkt am Meer zu residieren, zeigt mein Morea House Camps Bay Review!
Morea House Camps Bay – die Buchung
Als wir bei der Planung unserer Südafrika-Reise das erste Mal auf das Morea House gestoßen sind, stand für uns schnell fest: Dieses Hotel wollen wir testen. Profitieren konnten wir dabei von einer speziellen Rate für die Reiseindustrie – regulär beginnen die Preise im Winter bei etwa 500 Euro pro Nacht, ein leider recht typischer Preis für den Hotelmarkt in Kapstadt.
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Immerhin gibt es die Möglichkeit, dank einer Buchung über suitespot nicht nur von einem VIP-Service, sondern auch von umfangreichen Vorteilen zu profitieren – das Morea House gehört zur Autograph Collection von Marriott.
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Vor Ort durften wir uns über einen freundlichen Empfang in der stilvollen Lobby freuen, dazu über ein Upgrade auf ein Zimmer mit Meerblick im ersten Stock. Auch ein Willkommensgetränk wurde gereicht.
Auf dem Zimmer stand zudem ein Willkommensgeschenk bereit. Dieses ist allerdings scheinbar immer gleich – bei einem zweiten Aufenthalt auf derselben Reise fanden wir wegen einer Umplanung exakt dasselbe noch einmal vor.
Aufgefallen ist mir ansonsten, dass man sich mit Upgrades ein wenig schwertut und ungern von Zimmern ohne Blick auf solche mit Ausblick aufwertet – die großzügige Geste wurde mehrfach betont, trotz Marriott Bonvoy Platinum Status.
Morea House Camps Bay – die Lage
Wenn mich eine Sache bei meiner Morea House Camps Bay Bewertung in jeder Hinsicht begeistert hat, dann ist es die Lage. Das Hotel ist nur durch eine Straße vom Strand getrennt und bietet aus einigen öffentlichen Bereichen sowie vielen Zimmern einen Traumblick auf das Meer.
Mit wenigen Schritten steht man am wirklich schönen Strand und kann es sich gerade im Sommer gutgehen lassen. Ebenso gelangt man schnell zu den Stränden von Clifton und kann entlang der Küstenstraße tolle Roadtrips unternehmen – oder einfach spazieren und joggen gehen.
Camps Bay selbst ist zudem sehr sicher, sodass man sich auch nachts auf den Straßen bewegen kann. Rund um das Hotel finden sich viele Restaurants und Bars, an Auswahl mangelt es also nicht.
Wie in Kapstadt üblich, ist das Parken in der bewachten Garage des Hotels kostenlos – ein Mietwagen kann daher eine gute Option sein, wenn man die Umgebung erkunden möchte. Zum Flughafen braucht man je nach Tageszeit zwischen 25 und 45 Minuten, an die Waterfront rund 15 Minuten.
Morea House Camps Bay – das Zimmer
Mit insgesamt 90 Zimmern ist das Morea House klar als Boutique-Hotel einzuordnen. Die Zimmer fallen eher kompakt aus – schon die angegebenen 28 Quadratmeter erscheinen mir großzügig gerechnet. Das Design ist modern und zurückhaltend und erinnert ein wenig an die EDITION Hotels.
Zur Wahl stehen Deluxe Zimmer und eine minimal größere Variante davon, jeweils mit Blick auf die umliegenden Straßen oder die Berge. Darüber liegen die Executive Zimmer mit Meerblick, die sich meist im ersten Stock befinden. Hinzu kommen mehrere Suiten wie die Azure Suite, die Levantine Suite und die Morea Signature Suite – groß sind auch diese nicht, dafür ist die Lage im dritten oder vierten Stock ein Highlight.
Der Eingangsbereich
Der Schnitt der Zimmer ist aus meiner Sicht klassisch, was sich am langgezogenen Gang im Eingang zeigt, von dem unter anderem das Badezimmer abgeht.
Allzu viel Platz gibt es hier nicht, dafür aber zwei große Einbauschränke, die für ausreichend Stauraum sorgen – sowohl zum Legen als auch zum Hängen. Natürlich finden sich auch ein Safe sowie jede Menge Kleiderbügel. Positiv aufgefallen sind mir die sehr bequemen Bademäntel und die komfortablen Slipper.
Neben den Einbauschränken steht die Minibar, die gut gefüllt, gleichzeitig aber nicht gerade günstig bepreist ist.
Darüber ist eine Kaffeemaschine platziert, die ebenso wie die bereitgestellten Kapseln und die Milch kostenfrei nutzbar ist. Wasser in Flaschen wird täglich ausreichend und ohne Aufpreis gestellt. An den Standards, die man in einem Luxushotel erwartet, fehlt es hier also nicht.
Das Schlafzimmer
Dieser Grundgedanke setzt sich im eigentlichen Schlafbereich fort, der mit hellen Farben und modernem Design aufwartet – passend zur Lage am Strand.
Herzstück ist wenig überraschend das große und sehr bequeme Bett im King-Format; hochwertig sind auch Kissen und Bettwäsche. Über dem Bett hängt ein künstlerisches Element, seitlich sorgen zwei Nachttische für ausreichend Ablagefläche. Steckdosen und eine Lichtsteuerung sind ebenfalls vorhanden.
Abgesehen vom Flachbildfernseher gegenüber des Bettes gibt es zu diesem Bereich wenig zu berichten. Spannender ist der kleine Wohn- und Arbeitsbereich näher am Fenster: Auf der einen Seite steht ein bequemer Sessel nebst niedrigem Tisch, auf dem auch das kleine Willkommensgeschenk platziert wird.
Dazu kommt ein nicht besonders tiefer, aber einigermaßen breiter Schreibtisch mit kleinem Hocker – wirklich zum Arbeiten ist dieser Bereich allerdings nicht geeignet.
Das eigentliche Highlight des Zimmers ist ohnehin der Ausblick, den man durch ein enorm großes Schiebefenster genießt. Über die Straße hinweg blickt man auf die Promenade, die Palmen, den Strand und das Meer – wirklich toll.
Man muss dabei bedenken, dass man im ersten Stock wohnt, sodass Passanten vom Gehweg einigermaßen ins Zimmer blicken können, gerade bei komplett geöffnetem Fenster. Vorhänge und verspiegelte Scheiben sorgen aber dafür, dass man sich hier dennoch sehr wohlfühlt und den Traumblick sogar direkt aus dem Bett genießen kann – für mich der Aspekt, der die Meerblick-Zimmer besonders auszeichnet.
Insgesamt gibt es also durchaus Schwächen bei den Zimmern, speziell was die Größe angeht. Dennoch ziehe ich ein positives Fazit, denn Verarbeitungsqualität, Design und nicht zuletzt der Ausblick überzeugen.
Das Badezimmer
Als kompakt, aber ebenfalls ziemlich schick beschreibe ich das Badezimmer. Zwar gibt es kein Tageslicht, die helle Steinverkleidung sorgt aber für eine schöne Atmosphäre – dass der Raum für ein Luxushotel eher klein ist, kann sie freilich nicht ganz verbergen.
So gibt es zwar ein sehr stilvolles Waschbecken, allerdings nahezu keine Ablagefläche, was ich ein wenig unpraktisch fand. Die Toilette befindet sich zudem direkt daneben und ist nicht gesondert abgetrennt.
Nichts auszusetzen hatte ich dagegen an der Dusche: Sie ist überraschend groß gestaltet und bietet neben einem regulären auch einen Regenduschkopf – beide mit hervorragendem Wasserdruck.
Hochwertig sind auch die Pflegeprodukte und die flauschigen Handtücher, die zweimal täglich neu gestellt werden. Nett fand ich zudem die große Auswahl weiterer Annehmlichkeiten in hoher Qualität, etwa ein Rasierset oder eine Bürste.
Unterm Strich zeigt sich das Bad also klein, aber fein – ein Kompromiss, den man angesichts der Lage gut verschmerzen kann.
Morea House Camps Bay – die Gastronomie
Offiziell gibt es im Morea House vier gastronomische Optionen, im Grunde handelt es sich aber um zwei Kombinationen aus Bar und Restaurant. Im Erdgeschoss, das auch öffentlich zugänglich ist, findet man das OMRI Restaurant und daneben eine speziell gestaltete Bar.
Im zweiten Stock, der ausschließlich Hotelgästen vorbehalten ist, liegen das Morea Pool Restaurant und die dazugehörige Bar. Die Karte unterscheidet sich kaum vom Angebot im Erdgeschoss, dafür genießt man hier mehr Privatsphäre und einen schöneren Ausblick.
Das Frühstück
Testen konnte ich unter anderem das Frühstück, das im OMRI Restaurant serviert wird. Platz nehmen kann man im schicken Innenbereich – alternativ steht die Terrasse offen, von der man über die Straße hinweg den Meerblick genießt. Morgensonne gibt es hier allerdings leider nicht.
Serviert wird das Frühstück als Kombination aus Buffet und à-la-carte-Service. Kaffeespezialitäten und Wasser bekommt man am Platz, wobei der Barista-Kaffee einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat.
Das Buffet würde ich als qualitativ gut, bei der Auswahl aber etwas eingeschränkt bezeichnen. Man findet eine gute Auswahl an süßem Gebäck, Brot und Toast, dazu diverse Joghurts, Müslis, Granola und frisches Obst.
Ergänzend gibt es einige herzhafte kalte Optionen, neben Gemüse auch mediterrane Pasten. Säfte, Milchsorten sowie Wurst und Käse stehen in etwas limitierter Auswahl bereit. Warme Speisen bietet das Buffet dagegen nicht – diese bestellt man von einer umfangreichen und kreativen Karte am Platz, ganz ohne Limit, wie viele Gerichte man pro Person ordern darf.
Bei drei Nächten Aufenthalt haben wir verschiedene Gerichte getestet, wobei etwa der Avocado Toast überzeugte – gefragt wird hier sogar, wie durch die Eier sein sollen. Neben Eggs Benedict konnten wir auch ein paar Spezialitäten mit levantinischem Einschlag probieren, die ebenfalls gut geschmeckt haben.
Den Service würde ich als freundlich beschreiben, hin und wieder wurde nachgefragt, ob noch weiterer Kaffee gewünscht sei – entsprechend ziehe ich zum Frühstück ein rundum positives Fazit.
Die Pool Bar
Getestet habe ich zudem die Pool Bar, wobei ich hier nur einen Cappuccino und ein Wasser bestellt habe – Ersterer war von guter Barista-Qualität.
Natürlich gibt es auch ein breites Speisenangebot. Etwas störend fand ich, dass praktisch alle 30 Minuten gefragt wurde, ob man noch etwas wünsche – selbst während eines Nickerchens auf der Poolliege.
Das Abendessen
Im Rahmen meines Aufenthalts konnte ich auch das Abendessen im OMRI testen. Serviert wird in der Regel im Family Style, alternativ lassen sich aber auch volle Hauptgerichte – etwa Fisch oder Fleisch – bestellen.
Die verschiedenen Mezze, die wir gewählt haben, waren allesamt sehr lecker, und auch die Portionen konnten mit ihrer Größe überzeugen.
Der freundliche Service rundete ein wirklich gutes Erlebnis ab. Einzig die Preise sind für die Region Kapstadt ziemlich sportlich – die Qualität ist das aus meiner Sicht aber durchaus wert.
Morea House Camps Bay – die Erholung
Das Erholungsangebot des Morea House reicht von den hoteleigenen Bereichen bis zum Strand direkt vor der Tür – allein dieser ist aus meiner Sicht schon ein Argument für eine Buchung.
Darüber hinaus gibt es ein Fitnessstudio, ein kleines Spa sowie einen Außenpool mit großer Terrasse und tollem Meerblick.
Der Pool
Nur für Hotelgäste zugänglich ist die Terrasse im zweiten Stockwerk. Sie ist sehr stilvoll gestaltet und besteht aus einem Innen- und einem Außenbereich. Neben der Bar und Plätzen zum Essen gibt es hier sehr bequeme Stoffliegen, die allesamt einen direkten Blick auf das Meer bieten.
Diese werden einem bereitet, sobald man sich niederlässt – auf Wunsch werden auch Schirme aufgespannt. Der Pool selbst liegt auf einer Seite der Terrasse und hat eine etwas unpraktische, nahezu quadratische Form.
Richtig schwimmen kann man daher nicht, weil in keine Richtung genug Platz ist. Ganz vorne ist der Pool zudem sehr flach, sodass man hier eher mit den Beinen im Wasser steht und den Blick aufs Meer genießt. Hinter dem Pool gibt es noch ein paar weitere, überdachte Liegen, die ich aber als weniger attraktiv beschreiben würde.
Geht es um etwas Abkühlung oder einfach Entspannung mit tollem Meerblick, ist der Poolbereich also auf jeden Fall ein Gewinn – wer hingegen sportlich schwimmen möchte, wird eher nicht glücklich.
Der Fitnessraum
Ein bisschen schwer tue ich mich mit der Bewertung des Fitnessraums, denn dieser ist zwar sehr modern, zugleich aber komplett innenliegend. Verzichten muss man nicht nur auf Tageslicht, der Raum ist auch recht dunkel gestaltet.
Das Equipment ist allerdings sehr modern und auf höchstem Qualitätsniveau, sodass man problemlos Cardio trainieren kann – wobei sich Camps Bay natürlich auch für eine Joggingrunde an der Promenade anbietet.
Ein Multifunktionsgerät sowie zwei weitere Geräte für einzelne Muskelgruppen ermöglichen auch Krafttraining. Ferner stehen Hantelbänke und Freihanteln bereit, sodass es im Grunde an nichts fehlt.
Allzu groß ist der Fitnessbereich zwar nicht, dafür war er bei meinen Besuchen aber stets leer.
Das Spa
Einen kurzen Blick möchte ich auch in das Spa werfen, wobei ich keine der angebotenen Behandlungen testen konnte.
Stattdessen habe ich mir ein Bild der netten kleinen Sauna mit zugehörigem Kühlbecken und Dusche gemacht.
Zur Nutzung sollte man reservieren, dafür genießt man dann Privatsphäre – was ich durchaus positiv einordne, zumal eine Reservierung auch spontan problemlos möglich ist, sofern gerade kein anderer Gast da ist.
So rundet das kleine, aber feine Wellnessangebot den Aufenthalt stimmig ab.
Morea House Camps Bay – das Fazit
Zusammenfassend ziehe ich in meiner Morea House Camps Bay Bewertung ein positives Fazit. Das Hotel hat ein tolles Design und wirkt ausgesprochen stilvoll, die Lage ist ein absoluter Traum. Der Service ist im Großen und Ganzen gut, aber nicht ganz auf dem Niveau anderer Spitzenhotels in Südafrika – Ähnliches gilt für das Frühstück. Nicht so recht überzeugen konnte mich der Pool, dafür sind die Liegen auf der Terrasse umso schöner. Wer in Kapstadt gerne etwas außerhalb des Trubels mit Urlaubscharakter und direkt am Meer übernachten möchte und dafür ein luxuriöses, wenn auch teures Hotel sucht, macht mit dem Morea House aus meiner Sicht nichts falsch – zumindest, wenn man sich für ein Zimmer mit Meerblick entscheidet.
Der Aufenthalt im Morea House Camps Bay fand im Mai 2026 statt.

