Mit dem Kennedy89 hat vor wenigen Monaten ein neues Luxushotel in Frankfurt eröffnet. Ob sich ein Aufenthalt hier lohnt und warum das Hotel durchaus besonders ist, zeige ich Euch in dieser Kennedy89 Frankfurt Bewertung!
Inhaltsverzeichnis
Am Frankfurter Hotelmarkt tut sich derzeit einiges: Im Dezember 2025 hat mit dem Kennedy89 ein spannender Neuzugang der Unbound Collection by Hyatt eröffnet – und direkt gegenüber feierte fast zeitgleich das The Florentin in der ehemaligen Villa Kennedy seine Wiedereröffnung. Das Kennedy89 selbst hat dabei eine ungewöhnliche Geschichte: Ursprünglich sollte der markante Neubau gar kein Hotel werden, sondern Appartements beherbergen. Herausgekommen ist ein charmanter Mix aus beidem – mit 180 Zimmern, von denen ganze 69 Suiten sind, viele davon mit voll ausgestatteter Küche und eigenem Balkon.
Kennedy89 Frankfurt – die Buchung
Gebucht habe ich das Kennedy89 mit einer World of Hyatt Freinacht. Das Hotel ist als Kategorie 4 im Programm eingestuft, eine Freinacht kostet somit zwischen 12.000 und 18.000 Punkten – für ein neu eröffnetes Luxushotel ein durchaus attraktiver Wert.
Alternativ lässt sich das Hotel auch über suitespot buchen, die Raten starten hier bei etwa 200 Euro pro Nacht. Spannend zu wissen: Durch den hohen Anteil an Suiten stehen die Chancen auf ein Upgrade grundsätzlich gut.
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Dank meines Globalist Status gab es bei mir ein Upgrade auf eine Suite, dazu kostenfreies Frühstück und ein kleines Willkommensgeschenk auf dem Zimmer. Auch ein Late Check-out war kein Problem, zusätzlich wird für Globalist Mitglieder täglich eine Happy Hour in der Bar angeboten – dazu später mehr.
Der Check-in in der recht kleinen und unscheinbaren Lobby verlief sehr freundlich. Meine Suite war um 14 Uhr zwar noch nicht fertig, das Team hat aber schnell und unkompliziert eine andere gefunden – so gehört sich das.
Kennedy89 Frankfurt – die Lage
Das Kennedy89 liegt im Stadtteil Sachsenhausen an einer vielbefahrenen Kreuzung. Der Name ist dabei Programm: Das Hotel befindet sich an der Kennedyallee, direkt gegenüber der ehemaligen Villa Kennedy, die mittlerweile als The Florentin wiedereröffnet hat.
Direkt um das Hotel herum ist relativ wenig geboten. Dafür ist man mit dem Taxi in rund fünf Minuten am Hauptbahnhof und in etwa 15 Minuten am Flughafen – gerade für Geschäftsreisende ist das praktisch.
Das Mainufer erreicht man fußläufig, die Innenstadt ist dagegen ein gutes Stück entfernt. Praktischerweise liegt eine S-Bahn-Station direkt um die Ecke, sodass man schnell in die Stadt kommt. Wer lieber mitten in der Innenstadt übernachten möchte, findet übrigens mit dem Roomers Frankfurt eine spannende Alternative.
Insgesamt ist das Kennedy89 durch seine Lage und das Appartement-Konzept eher auf längere Aufenthalte ausgelegt und weniger die erste Wahl für einen kurzen City Trip mit viel Sightseeing.
Kennedy89 Frankfurt – die Suite
Das Kennedy89 bietet auffällig viele Suiten, die allesamt im Stil moderner Appartements gestaltet sind. Die Kategorien reichen dabei von der Junior Suite über die Executive Suite bis hin zur Diplomat Suite und der Ambassador Suite.
In meinem Fall ging es in eine reguläre Suite im vierten Stock. Es gibt auch Zimmer, die deutlich höher liegen, was mit Blick auf die Aussicht durchaus Vorteile haben kann.
Die Einrichtung präsentiert sich durchweg modern und stilvoll – warme Holztöne, hochwertige Materialien und durchdachte Details ziehen sich durch die gesamte Suite.
Das Wohnzimmer
Betreten wird die Suite über das Wohnzimmer, das tatsächlich an ein schickes Appartement erinnert – kein Wunder, war das Gebäude doch ursprünglich genau dafür geplant.
Im vorderen Bereich findet man einen großen runden Tisch, der sich zum Essen genauso anbietet wie zum Arbeiten – gerade auf längeren Aufenthalten ein echter Mehrwert.
Daneben schließt eine große Küche an, die wirklich alles bietet, was man sich wünschen kann: Waschmaschine, Spülmaschine, Herd, Backofen und sogar eine Nespresso-Maschine.
Besonders positiv: Im großen Kühlschrank stehen einige Getränke bereit, die kostenfrei sind und täglich aufgefüllt werden – eine kostenfreie Minibar sieht man selbst in Luxushotels nicht alle Tage.
Auch sonst ist die Küche komplett ausgestattet – von Geschirr über Gläser bis hin zum Besteck fehlt es an nichts.
Im vorderen Teil des Wohnzimmers, hin zur Fensterfront, findet man ein sehr bequemes Sofa, einen Sessel und einen Beistelltisch. Von hier hat man zudem den direkten Blick auf den Flachbildfernseher.
Insgesamt ein wirklich schönes Wohnzimmer mit toller Einrichtung, in dem man sich sofort wohlfühlt.
Das Schlafzimmer
Das Schlafzimmer fällt deutlich kleiner aus als das Wohnzimmer, ist durch eine weitere Fensterfront aber ebenfalls sehr hell.
Im Grunde genommen bietet der Raum kaum mehr als das Bett – das ist dafür aber sehr bequem und mit hochwertiger Bettwäsche bezogen.
Auf beiden Seiten des Betts finden sich Nachttische mit Lichtschaltern und Steckdosen, vom Bett aus blickt man zudem direkt auf den zweiten Flachbildfernseher der Suite.
Der angrenzende Kleiderschrank ist dabei durchaus geräumig, allerdings nicht tief genug, um darin einen Handgepäckkoffer zu öffnen. Insgesamt bleibt das Schlafzimmer damit funktional – mehr braucht es zum Schlafen aber auch nicht.
Der Balkon
Sowohl ans Schlaf- als auch ans Wohnzimmer schließt jeweils ein durchaus großzügiger Balkon an – ein Feature, das man in Frankfurter Stadthotels selten findet. Die beiden Balkonbereiche sind dabei zweigeteilt und nicht miteinander verbunden.
Auf der Schlafzimmerseite steht keine Möblierung bereit, beim Wohnzimmer warten dagegen zwei Stühle und ein kleiner Tisch.
Von den Suiten auf dieser Seite blickt man direkt auf die Skyline von Frankfurt – gerade am Abend ein wirklich schöner Anblick.
Durch die Lage an einer vielbefahrenen Straße ist es auf dem Balkon allerdings laut und nicht gerade idyllisch – zum stundenlangen Verweilen lädt er daher nur bedingt ein.
Immerhin: Die Fenster sind ausgezeichnet isoliert, sodass man im Inneren der Suite vom Verkehr nichts hört.
Das Badezimmer
Vom Schlafzimmer aus gelangt man ins ebenfalls moderne Badezimmer. Es ist dunkel gestaltet, aber dennoch sehr schick – wenngleich nicht besonders groß.
Der Waschtisch bietet mehr als ausreichend Ablagefläche, dazu gibt es sogar einen Spiegelschrank, in dem sich die Badezimmerutensilien verstauen lassen.
Direkt daneben befindet sich die Toilette, die leider nicht gesondert abgetrennt ist – bei einer Suite dieser Größenordnung wäre das wünschenswert gewesen.
Highlight des Badezimmers ist die große begehbare Dusche mit gleich zwei Duschköpfen – inklusive Regendusche und einem erfreulich guten Wasserdruck.
Bei den Pflegeprodukten setzt das Hotel auf eine Eigenmarke, die einen guten Eindruck hinterlassen hat.
Unterm Strich ein schickes, funktionales Badezimmer, das bis auf die fehlende Abtrennung der Toilette keine Wünsche offenlässt.
Kennedy89 Frankfurt – die Gastronomie
Das Hotel verfügt über ein Restaurant im Erdgeschoss, das direkt an die Rezeption anschließt: das Eighty Nine, das auf levantinische Küche setzt. Bei unserem Aufenthalt hatte es abends allerdings geschlossen, sodass wir nur zum Frühstück dort waren.
Ein Stockwerk darüber befindet sich mit der KaSa Lounge & Bar zudem eine schicke Bar, in der es auch kleinere Speisen gibt – und in der die tägliche Globalist Happy Hour stattfindet.
Übrigens: Mit Jack’s Rooftop Bar hat inzwischen eine weitere Bar im 13. Stock eröffnet, die einen Blick über die Frankfurter Skyline verspricht – bei unserem Aufenthalt stand sie kurz vor der Eröffnung.
Das Frühstück
Das Frühstück im Eighty Nine ist eine Kombination aus Frühstücksbuffet und à la carte bestellbaren Gerichten und wird von 6:30 bis 10:30 Uhr serviert.
Die Sitzgelegenheiten im Innenbereich sind schön gestaltet, neuerdings gibt es zudem einen Außenbereich – auch hier hört man die angrenzenden Straßen aber natürlich deutlich.
Das Buffet bewegt sich auf einem guten Niveau, ist allerdings nicht riesig. Es gibt eine solide Auswahl an Brot und Brötchen sowie süßen Teilchen.
Dazu kommen diverse Wurst- und Käsesorten, Lachs sowie verschiedene Aufstriche.
Abgerundet wird das Buffet durch verschiedene Joghurts, frisches Obst und Cerealien.
Säfte stehen am Buffet bereit, Kaffeespezialitäten werden am Platz serviert – hier handelt es sich allerdings um Maschinenkaffee, was in dieser Preisklasse etwas schade ist.
Auch ein paar warme Optionen findet man direkt am Buffet, darunter Würstchen, Speck und gebratenes Gemüse.
Den Rest bestellt man à la carte am Tisch – mit guter Auswahl und ebenso guter Qualität, etwa Eggs Benedict, Omelettes oder Avocado Toast.
Insgesamt ein gutes Frühstück, das aber nicht an die überragenden Frühstückserlebnisse anderer Luxushotels heranreicht.
Die Globalist Happy Hour
Ein besonderes Extra für World of Hyatt Globalist Mitglieder ist die tägliche Happy Hour in der KaSa Lounge & Bar. Zur Auswahl stehen diverse Drinks von der Karte, darunter Wein, Bier, Softdrinks und vieles mehr.
Angeboten werden auch Spritzgetränke, die in einer wirklich enormen Größe serviert werden. Dazu gibt es ein täglich variierendes Snack-Board, das allerdings größtenteils aus typischen Barsnacks besteht.
Eine wirklich nette Idee, die es so in vielen anderen Unbound Collection Hotels ohne Lounge – etwa dem Hotel Martinez in Cannes – nicht gibt. Der Service war zudem sehr freundlich und zuvorkommend.
Kennedy89 Frankfurt – die Erholung
Da das Kennedy89 ursprünglich als Appartementhaus erdacht wurde, gibt es mit Blick auf Erholungsoptionen nicht allzu viel zu berichten: Weder Spa noch Pool oder Sauna sind im Hotel zu finden.
Dafür wartet im ersten Stock ein Fitnessraum, der rund um die Uhr zugänglich ist.
Der Fitnessraum
Der Fitnessraum ist modern eingerichtet und profitiert von einer großen Fensterfront, die für viel Tageslicht sorgt.
Es stehen mehrere Cardiogeräte von LifeFitness bereit, die den modernsten Standard erfüllen – vom Laufband bis zum Spinning-Bike.
Dazu kommen diverse Geräte für das Krafttraining, inklusive eines Multifunktionstrainers. Auch eine Hantelbank und Freihanteln in verschiedenen Gewichtsklassen findet man vor.
Nett ist zudem die kleine abgetrennte Ecke für funktionales und Bodentraining – mit Gymnastikbällen, Kettlebells und Yogamatten.
Kennedy89 Frankfurt – das Fazit
Das Kennedy89 ist insgesamt eine tolle Ergänzung für den Frankfurter Hotelmarkt. Die Küchen in den Zimmern sind gerade für längere Aufenthalte ungemein praktisch, und auch Gestaltung sowie Größe der Zimmer wissen zu gefallen – die Balkone mit Skyline-Blick sind das i-Tüpfelchen.
Dazu kommen ein sehr freundlicher Service und nette Benefits wie die kostenfreie Minibar oder die Globalist Happy Hour für Statusinhaber. Abstriche muss man dagegen bei den Erholungsoptionen machen – wer Spa und Pool sucht, wird hier nicht fündig.
Zusammenfassend ist das Kennedy89 absolut empfehlenswert – die Lage an der vielbefahrenen Kreuzung ist aber sicherlich nicht für jeden geeignet.
Der Aufenthalt im Kennedy89 Frankfurt fand im Juli 2026 statt.
