Die Deutsche Bahn stellt ihr Bonusprogramm BahnBonus zum 1. August 2026 um: Freifahrten kosten dann keine festen Punktebeträge mehr, sondern werden dynamisch bepreist – für viele Verbindungen bedeutet das spürbar höhere Kosten.
Wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mitteilt, richten sich die benötigten Prämienpunkte künftig nach Verbindung, Buchungszeitpunkt und Nachfrage. Was der Konzern als Verbesserung bewirbt, kommt bei vielen Bahnfahrern jedoch einer Abwertung ihrer gesammelten Punkte gleich.
Das Wichtigste in Kürze
- Ab dem 1. August 2026 richten sich die Punktepreise für Freifahrten nach Verbindung, Buchungszeitpunkt und Nachfrage
- Freifahrten in der 2. Klasse starten bei 750 statt bislang 1.000 Punkten, der niedrige Einstiegspreis gilt aber nur für günstige Tickets
- Flexible Hin- und Rückfahrten kosten mit bis zu 33 Prozent mehr Punkten deutlich mehr als zuvor
Freifahrten ab 750 Punkten – aber mit dynamischen Preisen
Bislang waren die Freifahrtprämien einfach kalkulierbar: Eine einfache Fahrt in der 2. Klasse kostete pauschal 1.000 Prämienpunkte, in der 1. Klasse waren es 1.500 Punkte. Diese festen Preise fallen zum 1. August 2026 weg.
Stattdessen nennt die Bahn nur noch Einstiegspreise, die je nach Verbindung, Buchungszeitpunkt und Nachfrage steigen – ähnlich wie bei den Sparpreisen für reguläre Tickets. Die neuen Mindestpreise für eine einfache Fahrt sehen wie folgt aus:
- Nationale Freifahrt, 2. Klasse: ab 750 Punkte
- Nationale Freifahrt, 1. Klasse: ab 1.250 Punkte
- Internationale Freifahrt, 2. Klasse: ab 1.750 Punkte
- Internationale Freifahrt, 1. Klasse: ab 2.750 Punkte

Die Bahn bewirbt die Umstellung mit dem Slogan „Freifahrten schon ab 750 Punkten”. Dieser Minimalpreis gilt allerdings nur für sehr günstige Verbindungen – für viele Fahrten, die bislang 1.000 Punkte kosteten, benötigt Ihr künftig mehr Punkte.
Bis zu 33 Prozent mehr Punkte für flexible Freifahrten
Besonders deutlich fällt die Abwertung bei den flexiblen Freifahrten aus. Ein Flex-Gutschein für Hin- und Rückfahrt in der 2. Klasse kostet künftig 4.000 statt bisher 3.000 Punkte, in der 1. Klasse steigt der Preis von 5.000 auf 6.000 Punkte. Das entspricht einem Aufschlag von bis zu 33 Prozent.

Kritik gibt es auch am Zeitpunkt: Wie das Portal Travel-Dealz anmerkt, kündigt die Bahn die Umstellung nur rund drei Wochen im Voraus an, während bei anderen Bonusprogrammen üblicherweise drei Monate Vorlauf gelten.
Unser Tipp: Wer bereits genügend Punkte für eine geplante Fahrt zusammen hat, sollte die Freifahrtprämie noch vor dem 1. August 2026 zu den alten, günstigeren Konditionen einlösen. Alle Details zum Programm findet Ihr in unserem BahnBonus Guide.
Die besten Tipps von reisetopia findet Ihr auch auf Instagram und TikTok. Austauschen könnt Ihr Euch auch in unserer Facebook Gruppe!


Ich hoffe sehr, dass dieser Lebenszeit vernichtende, zutiefst verachtenswerte, hochgradig unsympathische und komplett dysfunktionale Sch…laden in dieser Angelegenheit verklagt wird.
Die Deutsche Bahn stellt hier direkt auf ein dynamisches System um, was insgesamt natürlich nachteilig für BahnBonus-Kunden ist und eine Entwertung der BahnBonus-Punkte darstellt.
In einigen Fällen wird es aber günstiger sein als bisher, und das ist insofern ein Problem.
Dieser Fall ist anders gelagert als der Fall von Miles & More. Miles & More hatte einen festen Award-Chart abgewertet, alle Einlösungen verloren an Wert, und wurde aufgrund einer zu kurzen Vorlaufzeit erfolgreich verklagt. Deswegen wurde dann letztes Jahr auf ein dynamisches System umgestellt, womit Miles & More bis zum Ende aller Tage machen kann, was Miles & More will. Die Tragweite dieser Umstellung haben viele Teilnehmer gar nicht verstanden und jubeln über einige (noch) existierende Sweetspots.
Wie das im Fall der Deutschen Bahn vor einem deutschen Gericht ausgehen wird:
Illusionen sollten wir uns nicht einmal machen, was die kurze Frist angeht…