Klarna legt beim Flexkonto nach: Wer bis zum 30. September 2026 ein neues Konto eröffnet, bekommt bis zum 31. Dezember 2026 einen festen Aktionszins von 3 Prozent pro Jahr. Bislang gab es für das Tagesgeld der schwedischen Bank einheitlich 1,95 Prozent – und dabei bleibt es auch für alle, die bereits ein Flexkonto führen.
Klarna Tagesgeld (Flexkonto)
- 3 Prozent Aktionszins für neue Flexkonten bis 31.12.2026, danach 1,95 Prozent
- Unbegrenzter Anlagebetrag
- Monatliche Zinsausschüttung
- Gute Einlagensicherung
Damit rückt das Klarna Flexkonto erstmals seit Längerem wieder in die vordere Hälfte des Tagesgeld-Marktes vor. Ganz oben spielt die Aktion allerdings nicht mit: Weil der Aktionszins nach vier Monaten ausläuft, bleibt über zwölf Monate gerechnet weniger übrig als bei den Anbietern mit langer Zinsbindung.
Das Wichtigste in Kürze
- Neue Flexkonten bekommen bis zum 31. Dezember 2026 einen festen Aktionszins von 3 Prozent pro Jahr
- Das Angebot gilt nur für Konten, die bis einschließlich 30. September 2026 eröffnet werden
- Verzinst werden bis zu 50.000 Euro je Flexkonto, erlaubt sind maximal drei Konten pro Person
- Danach greift wieder der variable Standardzins von derzeit 1,95 Prozent pro Jahr
3 Prozent bis Ende 2026 – aber nur für neu eröffnete Konten
Der Aktionszins ist an eine klare Bedingung geknüpft: Das Flexkonto muss bis einschließlich 30. September 2026 eröffnet werden, und zwar von Kunden, die am 1. September 2026 noch kein Flexkonto besaßen. Wer die Frist trifft, bekommt die 3 Prozent anschließend fest bis zum 31. Dezember 2026 – in dieser Zeit kann Klarna den Satz also nicht senken.
Verzinst werden dabei bis zu 50.000 Euro je Flexkonto. Da Klarna bis zu drei Flexkonten pro Person zulässt, lassen sich in der Spitze 150.000 Euro zum Aktionszins parken. Die Zinsen werden täglich berechnet und monatlich ausgezahlt, was den Zinseszinseffekt gegenüber einer jährlichen Gutschrift leicht verbessert. Eine Mindestanlage gibt es nicht, das Geld bleibt täglich verfügbar.
Nach dem 31. Dezember 2026 fällt das Konto auf den variablen Standardzins zurück, der aktuell bei 1,95 Prozent liegt und sich jederzeit ändern kann. Wer eine der kostenpflichtigen Klarna-Mitgliedschaften nutzt, bekommt zusätzlich 0,10 Prozentpunkte (Plus), 0,20 Prozentpunkte (Premium) oder 0,50 Prozentpunkte (Max) obendrauf – im Aktionszeitraum also bis zu 3,50 Prozent. Rein fürs Sparen rechnen sich diese Abos allerdings erst bei sechsstelligen Guthaben.
Die wichtigsten Konditionen des Klarna Flexkontos im Überblick:
| Konditionen | Vorteile |
|---|---|
| Aktionszins | 3 Prozent p.a., fest bis 31. Dezember 2026 |
| Reguläre Zinsen | 1,95 Prozent p.a. (variabel) |
| Bedingung | Kontoeröffnung bis 30. September 2026 |
| Verzinstes Guthaben | bis 50.000 Euro je Flexkonto |
| Zinsausschüttung | monatlich |
| Einlagensicherung | 100.000 Euro (Schweden) |
| Mindestanlage | nicht erforderlich |
Oberes Drittel statt Spitzenplatz – die kurze Laufzeit kostet Rendite
Auf 10.000 Euro gerechnet kommt das Klarna Flexkonto über zwölf Monate damit auf rund 230 Euro Zinsertrag – vier Monate zu 3 Prozent, danach acht Monate zum Standardzins. Das reicht für einen Platz im oberen Drittel unseres Tagesgeld-Vergleichs, aber nicht für die Spitze: Trading 212 zahlt aktuell 3,5 Prozent über die vollen zwölf Monate und damit 350 Euro, die Bank of Scotland kommt mit 3 Prozent über ein Jahr auf 300 Euro.
Unterm Strich ist die Aktion damit ein solides, aber kein herausragendes Angebot. Ihre Stärken liegen weniger im Zinssatz als in den Rahmenbedingungen: kein Mindestbetrag, tägliche Verfügbarkeit, monatliche Zinsgutschrift und ein für vier Monate garantierter Satz. Wer ohnehin die Klarna App nutzt, bekommt hier ohne großen Aufwand einen ordentlichen Zins. Wer sein Geld längerfristig parken will, fährt mit einem Anbieter mit längerer Zinsbindung besser.
Die durchschnittlichen Zinsen für Tagesgeld- sowie Festgeldkonten richten sich grob nach der Entwicklung der EZB-Leitzinsen, die bis ins Jahr 2022 für lange Zeit negativ oder auf der Nulllinie lagen. Im September 2023 erreichte der Leitzins mit 4,5 Prozent seinen Höchststand und zog das Zinsniveau mit nach oben. Ab Juni 2024 senkte die EZB schrittweise wieder, entsprechend ging es auch beim Tagesgeld spürbar abwärts.
Am 11. Juni 2026 hat die EZB die Leitzinsen erstmals seit September 2023 wieder angehoben: Der Einlagenzins stieg zum 17. Juni 2026 von 2 auf 2,25 Prozent. Bei ihrer Sitzung im Juli 2026 beließ die EZB die Leitzinsen anschließend unverändert. Hintergrund der Erhöhung ist die infolge gestiegener Energiepreise wieder anziehende Inflation – sie dürfte das Zinsniveau beim Tagesgeld weiter stützen.
Nach Analyse der reisetopia Finanzexperten liegt der Zinssatz zahlreicher Tagesgeldanbieter weiterhin unterhalb des EZB-Leitzinses, die besten Angebote überschreiten diesen Wert mittlerweile aber vielfach deutlich. Teilweise gilt das inzwischen sogar außerhalb von Aktionszeiträumen. Auch im Jahr 2026 zeigt sich dabei ein langsam steigendes Zinsniveau, wie unsere Grafik verdeutlicht:
Folgend findet Ihr eine Übersicht der Tagesgeldzinsen inklusive Aktionszinsen (reguläre Zinsen) der Anbieter im reisetopia Tagesgeldvergleich in den vergangenen sechs Monaten:
- März 2026: 2,68 Prozent (1,23 Prozent)
- April 2026: 2,81 Prozent (1,22 Prozent)
- Mai 2026: 2,83 Prozent (1,28 Prozent)
- Juni 2026: 2,92 Prozent (1,31 Prozent)
- Juli 2026: 3,07 Prozent (1,41 Prozent)
- August 2026: 3,11 Prozent (1,41 Prozent)
Im September 2026 liegt der Durchschnittszins für Tagesgeldkonten bei Angeboten mit zeitlich befristeten Aktionszinsen bei 3,15 Prozent. Der reguläre Zinssatz nach Ablauf der Aktionsphase liegt bei 1,42 Prozent. Damit haben die Aktionszinsen gegenüber dem Vormonat den vierten Monat in Folge zugelegt, während sich die regulären Zinsen kaum bewegen.
Diese Alternativen bieten länger hohe Zinsen
Wer den Aktionszeitraum nicht mitgehen und danach umschichten möchte, sollte sich die Anbieter mit längerer Zinsbindung ansehen. Sie zahlen zwar teils weniger als 3 Prozent, halten ihren Satz dafür über zwölf Monate durch und liegen am Ende häufig vorn. Auch ein Blick auf das Festgeld lohnt sich, wenn das Geld ohnehin für ein oder zwei Jahre nicht gebraucht wird.
Bank of Scotland Tagesgeld
- Zinssatz: 3 Prozent p.a. (Willkommenszins)
- Zinsgarantie: bis zu 12 Monate
- Anlagebetrag: bis 50.000 Euro
- Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: jährlich
Revolut Tagesgeld
- Zinssatz: 4,25 Prozent p.a. (Neukunden)
- Zinsgarantie: keine (Aktionszins 4 Monate)
- Anlagebetrag: 25.000 Euro (Aktionszins)
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: täglich
Suresse Tagesgeld
- Zinssatz: 3,50 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 6 Monate
- Anlagebetrag: bis 999.999 Euro
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: monatlich
Den höchsten Ertrag über zwölf Monate bietet unter den Alternativen aktuell das Bank of Scotland Tagesgeld: Neukunden erhalten seit dem 27. Juli 2026 einen Willkommenszins von 3 Prozent pro Jahr für bis zu zwölf Monate auf ein Guthaben bis 50.000 Euro.
Danach greift der reguläre Zins von 1,25 Prozent p.a. Die Zinsen werden allerdings nur jährlich zum Jahresende gutgeschrieben. Die Einlagen sind über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.
Bank of Scotland Tagesgeld
- 3 Prozent Zinsen für Neukunden bis zu zwölf Monate
- 1,25 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Aktionszins bis 50.000 Euro
- Jährliche Zinsausschüttung
- Gute Einlagensicherung
Den höchsten Neukundenzins zahlt derzeit das Revolut Tagesgeld: 4,25 Prozent pro Jahr für vier Monate ab Kontoeröffnung, gültig für Neukunden und ein Guthaben bis 25.000 Euro. Die Zinsen werden täglich gutgeschrieben, eine Mindesteinlage verlangt Revolut nicht.
Nach einer Schonfrist von 30 Tagen bleibt der Aktionszins nur bestehen, wenn innerhalb von 30 Tagen drei Kartenzahlungen über jeweils mindestens 5 Euro anfallen; danach greift je nach Tarif ein regulärer Zins von bis zu 2,25 Prozent. Neu eröffnete Konten liegen bei der Deutschen Bank und sind damit über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.
Revolut Tagesgeld
- 4,25 Prozent Zinsen p.a. für Neukunden (vier Monate)
- Bis zu 2,25 Prozent Zinsen p.a. für Bestandskunden
- Aktionszins bis 25.000 Euro Guthaben
- Tägliche Zinsausschüttung
- Deutsche Einlagensicherung für neue Konten
Wer die volle Zinsbindung ohne Bedingungen möchte, findet sie beim Suresse Tagesgeld: Neukunden sichern sich 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate, danach greift ein weiterhin überdurchschnittlicher regulärer Zins von 2,05 Prozent p.a.
Der Aktionszins ist über die gesamte Laufzeit garantiert, die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben. Die Einlagen sind über die spanische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.
Suresse Direkt Bank Tagesgeld
- 3,50 Prozent Zinsen für sechs Monate
- 2,05 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Hoher Anlagebetrag bis 999.999 Euro
- Monatliche Zinsausschüttung
- Solide Einlagensicherung
Für alle, die lieber langfristig planen und nach einer stabilen Rendite suchen, kann sich ein Festgeldkonto oder Sparbrief eher lohnen. Im Unterschied zu Tagesgeldkonten bieten Festgeldkonten in der Regel höhere Zinssätze, da das Geld für eine bestimmte Laufzeit gebunden ist.
Den höchsten Ertrag über zwölf Monate liefert im Test der reisetopia Finanzexperten im September 2026 aktuell das Bigbank Festgeld: 3,15 Prozent pro Jahr bei einjähriger Laufzeit, 3,25 Prozent bei zwei Jahren und ebenfalls 3,25 Prozent bei drei Jahren. Die Mindestanlage liegt bei 1.000 Euro, abgesichert sind die Einlagen über die estnische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person.
Bigbank Festgeld
- 2,35 bis 3,25 Prozent Zinsen pro Jahr
- 1 Monat bis 10 Jahre Anlagedauer
- Ab 1.000 Euro Anlagebetrag
- Zinsausschüttung: zum Laufzeitende oder jährlich
- Ausbaufähige Einlagensicherung



