Die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten führt weiterhin zu massiven Einschränkungen im Luftverkehr. Wir geben einen strukturierten Überblick nach Airlines – inklusive aktueller Zeiträume und betroffener Ziele.
Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat leider weiterhin erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr. Zahlreiche Airlines reagieren mit Flugstreichungen, Umleitungen oder vollständigen Aussetzungen des Betriebs in bestimmten Regionen. Die Situation zwingt Airlines dazu, weiterhin Flugpläne kurzfristig anzupassen. Allen voran die Lufthansa Group, aber auch viele weitere Airlines informieren über alle Kanäle die Reisenden über die aktuelle Lage, mögliche Umbuchungsmöglichkeiten oder Stornierungen. Wir geben einen Überblick über den aktuellen Stand.
Das Wichtigste in Kürze
- Lufthansa Group setzt weiterhin Flüge zu Zielen im Nahen Osten teilweise bis Oktober (je nach Destination) aus
- Andere Airlines setzen ihre Flüge teilweise bis Juli aus
- Weitere Verlängerungen der Flugstreichungen in der Region und der betroffenen Airlines sind wahrscheinlich
Lufthansa Group setzt Verbindungen in den Nahen Osten weiter aus
Die Lufthansa Group, zu der die Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, ITA Airways, Eurowings und weitere gehören, hatte Anfang April die Streichungen aller Flüge in den Nahen Osten verlängert und umflog mehrere Lufträume der Krisengebiete sogar vollständig. Ursprünglich sollten die Flüge nach Dubai und Tel Aviv bis einschließlich 31. Mai 2026 ausgesetzt sein. Auf der Lufthansa Group Webseite sind nun allerdings wieder Flüge buchbar, bereits ab dem 31. Mai 2026. Die Flüge in den Tagen davor sind als “ausgebucht” gelistet. Offizielle Informationen gibt es dazu momentan nicht.
Die Flüge zu den folgenden Zielen sowie deren Luftraum werden aktuell sogar bis einschließlich 24. Oktober 2026 ausgesetzt:
- Abu Dhabi
- Amman
- Beirut
- Dammam
- Riad
- Erbil
- Maskat
- Teheran
Zum Ziel Jeddah in Saudi-Arabien, liegen zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Informationen vor.
Eurowings hat zudem gesondert bekannt gegeben, Flüge nach Tel Aviv bis zum 11. Mai, sowie Beirut und Erbil bis zum 14. Mai auszusetzen und Flüge von und zu folgenden Zielen sogar bis einschließlich 24. Oktober 2026:
- Dubai
- Abu Dhabi
- Amman
Swiss gab nun gesondert bekannt, ihren Flugstopp nach Dubai bis einschließlich 11. Juli 2026 fortzusetzen.
ITA Airways gab ebenso bekannt, dass Flüge nach Riyadh, Dubai und Tel Aviv bis zum 31. Mai ausgesetzt werden.

Laut Lufthansa können betroffene Fluggäste ihre Reise kostenfrei auf ein späteres Datum umbuchen oder sich alternativ den vollständigen Ticketpreis erstatten lassen.
Weiterhin teilt die Lufthansa auf ihrer Informationsseite mit, dass Fluggäste ihre aktuellen Kontaktdaten unter der aktuellen Buchung hinterlegen sollen. So könne die Airline die Passagiere über ihren Flug leichter auf dem Laufenden halten und ihnen wichtige Informationen zusenden. Sollte ein Flug annulliert werden müssen, werden die betroffenen Fluggäste von der Lufthansa automatisch sowie kostenlos auf einen anderen Flug umgebucht und darüber informiert. Passagiere werden zudem dazu angehalten, den aktuellen Status ihrer Flüge auch selbstständig zu überprüfen, sollten sie keine Nachricht von der Airline erhalten.
Weitere europäische Airlines setzen Flüge in die betroffenen Regionen aus
Auch andere europäische Airlines wie Air France/KLM, British Airways, Finnair, Condor, Turkish Airlines sowie alle Airlines innerhalb der betroffenen Gebiete, wie Emirates, Qatar Airways oder Etihad Airways, haben die Flüge in die betroffenen Gebiete vorübergehend eingestellt oder angepasst.
Condor
Condor hat ihren Flugplan aufgrund der aktuellen Sicherheitslage im Nahen Osten vorübergehend angepasst.
Folgende Verbindungen werden bis Anfang Juli ausgesetzt:
- Beirut
- Sulaymaniyah
- Tel Aviv
- Kairo
Die Saison für Dubai wurde bereits Ende März 2026 vorzeitig beendet. Ebenso entfallen die Flüge von und nach Beirut, Sulaymaniyah, Tel Aviv und Kairo. Betroffene Gäste werden direkt informiert, teilt Condor unter Ihren aktuellen Meldungen mit. Für die entfallenden Flüge bietet Condor zudem gebührenfreie Umbuchungen auf alternative Ziele im Streckennetz der Airline an.
Und auch der Starttermin für die Verbindung nach Abu Dhabi, die für den Sommer ab Berlin und Frankfurt angedacht war, wurde verschoben. Laut einem E-Mail Statement an Aerospace Global News, soll die Verbindung nun zu Beginn des Winterflugplans starten.
Reisende, die direkt bei Condor gebucht haben, sollen sich hierfür an den Condor Kundenservice wenden, während sich Pauschalreisende an ihren jeweiligen Reiseveranstalter wenden können.
Air France / KLM
Die niederländische Airline KLM hat ihre Flüge in die betroffenen Gebiete bis einschließlich 14. Juni 2026 ausgesetzt. Konkret betroffen sind die folgenden Strecken:
- Dubai
- Riad
- Dammam
Die Airline betont, dass die Sicherheit von Passagieren und Crews oberste Priorität habe, und beobachtet die Situation im Nahen Osten weiterhin genau. Betroffene Passagiere wurden informiert und sollen, sobald möglich, auf alternative Verbindungen umgebucht werden. Wann der reguläre Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit noch unklar.
Auch Air France hat aufgrund der Sicherheitslage mehrere Flugstreichungen verlängert. Betroffen davon sind die folgenden Flüge bis einschließlich 10. Mai 2026:
- Dubai
- Riad
- Tel Aviv
- Beirut
British Airways
Auch British Airways setzt weiterhin mehrere Flüge in den Nahen Osten aufgrund der angespannten Sicherheitslage aus. Betroffen sind derzeit unter anderem die Verbindungen zu folgenden Zielen bis einschließlich 31. Mai 2026:
- Amman, Bahrain, Dubai und Tel Aviv
Folgende Verbindungen sind bis Ende April ausgesetzt:
- Doha
Weitere trifft es noch stärker, die Verbindungen zu folgenden Zielen werden sogar vorerst bis Ende 2026 komplett ausgesetzt:
- Abu Dhabi
Nach Angaben von Reuters sollen die Flüge nach Dubai, Doha und Tel Aviv ab dem 1. Juli 2026 auf einen Flug pro Tag reduziert werden, nach Riyadh ist schon ab Mitte Mai 2026 nur noch ein täglicher Flug vorgesehen. Diese Veränderungen beziehen sich auf den Sommerflugplan. Ein zusätzlicher Flug nach Dubai soll allerdings schon einige Tage vor Ende des Sommerflugplans wieder aufgenommen werden, am 16. Oktober 2026.
Die Airline beobachtet die Situation weiterhin genau und betont, dass Flüge nur durchgeführt werden, wenn dies sicher möglich ist. Gleichzeitig verweist British Airways auf aktuelle Hinweise der britischen Regierung, wonach Reisende die Region verlassen sollten, sofern sichere kommerzielle Optionen verfügbar sind.

Zudem bietet die Airline betroffenen Reisenden flexible Umbuchungsoptionen an und man solle die Airline kontaktieren. Wie lange die Einschränkungen bestehen bleiben, ist derzeit weiterhin offen. Die Airline beobachtet die Lage fortlaufend und passt ihre Maßnahmen entsprechend an.
Finnair
Auch die finnische Fluggesellschaft Finnair wendet sich nun mit Optionen an ihre Passagiere. Gestrichen sind nach aktuellem Stand Verbindungen zu folgenden Zielen bis auf Weiteres:
- Dubai
Folgende Verbindungen sind bis zum 2. Juli 2026 gestrichen:
- Doha
Außerdem umfliegt Finnair die Lufträume folgender Länder bis auf Weiteres:
- Irak
- Iran
- Syrien
- Israel
Reisenden, die aufgrund fehlender Verfügbarkeiten nicht umgeleitet werden können, empfiehlt die Airline, eine Stornierung des Tickets zu beantragen. Alternative Flüge für Reisende, die bereits unterwegs sind, koordiniert der Finnair Kundendienst. Passagiere haben die Möglichkeit, ihre Reise einmalig kostenlos zu ändern auf einen Flug innerhalb von 14 Tagen. Es kann nicht garantiert werden, dass alle zuvor gebuchten Zusatzleistungen eingehalten werden können – diese werden allerdings zurückerstattet. Für Betroffene werden Hotelübernachtungen sichergestellt. Ebenfalls ist angeraten, die Kontaktinformationen auf dem neusten Stand zu halten für optimale Erreichbarkeit.
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