Die massiven Huthi-Angriffe auf den Flughafen Riad haben die Konflikte im Nahen Osten wieder aufflammen lassen. Nach den ersten Angriffen im Zeitraum zwischen dem 6. und 8. Oktober 2026 mussten nahezu alle Flüge ab und nach Riad ausfallen, am 10. Oktober wurde der Flughafen gesperrt, seit dem 25. Oktober 2026 ist er teilweise wieder geöffnet. Terminal 1 ist für Inlandsflüge und Terminal 2 für internationale Flüge saudischer Airlines geöffnet. An zentralen Drehkreuzen wie Dubai, Doha und Abu Dhabi läuft der Flugverkehr zwar aktuell weiter. Einige europäische Airlines wie Eurowings haben aber bereits angekündigt, einzelne Flüge in die Region erneut zu streichen. Auch die Lufthansa Group fliegt Riad bis mindestens zum 18. November 2026 nicht an.
Für die Airlines, die zuletzt bereits wieder nahe an ihrer ursprünglichen Kapazität geflogen sind und eine schrittweise Rückkehr zu einem normalen Flugplan vorgesehen haben, ist die neuerliche Eskalation ein Schlag. Bereits seit Ende Februar 2026 haben die Konflikte im Nahen Osten nämlich spürbare Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr. Temporäre Luftraumsperrungen, Reisewarnungen sowie zeitweilige Flughafenschließungen führen seither zu erheblichen Einschränkungen des Flugbetriebs. Betroffen sind davon auch viele Reisende aus Europa, die etwa eine Dubai-Reise geplant haben.
Wir geben einen Überblick über den aktuellen Stand der Lage und zeigen, welche Umbuchungs- und Stornierungsoptionen betroffene Fluggesellschaften derzeit anbieten und wo Flüge gestrichen werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Flugbetrieb im Nahen Osten läuft wieder mit hoher Kapazität
- Einzelne Ziele bleiben dennoch schwer erreichbar oder werden später wieder in die Flugpläne aufgenommen
- Die Eskalation in Saudi-Arabien sorgte jedoch für eine Flughafensperrung in Riad und Ausfälle an weiteren Flughäfen
- Der Flughafen in Riad ist seit dem 25. Oktober 2026 wieder teilweise geöffnet
Erneut Einschränkungen im regulären Flugbetrieb
Seit Februar 2026 erleben die großen internationalen Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Doha bewegte Zeiten. Zeitweise mussten sie ihren regulären Betrieb einstellen. Auch Kuwait und Bahrain sowie weitere Flughäfen in der Region waren betroffen. Nachdem sich die Lage zwischenzeitlich etwas entspannt hatte, gab es Anfang September 2026 einen erneuten, größeren iranischen Drohnen- und Raketenangriff – diesmal nicht nur auf Kuwait und Bahrain, sondern zusätzlich auf Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die kurdische Region im Irak. Nun ist auch noch der Huthi-Angriff auf den Flughafen Riad hinzugekommen.
Das im Juni vereinbarte Rahmenabkommen ist am 17. August 2026 ausgelaufen. So gilt der Konflikt weiterhin als nicht gelöst. Die größten Airlines der Region bedienen dennoch rund 90 Prozent ihrer Routen wieder und versuchen, diese auch aufrechtzuerhalten. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die aktuelle Reaktion der wichtigsten Airlines in der Region.
Emirates
Emirates bediente im September 2026 laut COO Adel Al Redha wieder knapp 95 Prozent des Vorkriegsniveaus. Lediglich auf einigen Routen war die Airline noch mit geringerer Kapazität unterwegs. Wegen der Huthi-Angriffe in Saudi-Arabien streicht Emirates derzeit außerdem viele Flüge in das Land, mehr dazu weiter unten.
Seit dem Spätsommer 2026 hat die Airline diverse Flugzeugtyp-Änderungen vorgenommen. Damit einhergehend erfolgten auch Frequenzreduzierungen für A380-Europastrecken. Aktuell sieht die Situation auf den bisherigen Airbus A380-Strecken laut dem Emirates-Flugplan wie folgt aus:
- Prag: 1 täglicher Flug, 1 davon mit dem A380. Er fliegt seit dem 1. Oktober 2026 wieder. Seit dem 25. Oktober 2026 kommt eine größere Version mit mehr Sitzen zum Einsatz.
- London Heathrow: 6 tägliche Flüge, 6 davon mit dem A380.
- Paris: 3 tägliche Flüge, 3 davon mit dem A380.
- Kopenhagen: 1 täglicher Flug, 1 davon mit dem A380. Ein zweiter Flug mit dem A380 ist frühestens ab dem 28. März 2027 geplant.
Auf einem Teil der täglichen Flüge fliegt der A380 nach:
- Frankfurt: 3 tägliche Flüge, 1 davon mit dem A380. Die anderen fliegen mit dem Airbus A350 und der Boeing 777.
- Madrid: 2 tägliche Flüge, 1 davon mit dem A380. Der andere fliegt mit dem Airbus A350.
- München: 2 tägliche Flüge, 1 davon mit dem A380. Der andere fliegt mit der Boeing 777.
- Zürich: 2 tägliche Flüge, 1 davon mit dem A380. Der andere fliegt mit der Boeing 777.
Ohne A380 fliegt Emirates aktuell mit der Boeing 777 oder dem Airbus A350 nach:
- Glasgow: 1 täglicher Flug. Der A380 soll laut Flugplan ab dem 30. Oktober 2026 zurückkehren.
- Düsseldorf: 2 tägliche Flüge. Der A380 ist vom 1. Dezember 2026 bis zum 31. Januar 2027 auf einem der beiden Flüge geplant.
- Amsterdam: 3 tägliche Flüge mit der Boeing 777-300ER. Der A380 kehrt laut Flugplan frühestens ab dem 22. November 2026 zurück (mehr dazu).
- London Gatwick: 4 tägliche Flüge. Drei fliegen mit der Boeing 777, einer mit dem Airbus A350.
Welche Ziele Emirates aktuell wieder anfliegt, zeigt die Airline auf ihrer Webseite:
Emirates fliegt Bahrain und Kuwait inzwischen wieder an. Nach Bahrain wurden die Flüge am 15. August 2026 wiederaufgenommen, zunächst mit einem Flug pro Tag. Inzwischen sind es zwei Flüge täglich. Nach Kuwait fliegt die Airline seit dem 24. August 2026 wieder, bisher mit einem Flug täglich.
Wegen der aktuellen Sicherheitslage fallen aber nun viele Emirates-Flüge nach Saudi-Arabien aus. Emirates will Dschidda ab dem 30. Oktober und Riad sowie Dammam ab dem 8. November 2026 wieder anfliegen. Nach Medina fallen einzelne Flüge aus. Der Flughafen Riad ist seit dem 25. Oktober wieder teilweise geöffnet.

Bei den möglichen Flügen werden Passagiere mit bestehenden Buchungen bevorzugt berücksichtigt. Es kann jedoch weiterhin zu kurzfristigen Flugplanänderungen und Flugausfällen kommen. Ein Warnhinweis vor der Buchung eines Flugs wird auf der Emirates-Internetseite nicht mehr angezeigt, eine kostenlose Datumsänderung ist aber weiterhin möglich. Generelle Reisehinweise können Passagiere unter folgendem Link einsehen:
Bei Buchungen ab dem 2. April 2026 kann einmal kostenlos das Datum geändert werden, wobei aber Tarifdifferenzen möglich sind. Es ist auch möglich, die Umbuchung online vorzunehmen, ohne den Kundendienst kontaktieren zu müssen. Hinzu kommt, dass die Airline seit dem 10. August unbegrenzt kostenlose Datumsänderungen bei Flügen nach Dubai sowie niedrigere Erstattungsgebühren anbietet.
Emirates empfiehlt Passagieren, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Flugstatus online zu prüfen. Die Airline betont, dass die Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitern oberste Priorität habe.
Qatar Airways
Qatar Airways hatte ihr Streckennetz zuletzt wieder ausgeweitet. Die Sicherheitslage in der Region bleibt aber angespannt. Die Airline passt ihren Flugplan deshalb weiter kurzfristig an. Für den Winterflugplan 2026/27 plant Qatar Airways mehr als 170 Ziele. Im Dezember 2026 sollen es knapp 1.800 Flüge pro Woche sein. Im Winter sind mehr Flüge als im Sommer vorgesehen, aber weiterhin weniger als vor der Krise. Ausgebaut werden unter anderem London Heathrow (seit dem 25. Oktober 2026 56 statt 49 Flüge pro Woche) und Frankfurt (ab dem 7. Dezember 2026 21 statt 18 Flüge pro Woche). Die Flüge finden innerhalb eines begrenzten Sicherheitskorridors statt, der von der katarischen Zivilluftfahrtbehörde (Qatar Civil Aviation Authority) definiert wurde.
Einige Ziele hat Qatar Airways bereits wieder im Programm. Von Doha nach Dubai und nach Abu Dhabi fliegt die Airline jeweils fünfmal täglich. Die Flüge nach Bahrain, Erbil und Kuwait waren im Juli vorübergehend ausgesetzt. Seit dem 8. August 2026 werden alle drei Ziele wieder bedient. Für den Winter plant die Airline außerdem Sansibar (täglich seit dem 25. Oktober 2026) und Canberra (täglich über Melbourne ab dem 9. Dezember 2026).
Wegen der Angriffe auf Flughäfen in Saudi-Arabien hat Qatar Airways ihre Flüge nach Riad und Dammam bis auf Weiteres ausgesetzt (Stand 28. Oktober 2026). Ein Datum für die Wiederaufnahme nennt die Airline nicht. Das Auswärtige Amt warnt inzwischen vor Reisen nach Saudi-Arabien. Auch die im Winter geplanten neuen Saudi-Ziele, darunter ab dem 3. Januar 2027 Tabuk, stehen damit unter Vorbehalt. Zudem hat Qatar Airways die Flüge nach Dschidda von sieben auf vier pro Tag reduziert.
Der A380-Einsatz bei Qatar Airways bleibt eng begrenzt: Im Winterflugplan fliegt der A380 nur noch drei Strecken (London Heathrow, Paris CDG, Bangkok) und es sind keine neuen A380-Ziele angekündigt.
Wie stark der Krieg den Flugbetrieb von Qatar Airways getroffen hat, zeigt vor allem die A380-Flotte.

Qatar Airways zählt seit Kriegsbeginn zu den am stärksten betroffenen Airlines. Im April 2026 blieb die gesamte A380-Flotte zunächst am Boden. Mitte Juni reaktivierte die Airline dann wieder vier Maschinen.
Passagieren stehen aber weiterhin verschiedene Rückerstattungs- beziehungsweise Umbuchungsoptionen zur Verfügung. Aufgrund eines erhöhten Anfrageaufkommens kann es allgemein beim Kundenservice zu längeren Wartezeiten kommen.
Reisende werden gebeten, ihre Buchung möglichst online zu verwalten und ihre Kontaktdaten aktuell zu halten, um über Änderungen informiert zu werden. Auch sollen Reisende sich nur dann am Flughafen einfinden, wenn sie über ein bestätigtes Ticket verfügen.
Etihad Airways
Auch Etihad versucht sich an einer Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs. Im Oktober hat die Airline wegen der Lage in Saudi-Arabien allerdings erneut Flüge gestrichen. Insgesamt läuft das Geschäft laut CEO Antonoaldo Neves aber stabil: Die Flüge sind zu rund 90 Prozent ausgelastet, für 2026 erwartet Etihad ein ausgeglichenes Ergebnis. Im Folgenden der aktuelle Stand:
- Etihad Airways hat den kommerziellen Flugbetrieb wieder aufgenommen, passt den Flugplan aber weiterhin kurzfristig an. Tickets können direkt bei der Airline erworben werden.
- Alle Flüge zwischen Abu Dhabi und Riad sind bis zum 5. November 2026 gestrichen, Gleiches gilt für die Verbindung nach Dammam. Nach Dschidda fallen ebenfalls einzelne Flüge aus.
- Nach Deutschland fliegt Etihad aktuell einmal täglich nach Düsseldorf und Frankfurt, zudem zweimal täglich nach München. Ab dem 1. Dezember 2026 fliegt die Airline auch wieder zweimal täglich nach Frankfurt. Die ursprünglich für September 2026 geplante Aufstockung hat Etihad auf den 21. August 2027 verschoben. Dann sollen es nach Düsseldorf zwei und nach Frankfurt und München je drei tägliche Flüge sein.
- Die Eröffnung der Strecke von Abu Dhabi nach Bukarest wurde vom 17. August auf den 17. Dezember 2026 verschoben. Geplant sind vier Flüge pro Woche.
- Die Verbindung nach Tiflis ab dem 17. August 2026 ist gestrichen.
- Die Flüge EY641-EY642, EY645-EY646 und EY647-EY648 nach Bahrain laufen seit dem 21. August 2026 wieder normal, auch Flüge zwischen Abu Dhabi und Bahrain wurden wieder aufgenommen.
- Seit dem 4. Oktober 2026 fliegt Etihad außerdem neu an die saudische Küste des Roten Meeres. Ob die Flüge bei der aktuellen Lage weiterhin stattfinden, ist offen.
Die behördlichen Genehmigungen, die entsprechenden Ziele anzufliegen, können je nach regionalen Luftraumbedingungen angepasst werden. Den aktuellen Stand könnt Ihr auch auf der Webseite der Airline mitverfolgen.
Bei den Umbuchungsregeln hat Etihad die Kulanz inzwischen allerdings zurückgefahren:
ℹ️ Seit dem 1. Juli 2026 ist die kostenfreie Umbuchung auf ein anderes Datum bei Etihad nicht mehr möglich. Auch Rückerstattungen und Gebühren für Nichterscheinen fallen wieder an, wie zum Zeitpunkt des Ticketkaufs angegeben. Tickets, die zwischen dem 6. März und dem 30. Juni 2026 ausgestellt wurden, behalten eine kostenlose Änderung für Reisen bis zum 31. März 2027.
In Abstimmung mit den zuständigen Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate wird die Lage weiterhin genau überwacht, und Flüge werden erst aufgenommen, wenn alle Sicherheitsanforderungen erfüllt sind.

Etihad empfiehlt Reisenden, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Flugstatus zu prüfen und sicherzustellen, dass ihre Kontaktdaten in der Buchung aktuell sind, um über Änderungen informiert zu werden.
Oman Air
Auch Oman Air hatte aufgrund der Situation zahlreiche Flüge gestrichen. Inzwischen fliegt die Airline wieder viele Ziele an. Der Muscat International Airport ist weiterhin normal in Betrieb. Oman Air bedient wieder Khasab, Dubai, Bahrain und Doha, die Flüge von und nach Amman und Dammam laufen bereits seit dem 1. April 2026 wieder.
Seit Juli 2026 fliegt Oman Air außerdem neu nach Singapur und Sotschi (seit dem 2. Juli), nach Taschkent und von Dubai nach Salalah (seit dem 3. Juli) sowie täglich nach Abu Dhabi (seit dem 9. Juli). Im Winterflugplan 2026/27 bietet die Airline mehr Flüge nach Europa, darunter München, Frankfurt, Paris und Zürich.
Wegen der Huthi-Angriffe in Saudi-Arabien sind auch bei Oman Air Flüge betroffen. Alle Flüge nach Riad fallen bis mindestens zum 31. Oktober 2026 aus. Wer nach Dammam fliegt, sollte den Flugstatus vorab ebenfalls prüfen.

Generell empfiehlt sich auch hier, regelmäßig die Webseite der Airline zu überprüfen.
Weitere Airlines in der Region
Gulf Air fliegt seit Anfang April 2026 schrittweise wieder ab Bahrain. Wegen der Sperrung des Flughafens in Riad hatte sie Flüge dorthin vom 12. bis 17. Oktober 2026 gestrichen, berichtet unter anderem Gulf Daily News. Ob Gulf Air nach der Teilöffnung am 25. Oktober wieder regulär nach Riad fliegt, ist noch nicht bestätigt.
Im Mai 2026 wurden zudem Flüge von und nach Manchester, Rom, Guangzhou und Singapur wieder aufgenommen. Im Juni 2026 wurden die Flüge zu folgenden Destinationen wieder aufgenommen:
- Al Qassim
- London Gatwick
- Larnaca
- Baku
- Tiflis
- Málaga
- Shanghai
- New York (JFK)
- Genf
- El Alamein
- Nizza
Kostenlose Datumsänderungen und Umbuchungen aufgrund des Iran-Konflikts sind bei Gulf Air nicht mehr möglich. Bei Flügen, die Gulf Air selbst streicht oder deutlich verschiebt, können Passagiere aber kostenlos umbuchen oder sich das Ticket erstatten lassen. Auch Bahrain wurde im Verlauf des Konflikts mehrfach angegriffen. Es bleibt also wichtig, sich vor Flugantritt noch einmal zu informieren.

Besonders hart trifft die Sperrung Riyadh Air, denn Riad ist das Drehkreuz der neuen saudischen Airline. Die Airline hat ihre Flugzeuge mittlerweile aus Riad abgezogen und bedient einen Teil ihres Flugplans nun vom Flughafen Al Qassim aus.
Wie die Airline selbst in einer Pressemitteilung bekannt gab, werden seit dem 25. Oktober 2026 Flüge nach London, Kairo, Dschidda, Dhaka, Lahore und Islamabad vom Flughafen Al Qassim aus angeboten. Zusätzlich gibt es einen kostenlosen Bus-Transfer für die rund viereinhalbstündige Fahrt von und nach Riad. Flüge nach Dubai, Manchester oder Bangkok wurden dagegen gestrichen. Wer eine Reise mit Abflug bis zum 7. November 2026 gebucht hat, kann kostenlos auf einen anderen Flug bis zum 30. November umbuchen. Bei Abflug bis zum 7. November 2026 gibt es auf Wunsch eine volle Erstattung.
Die größte Airline Saudi-Arabiens, Saudia, ist von den Angriffen auf Flughäfen besonders betroffen. Beim Angriff am 8. Oktober wurde ein Saudia-A320 am Boden zerstört, drei Menschen kamen ums Leben, darunter der Pilot. Der Flughafen Riad war vom 10. bis zum 25. Oktober 2026 vollständig geschlossen, seit dem 25. Oktober sind Terminal 1 und 2 wieder eingeschränkt geöffnet. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Saudi-Arabien.
Saudia weist auf ihrer Webseite weiter auf mögliche Flugstreichungen zu bestimmten Zielen hin. Die Fluggesellschaft plant, Passagieren einen Ersatzflug anzubieten, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Die Ersatzbuchung bei Flügen mit Saudia soll binnen 14 Tagen nach Wiederaufnahme der betroffenen Strecke möglich sein. Sie soll zudem die Umleitung zum nächstgelegenen Flughafen innerhalb desselben Landes, alternativ im Umkreis von 300 Meilen einschließen.
Auch El Al plant, ihren regulären Flugbetrieb wiederherzustellen. Inzwischen werden 40 Zielorte wieder in voller Kapazität bedient, weitere sollen folgen. Flüge ab und nach Dubai sind weiterhin gestrichen. Auf der unternehmenseigenen Buchungswebseite sind diese erst ab dem 1. November 2026 wieder zu finden. Aktuell wird jedoch in verschiedenen Medienberichten davon ausgegangen, dass El Al Flüge nach Dubai auch im November nicht oder nicht vollständig wird aufnehmen können.

Royal Jordanian fliegt ebenso wieder, aber auch hier empfiehlt es sich, bei anstehenden Flügen die entsprechende Verbindung zu prüfen, da Jordanien immer wieder unter Beschuss stand.
Ende Juli 2026 musste Royal Jordanian erneut Flüge streichen, da der Luftraum auf Empfehlung der EASA zeitweise in Teilen gesperrt war. Mitunter werden auch dann kulante Umbuchungsoptionen angeboten, wenn die entsprechende Verbindung nicht gestrichen wird. Für gestrichene Verbindungen bis zum 15. Dezember 2026 im Kuwait-Sektor bietet Royal Jordanian momentan etwa kostenlose Umbuchungen ohne Preisunterschied an, genauso wie Umbuchungen auf andere Strecken in derselben IATA-Zone. Seit Ende Juni 2026 fliegt Royal Jordanian wieder viermal wöchentlich mit einem Airbus A320neo nach Wien.
Singapore Airlines
Singapore Airlines setzt ihre Flüge von Singapur nach Dubai weiterhin aus und verschiebt den Start der neuen Riad-Strecke:
- Die Flüge nach Dubai sind laut Mainly Miles bis einschließlich 1. Dezember 2026 gestrichen. Ab dem 2. Dezember 2026 soll die Strecke wieder bedient werden, dann allerdings mit einem Airbus A350-900 Medium Haul statt mit dem A380.
- Der Airbus A350-900 Medium Haul verfügt ausschließlich über Business und Economy Class. Zwischen Singapur und Dubai gibt es damit weder First Class noch Premium Economy.
- Die Aufnahme der Direktflüge nach Riad wurde laut Mainly Miles auf den 28. März 2027 verschoben. Zuvor war der 1. Dezember 2026 geplant. Die Strecke startet mit drei statt vier wöchentlichen Flügen.
- Zudem ergänzt Singapore Airlines im Winter laut Mainly Miles eine dritte Verbindung nach Frankfurt, die sechsmal pro Woche fliegt.
Cathay Pacific
Cathay Pacific hatte zunächst bis einschließlich 31. August 2026 alle Verbindungen nach Dubai und Riad gestrichen. Im Anschluss hieß es, dass die Flüge frühestens ab Dezember 2026 wieder ins Programm aufgenommen werden. Am 28. September verkündete Cathay Pacific, dass es im Jahr 2026 keine Flüge mehr in den Nahen Osten geben wird. Sowohl Dubai als auch Riad wird Cathay Pacific frühestens ab 1. Februar 2027 wieder ansteuern.
Cathay bietet flexiblere Umbuchungen für Flüge von und nach Dubai, Riad und Doha: Kunden, die entfallende Reisen gebucht haben, können ihre Tickets kostenfrei umbuchen oder stornieren.
Risiko besteht weiterhin – die Lage bleibt volatil
Die Einschränkungen im Luftverkehr infolge des Iran-Konflikts wurden in einigen Regionen zunächst wieder aufgehoben. Mittlerweile rät das Auswärtige Amt wieder von Reisen in mehrere Golfstaaten ab. So rät die Behörde von nicht notwendigen Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und von Reisen nach Katar ab. Von Reisen nach Bahrain und Kuwait wird sogar dringend abgeraten. Im Oman wird hingegen von Reisen in die Exklave Musandam und die Grenzregion zum Jemen abgeraten. Für Saudi-Arabien besteht eine Reisewarnung für das ganze Land. Ausdrücklich gewarnt wird zudem vor der Nutzung des Flughafens Riad.
Trotz wiederkehrender Verhandlungen gilt der Konflikt weiterhin als nicht gelöst. Die Lage bleibt daher aufmerksam zu beobachten. Nachdem ein Rahmenabkommen im Juni 2026 zunächst auf ein Ende des Krieges hoffen ließ, gibt es nun wieder vermehrt Raketen- und Drohnenangriffe in der Region, die den Luftverkehr beeinflussen. Im Oktober kam durch die Huthi-Angriffe in Saudi-Arabien ein weiterer Unsicherheitsfaktor dazu.
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