Bei Emirates lebt der Traum von Direktverbindungen nach Berlin und Stuttgart nach wie vor. Einen Seitenhieb gibt es gegen die Lufthansa Group.
In einer neuen Pressemitteilung hat Emirates einmal mehr ihre Bereitschaft bekräftigt, künftig Direktverbindungen zwischen Dubai und Berlin und Stuttgart anzubieten. Insbesondere der BER wurde bereits in der Vergangenheit als Hauptfokus ausgemacht. Doch auch Stuttgart war bereits 2023 Thema bei der Airline aus der Vereinigten Arabischen Emirate. In der aktuellen Pressemitteilung nennt Emirates konkrete Pläne, wie das Flugangebot von und nach Berlin und Stuttgart aussehen soll – und stichelt gleichzeitig gegen deutsche Airlines und insbesondere die Lufthansa Group.
Das Wichtigste in Kürze
- Emirates will tägliche Direktflüge nach Berlin und Stuttgart anbieten
- Einsetzen will die Airline hierfür den Flugzeugtypen Boeing 777 mit vier Klassen
- In Richtung Lufthansa Group und andere deutsche Airlines gibt es Provokationen
Emirates will tägliche Direktverbindung nach Berlin und Stuttgart
Ganz neu ist das Thema nicht mehr: Die arabische Airline Emirates hat einmal mehr ihre Ansprüche untermauert, in der Zukunft Direktflüge zwischen Dubai und Berlin und Stuttgart anzubieten. Die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten bemüht sich schon seit mehreren Jahren insbesondere um ein Flugangebot von und nach Berlin.
In der neuesten Pressemitteilung legt Emirates jedoch erstmalig einen konkreten Plan vor, wie die Direktverbindungen von und nach Berlin und Stuttgart auszusehen haben. Dieser sieht eine tägliche Frequenz vor, beim Flugzeug soll auf die Boeing 777 mit vier Klassen gesetzt werden.
Zuvor hatte Emirates angekündigt, den ebenfalls für Flüge von und nach Deutschland genutzten Airbus A380 vorübergehend abzuziehen. Während der Flughafen Hamburg ohnehin bereits ausschließlich mit der Boeing 777 angeflogen wurde, fliegt für einen temporären Zeitraum im Juni auch kein A380 mehr nach Düsseldorf, München oder Frankfurt.
Für die Pläne von Emirates benötigt es nach wie vor eine Genehmigung der Bundesregierung. Hierzu hatte die Airline bereits mit verschiedenen Bundeskanzlern, Verkehrsministern und weiteren Politikern verhandelt. Die Airline gibt an, mit jährlichen Betriebskosten, Personalkosten, Flughafengebühren, Treibstoffkosten und sonstigen Ausgaben von mehr als 100 Millionen Euro zu kalkulieren, zu deren Investition sie bereit wäre. Was die Verantwortlichen von Emirates konkret damit meinen, bleibt offen.
Emirates schießt gegen Lufthansa und Co.
Dass trotz langjähriger Bemühungen inklusive zahlreichen Verhandlungen bis heute keine Einigung zustande kam, liegt unter anderem an dem bilateralen Abkommen in Deutschland, das zwar unbegrenzte Flüge erlaubt, diese jedoch auf nur vier Ziele beschränkt. Diese vier Ziele bedient Emirates mit Frankfurt am Main, München, Düsseldorf und Hamburg bereits.

Sir Tim Clark, Präsident von Emirates Airline, betonte in diesem Zusammenhang den positiven Zuspruch, den er von diversen Unternehmen und Handelsvertretern aus Deutschland erhalten habe. Auch aus der Politik seien positive Signale gesendet worden. Den Grund dafür, dass es bislang zu keiner Umsetzung etwaiger Pläne kam, sieht der Emirates-Chef vor allem bei der Lufthansa Group – an die er auch gleich einen Seitenhieb verteilte:
Emirates already connects Germany to 50 destinations across Africa, the Middle East, Southeast Asia, and Australasia that no German airline serves. These are destinations that matter to German exporters, tourism operators, and the millions of travellers looking for more choice and better connections.
Sir Tim Clark, Präsident von Emirates Airline
Auch hinsichtlich des bislang angebotenen Produkts schoss Emirates deutlich gegen deutsche Airlines und betonte, erst mit dem eigenen Angebot wirklich die vollständige Nachfrage von Reisenden in Berlin abzudecken:
A one-stop connection on Emirates, via Dubai, would provide a more seamless journey with a consistent onboard product in a four-cabin configuration, and a meaningful improvement over the multi-transfer narrow-body alternatives operated by German airlines that are currently available. For Berlin, the Emirates experience would offer something for every traveller, including its award-winning Premium Economy cabin delivering a step-up in comfort, and its First Class with enclosed private suites and personalised service remains unmatched in the industry.
Presseabteilung von Emirates Airlines
In der Pressemitteilung kritisierte die Airline darüber hinaus, dass sich mehr als 85 Prozent der internationalen Verbindungen des BERs innerhalb Europas abspielen würden. Bei Stuttgart bestehe eine vergleichbare Lücke. Trotz ihrer Exportstärke werde die Stadt “nach wie vor unzureichend mit Langstreckenflugverbindungen versorgt”, wie die Airline monierte.
Die besten Tipps von reisetopia findet Ihr täglich in unserem Newsletter, aber auch auf Instagram und TikTok. Austauschen könnt Ihr Euch auch in unserer Facebook Gruppe!







