In der Nähe von Durban liegt ein Hotel, das sich über die vergangenen Jahrzehnte einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat. Ob dieser berechtigt ist und was Euch vor Ort erwartet, zeige ich Euch in dieser ausführlichen The Oyster Box Durban Bewertung.
Inhaltsverzeichnis
Das The Oyster Box ist ein ikonisches Hotel direkt am Strand von Umhlanga, einem noblen Vorort von Durban, der für seine Strände bekannt ist. Bereits 1947 eröffnet und im Stil der englischen Kolonialzeit erbaut, wurde das historische Haus nach einer umfassenden Renovierung 2009 von der Hotelgruppe Red Carnation wiedereröffnet.
Red Carnation betreibt eine Reihe von Luxushotels in Großbritannien und Südafrika – darunter etwa das Twelve Apostles in Kapstadt. Mit seinen 86 individuell eingerichteten Zimmern, Suiten und Villen zählt das The Oyster Box Durban zu den bekanntesten Adressen der Region.
The Oyster Box Durban – die Buchung
Gebucht hatte ich das The Oyster Box Durban über American Express Fine Hotels & Resorts, das mit der American Express Platinum Card zur Verfügung steht. Im Rahmen der Buchung waren attraktive Vorteile inkludiert: ein garantierter Late Check-out um 16 Uhr, ein Upgrade auf ein größeres Zimmer mit Meerblick sowie das tägliche Frühstück.
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Gebucht war ursprünglich ein reguläres Zimmer mit Meerblick für knapp 500 Euro pro Nacht – dank des Upgrades durfte ich mich jedoch über ein Luxury Zimmer mit Meerblick freuen.
Schon der Empfang war ein Erlebnis: Begrüßt wurde ich ausgesprochen freundlich mit einem frisch gemixten Cocktail als Willkommensgetränk, und alle Vorteile wurden mir rasch erklärt.
Auf dem Zimmer erwartete mich zudem ein weiteres Willkommensgeschenk.
Insgesamt ein rundum gelungener Check-in, der Lust auf den restlichen Aufenthalt machte.
The Oyster Box Durban – die Lage
Das The Oyster Box Durban liegt in Umhlanga, einem noblen Vorort von Durban. Die Gegend gilt als sehr sicher, sodass man problemlos entlang der Promenade spazieren kann.
Nach Durban selbst fährt man etwa 20 Minuten, und auch der Flughafen ist in weniger als einer halben Stunde erreichbar. Das Hotel bietet zudem einen direkten, bewachten Zugang zur Strandpromenade und zu den Stränden – wo einem stets auch Wasser angeboten wird.
Von der gesamten Anlage genießt man einen direkten Meerblick, sodass man sich schnell wie in seiner eigenen Welt fühlt.
Besonders stimmungsvoll ist der Blick auf den berühmten Leuchtturm von Umhlanga, der gerade im Morgenlicht eine ganz eigene Atmosphäre verströmt.
Ein Zimmer mit Meerblick ist hier in jedem Fall klar empfehlenswert.
Der Aufenthalt im The Oyster Box Durban fand im Mai 2026 statt.
The Oyster Box Durban – das Zimmer
Das The Oyster Box Durban bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Zimmerkategorien – von Zimmern zur Gartenseite über Luxury Zimmer mit Meerblick bis hin zu verschiedenen Suiten und sogar eigenen Villen. Die Stile unterscheiden sich dabei, wobei die Zimmer im Haupthaus mit Meerblick klar zu empfehlen sind.
Mein Zimmer war eher klein, dafür aber im charmanten Kolonialstil eingerichtet und liebevoll mit Details ausgestattet. Alle Zimmer zum Meer verfügen zudem über einen tollen Balkon.
Der Eingangsbereich
Direkt am Eingang gelangt man in einen eher schmalen Bereich mit Zugang zum Bad. Hier findet sich allerdings nicht genügend Platz, um einen größeren Koffer bequem zu öffnen – mit viel Gepäck wird es also etwas umständlich.
Immerhin bieten zwei Schränke ausreichend Hänge- und Legefläche für die Garderobe.
Ein Safe ist ebenfalls untergebracht, Bügelbrett und Bügeleisen gibt es auf Anfrage.
Das Schlafzimmer
Auch das Schlafzimmer fällt nicht besonders groß aus, ist dafür aber ausgesprochen stilvoll und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet.
In den Luxury Zimmern ist das Bett direkt zur Fensterfront ausgerichtet, sodass man einen Traumblick auf das Meer schon aus dem Bett genießt. Das Bett ist nicht nur stilvoll im Kolonialstil gehalten, sondern auch sehr komfortabel und mit hochwertiger Bettwäsche bezogen.
Beidseitig steht jeweils ein Nachttisch mit Ablagefläche bereit, abends bringt der Turndown-Service Wasser. Steckdosen und Lichtschalter sind praktischerweise direkt am Bett vorhanden, und in der Ecke des Zimmers findet sich ein Flachbildfernseher.
Seitlich gibt es einen Schreibtisch, auf dem das Willkommensgeschenk platziert war. Hier stehen auch die Nespresso-Maschine mit Kapseln und Milch, die täglich aufgefüllt wird, sowie darunter eine kostenpflichtige Minibar.
Direkt daneben lädt ein bequemer Sessel mit Beistelltisch zum Verweilen ein – insgesamt geht es im Zimmer dadurch allerdings recht eng zu.
Wer Wert auf viel Platz legt, sollte daher eher zu einer der größeren Kategorien greifen.
Der Balkon
Der Balkon ist zwar nicht besonders groß, bietet aber zwei bequeme Sessel und einen Tisch.
Der Ausblick ist wirklich einmalig: Man blickt nur auf das Meer und den Leuchtturm, während die Promenade deutlich weiter unten liegt, sodass man von ihr kaum etwas mitbekommt. Sogar aus dem Bett hört man hier das Wellenrauschen.
Schöner kann man kaum wohnen.
Das Badezimmer
Im Verhältnis zum Zimmer fällt das Badezimmer überraschend groß aus. Heller und brauner Marmor wechseln sich an den Wänden ab und sorgen für eine edle, zeitlose Atmosphäre.
Der große Doppelwaschtisch bietet mehr als ausreichend Ablagefläche, dazu kommen flauschige Handtücher in ausreichender Zahl sowie ein Fön.
Positiv fällt zudem die große Badewanne auf, die zum Entspannen einlädt.
Die Toilette liegt zwischen Badewanne und Dusche und ist leider nicht abgetrennt.
Die Dusche selbst hat beim Regenduschkopf einen tollen Wasserdruck, einzig der Ablauf funktioniert nicht gut genug. Die Pflegeprodukte stammen von einer Eigenmarke, sind qualitativ aber gut. Insgesamt ein schönes, großzügiges Bad mit nur kleinen Schwächen.
Gerade in Kombination mit dem edlen Marmor wirkt das Bad ausgesprochen hochwertig.
The Oyster Box Durban – die Gastronomie
Das The Oyster Box Durban wartet mit einem breiten Angebot an Restaurants und Bars auf, die allesamt unglaublich stilvoll gestaltet sind. An die Lobby schließt etwa der gemütliche Palm Court an, in dem es unter anderem einen Afternoon Tea gibt.
Hinzu kommen das innenliegende Fine-Dining-Restaurant The Grill Room, das bei unserem Aufenthalt leider ausgebucht war, sowie das Restaurant The Ocean Terrace, in dem wir zweimal gegessen haben und in dem auch das Frühstück serviert wird. Dazu gibt es eine Pool Bar sowie weitere Bars wie die helle The Oyster Bar, die The Chukka Bar für Zigarren und die The Lighthouse Bar im obersten Stockwerk.
Darüber hinaus verfügt das Hotel über eine gemütliche Bibliothek, die ausschließlich den Gästen offensteht und kein gastronomisches Angebot bietet – ein schöner, ruhiger Rückzugsort.
Egal, wo man sich niederlässt – das Ambiente ist durchweg außergewöhnlich.
Das Frühstück
Das Frühstück serviert man auf der Terrasse des The Ocean Terrace – und der Ausblick dabei ist schlicht genial. So schön sitzt man wirklich selten.
Geboten wird eine Kombination aus à la carte und Buffet, wobei Säfte und Kaffee vom Barista direkt am Platz serviert werden. Das Buffet ist riesengroß und besteht aus mehreren Bereichen.
Bei den kalten Optionen erwartet einen eine genießerische Auswahl an verschiedenen Spezialitäten.
Hinzu kommt eine großzügige Auswahl an Wurst und Käse.
Besonders überzeugt hat mich die geniale Auswahl an Fischspezialitäten – darunter sogar Austern und verschiedene Lachssorten.
Dazu kommen eine hervorragende Auswahl an frischem Obst sowie diverse Joghurts, Müsli und mehr.
Verschiedene Brotsorten und jede Menge süßes Gebäck fehlen ebenso wenig wie ein umfangreiches warmes Buffet mit Klassikern und sogar asiatischer Küche.
Ein echtes Highlight ist die Station mit riesiger Auswahl an Toppings für frisch zubereitete Crêpes, Waffeln und Pfannkuchen.
Darüber hinaus gibt es ein breites à la carte Angebot mit allem, was das Herz begehrt – von Eggs Benedict über Avocado Toast bis zu weiteren Eierspezialitäten.
Die Qualität ist wirklich hervorragend, einzig die Gerichte kamen teilweise nicht ganz gleichzeitig. Insgesamt aber ein absolut überragendes Frühstück.
Das Abendessen
Zu Abend gegessen haben wir zweimal im The Ocean Terrace, das jeden Abend ein Curry Buffet anbietet. Die zahlreichen verschiedenen Currys waren ausgesprochen lecker und preislich in Ordnung, dazu gab es ein paar weitere kleine Snacks.
Ansonsten haben wir auch viele à la carte Speisen probiert – darunter eine hervorragende Pizza aus dem Ofen.
Die Burrata als Vorspeise konnte ebenso überzeugen wie das qualitativ hervorragende Rinderfilet und der Fisch. Ein wirklich tolles Abendessen, das meist sogar von Livemusik begleitet wurde.
Einzig der Service war hier nicht durchgängig so gut wie sonst im Hotel.
Die Cocktails
Für den Abschluss eines Tages bietet sich die The Lighthouse Bar im obersten Stockwerk an, die mit einer tollen Atmosphäre und einem Traumblick punktet.
Das Cocktail-Angebot ist breit und die Preise sehr fair. Die beiden Cocktails, die ich probiert habe, waren beide sehr gut, dazu gibt es Barsnacks.
Der Service zeigte sich hier zudem extrem zuvorkommend.
The Oyster Box Durban – die Erholung
Im Bereich Erholung hat das The Oyster Box Durban einiges zu bieten: einen tollen Garten und Pool mit Blick auf das Meer, einen weiteren Pool im Garten hinter dem Hotel, dazu das Spa und den Fitnessraum sowie den Strand direkt vor der Tür.
Gerade die Kombination aus Pool, Strand und Spa macht den Aufenthalt hier zu etwas Besonderem.
Der Strand
Über den privaten Weg des Hotels gelangt man direkt an einen schönen Sandstrand neben dem Leuchtturm.
Geht man vom Hotel kommend nach links, findet man zudem weitere Strände, die zu den schönsten in Umhlanga zählen.
Der bewachte Zugang sorgt dabei für ein durchweg sicheres Gefühl.
Die Pools
Das besondere Highlight ist fraglos der Pool mit Blick auf den Leuchtturm und das Meer. Allein optisch – mit den rot-weißen Schirmen und dem Ausblick – ist dies sicherlich einer der schönsten Pools, die ich bislang kennenlernen durfte.
Der Pool ist angenehm breit und lang zum Bahnenschwimmen, allerdings nur auf einer Seite wirklich tief. Rund um den Pool laden zahlreiche Liegestühle mit bequemen Auflagen zum Verweilen ein – besonders die Liegen eine Ebene tiefer mit demselben Blick sind empfehlenswert, da man dort weniger vom Restaurant beobachtet wird. Die Liegen werden einem vom Personal hergerichtet, Wasser gibt es kostenlos, Getränke und Snacks lassen sich am Platz bestellen.
Etwas ruhiger ist es am zweiten Pool, der zwar keinen Meerblick bietet, dafür aber schön in den Garten eingebettet ist. Hier gibt es ebenfalls zahlreiche Liegen, je nach Tageszeit viel Sonne und Palmen für zusätzliche Atmosphäre.
So findet hier jeder das passende Plätzchen.
Der Fitnessraum
Aus meiner Sicht ist der Fitnessraum die kleine Schwäche des Hotels, da er sehr klein ausfällt – bei unserem Besuch funktionierte zudem die Klimaanlage nicht richtig.
Geboten werden ein halbes Dutzend eng beieinanderstehender Cardiomaschinen, ein Multifunktionsgerät sowie eine Auswahl an Hanteln und eine Hantelbank.
Ein paar Yogamatten, Wasser und Handtücher gibt es ebenfalls, ansonsten fällt das Angebot aber eher schwach aus.
Das Spa
Das Spa macht dagegen einen sehr charmanten Eindruck, schon dank des Teichs davor, und bietet ein breites Angebot an verschiedenen Behandlungen.
Zusammen mit dem Garten ringsum entsteht hier eine ausgesprochen ruhige, fast schon meditative Atmosphäre.
The Oyster Box Durban – der Service
Besonders hervorzuheben ist der Service: Das Personal ist nicht nur sehr freundlich, sondern auch ausgesprochen entgegenkommend. Als sich etwa wegen eines Flecks auf einer Poolliege ein Fleck auf einem Kleid bildete, wurde dieser sofort und proaktiv gereinigt.
Einzig mit einer Restaurantreservierung gab es einmal Probleme, und im Restaurant am Abend war der Service teilweise etwas langsam. Ansonsten überzeugte das Haus aber auch in dieser Hinsicht, wobei besonders die Rezeption ausgesprochen zuvorkommend war.
The Oyster Box Durban – das Fazit
Unterm Strich ist das The Oyster Box Durban ein tolles Hotel mit einem ganz besonderen kolonialen Charme. Von der Lobby über die Restaurants bis zu allen weiteren öffentlichen Bereichen ist alles wunderschön gestaltet, und der Ausblick aus den Zimmern mit Meerblick – aber auch aus dem Restaurant und der Bar – ist wirklich außergewöhnlich.
Hinzu kommen die hohe Qualität bei Frühstück und Abendessen, die wunderschöne Poolanlage und die tolle Lage direkt an der Promenade. Auch wenn die Zimmer eher klein und der Fitnessraum die Schwäche des Hauses sind, ergibt sich daraus eine klare Empfehlung für alle, die auf der Suche nach einem ganz besonderen Hotelerlebnis sind – ähnlich wie schon beim Belmond Mount Nelson Hotel in Kapstadt.

