Im Juni 2026 hat Mandarin Oriental sein erstes Haus auf einer Insel im Mittelmeer eröffnet und sich dafür einen der markantesten Flecken Mallorcas ausgesucht. Was Euch in dem neuen Luxusrefugium erwartet, zeige ich Euch in dieser Mandarin Oriental Mallorca Bewertung.
Inhaltsverzeichnis
Offiziell heißt das Haus Mandarin Oriental Punta Negra, Mallorca und hat am 1. Juni 2026 eröffnet. Vorausgegangen war ein jahrelanger Um- und Neubau des früheren Punta Negra Hotels, das 1966 nach Plänen des spanischen Architekten Felipe Sánchez-Cuenca Martínez entstanden war und bis heute unter Denkmalschutz steht. Für den Umbau zeichneten die Architekturbüros HKS und Estudio Lamela verantwortlich, die Innenräume stammen von der französischen Designerin Laura González. Nach dem Four Seasons Formentor vor wenigen Jahren ist es damit die nächste Luxusneueröffnung einer großen Kette auf Mallorca, und das direkt neben dem The St. Regis Mardavall. Im Sommer 2026 wurden noch ausgewählte Bereiche fertiggestellt, den Aufenthalt hat das allerdings kaum beeinträchtigt.
Mandarin Oriental Mallorca – die Buchung
Wir waren auf Einladung von Mandarin Oriental vor Ort, um uns ein Bild von der Neueröffnung zu machen. Auf die Bewertung hat das keinen Einfluss, auf den Preis natürlich schon, deshalb sei es hier transparent gesagt.
Wer regulär bucht, zahlt in der Nebensaison ab etwa 700 Euro pro Nacht. In der Hauptsaison ruft das Haus für viele Kategorien 3.000 Euro und mehr pro Nacht auf. Über suitespot gebucht kommen attraktive Vorteile und ein VIP-Service hinzu, was den Aufenthalt spürbar aufwertet.
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Auf dem Zimmer erwartete uns ein charmantes kleines Willkommensgeschenk, dazu frisches Obst und Wasser. Das ist bei Mandarin Oriental kein Selbstläufer, sondern gehört zu den Gesten, die man von der Marke erwartet.
Weil mein Geburtstag in den Aufenthalt fiel, stand zusätzlich ein Kuchen bereit. Solche Details merkt man sich, und sie zeigen, dass die Gästeinformationen im Haus tatsächlich ankommen.
Der Check-in fiel dagegen eher enttäuschend aus. Bei der Anreise um 12 Uhr war das Zimmer noch nicht fertig, und auch um 15 Uhr hatte sich daran nichts geändert. Eingecheckt wird zwar im Sitzen, die Lobby ist aber recht klein und war entsprechend voll. Ein Willkommensgetränk oder ein kaltes Tuch gab es nicht.
Von anderen Häusern der Marke kenne ich das anders. Zuletzt im Mandarin Oriental Wien oder auch im Mandarin Oriental Costa Navarino lief die Ankunft deutlich souveräner ab. Für ein Haus, das erst wenige Wochen offen war, ist das erklärbar, für den aufgerufenen Preis aber trotzdem zu wenig.
Mandarin Oriental Mallorca – die Lage
Das Resort liegt in der Gemeinde Calvià an der Costa d’en Blanes, unmittelbar bei Portals Nous und dem Yachthafen Puerto Portals. Praktischer könnte die Lage für einen Mallorca-Aufenthalt kaum sein.
Mit dem Taxi ist man in knapp 15 Minuten im Stadtzentrum von Palma, Andratx ist ähnlich weit entfernt. Zum Flughafen sollte man 25 bis 30 Minuten einplanen. Wer die Insel erkunden möchte, hat also kurze Wege in beide Richtungen.
Der eigentliche Trumpf ist die Position an der Spitze der Landzunge Punta Negra. Dadurch hat das Hotel einen umlaufenden Blick auf die Bucht und das Meer, und zwar aus fast jedem Bereich der Anlage.
Die Atmosphäre ist entsprechend privat. Zwei kleine Buchten sind direkt vom Grundstück aus zugänglich. Große Sandstrände liegen dagegen etwas weiter entfernt, wer den klassischen Strandtag sucht, muss also ins Auto oder ins Taxi.
Abends lohnt sich ein Spaziergang über das Gelände. Die Wege führen an der Küste entlang, und die Sonne verschwindet direkt hinter der gegenüberliegenden Landzunge.
Mandarin Oriental Mallorca – das Zimmer
Die Anlage besteht aus dem alten, komplett entkernten und renovierten Gebäude sowie drei Neubauten. Insgesamt kommt das Haus auf 131 Zimmer und Suiten, darunter 26 Suiten und neun sogenannte Casitas, also kleine Häuschen mit eigenem Garten und direktem Meerblick. Deren Privatsphäre ist allerdings nicht in jedem Fall ideal.
Auffällig ist, wie fein das Haus die vergleichsweise geringe Zimmerzahl untergliedert: Es gibt mehr als zwanzig verschiedene Kategorien. Alle Zimmer sind modern und hell gestaltet und verfügen über einen eigenen Außenbereich. Den schönsten Blick bieten die Zimmer im ehemaligen Punta Negra Hotel, die nicht direkt auf den Pool schauen.
Neben Zimmern und Suiten mit Meerblick gibt es Garden View Zimmer, von denen man eingeschränkt ebenfalls das Meer sieht, sowie Zimmer mit eigener Terrasse und Pool im Erdgeschoss. Wir waren in einem Garden View Zimmer untergebracht, also der Standardkategorie.
Der Eingangsbereich
Schon beim Betreten merkt man, dass die Standardkategorie mit gut 40 Quadratmetern großzügig ausfällt. Kleiner sind lediglich die Sea View Zimmer im Altbau.
Es gibt ein eigenes kleines Entrée mit einem Tischchen, dazu zwei große Schränke mit reichlich Ablagefläche. Zwischen den beiden Schränken liegt eine Verbindungstür, wovon das Hotel generell sehr viele hat. Vom Eingangsbereich gelangt man sowohl ins Bad als auch ins Zimmer selbst.
Wer länger bleibt, wird die Aufteilung zu schätzen wissen. Koffer und Kleidung verschwinden vollständig, bevor man den eigentlichen Wohnraum überhaupt betritt.
Das Schlafzimmer
Der eigentliche Raum hat eine sehr angenehme Größe und ist dank der Fensterfront ausgesprochen hell. Man merkt sofort, dass hier auf hochwertige und luxuriöse Materialien gesetzt wurde, der Schnitt selbst ist ansonsten typisch für ein Hotelzimmer.
Das Bett ist groß und bequem, überzeugt aber vor allem mit hervorragenden Kissen und toller Bettwäsche. Abends kommt der Turndown-Service vorbei und legt Wasser sowie Hausschuhe im Eingangsbereich bereit.
Auf beiden Seiten steht jeweils ein großer Nachttisch. Sämtliche Lichtschalter inklusive Dimmung sind von dort erreichbar, dazu gibt es Steckdosen sowie USB-A- und USB-C-Buchsen. Klingt banal, ist in der Praxis aber genau das, was man nachts sucht.
Gegenüber des Bettes gibt es eine große Ablage und darüber einen Flachbildfernseher. Dieser lässt sich durch eine verschiebbare Wand komplett verstecken, was dem Raum tagsüber deutlich guttut.
Zur Fensterfront hin schließt sich ein kleiner Wohnbereich an, auf der einen Seite mit einer Couch. Daneben steht ein mittelgroßer Tisch mit einem Hocker, der zum Arbeiten oder Essen allerdings nicht ganz ideal ist.
Auf der Gegenseite befindet sich die Minibar in einem kleinen Schränkchen. Wasser mit und ohne Kohlensäure ist genauso kostenfrei wie die Nutzung der Nespresso-Maschine. Insgesamt ein sehr schönes Zimmer, wenngleich ich mir einen richtigen Stuhl wünschen würde.
Wer im Zimmer arbeiten möchte, stößt damit an eine Grenze, die sich mit einem einzelnen Möbelstück beheben ließe. Für einen reinen Urlaubsaufenthalt fällt das dagegen kaum ins Gewicht.
Der Balkon
Alle Zimmer verfügen über einen großen Außenbereich, in unserem Fall über einen breiten Balkon. Die Fläche ist wirklich üppig bemessen.
Umso mehr fällt auf, dass die Möblierung knapp ausfällt. Es gibt lediglich eine Sitzgelegenheit und einen Tisch, obwohl deutlich mehr Platz wäre. Zu zweit kann man sich hier kaum hinsetzen, was schlicht verschenktes Potenzial ist.
Aus dem Garden View Zimmer blickt man auf den Familienpool und im Hintergrund auch ein wenig auf das Meer. Die Bezeichnung der Kategorie ist damit fair gewählt. Zimmer mit Meerblick haben noch einmal einen deutlich schöneren Ausblick.
Wer den Ausblick zum Hauptkriterium macht, sollte den Aufpreis also einplanen. Für Frühstück auf dem Balkon oder einen Kaffee am Nachmittag reicht die Standardkategorie aber vollkommen.
Das Badezimmer
Eines der Highlights des Zimmers ist das ausgesprochen schicke Badezimmer, das über die gesamte Breite des Entrées verläuft.
Der große Doppelwaschtisch bietet mehr als ausreichend Ablagefläche. Wie bei Mandarin Oriental üblich sind umfangreiche Pflegeartikel vorhanden, hier gab es allerdings Probleme mit dem Housekeeping: Beim Check-in waren Teile bereits geöffnet, und nachgelegt wurde nicht konsequent.
In der Mitte des Raums steht eine sehr schöne freistehende Badewanne. Natürlich wird auch Badesalz bereitgestellt, sodass einem langen Abend nichts im Weg steht.
Das zugehörige Tablett ist liebevoll arrangiert und steht griffbereit neben der Wanne. Genau diese Art von Aufmerksamkeit erwartet man in dieser Preisklasse.
Die Dusche ist gesondert abgetrennt und wirklich toll gelungen. Sie ist groß, hat einen hervorragenden Wasserdruck und gleich zwei Duschköpfe. Ein hochwertiger Föhn von GHD liegt ebenfalls bereit.
Die Pflegeprodukte stammen aus der eigenen Kreation von Mandarin Oriental in Zusammenarbeit mit dem omanischen Parfümhaus Amouage. Die Serie trägt den Namen Whispers Of The Fan und wird seit Juni 2026 zunächst in Barcelona, Mallorca und Hongkong ausgerollt.
Die Toilette liegt hinter einer Milchglastür, ist großzügig geschnitten und mit japanischen Funktionen ausgestattet. Insgesamt ein tolles Badezimmer, allerdings kommt Tageslicht nur herein, wenn man die Schiebetür zum Schlafzimmer offenlässt.
Wer morgens gerne im Hellen startet, wird sich daran gewöhnen müssen. Ein echtes Fenster hätte dem Raum gutgetan.
Mandarin Oriental Mallorca – die Gastronomie
Das Haus plant insgesamt sechs gastronomische Konzepte, von denen bei meinem Aufenthalt noch nicht alle geöffnet hatten. Verantwortlich für die Küche ist Executive Chef Sergio De La Plata.
Zentrale Anlaufstelle ist das Leppoc, das Frühstück, Mittag- und Abendessen serviert. Es liegt direkt am Adults Pool und bietet dabei Meerblick, mediterrane und levantinische Küche stehen im Mittelpunkt.
Das eigentliche Highlight ist für mich das Sobretaula, eine Art Tapas-Bar unmittelbar am Meer mit Traumblick über die Felsküste. Wer nur einen Abend hat, sollte ihn hier verbringen.
Daneben gibt es mit Leña by Dani García ein Steakhouse mit Fokus auf dry-aged Fleisch. Das griechisch inspirierte Thalos liegt wie das Steakhouse nahe dem Family Pool und hatte während unseres Aufenthalts nur bis 19 Uhr geöffnet.
Noch nicht eröffnet waren das japanische Restaurant Matsuhisa von Nobu Matsuhisa mit Meerblick vom Rooftop sowie das mexikanische Jacinta. Die ersten Eindrücke vom Food-and-Beverage-Konzept waren aber durchweg sehr positiv.
Das Frühstück
Das Frühstück wird im Leppoc serviert, mit Meerblick und sehr vielen Plätzen auf der Terrasse. Es handelt sich um ein komplettes À-la-carte-Konzept, sodass man während des Frühstücks nicht aufstehen muss.
Einzige Ausnahme ist ein frisch aufgeschnittener iberischer Schinken, an dem man sich selbst bedienen kann. Auf Wunsch wird er einem aber natürlich auch an den Tisch gebracht. Kaffeespezialitäten vom Barista, Wasser und frisch gepresste Säfte kommen ohnehin an den Platz.
Neben dem À-la-carte-Menü wird ein Tablett mit zahlreichen Speisen in kleinen Portionen serviert, darunter Wurst, Käse und Lachs, aber genauso Obst, Joghurt oder Granola. Dazu gibt es einen Brotkorb an den Tisch.
Von der Karte lassen sich diverse Eierspeisen bestellen, darunter selbstverständlich Eggs Benedict. Insgesamt stehen mehr als ein Dutzend weitere Optionen zur Wahl, von Avocado Toast über French Toast bis zu lokalen Speisen.
Die Qualität ist durchweg sehr gut, und jeder Sonderwunsch, der nicht auf der Karte steht, wird sofort erfüllt. Bittet man etwa um andere Obstsorten, kommen sie frisch aufgeschnitten und ansprechend präsentiert an den Tisch.
Auch die süße Seite kommt nicht zu kurz. Die Pancakes sind ein guter Abschluss, und der Service war größtenteils sehr aufmerksam und freundlich.
Unter dem Strich ist das Frühstück eine der klaren Stärken des Hauses und ein Grund, morgens früher aufzustehen als geplant.
Das Abendessen
Beim Aufenthalt konnten wir das Abendessen im Leppoc testen, primär haben wir uns wegen des Meerblicks dafür entschieden. Der Service war sehr freundlich und zuvorkommend, die Karte geht in die mediterrane Richtung mit viel Gemüse, Fleisch und Fisch.
Eine der Spezialitäten ist die Paella, die wir in einer Sondervariante des Tages probiert haben. Sie kommt in der Pfanne an den Tisch und wird dort portioniert.
Die Qualität war herausragend. Bei der Bestellung gab es allerdings zwei Probleme: Zum einen wurde das Fleisch als Rind bezeichnet, war aber Schwein, zum anderen wurde der zusätzlich bestellte Brokkoli zunächst vergessen.
Davon abgesehen war es ein wirklich hervorragendes Abendessen in bester Qualität. Ich würde sogar von der besten Paella sprechen, die ich bislang gegessen habe.
Die Bar
Zum Aperitif waren wir an einem Abend in der Bar direkt am Meer, und das Setting ist dabei wirklich ganz wunderbar.
Die Qualität der Cocktails kann sich ebenfalls sehen lassen, das Angebot ist zudem kreativ.
Natürlich bekommt man auch jeden anderen Cocktail, der nicht auf der Karte steht. Am zweiten Abend hatten wir allerdings große Probleme, überhaupt einen Tisch zu bekommen, und Service wie Kommunikation waren dabei leider katastrophal.
Drinks und Atmosphäre haben das am Ende wieder aufgefangen. Hier zeigt sich aber erneut, dass die Abläufe im Haus noch nicht überall sitzen.
Mandarin Oriental Mallorca – die Erholung
Das Mandarin Oriental Mallorca ist ein Resort, das sich klar auf Erholung fokussiert. Neben zwei großen Außenpools gibt es ein Spa mit Behandlungsräumen und einem Innenpool.
Dazu kommt der direkte Zugang zu zwei Buchten. Weitere Sportarten wie Tennis sind nicht weit entfernt möglich, gehören aber nicht zum Hotel.
Zum Start waren die Pools jeweils noch für alle Gäste zugänglich, mittelfristig ist aber eine Trennung in Family und Adults Pool vorgesehen.
Der Family Pool
Der Pool für Familien liegt etwas weiter weg vom Meer nahe der Rezeption. Dennoch ist er sehr schön in die Natur eingebettet und von Kiefern umgeben.
Das Becken hat eine angenehme Größe und eine wirklich gute Atmosphäre. Hier befindet sich auch das griechische Restaurant, das zugleich den Poolservice mit Snacks und Getränken übernimmt.
Rundherum steht eine große Auswahl an sehr bequemen Liegestühlen und Cabanas bereit. Auf einer eigenen Ebene gibt es zudem ein Becken für Kleinkinder, auch dort mit weiteren Liegen.
Duschen und schattige Plätze runden den Bereich ab. Wer mit Kindern reist, wird sich hier den ganzen Tag aufhalten können, ohne etwas zu vermissen.
Auffällig ist, wie viel Abstand zwischen den einzelnen Liegen bleibt. Von Gedränge kann keine Rede sein, obwohl das Haus gut belegt war.
Der Adults Pool
Das klare Highlight ist der Adults Pool, der an das Leppoc angrenzt und einen beeindruckenden Meerblick bietet. Es handelt sich zwar nicht um einen Infinity Pool, Gestaltung und Größe sind aber sehr angenehm.
Im Becken selbst gibt es ein paar Sitzgelegenheiten, um einfach im Wasser zu entspannen. Rund um den Pool herum stehen Dutzende Liegen, die ebenfalls sehr bequem sind.
Der Poolservice bringt Handtücher, Wasser mit oder ohne Kohlensäure und Sonnencreme und reicht zu bestimmten Zeiten kostenfreie Snacks. Eine charmante Idee ist der Eiswagen, an dem man sich kostenfrei Eis aus vier wechselnden Sorten aussuchen kann.
Wer mehr Rückzug sucht, findet ihn in den Cabanas am Rand des Beckens. Sie lassen sich vollständig abschirmen und sind gerade in der Mittagshitze angenehm.
Problematisch ist allerdings, dass viele Gäste den ganzen Tag über Liegen reservieren und das Personal nicht dagegen vorgeht. Hier braucht es dringend eine bessere Lösung, sonst verliert der schönste Bereich des Resorts seinen Reiz.
Am Morgen ist das Problem noch überschaubar. Wer erst gegen Mittag kommt, hat dagegen kaum noch eine Chance auf einen Platz in der ersten Reihe.
Die Buchten
Was das Mandarin Oriental Mallorca einzigartig macht, ist der direkte Zugang zu zwei Buchten, die man vom Pool aus in wenigen Schritten erreicht.
Diese sind zwar nicht privat, durch die Lage aber für die Öffentlichkeit nicht ganz einfach zugänglich. Morgens ist man hier komplett für sich und kann in Traumatmosphäre schwimmen gehen.
Nachmittags wird es etwas voller, aber man kann ganz entspannt seine Sachen am Pool lassen und eine Runde im Meer schwimmen. Diese Kombination aus Pool und Meer in unmittelbarer Nähe hat auf Mallorca Seltenheitswert.
Der Untergrund ist steinig, Badeschuhe schaden also nicht. Dafür ist das Wasser klar und selbst im Hochsommer erfrischend.
Das Spa
Ähnlich wie in anderen Resorts der Marke liegt auch auf Mallorca ein Fokus auf Wellness und Erholung. Das Haus verfügt über ein großes eigenes Spa mit Indoor- und Outdoor-Behandlungsräumen.
Insgesamt stehen neun Behandlungsräume zur Verfügung, darunter auch Suiten für Paare. Der Empfangsbereich ist bewusst zurückhaltend gestaltet und geht fließend in die Behandlungszone über.
Mit Reservierung können Gäste zudem kostenfrei den Innenpool nutzen, maximal acht Personen gleichzeitig. Dieser dürfte besonders in der Nebensaison attraktiv sein und bietet nicht nur eine gute Länge, sondern auch einige bequeme Liegen.
Daneben gibt es einen Ruheraum, der allerdings primär für Behandlungsgäste gedacht ist. In den nach Geschlechtern getrennten Umkleiden findet sich jeweils eine Sauna.
Wer klassische Thermenbereiche mit mehreren Saunen und großem Wasserangebot erwartet, sollte die Erwartung justieren. Das Spa ist auf Behandlungen ausgelegt, nicht auf stundenlanges Verweilen.
Für einen Regentag oder einen ruhigen Nachmittag reicht das Angebot dennoch vollkommen aus.
Der Fitnessraum
Der Fitnessraum liegt bodentief verglast im Grünen und ist damit einer der angenehmsten Orte zum Trainieren, die ich in einem Resort gesehen habe.
Der Cardiobereich ist mit Laufbändern, Crosstrainern und Bikes ausgestattet, für das Krafttraining stehen Hanteln, Bänke und ein Multifunktionsgerät bereit.
Wasser, Obst und frische Handtücher liegen direkt am Eingang bereit, sodass man nichts mitbringen muss. Geöffnet ist rund um die Uhr.
Wer morgens vor dem Frühstück trainiert, hat den Raum meist für sich allein.
Mandarin Oriental Mallorca – das Fazit
Das Mandarin Oriental Punta Negra ist ein tolles neues Hotel, das mit seiner Lage, einem schicken Design und einer wirklich gelungenen Anlage überzeugt. Die Pools sind toll, die beiden Buchten ein echtes Highlight, und auch die Qualität der Speisen begeistert, sowohl beim Frühstück als auch beim Abendessen.
Der Service ist aktuell allerdings noch nicht auf dem Niveau, das man von einem Mandarin Oriental erwartet. Der zähe Check-in, das inkonsequente Housekeeping und die Abläufe an der Bar zeigen, dass das Haus noch in der Einlaufphase steckt. Bei einer Eröffnung dieser Größenordnung ist das nicht ungewöhnlich, für den Preis aber spürbar.
Genau da liegt der zweite Kritikpunkt: Die Preise sind für das Gebotene derzeit noch zu hoch. Das dürfte sich gerade in der Nebensaison einpendeln, und dann wird das Resort für viele deutlich interessanter. Wer sich an den Anlaufschwierigkeiten nicht stört, bekommt schon jetzt eine der schönsten Hotelanlagen Mallorcas. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wartet die kommende Saison ab. Eine Alternative in unmittelbarer Nähe ist übrigens das Hospes Hotel Maricel in Cas Català.
Der Aufenthalt im Mandarin Oriental Punta Negra, Mallorca fand im August 2026 statt.

