Die Explora I ist ein Luxuskreuzfahrtschiff – das erste von Explora Journeys, mit dem die MSC-Gruppe seit August 2023 im Luxussegment antritt. Sie spielt damit in einer anderen Liga als die großen Schiffe des Mutterkonzerns: An Bord gibt es keine einzige Innenkabine, jede Unterkunft ist eine Suite mit eigener Terrasse.
Kreuzfahrt mit Explora Journeys
- Reine Suiten-Schiffe mit privater Terrasse
- Junge Luxusmarke der MSC-Gruppe mit eigenem Nachhaltigkeitskonzept
- Entspannte Atmosphäre ohne strenge Dresscodes
- Preislich unterhalb der klassischen Ultra-Luxus-Reedereien
Die Eckdaten: 63.900 BRZ, 456 Suiten mit Meerblick und Platz für rund 900 Gäste. Auf je vier Gäste kommen fünf Gastgeber – die Reederei gibt ein Verhältnis von 1,25:1 an.
Gebaut wurde sie bei Fincantieri in Monfalcone. Der Baubeginn war im Juni 2021, die Übergabe am 20. Juli 2023. Die MSC-Gruppe hat mehr als 500 Millionen Euro in das Schiff gesteckt.
Das Wichtigste in Kürze
- Kategorie: Luxusklasse – 456 Suiten für rund 900 Gäste; das Schiff, mit dem die MSC-Gruppe 2023 ins Luxussegment eingestiegen ist
- Erstes Schiff von Explora Journeys, dem Luxussegment der MSC-Gruppe, seit August 2023 im Dienst
- 456 Suiten für rund 900 Gäste – jede mit privater Terrasse, Einstieg ab etwa 35 Quadratmetern
- Fünf der sechs Restaurants ohne Aufpreis, dazu Getränke, WLAN und Trinkgelder im Reisepreis
- Keine Kinderclubs, kein Aquapark, keine Bühnenshows – der Hauptpool ist Erwachsenen vorbehalten
- Elf Gästedecks von Deck 3 bis Deck 14 – ein Deck 13 gibt es nicht
Auf dieser Seite lest Ihr, welche Suitenkategorien es gibt, was der Reisepreis wirklich abdeckt, was auf welchem Deck liegt, wie das Restaurantkonzept funktioniert – und für wen sich das Schiff lohnt.
Inhaltsverzeichnis
- Die Explora I im Überblick
- Für wen lohnt sich die Explora I?
- Die Suiten der Explora I
- Die Restaurants der Explora I
- Deckplan der Explora I: Was liegt auf welchem Deck?
- Pools, Spa und Freizeit an Bord
- Preise und Inklusivleistungen
- Praktische Fragen an Bord der Explora I
- Mit der Explora I unterwegs
- Weitere Themen rund um Explora Journeys
Die Explora I im Überblick
Die Explora I war der Einstieg der MSC-Gruppe in die Luxuskreuzfahrt. Nach außen sieht man das an der Größe: Mit 63.900 BRZ ist sie kaum ein Drittel so groß wie die größten MSC-Schiffe, nimmt aber nur rund ein Fünftel der Gäste mit. Genau daraus entsteht das Raumgefühl an Bord.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kategorie | Luxuskreuzfahrt – Suiten-only, All-inclusive-Konzept |
| Indienststellung | Übergabe am 20. Juli 2023, erstes Schiff der Marke |
| Vermessung | 63.900 BRZ |
| Suiten | 456, alle mit Meerblick und privater Terrasse |
| Gäste | rund 900 |
| Gastgeber je Gast | 1,25:1 |
| Restaurants | sechs, davon fünf ohne Aufpreis |
| Bars und Lounges | zwölf, innen und außen |
| Pools | fünf beheizte Pools, vier davon mit eigener Bar |
| Decks | elf für Gäste – Deck 3 bis Deck 12 sowie Deck 14 |
| Werft | Fincantieri in Monfalcone |
Getauft wurde die Explora I nicht in Europa, sondern in New York. Taufpatin war die Meeresbiologin Sylvia Earle, Gründerin der Organisation Mission Blue – eine Personalie, die zum Nachhaltigkeitsanspruch der Marke passen sollte.
Womit fährt die Explora I?
Hier hält sich ein hartnäckiger Irrtum: Die Explora I fährt nicht mit Flüssigerdgas. Sie verbrennt Schiffsdiesel und reinigt die Abgase über einen SCR-Katalysator, der die Stickoxide deutlich senkt. Dazu kommen ein Landstromanschluss und ein System zur Dämpfung des Unterwasserlärms.
LNG kommt bei Explora Journeys erst mit der dritten Einheit ins Spiel: Die Explora III ist das erste Schiff der Marke mit Flüssigerdgas-Antrieb, die Explora IV soll folgen.
Wo fährt die Explora I?
Die Explora I pendelt zwischen zwei Fahrtgebieten. Von März bis November ist sie im Mittelmeer und in Westeuropa unterwegs, im Winter in der Karibik und Mittelamerika. Für Februar 2027 ist zusätzlich eine Etappe in Südamerika und am Amazonas ausgeschrieben, für den Winter 2027/2028 das Rote Meer und die Arabische Halbinsel.
Typisch für die Marke sind lange Liegezeiten und Übernachtungen im Hafen. Statt sieben Häfen in sieben Tagen abzuhaken, bleibt das Schiff länger – verbindlich ist am Ende immer das Buchungsportal.
Für wen lohnt sich die Explora I?
Die Explora I ist kein Schiff für Menschen, die ein volles Bordprogramm suchen. Sie ist eines für Menschen, die Platz wollen – und bereit sind, dafür einen Luxuspreis zu zahlen.
| Geeignet für | Weniger geeignet für |
|---|---|
| Wer eine Suite mit eigener Terrasse als Mindeststandard erwartet | Wer preisbewusst reist – die Woche liegt schnell im vierstelligen Bereich je Person |
| Wer Getränke, WLAN und Trinkgelder nicht einzeln abrechnen möchte | Wer Kinderclubs, Wasserrutschen und ein Familienprogramm sucht |
| Wer abends ohne Dresscode und ohne feste Tischzeiten essen will | Wer Musicals, Eisshows und große Bühnenproduktionen erwartet |
| Wer lange Hafenliegezeiten einem dichten Routenplan vorzieht | Wer ein durchgehend deutschsprachiges Schiff braucht |
Ein Punkt, den man vorher wissen sollte: Die Bordsprache ist Englisch. Explora Journeys ist eine international aufgestellte Marke ohne festes deutschsprachiges Programm – anders als AIDA oder TUI Cruises.
Die Suiten der Explora I
Alle 456 Unterkünfte an Bord sind Suiten mit raumhohen Fenstern und privater Terrasse. Die Kategorien verteilen sich auf drei Familien, die sich vor allem in der Fläche und im Service unterscheiden.
| Kategorie | Was sie auszeichnet |
|---|---|
| Ocean Terrace Suite | Einstiegskategorie, rund 35 Quadratmeter plus sieben Quadratmeter Terrasse |
| Ocean Grand Terrace Suite | gleicher Innenraum, aber elf Quadratmeter Terrasse – auf den Decks 6 und 7 |
| Ocean Penthouses | vier Stufen vom Penthouse bis zum Grand Penthouse, mit separatem Wohnbereich |
| Ocean Residences | Cove, Retreat, Serenity und Cocoon – ab etwa 70 Quadratmetern, mit eigenem Whirlpool |
| Owner’s Residence | 280 Quadratmeter, davon 125 Quadratmeter Terrasse über die volle Schiffsbreite |
Schon die Einstiegskategorie ist üppig geschnitten: Mit rund 35 Quadratmetern liegt die Ocean Terrace Suite über dem, was viele Wettbewerber als Suite verkaufen. Zur Standardausstattung gehören eine gekühlte Minibar, die nach Wunsch befüllt wird, eine Espressomaschine und ein begehbarer Kleiderschrank.
Ab wann gibt es einen persönlichen Butler?
Das ist der Punkt, an dem die Kategorien wirklich auseinandergehen. Einen persönlichen Residence Host – also den Butler-Service mit Ein- und Auspacken, privatem In-Suite-Dining und bevorzugten Restaurantreservierungen – gibt es ab den Ocean Residences. In den Suiten und Penthouses darunter gehört er nicht dazu.
Die Owner’s Residence ist der Sonderfall an Bord: 155 Quadratmeter Innenraum, dazu eine Terrasse über die gesamte Schiffsbreite mit Infinity-Whirlpool und einem Esstisch für acht Personen. Auf der Explora I gibt es genau eine davon.
Die Restaurants der Explora I
Sechs Restaurants stehen an Bord – und anders als auf einem klassischen Kreuzfahrtschiff ist die Aufteilung nicht „Hauptrestaurant gegen Spezialitätenrestaurant”. Fünf der sechs sind ohne Aufpreis buchbar, es gibt keine festen Tischzeiten und keine zugewiesenen Plätze.
| Restaurant | Was Euch dort erwartet |
|---|---|
| Emporium Marketplace | offene Kochstationen statt Buffetwannen, den ganzen Tag geöffnet |
| Med Yacht Club | mediterrane Küche aus Italien, Spanien, Griechenland und Frankreich |
| Sakura | panasiatisch, von Japan über Thailand bis Vietnam und Malaysia |
| Marble & Co. Grill | Steakhaus europäischer Prägung |
| Fil Rouge | französisch geprägte internationale Küche |
| Anthology | das einzige Restaurant mit Aufpreis – wechselnde Gastköche |
Der Emporium Marketplace auf Deck 11 ist das, was anderswo das Buffet wäre – nur ohne Buffet: An offenen Stationen wird frisch zubereitet, von handgemachter Pasta bis zur Rotisserie. Dazu kommen das Crema Café und die Gelateria & Crêperie, beide ebenfalls im Preis enthalten.
Was kostet das Anthology?
Das Anthology ist die einzige Adresse an Bord, für die eine Rechnung kommt. Das Degustationsmenü liegt bei rund 165 Euro pro Person, die Weinbegleitung bei etwa 70 Euro. Dafür kocht dort ein wechselnder Gastkoch – das Konzept wird in Etappen neu besetzt.
Ebenfalls extra kosten die Kochkurse in der Chef’s Kitchen, der Chef’s Table und die Raritäten aus The Cellar, wo das Glas bei etwa 15 bis 20 Euro beginnt.
Welche Bars gibt es an Bord?
Zwölf Bars und Lounges verteilen sich über das Schiff. Die Explora Lounge auf Deck 11 ist der gesellschaftliche Mittelpunkt mit Flügel und Panoramafenstern, die Malt Whisky Bar nebenan die ruhigere Alternative. Dazu kommen die Lobby Bar und die Journeys Lounge auf Deck 4 sowie die Sky Bar on 14 ganz oben.
Einkaufen lässt sich auf Deck 4 in der Ladenzeile The Journey. Auf der Explora I sind dort unter anderem Rolex, Cartier, Panerai und Piaget vertreten – der Zuschnitt der Boutiquen unterscheidet sich von Schiff zu Schiff. Gleich nebenan sitzt der Schalter für die Landausflüge, die bei Explora Journeys Destination Experiences heißen.
Deckplan der Explora I: Was liegt auf welchem Deck?
Die Aufteilung ist ungewöhnlich klar: Unten liegen Empfang, Boutiquen und zwei Restaurants, darüber Spa und drei weitere Restaurants, dann fünf reine Suitendecks – und erst ganz oben wieder öffentliche Flächen.
| Deck | Was sich dort befindet |
|---|---|
| 3 | Bordhospital |
| 4 | Lobby und Lobby Bar, Guest Services, Casino, Journeys Lounge, die Boutiquen von The Journey, Fil Rouge und Med Yacht Club |
| 5 | The Spa, Anthology, Marble & Co. Grill, Sakura, Astern Pool & Bar, Galleria d’Arte und Crema Café |
| 6 bis 9 | reine Suitendecks |
| 10 | Suiten, Brücke, Fitness Centre und Atoll Pool & Bar |
| 11 | Emporium Marketplace, The Conservatory, Explora Lounge, Malt Whisky Bar, Nautilus Club sowie Gelateria und Crêperie |
| 12 | Helios Pool & Bar für Erwachsene, Laufbahn und Whirlpools |
| 14 | Sportplatz, Sky Bar on 14 und Freiluft-Fitnessbereich |
Für die Suitenwahl heißt das: Die Decks 7 bis 9 liegen am ruhigsten. Unter ihnen endet der öffentliche Bereich, über ihnen beginnt er erst wieder. Wer die Terrasse am Heck bevorzugt, landet bei den Cocoon- und Serenity-Residences; wer nach vorn schauen will, bei den Retreat-Residences.
Ein Deck 13 sucht Ihr vergeblich – die Nummer wurde übersprungen. Den vollständigen Grundriss veröffentlicht die Reederei selbst: der offizielle Deckplan der Explora I.
Pools, Spa und Freizeit an Bord
Fünf beheizte Pools zählt Explora Journeys an Bord, vier davon tragen einen eigenen Namen und haben eine eigene Bar. Sie liegen bewusst auf verschiedenen Decks, damit sich die Gäste verteilen.
| Pool | Lage und Charakter |
|---|---|
| Astern Pool & Bar | Deck 5 am Heck, tagsüber Beach-Club-Atmosphäre, abends Live-Musik |
| Atoll Pool & Bar | Deck 10 am Heck, der ruhigste der vier |
| The Conservatory | Deck 11 unter einem Glasdach – wetterunabhängig nutzbar |
| Helios Pool & Bar | Deck 12, Panoramalage und ausschließlich für Erwachsene |
Der Wellnessbereich Ocean Wellness erstreckt sich über knapp 1.000 Quadratmeter und verteilt sich auf mehrere Decks: das Spa und der Thermalbereich auf Deck 5, das Fitness Centre auf Deck 10, die Laufbahn auf Deck 12 und der Freiluft-Fitnessbereich samt Sportplatz auf Deck 14.
Wichtig für die Kalkulation: Der Zugang zum Thermalbereich kostet nichts extra. Salzraum, Sauna, Dampfbad, Eisbrunnen und das Hydrotherapiebecken stecken im Reisepreis – einzelne Behandlungen und Anwendungen dagegen nicht.
Preise und Inklusivleistungen
Explora Journeys wirbt mit einem weitgehend geschlossenen Preis. Das ist kein Marketingversprechen, sondern lässt sich an der Liste ablesen – und erklärt, warum der Einstiegspreis hoch aussieht.
| Im Preis enthalten | Kostet extra |
|---|---|
| Neun kulinarische Erlebnisse, vom Emporium Marketplace bis zum In-Suite-Dining | Das Anthology mit Degustationsmenü und Weinbegleitung |
| Weine, Champagner, Spirituosen und alkoholfreie Getränke, auch aus der Minibar | Raritäten aus The Cellar sowie Chef’s Kitchen und Chef’s Table |
| Highspeed-WLAN über Satellit und sämtliche Trinkgelder an Bord | Anwendungen und Behandlungen im Spa |
| Thermalbereich, Fitnessprogramm und Shuttle vom Hafen ins Zentrum | Landausflüge, hier Destination Experiences genannt |
Als Orientierung könnt Ihr für eine Woche mit rund 5.500 bis 6.500 Euro pro Person rechnen. Das entspricht grob 1.000 Euro je Person und Nacht – und relativiert sich, sobald man die Getränkepakete, Trinkgelder und WLAN-Kosten einer klassischen Kreuzfahrt gegenrechnet.
Kreuzfahrt mit Explora Journeys
- Reine Suiten-Schiffe mit privater Terrasse
- Junge Luxusmarke der MSC-Gruppe mit eigenem Nachhaltigkeitskonzept
- Entspannte Atmosphäre ohne strenge Dresscodes
- Preislich unterhalb der klassischen Ultra-Luxus-Reedereien
Praktische Fragen an Bord der Explora I
Drei Punkte tauchen vor der Buchung immer wieder auf – sie prägen den Bordalltag stärker als die Suitenkategorie.
Gibt es ein Treueprogramm bei Explora Journeys?
Ja, seit April 2025. Der Explora Club kennt fünf Stufen: Classic, Silver, Gold, Platinum und Diamond. Maßgeblich sind gewichtete Nächte an Bord, multipliziert mit der gebuchten Suitenkategorie – wer teurer wohnt, steigt schneller auf. Ausgaben an Bord und vorab gebuchte Destination Experiences zählen mit.
Interessant ist der Status Match: Wer bei einer anderen Luxusreederei bereits einen Status hat, kann ihn übertragen lassen und steigt gleich auf der entsprechenden Stufe ein.
Ist die Explora I für Familien geeignet?
Nur eingeschränkt. Kinder sind an Bord willkommen, aber es gibt keine Kinderclubs nach Altersgruppen, keinen Aquapark und keine Rutschen. Der Helios Pool auf Deck 12 ist sogar ausdrücklich Erwachsenen vorbehalten. Familien mit jüngeren Kindern sind auf den großen Schiffen der Muttermarke deutlich besser aufgehoben.
Wie läuft der Abend an Bord ab?
Deutlich unaufgeregter als auf einem Großschiff. Es gibt kein Theater mit Abendvorstellung, sondern Live-Musik in der Explora Lounge, einen Pianisten am Flügel, ein kleines Casino auf Deck 4 und den Nautilus Club. Dresscodes gibt es nicht.
Mit der Explora I unterwegs
Die Explora I ist das Schiff, mit dem die MSC-Gruppe bewiesen hat, dass sie Luxus kann. Der eigentliche Unterschied zum Mutterkonzern liegt nicht in der Ausstattung, sondern in der Dichte: rund 900 Gäste auf einem Schiff, das nach Größe deutlich mehr fassen könnte.
Wer ein volles Programm, Shows und Kinderbetreuung sucht, ist hier falsch. Wer eine Suite mit Terrasse, ein weitgehend geschlossenes Preisschild und Platz an Pool und Restaurant sucht, bekommt genau das – und zahlt dafür einen Preis, der ehrlich als Luxuspreis auftritt.
Weitere Themen rund um Explora Journeys
Für die Einordnung im Flotten- und Markenvergleich helfen diese Seiten weiter:
- Explora Journeys – Schiffe, Preise und Konzept der Marke im Überblick
- Explora II – das baugleiche Schwesterschiff von 2024
- Explora III – die größere dritte Einheit von 2026
- MSC Cruises – die Muttermarke mit deutlich größeren Schiffen
- Reedereien im Vergleich – welche Linie zu welchem Reisetyp passt
