Gute Nachrichten für Sparer: Crédit Agricole Savings hebt den Zins für das Tagesgeld Flex von 2,20 auf 2,50 Prozent pro Jahr an – einheitlich für Neu- und Bestandskunden, variabel und täglich verfügbar. Damit gehört die Bank beim regulären Tagesgeldzins wieder zu den führenden Anbietern am Markt. Wir zeigen Euch, was sich geändert hat und für wen sich das Konto lohnt.
Crédit Agricole Tagesgeld
- 2,50 Prozent Zinsen für Neu- und Bestandskunden
- Variabel und täglich verfügbar
- Anlagebetrag ab 10 Euro
- Jährliche Zinsausschüttung
- Französische Einlagensicherung
Der Wettbewerb um die besten Tagesgeldzinsen bleibt in Bewegung, wie unser Tagesgeld-Vergleich zeigt. Mit 2,50 Prozent rückt Crédit Agricole Savings dort wieder nach vorne.
Das Wichtigste in Kürze
- Crédit Agricole Savings erhöht das Tagesgeld Flex von 2,20 auf 2,50 Prozent pro Jahr
- Der Zins gilt einheitlich für Neu- und Bestandskunden, ist variabel und täglich verfügbar
- Anlage schon ab 10 Euro bei französischer Einlagensicherung bis 100.000 Euro
Von 2,20 auf 2,50 Prozent variabel
Crédit Agricole Savings zahlt für das Tagesgeld Flex jetzt 2,50 Prozent pro Jahr statt bisher 2,20 Prozent. Der Zins gilt einheitlich für Neu- und Bestandskunden, ist variabel und damit jederzeit anpassbar, das Guthaben bleibt täglich verfügbar. Anlegen könnt Ihr schon ab 10 Euro. Angehoben wurden auch die beiden Schwestervarianten: Das Tagesgeld Plus zahlt nun ebenfalls 2,50 Prozent und schreibt nach zwölf Monaten einen Bonus von 0,3 Prozentpunkten gut, das Tagesgeld Ziel kommt bei einer Laufzeit von zwölf bis 60 Monaten auf bis zu 3,00 Prozent. Den früheren Aktionszins Tagesgeld Turbo mit 4 Prozent bietet die Bank weiterhin nicht an.
Zwei Punkte solltet Ihr dabei im Blick behalten: Zum einen ist der Zins des Tagesgeld Flex variabel und kann jederzeit angepasst werden. Zum anderen werden die Zinsen nur einmal jährlich zum Jahresende gutgeschrieben, sodass der Zinseszinseffekt geringer ausfällt als bei einer monatlichen Zinsgutschrift.
Zwei weitere Punkte solltet Ihr vor der Eröffnung bedenken: Crédit Agricole Savings führt keine deutsche Abgeltungsteuer automatisch ab – ein Freistellungsauftrag oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung lassen sich nicht einreichen. Eure Zinserträge müsst Ihr daher selbst über die Anlage KAP in der Steuererklärung angeben und versteuern. Zudem ist für die Kontoeröffnung zusätzlich ein Crédit-Agricole-Savings-Girokonto nötig, das als Referenzkonto für Ein- und Auszahlungen dient.
| Konditionen | Crédit Agricole Tagesgeld Flex |
|---|---|
| Zinssatz (variabel) | 2,50 Prozent p.a. |
| Gilt für | Neu- und Bestandskunden |
| Verfügbarkeit | täglich |
| Mindestanlage | ab 10 Euro |
| Zinsausschüttung | jährlich |
| Einlagensicherung | französisch, bis 100.000 Euro |
Beim regulären Zins wieder unter den Top-Angeboten
Mit 2,50 Prozent variabel gehört das Crédit Agricole Tagesgeld wieder zu den bestverzinsten Tagesgeldkonten am Markt – beim regulären Zins liegt derzeit nur ein einziger Anbieter darüber. Wie sich die Tagesgeldzinsen zuletzt entwickelt haben, zeigt die folgende Übersicht.
Höhere Zinsen gibt es aktuell vor allem über befristete Aktionsangebote: Beim Bigbank Tagesgeld sind es 3,25 Prozent für vier Monate, beim Chase Tagesgeld 4 Prozent für vier Monate. Der Vorteil bei Crédit Agricole liegt dagegen in der Einfachheit – gleicher Zins für Neu- und Bestandskunden, ohne Aktionsfrist. Beim Tagesgeld Flex sind allerdings höchstens 15.000 Euro anlegbar; wer mehr parken möchte, weicht auf die Varianten Plus (bis 50.000 Euro) oder Ziel (bis 60.000 Euro) aus.
Die durchschnittlichen Zinsen für Tagesgeld- sowie Festgeldkonten richten sich grob nach der Entwicklung der EZB-Leitzinsen, die bis ins Jahr 2022 für lange Zeit negativ oder auf der Nulllinie lagen. Im September 2023 erreichte der Leitzins mit 4,5 Prozent seinen Höchststand und zog das Zinsniveau mit nach oben. Ab Juni 2024 senkte die EZB schrittweise wieder, entsprechend ging es auch beim Tagesgeld spürbar abwärts.
Am 11. Juni 2026 hat die EZB die Leitzinsen erstmals seit September 2023 wieder angehoben: Der Einlagenzins stieg zum 17. Juni 2026 von 2 auf 2,25 Prozent. Bei ihrer Sitzung im Juli 2026 beließ die EZB die Leitzinsen anschließend unverändert. Hintergrund der Erhöhung ist die infolge gestiegener Energiepreise wieder anziehende Inflation – sie dürfte das Zinsniveau beim Tagesgeld weiter stützen.
Nach Analyse der reisetopia Finanzexperten liegt der Zinssatz zahlreicher Tagesgeldanbieter weiterhin unterhalb des EZB-Leitzinses, die besten Angebote überschreiten diesen Wert mittlerweile aber vielfach deutlich. Teilweise gilt das inzwischen sogar außerhalb von Aktionszeiträumen. Auch im Jahr 2026 zeigt sich dabei ein langsam steigendes Zinsniveau, wie unsere Grafik verdeutlicht:
Folgend findet Ihr eine Übersicht der Tagesgeldzinsen inklusive Aktionszinsen (reguläre Zinsen) der Anbieter im reisetopia Tagesgeldvergleich in den vergangenen sechs Monaten:
- März 2026: 2,68 Prozent (1,23 Prozent)
- April 2026: 2,81 Prozent (1,22 Prozent)
- Mai 2026: 2,83 Prozent (1,28 Prozent)
- Juni 2026: 2,92 Prozent (1,31 Prozent)
- Juli 2026: 3,07 Prozent (1,41 Prozent)
- August 2026: 3,11 Prozent (1,41 Prozent)
Im September 2026 liegt der Durchschnittszins für Tagesgeldkonten bei Angeboten mit zeitlich befristeten Aktionszinsen bei 3,15 Prozent. Der reguläre Zinssatz nach Ablauf der Aktionsphase liegt bei 1,42 Prozent. Damit haben die Aktionszinsen gegenüber dem Vormonat den vierten Monat in Folge zugelegt, während sich die regulären Zinsen kaum bewegen.
Diese Tagesgeld-Alternativen lohnen sich
Auch nach der Zinserhöhung lohnt sich ein Blick auf weitere starke Tagesgeld-Angebote. Wer den Zins bei Crédit Agricole für längere Zeit festschreiben möchte, kann auf die Varianten Plus und Ziel ausweichen; wer den höchsten Aktionszins sucht, wird bei anderen Banken fündig. Die folgenden Alternativen sind aktuell besonders empfehlenswert:
Bank of Scotland Tagesgeld
- Zinssatz: 3 Prozent p.a. (Willkommenszins)
- Zinsgarantie: bis zu 12 Monate
- Anlagebetrag: bis 50.000 Euro
- Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: jährlich
Revolut Tagesgeld
- Zinssatz: 4,25 Prozent p.a. (Neukunden)
- Zinsgarantie: keine (Aktionszins 4 Monate)
- Anlagebetrag: 25.000 Euro (Aktionszins)
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: täglich
Suresse Tagesgeld
- Zinssatz: 3,50 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 6 Monate
- Anlagebetrag: bis 999.999 Euro
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: monatlich
Den höchsten Ertrag über zwölf Monate bietet unter den Alternativen aktuell das Bank of Scotland Tagesgeld: Neukunden erhalten seit dem 27. Juli 2026 einen Willkommenszins von 3 Prozent pro Jahr für bis zu zwölf Monate auf ein Guthaben bis 50.000 Euro.
Danach greift der reguläre Zins von 1,25 Prozent p.a. Die Zinsen werden allerdings nur jährlich zum Jahresende gutgeschrieben. Die Einlagen sind über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.
Bank of Scotland Tagesgeld
- 3 Prozent Zinsen für Neukunden bis zu zwölf Monate
- 1,25 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Aktionszins bis 50.000 Euro
- Jährliche Zinsausschüttung
- Gute Einlagensicherung
Den höchsten Neukundenzins zahlt derzeit das Revolut Tagesgeld: 4,25 Prozent pro Jahr für vier Monate ab Kontoeröffnung, gültig für Neukunden und ein Guthaben bis 25.000 Euro. Die Zinsen werden täglich gutgeschrieben, eine Mindesteinlage verlangt Revolut nicht.
Nach einer Schonfrist von 30 Tagen bleibt der Aktionszins nur bestehen, wenn innerhalb von 30 Tagen drei Kartenzahlungen über jeweils mindestens 5 Euro anfallen; danach greift je nach Tarif ein regulärer Zins von bis zu 2,25 Prozent. Neu eröffnete Konten liegen bei der Deutschen Bank und sind damit über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.
Revolut Tagesgeld
- 4,25 Prozent Zinsen p.a. für Neukunden (vier Monate)
- Bis zu 2,25 Prozent Zinsen p.a. für Bestandskunden
- Aktionszins bis 25.000 Euro Guthaben
- Tägliche Zinsausschüttung
- Deutsche Einlagensicherung für neue Konten
Wer die volle Zinsbindung ohne Bedingungen möchte, findet sie beim Suresse Tagesgeld: Neukunden sichern sich 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate, danach greift ein weiterhin überdurchschnittlicher regulärer Zins von 2,05 Prozent p.a.
Der Aktionszins ist über die gesamte Laufzeit garantiert, die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben. Die Einlagen sind über die spanische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.
Suresse Direkt Bank Tagesgeld
- 3,50 Prozent Zinsen für sechs Monate
- 2,05 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Hoher Anlagebetrag bis 999.999 Euro
- Monatliche Zinsausschüttung
- Solide Einlagensicherung
Für alle, die lieber langfristig planen und nach einer stabilen Rendite suchen, kann sich ein Festgeldkonto oder Sparbrief eher lohnen. Im Unterschied zu Tagesgeldkonten bieten Festgeldkonten in der Regel höhere Zinssätze, da das Geld für eine bestimmte Laufzeit gebunden ist.
Den höchsten Ertrag über zwölf Monate liefert im Test der reisetopia Finanzexperten im September 2026 aktuell das Bigbank Festgeld: 3,15 Prozent pro Jahr bei einjähriger Laufzeit, 3,25 Prozent bei zwei Jahren und ebenfalls 3,25 Prozent bei drei Jahren. Die Mindestanlage liegt bei 1.000 Euro, abgesichert sind die Einlagen über die estnische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person.
Bigbank Festgeld
- 2,35 bis 3,25 Prozent Zinsen pro Jahr
- 1 Monat bis 10 Jahre Anlagedauer
- Ab 1.000 Euro Anlagebetrag
- Zinsausschüttung: zum Laufzeitende oder jährlich
- Ausbaufähige Einlagensicherung




