Bis zu 350.000 Meilen für einen Prämienflug. Bei Air France steigen die notwendigen Werte für Einlösungen für die La Première First Class noch einmal drastisch. Dafür haben sich die Verfügbarkeiten positiv verändert.
Für diejenigen, die gerne Meilen einlösen, sind die Zeiten aktuell nicht einfach. Bei der Lufthansa Group wurden etwa die Treibstoffzuschläge deutlich erhöht, zudem sind die Meilenpreise auf einigen Strecken gestiegen. Ähnlich ist es auch bei Air France, wo die Zuschläge ebenfalls nach oben korrigiert wurden. In der First Class kommt es aber noch schlimmer, denn hier wurden auch die notwendigen Meilenwerte drastisch erhöht.
Das Wichtigste in Kürze
- Notwendige Meilen für Air France First Class Einlösungen steigen teils um mehr als 50 Prozent
- Günstiger wird die Einlösung von Meilen nur auf der Strecke nach Singapur
- Die Verfügbarkeiten haben sich im Gegenzug ausgesprochen positiv entwickelt
Krasse Erhöhungen auf Routen nach Nordamerika
Wie Recherchen von reisetopia ergeben haben, hat Air France das komplette System für die Einlösung von Meilen für die Air France La Première First Class verändert. Konkret ergeben sich neuerdings die folgenden Werte für Einlösungen in der höchsten Reiseklasse der französischen Airline:
- Paris – Tel Aviv: 250.000 Meilen (statt 175.000 Meilen)
- Paris – Dubai: 260.000 Meilen (statt 170.000 Meilen)
- Paris – Atlanta / Boston / New York / Washington: 350.000 Meilen (statt 220.000 Meilen)
- Paris – Houston / Los Angeles / San Francisco: 350.000 Meilen (statt 230.000 Meilen)
- Paris – Tokio: 350.000 Meilen (statt 320.000 Meilen)
- Paris – Singapur: 290.000 Meilen (statt 320.000 Meilen)
- Paris – São Paulo: 350.000 Meilen (wie bislang)
Die genannten Werte gelten dabei jeweils für einen einfachen Flug in beide Richtungen, wobei ein Zubringer innerhalb Europas kostenfrei hinzugebucht werden kann. Anders als bei Einlösungen in anderen Reiseklassen gibt es in der First Class keine dynamischen Meilenwerte, sodass immer die oben genannten Fixpreise greifen.

Besonders dramatisch ist der Anstieg dabei auf Flügen nach Nordamerika, wo es sich auf allen Strecken um eine Preiserhöhung um mehr als 50 Prozent handelt. Kurios mutet im neuen System zudem an, dass dieselben Werte anfallen, egal ob man an die Ostküste oder an die Westküste fliegt. Ebenfalls stark erhöht wurden zudem die Meilenwerte, die für Einlösungen nach Tel Aviv und Dubai fällig werden.

Keine Veränderungen gab es derweil auf Verbindungen nach São Paulo. Leicht nach oben angepasst wurden die Preise für Flüge nach Tokio, günstiger werden dagegen Einlösungen nach Singapur, die nun zu den mitunter günstigsten gehören – obwohl es sich um eine der längsten Strecken handelt und auf der Route sogar die neue First Class zum Einsatz kommt.
Ideale Verfügbarkeiten auf allen Strecken
Die Veränderungen bei den Meilenwerten gehen allerdings immerhin auch mit einer Verbesserung einher. Anders als in der Vergangenheit sind die Verfügbarkeiten mittlerweile nahezu atemberaubend gut – bei dem enormen Meilenpreis ist das aber wohl auch keine Überraschung. War es früher etwa unmöglich, dass man einen Prämienflug für zwei Personen bucht, findet man mittlerweile auf einigen Strecken auch zu zweit problemlos Verfügbarkeiten für Einlösungen.

Kurioserweise ergibt sich durch das dynamische System teilweise sogar die Situation, dass Prämienflüge in La Première zum fixen Preis günstiger sind als Business Class Tickets im dynamischen System am selben Datum. Gleichzeitig sind die Werte aber so hoch, dass sie nur für einen sehr ausgewählten Kreis überhaupt in Reichweite sein dürften. So liegen die Werte im Schnitt mehr als doppelt so hoch wie bei Lufthansa First Class Einlösungen.

Generell ist die Air France La Première First Class zudem nur buchbar, wenn man mindestens einen Platinum Status im Flying Blue Programm hat. Durch einen aktuell angebotenen Status Match ist dieser allerdings zumindest etwas einfacher erreichbar. An die notwendigen Meilen kommt man im Zweifel über American Express Kreditkarten, wobei vermutlich nur Inhaber einer American Express Business Platinum Card mit hohen Firmenausgaben in den Genuss einer solchen Einlösung kommen dürften.
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