Princess Cruises ist die technisch fortschrittlichste der großen Kreuzfahrtmarken: Der Medallion, ein tragbares Gerät in Münzgröße, ersetzt an Bord Kabinenschlüssel, Bordkarte und Bestellsystem. Wir zeigen Euch die Flotte, die Routen und den Captain’s Circle.
Bekannt geworden ist die Reederei als Kulisse der Serie „Love Boat”, ihr eigentliches Profil hat sie heute aber in Alaska und im Pazifik. Wir aktualisieren diesen Guide laufend – zuletzt im August 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Princess Cruises?
- Was ist MedallionClass bei Princess Cruises?
- Welche Schiffe gehören zur Flotte von Princess Cruises?
- Welche Routen fährt Princess Cruises?
- Welche Kabinen gibt es bei Princess Cruises?
- Was erwartet Euch an Bord von Princess Cruises?
- Was kostet eine Kreuzfahrt mit Princess Cruises?
- Wie bezahlt man an Bord von Princess Cruises?
- Wie funktioniert der Captain’s Circle?
- Wie unterscheidet sich Princess von Royal Caribbean und Celebrity?
- Für wen lohnt sich eine Kreuzfahrt mit Princess Cruises?
- Weitere Kreuzfahrtanbieter im Überblick
- Unser Fazit zu Princess Cruises
Was ist Princess Cruises?
Princess Cruises ist eine US-amerikanische Reederei im gehobenen Massenmarkt. Sie positioniert sich zwischen dem Erlebniskonzept von Royal Caribbean und dem Premiumanspruch von Celebrity Cruises – mit klassischerem Bordstil und deutlich weniger Attraktionen.
Das Alleinstellungsmerkmal liegt nicht im Schiffsdesign, sondern in der Technik an Bord. Mit MedallionClass hat Princess ein System eingeführt, das den Bordalltag stärker verändert hat als jede Rutsche oder Kletterwand.
Princess ist die richtige Wahl für Reisende, die ein ruhiges, klassisches Kreuzfahrterlebnis suchen und Wert auf gute Routenführung legen – nicht für alle, die Unterhaltung im Freizeitparkformat erwarten.
Was ist MedallionClass bei Princess Cruises?
Der Medallion ist ein tragbares Gerät in der Größe eines Geldstücks, das jeder Gast vor der Reise erhält. Es ersetzt die klassische Bordkarte und ermöglicht kontaktloses Einschiffen sowie schlüsselloses Öffnen der Kabinentür.
Darüber hinaus lokalisiert das System Mitreisende an Bord – praktisch, wenn sich eine Familie auf einem großen Schiff verteilt. Über den Lieferdienst OceanNow lassen sich Speisen und Getränke bestellen, die anhand der Position ausgeliefert werden, ganz gleich, wo Ihr Euch gerade aufhaltet.

Ergänzt wird das um Zahlungen ohne Karte, digitale Tischreservierungen und eine vereinfachte Sicherheitsunterweisung. In Summe ist das der konsequenteste Digitalisierungsansatz im Kreuzfahrtmarkt.
Der Medallion ortet Gäste an Bord dauerhaft. Wer damit nicht einverstanden ist, sollte die Datenschutzeinstellungen in der App vor der Reise prüfen – die Ortungsfunktion für Mitreisende lässt sich einschränken.
Welche Schiffe gehören zur Flotte von Princess Cruises?
Princess fährt mit über 15 Schiffen, die sich in Größe und Baujahr deutlich unterscheiden. Die Flotte ist gleichmäßiger aufgestellt als bei anderen Reedereien: Es gibt keine Megaschiffe, dafür viele Einheiten mittlerer Größe.
- Neueste Generation: Sun Princess und Star Princess
- Jüngere Großschiffe: Discovery, Enchanted, Sky, Majestic, Regal und Royal Princess
- Etablierte Flotte: Caribbean, Crown, Emerald, Grand und Ruby Princess
- Kleinere Schiffe für spezielle Routen: Coral, Island, Diamond und Sapphire Princess
Die kleineren Einheiten sind für das Routenprogramm entscheidend, weil sie Ziele anlaufen können, die großen Schiffen verschlossen bleiben – etwa im Rahmen von Alaska- und Asienrouten.

Wer das aktuelle Bordprodukt sehen möchte, bucht am besten die Sun Princess oder die Star Princess – sie tragen die jüngste Ausbaustufe des Bordkonzepts.
Welche Routen fährt Princess Cruises?
Princess gilt als einer der stärksten Anbieter in Alaska und fährt dort mit eigenen Landprogrammen, die Schiffsreise und Bahnfahrt ins Landesinnere verbinden. Daneben liegen Schwerpunkte in der Karibik, in Europa, Asien, Australien und Neuseeland sowie auf Panamakanal-Passagen.
Für Gäste aus dem deutschsprachigen Raum sind die Europasaisons am einfachsten erreichbar. Die eigentliche Stärke der Reederei liegt aber in den langen, seltener angebotenen Routen – Weltreisen und ausgedehnte Pazifikpassagen gehören seit Jahrzehnten zum Programm.

Wer Alaska plant, sollte früh buchen: Die Kombination aus Kreuzfahrt und Landprogramm ist bei Princess das gefragteste Produkt und in der Hochsaison regelmäßig ausgebucht. Die Landprogramme führen unter anderem in den Denali-Nationalpark, den Princess als festen Bestandteil seiner Alaskareisen vermarktet.
Welche Kabinen gibt es bei Princess Cruises?
Die Kabinenstruktur ist klassisch aufgebaut und verzichtet auf Sonderformen, wie sie andere Reedereien anbieten. Dafür ist das Angebot übersichtlich und gut vergleichbar.
- Innenkabinen: die günstigste Kategorie
- Außenkabinen: mit Fenster, teils mit eingeschränkter Sicht
- Balkonkabinen: das Rückgrat der Flotte
- Mini-Suiten: mehr Wohnfläche und ein größerer Balkon
- Suiten: mit erweiterten Serviceleistungen und Zugang zu eigenen Bereichen
Eine Besonderheit sind die Sanctuary-Bereiche, ein aufpreispflichtiger Ruhebereich an Deck, der auf den neueren Schiffen zu einer eigenen Kabinenkategorie mit erweitertem Zugang ausgebaut wurde.
Was erwartet Euch an Bord von Princess Cruises?
Das Bordprogramm ist klassischer aufgebaut als bei den Erlebnisreedereien und setzt auf Abendunterhaltung statt auf Attraktionen. Das bekannteste Merkmal ist Movies Under the Stars, ein Freiluftkino am Pooldeck mit einer rund 300 Quadratfuß großen Leinwand und einer Tonanlage mit 69.000 Watt.
Tagsüber reicht das Angebot von Tanzkursen über Cocktailvorführungen bis zu Spielshows. Wer Ruhe sucht, findet sie in der Sanctuary Collection, dem erwachsenenexklusiven Rückzugsbereich der Flotte.

Kulinarisch arbeitet Princess mit benannten Spezialitätenrestaurants. Dazu zählen Sabatini’s Italian Trattoria mit handgemachter Pasta und The Catch by Rudi mit Fokus auf regional eingekauftem Fisch. Hauptrestaurant und Buffet bleiben im Reisepreis enthalten, die Spezialitätenrestaurants kosten Aufpreis.
Movies Under the Stars läuft auch bei kühleren Temperaturen – Decken und warme Getränke werden gestellt. Auf Alaskarouten ist das einer der beliebtesten Programmpunkte an Bord.
Was kostet eine Kreuzfahrt mit Princess Cruises?
Princess liegt preislich im oberen Massenmarkt und damit meist etwas über Royal Caribbean, aber unter Celebrity. Die Preise schwanken stark nach Route: Alaska und Weltreisen sind deutlich teurer als Karibikrouten gleicher Länge.
Im Reisepreis enthalten sind Unterkunft, Hauptrestaurants, Buffet und das Unterhaltungsprogramm. Getränke, Spezialitätenrestaurants, Landausflüge und WLAN kosten extra. Princess bündelt diese Leistungen in Tarifpaketen, die je nach Aktion unterschiedlich zugeschnitten sind.
Achtet bei Princess besonders auf die Tarifwahl. Die Reederei arbeitet mit gestaffelten Paketen, in denen Getränke, WLAN und Trinkgeld enthalten sein können oder eben nicht – ein Vergleich reiner Kabinenpreise führt hier regelmäßig in die Irre.
Die tagesaktuellen Konditionen prüft Ihr am besten direkt in der Angebotsübersicht, da die Pakete regelmäßig wechseln.
Wie bezahlt man an Bord von Princess Cruises?
Bezahlt wird ausschließlich bargeldlos über das Bordkonto, das beim Check-in mit einer Kreditkarte hinterlegt wird. Der Medallion übernimmt dabei die Funktion der Bordkarte, sodass Zahlungen an Bord ohne Karte auskommen.
Abgerechnet wird in US-Dollar. Eine Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr ist deshalb klar im Vorteil – sie wirkt sowohl auf das Bordkonto als auch auf Ausgaben in den Häfen.
Wie funktioniert der Captain’s Circle?
Der Captain’s Circle ist das Treueprogramm von Princess und funktioniert anders als bei den meisten Wettbewerbern: Statt Punkten zählen abgeschlossene Reisen und Reisetage – und zwar wahlweise. Ihr steigt also auf, sobald eines der beiden Kriterien erfüllt ist.
Die Aufnahme erfolgt automatisch nach der ersten abgeschlossenen Kreuzfahrt. Alle vier Stufen mit ihren genauen Schwellen haben wir in unserem Beitrag zum Captain’s Circle aufgeschlüsselt.
Wie unterscheidet sich Princess von Royal Caribbean und Celebrity?
Alle drei Marken bedienen den amerikanischen Massen- und Premiummarkt, setzen dabei aber unterschiedliche Schwerpunkte. Wer die Unterschiede kennt, spart sich den Vergleich einzelner Kabinenpreise.
| Reederei | Schwerpunkt | Typisches Publikum |
|---|---|---|
| Princess Cruises | klassische Kreuzfahrt, starke Routen, Technik an Bord | Paare und Reisende, denen das Ziel wichtiger ist als das Schiff |
| Royal Caribbean | Attraktionen und Unterhaltung auf sehr großen Schiffen | Familien mit Kindern und Jugendlichen |
| Celebrity Cruises | Design, Kulinarik und ein erwachsener Bordstil | Paare ohne Kinder im Premiumsegment |
Praktisch heißt das: Princess ist die naheliegende Wahl für lange Routen, Alaska und Weltreisen. Royal Caribbean punktet, wenn das Schiff selbst das Reiseziel sein soll, und Celebrity liegt dazwischen, mit dem stärksten Fokus auf Gestaltung und Essen.
Ein Detail, das oft übersehen wird: Anders als bei Royal Caribbean und Celebrity gibt es bei Princess keinen konzernweiten Statusabgleich. Der Captain’s Circle steht für sich allein, Punkte aus anderen Programmen lassen sich nicht übertragen.
Für wen lohnt sich eine Kreuzfahrt mit Princess Cruises?
Princess passt zu Reisenden, die ein ruhiges, klassisches Bordgefühl schätzen und die Route wichtiger nehmen als die Attraktionen an Bord. Für Alaska ist die Reederei eine der ersten Adressen überhaupt.
Technikaffine Gäste profitieren zusätzlich vom Medallion, der den Bordalltag spürbar vereinfacht. Weniger geeignet ist Princess für Familien mit jüngeren Kindern und für alle, die deutschsprachige Bordbetreuung erwarten – Bordsprache ist Englisch.

Wer zwischen Princess und den Schwestermarken schwankt, sollte vor allem das Routenprogramm vergleichen – dort liegt der größte Unterschied.
Weitere Kreuzfahrtanbieter im Überblick
Wer klassische Kreuzfahrt sucht, sollte zwei, drei Anbieter nebeneinanderlegen. Unsere Übersicht der Kreuzfahrt-Reedereien sortiert dafür sämtliche Marken nach Segmenten.
Im direkten Wettbewerb stehen Celebrity Cruises, MSC Cruises und Norwegian Cruise Line.
Unser Fazit zu Princess Cruises
Princess Cruises ist die unaufgeregteste der großen amerikanischen Reedereien – und genau darin liegt ihre Stärke. Wer klassische Kreuzfahrt mit sehr guter Routenführung sucht, bekommt hier ein stimmiges Produkt ohne den Trubel der Erlebnisschiffe.
MedallionClass ist dabei mehr als eine Spielerei: Kontaktloses Einschiffen, schlüssellose Kabinen und Bestellungen an jeden Ort des Schiffes verändern den Bordalltag spürbar. Wer Alaska plant oder eine lange Route sucht, sollte Princess in jedem Fall auf die Liste setzen.









