Die apoBank legt bei ihrem Festgeld für Neugeld nach: Seit dem 23. Oktober 2026 zahlt sie für sechs und für zwölf Monate jeweils 3,5 Prozent pro Jahr. Zuvor waren es 3,1 Prozent für sechs Monate und 3,2 Prozent für zwölf Monate.
Apobank Festgeld
- 3,5 Prozent für Neugeld bzw. 2,2 bis 3 Prozent regulär Zinsen pro Jahr
- 6 Monate bis 5 Jahre Anlagedauer
- Ab 10.000 Euro Anlagebetrag
- Zinsausschüttung zum Laufzeitende
- Hervorragende Einlagensicherung
Das Angebot hat allerdings einen engen Kreis: Ein Konto eröffnet die apoBank nur für akademische Heilberufe, also etwa für Ärztinnen, Zahnärzte, Apothekerinnen und Tierärzte, sowie für Studierende dieser Fächer. Für alle anderen Gelder und Laufzeiten gelten unverändert die Standardkonditionen von 2,2 bis 3 Prozent pro Jahr.
Das Wichtigste in Kürze
- Die apoBank erhöht den Neugeld-Zins für sechs Monate von 3,1 auf 3,5 Prozent und für zwölf Monate von 3,2 auf 3,5 Prozent pro Jahr
- Neugeld heißt: Das Geld wurde in den letzten vier Wochen vor der Anlage von einem Konto bei einer anderen Bank überwiesen
- Die Standardkonditionen von 2,2 bis 3 Prozent pro Jahr bleiben unverändert
- Nur für akademische Heilberufe und Studierende dieser Fächer, Mindestanlage 10.000 Euro, Zinsen am Laufzeitende
3,5 Prozent für Neugeld bei sechs und zwölf Monaten
Den höheren Zins gibt es ausschließlich für neues Geld: Laut apoBank gilt er für Gelder, die innerhalb der letzten vier Wochen vor dem Anlagewunsch von einem Konto bei einer anderen Bank auf das Festgeldkonto überwiesen wurden. Auch wer schon Kundin oder Kunde der apoBank ist, kann ihn also nutzen, wenn frisches Kapital von einer anderen Bank kommt.
Bei 10.000 Euro über ein Jahr bringt der Neugeld-Zins jetzt 350 Euro Zinsen, bisher waren es 320 Euro. Die Mindestanlage beträgt 10.000 Euro, Voraussetzung ist ein Girokonto bei der apoBank.
Standardkonditionen bleiben unverändert
Für Geld, das bereits bei der apoBank liegt, und für Laufzeiten über ein Jahr gelten weiter die Standardkonditionen, die seit dem 31. August 2026 gültig sind:
| Laufzeit | Neugeld | Standard |
|---|---|---|
| 6 Monate | 3,5 Prozent p.a. | 2,2 Prozent p.a. |
| 1 Jahr | 3,5 Prozent p.a. | 2,5 Prozent p.a. |
| 2 Jahre | – | 2,7 Prozent p.a. |
| 3 Jahre | – | 2,8 Prozent p.a. |
| 4 Jahre | – | 2,9 Prozent p.a. |
| 5 Jahre | – | 3 Prozent p.a. |
Für kurze Laufzeiten im Spitzenfeld
Mit 3,5 Prozent für sechs und zwölf Monate gehört das Neugeld-Angebot der apoBank zu den höchsten Festgeldzinsen für kurze Laufzeiten in unserem Festgeld-Vergleich. Der Haken: Der Sonderzins gilt nur für neues Geld und höchstens ein Jahr, das Konto steht nur Heilberuflern offen und die Mindestanlage von 10.000 Euro ist hoch. Wer länger anlegt, bekommt bei der apoBank höchstens 3 Prozent für fünf Jahre.
Alle Konditionen auf einen Blick:
| Konditionen | apoBank Festgeld |
|---|---|
| Zinssatz | 3,5 Prozent p.a. für Neugeld (6 und 12 Monate), Standard 2,2 bis 3 Prozent p.a. |
| Laufzeiten | 6 Monate bis 5 Jahre |
| Mindestanlage | 10.000 Euro |
| Zinsgutschrift | am Laufzeitende |
| Voraussetzungen | akademischer Heilberuf oder Studium in diesem Bereich, Girokonto bei der apoBank |
| Einlagensicherung | gesetzliche Einlagensicherung sowie Sicherungseinrichtung des BVR (Deutschland) |
Der Zinstrend bei Festgeld im Überblick
Wie sich die durchschnittlichen Festgeldzinsen über die Laufzeiten hinweg entwickelt haben, zeigt die folgende Übersicht.
Die Festgeld- sowie Sparbriefzinsen orientieren sich in der Regel am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Dieser wurde am 11. Juni 2026 erstmals seit September 2023 wieder angehoben: Der Einlagenzins stieg zum 17. Juni 2026 von 2 auf 2,25 Prozent. Nach einer Zinspause im Juli 2026 folgte am 10. September 2026 der nächste Schritt: Der Einlagenzins liegt seit dem 16. September 2026 bei 2,50 Prozent. Hintergrund ist die durch den Nahost-Konflikt weiterhin erhöhte Inflation, die laut EZB-Prognose noch länger über dem Zielwert bleiben dürfte.
Wie umfangreiche Recherchen der reisetopia Finanzexperten zeigen, liegt der durchschnittliche Zinssatz für Angebote in den Bereichen Festgeld und Sparbrief in Deutschland im Oktober 2026 bei Wahl eines der besser verzinsten Angebote bereits bei kurzen Laufzeiten von einem Jahr deutlich über dem Leitzins der EZB.
Nach einer relativen Stagnation in den ersten Monaten des Jahres ziehen die Festgeldzinsen seit einiger Zeit wieder spürbar an. Die reisetopia Analyse der verschiedenen Laufzeiten zeigt, dass die Zinsen über alle Laufzeiten hinweg seit dem Frühjahr insgesamt deutlich gestiegen sind und zuletzt sogar noch einmal deutlicher zugelegt haben:

Die durchschnittliche Höhe der Zinsen in den vergangenen sechs Monaten stellte sich bei einer beispielhaften Anlagedauer von drei Jahren wie folgt dar, wobei sich der anhaltend positive Trend gut erkennen lässt:
- April 2026: 2,38 Prozent
- Mai 2026: 2,45 Prozent
- Juni 2026: 2,56 Prozent
- Juli 2026: 2,71 Prozent
- August 2026: 2,78 Prozent
- September 2026: 2,78 Prozent
Im Oktober 2026 liegt der durchschnittliche Zinssatz für Festgeldanlagen bei einer Anlagedauer von einem Jahr bei 2,72 Prozent. Wer sich für eine Anlage über drei Jahre entscheidet, erzielt im Schnitt sogar einen Zinssatz von 2,92 Prozent. Über ein Jahr legt der Durchschnitt damit um 0,17, über drei Jahre um 0,14 Prozentpunkte zu – jeweils der kräftigste Zuwachs seit Juli 2026. Getragen wird der Anstieg von der Breite des Marktes: 44 der 67 erfassten Angebote wurden binnen eines Monats angepasst, nahezu alle davon nach oben.
Diese Banken zahlen bei längeren Laufzeiten mehr
Wer sein Geld länger als ein Jahr festlegen will oder nicht zu den Heilberufen gehört, sollte diese Festgeldkonten vergleichen:
- Bank of Scotland Festgeld: bis zu 3,6 Prozent für drei Jahre
- Opel Bank Festgeld: bis zu 3,55 Prozent für zwei Jahre
- Bigbank Festgeld: 3,5 Prozent für Laufzeiten von zwei bis fünf Jahren



