Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrer Sitzung in Florenz am gestrigen Donnerstag entschieden, die Leitzinsen nicht zu verändern. Für die seitens Banken angebotenen Tagesgeldzinsen sind das gute Nachrichten!

In den vergangenen Wochen gaben immer mehr Banken eine Erhöhung ihrer Tagesgeldzinsen bekannt. Insbesondere Neukundenangebote wurden dadurch immer attraktiver, wie der reisetopia Tagsesgeld-Vergleich zeigt. Eben jener Wettbewerb dürfte nicht nur weitergehen, sondern sich sogar verschärfen, hat die EZB doch auf eine weitere Senkung der Leitzinsen verzichtet!

Das Wichtigste in Kürze

  • EZB verzichtet erneut auf Änderung der Leitzinsen
  • Inflation und Wirtschaftsdaten auf konstantem Niveau
  • EZB-Entscheidung dürfte Zinsen von Tagesgeldangeboten beeinflussen

EZB-Direktorium sieht keinen Grund für Leitzinsänderung

Dass sich die EZB erneut gegen eine Veränderung der Leitzinsen entschieden hat, kommt nicht wirklich überraschend. In den vergangenen Wochen hatten die Prognosen für die Fundamentaldaten, auf denen eine entsprechende Entscheidung des EZB-Direktoriums beruht, einen stabilen Trend gezeigt.

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Die EZB verzichtet erneut auf eine Veränderung der Leitzinsen

Zum einen bewegt sich die Inflation sehr nah am EZB-Ziel von 2 Prozent. So lag dieser Wert im September bei 2,2 Prozent, für das Gesamtjahr wird für die Euro-Zone ein Wert von 2,1 Prozent erwartet. Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist im dritten Quartal zudem leicht um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen.

Beide Werte geben nicht unbedingt einen Anlass, Kredite zu verbilligen oder zu verteuern. Ob sich daran in den kommenden Monaten etwas ändert, lässt sich bisher nicht absehen. Zumindest mit größeren Zinsschritten ist bis Ende des Jahres allerdings nicht zu rechnen, sofern sich an den Inflations- oder Wirtschaftsdaten nichts Gravierendes ändert.

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Stabiler Leitzins sorgt für starken Wettbewerb beim Tagesgeld

Ein konstanter Leitzins der EZB sorgt im ersten Moment nicht zwingend für mehr Wettbewerb. Doch der Markt hat sich dahingehend ein wenig verändert. In Deutschland etwa waren die Tagesgeldzinsen in den Jahren 2023 und 2024 durch mehrere Zinssteigerungen seitens der EZB deutlich gestiegen, seitdem nach mehreren negativen Zinsrunden stark gesunken.

Seit die EZB-Leitzinsen Mitte des Jahres allerdings ein Plateau erreicht haben, passiert wieder etwas auf dem Markt. Seit wenigen Monaten nämlich steigen die durchschnittlich angebotenen Zinsen trotz konstantem Leitzinsniveau wieder. Zu tun haben dürfte das mit einer etwas besseren Planbarkeit der Banken einerseits, aber auch einer verschärften Konkurrenz andererseits. Zuletzt hatte etwa die Zinserhöhung auf über 3 Prozent beim Consorsbank Tagesgeld für Aufsehen gesorgt.

Consorsbank Tagesgeld

  • 3,6 Prozent Zinsen für fünf Monate
  • 1 Prozent Zinsen für Bestandskunden
  • Hoher Anlagebetrag bis 1.000.000 Euro
  • Quartalsweise Zinsausschüttung
  • Hervorragende Einlagensicherung

Dass es nun wieder keine Veränderung bei den EZB-Leitzinsen gab, dürfte dazu führen, dass der verschärfte Wettbewerb weitergeht. Ob die Zinsen noch weiter in die Höhe schießen, bleibt abzuwarten. Das eine oder andere Angebot mit Tagesgeldzinsen für Neukunden jenseits der 3 Prozent wird es auf dieser Basis allerdings wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten wieder geben.

Attraktive Bedingungen für Sparer bei einigen Banken

Für Sparer sind das gute Nachrichten, denn die steigenden Zinsen bei vielen Banken sorgen dafür, dass man die Inflation mit einer sicheren Geldanlage schlagen kann. Gerade wer kein Problem mit dem sogenannten Tagesgeld-Hopping hat, kann sich aktuell immer wieder Zinsen von 3 Prozent und mehr zumindest für einige Monate sichern!

Besonders empfehlen können die reisetopia Finanzexperten bei einer mittelfristigen Anlage dabei besonders die folgenden Angebote:

Bank of Scotland Tagesgeld

  • Zinssatz: 3 Prozent p.a. (Willkommenszins)
  • Zinsgarantie: bis zu 12 Monate
  • Anlagebetrag: bis 50.000 Euro
  • Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
  • Zinsausschüttung: jährlich

Revolut Tagesgeld

  • Zinssatz: 4,25 Prozent p.a. (Neukunden)
  • Zinsgarantie: keine (Aktionszins 4 Monate)
  • Anlagebetrag: 25.000 Euro (Aktionszins)
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro
  • Zinsausschüttung: täglich

Suresse Tagesgeld

  • Zinssatz: 3,50 Prozent p.a.
  • Zinsgarantie: 6 Monate
  • Anlagebetrag: bis 999.999 Euro
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro
  • Zinsausschüttung: monatlich

Den höchsten Ertrag über zwölf Monate bietet unter den Alternativen aktuell das Bank of Scotland Tagesgeld: Neukunden erhalten seit dem 27. Juli 2026 einen Willkommenszins von 3 Prozent pro Jahr für bis zu zwölf Monate auf ein Guthaben bis 50.000 Euro.

Danach greift der reguläre Zins von 1,25 Prozent p.a. Die Zinsen werden allerdings nur jährlich zum Jahresende gutgeschrieben. Die Einlagen sind über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.

Bank of Scotland Tagesgeld

  • 3 Prozent Zinsen für Neukunden bis zu zwölf Monate
  • 1,25 Prozent Zinsen für Bestandskunden
  • Aktionszins bis 50.000 Euro
  • Jährliche Zinsausschüttung
  • Gute Einlagensicherung

Den höchsten Neukundenzins zahlt derzeit das Revolut Tagesgeld: 4,25 Prozent pro Jahr für vier Monate ab Kontoeröffnung, gültig für Neukunden und ein Guthaben bis 25.000 Euro. Die Zinsen werden täglich gutgeschrieben, eine Mindesteinlage verlangt Revolut nicht.

Nach einer Schonfrist von 30 Tagen bleibt der Aktionszins nur bestehen, wenn innerhalb von 30 Tagen drei Kartenzahlungen über jeweils mindestens 5 Euro anfallen; danach greift je nach Tarif ein regulärer Zins von bis zu 2,25 Prozent. Neu eröffnete Konten liegen bei der Deutschen Bank und sind damit über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.

Revolut Tagesgeld

  • 4,25 Prozent Zinsen p.a. für Neukunden (vier Monate)
  • Bis zu 2,25 Prozent Zinsen p.a. für Bestandskunden
  • Aktionszins bis 25.000 Euro Guthaben
  • Tägliche Zinsausschüttung
  • Deutsche Einlagensicherung für neue Konten

Wer die volle Zinsbindung ohne Bedingungen möchte, findet sie beim Suresse Tagesgeld: Neukunden sichern sich 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate, danach greift ein weiterhin überdurchschnittlicher regulärer Zins von 2,05 Prozent p.a.

Der Aktionszins ist über die gesamte Laufzeit garantiert, die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben. Die Einlagen sind über die spanische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.

Suresse Direkt Bank Tagesgeld

  • 3,50 Prozent Zinsen für sechs Monate
  • 2,05 Prozent Zinsen für Bestandskunden
  • Hoher Anlagebetrag bis 999.999 Euro
  • Monatliche Zinsausschüttung
  • Solide Einlagensicherung

Für alle, die lieber langfristig planen und nach einer stabilen Rendite suchen, kann sich ein Festgeldkonto oder Sparbrief eher lohnen. Im Unterschied zu Tagesgeldkonten bieten Festgeldkonten in der Regel höhere Zinssätze, da das Geld für eine bestimmte Laufzeit gebunden ist.

Den höchsten Ertrag über zwölf Monate liefert im Test der reisetopia Finanzexperten im September 2026 aktuell das Bigbank Festgeld: 3,15 Prozent pro Jahr bei einjähriger Laufzeit, 3,25 Prozent bei zwei Jahren und ebenfalls 3,25 Prozent bei drei Jahren. Die Mindestanlage liegt bei 1.000 Euro, abgesichert sind die Einlagen über die estnische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person.

Bigbank Festgeld

  • 2,35 bis 3,50 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 1 Monat bis 10 Jahre Anlagedauer
  • Ab 1.000 Euro Anlagebetrag
  • Zinsausschüttung: zum Laufzeitende oder jährlich
  • Ausbaufähige Einlagensicherung
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Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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