Bei Revolut hat es Erhöhungen der Gebühren für einige Abo-Modelle ihres Girokontos gegeben. Zwischen Neu- und Bestandskunden werden Unterschiede gemacht.
Die Neobank Revolut macht aktuell mit Veränderungen ihrer Gebührenstruktur beim Girokonto auf sich aufmerksam. Für die Girokonto-Modelle Premium, Metal und Ultra werden die Kosten erhöht. Unterschiede macht das FinTech-Unternehmen allerdings bei Neu- und Bestandskunden: Wer nach dem 7. Mai 2026 ein Girokonto bei Revolut eröffnet hat, ist sofort von den neuen Abo-Preisen betroffen. Bestandskunden betreffen die neuen Gebühren dagegen erst ab Juli. Gleichzeitig bietet Revolut ihren Kunden dafür teilweise mehr Vorteile je nach Abo-Modell.
Das Wichtigste in Kürze
- Revolut erhöht die Gebühren für die Girokonto-Modelle Premium, Metal und Ultra
- Wer als Neukunde nach dem 7. Mai 2026 ein Konto eröffnet hat, zahlt sofort mehr
- Spätestens ab dem 9. Juli 2026 gelten die neuen Gebühren für alle
Revolut-Girokonto für Neukunden ab sofort teurer
Die neuen Gebühren für die Girokonto-Modelle Premium, Metal und Ultra treffen vor allem Neukunden, die am oder nach dem 7. Mai 2026 ein Konto bei Revolut eröffnet haben. Hier gelten die neuen Gebühren ab sofort. Bestandskunden wiederum, die vor dem 7. Mai 2026 ein Girokonto eröffnet haben, zahlen zunächst noch die bekannten Gebühren.


In Ihrer Gebührenordnung weist Revolut auf die Veränderungen der jeweiligen Gebühren hin. Ebenfalls geht daraus hervor, dass Bestandskunden im Vergleich zu Neukunden nur kurz von der früheren Kontoeröffnung profitieren. Ab dem 9. Juli 2026 werden die neuen Gebühren auch für alle Kunden erhoben, die vor dem 7. Mai 2026 ihr Konto eröffnet haben.

Nach aktuellem Stand bleiben die beiden Modelle Standard und Plus von den Änderungen unberührt. Das Standard-Abo bleibt damit gebührenfrei, für das Plus-Abo werden weiterhin 2,99 Euro pro Monat oder 29,99 Euro pro Jahr erhoben. Die gesamten Gebühren inklusive Veränderungen bei den Modellen Premium, Metal und Ultra, könnt Ihr der folgenden Übersicht entnehmen:
| Girokonto-Modelle | Gebühren bis zum 7. Mai 2026 | Gebühren ab 7. Mai 2026 / 9. Juli 2026 |
| Standard | gebührenfrei | gebührenfrei |
| Plus | 2,99 Euro / Monat, 29,99 Euro / Jahr | 2,99 Euro / Monat, 29,99 Euro / Jahr |
| Premium | 7,99 Euro / Monat, 82 Euro / Jahr | 8,99 Euro / Monat, 89 Euro / Jahr |
| Metal | 13,99 Euro / Monat, 135 Euro / Jahr | 15,99 Euro / Monat, 155 Euro / Jahr |
| Ultra | 60 Euro / Monat, 600 Euro / Jahr | 65 Euro / Monat, 650 Euro / Jahr |
Wechsel des Zahlungsmodells könnte Gebühren sparen
Ein Test von reisetopia hat gezeigt, dass ein Wechsel von der monatlichen zur jährlichen Zahlung noch vor dem 9. Juli 2026 für Bestandskunden Vorteile bringen könnte. Aktuell wird bei einem Wechsel des Zahlungsmodells noch die alte Gebühr angezeigt. Eine jährliche Zahlung könnte also die Fälligkeit der neuen Gebühren um ein Jahr verschieben.

Wer jährlich zahlt, erhält bei Revolut im Vergleich zur monatlichen Gebühr einen Rabatt. Beim Ultra-Abo bedeutet dies zum Beispiel aktuell noch eine Jahresgebühr von 600 Euro, was 50 Euro statt 60 Euro pro Monat entsprechen würde. Mit Blick auf die neuen Gebühren von 65 Euro pro Monat oder 650 Euro pro Jahr könnten Bestandskunden zuzüglich der Rückerstattung einer Monatsgebühr hier bis zu 240 Euro sparen!
Neue Benefits für Premium-, Metal- und Ultra Abo
Die Girokonto-Modelle Premium, Metal und Ultra von Revolut werden teurer, sollen dafür aber auch zukünftig weitere beziehungsweise neue Benefits enthalten. Kunden der jeweiligen Girokonten erhalten künftig drei neue Abos:
- Duolingo
- Flo
- Lovable (Light Version)
Des Weiteren gibt es jeden Monat eine eSIM-Karte mit einem Datenvolumen von einem Gigabyte, die man für einen Zeitraum von sieben Tagen in über 100 Ländern nutzen kann.

Für Unmut sorgt dagegen in einigen Diskussionsportalen, dass Revolut den Zinssatz für das Revolut Tagesgeldkonto gesenkt haben soll. Die Recherchen von reisetopia sowie eine Presseanfrage bei Revolut haben jedoch ergeben, dass es keine Veränderungen am Revolut Zinsangebot in Deutschland gegeben hat. Aktuell orientiert sich Revolut am EZB-Leitzins von zwei Prozent pro Jahr bei täglicher Zinsauszahlung.
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Revolut ist für mich wenig interessant. Tagesgeld, Umrechnungskurse, Trading etc. gibt es so oft besser und ohne monatliche Gebühren.
Ich benötige keine Reiseversicherung über eine Neobank, keine extra schwere Debitkarte aus Metall in Zeiten von Bezahlen mit dem Smartphone, kein Duolingo, das an meiner Bank hängt und keinen Lounge Access um unnötig viel am Flughafen rumzuhängen oder Vielflieger sein zu wollen ohne mit entsprechenden Produkte/KK direkt leisten zu können.
Ich habe seit nahezu anbeginn Revolut Standard und das genügt mir als Senior vorläufig vollauf.
Ich habe noch gelernt “Im Einkauf liegt der Gewinn” und “Lege nicht alle Eier in den gleichen Korb”.
jede andere Bank braucht die aktive Zustimmung zu Preiserhöhungen. Da ich Kunde der German Branch bin, ging ich davon aus dass es hier genau so ist. ist das hier nicht der Fall?
Doch. Revolut hat dies per Mail angekündigt. Wenn es nicht passt kann man kündigen.
Hallo Timo, danke für den Hinweis! Die Erhöhung der Gebühren wurde von Revolut am 07. Mai per Mail angekündigt. Die Diskussionen beziehen sich aktuell eher auf mögliche Änderungen beim Tagesgeldzins, die bislang noch nicht eindeutig bestätigt werden konnten.
Hallo,
genau das dürfen deutsche Banken ja nicht mehr. Preiserhöhungen brauchen die aktive Zustimmung. Sonst kann die Bank natürlich kündigen. Nur ankündigen und dann ohne Zustimmung erhöhen geht nicht
“kann man kündigen” ist genau das Gegenteil einer aktiven Zustimmung zur Preiserhöhung.