Das S-Neo Depot ist die Antwort der Sparkassen auf Trade Republic und Scalable Capital: Wertpapierhandel direkt in der App Sparkasse, ohne zweite Broker-App und ohne separates Verrechnungskonto. Wir zeigen Euch, was S-Neo wirklich kostet und für wen sich das Depot lohnt.

S-Neo Depot

  • Kostenlose Depotführung bis zu einem festgelegten Depotwert
  • Ordergebühr ab 0,95 Euro je nach Sparkasse bis 1,95 Euro
  • ETF-Sparpläne meist gratis schon ab kleinen Monatsraten
  • Aktien, ETFs und Fonds handelbar über Tradegate
  • Direkt in der App Sparkasse ohne zweite Broker-App

Gestartet ist S-Neo im April 2026 bei einigen wenigen Pilot-Instituten, inzwischen ist das Depot nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands bei rund 90 Prozent der gut 330 Sparkassen freigeschaltet. Damit erreicht das Angebot auf einen Schlag mehr als 20 Millionen Nutzer der Sparkassen-App. Der entscheidende Unterschied zu einem klassischen Neobroker: Es gibt keinen bundesweit einheitlichen Preis, denn jede Sparkasse legt ihre Konditionen selbst fest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Depot direkt in der App Sparkasse, ohne zusätzliche Broker-App und ohne separates Verrechnungskonto
  • Die Ordergebühr liegt je nach Sparkasse zwischen 0,95 und 1,95 Euro, die Depotführung ist meist kostenlos
  • ETF- und Fondssparpläne laufen bei den meisten Sparkassen gratis, vereinzelt kosten sie bis zu 0,95 Euro je Ausführung
  • Guthaben auf dem Verrechnungskonto bleibt unverzinst, hier sind die großen Neobroker klar im Vorteil

Weil die Preisliste am Ende von der eigenen Sparkasse abhängt, lohnt sich der Blick auf die Bandbreite: Zwischen der günstigsten und der teuersten Sparkasse liegt bei der Ordergebühr mehr als der doppelte Preis. Wir haben die Konditionen von acht Instituten Ende Juli 2026 direkt auf deren Seiten geprüft und ordnen ein, wo S-Neo gegen die etablierten Neobroker bestehen kann.

Für wen eignet sich das S-Neo Depot?

S-Neo richtet sich an Sparkassen-Kunden, die investieren wollen, ohne dafür die Bank zu wechseln oder eine weitere App einzurichten. Voraussetzung ist ein aktives Sparkassen-Girokonto, das gleichzeitig als Verrechnungskonto dient, dazu Online-Banking und ein Mindestalter von 18 Jahren. Wer diese Bedingungen erfüllt, eröffnet das Depot in wenigen Minuten in der App.

Geeignet fürWeniger geeignet für
✔️ Sparkassen-Kunden, die Girokonto und Depot in einer App führen wollen✘ Anleger, die eine Verzinsung ihres Cash-Guthabens erwarten
✔️ Einsteiger, die mit kleinen Beträgen einen ETF-Sparplan starten✘ Vieltrader, deren Sparkasse zu den teuren Instituten gehört
✔️ Anleger, die Beratung vor Ort schätzen und trotzdem digital handeln✘ Nutzer, die am Desktop handeln und analysieren möchten
✔️ Alle, die kein zusätzliches Konto bei einem Neobroker eröffnen möchten✘ Anleger mit Interesse an Kryptowährungen oder Derivaten

Der stärkste Grund für S-Neo ist damit weniger der Preis als die Bequemlichkeit: Wer ohnehin täglich in der Sparkassen-App unterwegs ist, sieht Konto und Depot nebeneinander und muss für einen Kauf nicht zwischen zwei Anwendungen wechseln. Genau diese Hürde hat viele Sparkassen-Kunden bislang davon abgehalten, überhaupt mit dem Investieren anzufangen.

Umgekehrt gilt: Wer bereits ein Depot bei einem Neobroker führt, gewinnt durch einen Wechsel wenig. Die Ordergebühren liegen auf ähnlichem Niveau, die Produktauswahl ist bei den etablierten Anbietern breiter und das Zinsangebot auf nicht investiertes Guthaben fehlt bei S-Neo vollständig.

Person nutzt mobiles Bezahlen mit dem Smartphone
S-Neo ist vollständig in die App Sparkasse integriert und braucht keine zweite Anwendung

Für Familien ist wichtig zu wissen, dass S-Neo ein Depot für volljährige Kunden ist. Wer für den Nachwuchs anlegen möchte, findet in unserem Kinderdepot Vergleich die passenderen Angebote.

Welche Leistungen bietet das S-Neo Depot?

S-Neo ist kein eigenständiger Broker, sondern eine Depot-Funktion innerhalb der Sparkassen-App. Technisch steht bei den meisten Instituten das DepotPlus des S Broker aus der Deka-Gruppe dahinter, die Oberfläche und die Preise kommen aber von der jeweiligen Sparkasse.

Depot und Girokonto in einer App

Das Depot erscheint nach der Eröffnung als weiterer Punkt in der Finanzübersicht der App Sparkasse. Käufe und Verkäufe werden über das bestehende Girokonto abgewickelt, ein separates Verrechnungskonto entfällt. Freigegeben wird jede Order über das gewohnte Verfahren der Sparkasse, also mit pushTAN oder einem vergleichbaren Verfahren.

Aktien, ETFs und Fonds über Tradegate

Gehandelt werden Einzelaktien, ETFs und aktiv gemanagte Fonds. Als Handelsplatz dient in der Regel Tradegate, Fondsanteile laufen direkt über die Kapitalverwaltungsgesellschaft, einzelne Sparkassen binden zusätzlich Zertifikate und Anleihen ein. Das Universum ist damit deutlich größer als der Fokus auf ETFs vermuten lässt, an die Handelsplatzauswahl eines klassischen Brokers reicht es aber nicht heran.

Sparpläne ab kleinen Beträgen

Der eigentliche Kern von S-Neo sind Sparpläne auf ETFs und Fonds. Die Mindestrate legt jede Sparkasse selbst fest und liegt in unserer Stichprobe zwischen 5 und 25 Euro im Monat. Bei den meisten Instituten wird die Ausführung nicht berechnet, was S-Neo für reine Sparplan-Anleger zu einer ernsthaften Option macht.

Pflanze waechst auf gestapelten Geldmuenzen in Erde
Bei den meisten Sparkassen laufen ETF-Sparpläne über S-Neo ohne Ausführungsgebühr

Wichtig ist dabei die Mindestrate der eigenen Sparkasse, denn sie entscheidet, wie fein sich ein Portfolio aus mehreren Positionen überhaupt aufteilen lässt.

Was S-Neo bislang nicht bietet

Kryptowährungen lassen sich über S-Neo bislang nicht handeln, die Sparkassen-Finanzgruppe hat einen entsprechenden Start allerdings für das laufende Jahr angekündigt. Ebenfalls nicht vorgesehen ist eine vollwertige Desktop-Oberfläche, wie sie Trade Republic und Scalable Capital inzwischen anbieten. Wer Kurse in Ruhe am großen Bildschirm analysieren möchte, ist mit einem Neobroker Vergleich besser bedient.

Welche Vorteile hat das S-Neo Depot?

Der größte Pluspunkt von S-Neo liegt nicht in einer einzelnen Kondition, sondern in der Kombination aus niedrigen Kosten und der vertrauten Umgebung. Für Anleger, die den Einstieg bisher gescheut haben, senkt das die Hemmschwelle spürbar.

Die wichtigsten S-Neo Vorteile im Überblick:

  • Keine zweite App und kein zusätzliches Verrechnungskonto nötig
  • Depotführung bei allen geprüften Sparkassen kostenlos, zumindest bis zu einem festgelegten Depotwert
  • Ordergebühren ab 0,95 Euro und damit auf Neobroker-Niveau
  • Sparpläne meist ohne Ausführungsgebühr und schon ab kleinen Monatsraten
  • Ansprechpartner in der Filiale, wenn es Fragen gibt

Niedrige Einstiegshürden

Die Eröffnung läuft vollständig digital in der App, eine erneute Identifizierung entfällt, weil die Sparkasse ihre Kunden bereits kennt. Genau das ist der Unterschied zu einem neuen Broker-Konto, bei dem Videoident, Freischaltung und die erste Überweisung mehrere Tage kosten können.

Günstige Konditionen für Sparplan-Anleger

Wer monatlich einen ETF bespart und ansonsten wenig handelt, zahlt bei den meisten Sparkassen exakt nichts. Weder für die Depotführung noch für die Ausführung fallen dann Kosten an, was S-Neo in dieser speziellen Nutzung mit den günstigsten Anbietern am Markt gleichzieht.

Beratung und Filiale im Hintergrund

Anders als bei den rein digitalen Anbietern gibt es bei Problemen einen Ansprechpartner vor Ort. Für Anleger, die zum ersten Mal Wertpapiere kaufen, ist dieser Rückhalt häufig mehr wert als ein paar Cent Unterschied bei der Ordergebühr.

Steuerlich unkompliziert

Die Sparkasse ist eine deutsche Depotbank und führt Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer automatisch ab. Ein Freistellungsauftrag lässt sich direkt hinterlegen, eine eigene Erklärung in der Steuererklärung entfällt in der Regel. Wie sich das von Auslandsbrokern unterscheidet, erklären wir im Ratgeber zur Depot Steuer.

Welche Nachteile hat das S-Neo Depot?

So überzeugend der Einstieg ist, so deutlich sind die Grenzen des Angebots. Vor allem beim Guthabenzins und bei der Preistransparenz muss sich S-Neo Kritik gefallen lassen.

Die wichtigsten S-Neo Nachteile im Überblick:

  • Keine Zinsen auf nicht investiertes Guthaben
  • Preise und Sparplan-Konditionen unterscheiden sich von Sparkasse zu Sparkasse erheblich
  • Kein vollwertiger Zugang über den Desktop
  • Nur für Kunden mit Sparkassen-Girokonto und ab 18 Jahren

Kein Zins auf das Verrechnungskonto

Weil das Girokonto als Verrechnungskonto dient, liegt nicht investiertes Geld unverzinst herum. Bei den großen Neobrokern ist eine Verzinsung des Guthabens dagegen längst Standard. Wer regelmäßig größere Beträge zwischenparkt, verschenkt bei S-Neo damit jedes Jahr Geld, das sich schnell auf ein Vielfaches der eingesparten Ordergebühren summiert.

Preise je nach Sparkasse unterschiedlich

Die dezentrale Preisgestaltung ist der eigentliche Schwachpunkt des Konzepts. Zwei Anleger mit identischem Depot zahlen bei verschiedenen Sparkassen unterschiedlich viel, ohne dafür eine andere Leistung zu bekommen. Ein Wechsel ist außerdem kaum möglich, denn die zuständige Sparkasse richtet sich nach dem Wohnort.

Kein Handel am Desktop

S-Neo ist konsequent auf die App ausgelegt. Für Sparplan-Anleger spielt das kaum eine Rolle, wer aber Watchlists pflegt, Charts vergleicht oder größere Summen bewegt, wird die Übersicht eines Web-Zugangs vermissen.

Welche Kosten fallen beim S-Neo Depot an?

Es gibt bei S-Neo keine bundesweite Preisliste. Die folgenden Konditionen haben wir Ende Juli 2026 direkt bei acht Sparkassen geprüft, sie zeigen die typische Bandbreite. Maßgeblich ist immer das Preis- und Leistungsverzeichnis der eigenen Sparkasse.

SparkasseOrdergebührDepotführungSparplan-Ausführung
Berliner Sparkasse0,95 Eurokostenlos bis 24.999,99 Euro, danach 0,25 Prozentkostenlos
Sparkasse KölnBonn0,95 Eurokostenloskostenlos
Sparkasse Leipzig0,95 Eurokostenloskostenlos
Sparkasse Trier0,95 Eurokostenlos bis 50.000 Euro, danach 0,10 Prozentkostenlos
Frankfurter Sparkasse0,95 Eurokostenlos0,95 Euro
Stadtsparkasse München1 Eurokostenlos bis 24.999,99 Euro, danach 0,0625 Prozent je Quartalkostenlos
LzO Oldenburg1,25 Eurokostenlos bis 25.000 Euro0,50 Euro
Sparkasse Nürnberg1,95 Eurokostenlos bis 99.999 Euro, danach 0,017 Prozent monatlichkostenlos

Auffällig ist, dass sich die Institute vor allem in zwei Punkten unterscheiden: bei der Ordergebühr und bei der Grenze, ab der die Depotführung etwas kostet. Wer größere Summen anlegt, sollte deshalb nicht nur auf den Orderpreis schauen, sondern auf die prozentuale Staffel darüber. Bei einem Depotwert von 100.000 Euro macht ein Unterschied von 0,10 zu 0,25 Prozent bereits 150 Euro im Jahr aus.

Geldscheine in einem Glas
Die Depotführung ist bei S-Neo nur bis zu einem festgelegten Depotwert kostenlos

Hinzu kommen mögliche Fremdkosten des Handelsplatzes, die die Sparkassen separat ausweisen. Sie fallen bei Tradegate gering aus, sind aber ein Grund dafür, dass die tatsächliche Abrechnung leicht über dem genannten Grundpreis liegen kann. Einen Überblick über Depots ganz ohne Grundgebühr gibt unser Vergleich zum kostenlosen Depot.

Wie schlägt sich S-Neo im Kostenvergleich?

Interessant wird S-Neo erst im direkten Vergleich mit den Anbietern, gegen die es antritt. Wir stellen das Angebot deshalb den beiden größten Neobrokern in Deutschland gegenüber.

KriteriumS-NeoTrade RepublicScalable Capital
Depotführungkostenlos, je nach Sparkasse ab 25.000 bis 100.000 Euro anteiligkostenloskostenlos im Free Broker
Ordergebühr0,95 bis 1,95 Euro1 Euro Fremdkostenpauschale0,99 Euro im Free Broker
ETF-Sparplanmeist kostenlos, teils bis 0,95 Eurokostenloskostenlos
Zinsen auf Guthabenkeinejaja, über ein separates Konto
Zugangnur App SparkasseApp und WebApp und Web

Bei den reinen Handelskosten liegen alle drei Anbieter praktisch gleichauf, solange die eigene Sparkasse zu den günstigen Instituten gehört. Der Unterschied entsteht an anderer Stelle, nämlich beim Guthaben, das nicht investiert ist.

Rechenbeispiel: Wer vier Orders im Jahr aufgibt, zahlt bei einer günstigen Sparkasse 3,80 Euro und bei der teuersten Sparkasse unserer Stichprobe 7,80 Euro. Liegen daneben dauerhaft 5.000 Euro als Reserve auf dem Verrechnungskonto, entgehen Euch bei einer unterstellten Verzinsung von zwei Prozent rund 100 Euro im Jahr. Der Zinsnachteil wiegt damit deutlich schwerer als jeder Unterschied bei der Ordergebühr.

Für reine Sparplan-Anleger, die ihr Geld vollständig investieren, relativiert sich dieser Punkt. Wer dagegen bewusst Liquidität hält, um bei Kursrücksetzern nachzukaufen, fährt mit einem klassischen Neobroker besser.

Zwei Personen sitzen vor einem Laptop mit Aktienkursen
Im Kostenvergleich entscheidet vor allem der Umgang mit nicht investiertem Guthaben

Wie gut die Sparkassen im breiteren Anbietervergleich abschneiden, zeigt auch der Blick auf unabhängige Tests. Eine Einordnung der bekanntesten Untersuchung findet Ihr in unserer Übersicht zum Depot Test der Stiftung Warentest.

Was steckt hinter S-Neo?

S-Neo ist keine neue Bank, sondern ein gemeinsames Produkt der Sparkassen-Finanzgruppe. Entwickelt wurde es, weil die Sparkassen in den vergangenen Jahren viele jüngere Kunden an digitale Broker verloren haben, die Wertpapiere ohne Beratungstermin und ohne Papierkram anbieten.

Abgewickelt wird das Depot bei den meisten Instituten über das DepotPlus des S Broker, der zur Deka-Gruppe gehört und damit selbst Teil der Sparkassen-Organisation ist. Einzelne Sparkassen setzen S-Neo stattdessen auf ihrem eigenen Depot auf, was die unterschiedlichen Preise zusätzlich erklärt.

Der Rollout begann im April 2026 mit vier Pilot-Instituten und ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Ob die eigene Sparkasse dabei ist, zeigt sich am schnellsten in der App: Taucht der Punkt für das Depot in der Finanzübersicht auf, ist S-Neo freigeschaltet.

Wie sicher ist das S-Neo Depot?

Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen. Sie gehören auch dann Euch, wenn die depotführende Bank in Schwierigkeiten gerät, und werden in diesem Fall herausgegeben oder übertragen. Das gilt bei S-Neo genauso wie bei jedem anderen deutschen Depot.

Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist dagegen eine klassische Einlage. Es unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung sowie dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe, das die Institute untereinander absichert. Aus Sicherheitssicht spricht damit nichts gegen S-Neo.

Welche Erfahrungen gibt es mit dem S-Neo Depot?

S-Neo ist erst seit dem Frühjahr 2026 auf dem Markt, eine breite Bewertungsbasis über Jahre gibt es deshalb noch nicht. Die bisherigen Rückmeldungen in Foren und Fachmedien fallen dennoch erstaunlich einheitlich aus.

Gelobt wird vor allem die Einfachheit: Depot eröffnen, ETF suchen, Sparplan anlegen, alles ohne Medienbruch. Kritik entzündet sich fast immer an den gleichen zwei Punkten, nämlich am fehlenden Zins auf das Verrechnungskonto und daran, dass Anleger die eigenen Konditionen erst im Preis- und Leistungsverzeichnis suchen müssen.

Wir bewerten S-Neo nach denselben Kriterien wie jedes andere Depot: Kosten, Produktauswahl, Bedienung, Sicherheit und Transparenz. In vier dieser fünf Punkte schlägt sich das Angebot solide, bei der Transparenz der Preise fällt es gegenüber den Neobrokern deutlich ab.

Wie eröffnet man das S-Neo Depot?

Die Eröffnung läuft vollständig in der App Sparkasse und dauert in der Regel nur wenige Minuten, weil sämtliche Daten bereits vorliegen.

  1. In der App Sparkasse anmelden und den Bereich für Wertpapiere öffnen
  2. Angaben zu Kenntnissen und Anlageerfahrung ausfüllen, das ist gesetzlich vorgeschrieben
  3. Konditionen im angezeigten Preis- und Leistungsverzeichnis prüfen
  4. Depot digital freigeben und Girokonto als Verrechnungskonto bestätigen
  5. Ersten Sparplan anlegen oder direkt eine Order aufgeben

Ein Depotübertrag von einem bestehenden Broker ist möglich, läuft aber nicht digital über die App, sondern über die Sparkasse. Wer nur den Sparplan verlagern will, lässt das alte Depot bestehen und startet bei S-Neo neu, das ist in der Praxis der schnellere Weg.

Frau sitzt mit Handy und Dokumenten an einem Tisch mit Laptop
Das Depot wird direkt in der App eröffnet, eine erneute Identifizierung entfällt

Zeitweise werben einzelne Sparkassen mit einer Neukundenaktion für die Depoteröffnung. Die Bedingungen unterscheiden sich von Institut zu Institut und sind meist befristet, ein Blick in die App lohnt sich deshalb vor der Eröffnung.

Welche Alternativen gibt es zum S-Neo Depot?

Wer nicht an die eigene Sparkasse gebunden sein möchte oder Wert auf verzinstes Guthaben legt, findet am Markt gleich mehrere Alternativen, die in vielen Punkten mehr bieten.

Trade Republic Depot

Der größte Neobroker in Deutschland ist die naheliegendste Alternative: kostenlose Depotführung, kostenlose Sparpläne, eine Verzinsung des Guthabens und zusätzlich eine Karte für den Alltag. Alle Details haben wir im Trade Republic Depot Test zusammengefasst.

Trade Republic Depot

  • Kostenlose Depotführung
  • Ordergebühren nur 1 Euro je Order
  • Schnelle Depoteröffnung über die App
  • Kostenfreie Sparpläne
  • Attraktive Sparzinsen auf nicht investierte Einlagen
  • Empfohlen von Stiftung Warentest (12/2025)

Scalable Capital Depot

Scalable Capital punktet mit einer sehr breiten Auswahl an Wertpapieren und Sparplänen sowie einem Zugang über App und Browser. Wie sich der Anbieter im Detail schlägt, lest Ihr in unserem Bericht zum Scalable Capital Depot.

Scalable Capital Depot

  • Kostenloses Depot
  • Günstige Ordergebühren ab 1 Euro
  • Vielfältige Assets und Sparpläne handeln
  • Übersichtliche Mobile App inklusive
  • Attraktive Zinsen auf inkludiertem Tagesgeldkonto
  • Empfohlen von Stiftung Warentest (12/2025)

S Broker Depot

Wer in der Sparkassen-Welt bleiben, aber mehr Funktionen nutzen möchte, findet beim S Broker den großen Bruder von S-Neo: mit Zugang über den Browser, deutlich mehr Handelsplätzen und einem größeren Produktangebot. Die Konditionen erklären wir im S Broker Depot Test.

S Broker

  • Kostenlose Depotführung
  • Günstige Ordergebühren ab 0,95 Euro
  • Über 7.000 Sparpläne verfügbar
  • Direkter Ansprechpartner durch Sparkassen-Netzwerk

Unser Fazit & Empfehlung zum S-Neo Depot

S-Neo ist das überzeugendste Digitalprodukt, das die Sparkassen seit Langem herausgebracht haben. Für Kunden, die ohnehin in der App Sparkasse unterwegs sind und regelmäßig einen ETF besparen wollen, ist es der einfachste denkbare Einstieg an die Börse, oft zu Konditionen, die sich hinter den Neobrokern nicht verstecken müssen.

Zwei Einschränkungen bleiben: Guthaben auf dem Verrechnungskonto wird nicht verzinst, und die Preise hängen davon ab, welche Sparkasse zuständig ist. Wer viel Liquidität hält, am Desktop handeln möchte oder bei einer der teureren Sparkassen ist, fährt mit einem klassischen Neobroker günstiger und flexibler. Für alle anderen gilt: Ein Blick in die eigene App lohnt sich, bevor das nächste Depot woanders eröffnet wird.

S-Neo Depot

  • Kostenlose Depotführung bis zu einem festgelegten Depotwert
  • Ordergebühr ab 0,95 Euro je nach Sparkasse bis 1,95 Euro
  • ETF-Sparpläne meist gratis schon ab kleinen Monatsraten
  • Aktien, ETFs und Fonds handelbar über Tradegate
  • Direkt in der App Sparkasse ohne zweite Broker-App

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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