Erst Anfang Juli ist ALL – Accor Live Limitless in Deutschland als neuer Transferpartner von American Express Membership Rewards an den Start gegangen. Jetzt legen die beiden Unternehmen nach: In einer gemeinsamen Pressemitteilung kündigen American Express und Accor eine globale Partnerschaft an, die über den reinen Punktetransfer hinausgeht – und erstmals auch einen Hotelstatus umfasst.
Der aus Kundensicht spannendste Baustein: Inhaber der Platinum Card sollen künftig den ALL Accor Gold Status erhalten – ausdrücklich auch mit der Business und der Corporate Platinum Card. Die Partnerschaft erstreckt sich auf zwölf Märkte: Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Neuseeland, Österreich und Singapur. Der Rollout beginnt noch 2026 und erfolgt nach offiziellen Angaben schrittweise – welcher Markt wann an der Reihe ist, lassen die Unternehmen bislang offen.
Das Wichtigste in Kürze
- American Express und Accor weiten ihre Partnerschaft auf zwölf Märkte aus, darunter Deutschland
- Inhaber der Platinum Card sollen künftig den ALL Accor Gold Status erhalten
- Der Rollout startet 2026 in Phasen, einen konkreten Termin für Deutschland gibt es noch nicht
Gold Status mit Upgrades, Late Check-out und Bonuspunkten
Der ALL Accor Gold Status bringt laut Ankündigung kostenfreies WLAN, Willkommensleistungen, Late Check-out, Zimmer-Upgrades nach Verfügbarkeit sowie Bonuspunkte auf Aufenthalte mit sich. Damit deckt der Status genau die Vorteile ab, die Vielreisende im Hotelalltag am ehesten spüren – auch wenn Upgrades wie üblich unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit stehen.
Zur Einordnung: Regulär müsst Ihr für den Gold Status 30 Nächte pro Jahr in Accor Hotels verbringen oder 7.000 Statuspunkte sammeln, was rund 2.800 Euro Umsatz entspricht. Alle Details zu den Statusstufen findet Ihr in unserem Guide zu ALL Accor. Als Kartenvorteil ohne eigene Übernachtungen wäre der Status damit eine echte Aufwertung – zumal er sich sonst nur mit erheblichem Aufwand erreichen lässt.
Interessant ist die Neuerung vor allem wegen der Reichweite: Accor umfasst 45 Marken von Ibis über Novotel und Pullman bis hin zu Sofitel, Fairmont und Raffles – gerade in Europa ist die Gruppe flächendeckend vertreten. Entsprechend häufig dürfte sich der Status im Alltag tatsächlich nutzen lassen – deutlich öfter als mancher Status bei Ketten, die stärker auf Nordamerika oder Asien fokussiert sind. Viele Accor Hotels im gehobenen Segment lassen sich zudem mit zusätzlichen Vorteilen über unsere Hotelbuchungsplattform suitespot buchen.
Rollout in Phasen – der Punktetransfer ist in Deutschland schon live
In Deutschland ist der erste Teil der Partnerschaft bereits umgesetzt: Seit dem 6. Juli 2026 lassen sich Membership Rewards Punkte im Verhältnis von drei zu eins zu ALL Accor übertragen, wie wir in unserer News zum neuen Membership Rewards Transferpartner berichtet haben. Der Gold Status ist nun der zweite Baustein – hierzulande allerdings noch nicht freigeschaltet.
Einen konkreten Zeitplan nennen American Express und Accor nicht: Offiziell heißt es lediglich, die Partnerschaft werde ab 2026 in Phasen eingeführt, weitere Details zu den einzelnen Märkten sollen im Jahresverlauf folgen. Auch die Transferraten können sich demnach von Markt zu Markt unterscheiden – in Deutschland liegt sie wie beschrieben bei drei zu eins.
Für Inhaber der American Express Platinum Card ist die Ankündigung ein klarer Gewinn: Der Gold Status kommt ohne Zusatzkosten zur Karte hinzu und ergänzt bestehende Reisevorteile wie das Hotelprogramm Fine Hotels + Resorts. Zugleich gilt: Gold ist die mittlere von fünf Statusstufen bei ALL Accor – Suite-Upgrades und Lounge-Zugang bleiben den höheren Stufen vorbehalten. Ein Grund zur Klage ist das kaum, denn ein Hotelstatus dieser Reichweite fehlte der deutschen Platinum Card bislang.







