Das Osterwochenende lässt wieder Fernweh aufkommen. Mit mehr Freiheiten und Lockerungen steigt auch das Reisefieber der Deutschen.

Endlich steht der Frühling vor der Tür. Nach einem sonnigen März konnten wir uns zuletzt nur wieder über das wechselhafte und weniger beliebte April-Wetter „freuen“. Ein Grund mehr, einen Blick auf unsere sonnigen Nachbarländer und das bislang so beliebte Ausland zu werfen. Durch die Coronakrise mussten viele Fernreisen auf Eis gelegt werden und strikte Einreisebestimmungen haben viele Touristen ihre Reisepläne seit Beginn der Pandemie überdenken lassen. Mit den zahlreichen Lockerungen, die in diesem Jahr nochmals Fahrt aufgenommen haben, könnte sich das im Sommer ändern, wie airliners.de berichtet.

Leere Strände & Restaurants gehören der Vergangenheit an

2022 steht im Zeichen der Lockerungen – insbesondere, wenn wir einen Blick auf die Coronapandemie werfen. Immer mehr Länder haben in diesem Jahr ihre Grenzen für den internationalen Touristen wiedereröffnet beziehungsweise ihre strikten Einreisebestimmungen gelockert. Zwar konnten wir in dem Sommer 2020 und 2021 auch dank einiger Lockerungen nach den Wellen mit Normalität leben, doch beschränkten sich viele Bürger hier lieber auf den heimischen Urlaub – wovon die gebeutelte, deutsche Tourismusindustrie zumindest etwas profitieren konnte.

Air Europa Boeing 787 9 Dreamliner Spanien

In diesem Sommer könnte es dagegen schon wieder ganz anders aussehen. Wie eine Yougov-Umfrage deutlich macht, zieht es wieder mehr Deutsche ins Ausland. Nicht zuletzt auch aufgrund der Öffnung Australiens, der USA und der immer wieder aufkommenden Lockerungen in Thailand. Der Verzicht der letzten zwei Jahre soll nun nachgeholt werden, allerdings wird die Planung bei vielen auch von Sorgen um steigende Preise begleitet. Dabei planen 34 Prozent der 2029 Befragten ihren kommenden Urlaub im europäischen Ausland zu verbringen, während es zehn Prozent ins Ausland zieht. Immer noch 48 Prozent und damit fast die Hälfte setzte weiterhin auf heimische Regionen in Deutschland. Dabei wurden vor allem Natururlauber befragt. Trotz des anhaltenden Ukrainekrieges lässt sich eine Kehrtwende ausmachen. So waren es 2021 noch zwei Drittel, die sich für einen Urlaub in der Heimat entschieden haben.

Leere Strände wird es somit auch 2022 bei gutem Wetter in Deutschland und Europa nicht geben.

Ticketpreise dämpfen Urlaubsstimmung

Neben dem andauernden Russland-Ukraine-Krieg beschäftigen vor allem die steigenden Preise und die Inflation die Urlauber. So haben bereits zahlreiche Airlines, wie Air France und die Lufthansa Group steigende Ticketpreise angekündigt. Ein Grund dafür sind die hohen Kerosinpreise sowie zusätzliche Kosten für die U-Klimaschutzziele, so Condor-Chef Ralf Teckentrup.

Condor

Zwar erwarten viele Fluggesellschaften auch in diesem Sommer eine hohe Nachfrage, vor allem bei Last-Minute Buchungen, auf lange Sicht bereiten die steigenden Preise aber auch ihnen Sorge und das nur wenige Montage nach den Anstrengungen der Corona-Lockdowns. Auch Ferienunterkünfte, Hotels und Restaurants musste aufgrund steigender Produktpreise und Mehrkosten ihre Preise bereits erhöhen.

Mit Blick auf den Klimaschutz ist dieser zwar im Interesse der Fluggesellschaften, wie der Condor, er werde das Fliegen allerdings nach den nächsten fünf, sechs Jahren erheblich verteuern, so ihr Chef.

Fazit zu Auslandsreisen im Sommer 2022

Der Sommer steht vor der Tür und nach den Osterferien ist sozusagen vor den langen Sommerferien. Ein Grund mehr, bereits jetzt mit der Planung zu beginnen. Auch mit Blick auf die steigenden Preise denken viele immer noch über einen Urlaub im heimischen Land nach, wobei es in diesem Jahr deutlich mehr Menschen ins Ausland ziehen wird, als noch 2021 und 2020, so eine Yougov-Umfrage. Für den Reiseansturm müssen sich die deutschen Flughäfen und die Deutsche Bahn auf jeden Fall wappnen – egal wohin es die Urlauber letztendlich zieht.

Autorin

Seit sie 4 Jahre alt ist, reist Julia um die Welt und besucht gerne exotische Orte und weiße Strände. Am liebsten entspannt sie irgendwo am Strand in der Sonne oder genießt beim Windsurfen die Grenzenlosigkeit des Meeres. Nebenbei studiert sie in Berlin Tourismusmanagement. Bei reisetopia möchte sie ihre Erlebnisse gerne mit Euch teilen!

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