Der Wettbewerb am Festgeldmarkt hat sich Ende August noch einmal zugespitzt. Die Crédit Agricole Savings hat ihre Festgeldzinsen zum 28. August 2026 über nahezu alle Laufzeiten angehoben – und setzt sich damit bei zwei zentralen Laufzeiten an die Spitze des reisetopia Vergleichs.
Crédit Agricole Festgeld
- Bis zu 3,45 Prozent Zinsen pro Jahr
- 1 Monat bis 10 Jahre Anlagedauer
- 5.000 bis 1.000.000 Euro Anlagebetrag
- Vier Festgeld-Varianten zur Auswahl
- Solide Einlagensicherung
Der Einlagenzins der EZB liegt seit Mitte Juni bei 2,25 Prozent und blieb bei der Sitzung im Juli unverändert. Die Banken legen beim Festgeld trotzdem weiter nach: Zuletzt hatte die Bigbank ihren Maximalzins angehoben. Nun zieht die französische Großbank nach.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Crédit Agricole erhöht ihre Festgeldzinsen über nahezu alle Laufzeiten
- Über drei Jahre gibt es jetzt 3,45 statt zuvor 3,25 Prozent
- Angelegt werden können 5.000 bis 1.000.000 Euro, geschützt über die französische Einlagensicherung
Crédit Agricole hebt fast alle Festgeldlaufzeiten an
Die Anpassung beim Crédit Agricole Festgeld fällt ungewöhnlich breit aus. Bei den kurzen Laufzeiten steigt der Zinssatz für drei Monate von 2,4 auf 2,65 Prozent und für sechs Monate von 2,71 auf 2,82 Prozent. Deutlich kräftiger ist der Sprung über zwölf Monate: Statt 2,81 Prozent gibt es dort nun 3,15 Prozent.
Noch stärker profitiert, wer länger anlegt. Über vier Jahre klettert der Satz von 2,9 auf 3,35 Prozent, über fünf Jahre von 2,9 auf 3,3 Prozent – in beiden Fällen ein Plus von mehr als 0,4 Prozentpunkten. Die ganz langen Laufzeiten von acht bis zehn Jahren werden inzwischen einheitlich mit 3,1 Prozent verzinst.
Die Bank führt ihr Festgeld in vier Varianten. Wer die Zinsen laufend gutgeschrieben haben möchte, wählt die ausschüttende Fassung mit monatlicher, vierteljährlicher oder jährlicher Auszahlung; wer den Zinseszins mitnehmen will, entscheidet sich für die kapitalisierende Variante. Für Laufzeiten ab 24 Monaten gelten bei jährlicher Ausschüttung diese Sätze:
| Laufzeit | Zinssatz |
|---|---|
| 24 Monate | 3,3 Prozent p.a. |
| 36 Monate | 3,45 Prozent p.a. |
| 48 Monate | 3,35 Prozent p.a. |
| 60 Monate | 3,3 Prozent p.a. |
| 72 Monate | 3,2 Prozent p.a. |
| 84 Monate | 3,1 Prozent p.a. |
| 96 Monate | 3,1 Prozent p.a. |
| 108 Monate | 3,1 Prozent p.a. |
| 120 Monate | 3,1 Prozent p.a. |
Für kürzere Zeiträume gilt eine eigene Staffel:
| Laufzeit | Zinssatz |
|---|---|
| 1 Monat | 2,3 Prozent p.a. |
| 3 Monate | 2,65 Prozent p.a. |
| 6 Monate | 2,82 Prozent p.a. |
| 9 Monate | 2,95 Prozent p.a. |
| 12 Monate | 3,15 Prozent p.a. |
Bei einer Anlage von 10.000 Euro über drei Jahre ergibt sich daraus ein Ertrag von 1.035 Euro vor Steuern und ohne Zinseszinseffekt – rund 60 Euro mehr als vor der Anpassung.
Crédit Agricole Festgeld
- Bis zu 3,45 Prozent Zinsen pro Jahr
- 1 Monat bis 10 Jahre Anlagedauer
- 5.000 bis 1.000.000 Euro Anlagebetrag
- Vier Festgeld-Varianten zur Auswahl
- Solide Einlagensicherung
3,45 Prozent über drei Jahre sind derzeit der Spitzenwert
Im Marktvergleich der reisetopia Finanzexperten ist das über drei Jahre aktuell das höchste Angebot: Die nächstplatzierten BBVA und Grenke Bank kommen auf jeweils 3,3 Prozent. Auch über 24 Monate liegt die Crédit Agricole mit 3,3 Prozent vorn, knapp vor Bigbank und Grenke Bank mit je 3,25 Prozent. Über zwölf Monate teilt sie sich die Spitze mit der Bigbank bei jeweils 3,15 Prozent.
Zur Einordnung: Der Durchschnittszins über drei Jahre liegt im September bei 2,78 Prozent, über ein Jahr bei 2,55 Prozent. Die Crédit Agricole liegt bei beiden Laufzeiten also klar über dem Marktschnitt.
Ganz ohne Abstriche geht es allerdings nicht. Die Einlagen sind über die französische und nicht über die deutsche Einlagensicherung geschützt – rechtlich gleichwertig, im Ernstfall aber mit einem ausländischen Ansprechpartner. Die Mindestanlage von 5.000 Euro liegt zudem spürbar über dem, was etwa die Bigbank ab 1.000 Euro verlangt, und während der Laufzeit lässt sich nichts nachlegen. Über fünf Jahre bleibt die BBVA mit 3,5 Prozent die stärkere Wahl.
| Aspekt | Konditionen |
|---|---|
| Zinssatz | 2,3 bis 3,45 Prozent p.a. |
| Anlagesumme | 5.000 bis 1.000.000 Euro |
| Laufzeit | 1 Monat bis 10 Jahre |
| Einlagensicherung | bis zu 100.000 Euro (Frankreich) |
| Zinsausschüttung | monatlich, vierteljährlich oder jährlich |
| Zinseszins | je nach Variante |
| Kündigung | notwendig |
| Giro- oder Tagesgeldkonto | nicht notwendig |
| Gemeinschaftskonto | nicht möglich |
| Kinderkonto | nicht möglich |
Festgeldzinsen ziehen seit dem Frühjahr durchgehend an
Die Erhöhung reiht sich in eine Aufwärtsbewegung ein, die seit dem Frühjahr Monat für Monat neue Höchstwerte hervorgebracht hat – quer über alle Laufzeiten.
Die Festgeld- sowie Sparbriefzinsen orientieren sich in der Regel am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Dieser wurde am 11. Juni 2026 erstmals seit September 2023 wieder angehoben: Der Einlagenzins stieg zum 17. Juni 2026 von 2 auf 2,25 Prozent. Im Juli 2026 beließ die EZB die Leitzinsen anschließend unverändert. Hintergrund der Erhöhung ist die zuletzt wieder anziehende Inflation infolge steigender Energiepreise.
Wie umfangreiche Recherchen der reisetopia Finanzexperten zeigen, liegt der durchschnittliche Zinssatz für Angebote in den Bereichen Festgeld und Sparbrief in Deutschland im September 2026 bei Wahl eines der besser verzinsten Angebote bereits bei kurzen Laufzeiten von einem Jahr deutlich über dem Leitzins der EZB.
Nach einer relativen Stagnation in den ersten Monaten des Jahres ziehen die Festgeldzinsen seit einiger Zeit wieder spürbar an. Die reisetopia Analyse der verschiedenen Laufzeiten zeigt, dass die Zinsen über alle Laufzeiten hinweg seit dem Frühjahr kontinuierlich gestiegen sind und zuletzt sogar noch einmal deutlicher zugelegt haben:
Die durchschnittliche Höhe der Zinsen in den vergangenen sechs Monaten stellte sich bei einer beispielhaften Anlagedauer von drei Jahren wie folgt dar, wobei sich der anhaltend positive Trend gut erkennen lässt:
- März 2026: 2,30 Prozent
- April 2026: 2,38 Prozent
- Mai 2026: 2,45 Prozent
- Juni 2026: 2,56 Prozent
- Juli 2026: 2,71 Prozent
- August 2026: 2,78 Prozent
Im September 2026 liegt der durchschnittliche Zinssatz für Festgeldanlagen bei einer Anlagedauer von einem Jahr bei 2,55 Prozent. Wer sich für eine Anlage über drei Jahre entscheidet, erzielt im Schnitt sogar einen Zinssatz von 2,78 Prozent. Bei einjährigen Laufzeiten setzt sich der Anstieg damit fort, über drei Jahre hält der Durchschnitt das Niveau des Vormonats – die bereits zuvor erfassten Banken haben ihre Konditionen überwiegend angehoben, gleichzeitig sind neu in den Vergleich aufgenommene Angebote von Volksbanken und Sparkassen mit niedrigeren Zinsen hinzugekommen.
Bei kurzen Laufzeiten liegen andere Banken vorn
Wer nur wenige Monate anlegen möchte, findet anderswo mehr: Über drei Monate zahlt die Bank of Scotland 2,75 Prozent, über sechs Monate kommen Bank of Scotland und Bigbank auf jeweils 3 Prozent. Auch bei den sehr langen Laufzeiten gibt es Anbieter mit höheren Sätzen. Diese Angebote hält das reisetopia Finanzteam derzeit für die interessantesten:
Bigbank Festgeld
- Zinssatz: bis zu 3,25 Prozent p.a.
- Laufzeit: 1 Monat bis 10 Jahre
- Anlagebetrag: ab 1.000 Euro
- Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: zum Laufzeitende oder jährlich
BBVA Festgeld
- Zinssatz: bis zu 3,5 Prozent pro Jahr
- Laufzeit: 6 Monate bis 5 Jahre
- Anlagebetrag: ab 500 Euro
- Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: zum Laufzeitende
Gefa Bank Festgeld
- Zinssatz: bis zu 3,3 Prozent pro Jahr
- Laufzeit: 6 Monate bis 5 Jahre
- Anlagebetrag: ab 10.000 Euro
- Einlagensicherung: bis 3 Millionen Euro
- Zinsausschüttung: jährlich am 31.12.
Die stärksten Zinsen fürs Jahresfestgeld bietet im September 2026 das Bigbank Festgeld: Über zwölf Monate zahlt die Bank 3,15 Prozent, ab zwei Jahren durchgehend 3,25 Prozent. Schon für sechs Monate gibt es 3 Prozent.
Die Einlagen sichert der estnische Einlagensicherungsfonds bis 100.000 Euro ab, die Zinsen fließen wahlweise jährlich oder zum Laufzeitende. Angelegt werden können 1.000 bis 100.000 Euro, ein Giro- oder Tagesgeldkonto ist nicht nötig.
Bigbank Festgeld
- 2,35 bis 3,25 Prozent Zinsen pro Jahr
- 1 Monat bis 10 Jahre Anlagedauer
- Ab 1.000 Euro Anlagebetrag
- Zinsausschüttung: zum Laufzeitende oder jährlich
- Ausbaufähige Einlagensicherung
Dicht dahinter folgt das BBVA Bank Festgeld: Über zwölf Monate zahlt die Bank 3,1 Prozent, über drei Jahre 3,3 Prozent und über fünf Jahre 3,5 Prozent. Schon für sechs Monate gibt es 2,85 Prozent.
Die Einlagen sichert der spanische Einlagensicherungsfonds bis 100.000 Euro ab, die Zinsen fließen vollständig zum Laufzeitende. Angelegt werden können 500 bis 1.000.000 Euro, vorausgesetzt wird ein kostenloses BBVA Girokonto.
BBVA Festgeld
- 2,85 bis 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr
- 6 Monate bis 5 Jahre Anlagedauer
- Ab 500 Euro Anlagebetrag
- Zinsausschüttung zum Laufzeitende
- Hervorragende Einlagensicherung
Für lange Bindungen zählt das Gefa Bank Festgeld zu den Spitzenreitern: über fünf Jahre zahlt die Bank 3,3 Prozent, über vier Jahre 3,1 Prozent – und das mit deutscher Einlagensicherung.
Bei den kurzen Laufzeiten hat die Bank zuletzt aufgeholt: Fürs Jahresfestgeld gibt es inzwischen 2,7 Prozent, für sechs Monate 2,6 Prozent. Der Einstieg gelingt erst ab 10.000 Euro, dafür ist zum Laufzeitende keine Kündigung nötig.
Gefa Bank Festgeld
- 2,6 bis 3,3 Prozent Zinsen pro Jahr
- 6 Monate bis 5 Jahre Anlagedauer
- Ab 10.000 Euro Anlagebetrag
- Zinsausschüttung jährlich am 31.12.
- Hervorragende Einlagensicherung
Sofern mehr Flexibilität bei der Anlage gewünscht ist, könnte sich auch ein Blick auf die momentan besten Angebote aus dem reisetopia Tagesgeld-Vergleich lohnen.
Zu begeistern weiß hierbei aktuell speziell das Bank of Scotland Tagesgeld, das Neukunden 3 Prozent für zwölf Monate garantiert – danach greift der reguläre Zins von 1,25 Prozent.
Bank of Scotland Tagesgeld
- 3 Prozent Zinsen für Neukunden bis zu zwölf Monate
- 1,25 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Aktionszins bis 50.000 Euro
- Jährliche Zinsausschüttung
- Gute Einlagensicherung




