Revolut ändert die Konditionen beim Tagesgeld. Neue Tagesgeldkonten werden bei der Deutschen Bank geführt. Damit wechselt die Einlagensicherung von Litauen nach Deutschland. Über die veränderten Geschäftsbedingungen informiert die Neobank aus Litauen in einem Schreiben.

Revolut Tagesgeld

  • 4,25 Prozent Zinsen p.a. für Neukunden (vier Monate)
  • Bis zu 2,25 Prozent Zinsen p.a. für Bestandskunden
  • Aktionszins bis 25.000 Euro Guthaben
  • Tägliche Zinsausschüttung
  • Deutsche Einlagensicherung für neue Konten

Die neueste Änderung betrifft die Tagesgeldkonten deutscher Anleger. Deren Ersparnisse lagert Revolut ab sofort auf Konten der Deutschen Bank, sofern sie ab dem 4. August 2026 ein Tagesgeldkonto eröffnen. Für Bestandskunden gelten die Änderungen nicht. Wie in den Geschäftsbedingungen nachzulesen ist, wird das Geld von Bestandskunden weiterhin in Litauen geführt. Während der technischen Umstellung bleibt der Zugriff auf alle Tagesgeldkonten erhalten. Auch Überweisungen seien weiter möglich, teilt das Geldinstitut mit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neuen Tagesgeldkonten werden ab sofort bei der Deutschen Bank verwaltet
  • Nutzung aller Revolut-Kontofunktionen ohne Unterbrechung möglich
  • Deutsche Einlagensicherung greift

Deutsche Einlagensicherung gilt als besonders hoher Standard

Für neue Tagesgeldkunden bedeutet die Änderung vor allem, dass ihre Ersparnisse neuerdings vollständig in Deutschland verwahrt werden. Diese liegen auf Konten der Deutschen Bank und fallen unter das deutsche Einlagensicherungsgesetz. Danach sind Ersparnisse von bis zu 100.000 Euro pro Person durch das Gesetz geschützt.

Kommt es zu einem Zahlungsausfall der beteiligten Banken, entschädigt die gesetzliche Entschädigungseinrichtung deutscher Banken die Anleger bis zu einer Summe von 100.000 Euro. Getragen wird sie von den Mitgliedsbanken, nicht vom Staat. Bisher wurden die Einlagen aller Tagesgeldkunden auf eigenen Konten von Revolut verwahrt und waren durch die litauische Einlagensicherung geschützt.

Anleger, die sich für das Revolut-Tagesgeld entscheiden, dürften die Neuerung überwiegend positiv betrachten. Die Sicherung der Ersparnisse über deutsche Gesetze gilt als besonders hoher Standard. Die litauische Einlagensicherung schützt das Geld in gleicher Höhe: Beide Systeme sind über die EU-Einlagensicherungsrichtlinie auf 100.000 Euro harmonisiert. Für viele Anleger zählt dennoch, dass die Einlagen künftig in Deutschland verwahrt und im Ernstfall über die hiesige Entschädigungseinrichtung abgewickelt werden.

Revolut App Ladebildschirm
Revolut bietet 2,25 Prozent Zinsen auf Tagesgeld

Um die neueste Änderung bei den Tagesgeldkonten zu vollziehen, habe man auch die Kundendaten an die Deutsche Bank weitergeben müssen, schreibt die Neobank. Das betrifft aber nur Kunden, die das Tagesgeldkonto ab dem 4. August 2026 eröffnet haben. Bestandskunden betrifft die Änderung nicht. Die Nutzung aller Banking-Funktionen läuft zudem weiter allein über Revolut.

Revolut stärkt Position im Wettbewerb

Revolut zählt seit Jahren zu den gefragtesten Neobanken auf dem Markt. Die Bank punktet bei jungen Anlegern mit digitaler Infrastruktur und zahlreichen Benefits. Attraktive Zinsen, Investments zu günstigen Konditionen und das Loyalitätsprogramm RevPoints, mit dem Kunden Meilen sammeln und Reiserabatte erhalten können, zählen zum Angebot. Auf Tagesgeld gewährt Revolut aktuell einen Zinssatz von 2,25 Prozent pro Jahr Dies ist unabhängig davon, ob das Konto in Litauen oder in Deutschland geschützt wird.

Revolut App Smartphone
Die Revolut-Tagesgeldkonten lassen sich komplett digital per App verwalten

Durch die Kooperation mit der Deutschen Bank festigt Revolut seine Position im Wettbewerb. Einige Konkurrenten, darunter Trade Republic, bieten einen etwas geringeren Standard. Zwar arbeitet Trade Republic ebenfalls mit Partnerbanken zusammen, sodass eine Einlagensicherung gilt. Allerdings verwahrt Trade Republic Ersparnisse über 1.000 Euro auch in Geldmarktfonds. Für Beträge, die in Geldmarktfonds verwahrt sind, gilt die Einlagensicherung nicht. Diese Ersparnisse zählen als Sondervermögen und sind als Fondsvermögen vom Vermögen der Bank getrennt. Für Forderungen aus Wertpapierdienstleistungen greift daneben die Anlegerentschädigung mit 90 Prozent bis maximal 20.000 Euro.

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Autor

Während seiner Studienzeit ist Thomas bereits viel herumgekommen. Er hat bei verschiedenen Print- und Online-Zeitungen im In- und Ausland Praktika gemacht, Schreiberfahrung gesammelt und gelernt aus dem Ausland zu berichten. Zuletzt hat der studierte Journalist für die Handelsblatt Media Group gearbeitet – vor allem im Bereich SEO. So weiß er, wie man Menschen erreicht, Reichweite generiert und zugleich Mehrwert für Userinnen und User schafft.

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