⚠️ Hinweis: Die PayangoCard wurde eingestellt. Eine Neubeantragung ist nicht mehr möglich, die Websites des Anbieters sind nicht mehr erreichbar (Stand: August 2026). Ein offizielles Einstellungsdatum hat der Anbieter nicht kommuniziert.
Die PayangoCard war eine aufladbare Prepaid-Kreditkarte von Visa, herausgegeben in Kooperation mit der LBBW (Landesbank Baden-Württemberg). Beantragen ließ sie sich ohne Schufa-Prüfung und bereits ab 12 Jahren – inzwischen ist das Produkt allerdings vollständig vom Markt verschwunden. Wir zeigen Euch, was die PayangoCard ausgemacht hat, was Bestandskunden jetzt wissen müssen und welche Alternativen sich heute lohnen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die PayangoCard ist eingestellt – eine Neubeantragung ist nicht mehr möglich
- Die Karte war eine Prepaid-Visa der LBBW ohne Schufa-Prüfung, erhältlich bereits ab 12 Jahren
- Mit rund 25 Euro Jahresgebühr sowie Gebühren für Abhebungen und Fremdwährungen war sie schon vor der Einstellung nur zweite Wahl
- Gute Alternativen sind heute kostenlose Kreditkarten wie die Hanseatic Bank GenialCard oder Debit-Angebote wie die von N26 und bunq
Inhaltsverzeichnis
Was war die PayangoCard?
Die PayangoCard – offiziell als LBBW Prepaid Payango VisaCard vermarktet – wurde von der Bank als Debitkarte verkauft, funktionierte in der Praxis aber wie eine klassische Prepaid-Kreditkarte: Erst nach dem Aufladen per Überweisung konntet Ihr über das Guthaben verfügen. Genau darin lag der größte Vorteil der Karte, denn mehr als das aufgeladene Guthaben ließ sich nicht ausgeben – volle Kostenkontrolle ohne Verschuldungsrisiko. Eine Teilzahlungsoption mit teuren Sollzinsen, wie sie viele andere Kreditkarten mitbringen, gab es bei der PayangoCard erst gar nicht.
Der zweite große Pluspunkt war die Beantragung ohne Bonitätsprüfung: Die Karte stand im Prinzip jedem offen, unabhängig von Schufa-Score, Beruf oder Einkommen. Sogar das Mindestalter lag bei nur 12 Jahren, sodass die PayangoCard auch für Jugendliche – etwa für eine Klassenfahrt oder ein Auslandsjahr – infrage kam. Damit bediente die Karte eine Nische, in der es lange nur wenige seriöse Angebote gab.

Günstig war die PayangoCard allerdings nie: Rund 25 Euro Jahresgebühr fielen bereits ab dem ersten Jahr an, dazu kamen 1,5 Prozent Fremdwährungsgebühr bei Zahlungen außerhalb der EU sowie 2 Prozent (mindestens 2,50 Euro) für Abhebungen am Automaten. Verglichen mit dauerhaft kostenlosen Kreditkarten war die Karte damit schon vor ihrer Einstellung nur für einen kleinen Nutzerkreis interessant – nämlich für alle, die an anderer Stelle keine Karte bekommen haben.
Was bedeutet die Einstellung für Bestandskunden?
Die PayangoCard wird nicht mehr vertrieben: Die Websites des Anbieters sind nicht mehr erreichbar, eine Bestellung ist nirgendwo mehr möglich und auch in aktuellen Kreditkarten-Vergleichen taucht die Karte nicht mehr auf. Ein offizielles Datum oder eine Mitteilung zur Einstellung hat der Anbieter nach unserem Kenntnisstand nicht veröffentlicht.
Wichtig für alle, die noch Guthaben auf der Karte haben: Das aufgeladene Guthaben einer Prepaid-Karte ist rechtlich E-Geld – der Anspruch auf Auszahlung bleibt auch nach der Einstellung des Produkts grundsätzlich bestehen. Bestandskunden sollten sich dafür direkt an die kartenausgebende Bank wenden – die PayangoCard wurde über die BW-Bank bzw. LBBW ausgegeben – und Kartendaten sowie einen Identitätsnachweis bereithalten.
Welche Alternativen gibt es zur PayangoCard?
Welche Alternative die richtige ist, hängt davon ab, warum Ihr Euch überhaupt für die PayangoCard interessiert habt: Wer eine Karte ohne Bonitätsprüfung sucht, findet in unserem Überblick zur Kreditkarte ohne Schufa passende Optionen. Wer vor allem die Kostenkontrolle einer aufladbaren Karte schätzt, wird in unserem Vergleich der besten Prepaid Kreditkarten fündig.
Wer hingegen keine Probleme mit der Bonität hat, fährt mit einer dauerhaft kostenlosen Kreditkarte in fast allen Punkten besser als mit jedem Prepaid-Modell – es gibt weder eine Jahresgebühr noch Aufladepflichten. Unsere Standard-Empfehlung in dieser Kategorie ist die Hanseatic Bank GenialCard:
Hanseatic Bank GenialCard
- 0 Euro Jahresgebühr
- Weltweit gebührenfrei bezahlen*
- Gebührenfrei Bargeld abheben im Ausland**
- Rückzahlung in kleinen, flexiblen Raten
- Mobiles Bezahlen durch Apple Pay und Google Pay
- Empfohlen von Stiftung Warentest (04/2026)
Alternativ bieten auch moderne Debitkarten wie die N26 Kreditkarte oder die Karte zum bunq-Konto eine ähnliche Kostenkontrolle wie eine Prepaid-Karte: Abgebucht wird direkt vom Konto, verwaltet wird alles in Echtzeit per App – und das jeweils ohne Jahresgebühr in der Basisvariante.

Einen vollständigen Überblick über die aktuell besten aufladbaren Karten bietet Euch unser laufend aktualisierter Vergleich:
bunq Kreditkarte
- 0 Euro Jahresgebühr
- Faire Wechselkurse bei Zahlungen in Fremdwährungen
- Smartes Mobile-Banking und schnelle Kontoeröffnung
- Apple Pay und Google Pay
Trade Republic Kreditkarte
- 0 Euro Jahresgebühr
- Kostenlose Zahlungen weltweit
- Kostenfreie Bargeldabhebungen weltweit
- 1 Prozent Saveback – auf Kartenausgaben
C24 Mastercard
- Aktion: 75 Euro Startguthaben
- 0 Euro Jahresgebühr
- Kostenlose Zahlungen weltweit möglich
- Kostenloses Girokonto mit Zinsen inklusive
- Tagesgeldfunktion mit extra Zinsen inklusive
Revolut Debitkarte
- Aktion: 20 Euro Willkommensbonus
- 0 Euro Jahresgebühr
- RevPoints sammeln und in Flugmeilen umwandeln
- Bargeld abheben – kostenlos bis 200 €/Monat (danach 2 %)
Revolut Premium
- Aktion: 20 Euro Willkommensbonus
- Sammelrate: 1 Punkt pro 4 Euro Umsatz
- Kostenfreie Zahlungen weltweit
- Weltweit kostenlos Bargeld abheben
- Vergünstigter Lounge-Zugang weltweit
Fazit zur PayangoCard
Die PayangoCard war nie ein Spitzenprodukt, hatte aber eine klare Nische: schufafreie Beantragung ab 12 Jahren und volle Kostenkontrolle dank Prepaid-Prinzip. Diese Nische bedienen heute allerdings deutlich bessere und günstigere Angebote – von kostenlosen Kreditkarten wie der Hanseatic Bank GenialCard bis zu App-basierten Debitkarten von N26 oder bunq.
Wer die PayangoCard noch besitzt, sollte eventuelles Restguthaben bei der kartenausgebenden Bank zurückfordern und auf eine aktuelle Alternative umsteigen. Alle empfehlenswerten Modelle findet Ihr in unserem Vergleich der besten Prepaid Kreditkarten. (Stand: August 2026)



