Mit der Viking Star hat Viking 2015 überhaupt erst angefangen, auf hoher See zu fahren. Sie steht als erstes Schiff in der offiziellen Flottenliste der Reederei, und alles, was danach kam, folgt ihrem Bauplan: 930 Gäste, 47.800 BRZ, ausschließlich Kabinen mit Veranda.
Wer heute an Bord geht, reist also nicht auf einem veralteten Schiff, sondern auf der Urfassung eines Entwurfs, den Viking seither unverändert weiterbaut. Wir haben aufgeschrieben, was an Bord steckt und wohin die Star fährt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Viking Star wurde im März 2015 von Fincantieri in Marghera abgeliefert und war das erste Hochseeschiff von Viking
- Sie misst rund 47.800 BRZ bei 227 Metern Länge und verteilt sich auf neun Decks
- An Bord gibt es 464 Kabinen für 930 Gäste, betreut von rund 600 Crewmitgliedern – ein außergewöhnlich guter Betreuungsschlüssel
- Alle Kabinen haben einen Balkon, das Schiff ist Erwachsenen ab 18 Jahren vorbehalten und verzichtet auf Casino und Kinderprogramm
Die folgenden Abschnitte gehen durch Baudaten, Kabinen, Gastronomie und Wellness – und klären vor allem die Frage, die bei Viking wichtiger ist als bei jeder anderen Reederei: was im Reisepreis bereits enthalten ist.
Inhaltsverzeichnis
- Warum ist die Viking Star ein besonderes Schiff?
- Welche technischen Daten hat die Viking Star?
- Welche Kabinenkategorien gibt es?
- Wie unterscheiden sich die Suiten von den Staterooms?
- Was ist bei Viking im Reisepreis enthalten?
- Welche Restaurants gibt es an Bord?
- Wo lässt sich der Abend verbringen?
- Was bietet der Nordic Spa?
- Welche Routen fährt die Viking Star?
- Viking Star oder Viking Neptune: worin liegt der Unterschied?
- Für wen eignet sich die Viking Star?
- Weitere Schiffe und Anbieter im Überblick
Warum ist die Viking Star ein besonderes Schiff?
Viking startete 1997 als reiner Flussanbieter. Der Sprung aufs offene Meer kam erst achtzehn Jahre später, und die Star war das Schiff, mit dem er gelang. In der Aufstellung der Erstsaisons, die Viking selbst veröffentlicht, steht sie mit dem Jahr 2015 an erster Stelle, gefolgt von Sea, Sky, Orion, Jupiter, Venus, Mars, Neptune und Saturn.
Bemerkenswert daran ist die Konsequenz: Statt jede Generation neu zu entwerfen, hat Viking den Entwurf der Star über ein Jahrzehnt hinweg praktisch unangetastet gelassen. Vermessung, Abmessungen, Deckaufteilung und Kabinenkategorien der neueren Schiffe stimmen mit ihr überein. Für Gäste heißt das vor allem eins: Der Baujahrgang sagt hier wenig über das aus, was einen an Bord erwartet.

Der Verzicht auf Casino, Kinderclub und große Showbühnen schafft Platz für etwas anderes: Aussicht. Die Viking Star ist über mehrere Decks hinweg nach außen orientiert, mit bodentiefen Fenstern in den öffentlichen Bereichen und einem Panoramabereich am Bug. Auf Nordlandrouten, wo die Landschaft das eigentliche Programm ist, zahlt sich diese Bauweise unmittelbar aus.
Welche technischen Daten hat die Viking Star?
Die Reederei ordnet das Schiff der Kategorie Small Ship zu. Vermessen ist es mit 47.800 BRZ, die Länge beträgt 745 Fuß und die Breite 94,5 Fuß, in metrischen Einheiten also etwa 227 auf 29 Meter. Als Dienstgeschwindigkeit gibt Viking 20 Knoten an, Heimatregister ist Norwegen.
Neun nummerierte Gästedecks plus ein zusätzliches Deck A nehmen die Kabinen und öffentlichen Bereiche auf. Zur Orientierung dienen zwei durchgehende Elemente: ein Atrium, das sich über drei Decks öffnet, und ein Promenadendeck rund um das Schiff, bei dem vier Runden laut Reederei eine Meile ergeben. Ein Theater über zwei Ebenen, zwei Kinosäle, eine Selbstbedienungswäscherei und ein Bordhospital gehören ebenfalls dazu.
Wie wirkt sich die Größe an Bord aus?
Mit 930 Gästen und rund 600 Crewmitgliedern kommt die Viking Star auf einen Betreuungsschlüssel von etwa eineinhalb Gästen pro Crewmitglied. Das ist ein Wert, den sonst nur deutlich teurere Luxusreedereien erreichen, und er ist im Alltag spürbar: kurze Wege an der Rezeption, keine Schlangen an den Restaurants, Personal, das Stammgäste nach wenigen Tagen erkennt.
Auch die Hafenwahl profitiert von der Größe. Ein Schiff dieser Klasse läuft Anlegestellen an, die für die Oasis- oder Icon-Klasse schlicht zu klein sind – in Nordeuropa etwa kleinere norwegische Häfen, im Mittelmeer Liegeplätze in Stadtnähe statt am Industriekai. Für Reisende, die wegen der Ziele buchen, ist das der eigentliche Vorteil gegenüber den großen Schiffen.
Der Preis dafür ist ein schmaleres Bordangebot. Wer Wasserrutschen, Kletterwände oder vier parallel bespielte Bühnen erwartet, ist hier falsch – die Viking Star setzt auf Ruhe, Aussicht und Gastronomie statt auf Attraktionsdichte.
Welche Kabinenkategorien gibt es?
Auf der Star gibt es weder Innenkabinen noch Kabinen mit reinem Fenster. Jede der sechs Kategorien verfügt über eine eigene Veranda, die über eine bodentiefe Schiebetür erreichbar ist. Die von Viking genannten Flächen umfassen die Veranda:
- Veranda Stateroom ab rund 25 Quadratmetern
- Deluxe Veranda Stateroom mit gleicher Fläche, aber besseren Buchungsrechten an Bord
- Penthouse Veranda mit rund 31 Quadratmetern
- Penthouse Junior Suite mit rund 38 Quadratmetern
- Explorer Suite mit rund 57 bis 72 Quadratmetern, je nach Lage im Schiff
- Owner’s Suite mit rund 120 Quadratmetern
Bereits die kleinste Kategorie bringt ein Kingsize-Bett, ein Bad mit begehbarer Dusche und Fußbodenheizung sowie eine von Viking als vollwertig bezeichnete Veranda mit. Die Unterschiede nach oben liegen weniger im Grundausstattungsniveau als in Platz und Vorrechten.
Wie unterscheiden sich die Kabinenkategorien konkret?
Eine Besonderheit vorweg: Es gibt keine Innen- und keine reinen Außenkabinen. Jede Unterkunft an Bord verfügt über einen eigenen Balkon, was auf einem Schiff dieser Größe ungewöhnlich ist und den vergleichsweise hohen Einstiegspreis miterklärt.
Nach oben staffeln sich die Kategorien über zusätzliche Fläche, einen größeren Balkon und früheren Zugriff auf Reservierungen für Restaurants und Ausflüge. Erst in den oberen Suiten kommen Leistungen wie eine bestückte Minibar und ein erweiterter Zimmerservice hinzu. Wer die Reise vor allem an Land verbringt, fährt mit der Einstiegskategorie gut – der Balkon ist ohnehin überall vorhanden.
Wie unterscheiden sich die Suiten von den Staterooms?
Ab der Explorer Suite wird aus der Kabine eine Zweiraumwohnung mit getrenntem Wohn- und Essbereich für vier Personen. Die Owner’s Suite an der Spitze geht noch einen Schritt weiter: Schlafzimmer, Wohnzimmer, Essplatz für sechs Personen, eine eigene Pantry, ein Besprechungsraum für zwölf Personen mit Kamin und eine private Trockensauna mit Blick nach draußen. Die dort aufgestellte Bibliothek samt Wein- und Musikauswahl hat Firmengründer Torstein Hagen selbst zusammengestellt.
Praktisch relevanter als die Quadratmeter ist allerdings ein anderer Punkt: An der Kategorie hängt, wie früh sich Landausflüge, Restaurantplätze und Spa-Termine reservieren lassen. Zwischen der obersten und der untersten Stufe liegen dabei 47 Tage Vorlauf. Wer auf ausgebuchte Touren scharf ist, sollte das bei der Kabinenwahl mitrechnen.
Was ist bei Viking im Reisepreis enthalten?
Viking verfolgt ein Modell, das sich deutlich vom Massenmarkt unterscheidet. Statt eines niedrigen Einstiegspreises mit vielen Zusatzposten ist ein großer Teil dessen, was anderswo extra kostet, bereits eingerechnet. Das macht den Vergleich mit anderen Reedereien schwierig – der Kabinenpreis wirkt hoch, die Endabrechnung fällt dafür deutlich flacher aus.
- Ein Landausflug pro Hafen – bei einer Zweiwochenreise summiert sich das auf einen dreistelligen Betrag
- Wein, Bier und Softdrinks zu Mittag- und Abendessen
- WLAN an Bord, ohne Volumenpaket
- Die Spezialitätenrestaurants – anders als bei den meisten Reedereien ohne Aufpreis
- Zugang zum Nordic Spa mit Thermalbereich
- Selbstbedienungswäscherei auf den Kabinendecks
Nicht enthalten sind hochpreisige Spirituosen und Weine außerhalb der Mahlzeiten, ein Teil der Spa-Behandlungen, zusätzlich buchbare Ausflüge sowie das Serviceentgelt. Wer das Inklusivpaket konsequent nutzt, kommt an Bord dennoch mit auffallend wenigen Zusatzausgaben aus.
Für wen rechnet sich dieses Modell?
Die Rechnung geht vor allem für Reisende auf, die ohnehin an Landausflügen teilnehmen und zum Essen ein Glas Wein trinken. Wer Ausflüge lieber auf eigene Faust unternimmt und keinen Alkohol trinkt, zahlt bei Viking für Leistungen mit, die ungenutzt bleiben – in dem Fall ist eine Reederei mit niedrigerem Grundpreis die bessere Wahl.
Ein zweiter Punkt betrifft die Zielgruppe: Weil Viking ausschließlich Gäste ab 18 Jahren an Bord lässt und auf Casino, Kinderclub und Animationsprogramm verzichtet, ist das Publikum homogener als auf Familienschiffen. Für die einen ist genau das der Grund zu buchen, für die anderen ein Ausschlusskriterium.
Welche Restaurants gibt es an Bord?
Statt eines großen Speisesaals mit angeschlossenem Buffet arbeitet Viking mit mehreren kleineren Lokalen, die über das Schiff verteilt liegen:
- The Restaurant als klassisches Hauptrestaurant
- World Café mit offenen Küchen und Blick auf die Zubereitung
- Manfredi’s Italian Restaurant mit italienischer Karte
- The Chef’s Table mit festen Menüfolgen und abgestimmten Weinen
- The Kitchen Table, wo Gäste unter Anleitung selbst kochen
- Mamsen’s mit norwegischen Gerichten im Wintergarten
- Pool Grill und Aquavit Terrace für Mahlzeiten im Freien
Zwei zusätzliche Räume lassen sich für private Tischrunden reservieren. Die Aquavit Terrace am Heck ist dabei das Element, das Viking auf allen Hochseeschiffen als Erkennungsmerkmal führt: ein halboffener Essbereich direkt über dem Kielwasser.
Welche Restaurants gibt es im Einzelnen?
Für ein Schiff mit 930 Gästen ist die Auswahl bemerkenswert breit. Das Hauptrestaurant serviert ein wechselndes Menü mit regionalen Bezügen zur jeweiligen Route, das World Café bietet ein Buffet mit offener Küche und einer eigenen Sushi- und Grillstation. Beide sind ohne Aufpreis nutzbar, ebenso die beiden Spezialitätenrestaurants.
- The Restaurant – das Hauptrestaurant mit täglich wechselnder Karte
- World Café – Buffet mit offener Küche, Sushi- und Grillstation
- Manfredi’s – italienische Küche, ohne Aufpreis reservierbar
- The Chef’s Table – mehrgängiges Menü mit begleitenden Weinen, wechselnde Themen
- Mamsen’s – norwegische Spezialitäten in der Explorers’ Lounge
- Aquavit Terrace – Freiluftbereich am Heck mit eigener Karte
Dass die beiden Spezialitätenrestaurants im Preis enthalten sind, ist der wohl deutlichste Unterschied zum Massenmarkt. Reserviert wird trotzdem – die Plätze sind kontingentiert, und gerade The Chef’s Table ist auf einer Woche schnell ausgebucht.
Wo lässt sich der Abend verbringen?
Den Mittelpunkt bildet die Explorers’ Lounge über zwei Ebenen im vorderen Schiffsbereich. Dazu kommen die Bar Torshavn, eine Bar im Atrium und The Living Room, ein offener Aufenthaltsbereich mit Bibliothekscharakter. Im Theater laufen Vorträge und Bühnenprogramm, die beiden Kinosäle zeigen Filme.
Wer im Deckplan nach einem Casino oder einem Kinderclub sucht, findet beides nicht. Viking nimmt keine Gäste unter 18 Jahren mit und verzichtet bewusst auf Glücksspiel. Das Bordprogramm dreht sich stattdessen um Vorträge und Landeskunde zur jeweiligen Route.
Wie sieht ein Abend an Bord aus?
Das Abendprogramm ist bewusst schmal und ruhig gehalten. Statt einer großen Show gibt es Klassik- und Jazzformate, Vorträge von Bordreferenten zur jeweiligen Region sowie Livemusik in den Lounges. Wer einen unterhaltsamen, aber unaufgeregten Abend sucht, findet hier genau das – wer Varieté und Casino erwartet, liegt falsch.
Ein wiederkehrendes Element sind die Vorträge zur Route: Historiker, Biologen oder Regionalkenner ordnen ein, was am nächsten Tag an Land ansteht. Das passt zum Gesamtkonzept, bei dem der Hafen wichtiger ist als das Schiff, und hebt Viking von Reedereien ab, die den Seetag als Hauptattraktion inszenieren.

Ergänzt wird das durch die Explorers’ Lounge über zwei Decks am Bug, in der sich Bibliothek, Bar und Aussichtsbereich mischen. Sie ist auf vielen Reisen der meistgenutzte Raum an Bord – ein guter Indikator dafür, worauf dieses Schiff ausgelegt ist.
Was bietet der Nordic Spa?
Der Wellnessbereich trägt den Namen The Nordic Spa und liegt weit unten im Schiff, wo die Bewegung im Seegang am geringsten ausfällt. Direkt daneben liegen Fitnessbereich und Friseur, ein Sportdeck ganz oben ergänzt das Angebot.
Beim Baden gibt es zwei getrennte Bereiche: den Hauptpool mittschiffs unter einem verschiebbaren Glasdach, der damit auch bei Wind und Kälte nutzbar bleibt, und einen Infinity-Pool am Heck. Beheizte Whirlpools sind an beiden Stellen vorhanden.
Unser Tipp zur Ausflugsplanung
- Der enthaltene Ausflug je Hafen ist kontingentiert – direkt nach der Buchungsfreischaltung wählen, nicht erst an Bord.
- Die kostenpflichtigen Alternativen sind oft kleiner und spezieller; ein Blick lohnt, bevor man den Inklusivausflug bucht.
- Wer lieber allein unterwegs ist, sollte die Liegezeiten prüfen – Viking liegt in vielen Häfen ungewöhnlich lange, teils über Nacht.
Worauf Ihr vor der Buchung achten solltet
- Das Schiff ist Erwachsenen ab 18 Jahren vorbehalten – für Familienreisen fällt Viking komplett aus.
- Es gibt kein Casino, kein Animationsprogramm und keine großen Showbühnen; das Abendprogramm ist bewusst ruhig gehalten.
- Bei 930 Gästen ist das Angebot an Restaurants naturgemäß kleiner als auf einem Schiff mit mehreren Tausend Passagieren.
Was gehört zum Wellnessbereich?
Der Nordic Spa ist das gestalterische Herzstück des Schiffes und folgt einem skandinavischen Konzept: Sauna, Dampfbad, ein Thermalbecken und eine Schneegrotte, in der man sich nach dem Saunagang abkühlt. Der Zugang ist im Reisepreis enthalten, was bei den meisten Reedereien nicht der Fall ist – dort kostet der Thermalbereich üblicherweise extra.
Dazu kommen zwei Pools mit unterschiedlichem Charakter: der Hauptpool unter einem verschiebbaren Glasdach, der ihn auch in Nordeuropa nutzbar macht, und ein Infinity-Pool am Heck mit Blick auf das Kielwasser. Gerade auf Nordlandrouten ist das überdachte Becken ein praktischer Vorteil gegenüber offenen Pooldecks.
Welche Routen fährt die Viking Star?
Der Schwerpunkt liegt eindeutig im Mittelmeer. Viking setzt das Schiff auf Strecken zwischen Barcelona, Lissabon, Rom, Venedig, Athen und Istanbul ein, mit Reisedauern von acht bis 22 Tagen. Kürzere Klassiker sind etwa Barcelona nach Rom in acht Tagen oder eine Rundreise ab Athen in elf Tagen.
Im Winter verlässt die Star Europa und fährt nach Südamerika. Die auffälligste Strecke im Programm führt in 18 Tagen von Buenos Aires durch die chilenischen Fjorde nach Santiago. Genau dieses Fahrtgebiet unterscheidet sie von den Schwesterschiffen, die stattdessen in Asien oder der Karibik eingesetzt werden.
Was heißt das für die Routenwahl?
Viking setzt seine Hochseeschiffe schwerpunktmäßig in Nordeuropa und im Mittelmeer ein, dazu kommen Atlantiküberquerungen und Fahrten in der Karibik. Charakteristisch sind lange Liegezeiten – in vielen Häfen bleibt das Schiff bis in den Abend, teilweise über Nacht.
Das ist kein Detail, sondern Teil des Konzepts: Weil ein Landausflug je Hafen im Preis enthalten ist und das Bordprogramm bewusst schmal gehalten wird, verlagert sich der Schwerpunkt der Reise an Land. Wer ein Schiff sucht, auf dem der Seetag das Highlight ist, wird hier nicht glücklich – wer die Ziele in den Mittelpunkt stellt, findet genau das passende Format.
Da die Reederei ihre Schiffe saisonal zwischen den Revieren verschiebt, ändert sich das Fahrtgebiet von Jahr zu Jahr. Vor der Buchung lohnt der Blick in den aktuellen Fahrplan statt auf ältere Angaben.
Wie sich das Inklusivmodell gegenüber einer klassischen Hochseereederei auswirkt, zeigt die Gegenüberstellung der üblichen Kostenpunkte:
| Leistung | Viking | Klassische Hochseereederei |
|---|---|---|
| Landausflug je Hafen | enthalten | Aufpreis |
| Wein und Bier zu den Mahlzeiten | enthalten | Getränkepaket |
| Spezialitätenrestaurants | enthalten | Aufpreis je Besuch |
| WLAN | enthalten | Paket nach Volumen |
| Thermalbereich im Spa | enthalten | Tages- oder Wochenpass |
| Kinderprogramm, Casino | nicht vorhanden | vorhanden |
Die Tabelle erklärt, warum ein direkter Preisvergleich über den Kabinenpreis in die Irre führt. Aussagekräftig ist allein die Summe aus Kabine, Ausflügen, Getränken und Nebenkosten – und die fällt bei Viking je nach Reiseverhalten ähnlich oder sogar niedriger aus.
Viking Star oder Viking Neptune: worin liegt der Unterschied?
Ehrliche Antwort: baulich in nichts. Die Viking Neptune hat dieselbe Vermessung, dieselben Abmessungen, dieselbe Gästezahl, denselben Deckplan und dieselben sechs Kabinenkategorien. Der einzige Unterschied in den offiziellen Daten ist das Jahr der Erstsaison, 2015 gegenüber 2022.
Entschieden wird deshalb über die Route. Wer Südamerika oder eine lange Mittelmeerstrecke sucht, landet bei der Star. Wer nach Asien, Australien oder Nordeuropa will, bei der Neptune. Der Rest ist Termin- und Preisfrage, und beides ändert sich ohnehin von Saison zu Saison.
Was kostet eine Reise auf der Viking Star?
Der Kabinenpreis liegt deutlich über dem, was Mainstream-Reedereien für eine vergleichbare Route aufrufen. Der Vergleich hinkt allerdings, solange man die Inklusivleistungen nicht gegenrechnet: Landausflüge, Getränke zu den Mahlzeiten, WLAN und die Spezialitätenrestaurants sind bei Viking bereits enthalten und schlagen anderswo mit dreistelligen Beträgen pro Person zu Buche.
Realistisch kalkulieren lässt sich das über die Endsumme statt über den Einstiegspreis. Wer alle Ausflüge mitnimmt, zum Essen Wein trinkt und Internet braucht, landet bei vielen Anbietern in einer ähnlichen Größenordnung. Wer davon wenig nutzt, fährt woanders günstiger.
Hinzu kommt bei jeder Reederei das Serviceentgelt pro Person und Nacht sowie alles, was über das Inklusivpaket hinausgeht – hochpreisige Weine, einzelne Spa-Behandlungen und zusätzlich gebuchte Ausflüge. Diese Posten laufen über das Bordkonto, für das bei der Anmeldung eine Kreditkarte hinterlegt wird.
Für wen eignet sich die Viking Star?
Sie eignet sich für Erwachsene, die das Reiseziel wichtiger finden als das Bordprogramm und die ein Schiff bevorzugen, das auch kleinere Häfen anlaufen kann. Wer im Mittelmeer mehrere Länder in einer Reise verbinden möchte, findet auf der Star die dichteste Auswahl innerhalb der Flotte.
Nicht geeignet ist das Schiff für Familien mit Kindern, da Viking Minderjährige grundsätzlich nicht an Bord nimmt. Was sonst noch im Reisepreis enthalten ist und wie sich die Fluss- und Expeditionsflotte davon unterscheidet, steht in unserem Viking Guide.
Weitere Schiffe und Anbieter im Überblick
Für den weiteren Vergleich lohnen sich diese Seiten:
- Viking Guide mit allen drei Flotten des Anbieters
- Viking Neptune als jüngeres Schwesterschiff derselben Bauart
- Hurtigruten Guide für alle, die es nach Norwegen zieht
Welcher Anbieter zu welchem Reisetyp passt, ordnet unsere Übersicht der Kreuzfahrt-Reedereien ein.




