Bei Curve handelt es sich eigentlich um eine reguläre Mastercard, die jedoch in einer anderen Sache doch ganz anders ist. Dieser Unterschied ist besonders für Meilenjäger spannend, weshalb wir in diesem Guide genauer auf die Funktion, die Vorteile und die Nachteile der Karte eingehen werden.

Die Besonderheit der Karte ist, dass Ihr kein richtiges Kartenkonto erhaltet, sondern die Curve Debitkarte lediglich eine Kombination all Eurer Kreditkarten darstellt und Ihr diese sozusagen nur zwischenschaltet. Was das bedeutet und wo die möglichen Gebühren liegen, erfahrt Ihr in diesem Guide.

Die Vorteile der Curve Kreditkarte

Die große Besonderheit der kostenlosen Karte ist definitiv auch direkt der größte Vorteil. Dadurch, dass die Karte sich lediglich über Kreditkarten aufladen lässt, habt Ihr so die Möglichkeit all Eure Kredit- und Debitkarten in dieser einen Curve Kreditkarte zu kombinieren. Dies ist besonders attraktiv, da Ihr mit Curve teilweise auch kostenlos im Ausland bezahlen könnt. Würdet Ihr also normalerweise im Ausland auf eine Zahlung mit der Miles and More Kreditkarte beispielsweise verzichten, um die Gebühren zu umgehen, so könnt Ihr dank Curve nun für diese Zahlung durch die Hinterlegung einer meilenfähigen Kreditkarte auch im Ausland kostenfrei Meilen sammeln.

Doch auch die angekündigte Unterstützung von American Express Karten ist besonders spannend, denn dadurch habt Ihr zahlreiche Möglichkeiten um die Akzeptanz der Amex deutlich zu erhöhen. Hinterlegt Ihr die American Express Kreditkarte, so habt Ihr die Möglichkeit auch bei Partnern ohne Akzeptanz der American Express Karten mit der Curve Mastercard zu zahlen und somit auch bei diesem Einkauf wertvolle Membership Rewards Punkte zu sammeln. Ihr erhöht also durch die “Zwischenschaltung” der Curve Debitkarte die Akzeptanz, umgeht mögliche Gebühren im Ausland und sammelt somit wertvolle Meilen. Allerdings gilt die Ankündigung für die Unterstützung der American Express Karten vorerst nur für Großbritannien, eine Unterstützung in Deutschland ist frühestens für 2019 geplant. Ein wenig müsst Ihr Euch als Inhaber einer American Express Gold Card oder Platinum Card also noch gedulden.

Wie bereits angesprochen, könnt Ihr mit der Curve Mastercard teilweise auch im Ausland kostenlos bezahlen, denn es fallen keine Fremdwährungsumsätze an. Dies geschieht, da Curve, vor der Belastung Eurer hinterlegten Kreditkarte, den Betrag immer erstmal in Euro umrechnet. Bei der generell kostenfreien Blue Card gilt dies allerdings nur bis maximal 500 Pfund pro Monat (etwa 550 Euro). Mit der Curve Black ist es zudem möglich diese Begrenzung aufzuheben, denn bei Curve Black sind generell alle Zahlungen in Fremdwährungen kostenfrei.

Curve mehrere Kreditkarten in einem
Statt zahlreicher Kreditkarten müsst Ihr zukünftig nur noch eine einzige im Portemonnaie mitnehmen

Auch die Nutzung der Karte ist sehr einfach und selbsterklärend. Nachdem Ihr Euch in der App angemeldet habt, könnt Ihr Eurem Wallet jederzeit Karten hinzufügen. Dazu könnt Ihr entweder die Details der Kreditkarte abfotografieren oder diese händisch eintragen. Nachdem die Karte dann verifiziert und freigeschaltet ist, könnt Ihr vor einer Zahlung mit Curve im Wallet einfach auswählen, mit welcher Karte diese Zahlung verrechnet werden soll. Der Vorteil ist, solltet Ihr einmal die falsche Karte ausgewählt haben, dass Ihr in der Umsatzübersicht unter dem Punkt “Go Back in Time” die Kreditkarte bis zu vierzehn Tage nachträglich noch ändern könnt. In diesem Fall wird der ursprünglich abgebuchte Betrag einfach auf der Karte wieder gutgeschrieben und die Summe wird von der neu ausgewählten Karte eingezogen.

Die Nachteile der Curve Kreditkarte

Besonders die blaue Curve Mastercard hat auch einige Nachteile, denn besonders die Gebühren für Zahlungen in Fremdwährungen ist nach Ausnutzung der kostenfreien 550 Euro pro Monat relativ hoch. So bezahlt Ihr nach den ersten kostenlosen 550 Euro in einem Monat zwei Prozent Fremdwährungsgebühr auf jede weitere Zahlung in einer anderen Währung. Bei der Premium-Version fallen generell keine Fremdwährungsgebühren an.

Doch auch die Gebühren für Abhebungen am Automaten sind relativ hoch. Die ersten 200 Pfund pro Monat (etwa 225 Euro) sind zwar auch hier bei der Blue Card theoretisch kostenlos, es können aber bereits hierfür Gebühren bei Eurem Kreditkartenanbieter entstehen. Nach den 225 Euro fällt dann für jede weitere Abhebung allerdings eine Gebühr von zwei Prozent oder zwei Pfund an, je nachdem welche Gebühr höher ist. Bei der Black Card ist Curve allerdings auch hier etwas großzügiger, denn der maximal kostenfreie Betrag liegt dann bei 400 Pfund pro Monat, also etwa 450 Euro. Nutzt Ihr die Karte also innerhalb der Limitierungen, so fallen diese Nachteile weg.

Curve Mastercard Abhebungen
Abhebungen sind nur bis 225 beziehungsweise 450 Euro pro Monat kostenlos

Neben den anfallenden Gebühren für Fremdwährungen und Abhebungen, hat die Curve Kreditkarte auch noch weitere Nachteile. Erwähnenswert ist hier beispielsweise, dass es sich wie bei Revolut um ein britisches Startup handelt. Wie es also nach dem Brexit weitergeht, ist aktuell noch unklar. Allerdings ist dieser Nachteil zu verschmerzen, da Ihr bei Curve kein Kartenkonto mit einem Guthaben habt und somit auch bei Verschlechterungen nach dem Brexit kein Geld verlieren könnt. Ihr solltet allerdings um den Brexit herum mit Zahlungen mit der Curve Mastercard etwas vorsichtig sein und die Entwicklung genau im Auge behalten.

Alternativen zur Curve Mastercard

Die Curve Kreditkarte ist als Basis Produkt ohne Kosten wirklich gut. Ihr erhaltet eine Karte die all Eure Kreditkarten zusammenfasst und somit ermöglicht die Akzeptanz einiger Karten auszuweiten und die zudem noch den Vorteil hat, dass Zahlungen in Fremdwährung (bis zu einem gewissen Maß) kostenfrei sind. Da die Curve Kreditkarte jedoch nicht alleine stehen kann, sondern immer nur als zwischengeschaltete Kreditkarte dient, benötigt Ihr natürlich noch eine andere Kreditkarte. Hier lohnt sich besonders eine Kreditkarte zum Meilen sammeln oder eine Karte mit Versicherungen, denn die Curve Mastercard kommt ohne Versicherungen daher.

Um alle diese Vorteile abzudecken, empfehlen wir Euch generell auf eine Kombination von mehreren Kreditkarten zu setzen. Dabei solltet Ihr eine Kreditkarte wählen, die die wichtigsten Reiseversicherungen abdeckt, Euch pro ausgegebenem Euro Meilen oder Punkte einbringt und am besten noch Vorteile auf Reisen einbringt. Natürlich gibt es die perfekte Kreditkarte, die alle Vorteile vereint nicht, allerdings kommt die Amex Platinum dem schon sehr nahe, denn neben dem Sammeln von Meilen und sehr starken Versicherungen erhaltet Ihr auch noch 200 Euro Reiseguthaben sowie kostenfreien Lounge Zugang an über 1.000 Flughäfen. Wenn die Kreditkarte für Euch nicht in Frage kommt, sind vor allem die folgenden Modelle als Ergänzung zur Curve Kreditkarte interessant:

Für alle, die auf das Meilen sammeln mit Kreditkarte verzichten möchten (was wir nicht empfehlen), ist das Platinum Double von Barclaycard die beste Alternative. Dieses bietet neben der American Express Platinum das beste Versicherungspaket und kommt darüber hinaus mit kostenfreien Zahlungen und Abhebungen daher. Auch ist das Kartendoppel im ersten Jahr kostenfrei und auch danach mit 99 Euro pro Jahr durchaus verträglich. Die Amex Gold ist in der reisetopia Redaktion der Tipp für alle Einsteiger in Sachen Meilen sammeln. Ein starker Willkommensbonus und solide Versicherungen sowie eine gute Gutschrift für Umsätze stechen positiv heraus.

Meilen sammeln mit Curve
Mit Meilen und Punkten lassen sich luxuriöse Flug buchen

Wem die Kreditkarte nach dem ersten, kostenfreien Jahr zu teuer ist, kann auf die günstigere und unter Umständen kostenfreie Amex Green Card wechseln. Die Miles and More Gold Kreditkarte bietet ebenfalls gute Versicherungen und bringt Euch zudem mit jeder Zahlung Meilen bei Miles and More. Auch wenn hier grundsätzlich Zahlungen in Fremdwährungen kostenpflichtig sind, so könnt Ihr diese Kosten durch Kombinieren der Miles and More Kreditkarte mit der Curve Black Card gut umgehen. Insgesamt lässt sich zusammenfassen, dass eine Kombination aus mehreren Produkten der beste Weg ist, um auf Reisen nicht oben drauf zu zahlen, sicher unterwegs zu sein und zudem von zahlreichen Vorteilen zu profitieren.

Fazit zur Curve Kreditkarte

Als eigenständige Kreditkarte ist Curve keineswegs zu sehen, denn Curve benötigt immer eine andere Kreditkart als Abrechnungsgrundlage. Wollt Ihr jedoch die Akzeptanz der bestehenden Kreditkarte erhöhen oder mit dieser auch im Ausland kostenlos zahlen, so kann sich die Curve Mastercard sehr lohnen. Auch wenn Ihr einfach nur mehrere Karte zu einer Kreditkarte zusammenfassen wollt, um das Portemonnaie etwas zu entleeren, ist Curve eine sinnvolle Anschaffung.

Häufig gestellte Fragen zur Curve Kreditkarte

Was macht die Curve Kreditkarte besonders?   +

Die große Besonderheit der kostenlosen Karte, dass die Karte sich lediglich über Kreditkarten aufladen lässt. Das bedeutet, dass Ihr so die Möglichkeit habt all Eure Kredit- und Debitkarten in dieser einen Curve Kreditkarte zu kombinieren. Dies ist besonders attraktiv, da Ihr mit Curve teilweise auch kostenlos im Ausland bezahlen könnt. Würdet Ihr also normalerweise im Ausland auf eine Zahlung mit der Miles and More Kreditkarte beispielsweise verzichten, um die Gebühren zu umgehen, so könnt Ihr dank Curve nun für diese Zahlung durch die Hinterlegung einer meilenfähigen Kreditkarte auch im Ausland kostenfrei Meilen sammeln.

Wie bezahle ich mit der Curve Kreditkarte?   +

Die Nutzung der Karte ist sehr einfach und selbsterklärend. Nachdem Ihr Euch in der App angemeldet habt, könnt Ihr Eurem Wallet jederzeit Karten hinzufügen. Dazu könnt Ihr entweder die Details der Kreditkarte abfotografieren oder diese händisch eintragen. Nachdem die Karte dann verifiziert und freigeschaltet ist, könnt Ihr vor einer Zahlung mit Curve im Wallet einfach auswählen, mit welcher Karte diese Zahlung verrechnet werden soll. Der Vorteil ist, solltet Ihr einmal die falsche Karte ausgewählt haben, dass Ihr in der Umsatzübersicht unter dem Punkt “Go Back in Time” die Kreditkarte bis zu vierzehn Tage nachträglich noch ändern könnt. In diesem Fall wird der ursprünglich abgebuchte Betrag einfach auf der Karte wieder gutgeschrieben und die Summe wird von der neu ausgewählten Karte eingezogen.

Welche Gebühren fallen bei der Benutzung der Curve Kreditkarte an?   +

Die Gebühren für Zahlungen in Fremdwährungen ist nach Ausnutzung der kostenfreien 550 Euro pro Monat relativ hoch. So bezahlt Ihr nach den ersten kostenlosen 550 Euro in einem Monat zwei Prozent Fremdwährungsgebühr auf jede weitere Zahlung in einer anderen Währung. Bei der Premium-Version fallen generell keine Fremdwährungsgebühren an. Doch auch die Gebühren für Abhebungen am Automaten sind relativ hoch. Die ersten 200 Pfund pro Monat (etwa 225 Euro) sind zwar auch hier bei der Blue Card theoretisch kostenlos, es können aber bereits hierfür Gebühren bei Eurem Kreditkartenanbieter entstehen. Nach den 225 Euro fällt dann für jede weitere Abhebung allerdings eine Gebühr von zwei Prozent oder zwei Pfund an, je nachdem welche Gebühr höher ist. Bei der Black Card ist Curve allerdings auch hier etwas großzügiger, denn der maximal kostenfreie Betrag liegt dann bei 400 Pfund pro Monat, also etwa 450 Euro.

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