Alpenpanorama, satte Bergwiesen, eindrucksvolle Metropolen – und ganz im Süden plötzlich Palmen, Seebrise und mediterranes Licht. Genau dort, am Ufer des Lago Maggiore, liegt ein Haus, das sich selbst als einziges echtes Beach Resort der Schweiz bezeichnet. Warum das keine leere Marketingformel ist, lest Ihr in unserer Hotel Eden Roc Ascona Bewertung.
Inhaltsverzeichnis
- Hotel Eden Roc Ascona – die Buchung
- Hotel Eden Roc Ascona – die Lage
- Hotel Eden Roc Ascona – das Zimmer
- Hotel Eden Roc Ascona – die Gastronomie
- Hotel Eden Roc Ascona – die Erholung
- Hotel Eden Roc Ascona – die Aktivitäten
- Hotel Eden Roc Ascona – Mein Highlight
- Hotel Eden Roc Ascona – Das hätte besser sein können
- Hotel Eden Roc Ascona – das Fazit
- Weitere suitespot Bewertungen
Ascona ist eine Besonderheit in der Schweiz. Das malerische Küstenstädtchen im Tessin lebt von einer Piazza direkt am Wasser, von cafégesäumten Promenaden, von Palmen und einer Architektur, die eher an Norditalien erinnert als an die Innerschweiz. Wer hier ankommt, merkt schnell: Das Tessin spielt nach eigenen Regeln – und das Hotel Eden Roc Ascona ist die luxuriöseste Adresse des Kantons.
Hotel Eden Roc Ascona – die Buchung
Ich durfte das Hotel Eden Roc Ascona im Rahmen einer Pressereise über mehrere Tage kennenlernen. Das Resort ist saisonal geöffnet und empfängt seine Gäste in diesem Jahr vom 2. April bis zum 25. Oktober. Der Einstiegspreis für eine Nacht ist abhängig von der Saison und liegt teilweise bei 600 Euro pro Zimmer. In der Hochsaison zwischen Hochsommer und den ersten Herbstwochen liegen die Raten spürbar darüber.
Der beste Buchungsweg führt in der Regel über suitespot.com. Dort erhaltet Ihr nicht nur den VIP-Service, sondern bekommt weitere Vorzüge kostenfrei obendrauf – ohne dass Ihr dafür mehr bezahlt als bei einer Direktbuchung. Ohnehin ist im Zimmerpreis in Ascona einiges enthalten, was andernorts extra kostet: das Frühstücksbuffet mit à-la-carte-Optionen, der Zutritt zum Spa, das Fitness- und Yogaprogramm, Leihfahrräder, der Shuttle vom Bahnhof Locarno und das Ticino Ticket für den öffentlichen Nahverkehr.
Bei meiner Anreise wurde ich bereits am Bahnhof Locarno herzlich vom Chauffeurservice des Hotels empfangen. Von dort ist es nur eine kurze Autofahrt bis zur Auffahrt am Haupthaus, in dem auch die Rezeption liegt. Um mein Gepäck musste ich mich nicht kümmern, das nahm mir das aufmerksame Personal direkt ab. Der Check-in verlief schnell und unkompliziert, dazu gab es eine Resort-Map. Auf Wunsch zeigt Euch ein Mitarbeiter gleich die wichtigsten Orte, bevor Ihr aufs Zimmer gebracht werdet.
Exklusive Vorteile bei jeder Buchung:
Zur reisetopia Hotels Premium Mitgliedschaft anmelden und Vorteile genießen!
Exklusive Luxushotels & besondere Angebote direkt in Euer Postfach!
Mit suitespot profitiert Ihr dabei von exklusiven Vorteilen im Wert von bis zu 500 Euro pro Aufenthalt. Für ein Reiseerlebnis auf höchstem Niveau.
Hotel Eden Roc Ascona – die Lage
Der Lago Maggiore ist einer der größten Seen Europas, und das Hotel Eden Roc Ascona liegt nicht irgendwo an seinem Ufer, sondern direkt am Wasser – mit eigenem Strand, eigenem Bootssteg und einem kleinen Yachthafen. Rund 500 Meter privater Wasserzugang vom Garten gehören zum Resort. Besonders das Design sorgt für Aufsehen: Vom Wasser aus betrachtet erinnert eines der drei Haupthäuser an eine elegante Segelyacht, die über den See schippert.
Erbaut wurde das Hotel Eden Roc Ascona, welches in der Vergangenheit bereits als bestes Ferienhotel der Schweiz gekürt wurde, bereits 1971, und das merkt man ihm an den schönsten Stellen an: glänzende Marmorböden, eine imposante Palazzo-Decke in der Lobby, geschwungene Treppenhäuser. Heute verteilen sich die 95 Zimmer und Suiten auf drei Häuser, die einmal eigenständige Hotels waren und über die Jahre zum Resort zusammengewachsen sind. Geführt wird das Eden Roc als Teil der familiengeführten Tschuggen Collection – über die Wiedereröffnung des Hauses nach einigen umfassenden Renovierungsarbeiten haben wir bereits berichtet.
Auf dem Gelände finden sich Spuren, die weit über den Inbegriff der Ferienhotellerie hinausgehen. Besonders die Casa Epper erzählt davon: Das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des Schweizer Expressionisten Ignaz Epper und seiner Frau Mischa ist heute ein Ort für Kunstausstellungen und Begegnung. Zu wissen, dass an diesem Ort auch Gespräche mit Bedeutung für die Nachkriegszeit stattgefunden haben sollen, lässt mich das Ensemble noch einmal anders betrachten.
Auch das La Casetta, einst ein Bootshaus und heute ein Restaurant im Garten des Hotels, gibt dem Eden Roc eine historische Verbundenheit. Zwischen den Gebäuden liegt eine weitläufige Gartenanlage mit Rasenflächen, Palmen und Liegewiesen, die bis ans Ufer reicht. Jetzt im Sommer lockt zusätzlich die Wassersportschule mit Segelstunden, Wasserski, Wakeboard und Stand-up-Paddling.
Für die Anreise von außerhalb der Schweiz bietet sich in der Regel ein Flug nach Zürich an. Von dort braucht Ihr mit Auto oder Bahn knapp drei Stunden bis nach Ascona. Alternativ könnt Ihr aus Deutschland via Zürich und Luzern komplett mit dem Zug anreisen, was allerdings deutlich länger dauert. Auch ein Flug nach Mailand mit anschließender Weiterfahrt per Auto oder Zug ist eine Option.
Ich bin vom Flughafen Zürich mit der Bahn gefahren. Die Fahrt dauert rund zweieinhalb Stunden und man genießt direkt ein herrliches Panorama.
Der Ortskern von Ascona ist vom Hotel aus in wenigen Minuten erreichbar – zu Fuß am Seeufer entlang oder mit einem der kostenfreien Fährräder des Hotels, zu denen auch E-Bikes gehören. Genau diese Mischung macht die Lage so stark: Ihr wohnt in einem abgeschlossenen Resort mit eigenem Wasserzugang und seid trotzdem in kürzester Zeit mitten im Ort und an den Badestränden.
Der Aufenthalt im Hotel Eden Roc Ascona fand im Mai 2026 statt.
Hotel Eden Roc Ascona – das Zimmer
Spannend ist vor allem, wie das Eden Roc seine Vergangenheit nicht einfach beibehält, sondern immer wieder neu interpretiert. Besonders deutlich wird das im renovierten Hauptgebäude, wo Euch Zimmer und Suiten in einem neuen, modernen Design erwarten, das den starken Nachhaltigkeitsgedanken des Hauses keinesfalls vernachlässigt.
Dabei sei festgehalten, dass das Hotel Eden Roc Ascona mehrere Zimmer- und Suitenkategorien umfasst – von Comfort- und Deluxe-Doppelzimmern über Panorama-Zimmer bis hin zu Junior Suiten und Suiten mit einem oder zwei Schlafzimmern. Das Interessante daran: Nicht einmal Zimmer derselben Kategorie sind identisch gestaltet. Durch die verschiedenen Grundrisse der Etagen ist fast jedes Zimmer ein Unikat.
Der Wohnbereich
In meinem Fall, Zimmer 201, hatte ich das Gefühl, dass hier bewusst eine moderne Leichtigkeit geschaffen wurde, ohne den Charakter des Hauses zu verlieren. Die Gestaltung wirkt heller, klarer und zeitgemäßer, dabei aber nicht überzogen. Vielmehr fand ich eine italienisch angehauchte Atmosphäre vor. Ein großzügiger Eingangsbereich führt direkt in das Wohnzimmer, das über eine Schiebetür an das Schlafzimmer angrenzt.
Im Wohnzimmer stehen Euch eine Couch samt Tisch zur Verfügung, wo für mich am ersten Abend ein kleines Willkommensgeschenk wartete: ein kleiner Kuchen, ein Obstkorb und eine sehr leckere, hausgemachte Limonade. Persönlich schön fand ich die blumigen Gardinen, die der sonst zurückhaltend gestalteten Einrichtung einen farblichen Touch verleihen.
Auch hier gibt es einen Fernseher. Darunter befindet sich weiterer Stauraum, dazu die Minibar samt Nespresso-Maschine und eine kleine Kaffee- und Teestation mit Gläsern und Tassen. Bemerkenswert fand ich, dass es keine klassische Klimaanlage gibt – dem grünen Fußabdruck zuliebe. Über einen Regler lässt sich die Temperatur trotzdem nach Wunsch einstellen, auch kühler.
Vom Wohnzimmer geht der offene Kleiderschrank ab, der viel Stauraum bietet. Hier findet Ihr auch den Safe, die Bademäntel, die Schlappen und den Haarföhn. Praktisch: Vom Kleiderschrank gelangt Ihr direkt weiter ins Badezimmer, sodass ein kleiner Rundlauf durch das Zimmer entsteht.
Vom Wohnzimmer aus gelangt Ihr außerdem auf den ersten Balkon. Auch hier gibt es Sitzgelegenheiten sowie eine Sonnenliege. Bei meinem Aufenthalt Anfang Mai durfte ich mich bereits über sonniges Wetter und warme Temperaturen freuen. Die Temperatur im Zimmer empfand ich als äußerst angenehm, kann mir jedoch vorstellen, dass es gerade im Hochsommer durch die durchgehenden Fensterfronten deutlich wärmer werden kann.
Der Blick geht hinunter zum nicht beheizten Außenpool – einem von insgesamt dreien – und natürlich auf den Lago Maggiore. Genau in solchen Momenten versteht man, warum das Haus so gern mit dem Bild der Segelyacht spielt: Die verglasten Balkone lassen die Grenze zwischen Zimmer und See regelrecht verschwimmen.
Das Schlafzimmer
Vom Wohnzimmer gelangt man direkt in das noch einmal größere Schlafzimmer. Auch hier beeindruckt die fast durchgängige Fensterfront – dadurch könnt Ihr tatsächlich mit Seeblick aufwachen. An der einzigen kleinen Wand ohne Glas befinden sich ein Schreibtisch sowie der Fernseher.
Das Kingsize-Bett war außergewöhnlich gemütlich, das Gleiche gilt für die Kissen. Auf Wunsch könnt Ihr im Hotel Eden Roc Ascona auch aus einem Kissenmenü auswählen. Schlaf und Erholung ist eine der fünf Säulen des Moving Mountains Programms, das die Tschuggen Collection unter den Stichworten MOVE, PLAY, NOURISH, REST und GIVE zusammenfasst.
Neben dem Bett steht ein kleiner Sessel, den ich persönlich etwas fehlplatziert finde. Wer allein reist und bei weniger gutem Wetter mit Blick auf den See ein Buch lesen will, hat hier allerdings einen guten Platz gefunden. Auch ein kleines Leselicht gibt es.
Der Fernseher lässt sich bequem verstellen, sodass Ihr auch vom Bett aus einen Film schauen könnt. Am Schreibtisch daneben lässt es sich zudem gut arbeiten – mit einem Ausblick, den es am Lago Maggiore schöner kaum geben dürfte.
Die beiden Nachttische sind modern ausgestattet. Direkt am Kopfende der beiden Bettseiten befinden sich Steckdosen, Lichtschalter und USB-C-Anschlüsse. Auf dem Nachttisch fand ich außerdem zwei große Wasserflaschen vor, die täglich kostenfrei nachgestellt wurden.
Neben den leichten Blumenvorhängen gibt es blickdichte Gardinen, die jeden Abend vom Turndown Service zugezogen wurden. Kein Detail, das man erwähnen müsste – wäre da nicht das, was zusätzlich auf dem Bett lag.
Denn jeden Abend wird eine Gutenachtgeschichte auf Eurem Bett platziert. Dieses kleine Ritual gehört ebenfalls zum Moving Mountains Programm. Wer möchte, kann gegen Aufpreis zusätzlich einen Dream Butler buchen: Das Programm umfasst eine Massage sowie ein Abendritual mit anschließendem gemütlichen und gesunden Dinner auf dem Zimmer. Ganz privat.
Wie bereits erwähnt, erinnert das Haus an eine moderne Segelyacht. Die verglasten Balkone unterstreichen diesen Charakter. Durch die Ecklage meines Zimmers gab es sogar einen zweiten, spitz zulaufenden Balkon – ebenfalls mit Seeblick.
Dass sich zwei Außenbereiche in einem Zimmer dieser Kategorie finden, ist keine Selbstverständlichkeit und war für mich einer der schönsten Aspekte des Aufenthalts. Morgens der Kaffee auf der einen Seite, abends der Aperitif auf der anderen.
Das Badezimmer
Entgegen dem modernen Schlafzimmer wirkt das Badezimmer etwas rustikaler und klassischer. Dunkler Naturstein, viel Fläche, klare Linien. Es bietet Euch aber vor allem eines: Platz. Ideal, wenn Ihr hier zu zweit unterwegs seit.
Das Doppelwaschbecken bietet die gewohnten Annehmlichkeiten: kleine Handtücher, Duschgel, Waschlotion und Body-Lotion. Auch das WC ist Teil des Badezimmers und nicht noch einmal separat mit einer Tür versehen – für Paare ist das ein Punkt, den man vorher wissen sollte.
Gut gefallen hat mir der leicht abgetrennte Bereich der Badewanne, auch wenn ich insgesamt ein Tageslicht-Bad schöner gefunden hätte. Die freistehende Wanne ist großzügig geschnitten und lädt nach einem langen Tag am See tatsächlich zum Verweilen ein.
Ein Pluspunkt ist das bereitgestellte Badesalz samt Kerze, mit dem man sich direkt ein wohltuendes Bad einlassen kann. Solche Kleinigkeiten kosten das Haus wenig und machen den Unterschied zwischen einem guten und einem durchdachten Badezimmer aus.
Die Regendusche ist äußerst komfortabel und mit einer zusätzlichen Handbrause ausgestattet. Die Handtuchhalter sind direkt neben der Tür angebracht, sodass Ihr nicht tropfend durch das halbe Bad laufen müsst.
Getreu dem nachhaltigen Standard des Hotel Eden Roc Ascona stehen die Pflegeprodukte in Originalgröße bereit – sie stammen von nooii aus Zürich. Auch das passt zum Anspruch des Hauses, das als Teil der Tschuggen Collection auf eine klimaneutrale Gebäudeinfrastruktur und eine Green-Globe-Zertifizierung verweist.
Den Haarföhn findet Ihr übrigens nicht im Bad, sondern im Kleiderschrank. Ein kleiner Umweg, an den man sich nach dem ersten Morgen aber schnell gewöhnt.
Hotel Eden Roc Ascona – die Gastronomie
Das Hotel Eden Roc Ascona bietet Euch mehrere gastronomische Konzepte, die von klassischen Bar-Snacks und Cocktailkreationen über ausgefallene, pflanzenbasierte Küche bis hin zu mediterranen Genüssen reichen. Insgesamt gehören vier Restaurants und zwei Bars zum Resort – und über das Resort Dine Around könnt Ihr zwischen ihnen wechseln.
Das Aushängeschild ist das La Brezza, das mit zwei MICHELIN Sternen und 19 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet ist. Executive Chef Marco Campanella wurde zum Koch des Jahres 2025 gewählt. Das Eden Roc Restaurant als Hauptrestaurant im Haupthaus kommt seinerseits auf 15 GaultMillau-Punkte, dazu kommen das Marina direkt am Ufer und das La Casetta im Garten.
Bei schönem Wetter verlagert sich das Geschehen ohnehin nach draußen. Die Terrassen liegen zwischen Palmen und Pool, teils überdacht, teils in der Sonne – und jede von ihnen hat eine andere Perspektive auf den See.
Das Frühstück
Gefrühstückt wird im Eden Roc Restaurant. Bei schönem Wetter in den Sommermonaten könnt Ihr das Frühstück auf der Terrasse einnehmen, es gibt aber auch schöne Tische im Inneren, direkt am Fenster. Ich habe mich beide Male für drinnen entschieden – wegen des Blicks auf den See und der ruhigeren Atmosphäre.
Direkt am Restauranteingang ist das Buffet aufgebaut. Dieses konzentriert sich auf einen einzigen Bereich, bietet jedoch eine hervorragende Auswahl an lokalen und internationalen Klassikern. Warme Komponenten gibt es hier allerdings nicht – dafür könnt Ihr auf Wunsch zahlreiche À-la-carte-Gerichte bestellen.
Frisch gebacken wird das Brot, und die Auswahl ist durchaus üppig. Zudem gibt es, typisch für die Nähe zu Italien, eine Reihe an Kuchenkreationen sowie süße Klassiker. Auch vegane Croissants befinden sich hier.
Typisch für die Schweiz und etwas, worauf ich mich besonders gefreut habe, war die Käseauswahl. Sie ist breit aufgestellt und sauber sortiert, ergänzt um Nüsse, Honig aus der Region und passendes Brot.
Dazu kommt eine breite Wurst- und Fischauswahl mit Räucherlachs und italienischen Aufschnitten. Kleiner fällt die Auswahl an Obst und Gemüse aus – dafür waren die Erdbeeren und Heidelbeeren durchgehend von sehr guter Qualität.
Durch das Moving Mountains Programm, bei dem bewusst auf pflanzenbasierte Ernährung geachtet wird, gibt es auch beim Frühstücksbuffet immer wieder vegane Alternativen – zum Beispiel beim Bircher Müsli. Auch laktosefreie Optionen sowie Milchalternativen stehen bereit.
Von den À-la-carte-Optionen habe ich mir ein Eiweißomelette bestellt. Die Qualität der Eierspeisen war durchgängig sehr gut, und auch der Service arbeitete rasch, obwohl das Restaurant an meinem letzten Tag sehr gut gefüllt war. Neben Eierspeisen stehen Smoothie Bowls, Waffeln, Avocado und Smoothies auf der Karte, Kaffee und Tee bestellt Ihr ebenfalls am Tisch.
Das Abendessen
Am ersten Abend gab es ein mehrgängiges Menü aus dem Moving Mountains Programm im Eden Roc Restaurant. Komplett vegan – und ehrlich gesagt eines der überzeugendsten pflanzenbasierten Menüs, die ich in einem Hotel dieser Kategorie gegessen habe.
Die Gänge waren handwerklich präzise und optisch alles andere als brav. Statt Gemüse als Beilage zu behandeln, stand es konsequent im Mittelpunkt – mit Texturen und Röstaromen, die den Verzicht auf tierische Produkte zu keinem Zeitpunkt spürbar machten.
Am zweiten Tag ging es zum Abendessen ins Restaurant Marina. Auch hier gab es ein Menü, diesmal mit drei Gängen und einer Auswahl an Fisch, einer mediterranen Vorspeise sowie einem Dessert.
Das Ambiente ist schön maritim: Alles ist in Weiß und Blau gehalten, wie die Farben des Lago Maggiore. Im Sommer könnt Ihr hier auch auf der Terrasse direkt am Wasser essen, was die Verbindung zum See noch einmal verstärkt.
Kulinarisch bleibt das Marina bewusst geradliniger als das Eden Roc Restaurant. Der Fischgang war präzise gegart und angenehm gewürzt – hier geht es weniger um Inszenierung als um Produktqualität. Die Qualität der Gerichte im Eden Roc Ascona kann sich wirklich sehen lassen.
Ergänzt wird das Angebot im Sommer durch ein wöchentliches BBQ und freitags durch italienische Livemusik auf dem Pontile. Wer mag, lässt den Abend danach an der Bar ausklingen.
Hotel Eden Roc Ascona – die Erholung
Der Erholungsbereich ist einer der Gründe, warum das Eden Roc als Resort und nicht als Stadthotel funktioniert. Drei Pools, ein 2.000 Quadratmeter großer Spa, ein Fitnessbereich, ein Yogaraum, dazu Liegeflächen auf den Terrassen und in den Gärten – immer mit Blick auf den See. Sehr idyllisch.
Es gibt zudem einen Poolservice mit Drinks und kleinen Speisen, sodass Ihr für einen Snack zwischendurch die Liege nicht verlassen müsst. Wer im Hochsommer anreist, sollte wissen: Nicht alle Außenpools sind nicht beheizt.
Die Pools
Der größte der drei Außenpools liegt zwischen Palmen und Liegewiese und ist der Ort, an dem sich tagsüber das Resortleben abspielt. Die Liegen sind großzügig verteilt, sodass es selbst bei guter Auslastung nie eng wirkt.
Das Besondere ist der große Innenpool im Haupthaus, der in einen der Außenpools übergeht. Ihr könnt also aus der Halle nach draußen schwimmen – ein Detail, das gerade in der Vor- und Nachsaison Gold wert ist. Ergänzt wird das Ganze um einen Hydromassage-Pool mit acht Sprudeldüsen und einen Kneipp-Pfad.
Dazu kommen der Privatstrand und die hoteleigene Marina, an der die Boote des Hauses liegen. Wer will, verbringt hier einen kompletten Tag, ohne das Gelände zu verlassen.
Der Spa
Der Eden Roc Spa erstreckt sich über rund 2.000 Quadratmeter und wurde vom Asconeser Innenarchitekten Carlo Rampazzi gestaltet. Das merkt man sofort: warme Terracotta-Töne, geschwungene Formen, viel Handschrift. Ein Wellnessbereich, der nicht aussieht wie jeder andere.
Sieben Behandlungsräume stehen für das Massage- und Kosmetikangebot zur Verfügung, dazu kommen ein Coiffeur und eine Nail Lounge. Behandlungen sind im Sommer von 9 bis 20 Uhr buchbar, die Wasserwelt und der Fitnessbereich öffnen bereits um 7 Uhr.
Die Saunawelt ist ab 12 Uhr geöffnet und umfasst eine gemischte Sauna sowie einen separaten Saunabereich nur für Damen – ein Punkt, der in der Praxis deutlich mehr Gäste freut, als man annehmen würde.
Ergänzt wird das Angebot um ein Dampfbad mit rund 45 Grad, Erlebnisduschen und eine Kaltwasserzone. Wer die Runde einmal komplett durchläuft, braucht dafür gut eineinhalb Stunden.
Der Ruheraum mit seinen Liegen und der Lounge-Bereich mit Wasserstation, Tee und frischem Obst runden den Spa ab. Beides ist bewusst dunkel und ruhig gehalten – ein deutlicher Kontrast zur hellen Poollandschaft draußen.
Der Fitnessbereich
Zusätzlich gibt es ein Fitnessprogramm samt Fitnessstudio. Für die Größe des Hotels finde ich den Raum jedoch etwas zu klein – gerade zu Stoßzeiten am Morgen kann es hier mal eng werden.
Ausgestattet ist er dafür gut: moderne Cardiogeräte mit Blick in den Garten, ein Multifunktionsgerät und ein sauber sortiertes Freihantel-Rack. Wer hier trainieren will, findet alles, was er braucht.
Zusätzlich bietet das Hotel diverse Yogakurse an, die im MOVE-Programm der Tschuggen Collection verankert sind. Sie sind kostenfrei, die Anmeldung erfolgt lediglich bis zum Vorabend an der Rezeption.
Der Yogaraum liegt zum Garten hin, mit bodentiefen Fenstern und Blick auf den See. Auf Wunsch lassen sich auch private Yoga- und Meditationseinheiten buchen.
Hotel Eden Roc Ascona – die Aktivitäten
Was das Eden Roc von vielen Seehotels unterscheidet, ist die Konsequenz, mit der es seine Gäste nach draußen schickt. Zentrale Figur dabei ist der Outdoor Butler, der Euch durch die Tessiner Seitentäler begleitet – und dabei ganz nebenbei Kultur und Geschichte des Schweizer Sonnenkantons vermittelt.
Mit ihm ging es für uns auf eine Wanderung hinauf zum Castelliere, einer prähistorischen Befestigungsanlage oberhalb des Sees. Neben Wanderungen lassen sich auch Segeltouren mit Skipper, Kajakfahrten bei Sonnenaufgang, Angeltouren oder eine Weintour mit Degustation und Tessiner Spezialitäten buchen. Einzelne Aktivitäten sind an festen Wochentagen kostenfrei.
Anschließend gab es Mittagessen im Grotto Pedemonte, einem rustikalen Restaurant mit lokalen Gerichten. Genau solche Stopps machen den Unterschied: Man sitzt an einem Steintisch im Schatten und isst das, was hier seit Generationen gegessen wird.
Am nächsten Tag haben wir mit ihm eine E-Bike-Tour entlang des Sees unternommen, hinauf bis zur Casa del Tè auf dem Monte Verità. Rund um das japanisch inspirierte Teehaus wächst die einzige Teeplantage der Schweiz – ein Erbe jener Aussteiger und Künstler, die den Monte Verità Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem Experimentierfeld für neue Lebensformen machten. Auf dem Teeweg durch den Garten könnt Ihr die Ernte beobachten und im Pavillon am Zen-Garten eine Tasse trinken. Das Beste: Das Ausleihen der Fahrräder ist für Gäste kostenfrei.
Mein Highlight war jedoch die überraschende Bootstour an unserem letzten Abend. Am frühen Abend ging es bei strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind mit der Riva Rivale über den Lago Maggiore. So konnte man die ganze Pracht des Eden Roc Ascona noch einmal von der Wasserseite bestaunen – ein Aperitif gehörte natürlich dazu.
Die Boote der 1842 im italienischen Sarnico gegründeten Werft Riva sind Legenden: Mahagonirümpfe unter rund zwanzig Lackschichten, Chrom, weißes Leder – seit den Sechzigern das Sinnbild für Dolce Vita auf dem Wasser. Touren mit Skipper und bis zu acht Stunden Dauer könnt Ihr vor Ort ebenfalls anfragen, die Preise starten bei CHF 1.400 für bis zu elf Personen. Mit der Riva Aquarama Special steht zusätzlich das klassische, kleinere Holzboot für bis zu fünf Personen inklusive Skipper bereit.
Deutlich leiser, aber mindestens so charmant ist der OTTER, das erste elektrische Pedalo der Schweiz. Mit seinen zwei Elektromotoren gleitet es nahezu geräuschlos über den See – ideal für eine Runde um die Brissago-Inseln mit ihrem botanischen Garten. Ergänzt wird das Wassersportangebot durch Wakeboard- und Wasserskikurse, Kajaks und Stand-up-Paddling.
Der Kids Club
Doch nicht nur für Paare ist das Eden Roc Ascona die ideale Adresse für einen erholsamen und erlebnisreichen Sommer im Tessin. Auch Familien und Kinder können sich hier auf abwechslungsreiche Tage freuen. Fast jeden Tag gibt es eine Reihe von Aktivitäten, die von kreativ über Yoga bis hin zu Kayak-Ausflügen und Strand-Spaß reichen. Je nach Wunsch kann auch eine rundum Kinderbetreuung gebucht werden und die Kinder auch zum Mittag- und Abendessen anmelden.
Die Betreuung ist flexibel buchbar ab drei Jahren.
Hotel Eden Roc Ascona – Mein Highlight
Die überraschende Bootstour an unserem letzten Abend. Am frühen Abend ging es bei strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind mit der Riva Rivale über dem Lago Maggiore. So konnte man die ganze Pracht des Eden Roc ascona auch noch einmal von der Wasserseite bestaunen. Auch das Aktivitätsprogramm rund um Outdoor Butler, E-Bikes und die hauseigenen Riva-Boote hebt den Aufenthalt deutlich über den klassischen Resortaufenthalt hinaus.
Hotel Eden Roc Ascona – Das hätte besser sein können
Das Badezimmer wirkt im Vergleich zum Schlafzimmer rustikaler, hat kein Tageslicht und verzichtet auf ein separates WC. Der Fitnessraum ist für die Größe des Hauses zu klein geraten, und warme Komponenten am Frühstücksbuffet sucht Ihr vergeblich – auch wenn die À-la-carte-Karte das weitgehend auffängt.
Hotel Eden Roc Ascona – das Fazit
Das Hotel Eden Roc Ascona löst ein Versprechen ein, das in der Schweiz sonst niemand geben kann: Strandurlaub mit Seebrise, Palmen und mediterranem Licht – und trotzdem Schweizer Präzision im Service. Die renovierten Zimmer im Hauptgebäude sind hell, großzügig und mit einer Leichtigkeit gestaltet, die dem Haus guttut, ohne seinen Charakter zu verdrängen. Dass durch die unterschiedlichen Grundrisse fast jedes Zimmer ein Unikat ist, macht die Sache zusätzlich reizvoll.
Exklusive Vorteile bei jeder Buchung:
Zur reisetopia Hotels Premium Mitgliedschaft anmelden und Vorteile genießen!

