Der Seabourn Club ist das einzige Kreuzfahrtprogramm mit zwei parallelen Währungen: Club Points bestimmen den Status und verfallen nie, Club Days bringen kostenfreie Reisen und verfallen sehr wohl. Wir zeigen, worauf es bei beiden ankommt.
Kreuzfahrt mit Seabourn
- All-Suite-Schiffe für unter 700 Gäste
- Offene Bar und Trinkgeld bereits inklusive
- Ausfahrbare Marina für Wassersport am Heck
- Expeditionsreisen in Arktis und Antarktis
Seabourn gehört wie Cunard zur Carnival Corporation und positioniert sich im Ultra-Luxus mit All-Suite-Schiffen, offener Bar und einer ausfahrbaren Marina am Heck. Das Treueprogramm wurde zuletzt überarbeitet – die Anforderungen für die Stufen wurden gesenkt, und mehrere Leistungen kamen hinzu.
Das Wichtigste in Kürze
- Club Points steuern die Statusstufe: Silver ab 15, Gold ab 50, Platinum ab 100, Diamond ab 200 und Diamond Elite ab 500.
- Punkte und Stufen verfallen nie – ein Alleinstellungsmerkmal im gesamten Vergleichsfeld.
- Vier Verdienstwege, darunter ein Zusatzpunkt je Tag in einer Penthouse- oder Premium-Suite.
- Club Days laufen getrennt und bringen ab 350 Tagen eine kostenfreie 7-Tage-Reise, ab 460 Tagen eine 14-Tage-Reise.
- 🚨 Club Days und Gratisreisen verfallen, wenn Ihr nicht mindestens alle drei Jahre mit Seabourn fahrt.
Weil Seabourn zwei getrennte Währungen führt, lohnt sich der genaue Blick: Die eine sichert dauerhaft den Status, die andere kann verfallen. Die folgenden Abschnitte trennen beides sauber auf.
Inhaltsverzeichnis
- Wie sammelt Ihr Club Points?
- Welche Stufen gibt es im Seabourn Club 2026?
- Wie funktionieren die Club Award Cruises?
- Wie schlägt sich der Seabourn Club gegen Silversea und Regent?
- Mit welcher Kreditkarte profitiert Ihr bei Seabourn?
- Für wen lohnt sich der Seabourn Club?
- Häufige Fragen zum Seabourn Club
- Unser Fazit zum Seabourn Club
Wie sammelt Ihr Club Points?
Seabourn kennt vier Wege, und sie lassen sich kombinieren. Das macht das Programm flexibler als die reinen Nächtezähler der Konkurrenz.
| Verdienstweg | Club Points |
|---|---|
| Je Tag an Bord eines Seabourn-Schiffes | 1 |
| Je Tag in einer Penthouse- oder Premium-Suite | 1 zusätzlicher Punkt |
| Je Nacht auf einer begleiteten Seabourn Journey | 1 |
| Je 500 US-Dollar Bordumsatz und Vorab-Buchungen | 1, maximal 1 Zusatzpunkt je Reisetag |
Seabourn rechnet das selbst an einem Beispiel vor: Wer eine siebentägige Kreuzfahrt in einer Penthouse Suite bucht, an Bord 1.100 US-Dollar ausgibt und zusätzlich eine dreitägige begleitete Seabourn Journey unternimmt, sammelt 7 Punkte für die Reisetage, 7 für die Suite, 2 für den Bordumsatz und 3 für die Journey – zusammen 19 Club Points und damit bereits die Silver-Stufe.
reisetopia Tipp: Die Suitenkategorie verdoppelt den Ertrag. Wer ohnehin zwischen einer regulären und einer Penthouse-Suite schwankt, sollte einrechnen, dass die höhere Kategorie nicht nur mehr Komfort bringt, sondern die Club Points je Reisetag verdoppelt.
Welche Stufen gibt es im Seabourn Club 2026?
Sechs Stufen, gesteuert allein über die Club Points. Seabourn hat die Anforderungen zuletzt gesenkt, damit die Vorteile früher greifen.
| Stufe | Ab … Club Points | Was neu hinzukommt |
|---|---|---|
| Club Member | Beitritt | Grundleistungen des Programms |
| Silver | 15 | Stream-WLAN-Paket |
| Gold | 50 | unbegrenzter Wäscheservice |
| Platinum | 100 | erweiterte Leistungen inklusive Wäsche und WLAN |
| Diamond | 200 | höchste reguläre Vorteilsstufe |
| Diamond Elite | 500 | Spitzenstufe des Programms |
Die Stufen bauen dabei additiv aufeinander auf – was einmal freigeschaltet ist, bleibt in jeder höheren Stufe erhalten.

Der entscheidende Vorteil steht nicht in der Tabelle: Club Points und Stufen verfallen nie. Damit ist der Seabourn Club das einzige Programm im Vergleichsfeld, bei dem eine mehrjährige Reisepause den Status nicht kostet – anders als beim Costa Club mit drei Jahren oder beim MSC Voyagers Club mit fünf.
Wie funktionieren die Club Award Cruises?
Parallel zu den Club Points laufen die Club Days, und sie steuern die eigentliche Prämie: kostenfreie Kreuzfahrten. Beide Währungen werden getrennt geführt, was Seabourn von allen anderen Programmen unterscheidet.
| Schwelle | Prämie |
|---|---|
| 350 Club Days | kostenfreie 7-Tage-Reise |
| 460 Club Days | kostenfreie 14-Tage-Reise, also 110 Tage später |
| je weitere 110 Club Days ab 460 | erneut eine kostenfreie 7-Tage-Reise |
Alle Prämienreisen gelten für die Kategorie V1 Veranda Suite. Ein Upgrade ist möglich, kostet aber die Differenz zwischen dem öffentlichen V1-Tarif und der gewünschten Kategorie. Nicht eingelöste Prämienreisen bleiben bestehen und summieren sich – Seabourn nennt sie ausdrücklich stapelbar.
Achtung, hier verfallen die Vorteile doch: Club Days und bereits erreichte Club Award Cruises verfallen, wenn Ihr nicht mindestens einmal alle drei Jahre mit Seabourn fahrt – gerechnet ab dem letzten Ausschiffungsdatum. Die Club Points für den Status bleiben davon unberührt. Wer eine Gratisreise angespart hat, sollte diese Frist im Blick behalten.
Diese Trennung ist der wichtigste Punkt des ganzen Programms. Der Status ist dauerhaft, die Prämie nicht. Wer also lange pausiert, behält seine Diamond-Stufe, verliert aber möglicherweise eine bereits verdiente kostenfreie Kreuzfahrt.
Wie schlägt sich der Seabourn Club gegen Silversea und Regent?
Im Ultra-Luxussegment ist Seabourn der direkte Wettbewerber von Silversea und Regent Seven Seas. Alle drei rechnen in Tagen oder Nächten, setzen aber unterschiedliche Akzente.
| Seabourn Club | Venetian Society | Seven Seas Society | |
|---|---|---|---|
| Stufen | 6 | 7 | 7 |
| Statuswährung | Club Points | VS Days | Nächte |
| Bordumsatz zählt | ja | nein | nein |
| Suite bringt Extrapunkte | ja, doppelt | nein | nein |
| Status verfällt | nie | nein | nein |
| Gratisreise ab | 350 Club Days | 350 VS Days | – |
| Prämie verfällt | nach 3 Jahren | nein | – |
Wie schnell Ihr diese Schwellen erreicht, hängt damit stark davon ab, welche Suitenkategorie Ihr üblicherweise bucht.

Bemerkenswert ist die Übereinstimmung bei der ersten Gratisreise: Sowohl Seabourn als auch Silversea setzen die Schwelle bei 350 Tagen. Danach trennen sich die Wege – Seabourn gewährt die vierzehntägige Reise bereits 110 Tage später, Silversea erst bei 500. Dafür verfallen die Prämien bei Silversea nicht.
Wer viel an Bord ausgibt und gern in höheren Suitenkategorien bucht, kommt bei Seabourn am schnellsten voran – es ist das einzige Luxusprogramm, das beides honoriert.
Mit welcher Kreditkarte profitiert Ihr bei Seabourn?
Seabourn gehört zu den zehn Partnerreedereien des American Express Platinum Kreuzfahrten-Programms – ebenso wie Oceania Cruises, Cunard und Sea Cloud. Platinum Card Inhaber erhalten je nach Reise ein Bordguthaben; gebucht wird nicht online, sondern telefonisch über den Platinum Reise-Service. Der Vorteil hängt an der Buchung, nicht an Eurer Stufe im Seabourn Club – beides greift nebeneinander, und die Reise zählt weiterhin für Eure Club Points.
Interessant ist bei Seabourn stattdessen der Bordumsatz: Weil je 500 US-Dollar ein zusätzlicher Club Point anfällt, zahlt dieselbe Ausgabe doppelt – auf den Status und, bei Zahlung mit einer Punktekarte, in Membership Rewards Punkte. Einen Überblick gibt unsere Seite zur American Express Platinum Card.
American Express Platinum Card
- 200 Euro Online-Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels und mehr
- 200 Euro SIXT ride Guthaben pro Jahr
- 150 Euro Restaurantguthaben pro Jahr
- 100 Euro Shoppingguthaben pro Jahr
- Bis zu 200 Euro Rabatt & Priority Vorteile bei Condor Flugbuchungen
- Exklusive Kreditkarte aus Metall
- Wertvolle Punkte sammeln mit jedem Euro Umsatz
- Kostenfreie Platinum Partnerkarte
- Bestes Versicherungspaket in Deutschland
- Kostenloser Lounge-Zugang inkl. Gast in 1.550 Lounges weltweit
- Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels, u.a. bei Hilton, Marriott und ALL Accor
- Für Selbstständige und Unternehmer: Amex Business Platinum mit 200.000 Punkten Bonus
Für wen lohnt sich der Seabourn Club?
Weil die Mitgliedschaft kostenlos ist, geht es weniger um das Ob als um die Frage, welcher Reisestil hier am besten belohnt wird.
| Profil | Lohnt sich? | Begründung |
|---|---|---|
| Gäste in Penthouse- und Premium-Suiten | uneingeschränkt | doppelte Club Points je Reisetag |
| Wer an Bord viel bucht | ja | je 500 US-Dollar ein zusätzlicher Punkt |
| Gäste mit längeren Reisepausen | ja | Status und Punkte verfallen nie |
| Wer eine Gratisreise ansparen will | mit Vorbehalt | Club Days verfallen nach drei Jahren ohne Reise |
Häufige Fragen zum Seabourn Club
Verfallen meine Club Points?
Nein. Club Points und die daraus resultierende Stufe verfallen nie. Das gilt allerdings nicht für die Club Days, die für die kostenfreien Reisen zählen – diese verfallen nach drei Jahren ohne Reise.
Was ist der Unterschied zwischen Club Points und Club Days?
Club Points bestimmen Eure Statusstufe von Silver bis Diamond Elite und bleiben dauerhaft erhalten. Club Days laufen parallel und steuern die Club Award Cruises, also die kostenfreien Reisen.
In welcher Kategorie gilt die Prämienreise?
In der Kategorie V1 Veranda Suite. Ein Upgrade ist möglich, kostet aber die Differenz zwischen dem öffentlichen V1-Tarif und der gewünschten Suitenkategorie der jeweiligen Reise.
Zählt der Bordumsatz wirklich für den Status?
Ja, je 500 US-Dollar an Bord und bei Vorab-Buchungen gibt es einen zusätzlichen Club Point – begrenzt auf einen Zusatzpunkt je Reisetag. Damit ist Seabourn neben dem Costa Club das einzige Programm, das Bordausgaben honoriert.
Unser Fazit zum Seabourn Club
Der Seabourn Club ist das durchdachteste Programm im Luxussegment, weil er zwei Dinge trennt, die andere vermischen: Anerkennung und Prämie. Der Status über die Club Points ist dauerhaft und verfällt nie – wer einmal Diamond erreicht hat, bleibt es. Die kostenfreien Reisen laufen über die separaten Club Days und verlangen dafür kontinuierliche Reisetätigkeit.
Für Gäste, die in Penthouse- oder Premium-Suiten buchen und an Bord nicht knausern, ist es zugleich das schnellste Programm der Kategorie: Die Suite verdoppelt die Punkte je Reisetag, der Bordumsatz legt noch einmal nach. Beides gibt es bei Silversea und Regent nicht.
Der Haken liegt bei den Prämien. Wer eine Gratisreise angespart hat und dann drei Jahre pausiert, verliert sie – während der Status unangetastet bleibt. Diese Asymmetrie sollte kennen, wer bewusst auf eine Club Award Cruise hinspart.
Diese Seite halten wir fortlaufend aktuell, zuletzt überarbeitet im August 2026. Die kleinen All-Suite-Schiffe stellt der Guide zu Seabourn vor.
Andere Wege gehen Hapag-Lloyd Cruises Club und AIDA Club.
Kreuzfahrt mit Seabourn
- All-Suite-Schiffe für unter 700 Gäste
- Offene Bar und Trinkgeld bereits inklusive
- Ausfahrbare Marina für Wassersport am Heck
- Expeditionsreisen in Arktis und Antarktis
Innerhalb derselben Konzernfamilie lohnt der Blick auf die Mariner Society von Holland America, die im gehobenen Massenmarkt deutlich andere Schwerpunkte setzt als der Seabourn Club.

