Nach tagelangem Starkregen herrscht Hochwasser in Bangkok, weite Teile der Stadt stehen unter Wasser. Der Flugverkehr nach Deutschland läuft weiter – auf dem Weg zum Flughafen und bei der Abreise braucht Ihr derzeit aber deutlich mehr Geduld.
Die Überschwemmungen in Bangkok beschäftigen derzeit viele Thailand-Reisende. Seit Donnerstag hat es in der Hauptstadt nahezu ununterbrochen geregnet, die Behörden haben für alle 50 Bezirke den Katastrophenfall ausgerufen, wie die Tagesschau berichtet. Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand am 27. September 2026 um einen Hinweis zu Überschwemmungen und Erdrutschen ergänzt und rät, betroffene Gebiete zu meiden.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang sind geöffnet
- Flüge finden statt, der Weg zum Flughafen ist allerdings beschwerlicher
- Der Regen soll ab dem 28. September nachlassen, das Wasser geht aber nur schrittweise zurück
Flüge ab Deutschland starten planmäßig – Rückflüge teils mit Verspätung
Laut einem Facebook-Beitrag des Flughafenbetreibers Airports of Thailand (AOT) läuft der Flugbetrieb in Suvarnabhumi normal, auch Don Mueang ist geöffnet. Dort stand am Samstag zwar ein Rollweg teilweise unter Wasser, Starts und Landungen waren nach Angaben des thailändischen Verkehrsministeriums aber weiter möglich.
Ein Blick auf Flightradar24 zeigt: Die Langstreckenflüge von Thai Airways ab Frankfurt und München sowie von Lufthansa ab München erreichen Bangkok weitgehend pünktlich, Streichungen gibt es auf diesen Strecken bislang nicht. Durch Warteschleifen in der Luft und Verzögerungen am Boden kann es aber jederzeit zu Verspätungen kommen.

Anders sieht es auf dem Rückweg aus. Weil zahlreiche Mitarbeiter des Thai-Airways-Bodenpersonals wegen der Überflutungen nicht zum Flughafen kamen und zusätzlich Gepäckwagen ausfielen, kam es zu Verzögerungen, wie der Flughafendirektor den Medien erklärte. Die Nachtflüge nach Frankfurt und München hoben laut Flightradar24 am Wochenende mit rund fünf Stunden Verspätung ab. Bei der Ankunft in Bangkok mussten Passagiere teils lange auf ihr Gepäck warten, einzelne Koffer blieben zurück. Reisende sollten vor der Abfahrt zum Flughafen den Flugstatus prüfen. Für Tickets mit Abflug ab Bangkok zwischen dem 26. und 29. September bietet Thai Airways laut Bangkok Post eine einmalige kostenlose Umbuchung auf derselben Strecke und in derselben Reiseklasse an. Die Reise muss allerdings bis zum 29. September abgeschlossen sein. Wird ein Flug gestrichen, gibt es auf Wunsch den vollen Ticketpreis zurück.
Grundsätzlich gilt: Bei Verspätungen und Annullierungen wegen des Wetters müssen die Airlines laut der thailändischen Luftfahrtbehörde CAAT weiterhin Betreuungsleistungen wie Mahlzeiten oder eine Erstattung anbieten.
Hochwasser in Bangkok: Die Anreise zum Flughafen ist das Nadelöhr
AOT rät in seinem Beitrag, die Gegend um Lat Krabang zu meiden, wo das Wasser besonders hoch steht, und stattdessen den Motorway (Highway 7) oder den Burapha Withi Expressway zu nutzen. Bei internationalen Flügen solltet Ihr mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein, bei Inlandsflügen mindestens zwei Stunden. Die Stadtverwaltung warnte am Sonntagmorgen vor 31 überfluteten Straßen. Die thailändische Luftfahrtbehörde empfiehlt daher, wenn möglich, auf die Schiene auszuweichen – der Airport Rail Link verbindet die Innenstadt direkt mit Suvarnabhumi. Er war zuletzt zwar nicht immer zuverlässig, ist aber meist deutlich schneller als der Stau auf den Straßen.
Taxis und Fahrdienste wie Grab sind derzeit schwer zu bekommen und verlangen deutliche Aufschläge. Am verlässlichsten ist ein vorab gebuchter Transfer.
Wie lange das Hochwasser in Bangkok anhält, hängt vor allem vom Wetter ab. Der thailändische Wetterdienst erwartet laut Bangkok Post, dass der Regen in Bangkok ab Montag deutlich nachlässt. Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt geht laut Tagesschau davon aus, dass das Wasser in zwei bis drei Tagen abfließen kann – sofern kein neuer Starkregen folgt. Das Auswärtige Amt weist allerdings darauf hin, dass die Überflutungen nur schrittweise zurückgehen. Überflutete Straßen und Wege solltet Ihr wegen Strömungs- und Stromschlaggefahr grundsätzlich nicht betreten oder befahren.
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