Der Flugbetrieb an zentralen Drehkreuzen wie Dubai, Doha und Abu Dhabi wurde in den vergangenen Monaten schrittweise wieder ausgeweitet, nachdem es im März infolge der angespannten Sicherheitslage zu massiven Beeinträchtigungen und zehntausenden gestrandeten Reisenden gekommen war. Mittlerweile sind einige Airlines bereits wieder bei ihrer ursprünglichen Kapazität angelangt.
Die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten hat seit Ende Februar spürbare Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr gehabt. Luftraumsperrungen, Reisewarnungen sowie zeitweilige Flughafenschließungen führten zu erheblichen Einschränkungen des Flugbetriebs. Zahlreiche Fluggesellschaften informieren Reisende fortlaufend über die aktuelle Situation sowie über mögliche Umbuchungs- oder Stornierungsoptionen. Tatsächlich fliegen laut dem Handelsblatt einige der Golf-Airlines bereits wieder auf ihrem ursprünglichen Niveau. Die Lage bleibt jedoch weiterhin volatil.
Wir geben einen Überblick über den aktuellen Stand der Lage und zeigen, welche Umbuchungs- und Stornierungsoptionen betroffene Fluggesellschaften derzeit anbieten und wo Flüge gestrichen werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Airlines im Nahen Osten bauen ihren Flugbetrieb stetig weiter aus
- Reduzierte Flugpläne bieten eine Vielzahl an Zielen, jedoch ist immer wieder mit Änderungen und Ausfällen zu rechnen
- Viele Airlines sind fast wieder bei ihrer ursprünglichen Kapazität angelangt
- Aufgrund erneuter Angriffe auf Oman und Bahrain werden zurzeit wieder Flüge in der Region gestrichen
Regulärer Flugbetrieb bald in Sicht?
In mehreren Ländern der Golfregion wurden aufgrund der Sicherheitslage die Lufträume vorübergehend gesperrt. Besonders stark betroffen waren die großen internationalen Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Doha, die ihren regulären Betrieb Anfang März einstellen mussten. Aber auch Kuwait und Bahrain sowie weitere Flughäfen in der Region waren betroffen. Nachdem sich die Lage zwischenzeitlich etwas entspannt hatte, gab es Mitte Juli allerdings erneut Drohnenangriffe auf Kuwait und Bahrain. Im Zuge dessen hat die European Union Aviation Safety Agency, die EASA, eine Warnung für die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait sowie Teile des omanischen Golfs ausgesprochen. Die EASA empfiehlt weiterhin, den Luftraum über Jordanien zu meiden.
Trotz der Vereinbarung eines Rahmenabkommens im Juni gilt der Konflikt weiterhin als nicht gelöst und die Lage bleibt zu beobachten. Die größten Airlines der Region sind bereits bei 96 Prozent ihrer Vorkriegskapazitäten angelangt und versuchen, diese auch aufrechtzuerhalten. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die aktuelle Reaktion der wichtigsten Airlines in der Region.
Emirates
Emirates hält den Flugplan weiterhin eingeschränkt, ist jedoch fast bei den ursprünglichen Kapazitäten angelangt. Mit 3.267 Flügen zwischen dem 5. und 11. Juli 2026 ist Emirates bereits wieder bei rund 92 Prozent ihres Flugbetriebs im Februar 2026 angelangt.
Nachdem Emirates den Flugbetrieb wieder hochgefahren hatte, hat die Airline mit ihrem neuen Flugplan für den Spätsommer 2026 diverse Flugzeugtyp-Änderungen angekündigt. Damit einhergehend erfolgten auch Frequenzreduzierungen für Airbus A380 Europastrecken im September:
- Amsterdam, Moskau, München und Zürich werden nur einmal statt zweimal täglich mit dem A380 angeflogen
- Sydney wird zweimal statt dreimal täglich mit dem A380 angeflogen
- Singapur wird einmal statt dreimal täglich mit dem A380 angeflogen
- Bangkok wird dreimal statt viermal täglich mit dem A380 angeflogen
Simple Flying berichtete außerdem, dass auf einigen Strecken der Airbus A380 teilweise oder sogar komplett wegfallen wird:
- Kopenhagen wird vom 15. August – 1. Oktober 2026 mit der Boeing 777-300ER angeflogen
- Nach Glasgow, Hongkong und Prag kehrt der Airbus A380 ebenfalls erst ab dem 1. Oktober 2026 zurück
- Houston verliert den Airbus A380 ab dem 31. August 2026 dauerhaft, stattdessen fliegt die Boeing B777-200ER
Im Gegensatz dazu wird die Route nach London häufiger frequentiert und erhält ab Dezember 2026 insgesamt neun tägliche Flüge nach Gatwick und Heathrow. Emirates hat außerdem die Aussetzung aller Bahrain- und Kuwait-Flüge bis mindestens zum 5. August 2026 verlängert.

Bei den möglichen Flügen werden Passagiere mit bestehenden Buchungen bevorzugt berücksichtigt. Es kann jedoch weiterhin zu kurzfristigen Flugplanänderungen und Flugausfällen kommen. Den Hinweis zum eingeschränkten Flugplan hat Emirates mittlerweile von ihrer Webseite entfernt. Generelle Reisehinweise können Passagiere unter folgendem Link einsehen:
Emirates arbeitet kontinuierlich daran, den ursprünglichen Flugplan wiederherzustellen und den Betrieb zu erhöhen. Für die meisten Destinationen ist der reguläre Flugbetrieb bereits wiederhergestellt. Ein Warnhinweis vor der Buchung eines Flugs wird nicht mehr angezeigt, eine kostenlose Datumsänderung ist aber weiterhin möglich.
Bei Buchungen ab dem 2. April 2026 kann einmal kostenlos das Datum geändert werden, wobei aber Tarifdifferenzen möglich sind. Es ist auch möglich, die Umbuchung online vorzunehmen, ohne den Kundendienst kontaktieren zu müssen. Emirates beobachtet die Situation weiterhin genau und empfiehlt Passagieren, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Flugstatus online zu prüfen. Die Airline betont, dass die Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitern oberste Priorität habe.
Qatar Airways
Auch Qatar Airways hat ihren Flugbetrieb stetig weiter ausgebaut. Seit dem 16. Juni hat Qatar Airways zusätzliche Frequenzen zu mehr als 160 Destinationen aufgenommen und bietet wieder mehr Flüge nach Afrika an. Im Juli 2026 hatte die Airline allerdings die Frequenzen auf diversen Europa-Routen für den Rest des Sommers und den Beginn des Winters erneut reduziert. Die Flüge finden innerhalb eines begrenzten Sicherheitskorridors statt, der von der katarischen Zivilluftfahrtbehörde (Qatar Civil Aviation Authority) definiert wurde. Geplant sind bis zu 35 wöchentliche Flüge zwischen Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, momentan werden 20 Destinationen in der Region bedient.
Im Zuge der schrittweisen Wiederherstellung ihres Streckennetzes nimmt Qatar Airways den Flugbetrieb zwischen Doha und ausgewählten Destinationen wieder auf. Zuletzt kamen im Juli Port Sudan, Helsinki, Tokio, Caracas und Bogotá hinzu.
Zudem hat Qatar Airways auch die Flüge von Doha nach Abu Dhabi wieder aufgenommen und bedient diese zweimal am Tag. Seit dem 15. Juni 2026 wurde die Strecke nach Dubai außerdem auf vier tägliche Flüge erhöht, ein fünfter täglicher Flug soll im Verlauf des Sommers ergänzt werden. Zum Einsatz kommen sollen hier die Boeing 777 sowie der Airbus A350.
Qatar Airways teilte am 30. Juli auf ihrer Travel Alerts Website mit, dass Passagierflüge nach Bahrain, Erbil und Kuwait vorübergehend ausgesetzt werden. Die Maßnahme gilt bis einschließlich 7. August 2026. Eine neuerliche Verlängerung der Flugstreichungen ist nicht auszuschließen. Der Airbus A380-Einsatz bei Qatar Airways bleibt trotz der fast wiederhergestellten Gesamtkapazität eng begrenzt: Im Winterflugplan fliegt die A380 nur noch drei Strecken (London Heathrow, Paris CDG, Bangkok) und es sind keine neuen A380-Ziele angekündigt.

Die katarische Fluggesellschaft gibt sich optimistisch und betont, mit der Wiederaufnahme diverser Flüge ihren Kunden wieder mehr Flexibilität zu ermöglichen. Zuvor war Qatar Airways eine der am stärksten betroffenen Airlines des Nahost-Konfliktes. Im April und Mai blieben alle acht Airbus A380 der Airline am Boden in Doha. Mittlerweile ist Qatar Airways wieder bei knapp 97 Prozent ihrer Kapazitäten angelangt.
Passagieren stehen weiterhin verschiedene Rückerstattungs- beziehungsweise Umbuchungsoptionen zur Verfügung. Aufgrund eines erhöhten Anfrageaufkommens kann es allgemein beim Kundenservice zu längeren Wartezeiten kommen. Reisende werden gebeten, ihre Buchung möglichst online zu verwalten und ihre Kontaktdaten aktuell zu halten, um über Änderungen informiert zu werden. Auch sollen Reisende sich nur dann am Flughafen einfinden, wenn sie über ein bestätigtes Ticket verfügen.
Etihad Airways
Auch Etihad Airways lässt den Flugbetrieb weiterhin eingeschränkt und musste kürzlich erneut Flüge streichen. Folgend der aktuelle Stand:
- Etihad Airways hat ihren kommerziellen Flugbetrieb in eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen. Bereits gebuchte Gäste werden so schnell wie möglich auf diese Flüge umgebucht. Tickets können außerdem direkt bei der Airline erworben werden.
- Seit dem 25. Juli wird Düsseldorf wieder siebenmal pro Woche angeflogen
- Die Eröffnung der Strecke nach Bukarest wurde vom 17. August auf den 17. Dezember 2026 verschoben
- Die Verbindung nach Tbilisi ab dem 17. August ist gestrichen
- Die Flüge EY653/54 nach Kuwait, sowie Flüge nach Bahrain sind bis auf Weiteres gestrichen
Die Genehmigungen können je nach den regionalen Luftraumbedingungen angepasst werden, den aktuellen Stand könnt Ihr auch auf der Webseite der Airline mitverfolgen.
ℹ️ Seit dem 1. Juli 2026 ist die kostenfreie Umbuchung auf ein anderes Datum bei Etihad nicht mehr möglich. Auch Rückerstattungen und Gebühren für Nichterscheinen fallen wieder an, wie zum Zeitpunkt des Ticketkaufs angegeben.
In Abstimmung mit den zuständigen Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate wird die Lage weiterhin genau überwacht, und Flüge werden nur weiter aufgenommen, sobald alle Sicherheitsanforderungen erfüllt sind.

Etihad empfiehlt Reisenden, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Flugstatus zu prüfen und sicherzustellen, dass ihre Kontaktdaten in der Buchung aktuell sind, um über Änderungen informiert zu werden. Die Airline betont, dass der reguläre Flugbetrieb erst wieder aufgenommen wird, wenn alle Sicherheitskriterien erfüllt sind.
Oman Air
Auch Oman Air hatte aufgrund der Situation zahlreiche Flüge gestrichen. Die Flüge von und nach Amman und Dammam wurden am 1. April 2026 jedoch wieder aufgenommen. Der Muscat International Airport ist weiterhin normal in Betrieb und Oman Air fliegt mittlerweile wieder nach Khasab, Dubai, Bahrain, Doha und Kuwait. Seit Juli fliegt Oman Air außerdem wieder nach Abu Dhabi, Singapur und Sochi sowie auf direktem Weg nach Salalah.

Generell empfiehlt sich auch hier, regelmäßig die Webseite der Airline zu überprüfen.
Weitere Airlines in der Region
Gulf Air hatte ihre Flüge ursprünglich bis auf Weiteres vom Flughafen in Bahrain nach Dammam verlegt. Seit Anfang April 2026 wurden einige der Flüge von Bahrain aus Schritt für Schritt wieder aufgenommen, zuletzt hatte Gulf Air 75 Prozent des regulären Flugbetriebs wiederhergestellt, mittlerweile gibt es auf der Webseite der Airline keine Informationen zu gestrichenen Flügen mehr.
Im Mai 2026 wurden zudem Flüge von und nach Manchester, Rom, Guangzhou, Singapur und Nizza wieder aufgenommen. Im Juni 2026 wurden die Flüge zu folgenden Destinationen wieder aufgenommen:
- Al Qassim
- London Gatwick
- Larnaca
- Baku
- Tbilisi
- Málaga
- Shanghai
- New York (JFK)
- Genf
- El Alamein
Kostenlose Datumsänderungen und Umbuchungen aufgrund der Konflikte im Iran sind bei Oman Air leider nicht mehr möglich. Lediglich bei von Oman Air stornierten oder im Flugplan geänderten Flügen bleibt eine kostenlose Datumsänderung innerhalb von 30 Tagen möglich. Zuletzt wurde auch Bahrain wieder angegriffen, es bleibt also wichtig, sich vor Flugantritt noch einmal zu informieren.

Die größte Airline Saudi-Arabiens, Saudia, fliegt inzwischen wieder eine Reihe von Zielen an und ist bei rund 98 Prozent ihres regulären Flugbetriebs angelangt. Saudia weist allerdings auf ihrer Webseite weiter auf mögliche Flugstreichungen zu bestimmten Zielen hin. Hier plant Saudia, Passagieren schnell einen Ersatzflug anzubieten, ohne zusätzliche Kosten. Die Ersatzbuchung bei Flügen mit Saudia soll in bis zu 14 Tagen nach der Wiederaufnahme der betroffenen Strecke möglich sein und die Umleitung zum nächstgelegenen Flughafen innerhalb desselben Landes oder im Umkreis von 300 Meilen einschließen.
Auch El Al plant, ihren regulären Flugbetrieb wiederherzustellen. Seit dem 18. April 2026 werden zunächst 30 Zielorte wieder in voller Kapazität bedient, danach sollte die Anzahl steigen. Bis Ende August 2026 soll es außerdem eine Preisobergrenze geben, um die Preise stabil zu halten. Laut ihrer Webseite sind Flüge ab und nach Dubai weiterhin gestrichen, nach jetzigen Plänen noch bis Ende September 2026.

Royal Jordanian fliegt ebenso wieder, aber auch hier empfiehlt es sich, bei anstehenden Flügen die entsprechende Verbindung zu prüfen, da auch Jordanien kürzlich wieder unter Beschuss war. Ende Juli musste Royal Jordanian erneut Flüge streichen, da der Luftraum aufgrund der Empfehlung der EASA zeitweise teilweise gesperrt worden war. Teilweise werden auch dann kulante Umbuchungsoptionen angeboten, wenn die entsprechende Verbindung nicht gestrichen wird. Für gestrichene Verbindungen bis zum 15. Dezember 2026 im Kuwait-Sektor bietet Royal Jordanian momentan etwa kostenlose Umbuchungen ohne Preisunterschied an, genauso wie Umbuchungen auf andere Strecken in derselben IATA-Zone. Seit Ende Juni fliegt Royal Jordanian wieder viermal wöchentlich mit einem Airbus A320neo nach Wien.
Singapore Airlines
Singapore Airlines setzt ihre Reservierungen für Flüge nach Dubai und Riad weiterhin aus:
- Aktuell sind bis zum 24. Oktober 2026 keine Buchungen für Flüge nach Dubai möglich, danach wird die Strecke mit einem Airbus A350-900 statt mit dem A380 bedient
- Die Aufnahme der Direktflüge nach Riad wurde auf den 1. Dezember 2026 verschoben; zudem sollen bis März 2027 weniger Flüge als geplant stattfinden
- Zudem wurde der Flugplan um eine weitere Verbindung nach Frankfurt ergänzt
Cathay Pacific
Cathay Pacific hatte zunächst bis einschließlich 31. August 2026 alle Verbindungen nach Dubai und Riad gestrichen. Die täglichen Flüge nach Dubai sollen aufgrund der anhaltend ungewissen Sicherheitslage erst ab dem 25. Oktober 2026 wieder aufgenommen werden. Ähnliches gilt für Riad: Flüge dorthin sind ab dem 26. Oktober wieder möglich. Ursprünglich sollte der Flugbetrieb in die Region ab Anfang September wieder aufgenommen werden.
Cathay bietet flexiblere Umbuchungen für Flüge von und ab Dubai, Riad und Doha: Kunden, die Reisen im Zeitraum bis zum 30. September 2026 gebucht haben, können ihre Tickets kostenfrei umbuchen oder stornieren. Einen aktuelleren Stand konnten wir bei der Airline bisher nicht auffinden.
Risiko besteht weiterhin – die Lage bleibt volatil
Die Einschränkungen im Luftverkehr infolge des Iran-Konflikts wurden in einigen Regionen zunächst wieder aufgehoben, nachdem im April 2026 eine Waffenruhe vereinbart worden war. Dann folgte Anfang Mai 2026 überraschend die Freigabe des Luftverkehrs in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nur um kurz darauf nach einem Drohnenangriff wieder zurückgenommen zu werden.
Mittlerweile bestehen erneut Reisewarnungen für die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain (dringende Reisewarnung), Kuwait, Saudi Arabien (dringende Reisewarnung) und den Oman. Trotz Verhandlungen gilt der Konflikt weiterhin als nicht gelöst, die Lage bleibt daher aufmerksam zu beobachten. Nachdem ein Rahmenabkommen im Juni zunächst auf ein Ende des Krieges hoffen ließ, gibt es nun wieder vermehrt Raketen- und Drohnenangriffe in der Region, die den Luftverkehr beeinflussen. Entsprechend werden wir diesen Artikel laufend aktualisieren, um Euch über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.
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